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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

148 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit, Ausbildung, Betrieb, Umschulung

Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

21.01.2020 um 19:56
Schön, dass es dir was gebracht hat ... jederzeit gerne. Ganz viel Glück.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

21.01.2020 um 19:58
Negev schrieb am 17.01.2020:Servus Ihr,
ich sitze gerade vor der Aufgabe, ein Anschreiben zu formulieren und mir will nichts vernünftiges mehr einfallen.
Kommt mir sehr, sehr bekannt vor... tatsächlich hab ich das alles schon durch. Hab den sozialen Abstieg hinter mir... und den Aufstieg.

War ein langer und harter Kampf... und natürlich hat es viele Jahre gebraucht... und vor allem viel Kraft und Energie... und es war auch gut Glück im Spiel.

Wenn kein unvorhergesehenes Unglück geschieht, unterschreibe ich nächste oder übernächste Woche meinen Arbeitsvertrag für eine unbefristete Stelle (aktueller Vertrag ist nur befristet). Ich kann es eigentlich noch gar nicht so recht glauben und mir kommen manchmal auch noch die Tränen, wenn ich an alles zurückdenke... Aber heute bin ich ein komplett anderer Mensch als der, der ich vor 5-10 Jahren noch war. Und wenn ich heute in den Spiegel schaue, sehe ich einen ziemlich attraktiven, erfolgreichen, charmanten jungen Mann, der wahrlich das Unmögliche geschafft hat! :)
Negev schrieb am 17.01.2020:Ich hab auch keine tollen Praktika oder Empfehlungen. Ich hab noch nie gearbeitet und bin 33.
:)

Ich sag ja: Kommt mir sehr, sehr bekannt vor...
Negev schrieb am 18.01.2020:Fachinformatiker für Systeminteraktion
Systemintegration... SYSTEMINTEGRATION!

Ich kann gerne versuchen, dir zu helfen. Aber meine Zeit ist stark begrenzt. Und letztendlich musst du deinen Weg natürlich selber gehen. Es wird auch wichtig für dein Selbstbewusstsein sein, dass du das aus eigener Kraft schaffst. Und dieses Selbstbewusstsein wird dir sehr dabei helfen, weitere Erfolge zu erzielen und eines Tages vielleicht endlich im Leben anzukommen.
Negev schrieb:Leider kann ich keine Märchen erzählen – ich bin keiner der Reden schwinkt.
Brauchst du auch nicht. Bleib authentisch. Niemand möchte gerne jemanden einstellen, der sich selbst nur was vormacht oder andere belügt.
Negev schrieb:Es ist so, wie es ist.
Exakt!

Du kannst die Vergangenheit auch nicht ändern. Und du musst dich dafür auch nicht rechtfertigen. Schau nach vorne. Fokussiere dich auf das, was du kannst.

Merke dir vor allem folgende drei Fragen:

Wer bin ich?
Was kann ich?
Was will ich?

Diese Fragen sind ultraleicht zu merken und werden dir - in der einen oder anderen Form - auch immer wieder begegnen (Bewerbung, Vorstellungsgespräch...). Es ist auch wichtig, dass du dir diese drei Fragen jederzeit beantworten kannst, um den richtigen Weg für dich zu finden.

Mache dir einen Plan: Was ist das (langfristige) Ziel? Wie kann ich den Weg dorthin in Teilziele zerlegen und diese erreichen?

Setze Prioritäten und lasse alles hinter dir, was dich nicht wirklich weiterbringt.

Ein Praktikum...? Nein, das bringt dich nicht weiter! Du verplemperst damit nur Zeit. Wie ist bspw. deine aktuelle berufliche Situation? Hartz IV? Dann evtl. Job suchen (Mindestlohn). Das Geld wirst du brauchen. Und parallel dazu: Ausbildungsplatzsuche. Falls dir das JobCenter zufällig ein Bewerbungstraining anbietet (anderenfalls ggf. nachfragen...): Mach das!! Ist zwar irgendwie bescheuert, aber tatsächlich sehr hilfreich!
Negev schrieb am 18.01.2020:Was denkt ihr über dieses Schreiben?
Autsch, ist das lausig... Gut, hab's ja alles hinter mir und meine ersten Anschreiben waren ähnlich peinlich.

