Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Die Pflege meiner Lieben

377 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Freunde, Krank, Angehörige ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Pflege meiner Lieben

26.08.2026 um 12:37
Zitat von martenotmartenot schrieb:Dazu kam, dass die Situation bei uns über vier Jahre ging. Das hätte wahrscheinlich jeden an den Rand der Leistungsfähigkeit gebracht.
Ich finde, in dem Fall ist ein Heim die beste Lösung für alle Beteiligten. Hat ja niemand was davon, wenn sich Angehörige bis über die Belastungsgrenze hinaus aufreiben und es am Ende trotzdem nur "gerade so" reicht.
Geschultes Pflegepersonal und ein Ort, wo eine ständige Betreuung weitgehend gesichert ist, ist da definitiv das Beste.


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

26.08.2026 um 12:40
Zitat von PusemuckelPusemuckel schrieb:Geschultes Pflegepersonal und ein Ort, wo eine ständige Betreuung weitgehend gesichert ist, ist da definitiv das Beste.
Abgesehen davon gab es im Heim auch eine bessere "soziale Anbindung". Sowohl die Pflegekräfte haben viel mit den Einwohnern geredet, als auch die Bewohner miteinander (soweit es die oft bestehende Demenz zuließ), und es gab regelmäßig Feiern, gemeinsame Spiele, Chorsingen, etc. Man hat sie auch mit dem Rollstuhl in den Garten und durch das benachbarte Viertel gefahren.

Bei mir zuhause hätte sie mangels Alternativen nur wahlweise Fernsehen oder aus dem Fenster schauen können.

Gerade eine Demenz macht es noch herausfordernder. Die zunehmende Verwirrung sorgt ggf. dafür, dass die Menschen sich nach draußen begeben und dort die Orientierung verlieren (sofern sie noch mobil genug sind). Außerdem besteht das Risiko, dass sie sich unbeabsichtigt selbst Schaden zufügen (was in einem normalen Haushalt mit Küchenutensilien wahrscheinlich noch problematischer sein dürfte).


melden

Die Pflege meiner Lieben

26.08.2026 um 12:46
Zitat von martenotmartenot schrieb:Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es für die Angehörigen nur dann zu stemmen, wenn man eine entsprechend geeignete Wohnung hat, die man auch behindertengerecht umgestalten kann, und wenn man idealerweise auch mehr als nur eine Person ist.
Davon bin ich stillschweigend ausgegangen.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Meine Erfahrung mit dem Heim war übrigens nicht so schlecht. Das Gebäude war neu erbaut, gut gestaltet (hell, freundlich, viel Holz, große Fenster), klimatisiert, und die Betreuung war gut und auch empathisch.
Das freut mich für euch, wenn alles so positiv passt. :Y:


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

26.08.2026 um 12:52
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:wenn alles so positiv passt.
Gepasst hat, muss man sagen.


melden

Die Pflege meiner Lieben

04.09.2026 um 23:20
Alle die von häuslicher Pflege betroffen sind. Denkt an den Topf der Verhinderungspflege.

Ihr müsst nicht erst über Tage oder Wochen in Urlaub gehen.

Ihr könnt euch temporär entlasten. Stundenweise. Bei PG3 z.B. ist der Topf etwa 3500 EUR.

Bei 15 EUR Entgeld wären das das etwa über das Jahr verteilt 4,5 Stunden die Woche, wo ihr euch gezielt entlasten könnt.

