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Wie findet ihr das Krankenkassensystem?

156 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krankenkasse ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie findet ihr das Krankenkassensystem?

03.01.2020 um 14:04
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Wenn nur Leute beim Arzt wären, die auch wirklich krank krank sind, hätte der Arzt auch mal mehr als vier Minuten Zeit.
Mit Mittelwerten wäre ich eh vorsichtig. Da sind auch diejenigen dabei, die nur ein Rezept holen.

Aber klar, es gibt einige, die nehmen die medizinischen Ressourcen zu Unrecht in Beschlag. Meist aber ist das für einen Laien auch schwer zu beurteilen, ob ein Arztbesuch nun besser ist, weil es eine Verschlimmerung verhindert. Oder ob es eh von alleine weg geht.
Was ärgerlich ist, sind aber diejenigen, die sich gar keine Gedanken machen. Oder die Termine nicht einhalten. Oder im Termin wegen X kommen und dann ist plötzlich aber noch A, B, C und D.
Die Ressource "Zeit" des Arztes ist halt nicht unendlich. Und wenn man nicht deutlich mehr KK-Beiträge zahlen möchte, um wesentlich mehr Ärzte bezahlen zu können, müssen die aktuell verfügbaren Ressourcen halt unter allen aufgeteilt werden. Da kann man sich wünschen, was man will - die Realität ist halt wie sie ist.


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03.01.2020 um 15:22
@kleinundgrün

Da ist ja auch der Praxisinhaber gefordert, Grenzen zu setzen. Und nicht in jeder Praxis gibt es endlose Wartezeiten, auf die dann eine kurze hektische Behandlung folgt.

Mein verrücktestes Erlebnis: Meine Erstvorstellung in einer Augenarztpraxis. Von einer Uniklinikambulanz (mit Termin!) kannte ich Wartezeiten, die teilweise die Lebenserwartung der dort Wartenden schon erheblich reduziert hatten. Ich hatte also einen vollgeladenen Handy Akku, 1 Flasche Wasser, ein dickes Buch und ein Brot mit und ging davon aus: Der Tag ist platt. 14 Minuten später war ich wieder draußen nach völlig angemessener Behandlung. So geht es auch. Und die Praxis war dennoch gut gefüllt.

Noch etwas zu den unnötigen Inanspruchnahmen: Viele dieser unnötigen Inanspruchnahmen erfolgen auch durch sehr alte Leute, die verunsichert sind und einsam. Die haben oft chronische echte Leiden, die aber für immer bleiben werden. Körperlich helfen kann der Arzt da oft kaum. Dennoch ist denen der Arztkontakt sehr wichtig. Ist das nun unnötig oder nicht? Natürlich haben die nichts in einer Notambulanz zu suchen, sind aber oft beim Facharzt anzutreffen. Das ist vielleicht auch ein wichtiger Teil der Medizin. Und die lassen sich auch nicht durch 10€ abschrecken.

Gleiches gilt für die große Gruppe Menschen, die als tranferleistungsempfänger auch von den Zuzahlungen befreit wären.


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03.01.2020 um 15:27
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:st das nun unnötig oder nicht? Natürlich haben die nichts in einer Notambulanz zu suchen, sind aber oft beim Facharzt anzutreffen. Das ist vielleicht auch ein wichtiger Teil der Medizin. Und die lassen sich auch nicht durch 10€ abschrecken.
Das mag sicherlich nötig sein, aber Ärzte sind dafür m. M. n. die falschen Adressen. Wir bräuchten eine Zusatzinstanz, eine Qualifikation zwischen medizinischen Fachangestellten und Arzt - gibt es ja vereinzelt bereits, die dann Hausbesuche durchführen etc. Aber ich verstehe das Problem sehr gut, sehe da auch Schwierigkeiten.


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03.01.2020 um 16:07
@Luminita


Na ja, sehe - nicht zwingend in Deinem Post - da schon einiges kritisch mit den unnötigen Arztbesuchen.

Auf der einen Seite wünschen sich alle eine menschenwürdige und persönliche Medizin, die auch den ganzen Menschen wahrnimmt, nur nicht für die nervige, umständliche und langsame Omma, die gerade vor einem dran ist, während das Geld in der eigenen Parkuhr zerrinnt.


