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ICH ICH ICH! Wer sonst!

101 Beiträge, Schlüsselwörter: Egoismus, Narzissmus, Probleme der Neuzeit

ICH ICH ICH! Wer sonst!

19.07.2020 um 15:52
@wanagi

Aber das wäre doch eigentlich nur das andere Extrembeispiel, es soll sich ja keiner aufopfern!
Darum hab ich ja auch nichts gegen "gesunden Egoismus" bzw. Selbsterhaltungstrieb.
Ich finde da muss man differenzieren. Jeder hat das Recht Nein zu sagen oder sich gutes zu tun, ohne sich dabei schlecht fühlen zu müssen.
Es geht eher darum mMn ,das es Individuen gibt die den Platz für 10 in Anspruch nehmen,ohne Rücksicht darauf, ob andere zu schaden kommen.

Aber ich denke ,wie in einem anderen Thread bereits erwähnt ,ist nicht DAS EGO das Problem ,sondern der EgoISMUS.
Meine These dazu ist ,aber das dieses System,Rücksichtslosigkeit und Konkurrenzkampf fördert.
Das wird mehr belohnt als Mitgefühl. Manche Leute werden für ihr Arschlochverhalten gerade zu bewundert, man will auch so erfolgreich sein wie sie. Erfolgreich ...hmm auf materieller Ebene vllt.
Da spielt auch der Einfluss der Medien eine große Rolle, ich kenne persönlich Niemanden ,den der Zustand unserer Welt erfreut,wenn man darüber ins Gespräch kommt.
Vllt ist der Mensch von Natur aus aber auch gar kein soziales Lebewesen,damals war man nur abhängiger von einander.
Da war jedes Stammesmitglied wichtig,auch wenn es nicht das sympathischte war, es hatte evtl. Skills ,die die anderen nicht hatten.
Darum war es nicht ersetzbar. Heutzutage ist jeder ersetzbar.
Ich finde beides hat Vor- und Nachteile, ich möchte auch nicht im Mittelalter leben und den gesellschaftlichen Zwängen ausgeliefert sein. Wobei ,wenn man mal in andere Nationen schaut,nicht überall genießen die Menschen die selben Rechte und Freiheiten wie wir., trotz der allgemeinen Menschenrechte.
Mir kommt der Mensch oft eher wie ein Herdentier vor, das von Natur aus eher bequem ist,er lässt sich gern von anderen sagen ,wo es lang geht,damit er selbst keine Lösungen finden muss.
Und je charismatischer und "narzisstischer" jemand rüber kommt,desto mehr Fans hat die Person.
Weil erfolgreicher,wohlhabender etc. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Ich weiß nicht wie wir da noch raus kommen sollen...das hat sich alles schon so ins Bewusstsein vieler eingebrannt.
Und wenn man sozialer ist ,dann kommen immer welche ,die einen "Gutmenschen" nennen. :D
Man kann es sowieso nie allen recht machen. Und mann kann seine Ideologie auch niemandem aufzwingen,das wäre einfach nur fascho.


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19.07.2020 um 16:31
Vomü62
schrieb:
Dazu kann ich Dir die beiden Bücher empfehlen, es gibt aber auch Vorträge und Interviews auf YT, falls es Dich interessiert.
https://www.amazon.de/Die-narzisstische-Gesellschaft-Ein-Psychogramm/dp/3406640419
https://www.amazon.de/Das-falsche-Leben-normopathischen-Gesellschaft/dp/3406705553/ref=rtpb_6/278-1646872-5301038?_encod...
Ah, wie lieb, danke, ich werde demnächst eins davon lesen.
rhapsody3004
schrieb:
Heutzutage ist nichts mehr untypisch sondern normal. Und ein Großteil unserer Gesellschaft toleriert das nicht nur sondern akzeptiert das auch. Findet das gut!
Sie hat den Master letztes Jahr abgeschlossen, von Akzeptanz kann auf ganzer Linie keine Rede sein, weder bei einem Teil der Dozenten, Kommilitonen noch Arbeitgeber oder Mitarbeiter. Ich glaube, deine Sicht heißt erst mal, dass du selbst so denkst, und das finde ich schön. Aber nur, weil du so denkst, kann man das eben nicht auf den Mittelwert anwenden.


