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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

15 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kriminalität, Anders ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Seite 1 von 1

Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

23.05.2026 um 22:39
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob so ein Thema hier erlaubt/ erwünscht ist. Falls nicht, einfach stilllegen bitte.

Ich merke sehr oft, dass ich die Welt hinsichtlich Kriminalität (gerade was Kinder betrifft) komplett anders sehe und leider viele Mitmenschen als sehr leicht- bzw. gutgläubig empfinde und sie darum
aber auch oft beneide, da ja in den allermeisten Fällen tatsächlich nichts passiert.

Ich hingegen, denke immer an die 1 Prozent, habe direkt Inga, Hilal und die ganzen anderen Kinder im Hinterkopf.

Neulich waren wir in einem Ferienpark und selbst 4 jährige liefen dort alleine umher mit nicht wesentlich älteren Geschwistern. Ich möchte deutlich machen, dass dies hier keine Kritik an irgendwelchen Eltern sein soll. Ich versuche meinen Kindern ja auch Freiheit zu geben bzw. tue dies auch. Aber ich checke immer direkt alle Gefahren ab und versuche diese zu umgehen und habe im Hinterkopf, dass überall wo viele Kinder sind sich Pädophile lauern.

Ich bin definitiv anders als andere Eltern - leider!

Vielleicht habt ihr das ja auch, ggf. auch in ganz anderen Bereichen.

Viele Grüße
Crimemädel


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 00:43
Ich denke Du solltest mal in Dich gehen und versuchen diese Angststörung, und das ist es , zu überwinden.
Notfalls mit psychologischer Hilfe.
Du hast Dich auf die Kriminallfälle versteift, die aus solchen menschlichen Begegnungen entstanden sind.
Das aber sind vielleicht 0,00001 % aller Begegnungen.
Vollkommen falsch wäre jetzt, zwischenmenschliche Beziehungen Deiner Kinder und geknüpftre Sozialkontakte von vornherein zu unterdrücken.
Damit könntest Du sie lebenslang traumatisieren, ihnen viele Chancen kaputt machen im späteren Leben.

Dir selbst tut das auch nicht gut. Selbst wenn Du Deine Ängste jetzt unterdrückst, Deinen Kindern zu liebe.
Du solltest eher Aufklärungsarbeit bei Deinen Kindern betreiben
Ihnen ein gesundes aber nicht überzogenes Mißtrauen zu vermitteln.
Mit gesundes Mißtrauen,meine ich keinesfalls grundsätzliches Mißtrauen gegenüber jedem Menschen oder besitmmten Gruppen.

Wenn Du Deinen Kindern alles das an Wissen mitgegeben hast, das sie sich nie in solche Situationen begeben, bzw mit irgend einem Fremden mitzgehen. Wenn Du das alles getan hast, was man tun kann und Dir sicher sein kannst, das Deine Kinder keine Opfer werden, dann kannst Du Deine Ängste auch auf ein Minimum zurückdrehen und wieder beruhigt den Alltag geniessen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 01:30
Nunja, die Welt bezüglich Pädophile Menschen hat sich schon in der heutigen Zeit verändert im Gegensatz zu früher. Allein durch Medien und Internet..

Ich kann die Ängste schon nachvollziehen. Ist aber auch wichtig, sich da nicht zu versteifen.

Und zum Threadthema:
Ich merke es daran, dass ich mich einfach anders verhalte als andere. Oder ich werde aufmerksam auf Dinge gemacht, die ich gerade getan oder gesagt habe.
Ich passe nicht in diese Welt, glaube ich, selbst wenn ich es gern würde. ^^
Wahrscheinlich habe ich es nicht gelernt mich anzupassen.

Ich hab auch Ängste, die ich an mir nicht verstehe, wo ich schon anfing per chatgpt mich zu informieren.

