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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

45 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kriminalität, Anders ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

26.05.2026 um 18:02
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Wir hatten in der Verwandtschaft (auch 70er) ein Paar, das erst keine Kinder bekommen konnte, nach Fruchtbarkeitsbehandlung hatten sie dann zwei Kinder innerhalb eines Kalenderjahrs, was sie ziemlich überfordert hat. Damit sie "Paarzeit" haben, sind sie sonntags immer zu zweit gemütlich Frühstücken gewesen, die Kids waren daheim im Kinderzimmer eingeschlossen. Heute wäre das Undenkbar, haben aber früher doch einige Leute so gemacht.
Sowas.
Den Eindruck, dass meine Eltern mit mir überfordert gewesen wären, hätte ich nichtmal (meine Mutter war sogar relativ stark (und das meine ich anerkennend) "Öko-Mama", mit viel selber stricken und nähen, Spielzeug selbermachen, natürlich alles selber kochen, keine Fertigprodukte... also schon Zeit und Energie investiert). Da war man aber wohl noch der Meinung, mit Tragen, Stillen würde ein Baby verwöhnt.
Zitat von stef25stef25 schrieb:Ich merke es immer wieder, wenn ich mit meinem besten Kumpel in die Kneipe gehe.
Mir fällt das "anders als andere" darin auf, dass ich nicht "weggehe".
Sehr wohl verlasse ich das Haus, besuche Museen, Bibliotheken, gehe spazieren und wandern, besuche Menschen,... nur der Typ "gemeinsam genutzte Räumlichkeit zum Treffen in ausgelassener Stimmung mit Alkoholkonsum" sagt mir nicht zu. Also: Bar, Kneipe, Club, Weinfeste, Volksfeste, Stadtfeste... (Die Stadtfeste gerade noch, wenn mit Flohmarkt oder Markt kombiniert, und ich schaue dann zu einer Zeit hinzugehen zu der noch kein oder möglichst wenig "Kneipenatmosphäre" herrscht.)
Wann mir das auffällt:
- Smalltalk-Thema "deine Lieblingsbar, dein Lieblingsclub, deine Lieblingskneipe", oder auch wenn jemand einen ernsthaften Tipp möchte, wo man denn hier gut "weggehen" könne
- wenn eine Aktivität die mich eigentlich interessieren würde an so einen Ort verlegt wird, z.B. ein Verein den ich inhaltlich interessant finde sich (auch) so trifft

(Damit will ich dir das "Anderssein" gar nicht absprechen. Es gibt da sicherlich Abstufungen - z.B. Menschen wie du, die hingehen aber sich auf eine bestimmte Person konzentrieren, oder Menschen wie ich, die diese Einzelperson gar nicht in einer Kneipe (= laut, voll, Alkoholgeruch, ggf. Musik, all die Geräusche von Menschen, Zapfanlagen etc.) treffen würden, sondern zu Hause.)
Zitat von watnuwatnu schrieb:- -
Berichte über Eltern, die im Schwimmbad durch das Smartphone abgelenkt sind, habe ich auch in den letzten Jahren gelesen. Z. T. hatten die Eltern noch nicht einmal bemerkt, dass ihr Kind nicht in ihrer Nähe ist, als es von Dritten aus dem Wasser gezogen wurde.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich kann mich nicht erinnern, dass früher solche Warnungen nötig waren (wie z. B., dass Eltern beim Lesen oder Klönen nicht ihre Kinder vergessen sollen).
Ich frage mich da, ganz ernsthaft, wie es früher mit der Ablenkung durch z.B. Walkman, Hörbücher, gedruckte Bücher ausgesehen hat.
(Vage Vermutung: Kinder die besser und schneller Schwimmen lernten, sodass direkt Schwimmenlernen beaufsichtigt erfolgt und danach wenig(er) Aufsicht nötig war oder auch gar nicht erfolgte weil die Eltern nicht mehr ins Schwimmbad mitgingen.)
Zitat von watnuwatnu schrieb:Oder andere Berufe, in denen sie Gelegenheit haben, unauffällig mit Kindern in Kontakt zu kommen:
Genau das. Und da bringt es m.E. wenig, isoliert vorm "nicht mit Fremden mitgehen" zu warnen. Sollte man natürlich auch. Nur gibt es viele Situationen, in denen die betreffende Person für ein Kind entweder eine bekannte Person aus dem familiären Umfeld, eine Respektsperson (und da zählen Ärzte auch dazu) ist oder es als tatsächlich Fremder schafft, sich einem Kind gegenüber als weniger fremd darzustellen indem eine "Bekanntschaft über sieben Ecken" vorgetäuscht wird oder auch tatsächlich besteht (Arbeitskollege des Elternteils, Verwandter eines Spielkameraden, ... sein oder vortäuschen) oder vorgetäuscht wird eine Respekts- und Vertrauensperson zu sein (vorgetäuschter Polizist, Sanitäter ggf. noch mit "deine Mutter ist im Krankenhaus").
Vor den "Fremden" hat man mich gewarnt. Ob ich bei einer (vorgetäuschten) Respektsperson ("deine Mutter ist im Krankenhaus") mitgegangen wäre? Wahrscheinlich, gerade wenn's ein bisschen plausibel wirkt. Und auf die Idee, dass bei einer Verabredung mit einem anderen Kind es nicht gut ist, mit z.B. jemandem mitzufahren der sich als zu dem Kind gehörig ausgibt (nach dem Motto: "Ah, du willst zum Alex? Ich bin sein Onkel und fahre gerade den Berg rauf!"), wäre ich wohl auch nicht gekommen - Interpretation: Wenn Mama Spielen mit Alex erlaubt, ist die Alex-Familie okay. Da mag in den allermeisten Fällen nichts passieren, dennoch besser: ablehnen.

