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Partner wegen Alkoholproblem verlassen?

283 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch

Partner wegen Alkoholproblem verlassen?

18.09.2018 um 11:06
Alari schrieb:Das ist ein Riskio, das man dann eben eingehen muss. Es gibt naemlich keine Alternative!
Ich schrieb doch, dass sie ihre Konsequenzen daraus ziehen muss... Trotzdem kann ich die die Aussage, Alkoholkranke neigen eher dazu ihr Leben zu ändern, wenn sie bereits alles verloren haben, allgemein für nicht zutreffend halten.


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18.09.2018 um 11:38
Konzentriert euch bitte auf das Hauptthema des Threads, die Diskussion um einzelne User hört jetzt auf.


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18.09.2018 um 11:40
Alphabetnkunst schrieb:Hilflos zusehen ist Quatsch und grenzt in meinen Augen schon an unterlassener Hilfeleistung.
Das würde ich auch als sehr problematisch sehen... ich finde schon, dass man immer wieder die Konfrontation suchen muss, mit dem Süchtigen... also damit meine ich jetzt nicht, dass man ihn ständig ausschimpfen soll und streiten, streiten, streiten... sondern irgendwie konstruktiv bleiben, ihm aufzeigen, dass es nicht ein normales Trinkverhalten ist, ihn bitten, doch mal mitzukommen... zu einem Treffen mit einem Arzt, und das immer und immer wieder...

Allerdings, da würde ich mir selber auch eine Grenze setzen, eine Art Zeitlimit.... wenn nach mehreren Monaten immer und immer wieder eine strikte Weigerung und eine Art von Selbstverleugnung sich zeigen würde, dann gibt es da nur noch die Androhung (und das darf dann auch kein Bluff sein), zu gehen, einfach, um sich selbst zu schützen... man hält es dann eh nicht mehr lange aus.


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18.09.2018 um 11:43
Intemporal schrieb:Ich schrieb doch, dass sie ihre Konsequenzen daraus ziehen muss... Trotzdem kann ich die die Aussage, Alkoholkranke neigen eher dazu ihr Leben zu ändern, wenn sie bereits alles verloren haben, allgemein für nicht zutreffend halten.
Ja, das ist die Schwierigkeit. Menschen funktionieren individuell. Der eine wacht auf, wenn plötzlich Haus, Frau und Kinder weg sind und sieht ein, dass er was ändern muss. Der andere fühlt sich verarscht, unverstanden und ungerecht behandelt und sieht sich im Recht, weiter zu trinken. Schließlich gibt es jetzt einen Grund.

Hoffen wir, dass der Mann von @Alina2080 zu ersteren gehört. Wissen kann man es aber nie. Es besteht immer nen gewisses Risiko, aber man muss sich trotzdem aus der Schusslinie bringen, wenn man nicht selbst auch kaputtgehen will an der Sucht.


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18.09.2018 um 11:49
Becky schrieb:Mein Ex hatte nichtmal dann die Einsicht, dass er ein Problem hat, als er sich die Leber kaputtgesoffen hat. Mit Anfang 20. Und obwohl nichts mehr im Leben funktioniert hat. Beziehung kaputt, weil ich die ständigen Ausfälle seinerseits nicht mehr ertragen habe und mich nicht mehr erniedrigen lassen wollte, Studium abgebrochen, weil ers nicht mehr geschafft hat, zu den Vorlesungen zu gehen, geschweige denn, Hausarbeiten zu erledigen, Wohnung weg, weil seine Mutter es nicht mehr ertragen hat, dass überall die Flaschen standen und sie ständig blöd angemacht wurde.
Wie hat er auf all das reagiert ? Ich kenne ähnliches aus dem Bekanntenkreis, da hieß es von seiner Seite sogar als er (mal wieder) wegen der Leber ins Krankenhaus mußte immer noch - ich habe kein Problem, ich könnte ja jederzeit aufhören.


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18.09.2018 um 11:50
moric schrieb:Das würde ich auch als sehr problematisch sehen... ich finde schon, dass man immer wieder die Konfrontation suchen muss, mit dem Süchtigen... also damit meine ich jetzt nicht, dass man ihn ständig ausschimpfen soll und streiten, streiten, streiten... sondern irgendwie konstruktiv bleiben, ihm aufzeigen, dass es nicht ein normales Trinkverhalten ist, ihn bitten, doch mal mitzukommen... zu einem Treffen mit einem Arzt, und das immer und immer wieder...
Richtig. Man muss immer wieder aus der Ich-Perspektive reden. “Ich mache mir Sorgen“. “Ich bin etwas beunruhigt, weil es mir nicht gesund vorkommt“.
“Es würde mich beruhigen, wenn ich mir Sicherheit verschaffen kann, wenn wir zum Arzt gehen“.
Statt “du trinkst so viel“, “du merkst nichts mehr“ und so Sachen.


