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Nachhaltig Leben, Pro und Contra, wann ist es zu viel des Guten?

238 Beiträge, Schlüsselwörter: Wirtschaft, Umwelt, BIO, Nachhaltigkeit, öKO, Lebensstil

Nachhaltig Leben, Pro und Contra, wann ist es zu viel des Guten?

23.11.2019 um 18:16
missmary schrieb:Es ist auch eine Frage des Preises. Die steuert Nachfrage und Angebot.
Ja, so ist das.
Es darf eben nicht sein, dass die Biomilch das doppelte kostet, wie konventionelle.
Hier könnte der Gesetzgeber Regeln einführen.
Dann würde sich schnell alles auf Biomilch umstellen.

Verallgemeinert würde es eine Verteuerung praktisch aller Lebensmittel bedeuten.
Wie wäre das durchsetzbar/vermittelbar?


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25.11.2019 um 08:15
stefan33 schrieb:Es darf eben nicht sein, dass die Biomilch das doppelte kostet, wie konventionelle.
Das wird auch nicht ganz funktionieren, denn da muss man auch weiter ins Detail gehen:

Futtermittel,
Stallung / Weide,
Produktionsmenge,
usw...

Demnach ist es ohnehin ein logischer Schluss, dass höherwertige Lebensmittel (Rohmilch vom Biohof) teurer sind als minderwertige (konventionelle Milch - weißes Wasser)


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Nachhaltig Leben, Pro und Contra, wann ist es zu viel des Guten?

25.11.2019 um 08:38
stefan33 schrieb:Ja, so ist das.
Es darf eben nicht sein, dass die Biomilch das doppelte kostet, wie konventionelle.
Hier könnte der Gesetzgeber Regeln einführen.
Dann würde sich schnell alles auf Biomilch umstellen.
Dann würden Bio-Landwirte ganz schnell pleite gehen. Bio Lebensmittel sind meist aufwendiger in der Produktion = mehr Arbeitsaufwand oder die Erträge sind pro Hektar Land geringer.
Der Verbraucher muß sich darüber klar sein, daß gute Lebensmittel auch mehr Geld kosten.


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25.11.2019 um 17:53
Warum geht ihr denn davon aus, dass Biomilch billiger werden muss?
Man könnte auch die konventionelle Milch verteuern.


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25.11.2019 um 18:58
@stefan33
Nicht falsch verstehen, die Biomilch muss und kann nicht billiger werden.
Klar, würde die Supermarktmilch dasselbe kosten würde man eher noch zur Biomilch greifen, die aufgrund von angebot und nachfrage wieder teurer werden würde, da man mit der produktion nicht hinterherkommt.

Ich meine a er auch immer noch, dass dies (bio einkaufen) keine frage des leistens sondern eher des wollens ist. Natürlich muss man dadurch auf anderes verzichten. Z.b. Kleidung. Wenn ich die statistiken sehe , wie viel geld dafür monatlich übrig ist. Wow das gleiche gebe ich für kleidung im jahr aus.


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25.11.2019 um 19:32
BlinderPassagi schrieb:Ich meine a er auch immer noch, dass dies (bio einkaufen) keine frage des leistens sondern eher des wollens ist. Natürlich muss man dadurch auf anderes verzichten. Z.b. Kleidung. Wenn ich die Statistiken sehe , wie viel geld dafür monatlich übrig ist. Wow das gleiche gebe ich für Kleidung im Jahr aus.
Das kann man sich in den meisten Fällen leisten. Ich lebe von Erwerbsminderungsrente und bin dadurch nicht grade reich, aber auch nicht arm. Aber mein Mann und ich rauchen nicht, wir trinken seltenst Alkohol, wir haben kein Auto. Leider haben wir keinen Bioladen in der Nähe, aber wenn im Discounter oder beim Supermarkt in der Nähe das, was ich haben will, in Öko, bio, transfair, regional, saisonal oder in Recyclingpapier gibt, wird genau das gekauft, auch wenn es etwas teurer ist. Ich koche fast immer selbst, ungefähr zweimal im Monat gehen wir essen und ich muß weder an Bekleidung, Parfum oder Taschengeld sparen.