Oder zum Glück auch Ängste die ich inzwischen nicht mehr habe. Eine schöne Sache, Ängste zu kontrollieren oder zu bekämpfen. Liegt aber auch an einem selbst etwas im Leben dafür zu ändern oder über seinen eigenen Schatten zu springen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 14:59
Ich glaube, es ist keine gute Strategie, Kinder zu sehr unter "Verschluss" zu halten. Dann sie müssen irgendwann mit ihrer Umwelt interagieren und müssen dazu Erfahrungen gesammelt haben, auch die sie zurückgreifen können. Ich selbst bin in einem sehr restriktiven Elternhaus großgeworden und kam nach meinem sehr frühen Auszug mehrfach in gefährliche Situationen, die ich mit Weitsicht hätte verhindern können.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 21:36
Zitat von crimemädelcrimemädel schrieb:Vielleicht habt ihr das ja auch, ggf. auch in ganz anderen Bereichen.
Jep, im Restaurant beim bezahlen. Meine Regel, für jene die es mitmachen, der komplette Tisch geht zu selben Anteilen durch alle Pärchen oder Freunde.
6 Freunde, alles geht durch 6 und tschüss, egal wieviel jeder hatte.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 22:13
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ich selbst bin in einem sehr restriktiven Elternhaus großgeworden und kam nach meinem sehr frühen Auszug mehrfach in gefährliche Situationen, die ich mit Weitsicht hätte verhindern können.
Kann ich gut nachvollziehen - ebenfalls (sehr) restriktives Elternhaus mit vielen Regeln deren Zweck ich auch heute als Erwachsene noch immer nicht einsehe. (Bei bestimmten Regeln verhält es sich ja so, dass man sie ggf. als Kind oder Jugendlicher nicht einsieht, einem das später als Erwachsener aber sehr wohl einleuchtet.) Als schon selbst deutlich zurückhaltender Mensch dann mit anderer Auswirkung als bei dir: Keine der gefährlichen Situationen, aber einfach, weil ich mir vieles gar nicht zugetraut habe, z.B. Einladungen (zu mir oder andere besuchen) lange mied auch wenn es sich denn mal ergab, auch nirgendwo hingefahren wäre für (Kurz-)Urlaube, Anmelden zu Vereinen/Gruppen ich mir auch lange nicht zutraute.
Da wären stattdessen Eltern oder andere "Miterzieher" die eher ermutigen (lade doch mal XYZ ein), mal mitmachen (Zugfahren etc.) passend gewesen.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Jep, im Restaurant beim bezahlen. Meine Regel, für jene die es mitmachen, der komplette Tisch geht zu selben Anteilen durch alle Pärchen oder Freunde.
6 Freunde, alles geht durch 6 und tschüss, egal wieviel jeder hatte.
Finde ich völlig okay wenn das ungefähr passt (hinsichtlich dessen was man isst und trinkt, und inwieweit da eine Abweichung einfach als Geschenk gesehen werden kann vs. eine heftige Ausgabe wäre).
Unfair m.E. wenn jemand dabei ist der sich das Essengehen schon kaum leisten kann, und dann noch mehr bezahlt als was bestellt wird.
Heutzutage mache ich da mit: a) kann es mir leisten, b) es wird nicht so extrem preislich unterschiedlich bestellt und es ist niemand mit einer Einstellung, einfach mal auf Kosten anderer üppig zu bestellen, dabei.
Finde es je nach Runde auch gut, wenn es heißt: Azubis/ Studenten zahlen nichts oder die Hälfte. (Kenne ich so von diversen Arbeitsplätzen, wenn selbst/ durch die Teilnehmer zu bezahlen ist.)

Wo ich merke dass ich anders bin: Als Autist mit Hyperakusis und Prosopagnosie bei vielem.
Das geht los beim (Nicht-)Wiedererkennen von Menschen am Gesicht, beim Einordnen ob einem etwas zusagt (was für viele noch als "gesellig" gilt ist für mich "verwirrende, belastende Lärmhölle"), bei einem gegenüber vielen ziemlich verschobenem Stärken-Schwächen-Profil (in vielem fällt mir leicht was vielen (eher) schwer fällt und ganz genauso umgekehrt). Interessen immer stark abweichend gewesen von denen die man als "typisch" jeweils fürs Alter und Geschlecht angesehen hat; konnte als Kind mit typischen Spielsachen und Aktivitäten nichts anfangen, als Jugendliche stellten sich dan auch die dafür typischen Interessen nicht ein (Interessen wie: Fan sein (von Sportlern, Musikern, Schauspielern), erste Liebe, Mode/Aussehen...), auch als Erwachsene, was viele begeistert ist mir irgendwie nichts und ich muss schon ziemlich suchen Leute mit ähnlichen Interessen oder auch mir einer ähnlichen Ausübung ggf. anderer Interessen zu finden.
Hatte als Kind schon immer den Eindruck, dass irgendetwas ganz gewaltig nicht stimmt, konnte es mir aber nicht erklären und vermutete z.B., man würde mir eine Behinderung verschweigen, irgendwas sei bei meiner Geburt schiefgelaufen oder ich sei eine Art Experiment (letzteres mag überheblich klingen, "was Besonderes", aber so stellte ich es mir nicht vor - nicht als irgendein tolles Experiment, sondern als "ist kein richtiger Mensch geworden").


