Tita1992 schrieb:als Kind/Jugendliche wollte ich immer Tierärztin werden.
Ich wollte als Kind immer Ärztin werden. Hatte auch einen Doktorkoffer und den auch fleißig "genutz". 😄
Das hätte ich tatsächlich aber wahrscheinlich gar nicht machen können, denn mit Blut habe ich es nicht so. D.h. mit Blut, das aktuell fließt und spritzt. Auch der Stress z B. in einer Notaufnahme wäre glaube ich nichts für mich. Ich hätte da glaube ich zu große Angst, zu versagen.
Ich finde es aber enorm, was Ärzte, vor allem auch Fachärzte, leisten. Da ziehe ich absolut den Hut vor.
Vor etlichen Jahren lernte ich im Urlaub ein älteres Ehepaar kennen. Der Mann war Arzt, hatte aber bereits im Alter von 60 Jahren seine Praxis verkauft und hatte sich kürzlich seinen Traum eines Jurastudiums erfüllt und dieses aufgenommen.
Es gab in dieser Ferienanlage einen Vorfall, wo eine russische Urlauberin stürzte, sich offenbar verletzt hatte, liegen blieb und sehr laut herumschrie. Der ehemalige Arzt bekam das natürlich mit, rührte sich aber erst, als seine Frau ihn anstieß. Da erst ging er zu der Verletzten und untersuchte sie, bei der inzwischen schon einige andere unfachmännische Ersthelfer waren. Sie war in ein Loch im Boden getreten und hatte sich dabei offenbar etwas gebrochen (am nächsten Tag trug sie einen Gips).
Ich hatte das Gefühl, dass er das Arztsein ganz hinter sich gelassen hatte. Mit seiner Frau hatte ich danach noch eine Zeitlang etwas E-Mail-Kontakt. Sie berichtete mir, dass ihr Mann mit Feuereifer am Studieren sei, viel engagierter als viele junge Studierende.
Bei manchen Ärzten ist es auch so, dass sie in eine traditionelle Arztfamilie geboren werden und dass es da quasi eine Erwartungshaltung gibt. Das kann manchmal auch ein größeres Problem darstellen.
Tita1992 schrieb:Heute denke ich gerade darüber nach, mich neu aufzustellen. Ich habe da so eine Idee, die ist aber noch nicht spruchreif. Es geht in den sozialen Bereich und ist in jedem Fall sinnvoll.
Das klingt interessant. Magst Du mehr darüber schreiben (gerne pn!)?