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Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

47 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Arbeit, Spaß, Freunde ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

17.02.2021 um 16:42
Zitat von violetlunavioletluna schrieb am 14.02.2021:Wäre es da nicht klüger, Pflegewissenschaften zu studieren? Ich kenne das nämlich so, dass die praktische Ausbildung eher für die Leute gedacht ist, die mit den Patienten arbeiten, also wirklich pflegen und das Studium für die Leute in der Verwaltung entwickelt wurde. Jedenfalls kenne ich das von Österreich so, das mag in Deutschland anders sein. Es ist auf jeden Fall eine Akademisierung vieler Berufe zu beobachten, mit einer Lehre allein stehen einem viele höhere Positionen dann gar nicht mehr offen.
Ich habe bereits ein Masterstudium in Gesundheitswissenschaften abgebrochen, weil ich endlich Berufserfahrung sammeln wollte und auch musste und außerdem wollte ich endlich Geld verdienen. Ich hab gemerkt, dass ein Studium mir viel zu trocken von der Materie ist. Ohne breite Praxis gehts bei mir halt nicht. Deshalb habe ich mich gegen ein Pflegestudium entschieden.
Und außerdem kann man mit nem Pflegeexamen genau so Weiterbildungen bis in höhere Ebenen machen. Niemand ist dazu verpflichtet mit einem Examen als Fachkraft ewig ein Praktiker bleiben zu müssen.
Es gibt so viele Möglichkeiten, die ich mir ausgeguckt habe: Qualitätssicherung, Gutachter, Beratung, Pflegedienstleitung, Hygienefachkraft, Rechtliches usw.


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Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

17.02.2021 um 21:39
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Ich habe bereits ein Masterstudium in Gesundheitswissenschaften abgebrochen, weil ich endlich Berufserfahrung sammeln wollte und auch musste und außerdem wollte ich endlich Geld verdienen. Ich hab gemerkt, dass ein Studium mir viel zu trocken von der Materie ist. Ohne breite Praxis gehts bei mir halt nicht. Deshalb habe ich mich gegen ein Pflegestudium entschieden.
Und außerdem kann man mit nem Pflegeexamen genau so Weiterbildungen bis in höhere Ebenen machen. Niemand ist dazu verpflichtet mit einem Examen als Fachkraft ewig ein Praktiker bleiben zu müssen.
Es gibt so viele Möglichkeiten, die ich mir ausgeguckt habe: Qualitätssicherung, Gutachter, Beratung, Pflegedienstleitung, Hygienefachkraft, Rechtliches usw.
Ah, okay. Ich hoffe, dass es sich für dich so ergibt, wie du es dir wünschst.
Bei uns in Österreich ist man halt leider ziemlich "titel- und wischgeil", wenn ich es mal so formulieren darf. Als Quereinsteiger hat man so gut wie nirgendwo eine Chance, man muss irgendeinen Abschluss vorweisen können, und wenn es nur ein Wifi-Lehrgang ist (das meinte ich mit "Wisch"). Noch besser ist es natürlich, ein Studium abgeschlossen zu haben (das meine ich mit titelgeil). Sogar wenn offiziell die Möglichkeit besteht, mit einer Lehre anzufangen und sich dann hochzuarbeiten und Weiterbildungen zu machen, werden im Endeffekt bei der Bewerbung um bestimmte Positionen doch die bevorzugt, die den akademischen Grad vorweisen können, selbst dann, wenn sie von der Praxis noch wenig Ahnung haben, weil sie frisch von der Uni oder FH kommen. Ich finde das nicht gut, aber ist leider so.


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Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

18.02.2021 um 11:38
Zum Lernen ist man nie zu alt - und auch für Veränderungen nicht!

Ohnehin wird kaum jemand der heutigen Berufsanfänger den erlernten Job bis zum Lebensende machen (Ausnahmen: Elektriker "Halt' mal die beiden Kabelenden", Dachdecker "Hoppla, hier komm' ich!"), sondern muss damit rechnen, dass Fortbildungen, Umschulungen, Jobwechsel, Zweitausbildungen, Drittausbildungen, Zusatzausbildungen etc. zum Berufsalltag und zur Berufskarriere gehören.

