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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

4.299 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Natur, WAL, Buckelwal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

24.06.2026 um 09:15
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:woher willst du sowas wissen?
Welche Rasse war es den? Milchkühe?
Klär uns auf :)


Wenn es Nutztiere waren, enden die im übrigen auch hier


https://www.peta.de/themen/schlachthof/


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

24.06.2026 um 14:40
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:wieso verbreitest du derart unsinn?

woher willst du sowas wissen?
Dass ich Unsinn verbreite, lasse ich mir nun nicht nachsagen.

Die Frage ist doch eher, wie du dazu kommst, zu behaupten, die Kühe und Ziegen, die du antrafst, seien glücklich gewesen. Haben sie dir das mitgeteilt und wenn ja, wie?


Hier nur ein Beispiel zur Qualzucht bei Kühen
https://welttierschutz.org/qualzucht-milchkuh/
Wer meint, dass Qualzuchten nur bei Haustieren durchgeführt werden, der irrt gewaltig. Bei den sogenannten Nutztieren führen vor allem wirtschaftliche Interessen zu Qualzuchten. Kühe werden auf Milchleistung gezüchtet, dass jedoch die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes im Körper mit der Versorgung von Nährstoffen nicht mehr gegeben ist, interessiert den Milch- oder Fleischkonsumenten nicht. Tatsache ist, dass die Rinder aufgrund der erhöhten Milchproduktion trotz massiver Fütterung an Gewicht verlieren. Ihre extrem vergrößerten und schweren Kuheuter verursachen Schmerzen und führen zu Fehlstellungen der Beine und der Hüfte, was für die Kühe erhebliche Schmerzen bedeutet.

Masthühner und Truthühner haben zuchtbedingt so viel Brustfleisch, dass es ihnen unmöglich wird, sich zu bewegen. Sie leiden unter Gelenksproblemen sowie unter Herz- und Kreislaufproblemen. Bei der Schweinezucht geht es vor allem um schnelles Muskelwachstum, während Hühner bis zu hundert Mal mehr Eier legen sollen. Sie leiden unter der unnatürlich hohen Eierproduktion an Entzündungen und Knochenbrüchen.
Quelle: https://www.gut-aiderbichl.com/blog/tiergesundheit/qualzucht/

Und zum Thema Schafe:
https://www.peta.de/themen/schafe-scheren/
Schafe werden in Deutschland vorwiegend gezüchtet, um sie für die Landschaftspflege sowie die Herstellung von Fleisch und Milch einzusetzen. Obwohl hierzulande kaum noch Wolle produziert wird, werden bis auf wenige Haarschafe ausschließlich Tiere ohne natürlichen Fellwechsel gezüchtet. Bei dieser Form der Qualzucht ist eine regelmäßige Schur durch den Menschen für das Wohlergehen der Schafe zwingend notwendig. Denn ihr dichtes Vlies wächst immer weiter und verfilzt.

Die Tiere schwitzen, ihre Haut beginnt zu jucken und sie werden anfälliger für parasitäre Erkrankungen wie Milbenbefall, Schaffliegen oder Haarlinge. Im schlimmsten Fall sterben sie ohne die Schur an einem Hitzschlag. [1] Zugleich ist das Scheren für die sensiblen Fluchttiere immer mit Stress und Panik sowie blutigen Schnittwunden verbunden.
Quelle: https://www.peta.de/themen/schafe-deutschland/


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

24.06.2026 um 14:54
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:wo und wie leiden die denn?
Wo und wie die leiden würde dir nun bereits mehrfach unterbreitet.

Nun bist du an der Reihe.
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:war letztens zufällig bei kühen und schafen - da musste keiner leiden.
die waren alle glücklich.
Dann erzähl mal. Wo und wie musste keiner leiden und waren alle glücklich? Oder verbreitest du hier du Unsinn?


