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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

1.204 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Umfrage, Tod, Organe ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

16.03.2026 um 11:08
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Eine Spende impliziert ja grundsätzlich eine freiwilligkeit. Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper sehe ich als hohes gut....Ich möchte, dass jeder das für sich selbst entscheiden kann, ohne dass andere sich da moralisch erheben.
Nun, in einem Diskussionsforum werden Meinungen ausgetauscht. Mitunter treffen da auch diametral entgegengesetzte aufeinander.
Wer sich nicht mit so etwas auseinandersetzen möchte, ist in solchen Threads, wenn nicht sogar in einem Diskussionsforum, falsch.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Mein Wunsch wäre lediglich, dass sich jeder mal mit solchen Themen beschäftigt und für sich eine Entscheidung trifft. Egal welche.
Dann bist du für die Widerspruchslösung?


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

16.03.2026 um 11:09
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Mit anderen Worten:
Du hast keinen.
Ich möchte das schlicht nicht öffentlich ausbreiten. Bin aber ganz gespannt auf deine persönlichen Erfahrungen.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

16.03.2026 um 11:13
Zitat von emanonemanon schrieb:Nun, in einem Diskussionsforum werden Meinungen ausgetauscht. Mitunter treffen da auch diametral entgegengesetzte aufeinander.
Wer sich nicht mit so etwas auseinandersetzen möchte, ist in solchen Threads, wenn nicht sogar in einem Diskussionsforum, falsch.
Jo....und das war meine Meinung dazu.
Zitat von emanonemanon schrieb:Dann bist du für die Widerspruchslösung?
Ja....wobei ich es begrüßen würde, würden solche Themen generell mehr Beachtung finden. Besonders bei Blutspenden ist mein Eindruck, dass viel mehr Menschen bereit wären, als es tatsächlich tun.
In den USA habe ich z.b mal erlebt, dass in einer großen Firma Blutspenden und Impfung für Angestellte und Angehörige gratis und "Nebenbei" im Gebäude erledigt werden konnte. Also je 1x jährlich, natürlich nicht ständig. Fand ich gut.


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16.03.2026 um 11:14
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Bin aber ganz gespannt auf deine persönlichen Erfahrungen.
Gerne:

Mein Chef kann weiterleben, weil ihm ein Lungenflügel gespendet wurde.

Ein guter Grund dafür.


Auf einen Grund dagegen von dir warte ich noch.


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16.03.2026 um 11:20
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Auf einen Grund dagegen von dir warte ich noch.
Der User hat doch schon ausreichend erklärt, dass die genauen Gründe hier nicht ausgebreitet werden sollen. Das kann man dann auch einfach akzeptieren. Generell gibt es ja genau dafür immer einen Weg, Nein zu sagen, egal bei welcher Lösung, und das Ganze völlig ohne Angabe von Gründen. Niemand ist diesbezüglich Rechenschaft schuldig. Wichtig ist, dass man sich die Sache gut überlegt und sich mal damit beschäftigt hat. Wenn man sich dann dagegen entscheidet, ist das völlig valide.


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16.03.2026 um 11:22
Zitat von emanonemanon schrieb:Versuchs halt nochmal, ich glaube, der Grund für die Aussetzer ist mehr psychisch als physisch.
Ja, ich werds auf jeden Fall dranbleiben. Ich würde gerne an einen Punkt kommen, an dem ich einigermaßen regelmäßig spenden kann. Kostet dann bisschen Überwindung, aber mit guter Vorbereitung in der Zeit vorher sollte es schon klappen.


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16.03.2026 um 11:28
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Der User hat doch schon ausreichend erklärt, dass die genauen Gründe hier nicht ausgebreitet werden sollen.
Wenn man seine Gründe nicht erklären will, sollte man vielleicht nicht mit
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Nachdem ich vor einigen Jahren intensiv erfahren habe, was diese Zustimmung für Betroffene und Angehörige bedeutet,
einsteigen.

Das impliziert nämlich ein Argument, daß bis jetzt ausbleibt.


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16.03.2026 um 11:37
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Wenn man seine Gründe nicht erklären will, sollte man vielleicht nicht mit
Ich finde, die Begründung, die geliefert wurde, ist mehr als ausreichend erklärt und man kann einfach akzeptieren, dass die Entscheidung gefallen ist, ohne jemanden zu Details überreden zu müssen. Organspende bei jemand anderem mitzuerleben und diese Entscheidung mit oder für jemanden zu treffen ist ein sensibles und schwieriges Thema. Deshalb ist es so wichtig, dass man die eigene Entscheidung - egal welche - aufschreibt.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

16.03.2026 um 11:38
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Ich finde, die Begründung, die geliefert wurde, ist mehr als ausreichend erklärt
Sie ist nunmal kein bisschen erklärt.


