Die Pflege meiner Lieben
gestern um 16:46Ich sehe gerade bei einer ehemaligen Nachbarin - der psychosoziale Aspekt bei einer (plötzlichen) Heimunterbringung bleibt wirklich außen vor. Die Frau baute zunehmend ab, schaffte es aber mit Hausnotruf und Pflegedienst, in den eigenen vier Wänden zu bleiben, wo sie nur das untere Stockwerk nutzen konnte und bei schönem Wetter in der Garten sitzen. Aber: Es war ihr Zuhause, Nachbarn schauten vorbei, sie war selbst bestimmt etc.
Nachts kam es dann zu einem medizinischen Notfall, sie kam ins Krankenhaus und von dort in ein Pflegeheim.
Sie hatte sich vorab eins ausgesucht, aber das hatte nichts frei und so landete sie in einem anderen, wo sie immer noch ist. Für mich als Außenstehende zeigt sie echt Symptome von Hospitalismus: Sie magert ab, ist sehr unglücklich, mitunter verbal aggressiv und sehr schwierig und irrational.
Da gibt es niemand, der das irgendwie professionell auffängt. Die Kinder sind nicht vor Ort, haben nun begonnen, das Haus zu räumen und es soll baldmöglichst verkauft werden - natürlich ist das rational am sinnvollsten, aber sie hat keinerlei Hilfe, das irgendwie zu verarbeiten. Die Kinder sind eher genervt über den Zeitaufwand und mitunter eskalieren Besuche wohl nach wenigen Minuten "jetzt bin ich 60 Minuten hergefahren, habe daheim so viel zu tun und du diskutierst, ob man das Haus verkaufen soll, in das du nicht mehr zurückkommst!".
Nachts kam es dann zu einem medizinischen Notfall, sie kam ins Krankenhaus und von dort in ein Pflegeheim.
Sie hatte sich vorab eins ausgesucht, aber das hatte nichts frei und so landete sie in einem anderen, wo sie immer noch ist. Für mich als Außenstehende zeigt sie echt Symptome von Hospitalismus: Sie magert ab, ist sehr unglücklich, mitunter verbal aggressiv und sehr schwierig und irrational.
Da gibt es niemand, der das irgendwie professionell auffängt. Die Kinder sind nicht vor Ort, haben nun begonnen, das Haus zu räumen und es soll baldmöglichst verkauft werden - natürlich ist das rational am sinnvollsten, aber sie hat keinerlei Hilfe, das irgendwie zu verarbeiten. Die Kinder sind eher genervt über den Zeitaufwand und mitunter eskalieren Besuche wohl nach wenigen Minuten "jetzt bin ich 60 Minuten hergefahren, habe daheim so viel zu tun und du diskutierst, ob man das Haus verkaufen soll, in das du nicht mehr zurückkommst!".