Kürzlich hatte ich an einem ehrenamtlichen Projekt teilgenommen bei den man Briefe an die Schüler einer Klasse schreibt damit Schüler Berufe im wissenschaftlichen Umfeld "aus erster Hand" kennenlernen (jeder erwachsene Teilnehmer wird einem Schüler zugeordnet, und hat dann einen themenbezogenen "Brieffreund" für ein Schuljahr; Projekt sieht mir vernünftig aus, Briefe werden auch kontrolliert, Adressen sind nicht einsehbar). M.E. sinnvollerweise wurde darauf hingewiesen, keine Kontaktmöglichkeiten außerhalb des Projekts (auch keine vagen, wie z.B. unter welchem Gamer-Namen man ein bestimmtes Spiel spiele, oder Link zur eigenen (beruflichen) Homepage (welche dann meist eine e-Mail-Adresse enthält)) auszutauschen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

27.05.2026 um 13:33
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ich frage mich da, ganz ernsthaft, wie es früher mit der Ablenkung durch z.B. Walkman, Hörbücher, gedruckte Bücher ausgesehen hat.
(Vage Vermutung: Kinder die besser und schneller Schwimmen lernten, sodass direkt Schwimmenlernen beaufsichtigt erfolgt und danach wenig(er) Aufsicht nötig war oder auch gar nicht erfolgte weil die Eltern nicht mehr ins Schwimmbad mitgingen.)
Wie man in den verlinkten Quellen nachlesen kann, wird die Ablenkung durch das Sphone bzw. die dadurch bedingte Vernachlässigung der Aufsichtspflicht als eigenständiges Problem genannt, und zwar von Personen, die praktische Erfahrung haben (Bademeister/DLRG/KH-Personal).
Ich sehe daher keinen objektiven Grund, das z. B. gedanklich mit der weiteren Ursache "Nichtschwimmer" zu verknüpfen, auch wenn dadurch das Ertrinkungsrisiko erhöht ist.
Am WE ist u. a. ein 4-jähriges Kind im Nichtschwimmerbecken ertrunken (in Ludwigshafen). Aber auch, wenn ein Kind schon schwimmen kann, heißt das nicht unbedingt, dass man es ab dem Zeitpunkt, ab dem es sich über Wasser halten kann, ganz unbeaufsichtigt lassen kann. Es kommt auch auf das Alter bzw. die Fähigkeit, weitere Gefahren einzuschätzen, an.

Auch im u. g. aktuellen Video appelliert der DLRG-Sprecher u. a. an die Eltern und erinnert an ihre Aufsichtspflicht. Dass Risiko für Nichtschwimmer wird an anderer Stelle genannt.
https://www.bild.de/news/6-menschen-am-wochenende-gestorben-dlrg-warnt-eltern-und-schwimmer-vor-toedlichen-sekunden-6a15a23c3985a21ca1651ec1

Ein weiteres, oft unterschätztes Risiko ist die Gefahr, (etwas verzögert) einen Schwächeanfall oder Kreislaufzusammenbruch zu erleiden, wenn man sich nicht langsam abkühlt.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