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 22:20
Zitat von DieSukkulenteDieSukkulente schrieb:Nunja, die Welt bezüglich Pädophile Menschen hat sich schon in der heutigen Zeit verändert im Gegensatz zu früher. Allein durch Medien und Internet..
Die Welt hat sich verändert, ja.
Aber Pädohile gab es schon immer.
Ich bin 2x mit welchen in Berührung gekommen.
Den Einen, der uns Pornoheftchen beim Schwimmtraining in die Umkleide schob und anschließend von unserem Schwimmlehrer einen Ex Spieß der Wehrmacht,furchtbar verdroschen wurde, bevor er der Polizei übergeben wurde ( Ach, der Mann muss wohl ausgerutscht sein )
Solche Vorfälle wurden seinerzeit eben gar nicht bekannt.

Der andere Pädophile war mein Religionslehrer in der Grundschule.
Wir Jungs haben uns immer amüsiert, wenn der mit Vollerrektion vor der Klasse stand.
Nachher erfuhren wir bei einem Klassentreffen von den Mädchen , bzw Frauen, das er auch körperlich übergriffig war und die Mädchen berührte so wie sich eine Gelegenheit ergab.
Heute wäre der nach 3 Tagen weg unter viel Tam Tam, Presse usw.
Seinerzeit allerdings wurde das totgeschwiegen.
Selbst wenn ein Kind zu Hause davon erzählt hätte. Für unsere Elterngeneration waren Lehrer etwas "unantastbares" und es war unerhört dies nur anzunehmen oder gar bei der Polizei anzuzeigen.

Meine Eltern haben mir seinerzeit den Film mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe gezeigt, wo es darum ging, wie ein Kindermörder die Kinder erst anlockte und dann ermordete .
Gerd Fröbe spielt so überzeugend den "schwarzen Mann", das einem bange wurde.
Die Botschaft war klar: Gehe nie mit einem Fremden mit. Das habe ich,auch aufgrund dieses Filmes, schon mit 8 Jahren verinnerlich gehabt.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 22:38
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Finde ich völlig okay wenn das ungefähr passt
Und hier ist der Punkt, das was "ungefähr passt" wird hierzulande schon oft bei 3EUR diskutiert und da bin ich raus. Da fühle ich mich nicht wohl. Wir haben natürlich im Freundeskreis unterschiedliche Niveaus der Einkommen, teilweise auch stark unterschiedlich. Ich persönlich löse es so, daß wenn jemand von den einkommensschwachen nach zuhause einlädt, Grillen oder so, ich dort eben bewusst einen 30er da lasse ohne das jemand was davon mitbekommt damit der Einladende nicht vorgeführt wird.
Beim Essen ist es dennoch meistens so, daß die Preise sich am Ende bei einer 60EUR Rechnung im Schnitt eine Standardabweichung von maximal 10Euro hat und das ist bei uns Idr ungeschriebenes Gesetz.
Früher beim Zelten haben wir es anders gemacht, da hatten wir die Kasse und jeder hat reingehauen was ging und davon haben wir eingekauft. Auch nicht jedermanns Sache.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 22:48
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Selbst wenn ein Kind zu Hause davon erzählt hätte. Für unsere Elterngeneration waren Lehrer etwas "unantastbares" und es war unerhört dies nur anzunehmen oder gar bei der Polizei anzuzeigen.
Vermutlich wäre das in meiner Generation für die Elterngeneration genauso gewesen.

Damals gab es auch Warnungen vor "Fremden", sowie Beispiele wie diese agieren würden, etwa, dass typische Situationen seien, aus einem Auto heraus nach dem Weg gefragt und zum Einsteigen aufgefordert zu werden, oder dass einem jemand Tiere (v.a. Katzen- und Hundewelpen) zeigen wollte.
Wichtig fände ich heutzutage:
- Sobald Kinder alt genug sind das überhaupt zu verstehen, auch darüber reden dass Menschen die nichts Gutes im Sinne haben durchaus auch mit "den Eltern ist was passiert", "falscher Polizist" schocken können (Kennwort vereinbaren, Polizei anrufen)
- Kinder wissen lassen, dass sie einem alles erzählen dürfen und sollen, auch wenn sie sich (ihrer Meinung nach) falsch verhalten haben. Und selbstverständlich auch, wenn ihnen jemand unangenehm vorkommt (Verwandte, Lehrkräfte, Leute im Verein, Leute bei Besuch bei Spielkameraden etc.).