Am Ende des Jahres wird der Topf auf Null gesetzt.


melden

Die Pflege meiner Lieben

06.09.2026 um 22:49
Mein Stievater ist 91 Jahre alt und Pflegestufe 4. Er hat demente Phasen und sitzt im Rollstuhl.
Ich brauche mal einen Rat, denn mit einer Angewohnheit treibt er meine Mutter in den Wahnsinn.
Nachts zieht er seine Windel aus und zerpflückt sie in tausend Teile. Egal ob sie nass oder trocken ist. Die Krümel verteilt er überall um das Bett herum und verwurschtelt sie auch mit seiner Decke. Hat jemand eine Idee was man da machen kann? Wahrscheinlich ist die Windel nicht bequem. Wenn man ihm was drüber zieht, zieht er das auch aus. Zusätzlich wird sein Rücken wund, weil er ohne Windel dann im Nassen liegt. Ich hab schonmal an einen Pflegeoverall gedacht, der den Reißverschluss hinten hat. Allerdings ist es wahrscheinlich schwierig, jemanden der 120 kg wiegt und kaum noch Muskeln hat in so einem Overall rein- und rauszubekommen. Morgens und abends kommt zwar ein mobiler Pflegedienst, aber zwischendrin müsste meine Mutter ihn aus dem Overall fummeln.


melden

Die Pflege meiner Lieben

06.09.2026 um 22:53
@Unding
Schläft er denn ansonsten gut?


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

06.09.2026 um 22:56
@Unding
Die KI - z.B. "Gemeni" - hat oftmals sehr gute Lösungsvorschläge in vielen Lebensbereichen.
Mir hatte sie schon oft geholfen. Einfach mal befragen, kostet ja nichts.

Jetzt mal eine Idee von mir, evtl eine dumme Idee:
Wäre vielleicht ein Schlafsack eine Lösung? Darin könnte er sich sicherlich schlecht entkleiden?
Beim Reißverschluss müsste man sich was einfallen lassen, wie man den sichert.


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

06.09.2026 um 23:06
Zitat von paxitopaxito schrieb:@Unding
Schläft er denn ansonsten gut?
Leider meistens tagsüber. Er hatte gerade eine schlechte Phase, da hat er alles aus dem Bett geworfen, gegen den Rahmen gehämmert und "Hilfe" oder "Erbarmen" geschrien, die ganze Nacht. Das war sehr zermürbend. Die Pflegerin hat ein neues Beruhigungsmittel empfohlen und der Arzt hat es verschrieben. Seitdem ist es viel besser und er ist tatsächlich auch wieder klarer.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:vielleicht ein Schlafsack
Das ist vielleicht eine gute Idee, da er auch seine Decke rauswirft. Die eine Pflegekraft hat ein spezielles Tuch empfohlen, dass über den Unterkörper gespannt wird. Leider ist das schwierig, weil es als Freiheitsberaubung ausgelegt werden kann. Ich guck mal nach Schlafsäcken für Pflegebedürftige.

Vielen Dank schonmal


3x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

06.09.2026 um 23:07
Zitat von UndingUnding schrieb:Leider meistens tagsüber.
Tjoa, dann ist klar woran es liegt.
Zitat von UndingUnding schrieb:Die Pflegerin hat ein neues Beruhigungsmittel empfohlen und der Arzt hat es verschrieben. Seitdem ist es viel besser und er ist tatsächlich auch wieder klarer.
Hm, kam das mit dem Windel zerpflücken davor oder danach?


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

06.09.2026 um 23:12
Zitat von paxitopaxito schrieb:Hm, kam das mit dem Windel zerpflücken davor oder danach?
Das macht er schon länger. Also sowohl davor und danach
Zitat von paxitopaxito schrieb:Tjoa, dann ist klar woran es liegt.
Davon lässt er sich leider nicht abbringen. Ich hab meiner Mutter empfohlen, dass sie ihn wenigstens ein oder zwei Tage pro Woche in Tagespflege gibt. In der Einrichtung, die ich meine gibt es Beschäftigungen, wie Museumsbesuche, singen, basteln usw. Ich denke halt, wenn er mal was anderes, als den Fernseher sehen würde, würde er nachts besser schlafen und seine Gedanken würden nicht ständig kreisen. Aber sie meint, da werde er nicht mitmachen. Ich glaube schon, dass es ihm gut tut auch mal was zu erleben, aber stoße da auch etwas auf Sturheit.


melden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 08:56
Zitat von UndingUnding schrieb:Leider meistens tagsüber. Er hatte gerade eine schlechte Phase, da hat er alles aus dem Bett geworfen, gegen den Rahmen gehämmert und "Hilfe" oder "Erbarmen" geschrien, die ganze Nacht.
Ohje, meine Mutter hat in den letzten Wochen ihres Lebens auch sehr viel geschrieen. Und sie hat auch immer versucht, sich alles vom Leib zu nesteln, sodass sie oft ganz nackt da lag.

