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Unbezahlte Probearbeit

76 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit, Lohn

Unbezahlte Probearbeit

11.09.2019 um 10:51
Hallo,

ich hatte soeben ein Bewerbungsgespräch für die Buchhaltung in einem größeren Unternehmen in unserer Stadt die für die Unterkünfte unserer Studenten zuständig ist.
Das Gespräch lief wirklich gut und er benötigte unbedingt eine Fachkraft zum 01.10.2019 da die Semester beginnen und viel Stress erwartet wird.

Soweit so gut.. der Hacken an der Sache war jedoch das ich für 1 Woche unentgeltlich dort arbeiten solle was ich natürlich abgelehnt hatte mit der Bergündung das Probearbeiten stehts bezahlt werden müssen voralldingen wenn es sich hierbei um eine Woche handelt!

Daraufhin seine Anwort:
Du kannst ja nichts, du wirst erst eingearbeitet und bietest ja keinen nutzen. Du bekommst doch sowieo derzeit Arbeitslosengeld weshalb du von uns kein Geld erhälst.

Ich habe daraufhin das Gespräch beendet. Der Typ war auch richtig angefressen das ich sozusagen die Zusage abgelehnt habe nur weil ich die Woche nicht bezahlt werde. Aber ganz ehrlich seine Ausage ist doch mehr als dreist oder? Wer weiß ob er nicht einfach jemand gesucht hatte um die bevorstehende Arbeitsbelastung zu überbrücken.

Was hält Ihr davon?


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Unbezahlte Probearbeit

11.09.2019 um 11:01
Mit einer Woche hat er den Rahmen weit ausgeschöpft.
https://www.arbeitsrechte.de/probearbeiten/#Probearbeiten_Wie_lange_ist_das_laut_Arbeitsrecht_erlaubt
Am besten den ganzen Artikel lesen, dann bist du beim nächsten Angebot besser gerüstet.
Aus meiner Branche (Medizin) kann ich dir sagen, dass in der Regel ein Tag zur Probe gearbeitet wird, unentgeltlich.
Allerdings handelt es sich dabei um gelernte Kräfte.
Wenn du als Ungelernter eingestellt werden willst, dann würde ich dem AG schon eine längere Zeit zugestehen.


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11.09.2019 um 11:06
Hi @Zyklotrop danke für deine Antwort :)
In diesem Fall bin ich nicht ungelernt ich komme aus diesem Bereich.


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11.09.2019 um 11:07
Wie kommt der Kerl dann dazu zu behaupten du könntest nichts?
Da hat er dann aber mächtig überzogen.


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11.09.2019 um 11:15
@derstein2000
Was ich davon halte? Du bist mein Held des Tages! Viel zu viele Leute lassen sich ausnutzen, fallen auf leere Versprechungen rein und Ausbeuter profitieren davon.

Ich hatte mal das Vergnügen - als gelernter Sport- und Fitnesskaufmann - in einem Studio "Probearbeiten" zu dürfen. Die Penner haben mich den ganzen Tag nur putzen lassen. Und am nächsten Tag hieß es dann, man hätte sich gegen mich entschieden.


Eigentlich das Allerletzte, aber nach diesem einen Tag war mir selber klar, dass ich nicht wo arbeiten möchte, wo man jemanden so ausnutzt.


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11.09.2019 um 11:18
Alles richtig gemacht.


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11.09.2019 um 11:18
@derstein2000
Das Gespräch lief ziemlich unglücklich. Von beiden Seiten, wie es scheint.

In einer verantwortungsvollen Position, oder wenn die Stelle sich nicht leicht in ein paar Worten umfassend beschreiben lässt, ist eine Probearbeit schon üblich. Auch in der Regel unbezahlt.
Da geht es ja nicht darum, dass du arbeitest, sondern die Stelle und die Leute kennen lernst, um zu sehen, ob die stelle und das Unternehmen was für Dich ist und natürlich letztlich auch, ob Du etwas für das Unternehmen bist.