Ich schreib dir vllt. auch noch kurz PN, falls ich es jetzt noch schaffe... Falls nicht, remind me...


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

21.01.2020 um 20:21
Negev schrieb:Behinderten-Bonus
PS: Ist das nur so'ne Art "Joke"...? Ansonsten solltest du es bspw. im Öffentlichen Dienst versuchen. Dort gilt: Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Naja, muss erstmal wech... cu.


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Karl00
ehemaliges Mitglied

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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

21.01.2020 um 20:51
@Negev

Grundsätzlich gilt das zu schreiben was der Arbeitgeber hören und lesen möchte und den Text nicht allzu in die Länge zu ziehen, also keinen Roman zu schreiben, wenn du Lücken im Lebenslauf hast, dann denk dir halt einfach etwas aus, von ich hab nie gearbeitet will ein Arbeitgeber nichts wissen, du kannst die Lücken mit Neuorientierung, Krankheit und oder der Pflege von Angehörigen erklären usw. wichtig ist nur das du dem Arbeitgeber vermittelst das du in der Zeit der Lücke etwas gemacht hast und nicht untätig warst.

Im Schreiben selbst solltest du deine Ausbildung zum Kaufmann erwähnen und negative Schwächen weglassen (wie ich bin ungeduldig) sondern von positiven Schwächen sprechen (z.B. das es dir manchmal schwer fällt, Nein zu sagen, und diese mit guten Vorsätzen verknüpfen) und dich hauptsächlich auf deine Stärken konzentrieren, du bist flexibel und willst eine Bereicherung für das Unternehmen werden, du bist belastbar, und ein Teamplayer, hast eine hohe Einsatzbereitschaft, du bist motiviert stets besser zu werden (und deshalb belegst du diesen oder jenen Kurs), du bist zuversichtlich das du die Aufgaben deines Arbeitsgebers effizient erledigen kannst und selbst mit geringem Aufwand imstande bist viel zu bewirken, du bist gewillt für das Unternehmen eine Bereicherung zu werden und das du den Arbeitgeber gerne von dir selbst in einem Vorstellungsgespräch überzeugen willst usw. usw.

Und Worte wie "hoffen", "könnte", "würde" nicht benutzen. Und falls es an der Formulierung hapern sollte oder du Schwierigkeiten bei der Gestaltung der Bewerbung hast, dann ist es keine Schande wenn du dir ein Muster aus dem Inet besorgst, den du dann einfach anpassen kannst und ganz wichtig ist auf Rechtschreibung zu achten. Viel Glück.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

21.01.2020 um 20:51
Kann dir da nur ggf einen Ratschlag geben, worauf du ggf noch achten kannst.
Spreche mal mit deinem Vermittler /Fallmanager whatever, ob du unter den förderfähigen Personenkreis 16e oder 16i kommst.
Besonders eine 16i Förderung an Arbeitgeber ,macht so manche Lücke und verzwickte persönliche Situation wieder wett.
Wenn du dies ggf aktiv mit einem Oneliner in der Bewerbung angibst, wirst du direkt attraktiver.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

21.01.2020 um 23:05
Karl00 schrieb:Im Schreiben selbst solltest du deine Ausbildung zum Kaufmann erwähnen und negative Schwächen weglassen (wie ich bin ungeduldig) sondern von positiven Schwächen sprechen (z.B. das es dir manchmal schwer fällt, Nein zu sagen, und diese mit guten Vorsätzen verknüpfen) und dich hauptsächlich auf deine Stärken konzentrieren, du bist flexibel und willst eine Bereicherung für das Unternehmen werden, du bist belastbar, und ein Teamplayer, hast eine hohe Einsatzbereitschaft, du bist motiviert stets besser zu werden (und deshalb belegst du diesen oder jenen Kurs), du bist zuversichtlich das du die Aufgaben deines Arbeitsgebers effizient erledigen kannst und selbst mit geringem Aufwand imstande bist viel zu bewirken, du bist gewillt für das Unternehmen eine Bereicherung zu werden und das du den Arbeitgeber gerne von dir selbst in einem Vorstellungsgespräch überzeugen willst usw. usw.
ich weiß, das Bewerbungen in dieser Art viel größere Erfolgsaussichten haben.
Aber muss ehrlich sagen, ich finde es schon irgendwie komisch, wie man in diesem System hier "trommeln" muss, sich selbst "über den grünen Klee loben" ("Eigenlob stinkt" eigentlich normalerweise) und auf jedes Wort peinlich achten muss....
Kommt mir alles wie eine Farce vor.

