orlets schrieb am 30.06.2026:Ich glaube, die große Euphorie im Thema Wal lässt nach. Zeigt auch,dass hier die Diskussion nach lässt
Das ist im Allgemeinen wohl richtig, aber vielleicht verschiebt sich das jetzt bei vielen auch einfach mehr ins Private. Für mich kann ich das jedenfalls so bestätigen. Als der Wal in Poel lag, habe ich das intensiv verfolgt und diskutiert. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, mich über breiter gefächerte Tier- und Klimaschutzthemen zu informieren und das in meinen Alltag einzubinden. Das findet halt im Privaten statt. Für jemanden, der meine Beteiligung an der öffentlichen Diskussion zum Thema Hope/ Timmy verfolgt hätte, könnte der Eindruck entstehen, dass ich nichts aus der Geschichte mitgenommen habe und zur bisherigen Tagesordnung übergegangen bin. Aber das Gegenteil ist der Fall. Ich bin jetzt aktiver als zu den Zeiten, als ich mich u.a. hier zum Thema Wal geäußert habe.
Das Thema um DIESEN Wal ist halt auch einfach vorbei, leider aus einem traurigen Grund. Die einzigen, die immer noch laut sind, sind die Schwurbler, die nicht glauben wollen, dass der Wal tot ist, und jetzt versuchen, überall Verschwörungen aufzudecken. Die beißen sich völlig sinnlos daran fest statt sich für Dinge einzusetzen die jetzt wirklich wichtig und aktuell sind, zB den Walfang auf Island und den Färöern endlich zu beenden.
Lotte49 schrieb am 25.06.2026:Ganz ehrlich, indem man empathischen Menschen vor den Kopf stößt, und das immer und immer wieder, boykottiert man doch eher den Kampf gegen die Quälerei an sogenannten Nutztieren, indem man denen, die mitfühlen, unterstellt, genau das nicht zu tun und so Unfrieden zu stiften.
Kann ich nur zustimmen und auch wenn es bescheuert ist, aber Whataboutism und Perfektionsansprüche halten Leute mitunter auch davon ab, überhaupt irgendwas zu ändern oder sich für etwas einzusetzen. Es entmutigt, wenn einem immer nur vorgehalten wird, dass man andererseits nicht auch dieses tut oder sich für jenes einsetzt. Niemand kann die ganze Welt retten, es kann auch niemand alles richtig machen oder in einer Industrienation im Jahr 2026 zu 100% nachhaltig leben. Aber es bringt doch mehr, wenn jemand zB nur vegetarisch lebt statt vegan und trotzdem ehrenamtlich tätig ist, Plastik auf ein Minumum reduziert und Fahrrad fährt als wenn er überhaupt nichts ändert und sich für nichts engagiert, weil ihm eingeredet wird, er müsse erstmal Veganer werden. Als wäre das sozusagen das Ticket das man braucht, um in den Tierschutz überhaupt rein zu "dürfen" und wenn du das nicht vorweisen kannst, darfst du leider keinen Müll sammeln, keine Bäume pflanzen, darfst nicht an Demos gegen Tierversuche teilnehmen und musst Verbrenner fahren.
Das kann doch nicht das Ziel sein und ich glaube nicht, dass es Leuten, die so argumentieren, wirklich um die Sache geht, sondern um Profilierung und Abgrenzung. Und genau das ist, was der Tierschutz NICHT gebrauchen kann. Wir sind leider ohnehin viel zu wenige, sonst würde die Welt anders aussehen. Wir müssen alle zusammenstehen, wenn wir für die Tiere was erreichen wollen. Der Tierschutz kann es sich schlicht nicht leisten, Reinheitsprüfungen für seine Mitstreiter aufzustellen und nur diejenigen "zuzulassen", die schon total konsequent sind. Der Weg in den Tierschutz darf auch schrittweise stattfinden und wir müssen einander zugestehen, nicht perfekt zu sein.
Und man muss auch akzeptieren, dass jeder mit seiner begrenzten Zeit seine eigenen Schwerpunkte setzen muss. Für die einen sind das Wildtiere, für die anderen "Nutz"tiere und für die nächsten Haustiere, die im Tierheim gelandet sind. Lasst uns doch bitte aufhören, jedem vorzuhalten, dass er sich zu wenig um die jeweils anderen kümmert. Zusammen wird das schon. Aber halt nur, wenn man nicht zu viele Leute durch unrealistische Ansprüche vergrault.
Shiloh schrieb am 16.06.2026:Als erster hat RML als"Taucher Hope" Unterwasserbilder vom Wal gemacht. Darauf waren mMN keine Verletzungen zu sehen. Erst danach entstanden die Unterwasseraufnahmen des TikTokers, die die BILD veröffentlicht hat.
Senigma schrieb am 16.06.2026:Die Unterwasseraufnahmen von Lehmann sind vom 19.05.26.
Das wollte ich nochmal aufgreifen, weil ich verwirrt bin: Woher stammt die Info, dass dieser Taucher RML war? Ich hab das damals zwar auch kurz überlegt, weil der Taucher explizit nicht vor die Kamera und auch seinen Namen nicht nennen wollte, aber meines Wissens war Robert zu der Zeit auf einer anderen Mission. Außerdem scheint mir "Taucher Hope" kleiner zu sein als RML.
Die ersten Unterwasserbilder auf Anholt, noch ohne Taucher, nur mit einer GoPro am Stick, wurden von einem anderen Robert oder Rob gemacht. Der hat zu dieser Gruppe "Team Hope" gehört. Am nächsten Tag war dann dieser ominöse "Taucher Hope" mit dem TikToker Jim Salabim dort.