@UndingIch sehe das ganz genau: belastend für alle Beteiligten. Mein Vater hat oft geschimpft, die Überforderung durch die Pflege verwundert mich natürlich nicht, aber es hätte, wenn man sich denn eingestanden hätte dass die Mutter/Schwiegermutter sehr alt und eingeschränkt, dement, ist, auch nicht ganz so weit kommen müssen. Falscher Stolz, Scham... wahrscheinlich auch der Tod seines Vaters, den mein Vater nicht verkraftet hat (mein Opa starb mit unter 70 Jahren an Lungenkrebs, ich war damals noch klein, kann mich noch an seine vielen Geräte und Hilfsmittel erinnern für seine "die Schnauferei") und durch den er wohl solche Geräte nicht mehr im Haus haben wollte.
Mein Vater reagierte auch bei mir sehr peinlich berührt bzgl. den Hilfsmitteln die ich im Teenageralter zeitweise brauchte und die mit mir aus der Reha nach Hause kamen, obwohl es absehbar war, dass bei mir diese nur temporär waren.
Bei meiner anderen Großmutter - keine Demenz, nicht wohnhaft in der Nähe meines Teils der Familie (dafür ihr Sohn mit Familie in der Nähe) - lief es anders: Seniorenheim, erst noch mit viel Selbstständigkeit. Zeit zusammen konnte somit für Angenehmeres (auch für meine Oma angenehmeres) genutzt werden denn Pflege und Haushalt. Es gab die entsprechenden Hilfsmittel, Ausflüge mit Rollator, später mit Rollstuhl waren möglich, sich selbstständig oder mit Hilfe aber angemessen fortbewegen. Neue Kontakte hat sie im Seniorenheim auch geknüpft, zusätzlich zu den bisherigen die bestehen blieben. Anderer Teil der Familie, und: Ihre Schwiegertochter ist Ärztin, zwar ganz anderer Bereich, aber es dürfte etwas ausgemacht haben, eher nicht dazu zu neigen, die Pflegebedürftigkeit einer Angehörigen durch Nichtanschaffung von Hilfsmitteln kaschieren zu wollen.