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19.07.2020 um 16:33
PVC-Frei
schrieb:
Das wüsste ich auch nicht, aber es kann sich wie gesagt lohnen, dazu Harald Lesch und Gerald Hüther anzuhören. Fakt ist, ich hab meine Schulzeit sicherlich nicht genossen und die Lehrer, die ich kenne, haben es teilweise wirklich schwer. Wenn es also so wenigen Freude bereitet (und welches kleine Kind lernt bitte zuerst nicht mit Freude?), wieso wird es dann so aufgezogen? Aber auch das Schulsystem ist an sich ein anderes Fass, das hier noch mit aufzumachen, wäre nicht zielführend in meinen Augen.
Ich kann nur für mich sprechen, mich hat es schon gestört zb. in der Schule nicht auf das zu erwartende Umfeld vorbereitet zu werden.
Ich sags mal so: Ein Löwenzahn wird vom Landschaftsgärtner totgespritzt, der ist irrelevant für das Umfeld, in das man zurechtkommen muss.

Was nicht totgespritzt werden kann:
Deutschland ist zb. eine Land der Mieter, warum wurde man also nicht über die Rechte und Pflichten von Mieter und Vermieter aufgeklärt, bevor man ins Leben geschmissen wurde?
Welche Vor und Nachteile haben Versicherungen, welche gibt es überhaupt und wie funktionieren die?
Warum nicht, was es für Anlagemöglichkeiten und Risiken gibt und wie die funktionieren?
Warum wurde fast kein Wissen über die unterschiedlichen Ämter vermittelt und ganz besonder wie man sich vor denen verwaltet?
Das muss genauso in die Sonderschule rein wie sonst wo, weil DAS ist das Umfeld in dem man später leben muss, das wird ganz unmittelbar relevant sein.

Ich habe mich bisher zweimal selbstständig gemacht, nichts besonders anspruchsvolles aber es wäre schon hilfreich gewesen, wenn einige Grundlagen beigebracht worden wären.
Ich kann mir schon vorstellen, dass solche Kleinigkeiten eben den Unterschied machen können, später mal zurechtzukommen oder überfordert zu sein.
Im Grunde genommen wird man, was die Selbstverwaltung angeht, vollkommen blöde in die Welt geschmissen, wenn es die Eltern nicht beibringen und meine haben es nicht beigebracht.
Normal - Hätten die auch gar nicht gekonnt, die haben es ja selbst nie gelernt.
PVC-Frei
schrieb:
Ja, das stimmt. Woran könnte das eurer Meinung nach liegen, dass mehr Leute reden, statt zu machen? Liegt es am Größenwahn, nehmen sie sich zu viel vor und sind dann erschlagen von dem, was alles auf sie wartet?
Daher würde ich auch sagen: vielleicht fehlende Vorbereitung auf das wirkliche Leben.
Dieses Träumereien, können ganz schnell zu einer harten Landung führen, vor allem wenn man kein Plan vom wirklichen Leben hat. Die Eltern kann man da abhaken, wenn man das wirklich allen vermitteln will. Entweder können die es selbst nicht oder die wollen es eben nicht.


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19.07.2020 um 16:38
Yooo
schrieb:
Was nicht totgespritzt werden kann:
Deutschland ist zb. eine Land der Mieter, warum wurde man also nicht auf die Rechte und Pflichten von Mieter und Vermieter aufgeklärt, bevor man ins Leben geschmissen wurde?
Welche Vor und Nachteile haben Versicherungen, welche gibt es überhaupt und wie funktionieren die?
Warum nicht, was es für Anlagemöglichkeiten und Risiken gibt und wie die funktionieren?
Warum wurde fast kein Wissen über die unterschiedlichen Ämter vermittelt und ganz besonder wie man sich vor denen verwaltet?
Das muss genauso in die Sonderschule rein wie sonst wo, weil DAS ist das Umfeld in dem man später leben muss, das wird ganz unmittelbar relevant sein.
Ich glaube, das vordergründige Problem ist: das sollten die ELTERN machen. Ich weiß, dass genau das das Problem ist, zu viele Leute meinen, die Schule müsste ALLES machen und daher tun sie selbst... nichts. Außer, ihre Ruhe zu sichern. Aber eben WEIL das so ein Problem ist, sollte man sich mal fragen, ob man da wirklich schulisch was anpassen muss, ich meine, wenn Leute ständig ein Wort falsch schreiben, wird es neue deutsche Rechtschreibung, ist eben so, wie z. B. der englische Genitiv, der ja mit Apostroph gebildet wird, der deutsche nicht. Aber sehr viele schreiben ihn auf englisch. Wollen wir wetten, dass das bald normal wird?

