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Ein Leben ohne Handy

242 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Handy, Kommunikation, Verfügbarkeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ein Leben ohne Handy

30.03.2026 um 22:29
Zitat von ConocidaConocida schrieb:Was macht ihr eigentlich, wenn mal alle Funkmasten ausfallen?
Als jemand der im Ausland lebt und in den letzten Jahren mehrfach interkontinental umgezogen ist, häufig auf Geschäftsreise an zuvor unbekannten Orten ist:

Dann kann ich bestimmte Dinge für diese Zeit nicht erledigen. Kann ich aber auch nicht, wenn ich auf das Gerät verzichte - z.B. Onlinebanking (in dem Land in dem ich lebe bietet keine Bank TAN-Generatoren an; für mein deutsches Konto hab eich einen), oder bei Geschäftsreisen den ÖPNV nutzen (Aushangfahrpläne fehlen; bin ich nicht ortskundig, drucke ich mir ein Stück Karte von Openstreetmaps aus für den Fall keinen Zugang zu Mobilfunk zu haben; notfalls dürfte es auch möglich sein, via Taxi zurück ins Hotel zu gelangen).
Dringend zu erreichende Personen kann ich für Notfälle auch anders erreichen.

Die Nutzung eines Smartphones hat es mir z.B. ermöglicht, eine Stelle im Ausland anzunehmen obwohl die Zeit nicht reichte die Sprache gut genug zu erlernen.
Weder ein Wörterbuch noch ein kleiner Übersetzungs-Taschencomputer kann z.B. bei einem Termin bei Finanzamt, Krankenversicherung... ein Formular scannen und übersetzt anzeigen, helfen mit einem potenziellen Vermieter zu kommunizieren, oder im Supermarkt Zutatenlisten übersetzt anzeigen um zu helfen Zutaten die ich meide auch tatsächlich meiden zu können. Ein Smartphone kann das. Eine menschliche Begleitung kann das auch; nur hat man oft nicht von Anfang an Freunde vor Ort die mitkommen würden.
(Dazu: Mittlerweile weitestgehend ohne auszukommen, Termine ohne Übersetzung auf dem Smartphone zu erledigen, empfinde ich erleichternd.)

Meine ersten regelmäßigen Smartphone-Nutzungen:
- Bei Geschäftsreisen an bislang mir unbekannten Orten, alleine, alles was aufzufinden war aufzufinden und auch auf kurzfristige Änderungen reagieren zu können.
- Bei Unterkünften (z.B. Betriebswohnungen, Wohnheimen) bei denen man zum Einlass anrufen muss von vor der Tür aus anrufen können. (Okay, dafür reicht jedes Handy.)
- Auf dem Weg zur Arbeit e-Mails beobachten ob ggf. an dem Tag der Arbeitsplatz nicht zugänglich ist, um entsprechend wieder umzudrehen. (Bin um 6:30 Uhr losgegangen; durchgegeben wurde obiges gegen 7 Uhr, planmäßige Ankunft um 7:45 Uhr.)
Und Alkelei , als ich meine erste Wohnung hatte, hatte ich sowas gar kein Geld dafür. Stell dir vor ich habe bis jetzt überlebt.
Nun ja ich habe jetzt eine Waschmaschine, ich kann aber auch ohne.
Hatte ich anfangs und auch mal zwischendrin auch nicht. Trotzdem habe ich die Geräte sobald es finanziell drin war gebraucht angeschafft. Man muss ja nicht, auch nicht beim Handy, das teure Premiummodell nehmen; die Spannbreite ist groß. Warum angeschafft? Diese Geräte sparen Zeit und letztendlich auch Geld: geringerer Wasserverbrauch mit Waschmaschine, seltener einkaufen müssen dank Kühlschrank - und da ich (auch, wie Akelei) eine Schwerbehinderung habe: Wäsche waschen in der Dusche - alles ging nicht ins mini Handwaschbecken - war für mich sehr anstrengend (Rücken, Knie, Schultern).
Erster Kühlschrank: Gebraucht, 50 Euro. Erste Waschmaschine: Zur Mitbenutzung, im Keller. Erstes Smartphone: gebraucht um die 50 - 60 Euro, Prepaid. War m.E. kein rausgeschmissenes Geld.
Die Existenz solcher Geräte schätze ich aber nachwievor und sehe sie nicht als selbstverständlich an.


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31.03.2026 um 00:02
@Conocida
Grundsätzlich sollte man m.E. immer auf den Ausfall von Geräten, technischen Anlagen vorbereitet sein - sei es technisch/praktisch (z.B.: Adressen und Telefonnummern auf Papier aufgeschrieben haben, so schnell wie möglich bei Aufenthaltsortwechsel/Umzug ortskundig werden, immer eine Alternative für alles das medizinisch notwendig ist), sei es mental (dass nichts wirklich Schlimmes passiert wenn man mal nicht erreichbar ist, dass auch nichts Schlimmes passiert wenn mal der Strom ausfällt).
Das heißt m.E. abe nicht, ein technisches Gerät nicht zu nutzen, nur weil es ausfallen könnte.
Du nutzt z.B. sicherlich Computer, Elektrizität - anstatt z.B. darauf zu verzichten, nur weil diese ausfallen könnte. (Es spricht ja nichts dagegen, sondern ist sogar sehr sinnvoll, für die wichtigsten Funktionen die Elektrizität bei einem ausübt eine Alternative zu besitzen.)