Kurz:
Dieses "mehr Schein als sein" hatte mir noch nie gefallen und ich werde mich nie damit anfreunden können, auch wenn mir klar ist dass es sein muss.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

22.01.2020 um 02:46
Ich habe es geschafft und genieße das. Ich hatte einen netten Abend in meiner Lieblingsspelunke und bin betrunken... :D

Und du schaffst das auch!
Negev schrieb:Lange Rede kurzer Sinn - hier mal beide Versionen:
Hier mein Feedback:
Negev schrieb:Ich werde dieses Jahr noch eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systeminteraktion beginnen.
Ganz einfach: Hast du einen Ausbildungsvertrag unterschrieben?

Falls ja: Super, dann kannst du das ja auf Nachfrage belegen.

Falls nein: Autsch!
Negev schrieb:Mein Wunsch ist es, diesen Beruf in Ihrem Betrieb zu lernen.
Prima, warum haben Sie sich dann nicht direkt in unserem Betrieb um eine Ausbildung in diese Richtung beworben?

Sie haben keine Stellenausschreibung gefunden? Oh, äh... tja, sehen Sie, wir haben eben keinerlei Kapazitäten, irgendwelche Berufseinsteiger anzulernen!

Hier stellen sich letztendlich auch mindestens zwei Fragen:

Warum diesen Beruf?
Warum in diesem Betrieb?
Negev schrieb:Dieses Praktikum hat das Ziel, Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen.
An und für sich in Ordnung, würde ich nur anders formulieren. Ernsthaft: Im Kern denkst du hier bereits in die richtige Richtung! Mein allererster Satz bei meiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz war damals:

Sehr geehrte Frau XYZ,

mit mir gewinnen Sie einen versierten Auszubildenden, der mit Enthusiasmus und Leistungsbereitschaft
die von ihm durchgeführten Tätigkeiten stets gewissenhaft und sorgfältig erledigt, gerne auch im Team.


*bämm!*

Du hast es im Prinzip richtig erfasst: Du möchtest dein Gegenüber von deinen Kompetenzen überzeugen. Dann tue es gleich im ersten Satz! Du zeigst mit so einer Aussage Stärke und Selbstbewusstsein - sehr gut, arbeite nur noch an der konkreten Formulierung, lass es richtig krachen! Aber das schaffst du schon, lass' dir Zeit. Die erste Formulierung ist nicht die beste.
Negev schrieb:Ich freue mich darauf, Tätigkeiten verschiedenster Art für Sie auszuführen und bin dabei stets sehr gewissenhaft und zuverlässig.
Hier legst du den Fokus auf die sog. "Soft Skills": Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit. Prinzipiell okay, nur leider klingt es abgedroschen, man liest es in jeder Musterbewerbung. *gähn*
Negev schrieb:Zudem würde ich mich freuen, wenn Sie mir Gelegenheit böten, mir neues Wissen anzueignen.
Konjunktiv. :N:

Im Prinzip auch nichtssagend, könntest du in jeder Bewerbung schreiben.
Negev schrieb:Mit Leidenschaft und Ehrgeiz bin ich dabei, wenn es um Dinge geht, die mich interessieren.
Fokus: Softskills - Leidenschaft und Ehrgeiz. Prinzipiell gut, nur müsstest du noch ausführen, welche Dinge genau dich interessieren sowie anhand von Beispielen deine Leideschaft und deinen Ehrgeiz belegen. Hier sind bereits gewonnene Erfahrungen gefragt.
Negev schrieb:Computer faszinieren mich schon seit meiner Jugend und ich finde die Entwicklungen und Möglichkeiten, die damit zusammenhängen (z. B. Prozesse zu vernetzen oder Abläufe zu vereinfachen) ungeheuer spannend.
Tja, ich finde auch die Urknalltheorie "ungeheuer spannend", was mich allerdings nicht zum Kosmologen prädestiniert. Wieder: nichtssagend, bla... *gähn*
Negev schrieb:Ein Praktikum ist jederzeit durchführbar.
Als Personaler würde ich hier lesen: "Ich liege eh den ganzen Tag auf der faulen Haut und habe viel Zeit..."

Lass' den Quatsch weg. Natürlich hast du Zeit, sonst würdest du dich ja auch nicht um ein Praktikum bewerben.
Negev schrieb:Es besteht die Möglichkeit der Gleichstellung.
???
Negev schrieb:Ich will Ihnen meinen Wert für Ihr Unternehmen beweisen. Deshalb freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem Gespräch über ein Praktikum.
Sieh zu und lerne:

[Nach kurzen Ausführungen, warum ich mich genau bei diesem Arbeitgeber beworben habe...]

...In diesem Sinne freue ich mich auch bereits sehr, Sie im Zuge eines Vorstellungsgesprächs von meinen Kompetenzen und meiner hohen Motivation für die Ausbildung zum [XYZ] an Ihrem Institut zu überzeugen.


Deine zweite Version ist ähnlich peinlich (das kannst du besser!):
Negev schrieb:Mein Ziel ist klar. Ich werde dieses Jahr noch eine Ausbildung oder eine Umschulung zum Fachinformatiker für Systeminteraktion beginnen. Die Frage ist, wo diese geschehen soll. Mein Wunsch ist es, diesen Beruf in Ihrem Betrieb zu lernen.

Dieses Praktikum hat das Ziel, Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen. Die letzten Jahre und meine derzeitige Situation täuschen darüber. So bin ich stolz darauf, meine Vergangenheit vollständig überwunden zu haben und daraus als besserer Mensch hervorgegangen zu sein. Ich bin motiviert, geistig topfit und begierig darauf, Neues zu lernen. Mit Leidenschaft und Ehrgeiz bin ich dabei, wenn es um Dinge geht, die mich interessieren. Und alles, was mit Computer zu tun hat, fasziniert mich schon seit meiner Jugend und ich finde die Entwicklungen und Möglichkeiten – Prozesse zu vernetzten, Abläufe zu vereinfachen – ungeheuer spannend.

Ein Praktikum ist jederzeit durchführbar.

Es besteht die Möglichkeit der Gleichstellung.

Ich will Ihnen meinen Wert für Ihr Unternehmen beweisen. Deshalb freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem Gespräch über ein Praktikum.
Es ist einfach unglaublich nichtssagend und viel zu allgemein gehalten.

Aber daran können wir/du ja arbeiten. Das wird schon. :)

Zu deinem Lebenslauf:
Negev schrieb:Bei mir im Lebenslauf sind einige große Lücken. Das hat mit meinem damaligen „physischen und psychischen“ Zustand zu tun (bin es langsam selbst Leid, das zu erklären) Depression, Krankheit.
Kannst du das belegen? Anderenfalls klingt es wie eine billige Ausrede: "Ich war jahrelang auf Hartz IV und hatte total miese Laune, weil die Welt einfach so unglaublich ungerecht ist... und die armen Kinder in Afrika und so... und der Klimawandel... und überhaupt... da muss man doch einfach depressiv werden..."

Junge, Selbstmitleid?! Kann nicht dein ernst sein! Kannst du hiervon irgendetwas bescheinigen, belegen? Ansonsten => Story.