Fakt ist, ich finde, auch den Eltern muss mal ganz klipp und klar gemacht werden, dass das so nicht geht. Da sind vielleicht auch einfach mal Elternschulungen angebracht.
Yooo
schrieb:
Ich habe mich bisher zweimal selbstständig gemacht, nichts besonders anspruchsvolles aber es wäre schon hilfreich gewesen, wenn einige Grundlagen beigebracht worden wären.
Ich mag mich irren, aber ich glaube, dafür bietet das Arbeitsamt Kurse an.
Das Problem ist, dass man eben nicht immer an die Hand genommen werden kann und dann muss man recherchieren und das ist es, was wir eigentlich ganz oft nicht gelernt haben.


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19.07.2020 um 16:59
Vomü62
schrieb:
Dazu kann ich Dir die beiden Bücher empfehlen, es gibt aber auch Vorträge und Interviews auf YT, falls es Dich interessiert.
https://www.amazon.de/Die-narzisstische-Gesellschaft-Ein-Psychogramm/dp/3406640419
https://www.amazon.de/Das-falsche-Leben-normopathischen-Gesellschaft/dp/3406705553/ref=rtpb_6/278-1646872-5301038?_encod...
Ich weiß übrigens gerade nicht, ob du dazwischen mitgelesen hast, falls nicht: ich empfehle im Gegenzug prinzipiell alles von Arno Gruen, er schrieb nicht, um Geld zu generieren, sondern weil er wirklich was zu sagen hatte und er fasst es herrlich strukturiert und nüchtern zusammen. Weit ausgeholt beschäftigt er sich mit dem Wegsterben des Mitgefühls, der Entstehung von Hass und dem Weg zurück zum Miteinander. Unter anderem.


Ein guter Überblick über seine davorigen Bücher und prinzipiellen Ansichten ist:
Hass in der Seele: Verstehen, was uns böse macht
160 Seiten

Der Wahnsinn der Normalität
224 Seiten

Oder (dieses Buch erörtert die destruktiven Muster und Sturkturen allerdings anhand von Persönlichkeiten des dritten Reichs, es ist darüber hinaus 1:1 auf heute anwendbar)
Der Fremde in uns
238 Seiten


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19.07.2020 um 16:59
PVC-Frei
schrieb:
Weshalb hast du denn zu diesem Thema so einen Frust?
das wirst du nie verstehen.
Geschweige denn ein echtes Interesse am Verstehen haben.
PVC-Frei
schrieb:
Der Allgemeinheit halber nehme ich mir mal das Recht des Duzens heraus, das kann mir aber gern genommen werden, falls jemand gesiezt werden will.
Ich nehme mir heraus es dir zu nehmen. Ab jetzt bei mir bitte mit dem SIE.


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19.07.2020 um 17:02
kelten-maisie
schrieb:
das wirst du nie verstehen.
Geschweige denn ein echtes Interesse am Verstehen haben.
Wenn Sie das so sehen wollen, bleibt es Ihnen unbenommen.


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19.07.2020 um 17:04
PVC-Frei
schrieb:
Wenn Sie das so sehen wollen, bleibt es Ihnen unbenommen.
ich habe hier von einem der zahllosen Allmy-User nichts anderes erwartet.


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19.07.2020 um 17:05
PVC-Frei
schrieb:
Hat noch jemand den dringenden Wunsch, Einsiedler zu werden, einfach nur, um diesen künstlichen Druck und die künstliche Hetze abzustreifen?
Würdest du dann nicht genau das tun über was du dich so sehr aufregst? Ein Einsiedler wendet sich doch ab von den Problemen mit denen er konfrontiert ist und handelt somit selbst zutiefst egoistisch.
PVC-Frei
schrieb:
● die Kritikfähigkeit ist rückgängig
● das Gefühl, es besser zu wissen oder recht zu haben, selbst mit Vorurteilen etc., nimmt zu
● dazu gehört, sich selbst wenig bis kaum zu hinterfragen
● Aufmerksamkeitsspanne und Geduld gehen zurück
● es ist vielen nicht mehr möglich, anderen zuzuhören oder sich auf sie einzustellen (Beweis A: dieses Forum)
● das Gefühl, die eigene Kultur/Nationalität ist besser, als andere (https://www.spektrum.de/news/kollektiver-narzissmus-kann-demokratien-gefaehrden/1659300)
● die Grundgereiztheit nimmt zu, viele Leute sind streitlustiger und schneller provoziert
● mehr Leute jammern, jemand ist nicht bewundernd/nett genug zu ihnen (Jammern = Verantwortung abgeben)
● und apropos Verantwortung: die Selbstverantwortung nimmt allgemein ab.
● zunehmend mehr Leute wollen sich im Gefühl ihrer Kompetenz und Intelligenz wälzen. Wird das gefährdet, bilden oder regulieren/reglementieren sie sich tendenziell nicht, sondern schmollen und planen passiv-aggressive Rache
Ist das wirklich rückgängig, nimmt ab und verschwindet immer mehr aus unserer Gesellschaft oder war das nicht schlicht schon immer so. Ist das nur (d)eine subjektive Wahrnehmung, dass der Respekt und der Umgang zu gunsten von mehr Egoismus abnimmt? Hast du objektive Belege für diese Punke oder ist das eher ein Gefühl aus dem Bauch heraus? In wie weit liegt es gar nicht am Menschen, sondern eher an der Technik die uns heute viel schneller die Möglichkeit gibt niedere Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit und Anerkennung, nach denen ja fast jeder Mensch strebt, zu erfüllen?
Ich finde diese ganzen Punkte überhaupt nicht einfach zu beantworten. Meiner Meinung nach kann man weder zweifelsfrei dafür noch dagegen sprechen, weil wir gar nicht die Beweise für solche Behauptungen haben.