Bei einer Erziehung wie sie noch bei mir und wahrscheinlich bei vielen meiner Generation üblich war, hätte ich z.B. auch den Lehrer (oder anderen Erwachsenen) mit Erektion bloß lustig gefunden, und in Situationen in denen nach irgendeinem Fehlverhalten meinerseits irgendetwas passiert wäre nichts gesagt und wahrscheinlich das ganze noch kaschiert.
(Meiner Einschätzung nach; derartiges kam glücklicherweise nicht vor.)
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Und hier ist der Punkt, das was "ungefähr passt" wird hierzulande schon oft bei 3EUR diskutiert und da bin ich raus. Da fühle ich mich nicht wohl.
3 Euro? Wäre für mich nie ein Problem gewesen, nicht mal zu knappsten Zeiten (zu denen ich mir überhaupt Essengehen hätte leisten könnte).
Mit "ungefähr passt" meine ich schon: Faktor 2 oder derartiges. Z.B.: Ausnahmsweise als "armer Student" (es war wirklich knapp) zum Essen mitgehen, nehme die Kürbissuppe und ein Wasser (beispielsweise), und dann mich gut daran beteiligen dass andere da ggf. Steaks, mehrere Biere, Cocktails... nehmen. Hätte ich als unfair empfunden.
Wenn ich heutzutage meinetwegen das Gemüsecurry und eine Saftschorle nehme und rundum werden Fleischgerichte mit einem alkoholischen Getränk dazu bestellt: Ist okay.
Beim Essen ist es dennoch meistens so, daß die Preise sich am Ende bei einer 60EUR Rechnung im Schnitt eine Standardabweichung von maximal 10Euro hat und das ist bei uns Idr ungeschiebenes Gesetz.
60 Euro (auch in Deutschland, erst vor wenigen Monaten dort gewesen) kommt bei uns pro Person nie und nimmer raus - (wenn wir zu zweit für über 100 Euro essen gehen würden, das würde mir heftig auffallen); was sich aber auch daraus ergibt, dass wir zwar in "soliden, ordentlichen" Restaurants essen gehen, aber da eben keine Fleisch- oder Fischgerichte, alkoholische Getränke und auch keine Nachspeisen dabei sind.
Letztes Essengehen in Deutschland, dem Wunsch der Gruppe entsprechend "gutbürgerlich Bayerisch" a la Rathauskeller: 2x Kürbisrisotto und Tee (mein Mann und ich), die anderen hatten Ente, Schweinsbraten, Bier, noch Nachspeisen...
Heutzutage kann mir das egal sein; früher hätte ich keine 120 Euro für mich und meinen Mann auf den Tisch gepackt nachdem wir jeder 'ne Kleinigkeit (oder auch eine volle, aber vegetarische Mahlzeit) und ein alkoholfreies Getränk hatten.
Früher beim Zelten haben wir es anders gemacht, da hatten wir die Kasse und jeder hat reingehauen was ging und davon haben wir eingekauft. Auch nicht jedermanns Sache.
So kenne ich das auch von Zelten, Grillfeier u.ä: Kasse, oder jeder bringt was mit.


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um 10:24
Zitat von crimemädelcrimemädel schrieb:Ich bin definitiv anders als andere Eltern - leider!
Ich glaube nicht, dass Du Dich komplett von anderen Eltern unterscheidest, denn das Gros der Eltern ist heute nach meinen Beobachtungen doch sehr auf den Nachwuchs bedacht, gar nicht wenige sind sogar überbehütend - Stichwort Helikoptereltern.
Zitat von crimemädelcrimemädel schrieb:Neulich waren wir in einem Ferienpark und selbst 4 jährige liefen dort alleine umher mit nicht wesentlich älteren Geschwistern.
Da kommt es meiner Meinung nach auf mehrere Umstände an. Man sollte das nicht generell verurteilen aber ich halte es auch für wichtig, das Umfeld auszuloten und als Eltern die Kinder in Sichtweite zu haben.
Z.B. in einem riesigen Freizeitpark kann man ein 4jähriges Kind natürlich nicht alleine laufen lassen, aber in einem kleineren überschaubaren Tierpark u.U. schon mit älteren Geschwistern.
Zitat von crimemädelcrimemädel schrieb:Ich versuche meinen Kindern ja auch Freiheit zu geben bzw. tue dies auch
Das ist auch wichtig. Man muss den Kindern auch etwas zutrauen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Du solltest eher Aufklärungsarbeit bei Deinen Kindern betreiben
D'accord, das halte ich auch für wichtig.
@crimemädel Man sollte Kinder altersgemäß an Dinge heranführen, wie z.B. Fußweg üben, Verkehrserziehung machen, ihnen erklären, die sich sich anderen Menschen gegenüber verhalten sollen. Es auch Dinge machen und ausprobieren lassen, denn nur so kann es lernen. Sei es mit Besteck umzugehen, Fahrrad o.ä. zu fahren oder in der Küche zu helfen.
In meiner Kindheit (70er/80er Jahre) wurde uns eingeprägt, nicht mit Fremden mitzugehen. Das ist natürlich wichtig, aber dabei wurde der Aspekt nicht bedacht, dass der Missbraucher nicht unbedingt der Unbekannte ist, der hinterm Gebüsch lauert. Sondern oft ist es gerade ein Bekannter, ein Freund oder gar ein Verwandter 🤮.
Deswegen ist es auch wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass es einem alles erzählen kann.
In der Stadt, in der ich lebte, war mal ein 12jähriges Mädchen erst vermisst und wurde dann leider missbraucht und getötet in einem Schrebergarten aufgefunden. Zum Glück konnte der Täter, ein Vorbestrafter, ermittelt werden. Er hat später ausgesagt, dass er das Mädchen mit Schokolade in eine Gartenkolonie gelockt habe. Ich habe mich gefragt, wie das hat sein können. Vielleicht hat das Mädchen zu Hause keine Süßigkeiten bekommen, so dass die Schokolade für sie attraktiv war.
Andererseits hätte der Mann ihr ja auch von süßen Tieren erzählt haben können.
Klar muss man Kindern grundsätzlich vermitteln, dass sie sowas nicht glauben dürfen. Aber es ist auch normal, dass ein Kind von 12 Jahren nicht mehr an der Hand der Eltern läuft sondern auch schon eine gewisse Selbstständigkeit haben muss.