27.05.2026 um 14:47
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wie man in den verlinkten Quellen nachlesen kann, wird die Ablenkung durch das Sphone bzw. die dadurch bedingte Vernachlässigung der Aufsichtspflicht als eigenständiges Problem genannt, und zwar von Personen, die praktische Erfahrung haben (Bademeister/DLRG/KH-Personal).
Ich sehe daher keinen objektiven Grund, das z. B. gedanklich mit der weiteren Ursache "Nichtschwimmer" zu verknüpfen, auch wenn dadurch das Ertrinkungsrisiko erhöht ist.
Die Quellen habe ich gelesen.
Einen objektiven Grund, auch die Beherrschung des Schwimmens mit einzubeziehen, sehe ich sehr wohl: Kann das Kind gut (!) schwimmen, kann man es unbeaufsichtigt lassen - was selbstverständlich (!) nicht bei Vierjährigen möglich ist. Auch ein Seepferdchen-Abzeichen ist nicht mehr als: Ein Einstieg ins Schwimmen.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Es kommt auch auf das Alter bzw. die Fähigkeit, weitere Gefahren einzuschätzen, an.
Exakt das. Da gibt es aber immer mehr Kinder, die auch im Grundschulalter, Ende des Grundschulalters.... nicht schwimmen können, obwohl diese Kinder gesund sind (also nicht zu den wenigen gehören, die schlichtweg aus medizinischen Gründen das Schwimmenlernen nicht schaffen).
Und aus genau dem Grund beziehe ich
Ich sehe daher keinen objektiven Grund, das z. B. gedanklich mit der weiteren Ursache "Nichtschwimmer" zu verknüpfen, auch wenn dadurch das Ertrinkungsrisiko erhöht ist.
sogar als sehr wichtig mit ein: Bei einem älteren Kind, in einem Alter und mit einem Entwicklungsstand bei dem sicheres Schwimmen möglich ist, auch eine Gefahreneinschätzung die ein Nutzen von Schwimmbädern (Seen, Flüsse sind nochmals eine ganz (!) andere Sache) soweit möglich ist, scheidet es sich mitunter daran: Was hat das Kind gelernt? Schwimmen? Gefahreneinschätzung gelernt?
Da wird es die Kinder geben, bei denen man mitgehen und penibel beaufsichtigen muss. Und diejenigen, bei denen man gar nicht mit ins Schwimmbad mitgehen müsste, oder mitgeht weil man eben auch gerne schwimmt oder das Kind holen und bringen muss, und es ist okay sich im Freibad mal auf die Liegewiese zurückzuziehen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

27.05.2026 um 15:38
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Einen objektiven Grund, auch die Beherrschung des Schwimmens mit einzubeziehen, sehe ich sehr wohl:
Dass zusätzliche Faktoren das Ertrinkungsrisiko der Kinder erhöhen, ändert nichts daran, dass Bundesverbände die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht in den letzten Jahren als eigenständiges Problem ansprechen und insbesondere auf eine ablenkende Beschäftigung (Sphone) hinweisen.
Darin sehe ich einen Unterschied zu früher. Evtl. bist du zu jung, um dich selbst erinnern und vergleichen zu können. Selbstverständlich wurde auch früher vor entsprechenden Gefahren gewarnt. Und selbstverständlich gab es auch früher Eltern, die leichtsinniger waren als andere oder aus anderen Gründen nicht genug Verantwortungsgefühl hatten. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass jedes Jahr in den Nachrichten explizit darauf hingewiesen wurde, dass die Eltern z. B. beim Lesen nicht ihre Kinder vergessen sollen.
Edit: Ich werde mich zu deinen eventuellen weiteren "!" nicht mehr äußern.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

27.05.2026 um 17:31
@watnu
Selbstverständlich sehe ich darin ein großes (riesiges) Problem. Ich finde es deshalb äußerst sinnvoll dass du auf die Gefahren, auch jene die nichts mit Unaufmerksamkeit von Eltern zu tun haben (Schwächeanfall) hinweist.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Edit: Ich werde mich zu deinen eventuellen weiteren "!" nicht mehr äußern.
Musst du selbstverständlich nicht. Es war von mir alleinig konstruktiv hinweisend gemeint, da ich das Problem auf jeden Fall sehe.
(Auch sämtliche Ausrufzeichen waren konstruktiv und nicht irgendwie anderweitig gemeint, u.a., da ich es als sehr bedenklich ansehe wenn Eltern, aber auch andere Personen, ein Seepferdchenabzeichen massiv überschätzen.)