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19.07.2020 um 17:17
Ldex97
schrieb:
Würdest du dann nicht genau das tun über was du dich so sehr aufregst? Ein Einsiedler wendet sich doch ab von den Problemen mit denen er konfrontiert ist und handelt somit selbst zutiefst egoistisch.
Hmmm. In gewisser Weise vielleicht, wenn ich jemandem das Land wegnehmen würde, um dort leben zu können, aber so fände ich es eher neutral.
Ldex97
schrieb:
Ist das wirklich rückgängig, nimmt ab und verschwindet immer mehr aus unserer Gesellschaft oder war das nicht schlicht schon immer so
Antwort:
PVC-Frei
schrieb:
Neu ist es bestimmt nicht, aber ..
Ldex97
schrieb:
Hast du objektive Belege für diese Punke oder ist das eher ein Gefühl aus dem Bauch heraus
Natürlich gibt es Belege, der anfängliche Link für deine persönliche Nachforschung steckt sogar im Zitat mit drin und ausreichend Literatur gibt es auch und das nicht erst seit zwei oder fünf Jahren.
Ldex97
schrieb:
sondern eher an der Technik die uns heute viel schneller die Möglichkeit gibt niedere Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit und Anerkennung, nach denen ja fast jeder Mensch strebt, zu erfüllen
Hmmm. Also, ich sage jetzt mal ganz verträumt und realitätsfern, dass Technik in erster Linie ein Werkzeug ist. Wer sich davon beherrschen lässt, nie innehält und hinterfragt, der braucht vielleicht eine Hilfestellung, um zu lernen zu hinterfragen. Wer hat Schuld an den Süchten mancher Leute, der Stoff, die Gene (,,Suchtstruktur"), die Umstände? Am Ende ist entscheidend, dass man was gegen die Sucht macht, über die Stoffe realistisch(!) aufklärt und eben vorher lehrt, wie man nicht in Süchte geraten kann. Und auch hier kann es schön sein, sich auszutauschen.
Ldex97
schrieb:
Ich finde diese ganzen Punkte überhaupt nicht einfach zu beantworten. Meiner Meinung nach kann man weder zweifelsfrei dafür noch dagegen sprechen, weil wir gar nicht die Beweise für solche Behauptungen haben.
Ich weiß, es ist trivial und daher erwähne ich es nie, um Zeit und Energie zu sparen, aber:
Das hier ist ein Forum mit dem Namen ,,Allmystery", hier forscht keiner oder schreibt Paper. Es wäre darüber hinaus glaube ich auch das erste Mal in meinem Leben, dass es DIE EINE Lösung gäbe.