Rückblickend auf meine Kindheit war man als Eltern glaube ich oft zu lax. Kinder durften alleine ins Schwimmbad, ohne dass sie schwimmen konnten, heute ein Unding.
Kinder wurden ins Geschäft geschickt, um für die Eltern Zigaretten und Bier zu kaufen, eine Altersprüfung gab es nicht.
Kinder wurden oft rücksichtslos vollgequalmt, da überall geraucht werden durfte, sogar in Krankenhäusern (!). In der Mittelstufe hatten wir einen Lehrer, der im Unterricht am geöffneten Fenster rauchte.
Es gab auch noch Lehrer, die geschlagen haben.
Es gab auch keine Kindersitze fürs Auto oder Babyschalen.
In den letzten Jahrzehnten hat sich sehr vieles geändert, auch die Einstellungen der Menschen.
Bestimmte Gefahren wurden minimiert, andere sind erst neu entstanden.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

um 13:50
Zitat von nairobinairobi schrieb:In meiner Kindheit (70er/80er Jahre) wurde uns eingeprägt, nicht mit Fremden mitzugehen. Das ist natürlich wichtig, aber dabei wurde der Aspekt nicht bedacht, dass der Missbraucher nicht unbedingt der Unbekannte ist, der hinterm Gebüsch lauert. Sondern oft ist es gerade ein Bekannter, ein Freund oder gar ein Verwandter 🤮.
Oder zwar kein Bekannter, Freund oder Verwandter, sondern jemand der zu einer Personengruppe gehört auf die man laut Eltern zu hören habe: Lehrer, Musiklehrer (außerschulisch), Trainer, Gruppenleiter im Verein etc.
Das, oder jemand der sich als eine Person aus der Gruppe auf die man zu hören habe ausgibt: falscher Polizist etwa.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Deswegen ist es auch wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass es einem alles erzählen kann.
Absolut. Und eben auch, wenn das Kind in die Situation geraten ist, nachdem es sich entgegen zu Hause ausgemachter Regeln verhalten hat, z.B. wenn etwas passiert ist nachdem das Kind gestohlen hat, als Anhalter mitgefahren ist oder jemanden besucht hat den zu besuchen untersagt wurde.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Rückblickend auf meine Kindheit war man als Eltern glaube ich oft zu lax. Kinder durften alleine ins Schwimmbad, ohne dass sie schwimmen konnten, heute ein Unding.
Kinder wurden ins Geschäft geschickt, um für die Eltern Zigaretten und Bier zu kaufen, eine Altersprüfung gab es nicht.
Kinder wurden oft rücksichtslos vollgequalmt, da überall geraucht werden durfte, sogar in Krankenhäusern (!). In der Mittelstufe hatten wir einen Lehrer, der im Unterricht am geöffneten Fenster rauchte.
Es gab auch noch Lehrer, die geschlagen haben.
Es gab auch keine Kindersitze fürs Auto oder Babyschalen.
In den letzten Jahrzehnten hat sich sehr vieles geändert, auch die Einstellungen der Menschen.
Bestimmte Gefahren wurden minimiert, andere sind erst neu entstanden.
Derartiges kenne ich auch, auch teils von den eigenen Eltern*, obwohl diese ansonsten eher streng waren.

