Shiloh schrieb:Hier wird laut Thread-Ersteller eben nur über die Wale diskutiert,
Ok. Dann sollte der Thread-Ersteller zumindest den Titel ändern lassen. Denn da steht Timmy im Singular.
Und - soll es dabei nur um Buckelwale gehen (denen geht es noch vergleichsweise gut), sondern um alle Wale und Wal-Populationen?
Jedenfalls - den Walen im Mittelmeer geht es nicht gut: Blutbad im Mittelmeer.
Blutbad im Mittelmeer - Was tote Wale mit unseren Korsika-Ferien zu tun haben
Jedes Jahr werden im Mittelmeer hunderte Wale von Schiffen gerammt und getötet. Jetzt sollen die Schiffe langsamer fahren. Doch das Abbremsen ist nur eine Empfehlung.
Quelle:
https://www.srf.ch/wissen/natur-tiere/blutbad-im-mittelmeer-was-tote-wale-mit-unseren-korsika-ferien-zu-tun-habenDie Schiffe fahren einfach viel zu schnell.
Express-Fähren wie die nach Korsika sind mit bis zu 70 Stundenkilometern unterwegs. Schon ab 20 km/h aber wird es für die Wale gefährlich, denn die Meeressäuger verbringen viel Zeit an der Wasseroberfläche zum Atmen. Teilweise auch zum Schlafen. Je schneller die Schiffe auf sie zukommen, desto knapper die Zeit, um abzutauchen.
Quelle: ebd.
Ja, letzte Woche las ich auch eine Meldung, wo ein Kreuzfahrtschif mit einem toten Finnwal am Bug in den Hafen einfuhr.
Oft würden die Kollisionen auf den grossen, schnellen Schiffen gar nicht bemerkt, sagt Panigada: «Es kommt vor, dass eine grosse Fähre in den Hafen einläuft und die Crew erst da bemerkt, dass vor dem Schiff über dem Bugwulst ein mehrere Tonnen schwerer Finnwal liegt.» Es ist schwierig, die Zahl der Kollisionen pro Jahr zu benennen. Eine aktuelle Studie beziffert alleine die Zahl der getöteten Finnwale im Mittelmeer auf etwa 40 pro Jahr.
Quelle: ebd.
Die Kreuzfahrtbranche in Deutschland boomt. Sind es die Boomer?
Aber gerade die Boomer sollten doch eigentlich Zeit haben, oder nicht?
Die Meeresschutzorganisation Ocean Care zeigt sich erfreut. «Allerdings ist es bisher nur eine freiwillige Massnahme», sagt Nicolas Entrup von Ocean Care. «Somit liegt es am Kapitän, ob er wirklich langsamer fährt oder weiter Gas gibt.»
Die Diskussion mit den Reedereien sei schwierig, bestätigt Meeresbiologe Simone Panigada: «Langsamer fahren läuft in den meisten Fällen den wirtschaftlichen Interessen der Reedereien entgegen.»
Dennoch zeigt sich der Walforscher überzeugt, dass Aufklärung ein Umdenken bewirken könne. «Wenn die Touristinnen und Touristen zwei Stunden später in Korsika ankommen und dabei wissen, dass dies zum Schutz der Wale geschieht, dann werden sie dies akzeptieren.» Für die Wale zumindest wäre es ein Segen.
Quelle: ebd.
Das ZDF Traumschiff könnte auch mal langsamer fahren, das ist in den Einspielern (zwischen den Ehe- und Fremdgeh- und Arzt-Problemen an Bord) immer so mordsschnell unterwegs.
Das wäre doch mal eine tolle Folge: Kapitän Florian Silberheisen mit einem "Schützt die Wale" Shirt kracht sich mit dem ungeduldigen Opa an Bord über die Geschwindigkeit des Traumschiffs
:lv:In den Gewässern vor Chile sollen m. W. Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.
Der Meeresbiologe führt weiter aus: "Wenn wir uns die internationale Entwicklung dieser Bestände ansehen, die sich zu erholen beginnen, sehen wir, dass in einigen Fällen die Kollision mit Schiffen die Hauptbedrohung darstellt, und nicht mehr der Fang."
Quelle:
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/chile-naturschutz-tod-der-wale-verhindern-100.htmlUnd was ist mit den Schweinswalen in der Ostsee? Die sind vom Aussterben bedroht.
Der Ostsee-Schweinswal: Zum Aussterben zurückgelassen
12. Februar 2025 | Meere
Mittlerweile gibt es nur noch wenige hundert Schweinswale in der zentralen Ostsee. Obwohl die dramatische Situation der Population seit vielen Jahren bekannt ist und Lösungen da sind, sieht die Politik der Art beim Aussterben tatenlos zu.
Quelle:
https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/der-ostsee-schweinswal-vom-aussterben-bedroht/Sie können die Stellnetze einfach nicht erkennen.
Viele Schweinswale werden Opfer der Stellnetzfischerei. Die kleinen Wale geben Klick-Laute von sich, um sich im trüben Ostseewasser zu orientieren, zu verständigen und um Nahrung zu suchen. Dabei können sie die dünnen Plastikfäden der Stellnetze nicht erkennen. Im schlimmsten Fall verheddern sich die Tiere in den Netzen und ertrinken.
Quelle: ebd.
Die Politik bekleckert(e) sich da nicht mit Ruhm.
Schon 2020 machte der Internationale Rat für Meeresforschung konkrete Vorschläge für den Schutz der bedrohten Wale in der Ostsee: Umfassende Fischereiverbote in den Schutzgebieten und akustische Warnsignale an den Fischernetzen außerhalb der Schutzgebiete. 2023 forderte die EU-Kommission Deutschland mit dem Fischerei-Aktionsplan auf, Maßnahmen gegen den Beifang von Schweinswalen durch die Stellnetzfischerei in der Ostsee vorzulegen. Doch bisher hat Deutschland keinerlei Maßnahmen angekündigt oder gar umgesetzt. Dabei ist kaum noch Zeit, um das Überleben des Ostsee-Schweinswals zu sichern ...
Doch eine Fischerei, in der eine bedrohte Art als Beifang stirbt, kann nicht nachhaltig sein. Deswegen muss die Stellnetzfischerei schnellstmöglich und vollständig aus den Meeresschutzgebieten ausgeschlossen werden. Nur so haben Meereslebewesen eine Chance zu überleben und sich zu erholen.
Quelle: ebd.
Das Letzte was ich da hörte, war ... Backhaus, Ehrenurkunden, kulinarische Köstlichkeiten.