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

24.06.2026 um 15:17
Der zitierte Beitrag von SprooseMoose wurde gelöscht. Begründung: Gay ist kein Adjektiv mit dem man etwas herabwürdigt
Wirklich? Das Buch ist verdammt dick. Und da gehts um noch Einiges mehr :-) Wikipedia hilft :-)

Wikipedia: Moby-Dick
Zitat von SprooseMooseSprooseMoose schrieb:Könnten die ruhig mal neu verfilmen.
Es gibt den neueren Film von Ron Howard (In the Heart of the Sea).
Im Herzen der See (Originaltitel: In the Heart of the Sea) ist ein US-amerikanischer Historien-, Abenteuer- und Actionfilm von Ron Howard, der am 3. Dezember 2015 in die deutschen Kinos kam. Der Film basiert auf dem Buch Im Herzen der See. Die letzte Fahrt des Walfängers Essex (Originaltitel: In the Heart of the Sea: The Tragedy of the Whaleship Essex) von Nathaniel Philbrick.

Handlung

Im Jahr 1850 sucht Herman Melville zu Recherchezwecken für sein neues Buch den Pensionsbesitzer Thomas Nickerson auf. Bei diesem handelt es sich um den letzten Überlebenden der Katastrophe um das Walfangschiff Essex. Auf Drängen Melvilles erzählt Nickerson ihm die Geschichte: ...
Quelle: Wikipedia: Im Herzen der See

Siehe dazu auch
Laut Augenzeugenberichten sank das 27 Meter lange Schiff durch mächtige Rammstöße eines Pottwals, hier in der Schilderung von Owen Chase, Erster Offizier auf der Essex:

"Kaum waren die Worte aus meinem Mund, da stürzte er sich mit voller Wucht auf uns und rammte das Schiff mit seinem Kopf (...); der Stoß war so furchtbar und gewaltig, dass wir alle fast auf die Nase fielen. Das Schiff kam so plötzlich und heftig zum Stehen, als hätte es einen Felsen gerammt, und zitterte einige Sekunden lang wie ein Blatt. (...) Ich drehte mich um und sah ihn etwa hundert Rod [rund. 500 m, d. Red.] direkt vor uns, wie er mit doppelter Geschwindigkeit – etwa 24 Knoten – auf uns zukam, und sein Aussehen strahlte zehnfache Wut und Rachsucht aus. Die Gischt spritzte in alle Richtungen um ihn herum, während er ununterbrochen heftig mit dem Schwanz schlug. Sein Kopf ragte etwa zur Hälfte aus dem Wasser, und so kam er auf uns zu und rammte das Schiff erneut."

Die Essex sank und 20 Männer konnten sich in drei Booten retten, doch nur acht von ihnen überlebten – nach den schlimmsten Wochen und Monaten ihres Lebens: fünf Besatzungsmitglieder wurden nach einer dreimonatigen Irrfahrt und nach Kannibalismus an ihren verhungerten Kollegen gerettet; drei überlebten auf der unbewohnten Insel Henderson.

Doch ist es tatsächlich denkbar, dass Pottwale, deren massige Köpfe die größten Gehirne der Erde beherbergen, ihren Kopf als Rammbock einsetzen und damit größere Schiffe versenken? Und wie typisch ist dieses Verhalten?
von hier:
Kein Seemannsgarn
Mächtige Kopfstöße von Pottwalen erstmals filmisch dokumentiert

Im 19. Jahrhundert brachten die Riesen angeblich Walfangschiffe zum Sinken, indem sie ihren Kopf als Rammbock einsetzten. Neue Filmaufnahmen werfen weitere Fragen auf
Quelle: https://www.derstandard.de/story/3000000313776/maechtige-kopfstoesse-von-pottwalen-erstmals-filmisch-dokumentiert

Könnte man von Kühen und Schafen vielleicht mal wieder zurückkommen zu Walen :ask:

Das ZDF hilft: Wie geht es den Walen? (Aus FAQ, Frequently Asked Questions).
Wenn neben Fischen auch Plastik in ihr Maul und später in ihren Magen gelange, verstopfe der Magen und die Tiere "verhungern bei lebendigem Leib". Hinzu kämen Geisternetze und andere entsorgte Fischereiausrüstung. Daneben seien Kollisionen mit Schiffen ein Risikofaktor, vor allem für Walmütter und ihre Jungtiere, die eher nahe der Oberfläche schwimmen.
Was führt dazu, dass ein Wal strandet?