*Konkret:
Meine Eltern rauchten (und rauchen) nicht, und sie erlaubten und erlauben kein Rauchen in ihrer Wohnung. Meine Eltern tranken (und trinken) Alkohol selten; mal zu einem Fest, mal die typische Flasche Wein als Geschenk für jemanden.
Dennoch:
- Auch als Kind für die Oma beim Einkauf Zigaretten mitkaufen. Ich hätte diese nicht geraucht, aber die Möglichkeit hätte ich so gehabt wenn mir danach gewesen wäre.
- Als Kind beim Einkauf auch mal Alkohol mitkaufen. Selbiges: Hätte ich nicht getrunken, aber wenn ich gewollt hätte...
- Wenn Raucher besucht wurden, welche mitunter auch direkt neben mir rauchten, und ich mich über den Geruch beschwerte, wurde ich zurechtgewiesen, obwohl meine Eltern den Geruch selbst schlimm fanden. Aber man solle halt als Gast "nichts sagen, das gehört sich nicht".
- Laut Fotos gab es für mich einen Kindersitz als Baby, danach wurde ich mit Bauchgurt angeschnallt und einer Decke drunter auf die Rückbank (mittlerer Sitz) gesetzt. Irgendwann in den 90ern wurden dann Sitzerhöhungen auch für ältere Kinder, zu nutzend mit Dreipunktgurt, verpflichtend, sofern diese eine gewisse Größe noch nicht erreicht haben und/oder unter 12 sind, so war dann von 9 - 12 die Sitzerhöhung da. Da meine Eltern sich an geltende Regeln streng halten, wurde die Sitzerhöhung auch angeschafft.
- Schlagen in der Schule war zu meiner Kindheit nicht mehr erlaubt; laut Internetrecherche wurde es in meinem Bundesland im Jahr meiner Geburt untersagt. Etliche Lehrer die ich hatte hatten diese selbst noch (in den Jahren zuvor) angewandt und somit während meiner Schulzeit sie mitunter noch angedeutet. Ich erinnere mich da auch einen Lehrer, der bei Schülern auf den Tisch schlug, immer ganz knapp neben die Hand.

Meine "Drittoma" (Nachbarin) war Lehrerin gewesen. Nett, total vernarrt in Kinder, klug, wusste spannende Sachen und kannt witzige Wortspiele - ich habe sie sehr gemocht und sie war auch bei anderen Nachbarskindern beliebt. Als sie noch Lehrerin war, hat sie (Eigenaussage, Aussage von ihren damaligen Schülern im Alter meiner Eltern) durchaus Ohrfeigen verteilt und mit einem Geigenbogen (anders als Grundschullehrer zu meiner Grundschulzeit Gitarre spielten, spielte sie Geige) auf die Finger geschlagen.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Zum Glück konnte der Täter, ein Vorbestrafter, ermittelt werden. Er hat später ausgesagt, dass er das Mädchen mit Schokolade in eine Gartenkolonie gelockt habe. Ich habe mich gefragt, wie das hat sein können. Vielleicht hat das Mädchen zu Hause keine Süßigkeiten bekommen, so dass die Schokolade für sie attraktiv war.
Es würde mich erstmal auch verwundern, gerade da die Methode so stereotyp wirkt. Vorstellen kann ich mir aber durchaus Abwandlungen, in denen Kinder den Ablauf als anders als das was sie als "mit Schokolade anlocken" ansehen wahrnehmen. Z.B. erst um eine kleine Hilfe bitten, alles noch okay, und dann dürfe sich das Kind als Belohnung eine Schokolade holen kommen.
Es ist nicht selten, dass Kinder noch Situationen, die ein bisschen anders sind als ganz anders einordnen.
Ebenso, dass Kinder, die zwar mit "Fremden" nicht mitgehen würden, eine Person nicht mehr als "fremd" einschätzen wenn diese eine Verbindung nennt, z.B. vorgibt, der Arbeitskollege eines Elternteils oder Eltern-, Großelternteil eines Mitschülers zu sein.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Es auch Dinge machen und ausprobieren lassen, denn nur so kann es lernen. Sei es mit Besteck umzugehen, Fahrrad o.ä. zu fahren oder in der Küche zu helfen.
Dito. Um für jemanden etwas herauszusuchen, war ich letztens auf der Webseite meines Heimatorts. Dort habe ich gesehen, dass der Kindergarten nach Umbau eine Werkstatt hat, mit echten Werkzeugen wie in der Schule im Werkunterricht - in Kindergröße, manuell (nicht elektrisch, die Bohrmaschine ist zum Kurbeln), aber eben funktionsfähig anstatt die Plastik-Bosch-Werkbank bei der man sich nicht verletzen kann aber an der man auch nichts wirklich bauen kann.
Super Sache :)