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03.01.2020 um 19:49
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Oh ja. Ich kann dir mehrere Beispiele aus meinem direkten Umfeld nennen, die mir innerhalb von zwei Minuten einfallen:
Bei solchen Fällen bin ich auch sofort für eine Gebühr.

Das wäre aber für den Arzt Mehrarbeit - er müsste begründen, warum der Patient kein "Mussfall" ist. Dafür ist keine Zeit vorhanden und dann kämen auch noch Einsprüche von Patienten,.... deshalb wird es diese Strafgebühr nie geben.


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03.01.2020 um 21:23
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Die gesetzliche bezahlt natürlich nicht, was Du für sinnvoll hältst (die private auch nicht), sondern was nach eingermaßen objektivierten Kriterien allgemein sinnvoll ist.
Aber es steht Dir frei, jeden Deiner Wünsche eben auch individuell zu bezahlen. Denn warum soll z.B. ich für etwas zahlen, dass nach allgemein anerkannten Grundsätzen nicht wirksam ist, von dem Du aber überzeugt bist, es würde helfen. Das ist ein typischer Fall von Privatvergnügen.
Deine Krankenkassenbeiträge werden aber relevant, wenn Du einen Unfall hast und plötzlich 50.000 EUR Behandlungskosten im Raum stehen. Oder eine Krebstherapie 100.000 EUR und mehr kostet.
und zusätzlich, was die meisten nicht bedenken die sich privat versichern, Kostenträger ist nicht die Versicherung sondern der Patient. Bei der Gesetzlichen Krankenversicherung, ist die Versicherung der Kostenträger und der Patient hat mit der Zahlung der Rechnung nichts zu tun. Bei der privaten Krankenversicherung bekommt der Patient die Rechnung, hat diese zu Zahlen und bekommt dann den Betrag hoffentlich zu 100% erstattet. Ist erfahrungsgemäß aber nicht immer so.


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03.01.2020 um 21:54
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich hatte also einen vollgeladenen Handy Akku, 1 Flasche Wasser, ein dickes Buch und ein Brot mit und ging davon aus: Der Tag ist platt.
Der Kieferorthopäde meiner Kinder hat mal verraten, dass er ein "Ratingsystem" für Patienten hat - du musst ja relativ oft hin, um den Erfolg kontrollieren zu lassen und sie geben ein, wann du kommst. Wir sind z.B., wenn der Termin um 13.50 ist um 13.40 sicher da (je nach Verkehr).
Daher sind wir Gruppe "grün" - verlässlich. Dafür sind wir dann auch um 13.55 im Behandlungszimmer und um 14.00 oder so wieder draußen. Verschiedene Gruppen bekommen verschiedene Zeitslots. Die gelben kommen später und werden so gebucht, dass es sich staut und sie den Betrieb nicht blockieren, wenn sie um 13.52 kommen und die roten warten länger, weil da "Ausfälle" werden mit eingerechnet sind - kommen alle roten, müssen sie warten. Finde ich super :-)