Eine Woche ist aber eher unüblich. Eine stelle in der Buchhaltung ist ja kein besonders spezieller Fall.
Aber vermutlich lief das Vorstellungsgespräch aus Sicht des Unternehmens nicht besonders, trotzdem brauchen sie dringend jemanden. Das war vermutlich der Grund für die lange Zeit. Denn realistischerweise: Was kannst du in der Zeit effektiv arbeiten, so dass du damit ausgenutzt werden könntest?
Klar, irgend einen Scheiß könnten sie Dich machen lassen. Aber das machst Du einen Tag und sie sehen Dich nie wieder. Damit haben sie ja auch sinnlos Zeit für die Personalplanung vergeudet.

Deine harsche Reaktion war aber unklug. Du hättest Deine Verwunderung über die Dauer der Zeit ausdrücken können aber grundsätzlich Deine Bereitschaft kommunizieren, die Firma kennen zu lernen. Auch ohne Lohn.


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11.09.2019 um 11:24
kleinundgrün schrieb:Deine harsche Reaktion war aber unklug. Du hättest Deine Verwunderung über die Dauer der Zeit ausdrücken können aber grundsätzlich Deine Bereitschaft kommunizieren, die Firma kennen zu lernen. Auch ohne Lohn.
Ich hätte mich auch verwundert über die lange Probearbeitszeit geäußert und im nächsten Satz einen Kompromiss angeboten, dass du zwei Tage bereit wärst unbezahlt zum Probearbeiten kommen würdest.


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11.09.2019 um 11:24
@derstein2000

Du hast das Richtige gemacht,der wollte dich umsonst schuften lassen.
Er kann dich kündigen,wenn er mit deiner Arbeit nicht zufrieden ist aber ausbezahlen muß er dich trotzdem!


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11.09.2019 um 11:25
starkiller69 schrieb:Die Penner haben mich den ganzen Tag nur putzen lassen. Und am nächsten Tag hieß es dann, man hätte sich gegen mich entschieden.
Vielleicht wollten sie sehen, ob Du Dir für solche Arbeiten zu schade bist? Wer weiß schon, wie der Tag lief. Und ob es eben jemand anderen gab der besser passte.
Aber ganz ehrlich: Für eine Firma lohnt es sich nicht, so viel Ressourcen darauf zu verwenden, dass mal einer einen Tag umsonst putzt.
Wenn nicht gerade der Chef ein fieses Arschloch ist, der sich daran freut, andere zu quälen, ergibt das überhaupt keinen Sinn.

Ein Bewerbungsgespräch gibt den Beteiligten doch nur einen winzigen Eindruck. Da ist ein Tag Probearbeit besser. Davon profitieren beide Parteien.
Und wenn man verhandelt, kann man sicher auch über eine Aufwandsentschädigung sprechen. So wie man über den Lohn und die Arbeitsbedingungen verhandelt.
Sn0w schrieb:Alles richtig gemacht.
Nein. Eine pampige Antwort ist nie richtig.
In einem Gespräch haben beide Seiten immer eine Motivation, warum sie etwas sagen.
Manchmal erkennt man die nicht oder vermutet etwas Gemeines dahinter. Aber in der Regel ist es eine plausible Idee, die dahinter steckt. Wenn man dann vernünftig bleibt, kann man darüber reden. Wird man pampig, ist es nur verlorene Zeit gewesen.


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11.09.2019 um 11:25
@Obse89
Den 2-Tages-Kompromiss finde ich ich gangbar und gut.


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11.09.2019 um 11:32
Obse89 schrieb:Ich hätte mich auch verwundert über die lange Probearbeitszeit geäußert und im nächsten Satz einen Kompromiss angeboten, dass du zwei Tage bereit wärst unbezahlt zum Probearbeiten kommen würdest.
Genau.
Deswegen ist es aber wichtig, dass man vernünftig über so etwas spricht.