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16.03.2026 um 11:44
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Sie ist nunmal kein bisschen erklärt.
Vielleicht hast du es überlesen.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Diese Entscheidung fiel nachdem ich eine Freundin begleitete, die ihr Kind verlor und sich für eine Spende entschied. Danach entschied ich mich dagegen.
Andere empfinden diese Entscheidung auch im Nachhinein als "richtig" und "tröstend", auch das kann ich verstehen, auch wenn es eben nicht mein/ unser Erleben war.
Es sind emotionale Gründe, ja. Oftmals trifft man Entscheidungen im Leben aus Emotionalität heraus. Gerade wenn es um das Sterben geht. Es ist absolut nicht nötig, hier weiter ins Detail zu gehen, das geht uns nichts an.

Und ich garantiere dir, auf diese Weise überzeugst du niemanden, sich ein "Nein" nochmal zu überlegen ;)


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16.03.2026 um 12:03
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Es sind emotionale Gründe, ja. Oftmals trifft man Entscheidungen im Leben aus Emotionalität heraus. Gerade wenn es um das Sterben geht. Es ist absolut nicht nötig, hier weiter ins Detail zu gehen, das geht uns nichts an.
Da stehen immer noch keine Gründe.
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Und ich garantiere dir, auf diese Weise überzeugst du niemanden, sich ein "Nein" nochmal zu überlegen
Ist auch überhaupt nicht meine Intention.

Wenn aber jemand
in einer Diskussion Argumente teasert, um dann nur leere Phrasen zu liefern, irritiert mich das eben.


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16.03.2026 um 15:15
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Es sind emotionale Gründe, ja. Oftmals trifft man Entscheidungen im Leben aus Emotionalität heraus. Gerade wenn es um das Sterben geht. Es ist absolut nicht nötig, hier weiter ins Detail zu gehen, das geht uns nichts an.
Da stehen immer noch keine Gründe.
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Und ich garantiere dir, auf diese Weise überzeugst du niemanden, sich ein "Nein" nochmal zu überlegen
Ist auch überhaupt nicht meine Intention.

Wenn aber jemand
in einer Diskussion Argumente teasert, um dann nur leere Phrasen zu liefern, irritiert mich das eben
.
Mannomann!

@Stirnsänger
Wenn ein Mensch für sich persönliche Grenzen setzt und über tiefgreifende schmerzhafte Erlebnisse in einer Diskussionsrunde nicht sprechen möchte, dann ist das zu respektieren! Und, jeder Mensch verarbeitet schmerzhafte Erfahrungen nun mal in seinem eigenen Tempo.
Das Vermeiden oder Verdrängen traumatischer Erinnerungen ist meist ein Schutzmechanismus. Dies gilt übrigens insbesondere für Kinder. Setze ich sie massiv unter Druck, obwohl sie (noch) nicht bereit sind, sich emotional zu öffen, kann dadurch eine bereits fragile emotionale Stabilität vollends zerstört werden.

Respektvolle Begegnungen stehen immer im Zusammenhang mit einer gewissen Portion Sensibilität, so einfach eigentlich.

Hervorhebung von mir.

Aber, Hauptsache Contra, Inhalt ist egal. Und, leere Phrasen, die sehe ich woanders.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

16.03.2026 um 16:06
Klar, jeder kann nach der Devise leben:

"Wenn jeder nur an sich selbst denkt, ist doch an jeden gedacht. Was kann gerechter sein als das?"



Nur funktioniert das Leben in einer Gemeinschaft so nicht. Die anfallenden Herausforderungen werden gemeinsam geschultert und hoffentlich auch bewältigt. Deshalb zahlen wir Steuern, finanzieren ein soziales Netz etc.
Mit seinen Organen anderen Menschen zu helfen, wenn man selbst keine Verwendung dafür hat, oder auch zu Lebzeiten die, die neu gebildet werden (Blut, Plasma) ist eine Möglichkeit, die auch Menschen offensteht, die sonst nichts spenden können.