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um 14:42
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich glaube nicht, dass Du Dich komplett von anderen Eltern unterscheidest, denn das Gros der Eltern ist heute nach meinen Beobachtungen doch sehr auf den Nachwuchs bedacht, gar nicht wenige sind sogar überbehütend - Stichwort Helikoptereltern.
Auf was bezieht sich "das Gros"? Auf Beobachtung in deinem eigenen Umfeld oder auf andere Informationsquellen? Ich kann keine Zahlen/Statistiken angeben, aber ich kann mich nicht erinnern, dass der u. g. Verband vor dem Sphone-Zeitalter genötigt war, an Eltern zu appellieren:
Deutliche Worte vom Schwimmmeister-Verband: Eltern sollten besser auf ihr Kind als auf das "dämliche Smartphone" achten. Hintergrund: die steigende Zahl von Badeunfällen.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/schwimmmeister-badeunfaelle-aufmerksamkeit-eltern-kinder-100.html

Ich möchte nicht verallgemeinern, viele Eltern sind sicherlich fürsorglich. Dennoch ist mein Eindruck, dass o. g. nicht nur für Schwimmbäder gilt. Ich beobachtete schon öfters Szenen, in denen Eltern nur auf ihr SPhone starrten und von ihrem Kind keine Notiz nahmen. Ich erinnere mich u. a. an eine Szene im Zoo: Das Kind (Kindergartenalter) stellte dem Vater wiederholt dieselbe Frage zu den Tieren im Gehege. Der starrte auf sein Sphone und registrierte das gar nicht.

@crimemädel
Ich kann deine Bedenken zwar gut nachvollziehen. In manchen Dingen habe ich auch weniger Zuversicht als andere Menschen. Doch ich denke, dass es besser für Kinder ist, wenn man sie nicht in Watte packt. Wer nie hinfällt, lernt auch nicht, sich rechtzeitig abzufangen bzw. wieder aufzustehen (im wörtlichen und im übertragenen Sinn).
Wenn man Kinder, um sie vermeintlich zu schützen, zu sehr in ihren Freiheiten einschränkt, hat das evtl. nur den Effekt, dass man sich selbst weniger Sorgen machen muss.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

um 14:53
Zitat von watnuwatnu schrieb:Auf was bezieht sich "das Gros"? Auf Beobachtung in deinem eigenen Umfeld oder auf andere Informationsquellen? Ich kann keine Zahlen/Statistiken angeben, aber ich kann mich nicht erinnern, dass der u. g. Verband vor dem Sphone-Zeitalter genötigt war, an Eltern zu appellieren:
M.E. muss ich "überbehüten" und das von dir traurige und bedenkliche Verhalten nicht widersprechen.
"Überbehüten" heißt nämlich keinesfalls, sich besonders (sinnvoll) zu sorgen und zu kümmern.

Durchaus kann ich mir Eltern vorstellen, die das machen
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich erinnere mich u. a. an eine Szene im Zoo: Das Kind (Kindergartenalter) stellte dem Vater wiederholt dieselbe Frage zu den Tieren im Gehege. Der starrte auf sein Sphone und registrierte das gar nicht.
(traurig! selbst wenn das etwas relativ Dringendes gewesen wäre - meinetwegen: da meldet sich die Mutter wegen einer Panne oder wegen Krankheit des anderen Kindes -, hätte es m.E. den Moment warten können, dann kurze Erledigung der Sache (Anruf, Message) mit Ankündigung ans Kind dass es "einen kleinen Moment" dauert, weg mit dem Gerät und dann Aufmerksamkeit wieder beim Kind, wie ich das auch noch "von früher" kenne wenn z.B. die Eltern dringend telefonieren mussten oder es an der Tür klingelt)
und ihr Kind im Schwimmbad nicht beachten während sie mit dem Handy auf der Liegewiese sind (bei einem Buch dieses ggf. viel häufiger unterbrochen hätten), gleichzeitig aber überbehüten dahingehend, ihrem Kind auch entwicklungsgemäß sinnvolle Wegstrecken nicht alleine zu erlauben, bei jeder sich ggf. ankündigenden kleinen Verletzung mit Besteck oder Werkzeug mit "gib' mal her!" ankommen und die Spielgeräte, die realistisch mit geringem Verletzungsrisiko schaffbar wären, auf dem Spielplatz nicht erlauben.
Sowas ist Überbehütung.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

um 16:03
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:"Überbehüten" heißt nämlich keinesfalls, sich besonders (sinnvoll) zu sorgen und zu kümmern.
Ja, das meinte ich mit dem Bsp. "Hinfallen lernen" und mit:
Zitat von watnuwatnu schrieb: (...) Wenn man Kinder, um sie vermeintlich zu schützen, zu sehr in ihren Freiheiten einschränkt, hat das evtl. nur den Effekt, dass man sich selbst weniger Sorgen machen muss.
- -
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:M.E. muss ich "überbehüten" und das von dir traurige und bedenkliche Verhalten nicht widersprechen.
Meine Frage bezog sich auf die Angabe "das Gros" bzw., ob das der Eindruck von @nairobi ist oder ob es Untersuchungen/Zahlen dazu gibt. Ich habe mich zuvor nicht damit befasst und keine Ahnung. (Anders gefragt: Sind heute wesentlich mehr Eltern unsicherer/ängstlicher als in vergangenen Zeiten?)


