RayWonders schrieb:Also so wie es derzeit zugeht mit dem Arbeitsmarkt und dass viele nicht mehr in ihrer Heimat bleiben können weil sie dem Job nachziehen müssen, sehe ich das nicht so, dass man sich öfters sehen kann wenn man kein Handy hätte..
meine Schwester z.b. lebt 350km weit weg von mir. für gewöhnlich kommen sie nur 3 bis 4 mal im Jahr hier her zu meinen Eltern..
Da pflichte ich dir bei.
Selbst sind wir (mein Mann und ich) vor Jahren ins Ausland (auf einen anderen Kontinent) umgezogen, und dann nochmal. Ein Handy spielte dabei gar keine Rolle - Anrufe oder andere Form der Kommunikation erfolgen gar nicht darüber. Wir nutzen z.B. e-Mails und Videotelefoniedienste am PC, und immer wieder, weil es Freude macht, auch ein Brief, eine Karte.
(Da du HWS erwähnst: auch ein Grund für mich, das Handy wenig zu nutzen. Einen Forenbeitrag wie hier würde ich nie am Handy tippen, sondern nur zu Hause am Schreibtisch am PC. Auch Nutzung von z.B. Sprachlernsoftware (sie hätte eine App fürs Handy): nur am PC. HWS, Schultern... danken es.)
Ob weniger Handynutzung der Gesellschaft etwas bringen würde: Ich denke ja, v.a. in den Fällen in denen Handys genutzt werden um während Treffen mit anderen als den anwesenden Personen zu kommunizieren (Klassiker: am Handy, bis im Restaurant das Essen kommt), oder bei Aktivitäten ein Hauptaugenmerk darauf gelegt wird, wie präsentabel diese online sind. Auch sich "verpflichtet fühlen", Handyspiele, Nachrichten in Foren... zu schlafraubenden Zeiten beantworten zu müssen spielt sicherlich für viele eine Rolle.
Bei den erwähnten Missverständnissen vermute ich: Wenn, wie früher über SMS, stark abgekürzt kommuniziert wird. Sehr viel bleibt dann Interpretationsspielraum, mehr als bei verbaler, aber selbst mehr als bei ausführlicher schriftlicher Kommunikation.