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07.01.2020 um 12:03
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb am 03.01.2020:Viele dieser unnötigen Inanspruchnahmen erfolgen auch durch sehr alte Leute, die verunsichert sind und einsam. Die haben oft chronische echte Leiden, die aber für immer bleiben werden. Körperlich helfen kann der Arzt da oft kaum. Dennoch ist denen der Arztkontakt sehr wichtig.
Zweifellos. Und zu einem gewissen Grad sind das auch Fälle, für welche die Allgemeinheit auch einstehen sollte.
Problematisch wird es bei den Fällen, in denen sich die Leute keine Gedanken machen und nach dem Motto "ist ja umsonst" die Zeit aller anderen verschwenden.
Richtig ist aber auch, dass man das kaum mit irgendwelchen Zusatzgebühren verhindern kann.
Aber man kann dadurch nachvollziehen, warum man manchmal warten muss, obwohl man einen Termin hatte.
Zitat von MissesfeeMissesfee schrieb am 03.01.2020:und zusätzlich, was die meisten nicht bedenken die sich privat versichern, Kostenträger ist nicht die Versicherung sondern der Patient.
Das auch. Ob und wie viel man am Schluss selber zahlen muss, erfährt man manchmal erst später.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb am 03.01.2020:Der Kieferorthopäde meiner Kinder hat mal verraten
Das funktioniert leider nur bei gut planbaren Behandlungen, wie z.B. Kontrollen etc.
Der typische Fall in vielen Arztpraxen läuft aber anders.
Die Theorie:
Der Patient hat um 8.00 Uhr einen Termin wegen Schmerzen im Bereich xy. Prognostizierte Untersuchungszeit: 20 Minuten. Mit ein bisschen Puffer werden dann die weiteren Termine vergeben.
Die Realität:
Der Patient kommt (8.10 Uhr) und es stellt sich heraus, die Schmerzen hat er seit 2 Jahren, der Termin musste aber noch unbedingt diesen Samstag sein, weil er morgen in Urlaub fährt. Es stellt sich auch heraus, dass er weitere, tatsächlich drängendere Leiden hat, die jetzt eben auch auf den Tisch kommen. Da gab es mal Untersuchungen von anderen Ärzten - aber was das war? Und wo er nun schon mal da ist, er hätte da noch zwei ganz kurze Fragen ...
Wenn der Arzt die anderen Patienten im Hinterkopf hat, die jetzt schon eine Stunde trotz Termin warten und die Fragen etwas einsilbig beantwortet oder (freundlich) darauf hin weist, dass dafür ein weiterer Termin sinnvoll wäre, steht am nächsten Tag in irgend einem Ärztebewertungsportal: "Furchtbarer Arzt, fertigt Patienten einfach ab".
So, es ist 9.30 Uhr, der erste Patient ist draußen und ein Notfall kommt herein. Der nette Patient A, der seit einer Stunde wartet, akzeptiert, dass ein Kind mit einer blutenden Kopfwunde gleich dran darf. Der etwas weniger nette Patient B regt sich darüber auf, dass er früher dran war und was das soll. Schließlich habe man einen Termin.
Um 10.15 ist die Wunde versorgt und die Formalitäten erledigt.
Und alle Folgetermine beginnen erst mal fast zwei Stunden später, als terminiert. Und Patient B beschwert sich in einem Bewertungsportal, dass man ewig warten muss und dass andere später kommen und früher dran sind.

So krass ist das natürlich nicht immer, aber ich kenne einige Ärzte und das ist Alltag.


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11.01.2020 um 16:15
Ich finde das Krankenkassen System in der Schweiz ganz gut, man kann es auch recht individuell einstellen.

Bei uns gibts ne Franchise die man erst abbezahlen muss. Diese muss mindestens 300 fr betragen, kann aber bis 2500 gesetzt werden. Das ist der Betrag der Jährlich zuerst übernommen werden muss, bevor die Krankenkasse irgendwas zahlt.

Die Prämie, also was man Monatlich bezahlt ist davon abhängig, wenn die Franchise zb nur 300 beträgt, zahlt man monatlich deutlich mehr, als wenn man sie zb auf 2500 gesetzt hat. Wer also viel zum Arzt muss, kommt billiger wenn er die Franchise niedrig gesetzt hat, dafür Monatlich etwas mehr zahlt.

Man bezahlt zwischen 200-500 fr monatlich. Dies ist die Grundversicherung und ist obligatorisch, da sich das nicht jeder leisten kann gibt es noch ne Kantonale Prämienverbilligung bei der die Behörden einen teil der monatlichen Prämie bezahlen. (bei mir wurde zb über die hälfte bezahlt, glaube 160 fr)

Nachdem die Franchise abbezahlt ist, bezahlt man von allen Arztbesuchen und Kosten jeweils 10% was selbst bei sehr hohen Rechnungen relativ wenig ist. Das meiste ist auch in der Grundversicherung enthalten.

Pro Arztbesuch bezahl ich jetzt also 10-30 fr was voll ok ist.


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11.01.2020 um 16:42
Zitat von FerneZukunftFerneZukunft schrieb am 02.01.2020:Gibt es denn wirklich so viele Menschen, die aus Spaß, Langeweile oder weil sie Hypochonder sind, zum Arzt gehen?
Meine Großmutter Väterlicherseits war so ein Spezialfall.
Die hat sich wegen des "guten"Essens regelmäßig einliefern lassen.Weil die Kartoffeln da so Bombe schmecken!
Hat sich 2-3 Tage den Bauch vollgeschlagen und ist dann wieder "ausgecheckt"

..echt wahr!