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19.07.2020 um 17:24
PVC-Frei
schrieb:
Ich glaube, das vordergründige Problem ist: das sollten die ELTERN machen. Ich weiß, dass genau das das Problem ist, zu viele Leute meinen, die Schule müsste ALLES machen und daher tun sie selbst... nichts. Außer, ihre Ruhe zu sichern. Aber eben WEIL das so ein Problem ist, sollte man sich mal fragen, ob man da wirklich schulisch was anpassen muss, ich meine, wenn Leute ständig ein Wort falsch schreiben, wird es neue deutsche Rechtschreibung, ist eben so, wie z. B. der englische Genitiv, der ja mit Apostroph gebildet wird, der deutsche nicht. Aber sehr viele schreiben ihn auf englisch. Wollen wir wetten, dass das bald normal wird?
Ja natürlich, darum gehts mir.
Klar kann man das auch selbst aufholen, wäre anders auch gar nicht gegangen.
Ansonsten wäre ich blöde geblieben und hätte vielleicht ein Betreuer.^^
Das ist doch klar, dennoch kann es eben der entscheidende Unterschied sein und darum sollte das eben nicht den Eltern überlassen werden und auch nicht den Kindern/Jugendlichen selbst.
Das sind Überlebens Grundlagen in der heutigen Welt, ansonsten kommt man allein nicht klar, trifft falsche Entscheidungen oder ärgert sich irgendwann über den Kontostand.


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19.07.2020 um 17:44
Yooo
schrieb:
Das sind Überlebens Grundlagen in der heutigen Welt, ansonsten kommt man allein nicht klar, trifft falsche Entscheidungen oder ärgert sich irgendwann über den Kontostand.
Dass dir das alles klar ist, weiß ich, du hast es in Ansätzen ja schon erwähnt, ich wollte es nur vervollständigen =) Ich zweifle nicht an deinem Verstand, keine Sorge.

Ich denke einfach, dass man durchaus die wichtigsten Sachen in der Schule durchnehmen sollte, z. B. Zinsrechnen, Anlagemöglichkeiten etc. Also, wir hatten das und ich fand's super praktisch, denn jetzt kann ich schneller gezielter nachlesen, wenn ich was brauche und sicherlich betrifft das auch andere Gebiete.

Aber wenn man das aufs Leben ausdehnt ... Was meinst du denn, sollte alles auf jeden Fall in der Schule durchgenommen werden? Ich hätte die Sorge, dass es nur allzuschnell den Rahmen sprengen kann und nach wie vor bleibt das Problem, dass auch die ELTERN (die's nötig haben) auf Kurs gebracht werden sollten.
Das Thema Schule ist sehr komplex und ich kann von mir nicht behaupten, genug zu wissen, um da richtig mitreden zu können, eher so Randnotizen hier und da, der Vollständigkeit halber. @missmary hat da die größere Kompetenz.

Ich glaube, insgesamt macht das Schulwesen eben wenig Beteiligten Spaß und effizient ... Hmm, tja. Aber ich bin überzeugt: im Grunde lernt fast jedes Kind gerne. Bis man es eben abtrainiert bekommt und das ist unglaublich schade. Sonst sage ich, dass das in der Schule passiert, aber mittlerweile sorgen schon einige Eltern vorher dafür, das finde ich irgendwie ... ja, fast pervers.


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19.07.2020 um 17:47
Nimmermehr
schrieb:
Und je charismatischer und "narzisstischer" jemand rüber kommt,desto mehr Fans hat die Person.
Das ist auch meine Beobachtung. Narzissten erreichen wegen ihres Narzissmusses oft großes, da sie sich deshalb für größer, schlauer und genialer halten. Als bescheidener Mensch kehrt man seine Talente gern mal unter den Tisch, und das ist das, was diese Person unsicher und je nach Gegenüber sogar unfähig erscheinen lässt.

Ein Gegenüber das so denkt hat meiner Meinung nach ein echtes Problem. Nicht jeder der laut schreit, wie toll er ist kann jenes Versprechen auch halten. Aber es ist auch egal, denn es scheint mir, als würde die erregte Aufmerksamkeit mehr zählen.


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19.07.2020 um 17:48
Avantega
schrieb:
Ein Gegenüber das so denkt hat meiner Meinung nach ein echtes Problem. Nicht jeder der laut schreit, wie toll er ist kann jenes Versprechen auch halten. Aber es ist auch egal, denn es scheint mir, als würde die erregte Aufmerksamkeit mehr zählen.
Was mich daran am meisten irritiert: wieso achten die Leute mehr auf das, was eine Person über sich sagt als das, was sie dann am Ende leistet?


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19.07.2020 um 17:51
PVC-Frei
schrieb:
wieso achten die Leute mehr auf das, was eine Person über sich sagt als das, was sie dann am Ende leistet?
Weil manche Leute die Kunst beherrschen, andere Leute mit bloßen Geschichten zu fesseln. Irgendwas an ihnen wirkt dann noch spannend oder sympathisch oder es ist gar die sympathie. Oft sind es auch die selben Themen und eine gute Wortwahl mag auch mit reinspielen.