Ich habe z.B. selbst:
- mich informiert wie ich Rechnungen bei Ausfall von Online-Banking zahlen kann (Bank hat vor Ort eine Filiale, Mo. - Fr. vormittags verfügbar, sowie es gibt hier eine Einrichtung die es ermöglicht auch bei Nichtzugänglichkeit/Nichtbesitz eines Bankkontos Posten wie Miete, Nebenkosten bar zu bezahlen)
- alle wichtigen Adressen immer in Papierform und auswendiggelernt (z.B. auch Hotel, Ort an dem ich erwartet werde, Kontaktperson auf Geschäftsreisen)
- Ortskundigkeit schnell aufgebaut
- bei Aufenthalt in Ländern deren Sprache ich nicht oder nur unzureichend mächtig bin, ein kleines Touristen-Taschenwörterbuch und eine Liste von Phrasen ausgedruckt dabei.

Ein Kollege nutzt sein Smartphone viel als Ersatz für seine fehlende Lautsprache. Vorteil: Weniger klobig denn gängige Talker, bessere Sprachqualität. Das Gerät ermöglicht ihm Selbstständigkeit - die so auch nötig ist, leider sind z.B. Behörden nicht immer barrierefrei, vieles erfordert noch Anrufe (!). Dennoch hat er, selbstverständlich, für den Fall eines Ausfalls (übrigens könnte auch ein Talker ausfallen), Phrasen ausgedruckt dabei und einen Notfallalarm.

@Akelei
Dass bei einer Vielzahl von Behinderungen ein Smartphone sehr hilfreich sein kann kann ich mir gut vorstellen. Es ersetzt oft andere behinderungsspezifische Geräte, die teuer wären und deren Qualität oft doch nicht mithalten kann, die schwer sind etc.
Umfeldsteuerung für stark bewegungseingeschränkte Menschen, Ersatz einer Lautsprache, Assistenz für Sehbehinderte (gerade die hierfür typischen Geräte sind ansonsten oft klobig, schwer und teuer und bleiben hinter aktuellen technischen Möglichkeiten zurück), aber auch auf den ersten Blick subtiler, z.B. um notfalls Hilfe anfordern zu können, denn Telefonzellen sind schon selten geworden.
Hierzu sage ich auch: Schön, wenn man darauf verzichten kann weil die Notwendigkeit eben nicht besteht.


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31.03.2026 um 02:16
Zitat von ConocidaConocida schrieb:Was macht ihr eigentlich, wenn mal alle Funkmasten ausfallen?

Und Alkelei , als ich meine erste Wohnung hatte, hatte ich sowas gar kein Geld dafür. Stell dir vor ich habe bis jetzt überlebt.
Nun ja ich habe jetzt eine Waschmaschine, ich kann aber auch ohne.
Also ich bin gut gerüstet, wenn alles ausfällt. Der Wegfall des Handys wäre da mein kleinstes Problem.
Und ja, ich könnte dann auch ohne alles, Strom, Wasser, Abwasser, wenns hart auf hart kommt.

Nur weil ich schon lange ein Smartphone nutze, bedeutet es nicht, dass ich ohne hilflos bin denn aufgewachsen bin ich ja auch ohne, sogar ohne Telefon.


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31.03.2026 um 03:02
Zitat von AkeleiAkelei schrieb:Nur weil ich schon lange ein Smartphone nutze, bedeutet es nicht, dass ich ohne hilflos bin denn aufgewachsen bin ich ja auch ohne, sogar ohne Telefon.
Ebenso. Kann mich noch an Zeiten erinnern in denen wir kein Telefon in der Wohnung hatten, sondern zum Telefonieren ein Stockwerk runtergingen zu den Großeltern. Das war noch die ersten Jahre meiner Schulzeit so.

Meine Meinung dazu:
Nur weil etwas grundsätzlich geht (z.B.: mal Wäsche in Waschbecken, Dusche oder Eimer waschen; satt werden ohne Strom zum Kochen; 15 km nach Hause laufen wenn der Bus ausfällt (ja, auch schon gemacht)) muss man das nicht zwingend bei jeder Anwendung im Alltag machen.
Wer möchte, kann das natürlich; ist eine ganz individuelle Kosten-Nutzen-Abwägung. Genauso muss ich es mir nicht antun, bei einem Termin mit einem Wörterbuch dazusitzen oder eine für eine Geschäftsreise angebotene Unterkunft abzulehnen, weil man bei Ankunft eine Telefonnummer für die Schlüsselübergabe anrufen soll.
Man sollte bloß wissen, was zu tun ist wenn das ausfällt, und eine realistische Einschätzung der Umstände haben. Mir ist auch schonmal ein Handy während einer Geschäftsreise ausgefallen (Displayschaden beim Start, so erstmal nicht mehr zu benutzen) - keine Panik, lässt sich arrangieren.