Spontan hätte ich übrigens auch an eine Art zusätzliches Kleidungsstück (eine Art Hose) gedacht, die man sich nicht so leicht wegziehen oder ausziehen kann. Keine Ahnung, ob es sowas im Pflegebereich gibt.


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 16:53
Zitat von UndingUnding schrieb:Das ist vielleicht eine gute Idee, da er auch seine Decke rauswirft. Die eine Pflegekraft hat ein spezielles Tuch empfohlen, dass über den Unterkörper gespannt wird. Leider ist das schwierig, weil es als Freiheitsberaubung ausgelegt werden kann. Ich guck mal nach Schlafsäcken für Pflegebedürftige.

Vielen Dank schonmal
Gemeint ist ziemlich sicher diese Decke:
https://4care.eu/de/9500-unerwunschtes-entfernen-inkontinenzhilfen-selbststandig-aufstehen-personen.html
Auch bekannt unter dem Namen "Fixdecke"-

Bzgl. Freiheitsberaubung: Das Problem ist mir bekannt - heikle Sache, etliches das nützlich ist und dem Pflegeedürftigen zugutekommt fällt darunter. Bei (Klein-)Kindern wird es anders bewertet.


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 17:10
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Bzgl. Freiheitsberaubung: Das Problem ist mir bekannt - heikle Sache, etliches das nützlich ist und dem Pflegeedürftigen zugutekommt fällt darunter.
Ja, das ist eine echt schwierige Geschichte. Dieses Gitter am Bett darf ja auch nicht einfach hochgeklappt werden. Er hat sozusagen die Freiheit aus dem Bett zu fallen.
Genau so eine Decke meinte ich
Zitat von martenotmartenot schrieb:Spontan hätte ich übrigens auch an eine Art zusätzliches Kleidungsstück (eine Art Hose) gedacht, die man sich nicht so leicht wegziehen oder ausziehen kann.
Ich hab auch schon an waschbare Windeln gedacht. Aber ich schätze, da ist meine Mutter nicht scharf drauf und vielleicht kann er die genauso zerrupfen. Ist wohl eine typische Angewohnheit von Demenzpatienten. Ich hab jetzt nach Pflegeschlafsäcken geguckt. Da gibt's in der Tat einiges. Hab meiner Mama den Tipp gegeben, aber sie hat noch nichts dazu gesagt.
Zitat von martenotmartenot schrieb:sodass sie oft ganz nackt da lag
Das macht er auch. Zusätzlich wirft er dann seine Decke raus. Aber das Schreien ist wirklich schlimm, ich bin froh, dass er es wieder lässt. Tut mir leid, dass Du das mit Deiner Mutter durchmachen musstest


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 18:45
Bzgl. zupfen und rupfen: Für zumindest tagsüber gibt es sogenannte "Nesteldecken".
Ist eine Decke mit kleinen Alltagsgegenständen dran zum Bewegen, etwas Harmloses zum Zerrupfen. Unter obigem Stichwort erhältlich. Ähnelt den Decken und Matten mit denen kleine Kinder das Knöpfen, Reißverschlüsse, Taschen, Schlüssel benutzen o.ä. üben. Gibt es auch so dass sie an frühere Hobbies oder den Beruf erinnern (Erinnerung an früher beruhigt ja meist noch).