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19.07.2020 um 18:04
PVC-Frei
schrieb:
Natürlich gibt es Belege, der anfängliche Link für deine persönliche Nachforschung steckt sogar im Zitat mit drin und ausreichend Literatur gibt es auch und das nicht erst seit zwei oder fünf Jahren.
Ich habe mir den Text durchgelesen, aber hier findet sich kein verifizierter Beleg (Wie gesagt, ich glaube den kann man auch kaum machen)
Die Wahlergebnisse der vergangenen Jahre in unterschiedlichen Ländern deuten darauf hin, dass kollektiver Narzissmus in der Gesellschaft zunimmt. Dieses Szenario sei so bedrohlich, wie es klingt, meinen die Psychologin Agnieszka Golec de Zavala von der Goldsmith University of London und ihre Kollegen, die sich in einer Übersichtsarbeit eingehend mit dem Thema beschäftigten. Vor allem, wenn man an die Gräueltaten denke, die in der Vergangenheit im Namen von Nationen verübt worden seien. So seien auch die Nationalsozialisten im Dritten Reich der Meinung gewesen, ihre Einzigartigkeit würde nicht ausreichend von anderen anerkannt, und sahen sich so im Recht, gegen diese vorzugehen.
Quelle: https://www.spektrum.de/news/kollektiver-narzissmus-kann-demokratien-gefaehrden/1659300


Es heißt in dem Text lediglich "deuten darauf hin". Falls ich hier was überlesen habe gerne korrigieren.

Ich finde allerdings etwas anderes an dem Text sehr interessant. "So seien auch die Nationalsozialisten im Dritten Reich der Meinung gewesen, ihre Einzigartigkeit würde nicht ausreichend von anderen anerkannt, und sahen sich so im Recht, gegen diese vorzugehen." Dass das im Dritten Reich so war muss man ja glaube ich nicht extra erwähnen, aber zeigt es nicht, dass Narzissmus in der Gesellschaft, bzw. Kollektiver Narzissmus, wie es im Text beschrieben wird, immer wieder kehrt. In Episoden. Ich wette so etwas gab es schon vielfach in der Welt. Ich denke schon die Römer, die Perser, Äypter und alle anderen großen Kulturen hatten mit einem hohen Maß an kollektiven Narzissmus zu kämpfen. Je nachdem wie die Lage der Menschen in einer Kommune, Land, auf der Welt etc. ist legen sie mal mehr mal weniger Narzissmus an den Tag.
Wenn das so ist könnte ich dir zustimmen, dass der Narzissmus (wieder!) stärker wird. Denn wir befinden uns, meiner Einschätzung nach, politisch in unsicheren Zeiten.


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19.07.2020 um 18:14
Ldex97
schrieb:
Ich wette so etwas gab es schon vielfach in der Welt.
Da muß man bis an die Anfänge der Zivilisation zurück gehen, als Narzissten angefangen haben, Hierarchien, Patriarchat, Häuptlingstümer und später Staaten, Finanz- und Wirtschaftssysteme und damit natürlich auch Schulsysteme zu gründen, um ihren Narzissmus zu befriedigen.
Das ist m.M. nach auch der grundlegende Fehler der gesamten Zivilisation, der sich bis heute mit den beklagten Folgen ausgebreitet hat.


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19.07.2020 um 18:16
PVC-Frei
schrieb:
Ich weiß übrigens gerade nicht, ob du dazwischen mitgelesen hast, falls nicht: ich empfehle im Gegenzug prinzipiell alles von Arno Gruen,
Ja, der Name ist mir geläufig ;)


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19.07.2020 um 18:19
Vomü62
schrieb:
Das ist m.M. nach auch der grundlegende Fehler der gesamten Zivilisation, der sich bis heute mit den beklagten Folgen ausgebreitet hat.
Kann man da wirkich von einem Fehler sprechen? Wenn eine Welle eine Küste trifft und dabei Menschen sterben sagt niemand dass das Wasser etwas schlechtes ist, weil man es Wasser ebenso braucht damit wir überhaupt leben können. Vielleicht ist es ja bei Narzissten ähnlich. Vielleicht braucht es sie, weil es ohne keine Zivilisation geben kann. Ohne Narzissten keine Führer ohne Führer keine Gemeinschaften und ohne Gemeinschaften Anarchie in der jeder Krieg gegen jeden führt, weil er in ständiger Angst vor den anderen Lebt. Ob das ein erstrebenswerter Zustand ist weiß ich auch nicht.


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