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31.03.2026 um 08:28
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ebenso. Kann mich noch an Zeiten erinnern in denen wir kein Telefon in der Wohnung hatten, sondern zum Telefonieren ein Stockwerk runtergingen zu den Großeltern. Das war noch die ersten Jahre meiner Schulzeit so.
Meine Eltern hatten früher auch kein eigenes Telefon. Zum Telefonieren bin ich mit meiner Mutter immer zum Kirchplatz gegangen, wo eine Telefonzelle stand. Wir selbst konnten natürlich nicht angerufen werden (heutzutage frage ich mich, wie man es eigentlich damals gemacht hat, wenn jemand meine Eltern erreichen wollte).

Jedenfalls kenne ich natürlich noch ein Leben ohne Handy und hätte dementsprechend wahrscheinlich weniger Probleme damit, ohne Handy zu leben. Das Problem ist eher, dass die moderne technisierte Gesellschaft inzwischen viele Alltagsdinge auf Smartphonetechnologie umgestellt hat (was natürlich früher nicht der Fall war). In der Hinsicht ist man inzwischen mehr oder weniger drauf angewiesen, obwohl man früher ein Leben ohne Smartphone gewöhnt war.


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31.03.2026 um 08:47
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:mich informiert wie ich Rechnungen bei Ausfall von Online-Banking zahlen kann (Bank hat vor Ort eine Filiale, Mo. - Fr. vormittags verfügbar,
Haben die nicht auch Terminals, die auch außerhalb der Öffnungszeiten nutzbar wären?

Bei der Sparkasse übrigens nur noch zwischen 5-23 Uhr und nicht mehr Rund um die Uhr. Gleiches auch Bargeld abheben.

(Danke an die Automatensprenger.)

Und dann gibbet ja auch noch für Menschen wie meinen Vater, der weder Online-Banking noch die stationären Terminals für Überweisungen nutzt, nach wie vor die klassischen Überweisungsformulare in Papierform und zum Einwerfen. Oder gibt es diese Möglichkeit je nach Ausland schon gar nicht mehr?


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31.03.2026 um 08:48
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Haben die nicht auch Terminals, die auch außerhalb der Öffnungszeiten nutzbar wären?
Das hängt von der Bank ab. Meine eigene Bank hat noch solche Terminals für Überweisungen, während die Bank meiner Mutter keine mehr hat, die wurden abgeschafft. Deswegen (ich habe kein Online-Banking für das Konto meiner Mutter eingerichtet) bleibt mir für ihre Bankgeschäfte nur das Ausfüllen von Überweisungsscheinen übrig.


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31.03.2026 um 08:52
Zitat von martenotmartenot schrieb:während die Bank meiner Mutter keine mehr hat, die wurden abgeschafft.
Das ist ja echt nen Trauerspiel.

Eher hätte ich erwartet, dass man die Überweisungsformulare abschafft.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Deswegen (ich habe kein Online-Banking für das Konto meiner Mutter eingerichtet) bleibt mir für ihre Bankgeschäfte nur das Ausfüllen von Überweisungsscheinen übrig.
Würde mein Vater auch nicht eingerichtet haben wollen.

Mir blieben dann also auch nur mal die klassischen Überweisungsformulare für ihn, sollte die Sparkasse auch mal die Terminals abschaffen.

Bis jetzt kann er sie aber noch alleine ausfüllen und einwerfen.


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31.03.2026 um 08:58
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Eher hätte ich erwartet, dass man die Überweisungsformulare abschafft.
Ich hatte den Eindruck, dass man die Leute zum Onlinebanking zwingen wollte (aber meine fast 90jährige Mutter kann damit natürlich nicht mehr umgehen). So ein Überweisungsformular kann sie zwar auch nicht mehr ausfüllen, aber ausfüllen lassen und dann unterschreiben.


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31.03.2026 um 09:20
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich hatte den Eindruck, dass man die Leute zum Onlinebanking zwingen wollt
Ich befürchte es.
Zitat von martenotmartenot schrieb:aber meine fast 90jährige Mutter kann damit natürlich nicht mehr umgehen
Mein Vater wäre damit auch überfordert und ist gerade mal 73 Jahre alt.

Der würde Online-Banking aber auch schon aus Prinzip nicht nutzen wollen. Schon gar nicht, wenn er dann auch noch ein Smartphone wegen des TAN-Verfahrens benötigen würde.

Und Überweisung vom Terminal soll er wohl einmal probiert haben, war ihm aber auch zu umständlich und angeblich auch zu wenig Zeit. Überweisungsformulare ist er vertraut mit und kann sie da auch alle Zeit der Welt lassen.
Zitat von martenotmartenot schrieb:So ein Überweisungsformular kann sie zwar auch nicht mehr ausfüllen, aber ausfüllen lassen und dann unterschreiben.
So wird das ja bestimmt auch mal bei meinem Vater kommen.

Kann man ja echt nur hoffen, dass wenigstens noch die Überweisungsformulare lange erhalten bleiben oder als Alternative bei unserer Bank wenigstens auch noch die stationären Terminals und über die ich dann bevorzugt mit seinem Einverständnis oder wie ab und an auch jetzt schon in seinem Beisein Überweisungen für ihn erledigen würde. Das Tippen übers Terminal stört mich ja nicht.