König betont, dass es vor allem die menschengemachten Faktoren sind, die dazu führen, dass Wale stranden. Walforscher Culik sagt, bei anwachsenden Populationen sei zu erwarten, dass öfter Irrgäste in Nord- oder Ostsee landen. Es sei nicht jeder Wal todgeweiht, der sich verirre. Es gebe viele Fälle, bei denen Wale selbstständig wieder ins offene Meer zurückkehrten - etwa ein Finnwal Anfang des Jahres sowie kürzlich ein Belugawal, beide waren zeitweise in der Flensburger Förde.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/buckelwal-timmy-ostsee-zustand-wale-population-walfang-klimawandel-100.html


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

24.06.2026 um 15:40
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Könnte man von Kühen und Schafen vielleicht mal wieder zurückkommen zu Walen :ask:
Der allgemeine Wal-Thread ist doch hier =>

https://www.allmystery.de/ng/quicksearch?r=%2Fng%2Ffirst_unread_post%3Fthread%3D168781

Dies war der explizite Timmy-Thread, oder @orlets?
Zitat von orletsorlets schrieb:
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Dann sollte der Thread-Ersteller zumindest den Titel ändern lassen. Denn da steht Timmy im Singular
Muss ich eigentlich nicht, denn dafür gibt's ebenfalls von mir diesen Thread in der Natur Rubrik

Wale und Delfine

Eigentlich müsste man dort jetzt weiter diskutieren, denn Timmy, das ist Geschichte.
Eben. Lass' uns doch dort weiterschreiben, wenn es nicht speziell um den Wal "Timmy/Hope" geht.
Es kommen ja anscheinend neue Wale hinzu, siehe aktuell Wal "Hartwin".

Und @azazeel macht noch 'nen "Kühe/Schafe/Schweine"-Thread auf.
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Das ZDF hilft: Wie geht es den Walen? (Aus FAQ, Frequently Asked Questions).
Wenn neben Fischen auch Plastik in ihr Maul und später in ihren Magen gelange, verstopfe der Magen und die Tiere "verhungern bei lebendigem Leib". Hinzu kämen Geisternetze und andere entsorgte Fischereiausrüstung. Daneben seien Kollisionen mit Schiffen ein Risikofaktor, vor allem für Walmütter und ihre Jungtiere, die eher nahe der Oberfläche schwimmen.
Was führt dazu, dass ein Wal strandet?

König betont, dass es vor allem die menschengemachten Faktoren sind, die dazu führen, dass Wale stranden. Walforscher Culik sagt, bei anwachsenden Populationen sei zu erwarten, dass öfter Irrgäste in Nord- oder Ostsee landen. Es sei nicht jeder Wal todgeweiht, der sich verirre. Es gebe viele Fälle, bei denen Wale selbstständig wieder ins offene Meer zurückkehrten - etwa ein Finnwal Anfang des Jahres sowie kürzlich ein Belugawal, beide waren zeitweise in der Flensburger Förde.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/buckelwal-timmy-ostsee-zustand-wale-population-walfang-klimawandel-100.html

Sensationell, das hören hier bestimmt alle zum ersten Mal.


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

24.06.2026 um 16:20
Zitat von ShilohShiloh schrieb:
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:war letztens zufällig bei kühen und schafen - da musste keiner leiden.
die waren alle glücklich.
Dann erzähl mal. Wo und wie musste keiner leiden und waren alle glücklich? Oder verbreitest du hier du Unsinn?
Das hoffe ich doch, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass @Alien_pns tatsächlich so flach denkt!

Ist halt immer billig und einfach, die Anonymität einer Online-Diskussion zu nutzen, um andere User mit dümmlichen Bemerkungen aus der Reserve zu locken.

@Alien_pns
Übrigens, Kindeswohlgefährdungen und armutsgefährdete Kinder gibt es in Deutschland auch nicht, denn ich war neulich hier vor Ort im Kindergarten, die Kinder waren alle glücklich.
WIESBADEN – Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat das dritte Mal in Folge einen neuen Höchststand erreicht: Im Jahr 2024 stellten die Jugendämter in Deutschland bei rund 72 800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Kindeswohlgefährdungen damit binnen fünf Jahren um fast ein Drittel (+31 %) oder 17 300 Fälle.
Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_451_225.html
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Könnte man von Kühen und Schafen vielleicht mal wieder zurückkommen zu Walen :ask:
Sorry, @Fellatix, obigen Kommentar ich mir nicht verkneifen.