(Meine Oma hatte Demenz.)
Zitat von UndingUnding schrieb:Dieses Gitter am Bett darf ja auch nicht einfach hochgeklappt werden. Er hat sozusagen die Freiheit aus dem Bett zu fallen.
Leider, ja. Bei Babies und Kleinkindern, die ja auch nicht zustimmen können oder mögen, erlaubt - bei Erwachsenen nicht ohne deren Zustimmung (hatte das Bettgitter z.B. für mich selbst im Krankenhaus nach schwerer OP um ein Herausfallen bei nächtlichem Umdrehen zu vermeiden, konnte da aber zustimmen) oder richterliche Anordnung. Warum ist teilweise schon verständlich - manche Pflegenden würden ggf. solche Mittel auch anwenden, nur um ihre Ruhe zu haben, obwohl keine Gefahr besteht -, teilweise aber auch problematisch.


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 19:35
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Nesteldecken
Megaidee, die Dinger kenne ich!
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Meine Oma hatte Demenz
Meine auch. Um genau zu sein diagnostiziertes Alzheimer. Ist ja nicht immer das gleiche. Nach einem Jahr bei uns zuhause, kam sie dann in ein Pflegeheim, weil meine Mutter sich Sorgen um mich machte. Ich war damals 14 oder 15 und Freunde meiner Eltern meinten, ich würde darunter leiden. Im Pflegeheim fand sie einen Freund und blühte vorübergehend nochmal auf. Irgendwann waren die Symptome allerdings so stark, dass sie wie im Wachkoma war.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Warum ist teilweise schon verständlich - manche Pflegenden würden ggf. solche Mittel auch anwenden, nur um ihre Ruhe zu haben, obwohl keine Gefahr besteht
Ja, es hat definitiv seinen Sinn, auch wenn es manchmal nicht praxisnah ist. Einer der Pfleger fragt ihn manchmal, ob er das Gitter hoch machen darf. Manchmal ist mein Stiefvater einverstanden, manchmal nicht


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 19:49
@Unding
Bei meiner Oma handelte es sich auch um Alzheimer (ganz richtig, es gibt andere Formen von Demenz, z.B. Frontallappendemenz).
Zitat von UndingUnding schrieb:Irgendwann waren die Symptome allerdings so stark, dass sie wie im Wachkoma war.
Bei meiner Oma war es ähnlich.
Zitat von UndingUnding schrieb:Nach einem Jahr bei uns zuhause, kam sie dann in ein Pflegeheim, weil meine Mutter sich Sorgen um mich machte. Ich war damals 14 oder 15 und Freunde meiner Eltern meinten, ich würde darunter leiden.
Ähnliches Alter meinerseits damals als die Einschränkungen meiner Oma offensichtlicher wurden (war 13 - 14), und meine Eltern entschieden sich genau umgekehrt: Pflege zu Hause, obwohl es rückblickend realistischerweise nicht händelbar war - man wollte "Wohnrecht bis zum Tod" in einer m.E so ihr auch nicht mehr zugute kommenden Art und Weise umsetzen. Man schien sich dabei auch für die Pflegebedürftigkeit der alten Dame (meine Oma war 94 Jahre bei ihrem Tod) zu schämen, Pflegehilfsmittel wurden, soweit ich das mitbekam* auch erst spät angeschafft und vieles auch nicht (einen Rollstuhl habe ich z.B. nie gesehen, Pflegebett und Toilettenstuhl erst ganz zum Schluss, Windeln auch erst spät obwohl objektiv all das schon sinnvoll gewesen wäre), Verhinderungspflege erst ganz spät. Mir ist das auch damals aufgefallen und ich hatte das meinen Eltern auch so gesagt.
*Aufgrund eigener Behinderung, durch die ich auch zu der Zeit öfter nicht zu Hause war, hatte ich etwas weniger Einblick.