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31.03.2026 um 09:25
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:oder als Alternative bei unserer Bank wenigstens auch noch die stationären Terminals
Leider sind inzwischen schon viele Banken auf den Trichter gekommen, die als altmodisch geltenden Terminals abzuschaffen. Auch die Bank meines Partners hat keine Terminals mehr (nur noch Kontoauszugsdrucker). In der Hinsicht bin ich wirklich froh, dass meine Bank noch an den Überweisungsterminals festhält.


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31.03.2026 um 09:45
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Grundsätzlich sollte man m.E. immer auf den Ausfall von Geräten, technischen Anlagen vorbereitet sein - sei es technisch/praktisch (z.B.: Adressen und Telefonnummern auf Papier aufgeschrieben haben
Das habe ich schon lange. Ebenso eine digitale Sicherung davon und von eingescannten Unterlagen, angefangen von Versicherungspolicen bis zu den Geburtsurkunden. Das ganze ist auf externen Datenträgern abgesichert und kann via USB an jedem Rechner etc. eingesehen werden. :Y:


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Ein Leben ohne Handy

31.03.2026 um 15:21
Zitat von martenotmartenot schrieb:Jedenfalls kenne ich natürlich noch ein Leben ohne Handy und hätte dementsprechend wahrscheinlich weniger Probleme damit, ohne Handy zu leben. Das Problem ist eher, dass die moderne technisierte Gesellschaft inzwischen viele Alltagsdinge auf Smartphonetechnologie umgestellt hat (was natürlich früher nicht der Fall war). In der Hinsicht ist man inzwischen mehr oder weniger drauf angewiesen, obwohl man früher ein Leben ohne Smartphone gewöhnt war.
Ganz richtig.
Mir ist das auch bei Geschäftsreisen zwischen 2006 und jetzt aufgefallen.
Anfangs:
- Abholung vom Bahnhof oder Flughafen, mit Schild, Standort vorab vereinbart
- Abholung an der Pforte von Uni, Werksgelände
- bei Unterkünften die kein Hotel sind: Schlüssel bei Abholung von Bahnhof oder Flughafen übergeben, oder jemand wartete sichtbar bei der Unterkunft
- alle Tickets auf Papier
- es ist ganz oft jemand mitgegangen
- Aushangfahrpläne erleichtern die Nutzung des ÖPNV in einer fremden Stadt
- vorbestelltes Taxi, Flughafenshuttle steht an festem Parkplatz, vor dem Fahrzeug steht jemand mit einem Schild mit meinem Namen

Jetzt:
- "nimm' dir einfach 'nen Uber"
- Gruppen-Geschäftsreise: "wir sind knapp dran, Boarding-Pass bitte über die App, nicht zum Schalter gehen"
- "Lunch ist heute bei Denny's Wok" (es wird davon ausgegangen, dass man mittels Navi-App in einer fremden Stadt das Lokal ausfindig machen kann)
- sofern nicht sicherheitsrelevant: keine Abholung an der Pforte, sondern "wir treffen uns im Raum A im South Wing, Physics building" (zu finden via Campus-App)
- vorbestelltes Taxi, Flughafenshuttle etc. zeigt seinen Standort auf einer App an und gibt so auch das Kennzeichen durch; in seltenen Fällen SMS, e-Mail
- Aushangfahrpläne fehlen, zu nutzen ist eine App für den Busfahrplan; teils fehlen sogar Haltestellenschilder und der Standort der Haltestelle ist allein via App zu finden (wer ortskundig ist, dürfte es auswendig wissen - auf Reisen oder kurz nach Umzug hilft nur die App)

Dann auch:
- in manchen Ländern sind Türklingeln und Gegensprechanlagen unüblich; man ruft per Handy an, wenn man angekommen ist, z.B. für eine Wohnungsbesichtigung
- ich konnte hier keine Bank finden, die Onlinebanking ohne App zulässt oder für Berufstätige gut nutzbare Filialöffnungszeiten hat
- Behörden verlangen hier 2FA, etwa zur Buchung eines Termins
- eine Kennung die ich zur Durchführung meiner Steuererklärung sowie zur beruflich nötigen Ausstellung von Rechnungen benötige musste via Smartphone (Blick in die Kamera, Kopf drehen...) verifiziert werden
- ich möchte im Urlaub einen Nationalpark erwandern; hierfür ist ein Nationalparkticket nötig, das frühestens zwei Tage vorher im Internet zu buchen ist (mitnehmen kann man das pdf-Dokument QR-Code auch ausgedruckt; einfache Unterkünfte besitzen jedoch nicht immer einen Drucker, und da ich nun zum Wandern keinen Laptop mitschleppe: das pdf-Dokument kommt aufs Handy)