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26.11.2019 um 03:15
Ein bisschen weniger vermehren wäre auch ein nachhaltiger Ansatz.
Um der geplanten Obsoleszenz entgegen zu wirken, eine vorgeschriebene Garratie von min. 10 Jahre auf "geeignete" Produkte würde die Lebensdauer vermutlich auf wundersame Weise deutlich verlängern.


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26.11.2019 um 09:51
BlinderPassagi schrieb:Biomilch ... da man mit der produktion nicht hinterherkommt.
Wenn das so wäre, dann ist "Bio" kein nachhaltiges Konzept, da es nicht alle befriedigen kann.
Entweder "Bio" für alle oder gar nicht.
Oder willst du Bio nur für die "Elite"?


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26.11.2019 um 10:03
@stefan33
Was redest du da?
Der Preis ergibt sich aus der aufwendigkeit der herstellung, angebot und nachfrage.
Demnach ist Massenware auch billiger, dafür aber auch minderwertiger.
Falls es dir entgangen ist, Bio gibt es für alle.


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26.11.2019 um 10:58
@stefan33
Der aktuelle konsum erlaubt kein nachhaltiges konzept, egal, ob bio oder nicht. Für eine vollständige versorgung der deutschen bevölkerung mit milch und deren erzeugnissen auf wenigstens bio niveau, reichen ganz einfach unsere vorhandenen geeigneten landwirtschaftlichen flächen nicht aus. Wie auch bei einem durchschnittlichen jährlichen pro kopf verbrauch von 88kg frischmilcherzeugnissen. Das sind mal eben 7mio tonnen verbrauch nur in deutschland. Eine biokuh liefert etwa 10t milch im jahr. Macht mindestens 700.000kühe, die auf heimischen weiden untergebracht werden müssten. Da aber bspw ein kg joghurt oder käse mehr als 1kg milch benötigt (manche käsesorten wollen das 12fache an milch), kannst du dir vorstellen, dass wir da eher bei 1mio tiere und mehr liegen werden.

Heute liegen wir bei viel mehr milchkühen (irgendwo 4mio)..... weil ihnen kein freigang gewährt werden muss und futter von aussen zugekauft werden darf. Bei biobetrieben sieht die sache ganz anders aus. Zum einen vorgeschriebener weidegang, zum anderen muss der großteil des futtermittels aus dem eigenen betrieb stammen.

Um nachhaltige konzepte zu etablieren, muss zwangsläufig das konsumverhalten nachhaltiger werden. Ich kann nicht erwarten meinen nicht nachhaltigen konsum von milch und dessen produkte komplett und für alle über ein nachhaltiges konzept zu gewährleisten.


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26.11.2019 um 11:18
gastric schrieb:manche käsesorten wollen das 12fache an milch
Das kann ich nur bestätigen. Vom ersten mal an Käse selber machen, habe ich die hohen Käsepreise nicht mehr hinterfragt.
Ist halt so.
gastric schrieb:Zum einen vorgeschriebener weidegang, zum anderen muss der großteil des futtermittels aus dem eigenen betrieb stammen.
@stefan33 Dementsprechend darf & muss dieses Produkt dann auch mehr kosten.


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26.11.2019 um 11:26
Warum?
Man könnte auch die konventionelle Milch verteuern, wie ich nun schon mehrmals schrieb.
Aber das willst du anscheinend nicht.


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26.11.2019 um 11:29
nun ja, ich denke es zeigt sich so langsam, dass das Gegenteil zu einer Mangelwirtschaft (ja genau die, die es im östlichen Teil hierzulande bis vor ca. 30 Jahren noch gab), alles andere als das Gelbe vom Ei bzw. der Optimalfall ist.