(Sie ist jetzt aber auch schon über 30 Jahre Tot)


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04.02.2026 um 18:36
Da es in den anderen Faden nicht passt, ich aber auch keinen besseren als den hier fänd (auch keinen neuen erstellen will), muss ich diesen alten Thread mal hoch holen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:! Wer ein Rezept (Muster 4) vom Arzt für den Krankentransport hat, kann Taxi fahren ! (medizinisch notwendig)
! Patienten mit bestimmt Pflegestufen bzw. Schwerbehinderungen dürfen ein Taxi direkt bestellen ! (anschliessend erstatten)
! wer aus anderen medizinischen Gründen ein Taxi braucht, kann sich bei der KK melden ! (sind sehr kulant)
*die gesetzlichen Zuzahlungen bleiben, 10%, min.5, max.10€.
Verankert im SGB V, §60:
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__60.html

Wir lernen: ob BG oder nicht, Rentner oder nicht, Rentner mit Grundsicherung, Arbeiter, Milliardär mit GKV - alle kriegen die Fahrt bezahlt wenn sie notwendig ist. Der Arzt kann sogar Spezialfahrzeuge vorgeben
in der Theorie klingt das alles so schön.
Was, wenn aber der Arzt sein Budget nicht belasten will und dann behauptet, die Taxifahrt sei nicht nötig?

Dieses System mit der Budgedtierung finde ich sowieso auch sehr schlecht für die Patienten.
Wenn sich das Quartal und Budget dem Ende zu neigt, haben dann manche Patienten das Nachsehen und müssen halt so manche Medikamente selbst zahlen.

Hier ist gleich mal ein Beispiel was mich bestätigt, habe sowas auch schon bei Anderen mitbekommen:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:In der Theorie, ja.
Aber in der Praxis - die graue Star Operationen werden heutzutage ambulant durchgeführt. Meine Mutter hat trotz Nachfrage kein Rezept fuer eine Krankenfahrt bekommen, um frisch operiert wieder nach Hause zu kommen.
Nach der Knie-OP (also Knie-Prothese) : Dienstag morgens aus dem Krankenhaus entlassen und mittags den Kontroll-Termin beim Arzt gehabt - auch hier wurde keine Krankenfahrt genehmigt. Direkt in die Reha ging nicht (das ist der Regelfall), die hatten keinen Termin mehr frei.

Und das sind doch Dinge, bei denen es auf der Hand liegt, dass man da frisch operiert nicht mit den Öffis fahren kann.

Und meine Mutter war zwar schon alt, aber bislang ohne Pflegegrad bzw. Schwerbehinderung



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04.02.2026 um 18:57
@Optimist
Ich werde keine Diskussion führen in dem Fälle nicht gedeckt sind (Grauen Star OP) oder man nicht weiss wie man es beantragt.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Was, wenn aber der Arzt sein Budget nicht belasten will und dann behauptet, die Taxifahrt sei nicht nötig?
Dein Ernst?...Beschwerde bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und KK kontaktieren.

Was ist die Alternative? Der Patient entscheidet selbst...Leistungskatalog erweitern...sind die GKV Beiträge noch nicht hoch genug?

Ich empfehle die GKV als eine Basisversicherung zu sehen, nicht als eine Luxus Vollkaskoversicherung - im Schadensfall hat man Selbstbeteiligungen.
In DE wird noch sauber operiert, da sollte man dankbar sein - und sich nicht an der Taxifahrt aufhängen.


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04.02.2026 um 19:15
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich empfehle die GKV als eine Basisversicherung zu sehen
nichts dagegen, aber Taxifahrten für alte kranke Leutchen sollte schon drin sein - auch ohne kämpfen zu müssen, das hier meine ich mit kämpfen:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Beschwerde bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und KK kontaktieren.
dafür haben Kranke kaum Nerven, weil ihnen so manche Krankheit psychisch ganz schön zusetzt.
Wir Gesunden können das gar nicht nachfühlen.
Und nicht jeder hat Angehörige, die bei dem "Behördenkrieg" helfen könnten.


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04.02.2026 um 19:18
@Optimist
Ok, wie soll es in der Praxis aussehen?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Der Patient entscheidet selbst



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04.02.2026 um 19:28
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Der Patient entscheidet selbst
die behandelnden Ärzte sollen entscheiden und nicht der Hausarzt sh dazu auch am Ende des Posts.

Die ältere Frau in meinem Haus hat so ein Pech mit ihrem Hausarzt - die Chemie zwischen den beiden stimmt nicht, aber es haben sich auch schon andere Patienten über den beschwert.
Bei einem anderen Hausarzt kommt man jedoch in meinem Ort nicht unter, es gibt zu Wenige. Sie ist unglücklicherweise auf diesen angewiesen.