Ausgefallenes Internet bzw. schlechte Verbindung ersetze ich häufiger durch Tethering übers Smartphone. Das hat manch eine Vorlesung die Internetzugang gerettet, verschafft Internet auf (Geschäfts-)Reisen oder hilft direkt bei Ausfall. SIM im Laptop ist teurer und nicht für jedes Gerät verfügbar.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Das habe ich schon lange. Ebenso eine digitale Sicherung davon und von eingescannten Unterlagen, angefangen von Versicherungspolicen bis zu den Geburtsurkunden. Das ganze ist auf externen Datenträgern abgesichert und kann via USB an jedem Rechner etc. eingesehen werden. :Y:
Absolut wichtig. Auch ich habe das schon lange (seitdem ich erwachsen bin). Als Ausländer (Deutsche im Ausland mit Arbeitsvisum) ist das nochmals wichtiger für mich.
Bin insgesamt absolut "Typ Prepper" und würde mich nie von einem Handy, oder einem physikalischen Ordner von Dokumenten, abhängig machen.
Wie wahrscheinlich viele Menschen, hatten wir in den letzten Jahren einen kaputten Laptop (Festplatte nicht betroffen; Laptop war das Arbeitsgerät für meine Dr.-Arbeit und ging wenige Wochen vor Abgabe kaputt), einen PC mit kaputter Festplatte, ein gestohlenes Handy (das für 2FA für den Remote-Arbeitsplatz genutzt wurde) - bis auf den Verlust der Hardware, die aber auch zügig ersetzt war, nicht weiter schlimm.
Genauso haben uns digitale Kopien von Papierdokumenten schon weitergeholfen, und sei es nur, wenn während Abwesenheit aus der Wohnung etwas nachzusehen ist (bin z.B. im Urlaub oder auf Geschäftsreise, brauche dringend die Nummer einer Versicherungspolice oder Daten aus meinen/unseren Immigrationsunterlagen - fette Ordner schleppe ich nicht mit, die Daten sind aber da).

Im Notfall gäbe es auch für alles obige Lösungen, nur wird man (und auch ich) im Alltag eben praktischerweise nicht auf die Notlösung zurückgreifen. Etwa: Ich werde nicht bei einer Geschäftsreise die Unterkunft für die der Schlüssel nach Anruf abzuholen ist verweigern und einen Riesenaufwand produzieren wie etwas anderes statt so eine Mitarbeiterunterkunft übernommen werden kann, sondern die Unterkunft nutzen und den Schlüssel nach Anruf entgegennehmen. Und falls das Handy partout nicht nutzbar ist (siehe: hatte schon Displayschaden ohne eigene oder äußere Ursache während einer Geschäftsreise), wüsste ich mir da auch zu helfen: Telefon oder falls die Person per e-Mail erreichbar ist eine Möglichkeit ins Internet zu gelangen ausfindig machen (ich habe notfalls auch schon an der Lobby eines Hotels das ich gar nicht gebucht hatte danach gefragt einen Anruf tätigen zu können), weiterlaufen in die Stadt und da ein Hotelzimmer nehmen, zur allergrößten Not eine Freiluftübernachtung.
Und die Behördensachen für die 2FA nötig ist? Mache ich nicht auf den letzten Drücker, so wie ich nichts auf den letzten Drücker mache, generell (letztens: Arbeitsvisum verlängert, gleich am frühestmöglichen Tag (hatte einen Monat Zeit), man weiß nie; Rechnungen zahle ich am Tag an dem die Rechnung kommt, und so weiter). Wir haben hier sowieso andauernd Stromausfall. Falls der Strom lange (tage-, wochenlang) ausfällt ist eine nicht abgegebene Steuererklärung oder ein nicht abgeholtes Identitätsdokument (entspricht dem deutschen Personalausweis) auch nicht so wild.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Leider sind inzwischen schon viele Banken auf den Trichter gekommen, die als altmodisch geltenden Terminals abzuschaffen. Auch die Bank meines Partners hat keine Terminals mehr (nur noch Kontoauszugsdrucker). In der Hinsicht bin ich wirklich froh, dass meine Bank noch an den Überweisungsterminals festhält.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Und dann gibbet ja auch noch für Menschen wie meinen Vater, der weder Online-Banking noch die stationären Terminals für Überweisungen nutzt, nach wie vor die klassischen Überweisungsformulare in Papierform und zum Einwerfen. Oder gibt es diese Möglichkeit je nach Ausland schon gar nicht mehr?
Papierformulare zum Einwerfen gibt es hier nicht. Es gibt Überweisungsautomaten.
Allerdings kann man die Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, Internet) hier nicht via Überweisung bezahlen (auch nicht Dauerauftrag), sondern nur:
- übers Internet auf der Webseite des Strom-/Wasser-/Gas-/Internetanbieters, ähnlich einem Onlineshop, zahlbar via Bankkarte oder Kreditkarte
- bei einer zertifizierten Stelle vor Ort, unter Angabe der Kundennummern für obiges, bar sowie via Bankkarte oder Kreditkarte. (Sehr lange Warteschlange, da es hier - betraf mich anfangs auch - für Ausländer oft nicht möglich ist, ein Bankkonto zu haben, sodass diese Personen bar bezahlen müssen).
Da die Zahlung monatlich zu erfolgen hat, ist es einfach keine realistische Lösung, immer einmal im Monat mich in die lange Warteschlange zu setzen, und danach noch zur Bank, wieder Warteschlange, zur Zahlung der Miete. Die Warteschlange ist nicht so kurz wie ich es von Banken in Deutschland kenne, sondern kann mehr als 100 Personen umfassen (da im Sitzen gewartet wird kann man das schnell überblicken), sodass die letzten am Ende unverrichteter Dinge nach Hause geschickt werden.

