Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?
um 13:14eindeutig, sprengen - nachwievor Kappa
Mein Gefühl, diese Generation flüchtet sich in Facebook- und WhatsApp-Gruppen, in Esoterik und Wut, weil sie mit der Komplexität von dieser Situation überfordert ist. Und am Ende leiden da echte Menschen und Tiere drunter.

Wie kann ein gestrandeter Wal in der Ostsee ganz Deutschland in den Wahnsinn treiben?Wer das ganze nochmal launig kommentiert sehen möchte, der gibt sich Staiys Reaction dazu.
In dieser Trasherchiert-Folge taucht Šejla für euch in eine “Wal-Retter”-WhatsApp-Gruppe ein und checkt, was hinter der Timmy/Hope-Psychose steckt, die unsere For-You-Page seit Wochen flutet. Dabei geht es um den Wal Timmy aka Hope, AI-Slop, unsere Eltern-Generation und vor allem die Frage: Geht’s denen eigentlich noch gut?
Šejla zeigt, wie sich unter den selbsternannten Wal-Rettern auf News5, Epoch Times, Walflüsterer Sergio Bambaren, Jenna Wallace, Marc Robert Lehmann oder den rechten Influencer Danny Hilse verlassen wird. Es geht um Esoterik, Bioresonanz, Kerzen, Gebete, KI-Musik, TikTok-Livestreams und sehr viel Drama – obwohl „kein Drama“ eigentlich das oberste Gebot bei “Team Hope” ist. Was passiert, wenn Unsicherheit, Fake-Experten, shady Quellen und die verzweifelte Gen X aufeinandertreffen? Was das alles mit echtem Wal-Schutz, Social Media und unserer Generation zu tun hat, seht ihr in der Folge.
Update 7.5.2026: Zum heutigen Zeitpunkt ist die WhatsApp-Gruppe "🐋 Team Hope 🐋" nicht mehr zugänglich. Wir haben sie am 4.5.2026 verlassen.

Viele Tiere, und auch Menschen, sterben nun einmal nicht schnell. Wochen-, monatelanges oder gar jahreslanges dahinsiechen ist nicht so selten. Niemand wünscht sich das, niemand wünscht das irgendwem anders. Aber es kommt vor. Gerade große Tiere sterben in der Regel eben nicht schnell. Das erwartet auch niemand. Es heißt eben nicht, das man jemanden, der nicht nach drei Tagen tot ist, noch retten kann. Das ist leider nicht so. Und das gilt ja nicht nur für Tiere. Gerade Menschen mit großflächigen Hautschäden sterben keinesfalls sofort, haben aber in der Regel äußerst schlechte Überlebenschancen.Lotte49 schrieb:Es ging bei der Beurteilung der Vokalisation nicht drum, die Sprache zu verstehen o.Ä., sondern daraus lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand des Tieres schließen. Keine Vokalisation ist weniger gut als Vokalisation. Man hätte die Laute nicht mal aufzeichnen müssen. Aufzeichnungen waren da. Man hätte nur den einen oder anderen Mitarbeiter vor den Monitor setzen müssen, um sich durch die Aufzeichnungen des Live-Streams zu scrollen und sich anzuhören, ob das Tier vokalisiert. Ist nicht passiert - nicht mal das.
Und ganz sicher lassen sich über den Blas Rückschlüsse für eine besserte Beurteilung der Gesundheit des Wales als vom Bötchen aus ziehen. Es gibt weltweit einige Forscher, die Blasproben genommen haben und nehmen, da hätte man sicher Referenzwerte erfragen können. Und bei bestimmten Erregern kann man sicher auch sagen, dass sie für eine Infektion sprechen o.Ä.
Es wäre sehr viel mehr möglich gewesen seitens der Super-Experten. Gekommen ist von denen erschütternderweise so gut wie gar nichts.
Wäre der Wal wirklich binnen weniger Tage verstorben, hätte ich diese Untätigkeit zwar auch ätzend gefunden, hätte das aber irgendwie noch nachvollziehen können. Dass man seinerzeit aber Wochen nach dem prognostizierten Ableben noch immer nicht in die Puschen gekommen ist in Sachen genauere Untersuchung, kann ich bis heute noch nicht wirklich fassen...