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

24.06.2026 um 22:20
Der zitierte Beitrag von SprooseMoose wurde gelöscht. Begründung: Gay ist kein Adjektiv mit dem man etwas herabwürdigt
Ich versteh's nicht.. Dass ein Wal es vermag, binnen kürzester Zeit eine Massenpsychose auszulösen, während man kein Ding darin sieht, Fleisch am Seil beim Metzger von der Decke baumeln zu sehen oder flüchtende Menschen im Meer ersaufen zu wissen. Ist doch alles gleichschlimm und von letzten beiden gibts halt täglich viel mehr, als ersteres once in a lifetime..
Der zitierte Beitrag von SprooseMoose wurde gelöscht. Begründung: Gay ist kein Adjektiv mit dem man etwas herabwürdigt
Wtf :lolcry:


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 03:08
@Lotte49
@Shiloh
und andere, danke danke danke fürs einbringen der „Nutztiere“, ich finde das Thema passt perfekt in diesen thread. Habe über die vielen Wochen still mitgelesen und natürlich auch so das „Timmy“-Thema verfolgt.
Natürlich ist es legitim, Mitleid zu haben und lobenswert, helfen so wollen. Dennoch kam mir von Beginn an immer wieder genau dieser Punkt in den Kopf. Es ging um EIN Tier, während Millionen andere tagtäglich systematisch gequält, ausgebeutet und getötet werden. Und das nur von und für den Menschen, die sind nicht mal „von selbst“ in diese Situation geraten, sondern gewollt. Da präsentiert sich wieder die Heuchlerei und Doppelmoral der Gesellschaft im besten Licht.
Dass diese beiden Themen nicht zusammen gehören kann man nur sagen, wenn man eins davon versucht von sich wegzuschieben. Vielleicht hat es aber auch insofern sein gutes, wenn der Wal diesbezüglich die ein oder andere Person zum nachdenken bewegt haben könnte.
„Kleinvieh macht auch Mist“


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 07:33
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Die Frage ist doch eher, wie du dazu kommst, zu behaupten, die Kühe und Ziegen, die du antrafst, seien glücklich gewesen. Haben sie dir das mitgeteilt und wenn ja, wie?
Habt ihr noch nie eine Kuhherde gesehen wenn sie auf die Weide kommt? Wie die springen und rennen?
Um wieder auf den Wal zu kommen, da waren sich einige doch sicher, dass Timmy weder schwer krank ist noch leidet und fröhlich sang, warum soll man das bei anderen und uns viel bekannteren Tieren denn nicht sehen?


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 08:23
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Habt ihr noch nie eine Kuhherde gesehen wenn sie auf die Weide kommt? Wie die springen und rennen?
Wenn man dabei ausblendet, dass es Qualzuchten sind, denen die Kälber weggenommen (und im worst case auf elende langen Transporten sonstwohin gekarrt werden) usw. usf., dann kann man sich das vielleicht einreden, dass diese Tiere glücklich wären. Aber da gehört schon ein großer Wille zum Ausblenden der negativen Aspekte dazu.
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Um wieder auf den Wal zu kommen, da waren sich einige doch sicher, dass Timmy weder schwer krank ist noch leidet und fröhlich sang, warum soll man das bei anderen und uns viel bekannteren Tieren denn nicht sehen?
Es fängt damit an, dass dieser Wal kein auf Hochleistung getrimmtes Zuchttier (mit allen damit verbundenen negativen Folgen für das Tier) in Intensivtierhaltung war, dem man nur aufgrund einer Inaugenscheinnahme von einem Boot aus unterstellte, halbtot zu sein, ohne genauer hinzuschauen.

Der Punkt ist mMn eher, dass der Mensch gerne nicht so genau hinschaut, wenn's für ihn bequemer ist. Man schaut nicht so genau hin und lässt sich weismachen, den Tieren in der Nutztierhaltung ginge es gut und sie seien sogar glücklich, obwohl man es eigentlich besser weiß. Aber würde man sich damit auseinandersetzen, müsste man was ändern. Und beim Wal schaut man auch lieber nicht so genau hin und lässt sich erzählen, das Tier sei so gut wie tot. Denn müsste man anerkennen, dass Wale nicht nur stranden, wenn sie dem Tode nahe sind, müsste man da auch was ändern.