Ich mache das daher online mit 2FA, stört mich auch nicht weiter. Weise nur darauf hin, dass mir hier die Hürde für "ich nutze aus Prinzip kein Handy" zu hoch wäre, obwohl ich allgemein bei vielem nach dem Prinzip "ich mach' das anders, egal was andere denken, egal ob das auffällt", "mit Ecken und Kanten" lebe.


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31.03.2026 um 15:45
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Es gibt Überweisungsautomaten.
Die gibt es eben bei vielen Banken in Deutschland nicht mehr, weil sie abgeschafft wurden.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:"wir sind knapp dran, Boarding-Pass bitte über die App
Hatten wir neulich auch versucht, aber die Apps und Airline-Software sind nicht immer super-einfach programmiert. Wir haben ewig rumprobiert, bis die Software überhaupt unsere Flüge gefunden hat und nicht mehr gemeldet hat, dass für uns gar keine Flugbuchung vorliegen würde. Irgendwann hat der Online-Checkin zwar funktioniert, aber die Boardingpässe wurden uns stundenlang trotzdem nicht per E-Mail zugeschickt. Die kamen einfach nicht an.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:"nimm' dir einfach 'nen Uber"
Gibt es hier noch nicht flächendeckend. Habe ich neulich mal ausprobieren wollen, aber es hieß nur "Ist in Ihrer Region nicht verfügbar".


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31.03.2026 um 15:54
Zitat von martenotmartenot schrieb:Die gibt es eben bei vielen Banken in Deutschland nicht mehr, weil sie abgeschafft wurden.
Das ist mir ganz klar und ich sehe darin ein Problem, insbesondere wenn Überweisungen als Papierformular keine Alternative sind.
Die Nennung, dass es diese hier gibt, war somit nicht gemeint als "Warum nutzt ihr denn keine Überweisungsautomaten?" sondern als "Haben wir zwar - helfen aber in den meisten Fällen, wie fürs Bezahlen der Nebenkosten, nichts."
Zitat von martenotmartenot schrieb:Hatten wir neulich auch versucht, aber die Apps und Airline-Software sind nicht immer super-einfach programmiert. Wir haben ewig rumprobiert, bis die Software überhaupt unsere Flüge gefunden hat und nicht mehr gemeldet hat, dass für uns gar keine Flugbuchung vorliegen würde. Irgendwann hat der Online-Checkin zwar funktioniert, aber die Boardingpässe wurden uns stundenlang trotzdem nicht per E-Mail zugeschickt. Die kamen einfach nicht an.
Aus diesem Grund vermeide ich diese, wenn ich dafür verantwortlich bin.
Selbst:
- Frühzeitig am Flughafen. Dort einchecken, Boarding-Pass ausdrucken.
- Wenn die Option besteht (nicht immer): Gebuchte Bahn-, Fernbustickets ausdrucken. Wenn diese Option nicht besteht: wenigstens versuchen ob es möglich ist das Ticket als normale Datei herunterzuladen, anstatt es in einer App "gefangen" zu haben.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Gibt es hier noch nicht flächendeckend. Habe ich neulich mal ausprobieren wollen, aber es hieß nur "Ist in Ihrer Region nicht verfügbar".
Das war bei Geschäftsreisen in den USA. (Selbst bin ich es gewöhnt, reicht ÖPNV nicht: Bei Fahrt weg vom Hotel am Vortag Taxi im Hotel vorbestellen, bei Fahrt vom Bahnhof oder Flughafen dort ein Taxi nehmen oder ein Shuttle vorbestellen. So auch gemacht. Ich habe noch nie uber genutzt.)
Bei Taxifahrten tracke ich die Strecke mit einer Navi-App. Erst kürzlich habe ich hier (Chile) erlebt, dass mich ein Taxifahrer völlig falsch abliefern wollte. Ich vermute aufgrund der Situation keine versuche "Abzocke", sondern womöglich Verwechslung einer Adresse (Institutsadresse vs. Adresse eines kleinen einigermaßen städtischen Observatoriums). Da ich nicht ortskundig war, hätte ich das nicht selbst bemerken können.


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31.03.2026 um 15:58
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ich habe noch nie uber genutzt.
Ich bislang auch nicht, ich dachte nur mal, ich könnte es mal ausprobieren. Aber es stand als Alternative gar nicht zur Verfügung.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:- Frühzeitig am Flughafen. Dort einchecken, Boarding-Pass ausdrucken.
Das ist mir ehrlich gesagt auch am liebsten. Dann hat man was in der Hand.

