Justsaying schrieb:Ich wuerde auch erwarten, dass das beauftrage Labor die Auswertung macht und ein Ergebnis, ob die Proben vergleichbar sind, liefert: also ein 'Ja/Nein' oder 'keine Aussage moeglich' (z.B. wenn Standards hinsichtlich der Behandlung der vorliegenden Proben nicht erfüllt werden).
Ich würde vor allen Dingen erwarten, dass Tönnies transparent mit dem gesamten Auftrag umgeht.
Dazu gehört zuallererst mal, die Fragestellung, mit der das Material eingeschickt wurde, öffentlich zu machen. Denn danach entscheidet sich, was überhaupt analysiert wurde und auch wie das Labor die Ergebnisse präsentiert.
Mich würde btw auch interessieren was der ganze Spaß eigentlich gekostet hat und wer das finanziert hat.
Die ursprünglichen Geldgeber sind ja wohl raus.
Justsaying schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen, dass da nur Unmengen an Rohdaten zur weiteren Auswertung zur Verfügung gestellt wurden
Hängt von der Fragestellung und dem Auftrag ab.
Wenn man beispielsweise in der Humanmedizin ein Abstammungsgutachten in Auftrag gibt,
gibt es am Ende nicht nur die Rohdaten, sondern auch eine Interpretation, der auch entsprechend für den/die Auftraggeberauftraggeberin formuliert wird, so dass das auch verstanden wird.
Dokumentiert werden auch Datum und Entnahme Situation der Proben.
Es werden dann genetische Merkmale von Kind und Mutter aufgelistet und es wäre gesondert die Merkmale hervorgehoben, die der Erzeuger des Kindes besitzen muss.
Dann wird gelistet, ob der beprobte Mann die Merkmale auf den verschiedenen Chromosomen besitzt.
Ist dies nicht der Fall, wird in dem Gutachten explizit geschrieben, dass die Vaterschaft ausgeschlossen ist.
Und voll dass die entsprechenden Merkmale vorliegen, wird eine Prozentzahl angegeben, die ausdrückt mit welcher Wahrscheinlichkeit der beprobte Mann der Erzeuger des Kindes ist.
Auch das wird explizit schriftlich in dem Gutachten präsentiert.
Das Ergebnis ist immer so formuliert, das ist von Laien verstanden wird. Und auch das Verfahren ist so beschrieben, dass es für Laien einfach nachvollziehbar ist.
Bei entsprechender Fragestellung, hätte ich hier tatsächlich auch erwartet dass die Ergebnisse Auftraggeber gerecht dargestellt werden.
Warum das hier nicht passiert ist ist offen. Vielleicht könnte der konkrete Auftrag bzw die konkrete Fragestellung hierzu Erhellung beitragen. Da diese aber nicht transparent gemacht werden, tappen alle weiterhin im Dunkeln.