Auch, erst seit einigen Jahren, zusätzlich zu selbst Kinder unbeachtet lassen wie in der Zoo-Situation, bei Spaziergängen: Kindern während des Wartens, z.B. bei einem Termin, standardmäßig ein Smartphone in die Hand drücken, auf dem meist ein gleichzeitig actionreiches und eintöniges Spiel gespielt wird, in dem z.B. immer wieder schnell auf den Bildschirm gedrückt wird damit ein "Held" irgendwelche Blitze wirft. Einige Jahre zuvor habe ich da eher noch z.B. ein mitgebrachtes Buch oder Spielzeug oder eine leise Unterhaltung gesehen. Nicht unmittelbar so gefährlich wie elterliche Unaufmerksamkeit im Schwimmbad, langfristig aber m.E. mit negativen Folgen.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Evtl. bist du zu jung, um dich selbst erinnern und vergleichen zu können.
Das vermute ich nicht, da mir der Unterschied drastisch auffällt. Mein Alter: Mitte 40, und mit guter Erinnerung an vieles aus der Kindheit bis zum 2. Lebensjahr zurück, Fotos sind auch noch vorhanden. Der Unterschied zwischen eigenem Aufwachsen (und dem damaliger Spielkameraden, Mitschüler) und dem vieler heutiger Kinder ist ganz deutlich. Schon darin: Handys waren nicht präsent - so eines bekam man, falls es einen Anlass gegeben hat, von unterwegs anzurufen, und es war auch nur dafür gedacht (abgesehen davon: die viel geringere Funktionalität). Eltern hatten damals meist noch gar keines, außer es war beruflich nötig - meine Eltern, "einfache Arbeiter", hatten keines. Und dass man während des Aufpassens auf Kinder gelesen hätte: Nein. Da hat man aufgepasst, und musste das auch oft auf mehrere, z.B. Geschwister oder ein anderes Kind dabei.
Und aber auch: Im Grundschulalter schwimmen zu können war normal (heutzutage können laut Studien bereits viele Viertklässler nicht schwimmen), was mir insbesondere damals auffiel, da ich aufgrund einer Behinderung der einzige Nichtschwimmer meiner Klasse war.
(Der Vollständigkeit halber: Schwimmenlernen habe ich mehrfach, u.a. mit Unterstützung von Physiotherapeuten, versucht. Da es mir nicht möglich ist mich sicher schwimmend zu bewegen, handle ich entsprechend: Ich setze mich keine Situationen aus, in denen Schwimmen generell oder im Notfall nötig ist. Beim kniehohen Thermen-Becken ist Schluss. Situationen wie alkoholisiert irgendwo herumlaufen (Stichwort: in Gewässer fallen) entsprechen nicht meinen Aktivitäten.)