Was ich an Boardingpässen am Handy auch blöd finde: man muss den QR-Code ja häufig auf so einen Scanner legen. Aber mein Handy tendiert dazu, kurz vorher noch den angezeigten Boardingpass wegzuklappen oder mit irgendwas anderem zu überlagern, sodass der Scanner den Code nicht einscannen kann. Da brauche ich manchmal mehrere Versuche, bis es klappt.


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gestern um 15:20
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich bislang auch nicht, ich dachte nur mal, ich könnte es mal ausprobieren. Aber es stand als Alternative gar nicht zur Verfügung.
Uber funktioniert in Deutschland nur eingeschränkt, weil Taxiunternehmen dagegen geklagt haben, dass dann jeder Hinz und Kunz Menschen zu zum Teil deutlich günstigeren Konditionen als die Unternehmen befördern könnte. Daher gibt es Uber nur in ausgewählten Städten in Deutschland und dort fungiert die App effektiv auch nur als Vermittler für Taxifahrten. Das, wofür man Uber eigentlich kennt, also dass man mit Privatpersonen mitfährt, gibt es hierzulande nicht

Im Ausland habe ich Uber durchaus auch schon so genutzt, wie man es kennt. Ich habe kein Auto, bin also im Urlaub auf die Öffis und solche Service angewiesen. Und klar, ich wäre damals sicherlich auch mit der Straßenbahn vom Bahnhof zu meiner Ferienwohnung gekommen. Aber manchmal ist es auch schön, wenn man nach einer längeren Reise und schwer bepackt, einfach von irgendjemand zum Festpreis dahin gefahren wird, wo man hin muss. Und noch besser: Alles Finanzielle läuft über die App, sowohl die Bezahlung der Fahrt als auch das Trinkgeld. Außerdem verfügt die App über einen Notfall-Button, falls man doch mal bei einer schmierigen Gestalt eingestiegen sein sollte - wobei Fahrer auch Sternebewertungen haben, es gibt also generell auch eine Qualitätssicherung. Die restlichen Tage habe ich dann hauptsächlich die Öffis genutzt, aber das war schon Gold wert.

Ansonsten zum Thema: Ich bin nicht mit meinem Smartphone verwachsen, aber darauf verzichten würde ich auch nicht wollen. Mal davon abgesehen, dass es für mich verhältnismäßig sehr zeitaufwendig wäre , neben meiner Arbeit noch zur Bank, dann zum DB-Reisecenter, etc. zu fahren, sofern meine Arbeitszeit ein persönliches Erscheinen nicht sowieso schwierig bis unmöglich macht, ist manches auch einfach praktischer.

Gerade eben erst habe ich z.B. über eine App Lebensmittel bestellt, weil ich gerade ansteckend krank bin und mir das Frischzeug mit Vitaminen und die Gemüsebrühe ausgegangen ist. Meine Alternativen wären gewesen: Zum nächsten Supermarkt latschen (20-30 Minuten einfache Strecke entfernt), mir eine Maske aufziehen, einkaufen und wieder nach Hause, obwohl ich mich immer noch richtig schlapp fühle oder irgendjemand anrufen und bitten, für mich einzukaufen, was die andere Person dann wiederum Zeit und Sprit kostet. Für mich persönlich war es da die beste Lösung 2€ extra zu zahlen, damit mir jemand innerhalb einer halben Stunde meine Einkäufe nach Hause radelt und sie vor meiner Tür abstellt. Ich habe genau das, was ich wollte und musste mich von niemand abhängig machen.

Für mich ist mein Smartphone einfach ein bequemes Werkzeug, das ich nutze, wenn ich es möchte oder brauche. Es ist auch generell auf lautlos gestellt und befindet sich, wenn ich arbeite oder unterwegs bin, die meiste Zeit in meinem Rucksack. Das hilft schon mal ungemein dabei, es nur zu benutzen, wenn ich es möchte und nicht, weil es in meinem Sichtfeld liegt und brummelnd ankündigt, dass ich gerade eine Nachricht bekommen habe. Ansonsten gäbe es ja aber auch noch den Flugmodus.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 16:07
Ich sträube mich, seit es damals raus kam, mit Händen und Füßen gegen Whatsapp.
Sicher, es ist ein Messenger wie viele. Die einen kommen ohne nicht mehr klar, die andern mögen ihn verteufeln (wie ich).
Ich nutze halt andere Wege und lebe auch noch ;)
Wenn ich aber sehe, dass meine Nummer dort bekannt ist, nur weil ich in der Kontaktliste von Handys meiner Freunden stehe, könnte ich Zuckerberg erwürgen. Ich habe dem nie gesagt/erlaubt, dass ich das will oder er das darf.
Meine Nummer ist dort bekannt, weil WA die Kontaktlisten schon verschickt hat, wenn man sich dort anmeldet. bewvor man die Einstellungen hat ändern können. Zumindest war es damals noch so.
Aner egal. wenn ich aber nun sehe, dass Feunde, Bekannte, Kunden, etc. oft von einem leisen "Ding" bereits wie hypnotisiert erstarren und das Handy zücken, um schnell auf eine Sprachnachricht zu regieren frage ich mich, was denn SOOOO wichtig sein kann, dass ein "Ding" mich aus meiner jetzigen Handlung und den vielleicht damit verbundenen Gedanken heraus reißt, um darauf jetzt sofort reagieren zu müssen?
Gut, ich weiß das machen nicht alle, aber doch so einige.