In einem Bewerbungsgespräch fühlt man sich als Bewerber schnell in eine Rolle gedrängt, in der man sich ausgenutzt fühlt. Klar, die Interessen sind ja auch zum Teil verschieden.

Aber oft sind solche Dinge nicht böse oder hinterhältig gemeint, sondern entspringen grundsätzlich vernünftigen Überlegungen. Der AG hat gar nichts davon, wenn der neue Mitarbeiter in der Probezeit wieder abspringt. Außer bei ganz einfachen Tätigkeiten, die leicht ersetzt werden können.

Wer zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird, kann schon mal davon ausgehen, dass ernsthaftes Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. Der AG investiert in so etwas schließlich Zeit und Geld.
Die allerwenigsten nutzen so etwas, nur um andere zu quälen.

Daher war die Reaktion von @derstein2000 falsch. Aber solche Gespräche dienen ja auch dazu, dass man daraus lernt.
Diesmal ist es eskaliert, das nächste Mal gehst Du es vernünftig an. Ein Bewerbungsgespräch ist nun mal eine Stresssituation. Da geht viel schief und je mehr man es macht, desto besser wird man.


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11.09.2019 um 11:57
@kleinundgrün
Naja eskaliert ist die Sache für mich nicht. Ich war lediglich nicht bereit für eine Woche unentgeltlich zu arbeiten.
Eine andere Option gab es für den Typ ja nicht also suche ich mir was anderes.


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11.09.2019 um 12:05
Probearbeiten muss sowieso dem Amt gemeldet werden, schon wegen Versicherung und auch wenn unentgeltlich, es kann ja Kontrolle geben und nachher gerät man noch in Verdacht, man gehe Schwarzarbeit nach.

Eine Woche umsonst finde ich auch heftig. Nach einem Tag merkt man doch ob es passt oder nicht.


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11.09.2019 um 12:11
derstein2000 schrieb:Naja eskaliert ist die Sache für mich nicht. Ich war lediglich nicht bereit für eine Woche unentgeltlich zu arbeiten.
Es klang in Deinem Eingangspost so, dass es nicht gerade konstruktiv lief. Aber ich war nicht dabei und kann das natürlich nicht einschätzen.
Dennoch: In der Regel haben beide Parteien für das, was sie sagen, Gründe. Und in aller Regel ist ein Arbeitgeber für so eine Position eher nicht daran interessiert, den Mitarbeiter gleich in der Probezeit wieder zu verlieren. Deswegen stecken hinter solchen Dingen normalerweise keine "bösen" Absichten.
Deswegen lohnt es sich eigentlich immer, hier nicht gleich Böses zu unterstellen, sondern sich wegen der Gründe zu erkundigen. Und grundsätzlich ist Probearbeiten nicht ungewöhnlich.
Eisenhut schrieb:Probearbeiten muss sowieso dem Amt gemeldet werden, schon wegen Versicherung und auch wenn unentgeltlich, es kann ja Kontrolle geben und nachher gerät man noch in Verdacht, man gehe Schwarzarbeit nach.
Nein.
Bei einer Probearbeit trifft das gerade nicht zu. Da ist der AN nur privat (also mit den eigenen Versicherungen) versichert. Keine BG oder etwas in der Art.
Nur wenn es ein "richtiges" Arbeitsverhältnis wäre, träfe Dein Hinweis zu.


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11.09.2019 um 12:19
Ich hatte mal ein Vorstellungsgespräch da wollte man das ein 2 wöchiges Probepraktikum mache, um zu schauen ob die Chemie stimmt. Wenn es gepasst hätte, wollte man mir den Arbeitsvertrag dann Rückdatieren auf Beginn des Praktikums und hätte mich auch rückwirkend bezahlt, hätte es nicht gepasst, wäre es einfach ein unbezahltes PRaktikum geblieben. Habe mich dann aber für eine andere Stelle entschieden.


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11.09.2019 um 13:21
Man hat doch sowieso ein halbes Jahr zusätzliche probezeit. Würde daher auch keine Woche lang gratis arbeiten aus der Freude heraus.