Sie hat Krebs und muss mehrmals im Monat zu Fachärzten fahren...


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04.02.2026 um 19:33
Zitat von OptimistOptimist schrieb:die behandelnden Ärzte sollen entscheiden
Und was ich geschrieben??
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wer ein Rezept (Muster 4) vom Arzt für den Krankentransport hat, kann Taxi fahren ! (medizinisch notwendig)
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Die ältere Frau in meinem Haus hat so ein Pech mit ihrem Hausarzt - die Chemie zwischen den beiden stimmt nicht, aber es haben sich auch schon andere Patienten über den beschwert.
Ist das Grund genug das SGB V zu ändern?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Sie hat Krebs und muss mehrmals im Monat zu Fachärzten fahren...
Glaube ich sofort, aber das ist nicht die Frage...ist sie deswegen beim Gehen eingeschränkt, ist sie über Pflegestufe 3?
Streiche einfach aus deiner Vorstellung: ich muss zum Arzt, warum kriege kein Taxi bezahlt..weil, siehe oben!


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04.02.2026 um 19:47
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ist sie deswegen beim Gehen eingeschränkt, ist sie über Pflegestufe 3?
nein, sie hat die 1
Aber sie hat dennoch große Probleme wenn sie weitere Strecken gehen muss, sehr unsicher und bissel Luftnot.
Jetzt wirst du sagen, dann müsste sie eine höhere Stufe bekommen.
Ja, da haben wir wieder die schöne Theorie.
Die Träger wollen alle Geld sparen und es sind alles subjektive Entscheidungen.
Da geht's nicht nur nach Fakten so wie bei Mathe ... 2+2 =4
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ist das Grund genug das SGB V zu ändern?
das nicht, aber vielleicht das Prinzip der Budgedtierung?
Denn ich habe das Gefühl, dass manche Weigerung, ein Rezept für Taxifahrten zu schreiben, damit zu tun haben könnte?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Streiche einfach aus deiner Vorstellung: ich muss zum Arzt, warum kriege kein Taxi bezahlt..weil, siehe oben!
du hast oben einiges geschrieben, auf welchen Satzteil genau beziehst du dich jetzt bei "oben"?
Siehe es mir bitte nach, dass ich manchmal bissel auf der Leitung stehe, bin nicht mehr die Jüngste 😉


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04.02.2026 um 19:53
@Optimist
Du verstehst nicht dass eine Veränderung des Systems die Dir passt eigentlich ein Öffnen der Scheunentore ist.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Die Träger wollen alle Geld sparen und es sind alles subjektive Entscheidungen.
Das ist Quatsch - subjektive Entscheidungen sind anfechtbar wenn sie geltendes Recht verstoßen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Denn ich habe das Gefühl, dass manche Weigerung, ein Rezept für Taxifahrten zu schreiben, damit zu tun haben könnte?
Also auch subjektiv, hast Du oben kritisiert.

Es bleibt: der Arzt entscheidet, das ist sein Beruf und seine Kompetenz, übrigens die Gleiche wie bei der Krebsbehandlung, Grauen Star oder Knie OP.
Ich nicht, Du nicht, der Patient nicht...der Arzt.


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04.02.2026 um 20:04
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Denn ich habe das Gefühl, dass manche Weigerung, ein Rezept für Taxifahrten zu schreiben, damit zu tun haben könnte
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also auch subjektiv, hast Du oben kritisiert
ja und ich kritisiere es immer noch, dass Rezepte teilweise je nach verbrauchten Budget oder Sympathie oder Antipathie vergeben werden - also Vergabe ist subjektiv.
Und ja, dieser Eindruck von mir ist natürlich auch subjektiv.

Verstehe nicht, weshalb du es nicht wahrhaben willst, dass auch Ärzte und sonstige Entscheidungsträger, die Ermessensspielräume haben - als subjektive Wesen - nicht immer 100%ig objektiv und nicht immer gerecht entscheiden?
Das sind doch keine Roboter oder KI, wo wirklich nur etwas objektives rauskommen kann.
Nicht mal bei der KI kann man immer ein objektives Ergebnis erwarten - je nachdem womit die gefüttert wurden.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Es bleibt: der Arzt entscheidet
klar, das ist aber gar nicht mein Punkt, sondern dass er zuweilen subjektiv entscheidet und auf sein Budget schaut.
Und deshalb wäre ich dafür, dass diese Budgedtierung weg müsste, damit sich kein Arzt mehr damit rausreden könnte.