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

28.05.2026 um 06:51
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb am 24.05.2026:Meine Eltern haben mir seinerzeit den Film mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe gezeigt, wo es darum ging, wie ein Kindermörder die Kinder erst anlockte und dann ermordete .
Gerd Fröbe spielt so überzeugend den "schwarzen Mann", das einem bange wurde.
Die Botschaft war klar: Gehe nie mit einem Fremden mit. Das habe ich,auch aufgrund dieses Filmes, schon mit 8 Jahren verinnerlich gehabt.
"Es geschah am hellichten Tag". Kaum ein Film hat mich als Kind so gegruselt. Die Neuverfilmung mit Jack Nicholson kann da nicht mithalten.
Wir haben als Kinder von Mittags bis Abends immer draussen gespielt,meistens im Wald etc Und das ohne Handy und Co. Da würden manche Erwachsenen heute die Krise bekommen.
Ich wäre aber niemals mit irgendwelchen Leuten mitgegangen, so sensibilisiert war man als Kind durchaus. Auch nicht mit Bekannten aus der Straße mitgehen. Generell nein.
Es gibt aber durchaus Unterschiede zu heute. Ich denke, dass Internet und Co auch dafür gesorgt haben, dass Hemmungen leichter fallen, dass Täter sich subtil annähern können, daher halte ich Aufklärung diesbezüglich für extrem wichtig bei Kindern und Jugendlichen. Sowohl Zuhause als auch quasi in stets aktualisierter und neuestem Stand Dauerschleife in der Schule von Lehrern, die in Sachen Social Media Gefahren, Discord, Twitch und Co fit sind.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb am 24.05.2026:Beim Essen ist es dennoch meistens so, daß die Preise sich am Ende bei einer 60EUR Rechnung im Schnitt
Wow - für eine Person? Wir gehen seit vielen Jahren nicht mehr essen - keine Lust unter vielen Menschen zu hocken und lieber selbst kochen.
Aber wenn ich alle zehn Jahre mal essen gehe, gibt's grundsätzlich Schnitzel mit Pommes oder Pizza Margherita, wenn sie Original ist. Ich experimentier im Restaurant nicht rum. Und niemals Alkohol beim Essen. Ich brauch gar keine Karte🤣
Zitat von crimemädelcrimemädel schrieb am 23.05.2026:Aber ich checke immer direkt alle Gefahren ab und versuche diese zu umgehen und habe im Hinterkopf, dass überall wo viele Kinder sind sich Pädophile lauern.
Vorsicht ist gut - aber übertreib es nicht. Ansonsten schiebst Du später Panik, wenn die Kids nur allein Einkaufen oder zur Eisdiele gehen.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Eltern hatten damals meist noch gar keines, außer es war beruflich nötig - meine Eltern, "einfache Arbeiter", hatten keines. Und dass man während des Aufpassens auf Kinder gelesen hätte: Nein. Da hat man aufgepasst, und musste das auch oft auf mehrere, z.B. Geschwister oder ein anderes Kind dabei.
Und aber auch: Im Grundschulalter schwimmen zu können war normal (heutzutage können laut Studien bereits viele Viertklässler nicht schwimmen), was mir insbesondere damals auffiel, da ich aufgrund einer Behinderung der einzige Nichtschwimmer meiner Klasse war.
Handys gab es in meiner Kindheit/Jugend noch nicht. Man ging raus spielen und kam heim, wenn es dunkel wurde, oder eibe Zeit ausgemacht warm Mit 18/19 kam man halt irgendwann Nachts oder Mittags von ner Metal Party oder vom Zelten im Wald ins Haus gefallen. Mit oder ohne Kumpels.
Aber: man hatte ein paar Sachen gelernt - zb sich im Wald zu orientieren, keine Flüsse zu durchschwimmen, wie man ein Grillfeuer richtig macht usw - und dass man aufmerksam draussen sein sollte. Der Instinkt war vermutlich ausgeprägter als bei vielen von heute.
Schwimmen: hat man in der Schule gelernt, war aber bei manchen damals schon hoffnungslos. Konnte nicht jeder.
Nur blieben die dann auch auf der Wiese oder nur mit den Füßen im See.
Und wenn Erwachsene auf Kinder aufgepasst haben, dann tatsächlich aufgepasst und mitgemacht, statt zu pennen oder heute Smartphone zu gucken.
Früher gab es Bücher für Kinder - stimmt, nur begeistert man heutzutage nur noch ein paar wenige damit. "Wie Du liest noch Bücher" - schade, aber ist bei vielen so.
Was definitiv schlechter ist heute, ist die Aufmerksamkeitsspanne bei Erwachsenen. Es gibt ja auch deshalb so viele Serien, weil die Aufmerksamkeit für nen ganzen Film nicht reicht. Da kenn ich genügend Leute - Geisteswissenschaften studiert, aber ein Film ist zu lang, da muss man nach ner Stunde wieder andere Dinge machen. Internet surfen und so...
Aber - das muss jeder selbst wissen, steht ja jedem frei, das Soziale Medien und Co Spiel nicht mitzumachen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

28.05.2026 um 08:09
Zitat von watnuwatnu schrieb:Selbstverständlich wurde auch früher vor entsprechenden Gefahren gewarnt. Und selbstverständlich gab es auch früher Eltern, die leichtsinniger waren als andere oder aus anderen Gründen nicht genug Verantwortungsgefühl hatten. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass jedes Jahr in den Nachrichten explizit darauf hingewiesen wurde, dass die Eltern z. B. beim Lesen nicht ihre Kinder vergessen sollen.
Ich glaube schon, dass es heute grundsätzlich mehr Warnungen gibt als dies vor 50 Jahren der Fall war. Erstens mal gibt es viel mehr Kanäle, auf denen Informationen präsentiert werden. Meine Eltern hatten die Tageszeitung abonniert und mein Vater ging sich jeden Montag den "Spiegel" kaufen. Der Inhalt aber meist politische Themen. Wenn man in der Apotheke etwas brauchte, bekamen wir Kinder das "Zini/Mini-Poster" und jeden Monat kam die "Apotheken-Umschau" heraus. Da drin hätte ich mir solche Artikel vorstellen können, die Warnungen enthalten und die Baderegeln nochmal vor Augen führen.
Fernsehen gab es auf 3 Kanälen, ab dem Nachmittag beginnend, bis abends das "Testbild" eingeblendet wurde.
Heute gibt es ja zahlreiche Vorschriften, vermutlich, weil schon so viel passiert ist. Auf jedem Pool, jeder Schwimmhilfe und Luftmatratze müssen Warnhinweise stehen. Wahrscheinlich ist sogar ein Hersteller haftbar, wenn etwas passiert und auf dem Artikel kein entsprechender Hinweis aufgedruckt war...🙄