Das gab's aber auch schon früher.

Ich habe nach Abbruch der Schule als Hafenarbeiter gejobbt, dann bei einem Hafenunternehmen im Büro gearbeitet, dann als Freier Journalist, dann als Verlagskaufmann bis ins Management, dann wieder als Journalist, Bürohilfe, Demenzbetreuer und heute als Betreuer in einem niedrigschwelligen psychiatrischen Angebot. Mal sehen, was noch kommt, bis ich keinen Bock mehr habe.

Ein kurzer Rückblick auf meine Berufstätigkeiten mit Bewertungen hinsichtlich Spass und Geld als wesentlichen Faktoren der Arbeit:

Als Hafenarbeiter in einer Doppelschicht stinkende Rinderhäute oder leckende Fässer mit Tierdärmen aus einem Schiffsbauch auf die Hieve stapeln, bis man das Gefühl hat, der Rücken bricht einem durch: Nein, kein Spass - aber bringt Geld.

Als Zivildienstleistender in einer Fachklinik für Suchtkranke den "Benno" geben (Betriebseigener Neger niederster Ordnung) und vom zugekotzten Klo putzen bis zum Abnehmen eines Suizidierten vom Strick die letzten Scheiss-Jobs machen müssen: Nein, kein Spass - und bringt nicht mal Geld.

Als Journalist in Kriegsgebieten im Dreck hocken, auf sich schiessen lassen und anderen beim Sterben zusehen: Nein, überhaupt kein Spass - und kein Geld. Aber politisch notwendig und lehrt einen viel über sich selbst.

Als Lohnschreiber für Provinzzeitungen und Anzeigenblätter zu schreiben, vom Hundersten Geburtstag eines Tapergreises bis zur Jahreshauptversammlung des lokalen Kaninchenzüchter-Vereins: Bringt Spass, weil man viele Menschen kennen lernt und sich kreativ austoben kann - aber Geld? Fehlanzeige!

Als Mitarbeiter eines Kleinverlages täglich um das Überleben des Unternehmens kämpfen: Bringt Spass, wenn man Erfolg hat - aber selbst dann bringt es nicht viel ein.

Im Management eines multinationalen Medienkonzerns Produktion und Vermarktung von wissenschaftlichen Fachzeitschriften koordinieren: Bringt Spass, weil man mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen aus allen möglichen Fachbereichen und Ländern zu tun hat. Bringt auch eine Menge Geld - aber ist eben auch Stress pur. 50% der Energie verwendet man auf seine Arbeit, 50% auf die Verteidigung der eigenen Position.

Als "Mädchen für alles" Handwerkern, Landwirten und Vereinen die Büroarbeit machen, sie beim Marketing und der PR-Arbeit unterstützen: Macht Spass, ist vielseitig - aber bringt wiederum nichts ein.

Als Kontaktperson in einer niedrigschwelligen psychiatrischen Einrichtung mit "Irren" Kaffe trinken, reden, ihnen bei Behördenkram helfen: Höchst abwechslungsreich, interessant, weil sich viele unterschiedliche Menschen kennen lernen lassen - aber alles auf Abruf und zum Mindestlohn. Spass und Frust halten sich die Waage.

Für meine Herzallerliebste Werbetexte schreiben: Hurra, was für ein kreatives Betätigungsfeld - wenn nur die Chefin nicht so anspuchsvoll wäre - und die Kundschaft so fantasielos. Nun ja, wie poetisch-phantastisch soll man auch Schraubhaken für die Befestigung von Hochtemperatur-Flüssigkeitsrohren bewerben? "Der hält Ihr Rohr dauerhaft oben, auch wenn es sehr heiss hergeht!"