Soweit ich das verstanden habe, wurden diese Aussagen aufgrund der relativ guten Ernährungssituation und der halbwegs normalen Atmung getroffen. Schon beim Zustand der Haut gabs ja Streitpunkte. Also im Grunde hat man aus der Tatsache, das der Wal nicht komplett abgemagert war und noch atmete, geschlossen, das sie noch zu retten sei. Ja, das ist ziemlich gewagt. Aber gut, wie es endete, haben wir ja alle gesehen.RayWonders schrieb:und genau wegen den fehlenden Vergleichswerten die man bisher von anderen Walen hätte sammeln können. finde ich die Aussage der Experten die meinten der Wal sei im guten Zustand und noch zu retten schon etwas gewagt..
Nun, anscheinend über bestimmte Mikroorganismen/Krankheitserreger im Blas.Ahmose schrieb:Was die Untersuchungen angeht: Wie will man denn aus dem Blas Rückschlüsse zur Gesundheit des Wals ziehen, wenn man gar nicht weiß, was hier normal bzw. unnormal ist?
Zwischen 2016 und 2024 hat das Team der WHOI mit dieser Methode 103 Atemluftproben von 85 individuellen Atlantischen Nordkapern, einer vom Aussterben bedrohten Art der Glattwale, vor der US-Ostküste gesammelt. Die Forschenden haben fünf Messgrößen für den individuellen Gesundheitszustand der Wale festgelegt und diese anschließend mit der Analyse des Atemwegs-Mikrobiom korreliert. Sie wollten wissen: Haben Tiere, die äußerlich schwach sind oder Anzeichen von Krankheit aufweisen, auch andere Mikroorganismen in ihrer Atemluft?....
So enthielt die Atemluft von Exemplaren, die von den Forscher:innen als dünn klassifiziert wurden, teils Bakterien, die bei „robusten“ und kräftigeren Exemplaren nicht oder weniger stark vorhanden waren, darunter Clostridien und Peptostreptokokken, die bei Säugetieren verschiedene Krankheiten hervorrufen können.Quelle:
Ausreichendes Körperfett ist entscheidend für den Erfolg weiblicher Wale bei der Geburt ihrer Kälber, weshalb das Vorkommen solcher Krankheitserreger auch einen Hinweis auf die Vermehrung geben kann. Die Forscher:innen erhoffen sich, mithilfe der Erkenntnisse künftig besser den Zustand der Population überwachen zu können.
„Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Mikroorganismen in der ausgeatmeten Luft potenziell als Biomarker für den individuellen Gesundheitszustand verwendet werden könnten“, heißt es in der Studie. Allerdings sei eine größere Stichprobengröße notwendig, um die Auswirkungen weiterer Variablen wie Alter und Geschlecht auf die respiratorische Mikrobiota zu berücksichtigen.
Mit Drohnen funktioniert das demnach ziemlich stressfrei.Ahmose schrieb:Also kann man sich die Untersuchung sparen, denn sie wäre mit großem Stress für das Tier verbunden.
Das stimmt. Hab auf yt auch ein Video gesehen, wo eine Frau mit dem Wal "kommuniziert", der lebt laut ihr nämlich noch. Sie empfängt Botschaften vom Tier, die sie dem geneigten Zuhörer weitergibt. Kritik oder auch nur Nachfragen natürlich unerwünscht. Gefährlich solche Menschen. Und sehr bequem für die Anhängerschaft. Wenn der Wal fröhlich durch die Meere tingelt, gibt es ja ein Happy End ( der Wal auf Anhold ist im übrigen ein altes Tier, welches einfach an seinem Lebensende angekommen war). Man muss sich die unangenehme Fragen der eigenen Mitschuld oder gar die Überlegung nach Verhaltensänderung oder aktivem Mitwirken beim Tierwohl also nicht stellen. Sehr angenehm.Lepus schrieb:Und ansonsten gibt das Video einen Einblick in eine Whatsapp-Gruppe, dessen Mitglieder sich einbilden, sie würden mit dem Wal kommunizieren und ihm helfen, indem sie esoterische Praktiken bespielen.
Es ist einfach nur krass übel, was in manchen Köpfen so zugeht.