Ich sehe das auch bei uns auf der Arbeit. Wir müssen meist alle 3 Monate eine Vielzahl von Belehrungen unterschreiben. Man darf nicht mal eine Kerze im Büro anzünden (offenes Feuer!) Seit einigen Jahren muss man auch jedes Jahr seine Fahrerlaubnisse vorzeigen. Das wird alles in eine Exceltabelle eingetragen. Jahrzehnte lang hatte das echt keine Sau interessiert.
Man bekommt nun auch für einen Dienstwagen eine persönliche Einweisung plus jede Menge Unterlagen zugeschickt. Früher bekam man einfach einen Schlüssel in die Hand gedrückt, wenn man wohin musste.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:als Kind für die Oma beim Einkauf Zigaretten mitkaufen. Ich hätte diese nicht geraucht, aber die Möglichkeit hätte ich so gehabt wenn mir danach gewesen wäre.
Ein Kollege von mir hat mal mit Freunden im Alter von etwa 12 Jahren, das war Anfang der 1980er Jahre, gleich mehrere Packungen Zigaretten hintereinander weggeraucht.
Danach war ihm so übel, dass er niemals mehr eine Zigarette angepackt hat 😂
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:dass der Kindergarten nach Umbau eine Werkstatt hat, mit echten Werkzeugen wie in der Schule im Werkunterricht - in Kindergröße, manuell (nicht elektrisch, die Bohrmaschine ist zum Kurbeln), aber eben funktionsfähig anstatt die Plastik-Bosch-Werkbank bei der man sich nicht verletzen kann aber an der man auch nichts wirklich bauen kann.
Heute gibt es alles Mögliche in Kinderausfertigung, so gar kleine Rasenmäher usw. Ist doch nicht verkehrt.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Damit sie "Paarzeit" haben, sind sie sonntags immer zu zweit gemütlich Frühstücken gewesen, die Kids waren daheim im Kinderzimmer eingeschlossen. Heute wäre das Undenkbar, haben aber früher doch einige Leute so gemacht.
Ja, das war so. In der Landwirtschaft wurden Kinder auch schon mal zeitweise am Stuhl festgebunden, damit ihnen nichts passierte, wenn niemand aufpassen konnte.

Meine Eltern hatten einen Laufstall für uns. Meine Mutter sagte, sie habe gewusst, dass darin nichts passieren kann. So wurden wir vorübergehend dort reingesetzt.
Ich selbst habe nie einen Laufstall benutzt für meine Kinder, aber sicher wäre das gelegentlich praktisch gewesen.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ich war kürzlich im Schullandheim und unser Mittagessenstop war in einem kleinen Tierpark: Voll im Funkloch. Eine Mutter rief mich 25x mal an (sah ich dann erst später), weil sie ihr Kind nicht mehr orten konnte, postete in die Elterngruppe und niemand hat das Kind erreicht und einige Eltern haben wirklich extreme Panik verbreitet.
Schlimm, oder? Aber wer weiß, was hinter ihrem Verhalten steckt. Vielleicht hat sie mal eine traumatische Erfahrung gemacht, die jetzt zu dieser offensichtlichen Überreaktion geführt hat. Sicher ist nicht Deine Aufgabe, psychologische Gespräche zu führen, aber einen Hintergrund könnte es bei ihr geben.
Zitat von abberlineabberline schrieb:
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb am 24.05.2026:Schnitt
Wow - für eine Person? Wir gehen seit vielen Jahren nicht mehr essen
60 Euro pro Person finde ich auch eher viel. Vielleicht waren das mit Vorspeise, Nachspeise und mehreren, auch alkoholischen Getränken. Dann könnte das evtl. hinkommen.
In den letzten Jahren sind die Preise in den Restaurants um einiges angestiegen. Vor allem Getränke sind, wie ich finde, ziemlich teuer.
Schon ein kleines Wasser einer normalen Marke kostet meist 2,50 bis 3 Euro, ebenso eine Tasse Kaffee. Ein Glas Wein oft schon um die 7 Euro.
Normalerweise gehen wir nicht gerade in Restaurants, die preislich auf einem sehr hohen Niveau sind. Vor einigen Wochen waren wir aber in einem Landidyll-Hotel mit 4 Sternen zum Abendessen, da wir von Weihnachten 2024 noch einen Gutschein von 100 Euro hatten. Wir genossen das schöne Ambiente, die perfekte Bedienung. Jeder hatte ein tolles Hauptgericht und ein Dessert (Affogato), dazu ich glaube 2 Getränke, genau weiß ich es gar nicht mehr. Die Rechnung war um die 93 Euro, der Rest war Trinkgeld.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