Ja man kann alles kaufen, es ist alles verfügbar, man muss nicht Schlange stehen :D Orangen gibt es nicht nur zu Weihnachtszeit usw... wie toll! :D

Aber...zu welchem Preis? Das ist die große offene Frage. Es geht nur mit massiver Ressourcenausbeutung und genau das wird weiterhin munter getan, wie ja schon von einigen Usern angesprochen. besonders in der Industrie.

und ob da nun ein paar Menschen nachhaltig leben ist völlig belanglos. Selbst wenn ALLE deutschen nachhaltig leben aber China nicht...ich meine was ist das für eine Relation? :D wir reden hier von ca. 6% also der Anteil der deutschen Bevölkerung gegenüber der chinesischen.
Heißt es bleiben noch gute 94% die vermutlich nicht nachhaltig leben, wenn man jetzt nur mal Deutschland und China gegenüberstellt.

Daran sieht man schon, dass das alles kleine Tropfen auf ganz heißen Steinen sind und so nicht funktionieren kann, selbst wenn sich alle Deutschen daran beteiligen. ja ... es gibt einfach viel zu viele Menschen auf dem Planeten...Problem ist ja bekannt.

Evt. wäre 2 Mrd. Weltbevölkerung, mit dem gleichen Konsum, die absolute Schmerzgrenze...wenn nicht noch weniger...da sind wir schon lange drüber.
Interested schrieb am 22.11.2019:Nehmen wir als Beispiel nur Smartphones - da muss es ja ständig ein neues sein, am besten DAS Neueste! Nachhaltigkeit fällt da kaum als Schlagwort dagegen.
Interested schrieb am 22.11.2019:Oder nimm das Weihnachtsgeschäft. Soviel Plastikdeko überall und die Leute kaufen als gäbe es kein Morgen. Jahr für Jahr. Und das sind auch alles Leute, denen "Nachhaltigkeit" wichtig ist. Aber ihr eigenes Konsumverhalten spricht dagegen.
ja so sieht es aus. Solange das alles nicht runtergefahren wird sieht es leider schlecht aus.


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26.11.2019 um 11:30
@stefan33
Warum sollte man das tun?
BlinderPassagi schrieb:Klar, würde die Supermarktmilch dasselbe kosten würde man eher noch zur Biomilch greifen, die aufgrund von angebot und nachfrage wieder teurer werden würde, da man mit der produktion nicht hinterherkommt.
Habe dir darauf bereits geantwortet.

Was ich will oder nicht wird hier aber auch nicht diskutiert. ;)


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26.11.2019 um 11:32
BlinderPassagi schrieb:@stefan33
Warum sollte man das tun?
Du bist aber echt begriffsstutzig. Oder was soll das?
Natürlich, damit mehr Biomilch hergestellt/verkauft wird!


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26.11.2019 um 11:34
stefan33 schrieb:Du bist aber echt begriffsstutzig.
1. mein Freund, beleidigen kannst du woanders irgendjemanden, aber nicht hier.
stefan33 schrieb:Natürlich, damit mehr Biomilch hergestellt/verkauft wird!
2. Dann lege mal dar wie das funktionieren soll, wenn Weiden, Futter, etc... nur begrenzt und weit nicht in dem Maße wie in der Massenproduktion verfügbar sind.


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26.11.2019 um 11:37
Wenn man die konventionelle Milch verteuert, wird sie keiner mehr kaufen.
Also wird es über kurz oder lang nur noch Biomlich geben.


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26.11.2019 um 11:42
stefan33 schrieb:Wenn man die konventionelle Milch verteuert, wird sie keiner mehr kaufen.
Also wird es über kurz oder lang nur noch Biomlich geben.
Alles klar.


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Nachhaltig Leben, Pro und Contra, wann ist es zu viel des Guten?

26.11.2019 um 11:47
stefan33 schrieb:Also wird es über kurz oder lang nur noch Biomlich geben.
Und die dafür benötigten kühe werden auf der weide gestapelt und das benötigte futter hergestellt im eigenen betrieb (immernoch vorgeschrieben, um bio siegel zu erhalten) wird direkt auf dem rücken der kühe angepflanzt? Oder woher nimmst du begrenzte anbau- und weideflächen?


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26.11.2019 um 11:49
@gastric
Ich glaube nicht, dass du Antworten bekommst.


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