Natürlich ziehen sich trotzdem Menschen da raus und verweigern das. Muß man nicht gut finden, aber akzeptieren.
Wenig Verständnis habe ich für Mitmenschen vom Stamme Nimm. Im hier besprochenen Kontext sind das die, die selbst nichts spenden, sich aber gerne durch Blut/Plasma/Organe ihrer Mitmenschen helfen lassen.
Spricht man die Verweigerer darauf an, akzeptieren sie natürlich auch keine Transplantationen/Transfusionen zu ihren Gunsten, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie in der Regel (> 90 %) ihre Einstellung nicht schriftlich fixiert bei sich tragen.
Macht die Sache natürlich nicht glaubwürdiger.


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16.03.2026 um 16:19
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Wenn ein Mensch für sich persönliche Grenzen setzt und über tiefgreifende schmerzhafte Erlebnisse in einer Diskussionsrunde nicht sprechen möchte, dann ist das zu respektieren! Und, jeder Mensch verarbeitet schmerzhafte Erfahrungen nun mal in seinem eigenen Tempo.
Das Vermeiden oder Verdrängen traumatischer Erinnerungen ist meist ein Schutzmechanismus.
Warum dann überhaupt in einem öffentlichen Forum das Thema anschneiden?
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Dies gilt übrigens insbesondere für Kinder. Setze ich sie massiv unter Druck, obwohl sie (noch) nicht bereit sind, sich emotional zu öffen, kann dadurch eine bereits fragile emotionale Stabilität vollends zerstört werden.
Völlig off-topic.

Niemand wird unter Druck gesetzt und Kinder lesen und schreiben höchstwahrscheinlich nicht mit.
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Aber, Hauptsache Contra, Inhalt ist egal.
Nein! Contra! In einem Diskussionsforum!

Ist ja nicht zu fassen!

Das Thema ist übrigens nicht egal - es steht oben im Fred und darüber reden wir auch.


Wenn also jemand rumraunt, was Organspende angeblich mit Hinterbliebenen macht, dann möchte ich genaueres wissen.

Die Tränendrüse ist da wenig hilfreich.


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16.03.2026 um 16:52
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Wenn also jemand rumraunt, was Organspende angeblich mit Hinterbliebenen macht, dann möchte ich genaueres wissen.
Ich finde dich massiv übergriffig. Und ich "raune" nicht rum. Ich habe bereits gesagt, meine Änderungen der Sichtweise erfolgt durch eine sehr persönliche und für mich/ uns als Angehörige traumatische Erfahrungen. Das sollte als Aussage reichen, warum sich meine Meinung geändert hat. Ich muss dich dafür nicht im Detail informieren, deine Sensationslust musst du leider anderweitig stillen.
Ich habe hier umrissen, wie ich zu diesem Thema stehe und warum Sichtweisen sich vielleicht sogar im Laufe eines Lebens verändern können.
Das musst du nicht gut finden,aber "zu möchten" hast du auch nichts.
Und damit ist das Thema für mich beendet, ich möchte mit dir nicht weiter diskutieren.


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16.03.2026 um 16:55
https://www.deutschlandfunk.de/organspende-hirntote-sind-sterbende-menschen-100.html
Das haben Sie jetzt so gesagt. Auf alle Fälle würde ich sagen, dass es sich um einen sterbenden Menschen handelt, der für Zwecke Fremder auf eine bestimmte medizinische Weise vorbereitet wird für eine sehr, sehr große Operation. Es wird auch die Diskussionen auf internationaler Ebene, aber auch in Deutschland geführt, dass hier das Tötungstabu berührt wird, dass hier das Leichenschändungstabu berührt wird, also wenn es zum Beispiel um die Gewebeentnahme geht, die ja erst nach dem Herzstillstand erfolgt. Da werden dann auch noch Augen, Hornhaut, bis hin zu Haut entnommen werden kann, Gehörknöchelchen, Meniskus und so weiter und so fort. Es wird ein ganz wesentlicher Grundsatz der medizinischen Ethik verletzt, die davon ausgeht, dass der zu behandelnde Arzt ausschließlich zum Wohl des Patienten, mit dem er zu tun hat, zu handeln hat. Diese drei Aspekte, die werden durch die Hirntoddefinition völlig verschluckt, in dem dann auch auf den Organspendeausweisen nur eine Formulierung steht wie ‚für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen, Geweben für Transplantationen in Frage kommt und so weiter und so fort.
Ich finde das hier ganz interessant.

Ich habe auch mal eine Doku gesehen aus Sicht der Angehörigen, die aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen es bitter bereut haben, die Zustimmung erteilt zu haben.
Da ich diese leider nicht wiederfinde, kann ich daraus nichts weiter beisteuern.