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11.09.2019 um 14:02
Eiskalt schrieb:Man hat doch sowieso ein halbes Jahr zusätzliche probezeit.
Mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen. Und einem erheblichen Verwaltungsaufwand.

Eine Probearbeit ist grundsätzlich eine feine Sache. Aus Arbeitnehmersicht lernt man völlig unverbindlich den Betrieb und die relevanten Leute kennen. Oftmals beschreibt die Stellenbeschreibung oder das Vorstellungsgespräch nur bedingt den realen Arbeitsplatz. Gerade bei komplexeren Stellen.
Und es kommt eben auch darauf an, ob man sich im Team ausstehen kann. Da kann ein erster Eindruck entscheidend sein. Als Arbeitnehmer möchte man ja auch nicht zwei Wochen auf einer ungeeigneten Stelle rum hängen, sondern lieber zeitnah weiter suchen und klare Verhältnisse haben.

Für den Arbeitgeber gilt das Gleiche. Und man kann im Grunde auch eine gewisse Ernsthaftigkeit fest stellen. Aber es ist auch ein ziemlicher Aufwand. In der Regel ist dann ein angestellter Mitarbeiter erst mal weitgehend belegt an so einem Tag.
Das macht man dann ehr nicht, um für ein paar tage eine billige Arbeitskraft abzustauben.

Jedenfalls nicht bei qualifizierten Berufen. Wenn es ums Regale einräumen geht, sieht das sicher anders aus. Da wäre ein Probearbeitstag eher unüblich bzw. mehr als ein Tag eher absurd.

Aber vielleicht gab es bei einer bestimmten Stellenbesetzung schon Ärger. Vielleicht waren die Kandidaten zuvor mit den Kollegen angeeckt und nun will man da eher sicher gehen. Das weiß man aber nur, wenn man darüber redet. Wenn man angepisst ist und sich gleich ausgenutzt fühlt, ohne die Gründe zu kennen, hilft das nicht weiter.
Wenn es gute und nachvollziehbare Gründe gibt, ist der Job vielleicht toll. Gibt es solche Gründe nicht, sagt man eben ab.
Aber aufgrund eines Verdachtes über die Motive des anderen zu handeln, ist in der Regel eine schlechte Idee.


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11.09.2019 um 14:05
Für meinen jetzigen Job sollte ich mir mal drei Tage lang die Einrichtung ansehen um festzustellen, ob wir zueinander passen. Das schien mir nur fair, zumal die Stellenbeschreibung wirklich ausgesprochen diffus war und der Arbeitgeber sich nicht sicher war, ob ich nicht zu "überqualifiziert" sei.


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11.09.2019 um 17:18
@derstein2000
derstein2000 schrieb:Das Gespräch lief wirklich gut und er benötigte unbedingt eine Fachkraft zum 01.10.2019 da die Semester beginnen und viel Stress erwartet wird.
Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Er sucht eine Fachkraft, aber meint, dass du "nichts" kannst?
Du hast ja eine Ausbildung aus Buchhalter, wie du geschrieben hast. Oder fehlen dir da noch gewisse Weiterbildungen oder dergleichen?
Vor Beginn eines Arbeitsverhältnisses möchten sich Arbeitgeber und Bewerber häufig im betrieblichen Ablauf näher kennen lernen. Dazu kann eine kurze, unbezahlte Probearbeit vereinbart werden. Ab wann aber besteht die Gefahr, dass arbeitsrechtlich bereits ein Arbeitsvertrag zu Stande kommt?
https://www.haufe.de/personal/hr-management/probearbeit-schnuppertage-was-arbeitgeber-beachten-muessen_80_258070.html

Sollte das nicht in 1 bis 2 Tagen festzustellen sein, ob man ins Unternehmen passt? Eine Woche erscheint mir da doch ein wenig viel; vor allem würde ich mich veralbert vorkommen, wenn es danach heißt, dass es doch nichts geworden ist.


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