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 19:54
@Raspelbeere

Das klingt schlimm für alle Beteiligten. Wir hätten die Pflege meiner Oma damals glaube ich auch nicht so gewährleisten können, dass es gut gewesen wäre. Sie war leider noch unter 70 als sie Alzheimer bekam, was ja sehr früh ist.
Ich bin froh, dass sie damals in das Pflegeheim kam, es war auch für sie das Beste und es hatte eine schöne Lage am Waldrand. Auch wenn ich sonst ein Fan von Pflege zuhause bin. Allerdings sehe ich natürlich auch, wie belastend es zur Zeit für meine Mutter ist.


melden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 21:10
@Unding
Ich sehe das ganz genau: belastend für alle Beteiligten. Mein Vater hat oft geschimpft, die Überforderung durch die Pflege verwundert mich natürlich nicht, aber es hätte, wenn man sich denn eingestanden hätte dass die Mutter/Schwiegermutter sehr alt und eingeschränkt, dement, ist, auch nicht ganz so weit kommen müssen. Falscher Stolz, Scham... wahrscheinlich auch der Tod seines Vaters, den mein Vater nicht verkraftet hat (mein Opa starb mit unter 70 Jahren an Lungenkrebs, ich war damals noch klein, kann mich noch an seine vielen Geräte und Hilfsmittel erinnern für seine "die Schnauferei") und durch den er wohl solche Geräte nicht mehr im Haus haben wollte.
Mein Vater reagierte auch bei mir sehr peinlich berührt bzgl. den Hilfsmitteln die ich im Teenageralter zeitweise brauchte und die mit mir aus der Reha nach Hause kamen, obwohl es absehbar war, dass bei mir diese nur temporär waren.

Bei meiner anderen Großmutter - keine Demenz, nicht wohnhaft in der Nähe meines Teils der Familie (dafür ihr Sohn mit Familie in der Nähe) - lief es anders: Seniorenheim, erst noch mit viel Selbstständigkeit. Zeit zusammen konnte somit für Angenehmeres (auch für meine Oma angenehmeres) genutzt werden denn Pflege und Haushalt. Es gab die entsprechenden Hilfsmittel, Ausflüge mit Rollator, später mit Rollstuhl waren möglich, sich selbstständig oder mit Hilfe aber angemessen fortbewegen. Neue Kontakte hat sie im Seniorenheim auch geknüpft, zusätzlich zu den bisherigen die bestehen blieben. Anderer Teil der Familie, und: Ihre Schwiegertochter ist Ärztin, zwar ganz anderer Bereich, aber es dürfte etwas ausgemacht haben, eher nicht dazu zu neigen, die Pflegebedürftigkeit einer Angehörigen durch Nichtanschaffung von Hilfsmitteln kaschieren zu wollen.


1x zitiertmelden

Die Pflege meiner Lieben

07.09.2026 um 21:18
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Mein Vater hat oft geschimpft
Meiner Mutter platzt auch regelmäßig der Kragen. Sie ist von Haus aus ungeduldig, was ich als Kind oft abbekommen habe. Der Ton zwischen ihr und meinem Stiefvater ist teilweise echt zum Flucht ergreifen.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Mein Vater reagierte auch bei mir sehr peinlich berührt bzgl. den Hilfsmitteln die ich im Teenageralter zeitweise brauchte
Das ist aber nicht schön. Ich hoffe Dir geht es heute gut.
Mein Stiefvater ekelte sich früher vor Pflegebedürftigen. Das macht ihm seine eigene Situation sicher noch unangenehmer. All die Hilfsmittel, die er jetzt braucht, findet er schrecklich.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Zeit zusammen konnte somit für Angenehmeres (auch für meine Oma angenehmeres)
So war es bei uns auch. Wir sind viel mit ihr spazieren gegangen und sie freute sich immer, wenn wir unseren Hund mitbrachten. Man muss sich wohl eingestehen, dass nicht immer die Pflege zuhause der richtige Weg ist.


3x zitiertmelden