Eigentlich wäre mir das egal, ich möchte in so einem Zustand nicht ins Leben zurückkommen.
Vermutlich nicht.
Aber wer weiß schon, wie man sich dann fühlt.

Mir fehlt jedenfalls eine ehrliche Auseinandersetzung mit genau diesen Punkten und keine Schönfärberei.
Es ist eben ein Sterbeprozess und nicht "nach dem Tod". Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.
Und solange ich mir da nicht sicher sein kann, dass auch mit solchen Unterschieden würdevoll umgegangen wird, fühle ich mich nicht ganz wohl mit einer Zustimmung.
Vielleicht fände ich es schlimmer für meine Kinder zuzustimmen als für mich selber.

Da ich im Moment aber noch ein Organ vermutlich annehmen würde (bzw. es nicht kategorisch ausschließen würde), bin ich noch Organspender.


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16.03.2026 um 17:05
@Bundeskanzleri
Liegt das Problem in der Definition des Todeszeitpunktes?
Da gibt es tatsächlich unterschiedliche Standpunkte.
Für mich ist es tatsächlich auch der Hirntod, für manch anderen nicht.
Das kann man diskutieren.


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16.03.2026 um 17:31
@emanon
Nicht in der Theorie, sondern in der Praxis.

Den Vergleich in meinem Link von einer Hospizbegleitung und einer Organentnahme finde ich interessant. Das eine Mal ist es eben auf einen würdevollen Tod ausgerichtet, das andere Mal auf die Organentnahme.
Einmal "darf" der Mensch dann auch sterben, das andere Mal wird er noch "am Leben" gehalten und der endgültige Tod ist eben ein anderer als ohne Entnahme.

Es ist eben nicht so einfach wie es dargestellt wird, das stört mich daran.

Irgendwie habe ich tatsächlich wenig Vertrauen in diese Vorgänge.
Aber nicht, weil man mich evtl. zu früh abstellen könnte, ich glaube, das wäre mir (aus heutiger Sicht) egal.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

16.03.2026 um 17:38
Zitat von BundeskanzleriBundeskanzleri schrieb:Den Vergleich in meinem Link von einer Hospizbegleitung und einer Organentnahme finde ich interessant. Das eine Mal ist es eben auf einen würdevollen Tod ausgerichtet, das andere Mal auf die Organentnahme.
Einmal "darf" der Mensch dann auch sterben, das andere Mal wird er noch "am Leben" gehalten und der endgültige Tod ist eben ein anderer als ohne Entnahme.
Würde, im Angesicht totalen Organversagens, ist in meinen Augen ein theoretisches Konstrukt ohne Inhalt.
Natürlich gibt es auch hier unterschiedliche Meinungen. Ich pflege keine "Weiterleben nach dem Tod"-Fantasien, daher ist für mich mit dem Tod alles zu Ende.
Hirntod ist Hirntod, ganz gleich, ob im KH oder im Hospiz.


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16.03.2026 um 22:19
Ich habe der Organspende mal sehr positiv und unbefangen gegenübern gestanden.

Als ich mich dann aber intensiver damit befasste, wurde ich kritischer. Heute habe ich eher eine ambivalente Einstellung zur Organspende. Für mich selber lehne ich sie als Empfänger oder Spender ab. Innerhalb meiner Familie bin ich die Ausnahme.

Am wichtigsten ist aber, dass jeder Mensch sich rechtzeitig so gut wie irgend möglich mit dem Thema auseinander setzt. Und die anschließende persönliche Entscheidung sollte dann auch vorbehaltlos gesellschaftlich akzeptiert und respektiert werden.

Sehr nah ging mir die Doku "Hirntod - Tod bei lebendigem Leib" - Autor Silvia Matthies.
www.youtube.com/watch?v=dpMZAYdfGWw

Auch ein Buch von Andrea Sedelmaier fand ich aufrührend. A. Sedelmaier war eine große Befürworterin der Organspende. Als ihr Vater schwer erkrankte und eine fremde Leber benötigte, war sie diejenige, die ihn ermutigte, einer Transplantation zuzustimmen. Damit begann eine aufwühlende Odyssee, Phasen voller Hoffnung und Verzweiflung.

Wie fast immer bei bedeutenden Entscheidungen, letztlich bleiben nur zwei Richtungen, ja oder nein.
Einer Lebendspende für einen nahen Angehörigen würde ich zustimmen.


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