28.05.2026 um 10:04
Zitat von nairobinairobi schrieb:In den letzten Jahren sind die Preise in den Restaurants um einiges angestiegen. Vor allem Getränke sind, wie ich finde, ziemlich teuer.
Schon ein kleines Wasser einer normalen Marke kostet meist 2,50 bis 3 Euro, ebenso eine Tasse Kaffee. Ein Glas Wein oft schon um die 7 Euro.
Normalerweise gehen wir nicht gerade in Restaurants, die preislich auf einem sehr hohen Niveau sind.
Ich geh des öfteren mit meiner Mutter essen, wenn wir mal Sonntags kein Bock haben aufs kochen ( ja ich lebe mit meiner Ma unter einem Dach aber jeder hat seine Wohnung im gemeinsamen Haus ) und da gehen wir hier im Umkreis (ländlich geprägt) Essen wir sind im Schnitt zu zweit um 45-55€ los , 4 Getränke ( meistens jeder zwei Softgetränke ) und ein Hauptgericht. Man zahlt im Schnitt hier 15-18€ für ein Schnitzel "Wiener Art" und für eine Lasange beim Italiener 8-11€ nur so um es mal zu vergleichen.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Kindern während des Wartens, z.B. bei einem Termin, standardmäßig ein Smartphone in die Hand drücken, auf dem meist ein gleichzeitig actionreiches und eintöniges Spiel gespielt wird, in dem z.B. immer wieder schnell auf den Bildschirm gedrückt wird damit ein "Held" irgendwelche Blitze wirft. Einige Jahre zuvor habe ich da eher noch z.B. ein mitgebrachtes Buch oder Spielzeug oder eine leise Unterhaltung gesehen. Nicht unmittelbar so gefährlich wie elterliche Unaufmerksamkeit im Schwimmbad, langfristig aber m.E. mit negativen Folgen.
Wir , mein Bruder und ich, hatten immer jeweils ein Spielerucksack zb fürs Restaurant oder wo man eben länger warten musste, inkl. Snackbox, selbe galt für lange Autofahrten, Flugreisen usw. und zu der Zeit wo mein Bruder Kind war gab es das ein oder andere technische Mittel schon um ein "Kind" ruhig zu stellen - damals kamen zb die DVD Geräte fürs Auto raus...aber mein Vater wollte das nie, selbe galt für Konsolen - haben unsere Eltern nie gekauft

Aber was ich jetzt als "Erwachsener" beobachte, gerade im Urlaub - Abends im Hotel, die Kids im Hochstuhl bekommen das Tablet aufgestellt und da läuft Pepper Wutz oder wie der neumodische Kram da so heißt abgespielt Kopfhörer auf, hin und wieder kommt eine Gabel von rechts und links und fertig. Erscheckend die Zeit.

Eine Familie, wohnt glaub ich paar Häuser weiter hier in der Straße, die Mutter scheint der Kleinen auf dem Schulweg entgegen zu kommen, (die Schule ist von uns, ca. 15 Min entfernt wenn man normal geht) letztens saß ich auf dem Balkon, war die Mutter ausser sich "Du hast für den Abschnitt von Da bis Da doppelt so lange gebraucht wie sonst, was hast du gemacht" , die Kleine schrie "Wenn du mich weiter kontrollierst mach ich die Smartwatch aus" etc... Die Kleine ist ca. 9 oder 10 Jahre, wer hat den als Kind nicht mal gedrödelt zumal man auch an zwei Spielplätzen vorbei läuft...

Ich werde nie Kinder haben, aber wenn ich welche gehabt hätte, würde ich meine anders erziehen, klar mit den Medien - da kommt man glaube ich heutzutage nicht dran vorbei - gerade in der Schule , aber dennoch noch etwas von der alten Zeit , analoge Bilderbücher, weniger TV, mehr Vertrauen in meine Kinder, Frühzeitiges erlernen mit Werkzeugen, Messern, Scheren umzugehen... Je mehr man verbietet umso interessanter wird das ein oder andere doch.

Kl. Remember , dadurch wir Kinder nie eine Konsole hatten waren wir natürlich total gehypt wenn wir bei Freunden waren und da wurde gezockt oder unsere Eltern haben uns nur schwer aus einem MediaMarkt oder Saturn rausbekommen weil wir erstmal gespielt haben. Ich hatte eine "Freundin" ich mochte sie eigentlich nicht, aber sie mich irgendwie, aber ich bin nur zu ihr, weil wir immer bei ihr Konsole gespielt haben die hatte alle die bis dato damals erschienen sind.