Habe es ja selbst schon erlebt, dass meine Ärztin offen zugab, dass sie mit ihrem Budget am Limit ist.


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04.02.2026 um 20:13
Ich nehme das mal in diesen Thread rueber:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dafür wird insgesamt nicht mit falschen Behauptungen oder Unwissen gespart.
Beispiel:
! Wer ein Rezept (Muster 4) vom Arzt für den Krankentransport hat, kann Taxi fahren ! (medizinisch notwendig)
! Patienten mit bestimmt Pflegestufen bzw. Schwerbehinderungen dürfen ein Taxi direkt bestellen ! (anschliessend erstatten)
! wer aus anderen medizinischen Gründen ein Taxi braucht, kann sich bei der KK melden ! (sind sehr kulant)
In der Theorie, ja.
Aber in der Praxis - die graue Star Operationen werden heutzutage ambulant durchgeführt. Meine Mutter hat trotz Nachfrage kein Rezept fuer eine Krankenfahrt bekommen, um frisch operiert wieder nach Hause zu kommen.
Nach der Knie-OP (also Knie-Prothese) : Dienstag morgens aus dem Krankenhaus entlassen und am Mittwoch den Kontroll-Termin beim Arzt gehabt - auch hier wurde keine Krankenfahrt genehmigt. Direkt in die Reha ging nicht (das ist der Regelfall), die hatten keinen Platz mehr frei.

Und das sind doch Dinge, bei denen es auf der Hand liegt, dass man da frisch operiert nicht mit den Öffis fahren kann.

Und meine Mutter war zwar schon alt, aber bislang ohne Pflegegrad bzw. Schwerbehinderung.

Immerhin hat die KK auf mein Betteln hin den Hin - Und Ruecktransport von der Reha übernommen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Es bleibt: der Arzt entscheidet, das ist sein Beruf und seine Kompetenz, übrigens die Gleiche wie bei der Krebsbehandlung, Grauen Star oder Knie OP.
Ich nicht, Du nicht, der Patient nicht...der Arzt.
Ich habe jetzt mal Google befragt - das schreibt eine Augenarztpraxis zur Grauen Star OP:
Bekomme ich für die Operation einen Taxischein?
Für die Verordnungsfähigkeit einer Taxifahrt zu Lasten der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) gibt es strenge Richtlinien und Rechtsgrundlagen im
Sozialgesetzbuch V, an die wir uns als Ärzte halten müssen (§60, §7, §115b SGB V
sowie „Krankentransport-Richtlinie“ des gemeinsamen Bundesausschusses (GBA)).
Leider dürfen wir bei fast jeder ambulanten Operation des Grauen Stars, bis auf wenige
Ausnahmefälle, keine Verordnung einer Taxifahrt („Taxischein“) mehr ausstellen!
Die Kosten der Fahrt müssen Sie dann zunächst selbst übernehmen und können mit der
Taxiquittung bei Ihrer Krankenkasse mit formlosem Schreiben, welches Ihnen meine
Praxismitarbeiterinnen gerne zur Verfügung stellen, eine Kulanzerstattung im Einzelfall
beantragen. Um Sicherheit bezüglich der Kostenübernahme zu haben, sollten Sie dies
bereits vor der geplanten Behandlung bei Ihrer Krankenkasse erfragen.
Quelle:
Quelle: www.augenarzt-wacker.de https://share.google/wDIP0UQ5TLI3OqfH9
Dann haette ich wohl die Taxi-Fahrten bei der KK einreichen sollen. Wäre ja nett gewesen, wenn die Aertze meine Mutter darauf hingewiesen haetten.
Und das Betteln nach einem Krankenfahrt-Rezept nicht bei einem 'Geht nicht. Wenn sie keine Angehörigen und Freunde haben, die sie fahren können, müssen sie halt ein Taxi nehmen' belassen haetten.

Die Krankenfahrt-Rezepte hatte ich damals noch ergooglt, dass die KK-Kulanz ein eigener Weg ist, wusste ich nicht.

Tja. Unwissen. Pech gehabt...warum zum Teufel sagt es einem keiner....


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