@HobbyfotografIch habe mich damit auch gut arrangiert bzw. die Ausprägung ist bei mir immerhin nicht so stark, als dass ich Unterstützung im Alltag benötigen würde (ansonsten könnte ich auch meinen Beruf in der Form, mit z.B. beruflichen Reisen, internationalen Umzügen, hohen Stundenzahlen, nicht ausüben).
Ich sehe das einfach ganz realistisch: es gibt, wie bei jedem Menschen, Dinge die mir liegen, und Dinge die mir nicht liegen - bloß mit einem gegenüber den meisten Menschen deutlich verschobenen Stärken-Schwächen-Profil. Immerhin habe ich das Glück, dass ich a) überhaupt berufstätig sein kann, b) die Schulleistungen für einen entsprechenden Beruf, in dem zumindest meine Ausprägung von Autismus kein Hindernis darstellt, ausreichten. Typische Berufe die z.B. mit einem Hauptschulabschluss oder mittelmäßigen Realschulabschluss zugängig wären (welche m.E. oft bedeuten: Anweisungen einer Art die für mich oft unklar sind, Kunden-/Patienten-/Kinderkontakt, körperlich zu schwere Arbeit, oft wenig Toleranz gegenüber "anders sein" da hohe Ersetzbarkeit) würde ich ganz ehrlich nicht schaffen bzw. würde wahrscheinlich schnell eine Kündigung erhalten oder es würde in einer Krankschreibung enden. Auch typische Aushilfsberufe wären deutlich erschwert.