Heute morgen fragte mich z.B. ein Kuinde, der mich schon lange kennt:
Haben sie Whatsap? Ach nee. Aber gut, dann schicke ich das eben per Email.
Und anderen sage ich halt die 5 Alternativen, über die ich erreichbar bin von denen alle (wohl auch Ihr) mindestens 4 auch habt: Telefon, Email, SMS und Brief. Außerdem bin ich ja indirekt auch über die WA Kontakte meiner Freunde zu erreichen :D

Gucky.


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gestern um 20:04
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Ich sträube mich, seit es damals raus kam, mit Händen und Füßen gegen Whatsapp.
Sicher, es ist ein Messenger wie viele. Die einen kommen ohne nicht mehr klar, die andern mögen ihn verteufeln (wie ich).
Ich nutze halt andere Wege und lebe auch noch
Natürlich gibt es auch noch andere Messenger. Ich selbst nutze z.B. neber WA auch noch Discord, weil dort unterschiedliche Themen im jeweils passenden Channel besprochen werden können und ich die Channel, die ich selbst nicht benötige, stumm schalten bzw. ausblenden kann.

Als Beispiel: Die Kommunikation meines Vereins läuft über Discord. Während ich über einige Dinge, z.B. den Termin des nächsten Stammtisches sehr gerne informiert werden möchte, bin ich an der Jugendarbeit nicht beteiligt und kriege den entsprechenden Channel folglich gar nicht erst angezeigt. Das würde so über WA nicht funktionieren.

Was ich aber nicht tun würde, ist, mir zig weitere Messenger wie Telegram, Threema und wie sie alle heißen herunterzuladen, die für mich persönlich keinen Mehrwert haben, weil vereinzelte Menschen nur darüber zu erreichen sind. In meinem Umfeld nutzen allerdings alle, die ich privat erreichen möchte dann auch WA und/oder Discord.
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Und anderen sage ich halt die 5 Alternativen, über die ich erreichbar bin von denen alle (wohl auch Ihr) mindestens 4 auch habt: Telefon, Email, SMS und Brief. Außerdem bin ich ja indirekt auch über die WA Kontakte meiner Freunde zu erreichen
Für mich besteht der Vorteil eines Messengers - also ganz allgemein, aber wie oben erwähnt nutze ich selbst nur WA und Discord, sodass die Aussage für alle anderen Messenger rein theoretischer Natur ist - der, dass ich nicht nur sehe, dass man mich benachrichtigt hat, wenn ich mein Handy in die Hand nehme, sondern die Nachricht auch direkt sehen kann (sofern keine Sprachnachricht genutzt wurde, aber mit denen verbindet auch mich eine Hassliebe). Und das reine Draufgucken geschieht dann doch mehrmals am Tag, so ganz nebenbei. Weil ich gucke, wie viel Uhr es ist, weil ich nach den Abfahrtszeiten der Straßenbahn gucke, weil ich mir über Spotify Musik an mache etc. pp.

Da mein Handy auf lautlos gestellt ist, die Chance, dass ich einen Anruf verpasse, sehr hoch. Im besten Fall hat mir dann jemand auf den AB gesprochen. Den abzuhören ist aber auch nicht einfacher bzw. sehr viel anders, als mir auf WA eine Sprachnachricht anzuhören. Mit dem Unterschied, dass ich in WA dann wenigstens sofort reagieren kann, während ich telefonisch erst mal zurück rufen und dann hoffen muss, dass die andere Seite jetzt dran geht. Im blödesten Fall gibt es die AB-Nachricht nicht. In einem solchen Fall rufe ich meistens auch nicht zurück. So wichtig wird es dann wohl nicht gewesen sein. In meine Mails gucke ich manchmal 2-3 Tage am Stück nicht rein. Die Frage, ob ich mit jemandem abends spontan ins Kino gehen möchte, sollte man mir auf diesem Weg jedenfalls besser nicht stellen. Und wo wir gleich dabei sind: Per Brief dann bitte auch nicht. Ich lebe schließlich nicht mehr im 19. Jahrhundert. Klar, SMS gibt es immer noch. Ich weiß aber gerade gar nicht, ob ich dafür eine Flat habe? Und gibt es die Zeichenbegrenzungen eigentlich immer noch? Ich bekomme SMS eigentlich nur noch für 2-Faktor-Authentifizierungen und als automatische Nachricht, meistens für Terminerinnerungen. Wenn gar nichts anderes ginge, würde ich sicherlich auch eine SMS schreiben, aber ohne Not garantiert nicht.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 20:14
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Telefonzellen sind schon selten geworden.
Die wurden hier ganz abgeschafft.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Wir selbst konnten natürlich nicht angerufen werden (heutzutage frage ich mich, wie man es eigentlich damals gemacht hat, wenn jemand meine Eltern erreichen wollte).
Viele Telefonzellen hatten auch eine sog. Rückrufnummer und konnten angerufen werden.


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