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18.09.2018 um 11:56
Becky schrieb:Ja, das ist die Schwierigkeit. Menschen funktionieren individuell. Der eine wacht auf, wenn plötzlich Haus, Frau und Kinder weg sind und sieht ein, dass er was ändern muss. Der andere fühlt sich verarscht, unverstanden und ungerecht behandelt und sieht sich im Recht, weiter zu trinken. Schließlich gibt es jetzt einen Grund.
Eben, denke auch, dass das eine ziemlich individuelle Angelegenheit ist.

Für die TE hoffe ich selbstverständlich auch das Beste.


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18.09.2018 um 12:00
Alphabetnkunst schrieb:Richtig. Man muss immer wieder aus der Ich-Perspektive reden. “Ich mache mir Sorgen“. “Ich bin etwas beunruhigt, weil es mir nicht gesund vorkommt“.
Sagt wer und wann?

Das kann man machen, wenn man wirklich nur etwas beunruhigt ist weil einem 3 Bier viel vorkommen.
Alphabetnkunst schrieb:Statt “du trinkst so viel“, “du merkst nichts mehr“ und so Sachen.
Soll man den Süchtigen denn anlügen, WENN es bereits so ist?


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18.09.2018 um 12:04
Photographer73 schrieb:Ich kenne ähnliches aus dem Bekanntenkreis, da hieß es von seiner Seite sogar als er (mal wieder) wegen der Leber ins Krankenhaus mußte immer noch - ich habe kein Problem, ich könnte ja jederzeit aufhören.
Schön auch, wenn man dann von jemandem, der kaum noch stehen kann, lallt und zehn Meter gegen den Wind nach Alkohol stinkt, gesagt bekommt, ich habe doch gar nichts getrunken, wenn hier einer trinkt, dann bist du das.


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18.09.2018 um 12:05
@Frau.N.Zimmer
Es geht um den Transport der Besorgnis.
Menschen sind viel aufnahmefähiger, wenn nicht alles nach “du machst alles falsch“ klingt.

Soziale Kompetenz, Therapiestunden Basiswissen.


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18.09.2018 um 12:07
@Alphabetnkunst
Man kann aber auch nicht von jedem Otto-Normalverbraucher erwarten, dass er Basiskurse in Psychologie nimmt. Klar, manche Leute wissen, dass es immer besser ankommt, wenn man von der Eigenbefindlichkeit spricht, und keine Vorwuerfe macht. In der Realitaet wird sich aber wohl doch eher eine Minderheit so verhalten.


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18.09.2018 um 12:08
Photographer73 schrieb:Wie hat er auf all das reagiert ? Ich kenne ähnliches aus dem Bekanntenkreis, da hieß es von seiner Seite sogar als er (mal wieder) wegen der Leber ins Krankenhaus mußte immer noch - ich habe kein Problem, ich könnte ja jederzeit aufhören.
Erstmal das typische "ihr seid alle böse und wollt nur nicht, dass ich Spaß habe", dann das übliche "kann gar nicht sein, ich trinke doch kaum" und irgendwann der komplette Einbruch mit Suizidversuch, Einweisung und Entgiftung. Wirkliche Einsicht... naja. Er ist Borderliner, er meinte, er braucht was, um runterzukommen. Er hat noch ne Therapie gemacht und es sah nen paar Monate wirklich gut aus. Kein Alkohol, keine Partys. Ab und zu nen bisschen Gras (soweit ich beurteilen kann, wirklich nur alle paar Wochen einen Joint), eigene Wohnung, neue Ausbildung, neue Freundin, neuer Freundeskreis. Von außen also alles so, wies sein sollte.