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Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

18.02.2021 um 17:33
@Doors
Respekt was du schon alles gemacht hast!!
Einige deiner Tätigkeiten lehren richtig fürs Leben und ändern den Blick auf Themen die uns im ersten Moment nichtig erscheinen..


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Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

18.02.2021 um 18:08
@Doors
Interessant, was du schon alles gemacht hast und auch interessant, wobei du Spaß hattest und wobei nicht. Die Dinge, die du mochtest, würden mir überhaupt nicht gefallen und die deiner Liste, die dir keinen Spaß gemacht haben, noch viel weniger. ;)

Richtig Spaß haben mir bis jetzt nur folgende Jobs gemacht: Komparserie, Kleindarsteller (aber auch nicht immer, kommt auf den jeweiligen Dreh an. Bei minus vier Grad eine Szene im Regen zu spielen und mit dem Feuerwehrschlauch nass gemacht zu werden machte eher weniger Spaß 😅).

Der eine Studentenjob, den ich mal hatte und der darin bestand, in einem Gebäude auf einer Seite die Jalousien zu schließen und einmal pro Stunde zu überprüfen, ob sie eh keiner wieder aufgemacht hat. Das Gebäude wurde nämlich auf einer Seite mit einem Projektor von der Straße aus mit Werbung bestrahlt und deshalb mussten ab der Dämmerung alle Jalousien geschlossen werden, damit das Gebäude auch als Werbefläche benutzt werden kann. Die Menschen, die in diesem Gebäude gearbeitet haben, waren davon wenig begeistert. Mein Job war es also, dort in jedes Büro zu gehen und die Jalousien entweder selbst zu schließen oder die Leute so lange zu nerven, bis sie es tun. 😄 Der Job war cool, weil das immer ca. 4 Stunden Arbeitszeit waren und nur am Anfang viel zu tun war, bis eben in allen 12 Stockwerken die Jalousien zu waren. Danach musste ich immer nur mit dem Aufzug nach unten fahren und von außen auf das Gebäude draufschauen, ob man die Werbung eh gut sieht. Mehr nicht. Den Rest der Zeit konnte ich machen, was ich wollte, meistens nutzte ich die Zeit zum Lernen.

Ansonsten habe ich im Callcenter gearbeitet im Kartenverkauf, dann im technischen Support ziemlich lange, eine Zeit lang war ich in der Garderobe eines Konzertbetriebes, ich habe auch in einem Modellbaugeschäft die Bestellungen für den Versand verpackt, in einem Transportunternehmen im Büro gearbeitet, im Drogeriemarkt die Regale eingeschlichtet, in einem Labor gearbeitet usw. Was sich halt so ergeben hat und sich mit Schule bzw. Studium vereinbaren ließ.


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Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

19.02.2021 um 21:04
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Bei uns in Österreich ist man halt leider ziemlich "titel- und wischgeil", wenn ich es mal so formulieren darf. Als Quereinsteiger hat man so gut wie nirgendwo eine Chance, man muss irgendeinen Abschluss vorweisen können, und wenn es nur ein Wifi-Lehrgang ist (das meinte ich mit "Wisch").
Bei uns in Deutschland sind durch die Massenakademisierung und die vielen Abitur-Absolventen wieder Leute mit Ausbildung bzw. Praxiserfahrung sehr gefragt, vor allem in der Pflegebranche, da es ja hohen Personal-Notstand gibt. Vor dem Studium war ich schulisch schonmal im Pflegebereich angesiedelt, und dann hab ich darauf jetz zurückgegriffen (aktuelle Ausbildung). Nur hab ich mittlerweile festgestellt, ich bin ich kein praktisch veranlagter Typ obwohl ich es so gerne wäre. Das Dokumentieren und die Schulungen in der Ausbildung gefallen mir mittlerweile viel besser als die Arbeit am direkten Patienten...Ich wette schon darauf wie lange das noch gutgehen soll.... Aber zum Glück kann man mit Weiterbildungen relativ schnell aufsteigen.