Und sowieso gilt: Arschbacken zusammenkneifen. Viele Menschen haben Schicksalsschläge und gehen daran (fast) zugrunde. Das ist völlig okay und habe ich auch durch (siehe meine PN). Deinem künftigen Arbeitgeber gegenüber musst du dafür nicht rechtfertigen. Du musst es ihm auch nicht erklären, höchstens vielleicht im Vorstellungsgespräch, wenn überhaupt. In der Bewerbung musst du ihn höchstens davon überzeugen, dass du die Kurve gekriegt hast - und das auch nur subtil, unterschwellig. Am besten tust du das, indem du zeigst, dass es für deine aktuelle Lebenssituation überhaupt keine Rolle mehr spielt. Du denkst nicht einmal daran, es ist irrelevant.

Was meinst du, wie ich in meiner Bewerbung mein 10-jähriges und letztendlich geschmissenes Studium gerechtfertigt habt? Richtig: Gar nicht!
Negev schrieb:Nach meiner ersten Ausbildung als Bürokaufmann fand ich auch deswegen keinen Job.
Hast du die Ausbildung abgeschlossen? Dann stellt sich die Frage, warum du dich nun neu orientieren möchtest.
Negev schrieb:Ich bemerke selbst, das diese vielleicht zu „weinerlich“/persönlich herüberkommen.
Ja.

Und auch Personaler sind letztendlich nur Menschen und haben in der Regel auch Mitleid für diverse Lebensgeschichten. In der Praxis können sie darauf aber keine Rücksicht nehmen. => Die Heultour zieht nicht.
Negev schrieb am 17.01.2020:Praktisch hab ich in jenen 6 Jahren nichts produktives gemacht.
Wenn es nichts zu erzählen gibt, dann erzähle es auch nicht.
Negev schrieb am 17.01.2020:Okay. Was steht auf der Haben-Seite?
Ja, nur darauf kommt es an.
Negev schrieb am 17.01.2020:Ein guter Realschulabschluss – wobei mir natürlich klar ist, das dieser Umstand, nach so vielen Jahren, nur noch wenig Gewicht hat. Die Überzeugung Motiviert und Lernfähig zu sein (auch durch den Test. Dennoch ist das auch nur sehr Schwach). Mein privates Interesse an der IT. Meine Logische und Analytische herangewachsene an Dingen.
Die Möglichkeit eine Gleichstellung zu erhalten. Ja, klar, man sollte vor allem der Leistung wegen ausgewählt werden. Doch ich will alles in den Ring werfen.
*gähn*

Noch einmal die drei Fragen:

Wer bin ich?
Was kann ich?
Was will ich?

Knappes Beispiel:

Ich bin Klaus-Peter, kann (ein bisschen) programmieren und möchte nun eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung machen.

Eigentlich ist es unglaublich simpel, sobald erst einmal der berühmte Groschen gefallen ist. :)


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

22.01.2020 um 04:52
Nutze das erste Drittel der Bewerbung ausschließlich dafür klar zu machen ,warum Du in den jeweiligen Betrieb willst. Schreib was über den Betrieb , schau dir deren Homepage an ,die Geschichte des Betriebes.

Man will sehen dass du keine Serienbrief erstellen. Hat der Betrieb vielleicht einen Slogan ,dann greif den auf und baue den in deine Bewerbung ein.
Im.zweuten drittel und im Rest da bewirbst du dich selbst.
Beginne jedoch damit dem AG klar zu machen ,wie geil sein Unternehmen ist und du eigentlich nur dahin willst.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

22.01.2020 um 22:12
@Negev
Wenn du dich auf eine Ausschreibung bewirbst, nutze was in der Anzeige steht, um zu sagen ich passe genau zu dem Suchprofil. Bei einer Initativbewerbung empfiehlt sich ein blick ins Leitbild um glaubhaft darzulegen warum man gerade in dieser Firma lernen/ arbeiten will.Das wichtige ist nicht was du möchtest sondern was die Firma sucht. Damit bin ich nach der Umschulung ganz gut gefahren.