Nen paar Monate später schrieb mich sein Bruder an, dass er glaubt, es geht wieder abwärts. Er hat Drogen bei ihm gefunden, er käme ständig zu spät zur Arbeit, lässt Therapietermine sausen. Das letzte mal, als ich ihn gesehen habe, war total high, keine Ahnung, von was. Es war definitiv nicht nur Gras. Keine Ahnung, wies jetzt ist, ich hab den Kontakt abgebrochen. Ich konnte mir das nicht nochmal antun. Laut seinem Vater (Arzt), wird er so keine 30. Er ist körperlich nen Wrack, psychisch wars schon immer nen auf und ab. So hart es klingt: es ist eigentlich nur die Frage, wie er sich aus dem Leben katapultiert.
Frau.N.Zimmer schrieb:Soll man den Süchtigen denn anlügen, WENN es bereits so ist?
Vor allem, wenn es schon soweit ist, dass jemand so viel trinkt, dass er nicht mehr stehen kann. Und das nicht alle paar Monate mal, sondern so gut wie JEDEN Abend. Da brauchts mehr als nen Feierabendbier.
Alari schrieb:@Alphabetnkunst
Man kann aber auch nicht von jedem Otto-Normalverbraucher erwarten, dass er Basiskurse in Psychologie nimmt. Klar, manche Leute wissen, dass es immer besser ankommt, wenn man von der Eigenbefindlichkeit spricht, und keine Vorwuerfe macht. In der Realitaet wird sich aber wohl doch eher eine Minderheit so verhalten.
Diese "Ich"-Botschaften können auch nach hinten losgehen. Mein Ex hat mir mal vorgehalten, ich würde immer nur von mir und meinen Befindlichkeiten reden. Nur, dass er sofort ausgerastet ist, wenn ich gefragt habe, was ihm grade so Sorgen bereitet.


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18.09.2018 um 12:09
@Alari
Und genau deswegen gibt es eine enorme Rückfallquote. Sobald Patienten wieder im echten Leben sind, merken sie, dass es doch nichts bringt, als Einzelfall sich beachtlich zu bemühen.


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18.09.2018 um 12:15
Becky schrieb:Diese "Ich"-Botschaften können auch nach hinten losgehen. Mein Ex hat mir mal vorgehalten, ich würde immer nur von mir und meinen Befindlichkeiten reden. Nur, dass er sofort ausgerastet ist, wenn ich gefragt habe, was ihm grade so Sorgen bereitet.
Du sollst ja auch nicht pausenlos von dir reden.^^

Ich glaube, die Mischung zu finden, ist das A und O.

Bei negativen Dingen aus der Ich-Perspektive, bei anderen kann auch das “Du“ fallen, am besten dann aber “Wir“. Je nachdem halt.


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18.09.2018 um 12:15
Alphabetnkunst schrieb:Und genau deswegen gibt es eine enorme Rückfallquote. Sobald Patienten wieder im echten Leben sind, merken sie, dass es doch nichts bringt, als Einzelfall sich beachtlich zu bemühen.
Wenn ich ehrlich bin kann ich Dir nicht folgen.


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18.09.2018 um 12:16
Alphabetnkunst schrieb:Soziale Kompetenz, Therapiestunden Basiswissen.
Da heisst es wirklich " Jeder Mensch kann gleich behandelt werden" und man soll ihn anlügen? Das Problem künstlich herunterspielen? Wo gibts denn diesen Kurs? :D


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18.09.2018 um 12:17
@Alari
Ich weiß.
Frau.N.Zimmer schrieb:Da heisst es wirklich " Jeder Mensch kann gleich behandelt werden" und man soll ihn anlügen? Das Problem künstlich herunterspielen? Wo gibts denn diesen Kurs? :D
Wer redet was vom “runterspielen“?
Es geht immer noch um das Wie, wie man etwas sagt, wie man kommuniziert.


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18.09.2018 um 12:18
Alphabetnkunst schrieb:Du sollst ja auch nicht pausenlos von dir reden.^^
Naja, wenn "pausenlos" einmal ne klare Ansage zum eigenen Befinden ist...
Alari schrieb:Wenn ich ehrlich bin kann ich Dir nicht folgen.
Nach ner Therapie gehts halt mit dem normalen Leben weiter, in dem es nicht mehr pausenlos um die Sorgen und Nöte des Süchtigen geht. Das kann nen herber Schlag sein.


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18.09.2018 um 12:20
Alphabetnkunst schrieb:Es geht immer noch um das Wie, wie man etwas sagt, wie man kommuniziert.
Du meinst es hilft, wenn ich sein Problem ( die fortgeschrittene Sucht) zu meinem Problem ( ICH mache mir Sorgen) mache? Im Leben nicht...

Unter Umständem machst du ihm damit noch mehr Druck.


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18.09.2018 um 12:21
Becky schrieb:Nach ner Therapie gehts halt mit dem normalen Leben weiter, in dem es nicht mehr pausenlos um die Sorgen und Nöte des Süchtigen geht. Das kann nen herber Schlag sein.
Nein, in ner Klinik bist du in einem geschützten Rahmen. Da sitzen Leute, die kümmern sich um dich, hören deine Probleme an, dein Befinden, verstehen es und dann gehst du zurück in eine Welt, in der keiner irgendwas versteht und bemerkst, dass die meisten Menschen von Natur aus nicht gerade berauschend sind. Wofür all die Mühe? Die alte Wut kommt zurück, das alte Leid, praktisch das alte Lied.


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