Und genau darum lässt man dann seine kognitive Dissonanz dann an den Tierrechtlern, Veganern oder eben der Rettungsinitiative (im Falle des Wals) aus. Meine persönliche Theorie.


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 08:36
@Lotte49

Jupp, genau das ist der Punkt und auch meine persönliche Theorie.


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25.06.2026 um 08:53
Zitat von IntemporalIntemporal schrieb:Ich versteh's nicht.. Dass ein Wal es vermag, binnen kürzester Zeit eine Massenpsychose auszulösen, während man kein Ding darin sieht, Fleisch am Seil beim Metzger von der Decke baumeln zu sehen oder flüchtende Menschen im Meer ersaufen zu wissen. Ist doch alles gleichschlimm und von letzten beiden gibts halt täglich viel mehr, als ersteres once in a lifetime..
Man soll nicht von sich auf andere schließen. Es gibt Menschen, deren Empathie durchaus für mehr als ein Lebewesen reicht, auch wenn es wohl niemand vermag, sich mit jedem Einzelschicksal intensiv zu beschäftigen oder gar überall zu helfen.
Wird aber gerne 'Verlangt".


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 09:01
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Wenn man dabei ausblendet, dass es Qualzuchten sind, denen die Kälber weggenommen (und im worst case auf elende langen Transporten sonstwohin gekarrt werden) usw. usf., dann kann man sich das vielleicht einreden, dass diese Tiere glücklich wären. Aber da gehört schon ein großer Wille zum Ausblenden der negativen Aspekte dazu.
Weisst du denn wo der User war? Von meinem Balkon aus, sehe ich auf der Weide auch eher zufriedene Kühe mit ihren Kälbern. Oder Schafe, die den Deich abgrasen?
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Es fängt damit an, dass dieser Wal kein auf Hochleistung getrimmtes Zuchttier (mit allen damit verbundenen negativen Folgen für das Tier) in Intensivtierhaltung war, dem man nur aufgrund einer Inaugenscheinnahme von einem Boot aus unterstellte, halbtot zu sein, ohne genauer hinzuschauen.
Aha. Deswegen konnten die Leute da mit ihm kommunizieren? Alles klar :D Weiter so! Immer schön mit zweierlei Maß messen und schwarz/weiß denken, für iwas wird das schon gut sein.


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 10:36
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Um wieder auf den Wal zu kommen, da waren sich einige doch sicher, dass Timmy weder schwer krank ist noch leidet und fröhlich sang, warum soll man das bei anderen und uns viel bekannteren Tieren denn nicht sehen?
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Es fängt damit an, dass dieser Wal kein auf Hochleistung getrimmtes Zuchttier (mit allen damit verbundenen negativen Folgen für das Tier) in Intensivtierhaltung war, dem man nur aufgrund einer Inaugenscheinnahme von einem Boot aus unterstellte, halbtot zu sein, ohne genauer hinzuschauen.
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Aha. Deswegen konnten die Leute da mit ihm kommunizieren? Alles klar :D Weiter so! Immer schön mit zweierlei Maß messen und schwarz/weiß denken, für iwas wird das schon gut sein.
@Nyx_07

??? 🧐

Tut mir leid, aber deiner Argumentation kann ich wirklich nicht ansatzweise folgen.


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 14:57
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Weisst du denn wo der User war? Von meinem Balkon aus, sehe ich auf der Weide auch eher zufriedene Kühe mit ihren Kälbern. Oder Schafe, die den Deich abgrasen?
Woher der User war, spielt bei dem Punkt der Qualzucht doch gar keine Rolle. Unsere Nutztiere sind alle völlig überzüchtet und haben dadurch gesundheitliche Probleme und erhebliche Beeinträchtigungen ihrer Lebensqualität.

Und auch die Kühe auf der Weide sind Qualzuchten, ganz davon ab, dass die Kälber über kurz oder lang "weg kommen" und von Enthornungen etc. will ich gar nicht erst anfangen. By the way: Im Sommer, gerade bei heißen Temperaturen, den Deich (ohne Schatten durch Bäume oder Sträucher) abzugrasen, ist für hitzeempfindliche Tiere wie Schafe auch keine reine Freude. Aber es sieht halt gut aus, wenn man nicht genauer hinschaut.

https://www.facebook.com/watch/?v=1097734121166490


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 15:00
Zitat von orletsorlets schrieb:und da darf man wohl noch schreiben dürfen,dass man auch für diese Säugetiere Mitleid haben darf.
Man darf.
Aber darf man nicht auf das etwas seltsame Missverhältnis zu dem Leiden anderer Tiere etwas schreiben?