meine Güte, der Artikel und die Aussage von wegen Katamaran sind nicht vom gleichen Autor. Vielleicht einfach mal alles lesen, dann seinen Senf abgeben. Ich finde den Artikel treffend, die Aussage des Biologen traurig aber wahr. Da kannste Dich jetzt gerne auf den Kopf stellen, ist aber meine Meinung :)Interested schrieb:Wenn mein gesamter Kommentar dazu daraus besteht, in diesem Fall die Causa Timmy anzuführen, die Berichterstattung und das Interesse dazu und daran anzuprangern, weil es auf der Welt ganz andere Probleme gäbe und meine Inhalte aber eben genau aus der Causa Timmy bestehen, dann ist so ein Artikel durchaus kritisch zu bewerten.
Wieso sollte man das nicht wissen? Es gibt ja Referenzwerte. Forscher anderswo auf der Welt nehmen Proben vom Blas, auch bei Tieren, die ganz normal unterwegs sind. Ich denke schon, dass man das mittlerweile zumindest grob einschätzen kann, was so eine Probe aussagt. Man hätte ja sogar Proben zu verschiedenen Zeitpunkten nehmen können, um ggf. eine Entwicklung des Zustands beurteilen zu können.Ahmose schrieb:Was die Untersuchungen angeht: Wie will man denn aus dem Blas Rückschlüsse zur Gesundheit des Wals ziehen, wenn man gar nicht weiß, was hier normal bzw. unnormal ist? Klar, wenn der Blas voller Blut wäre, dann wäre das ein klares Indiz für massive Lungenschäden. Aber sonst? Wir wissen doch gar nicht, welche Zusammensetzung unproblematisch ist und welche nicht. Also kann man sich die Untersuchung sparen, denn sie wäre mit großem Stress für das Tier verbunden.
Kann man so hinstellen... Aber ein bisschen mehr scheint der schon auf dem Kasten zu haben. Er hat durchaus schon bei der Rettung von gestrandeten Walen mitgewirkt und dürfte somit mehr Ahnung von Walen und Strandungen haben als die allermeisten derjenigen, die ihn als absoluten Spinner hinstellen wollen. Man mag seine Beteiligung kritisch sehen, weil er kein Meeresbiologe o.Ä. ist (sondern studierter Chemiker) und scheinbar einen Hang zum Esoterischen hat, aber die persönlichen Attacken, die seitens der Rettungsversuch-Kritiker und Medien gegen ihn gefahren werden, finde ich persönlich schon ziemlich übel. Manchmal frage ich mich, ob er in erster Linie so runtergemacht wird, weil er sich sehr engagiert für Umwelt- und Meeresschutz einsetzt.Lepus schrieb:Seine "Expertise" besteht wohl darin, dass er 1995 ein Buch über einen fiktiven Delfin namens Daniel Alexander geschrieben hat, der die perfekte Welle sucht, um sich selbst zu finden...
Der Hinweis auf Flüchtlingsboote im Mittelmeer ist zudem kein "Whataboutism".Tussinelda schrieb:die Aussage von wegen Katamaran
Shiloh schrieb:Heute morgen musste ihr Golfcart per Unimog aus dem Treibsand gezogen werden 😂
Man sieht's, dann hättest du letztens auch eines von der Fluke einstellen können, statt mir zu sagen, ab welcher Minute die zu sehen war, wenn du schon extra wegen mir ( ;) ) zurück gespult hattest. Das hätte die ganze Diskussion darüber erspart geblieben, aber nobody is perfect.Shiloh schrieb:Ich stelle hier keine Screenshots ein.
Tja, manchmal ist es - wie man's auch macht - verkehrt. Man kann es nicht jedem recht machen. 😉orlets schrieb:dann hättest du letztens auch eines von der Fluke einstellen können, statt mir zu sagen, ab welcher Minute die zu sehen war, wenn du schon extra wegen mir ( ;) ) zurück gespult hattest. Das hätte die ganze Diskussion darüber erspart geblieben, aber nobody is perfect.