Ich würde mich an deiner Stelle aber auch nochmal über die Möglichkeit BFW schlau machen. Bei uns gab es auch die Möglichkeit eines von den zwei Jahren Umschulung als dauer Praktikum zu gestalten. Voraussetzung dafür war das ein Praktikumsbetrieb vorhanden war und das Anwesenheit und Noten gestimmt haben. Das geht aber glaube ich nicht in jedem BFW.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

22.01.2020 um 22:39
@Missesfee

Nö, das geht definitiv nicht in jedem BFW, mal davon abgesehen, dass die Regelungen wer wann wo ein Praktikum machen kann/muss auch noch mal vom jeweiligen Berufsfeld abhängen. Bei mir z.B. waren die drei Praktika, die in den zwei Jahren zu absolvieren waren sowohl von der Länge als auch vom Zeitpunkt fix, da hätte ich mir höchstens während der Ferien noch was extra suchen können.

In anderen Umschulungsberufen wurden hingegen nur zwei oder gar nur ein Praktikum im selben Zeitraum angeboten. In diesen Berufsfeldern gab es dann allerdings auch verstärkt die Möglichkeit, das normale Arbeitsumfeld in Testbetrieben zu erproben, die an die Arbeitsrealität zumindest ansatzweise herankommen. Sowas ist für meinen Beruf allerdings nur bedingt umsetzbar.

In diesem BFW stellte sich im Übrigen auch die oftmals angepriesene ortsnahe ärztliche Betreuung aus Augenwischerei dar. So gab es vor Ort zwar einen betreuenden Arzt, der hatte aber keine kassenärztliche Zulassung mehr (ich kann nur mutmaßen auf welchem Wege man sowas überhaupt verlieren kann, ein Qualitätsmerkmal ist so ein Verlust vermutlich nicht). Wenn man mehr als einen kratzenden Hals hatte, brauchte man zu dem also gar nicht erst zu gehen. Das BFW war allerdings so abgelegen, dass man schon zum gewöhnlichen Hausarzt ziemlich weit laufen musste, von Fachärzten mal ganz abgesehen. Auch psychologische Betreuung gab es nur notfallmäßig, auch da lief alles Dauerhafte extern.

Für mich, die in der Großstadt wohnt und es nicht weit zum nächsten (Fach-)Arzt hat, war es schon eine sehr große Umgewöhnung und auch ein Hemmnis, wegen jedem größeren Wehwehchen erst mal fast eine Stunde in die nächste Stadt fahren zu müssen. Mir wurde die Umschulung aber insbesondere aus dem Gedanken heraus, dass ich dort besser medizinisch-psychologisch betreut werden kann, nur überbetrieblich finanziert.

Damit will ich auch gar nicht sämtliche BFWs in Grund und Boden verteufeln, wahrscheinlich gibt es auch Leute, die die intensive soziale Betreuung, die es dort sehr wohl gibt - es schaut eben doch sehr schnell mal jemand vom Personal persönlich nach, wenn man ohne Abmeldung fehlt etc. - brauchen. Aber eine grundsätzlich bessere Alternative zu einer betrieblichen Umschulung ist es eben nicht, auch dann nicht, wenn medizinisch-psychologische Gründe der Anlass für die Umschulung sind.


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23.01.2020 um 00:45
@Sterntänzerin
@Missesfee
Naja, Plan B steht ja eigentlich schon fast... ich werd die Umschulung bei nem Bildungsträger machen. Kommt eben auch auf den Verein an, bei dem man so eine Umschulung macht. Ich denke, da müssen sich BFW und Bildungsträger nicht viel nehmen. Das örtliche BFW bildet nicht aus wohingegen ich von Bildungsträger auch schon gutes gelesen hab.

Und eine Betreuung wäre schön - auf der anderen Seite, wenn der Bildungsträger auf ein gutes Lernumfeld und gute Ergebnisse wert legt, reicht mir das.

Der Kopf sagt Umschulung und ich sollte mich darüber freuen, das mir das Amt das ermöglicht.
Der Bauch wehrt sich mit allen Kräften – da ich mich, nach zwei Jahren, wieder unweigerlich vor der selben, mir unlösbaren, Aufgabe sehe: mich Bewerben.

Und wieder ergreift mich ein Anflug von motivationslosigkeit.


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23.01.2020 um 00:54
Im Grunde muss es ja keine neue Ausbildung sein. Ein Job wäre nur wirklich mal eine Abwechslung...