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

um 16:37
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ja, das meinte ich mit dem Bsp. "Hinfallen lernen" und mit:
Exakt, das habe ich auch so interpretiert.

Worauf ich mich bezog: Dass m.E. sehr wohl a) überbehüten, b) nicht aufpassen da abgelenkt (meist wohl durch Smartphones, aber es könnte auch anderes sein) im selben Elternteil vorliegen können, ohne dass das eine extreme Ausnahme wäre, und somit die Situation im Zoo nicht bedeutet, dass nicht sogar beim selben Elternteil Überbehütung vorliegen könnte.
Selbst schon erlebt, Eltern bei denen beides stattfindet. Oft es auch danach wirkt, dass die Überbehütung stattfindet da das Kind mangels Aufmerksamkeit tatsächlich unselbstständiger ist und man nun meint, man müsse besonders behüten.

Btw.: Tolles Gegenbeispiel zur Situation im Zoo:
Vor wenigen Jahren bin ich regelmäßig mit einem Bus gefahren der v.a. zwei Arbeitsplätze (Institut, Klinik) und einen Werkskindergarten ansteuerte. Zu den Fahrgästen gehörte fast immer ein Vater mit seinem Sohn, geschätzt Anfang 2 Jahre als ich sie erstmals sah. Der Junge lernte, erst an der passenden Haltestelle zu drücken (nachdem anfangs, es verwundert nicht, andauernd gedrückt wurde). Vater und Sohn haben sich immer darüber unterhalten was sie denn heute so tun werden, was jeweils in ihrem Rucksack ist, die Umgebung draußen kommentiert etc. Auf der Rückfahrt wurde sich dann über den Tag unterhalten, auch der Vater hat kindgerecht etwas über seinen Arbeitstag erzählt. Handy habe ich da kaum gesehen, allenfalls mal kurz a la "Die Mama schreibt sie ist spät dran, dann gehen wir zwei noch einkaufen".
Fand ich nett :) Das Kind hatte auch schon einen soliden Wortchatz, gutes Sprachniveau.

Selbstverständlich wäre eine Untersuchung dazu gut, wie es sich denn tatsächlich heutzutage vs. früher im Mittel verhält.
Manchmal dürfte das auch schwierig sein einzuschätzen, da sich konkrete Situationen und die Durchführung unterschieden:

Heutzutage wird es kritisiert, wenn z.B. ein kleines Kind unbeachtet bleibt weil sich am Handy der Freizeit gewidmet wird: Elternteil ist abgelenkt.
Früher gab es diese Geräte nicht, dafür galt zu viel Aufmerksamkeit fürs Kind als schädlich, und man hat bewusst schreien gelassen, alleine schlafen ab Geburt etc. (Kann man so in damaligen Erziehungsratgebern finden, ggf. vorhandene Fotos zeigen es tendenziell, und ganz exemplarisch: Ich kann mich noch gut erinnern, als meine frühere Schulfreundin in ihren 30ern um 2010 herum ihr erstes Kind bekam und das Kind gestillt, getragen und auch schon als Baby überwiegend bei sich gehabt hat. Kommentar meiner Mutter: Sie verwöhne ihr Kind viel zu sehr.*) Bewusst durchgeführt, als gute Erziehung angesehen, aber durchgeführt wurde etwas sehr ähnliches.

*Für sie war es noch normal: Baby viel weglegen. Obwohl sie es völlig normal fand, ein Kleinkind viel dabei zu haben, viel zu erklären, selber machen lassen... (Sieht man auch auf Kinderfotos von mir, die normale Schnappschüsse auf dem Alltag sind.) Aber ein Baby, so zu ihrer Zeit als frische Mutter empfohlen, weglegen, knapp versorgen und dann wieder ins Bettchen legen, und nur tragen das Baby irgendwo hinzuheben, transportieren im Kinderwagen.


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am 15.04.2026 »
Menschen: Was mit 3 Billionen € machen, wenn man nur noch wenig Zeit hat?
Menschen, 122 Beiträge, am 30.09.2023 von Doors
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Menschen: Berlin - fühlt man sich hier noch wohl?
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Menschen: Wieso habe ich Mitleid mit dem Serienmörder Jeffrey Dahmer?
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am 15.08.2020 »
Menschen: Kinderpornos im Klassenchat verbreitet
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Berodas am 12.04.2019, Seite: 1 2 3 4 ... 15 16 17 18
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am 26.04.2019 »