Es ist aber auch eine leicht vereinfachte Darstellung, als wären alle, die pro Rettungsversuch waren, automatisch dafür, Menschen, die im Mittelmeer in Seenot geraten, Hilfe zu verwehren. Ich z.B. war absolut pro Rettungsversuch und bin auch absolut für die Rettung von Menschen aus dem Mittelmeer, (auch wenn es sich nicht um in Not geratene weiße oder reiche Touristen handelt). Und ich bin sicher, dass ich damit nicht allein dastehe.Origines schrieb:Sondern absolut zulässig, wenn es darum geht, die groteske ethische Schieflage zwischen der vielbeschworenen moralischen Verpflichtung, dem Wal zu helfen, seine "Würde" und "Freiheit" zu wahren - und der unterlassenen Hilfe für Menschen in Seenot zu verdeutlichen.
Darum geht es gar nicht. Gute Menschen wollen Wale und Flüchtlinge retten, ist doch klar. Doch es geht dem Autor um die Diskrepanz der Aufmerksamkeit für das eine und für das andere Schicksal.Lotte49 schrieb:Es ist aber auch eine leicht vereinfachte Darstellung, als wären alle, die pro Rettungsversuch waren, automatisch dafür, Menschen, die im Mittelmeer in Seenot geraten, Hilfe zu verwehren.
I think so.Lotte49 schrieb:Bemüht man diesen völlig undifferenzierten "aber die anderen sind euch allen shiceegal"-Narrativ nicht auch ein bisschen, um sich selbst noch ein bisschen überlegener zu fühlen?
Nicht? Aber dies hier ist ausschließlich der Buckelwal-retten-oder-nicht-retten-Thread und eben nicht der EU-Politik-im-Mittelmeer-Thread.Origines schrieb:Darum geht es gar nicht.
Das ist ein absoluter Denkfehler, denn er unterstellt dreist, dass Menschen, die sich für den Wal einsetzen, sich nicht für Flüchtlinge einsetzen würden oder es gar tun!Origines schrieb:Der Hinweis auf Flüchtlingsboote im Mittelmeer ist zudem kein "Whataboutism".
Sondern absolut zulässig, wenn es darum geht, die groteske ethische Schieflage zwischen der vielbeschworenen moralischen Verpflichtung, dem Wal zu helfen, seine "Würde" und "Freiheit" zu wahren - und der unterlassenen Hilfe für Menschen in Seenot zu verdeutlichen
das stimmt doch gar nicht. Er zeigt nur den Unterschied auf, was Öffentlichkeit, mediales Interesse und öffentliches Engagement angeht.Interested schrieb:Das ist ein absoluter Denkfehler, denn er unterstellt dreist, dass Menschen, die sich für den Wal einsetzen, sich nicht für Flüchtlinge einsetzen würden oder es gar tun!
Valide ist der Aufmerksamkeitshorizont. Die Klicks, die Diskussionen, die Medienberichterstattung, die Emotionalisierung.Interested schrieb:Das ist einfach nicht valide!
oder garOrigines schrieb:groteske ethische Schieflage
kann ich beim besten Willen nicht erkennen,Origines schrieb:Scheinheiligkeit und selektive Moral
kann man doch nicht einfach den hier anwesenden Diskutanten absprechen. Nur hier geht es eben um ein anderes Thema als um die EU-Politik im Mittelmeer.Origines schrieb:Blick für das große Ganz
finde ich daher ziemlich unpassend und auch ziemlich respektlos, da du gar nicht weißt, ob das tatsächlich so ist.Origines schrieb:Wie viele von denen, die sich beim Wal über Rettungsmöglichkeiten die Köpfe heiß diskutiert haben, kennen die EU-Politik im Mittelmeer und wie schnell sehen sie weg, wenn dort Schreckliches passiert? Oder sehen sie genauso hin, haben genauso eine Meinung, Forderung gar, an die Politik???
Das ist genau der Punkt, der eben nicht valide ist.Origines schrieb:Doch es geht dem Autor um die Diskrepanz der Aufmerksamkeit für das eine und für das andere Schicksal.
Wie viele von denen, die sich beim Wal über Rettungsmöglichkeiten die Köpfe heiß diskutiert haben, kennen die EU-Politik im Mittelmeer und wie schnell sehen sie weg, wenn dort Schreckliches passiert? Oder sehen sie genauso hin, haben genauso eine Meinung, Forderung gar, an die Politik?