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23.01.2020 um 01:03
Da macht mir, das grundsätzliche Misstrauen, welches man mir entgegenbringt, fast genau so viel zu schaffen...


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23.01.2020 um 08:49
Negev schrieb:ich werd die Umschulung bei nem Bildungsträger machen. Kommt eben auch auf den Verein an, bei dem man so eine Umschulung macht. Ich denke, da müssen sich BFW und Bildungsträger nicht viel nehmen.
Die BFWs sind in der Hauptsache Bildungsträger. Da gibt es gute und schlechte, ich war bei einem guten. Dir stehen als Teilnehmer aus der Beruflichen Reha einfach mehr "Extras" zu als jemandem mit Bildungsgutschein, z. B. das tägliche Mittagessen, das hier beim örtlichen Bildungsträger nicht Angeboten wird. Das wichtigste ist aber letztlich die Qualität der Umschulung
Negev schrieb:da ich mich, nach zwei Jahren, wieder unweigerlich vor der selben, mir unlösbaren, Aufgabe sehe: mich Bewerben.
Versuch es positiv zu sehen, nach den zwei Jahren oder besser während der zwei Jahre, bekommst du auch für die Bewerbung hilfe. Die Kostenträger wollen nämlich das die Maßnahmen erfolgreich sind was heist möglichst alle Teilnehmer haben hinterher einen Job.

Wenn du dich so unsicher fühlst dann bewirb dich doch zur Übung mal auf einen Job den du nicht willst und schau was zurück kommt, vielleicht gibt dir das mehr Sicherheit für die Stellen die du wirklich willst.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

23.01.2020 um 20:26
Negev schrieb:Der Bauch wehrt sich mit allen Kräften – da ich mich, nach zwei Jahren, wieder unweigerlich vor der selben, mir unlösbaren, Aufgabe sehe: mich Bewerben.
Du machst deine Umschulung zum Donner!
Ein halbes Jahr vor dem Abschluss beauftragst jemanden für dich Bewerbungen zu schreiben. Es gibt Menschen die sowas beruflich machen.
Wenn das selbst nicht kannst, macht es eben jemand anders.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

23.01.2020 um 21:13
Negev schrieb:Der Bauch wehrt sich mit allen Kräften – da ich mich, nach zwei Jahren, wieder unweigerlich vor der selben, mir unlösbaren, Aufgabe sehe: mich Bewerben.
Schick doch einfach mal ein paar Bewerbungen ab und schaue was passiert. Was hast du den zu verlieren? Selbst Absagen tuen nicht weh.


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

23.01.2020 um 21:34
Ray. schrieb:Schick doch einfach mal ein paar Bewerbungen ab und schaue was passiert. Was hast du den zu verlieren?
Gute Idee :)

Wie wäre es mit ganz kurzen, originellen (und vielleicht provokanten) Texten, welche die Neugierde wecken?

Zum Beispiel:
Sie haben nur auf mich gewartet und werden es garantiert nicht bereuen!
Machen Sie die Probe und laden Sie mich einfach ein. Das kostet nur ein paar Minuten Ihrer wertvollen Zeit ... ein kleiner Schritt für Sie, aber evtl. ein großer für Ihr Unternehmen.

Nein, ist Spaß, so was Überhebliches hebt sicher niemanden aus dem Sessel.
Allerdings dass originelle Texte neugierig machen könnten, meine ich ernst. :)


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23.01.2020 um 21:37
@Optimist
Ein toller Text. Ich bin geneigt ihn mal zu testen. 😅


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

23.01.2020 um 21:39
Ray. schrieb:Ein toller Text. Ich bin geneigt ihn mal zu testen. 😅
:D
schlecht wäre es, wenn hier viele Arbeitgeber mitlesen würden, dann wäre es nichts Neues mehr für die. :)


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Wie bewirbt man sich mit einem verkorksten Leben?

23.01.2020 um 21:41
Optimist schrieb:schlecht wäre es, wenn hier viele Arbeitgeber mitlesen würden, dann wäre es nichts Neues mehr für die.
Stimmt vielleicht hätte man ihn spoilern sollen.


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