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 15:00
Zitat von IntemporalIntemporal schrieb:Ich versteh's nicht.. Dass ein Wal es vermag, binnen kürzester Zeit eine Massenpsychose auszulösen, während man kein Ding darin sieht, Fleisch am Seil beim Metzger von der Decke baumeln zu sehen oder flüchtende Menschen im Meer ersaufen zu wissen. Ist doch alles gleichschlimm und von letzten beiden gibts halt täglich viel mehr, als ersteres once in a lifetime..
Ich verstehe deine Argumentation, aber kann Leid überhaupt miteinander verglichen werden?

Wer sagt denn, dass jemand, der zB Empathie für einen in der Ostsee herumirrenden Buckelwal empfindet, nicht auch gleichzeitig von den menschlichen Schicksalen auf den Flüchtlingsrouten berührt wird, darüber entsetzt ist und sich in irgendeiner Weise für diese Menschen einsetzt?

Ja, es gibt noch viel Schlimmeres (Kriege, Flüchtlingstragödien, Klimawandel, Ozonabbau, Pandemien, Umwelt-/Naturkatastrophen usw.) als ein verirrter Buckelwal in der Ostsee!

Gleichzeitig ist aber auch die Werkzeugkiste riesig, mit Totschlagargumenten den Gesprächspartner dieser bzw ähnlicher Themengebiete moralisch kleinzumachen oder mittels Verallgemeinerungen und weit hergeholter Logik ins Lächerliche zu ziehen. Der Klassiker in den 50ziger Jahren war: "Iss deinen Teller leer, die Kinder in Afrika wären dankbar für so ein Essen, denn die müssen hungern!"

In der sozialen Rangordnung stehen Menschen über Tiere. Im ethischen Kontext wird also schon mal unterschieden: Menschliches und nicht-menschlichens Leid.

Da ich nicht entscheiden kann, was ein anderer zu denken hat, wehre ich mich gegen oberflächliche Verallgemeinerungen, denn Verhaltensweisen lassen sich nicht generalisieren. Ich möchte also nicht mit irgendwelchen mediengeilen, abgestumpften Menschen in einen Topf geworfen werden, nur weil ich ebenso das Schicksal des Buckelwals verfolgt habe.

Vergleiche sind grundsätzlich schwierig bis unmöglich, auch ein gegeneinander ausspielen ist sinnlos. Niemand trägt einen Heiligenschein.

Das Schicksal eines einzelnen Wesens macht Leid schnell konkret und leicht verständlich, so sind wir Menschen nun mal gestrickt. Dem Einzelnen wird ein Gesicht und ein Name gegeben, was in uns den unmittelbaren Wunsch zu helfen weckt. Große Zahlen und Statistiken hingegen wirken wie eine ferne und abstrakte Masse. Hierzu ein sehr lesenswerter Beitrag von Fritz Breithauptl, Kognitionswissenschaftler:
Warum uns Einzelschicksale mehr interessieren als Hunderte ertrunkene Flüchtlinge

... Einzelschicksale erzeugen Mitgefühl. Sobald es um eine größere Gruppe geht, ist es immer eine Frage der Statistik. Dann geht es nicht mehr um eine Person, sondern um eine Gesamtsituation, so wie bei einer Unwetterkatastrophe in Indien oder einem Boot mit hundert Flüchtlingen. In solchen Momenten fühlen wir das Schicksal der Menschen nicht schrittweise nach, sondern denken über die politischen Umstände in Syrien oder die Klimaverschiebung nach. Wir sind nicht mehr so emotional. Dazu kommt die innere Abstumpfung, wenn wir eine Situation mehrfach erleben. Am Anfang ist die Empathie noch groß, mit der Zeit aber nicht mehr. Ein Phänomen, was sich besonders gut an Ärzten feststellen lässt. Ein Drittel unserer Ärzte leidet an massiver Empathieabstumpfung gegenüber ihren Patienten. Das ist zwar nicht gut, aber man versteht es. Empathie ist anstrengend. Bei einem Einzelschicksal haben wir häufig noch Hoffnung, dass sich alles ins Gute wenden wird. Bei einem Schlepperboot mit Hunderten Flüchtlingen gibt es aber keine positive Narration. Das ist einfach nur eine Katastrophe.
...
Quelle: https://www.vice.com/de/article/touristin-kreuzfahrtschiff-warum-uns-einzelschicksale-mehr-interessieren-als-hunderte-ertrunkene-fluchtlinge/