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Wann habt ihr gemerkt, dass euer neuer Job nichts für euch ist

20.02.2021 um 14:09
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:Bei uns in Deutschland sind durch die Massenakademisierung und die vielen Abitur-Absolventen wieder Leute mit Ausbildung bzw. Praxiserfahrung sehr gefragt, vor allem in der Pflegebranche, da es ja hohen Personal-Notstand gibt.
Das ist die Crux an der Sache: einerseits wollen die Unternehmen für Führungspositionen Akademiker und schreiben das auch so in ihre Stellenanzeigen hinein, anderseits wird gejammert, dass Fachkräfte in vielen gewerblichen und handwerklichen Berufen fehlen und schreien nach fertig ausgebildeten Arbeitskräften aus dem Ausland. Die eierlegende Wollmilchreitsau, also. 🙄 Da sagen dann die Arbeitnehmvertreter zu Recht: Wenn ihr Arbeitskräfte wollt, bildet euch welche aus. Die Lehrlingsausbildung unterliegt in Österreich nämlich den Betrieben, jedenfalls die praktische Ausbildung. Zusätzlich müssen Lehrlinge noch die Berufsschule besuchen für den theoretischen Teil der Lehrinhalte. Ausbilden wollen die Betriebe nicht, aber jammern, dass sie keine Fachkräfte haben. Und die, die ausbilden, wollen für ihre Lehre am liebsten Maturanten haben, Pflichtschulabsolventen will kaum jemand, die sind den Unternehmen "zu dumm", also zu ungebildet. Es ist aber nunmal so: wer intelligent genug ist, um Matura zu machen, besucht keine Pflichtschule und macht anschließend eine Lehre. Lehrstellensuchende sind in der Mehrheit Pflichtschulabsolventen und das sind heurzutage in der Regel die mit den schlechten Schulnoten. So beißt sich die Katze in den Schwanz.

Pflege wird immer ein Mangelberuf sein, da kann man machen, was man will. Pflege ist anstrengend, nicht nur körperlich, sondern auch emotional und ein Beruf mit hoher Burnout-Gefahr. Das kann und will kaum jemand, was ich auch verstehen kann. Man könnte natürlich viel mehr bezahlen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wesentlich mehr Menschen anlocken würde, weil das einfach kein Beruf ist, den man des Geldes wegen macht. Es ist auch nicht jeder dafür geeignet.

Da sind mir ehrlich gesagt Pflegeroboter, die ja schon im Gespräch sind und bereits entwickelt werden, lieber als ein Mensch, der absolut ungeeignet für den Beruf ist und die Pflegebedürftigen schlecht behandelt oder sogar misshandelt (kommt leider häufiger vor, als man denken würde). Ein Roboter ist wenigstens neutral und nicht grausam.
Zitat von boredcultureboredculture schrieb:or dem Studium war ich schulisch schonmal im Pflegebereich angesiedelt, und dann hab ich darauf jetz zurückgegriffen (aktuelle Ausbildung). Nur hab ich mittlerweile festgestellt, ich bin ich kein praktisch veranlagter Typ obwohl ich es so gerne wäre. Das Dokumentieren und die Schulungen in der Ausbildung gefallen mir mittlerweile viel besser als die Arbeit am direkten Patienten...Ich wette schon darauf wie lange das noch gutgehen soll.... Aber zum Glück kann man mit Weiterbildungen relativ schnell aufsteigen.
Ich hoffe, du findest deinen Weg. Ich selbst bin handwerklich absolut unbegabt, jedenfalls dort, wo es um Feinmotorik geht. Meine Feinmotorik hat noch nie richtig funktioniert, das ist eben so, da bin ich halt eingeschränkt. Außerdem sehe ich auch noch ziemlich schlecht. Da fallen viele Berufe schon mal aus für mich. Ich habe es mal mit Zahntechnik als Ausbildung versucht, stellte aber fest, dass diese feine Arbeit absolut nichts für mich ist.


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