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25.06.2026 um 15:03
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Das Schicksal eines einzelnen Wesens macht Leid schnell konkret und leicht verständlich, so sind wir Menschen nun mal gestrickt. Dem Einzelnen wird ein Gesicht und ein Name gegeben, was in uns den unmittelbaren Wunsch zu helfen weckt. Große Zahlen und Statistiken hingegen wirken wie eine ferne und abstrakte Masse.
So ist es. Die Erklärung ist in der Tat richtig. Aber ich finde, dass man sich dem bewusst sein sollte. Verdrängung ist nun mal nichts, was man auch noch fördern sollte. Man kann die Zustände als gegeben akzeptieren (oder auch nicht) - aber ich finde eben, man sollte sich dessen wenigstens bewusst sein.


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 15:49
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Aber darf man nicht auf das etwas seltsame Missverhältnis zu dem Leiden anderer Tiere etwas schreiben?
Lässt sich dieses Miussverhälntis nicht auch bei denjenigen beobachten, die beim Transport des Wals lauthals Tierquälerei etc. schrieen und über Transporte von sogenannten Nutztieren kaum eine bzw. genau genommen gar keine Silbe verlieren (außer wenn es um Versuche geht, die Befürworter des Rettungsversuchs in ein schlechtes Licht zu rücken)? Diejenigen, die bei einem Wal in offensichtlicher Not lauthals fordern, der Natur gefälligst ihren Lauf zu lassen, haben aber offenbar kein Problem damit, dass Tiere aus rein wirtschaftlichen Interessen unter massiver Einwirkung auf den natürlichen Verlauf der Dinge massenweise zu Krüppeln gezüchtet werden.

Dieses Missverhältnis, dass man denen, die den Rettungsversuch befürworten, andichten will, legen die allermeisten, die sich als den Befürwortern des Rettungsversuchs überlegen betrachten, doch auch sehr ausgeprägt an den Tag. Wie gesagt, mir fallen ad hoc zwei Personen ein, die sich öffentlich pro Rettungsversuch stark gemacht haben und denen andere Tiere eben nicht egal sind. Aber immer wieder kommt das "Argument", andere Tiere seien den Befürwortern des Rettungsversuchs ja egal. Ist das wirklich so? Woher nimmt man diese Sicherheit? Oder will man sich mit dieser These, die anderen seien in Sachen sogenannter Nutztiere nicht engagiert genug, eigentlich nur selbst schönreden, dass einem selbst z.B. die sogenannten Nutztiere im Grunde ziemlich egal sind, nämlich genau so egal wie gestrandete Wale (die über Wochen oder gar Monate verhungern).


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Timmy und die Beziehung Mensch und Wal

25.06.2026 um 16:08
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Lässt sich dieses Miussverhälntis nicht auch bei denjenigen beobachten, die beim Transport des Wals lauthals Tierquälerei etc. schrieen und über Transporte von sogenannten Nutztieren kaum eine bzw. genau genommen gar keine Silbe verlieren
Absolut.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Dieses Missverhältnis, dass man denen, die den Rettungsversuch befürworten, andichten wi
Wer dichtet? Lies doch bitte, was ich in welchem Kontext geschrieben habe.

Du kannst das auch alles anders sehen - aber ich sehe es so und kommuniziere das nach meinem Ermessen in einem Diskussionsforum. Wenn Du Dich dadurch (so nehme ich das wahr) auf den Schlips getreten fühlst, mag das so sein. Aber für Dein Empfinden kann ich wenig.
Ich habe absolut nichts dagegen, wenn jemand aus Mitleid für ein einzelnes Tier zerfließt (geringfügig überspitzt) - nur möchte ich dann gerne die Frage stellen, warum man nicht bei vielen anderen Tieren in vergleichbaren Situationen ähnlich reagiert.


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