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28.05.2026 um 10:52
Zitat von nairobinairobi schrieb:60 Euro pro Person finde ich auch eher viel. Vielleicht waren das mit Vorspeise, Nachspeise und mehreren, auch alkoholischen Getränken. Dann könnte das evtl. hinkommen.
Ja gut, das kann sein, wenn man dazu ein grosses Steak etc hat. Nur für ein normales Essen alleine fänd ich 60 Euro halt schon teuer.
Aber stimmt schon, die Preise haben massiv angezogen.
Selbst ein Döner kostet hier schon 9-10 Euro. Nee, da komm ich (was eigentlich ja ein Witz ist) bei meinem Lieblingsdöner in Berlin ja günstiger weg.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:dadurch wir Kinder nie eine Konsole hatten waren wir natürlich total gehypt wenn wir bei Freunden waren und da wurde gezockt oder unsere Eltern haben uns nur schwer aus einem MediaMarkt oder Saturn rausbekommen weil wir erstmal gespielt haben. Ich
Das war zu meiner Zeit die Bahnhofskneipe. Da standen diese riesigen Kisten mit Pac Man oder Space Invaders. Und alle 12jährigen nach der Schule davor. Alle brav mit Limo und Cola.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

28.05.2026 um 11:31
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:dadurch wir Kinder nie eine Konsole hatten waren wir natürlich total gehypt wenn wir bei Freunden waren und da wurde gezockt oder unsere Eltern haben uns nur schwer aus einem MediaMarkt oder Saturn rausbekommen weil wir erstmal gespielt haben. Ich hatte eine "Freundin" ich mochte sie eigentlich nicht, aber sie mich irgendwie, aber ich bin nur zu ihr, weil wir immer bei ihr Konsole gespielt haben die hatte alle die bis dato damals erschienen sind
Darum finde ich es auch eher günstig, einem Kind strikt alles zu verbieten. Denn dann wird etwas erst recht interessant und begehrenswert.
In meiner Straße wohnten zwei Zahnarztkinder. Bei denen zu Hause gab es anscheinend keine Süßigkeiten. Jedenfalls haben sie sich darauf gestürzt, wenn sie woanders Zugriff darauf bekamen. Vielleicht wären diese Kinder auch mit dem Pädophilen für das Versprechen von Schokolade mitgegangen?

Bei meinen Kids habe ich nie Gedöns um Cola gemacht. Zu Hause gab es keine, aber im Lokal oder im Urlaub durften sie sich die bestellen.

Eine Frau früher aus der Krabbelgruppe, sie war Erzieherin, hat ihrem Sohn eine große Schüssel mit Süßigkeiten hingestellt.
Erst hat er sich darauf gestürzt, nach kurzer Zeit aber wurde es uninteressant für ihn.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

28.05.2026 um 13:22
Zitat von nairobinairobi schrieb:Bei meinen Kids habe ich nie Gedöns um Cola gemacht. Zu Hause gab es keine, aber im Lokal oder im Urlaub durften sie sich die bestellen.
Von Verboten halte ich das auch nix. Mehr von Erklären und selbst Vorbild sein, was den Konsum angeht. Ab und zu gern auch mal ne Limo oder Chips etc - aber halt nicht täglich und ständig und nur. Die Mischung macht's. Da kann man auch als Eltern vorleben. Manche Eltern hauen sich halt selbst nur Brause rein, rauchen wie ein Schlot etc . Das muss echt nicht sein.
Verbote bringen auch nix, da stimm ich Dir zu. Zu meiner Jugendzeit wurde vor Horrorfilmen und Musik gewarnt - Ergebnis war, dass die Liste der "jugendgefährdenden Filme" der Bundesprüfstelle ajs Kopie über den Schulhof wanderte und man genau wusste, was man für den nächsten Videonachmittag brauchte. Auf so manchen Mist wäre man ohne diverse TV Berichte und Co doch nie selbst gekommen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

28.05.2026 um 15:03
Zitat von abberlineabberline schrieb:Verbote bringen auch nix, da stimm ich Dir zu. Zu meiner Jugendzeit wurde vor Horrorfilmen und Musik gewarnt - Ergebnis war, dass die Liste der "jugendgefährdenden Filme" der Bundesprüfstelle ajs Kopie über den Schulhof wanderte und man genau wusste, was man für den nächsten Videonachmittag brauchte. Auf so manchen Mist wäre man ohne diverse TV Berichte und Co doch nie selbst gekommen.
Genau so ist es.
Zitat von crimemädelcrimemädel schrieb am 23.05.2026:Ich versuche meinen Kindern ja auch Freiheit zu geben bzw. tue dies auch. Aber ich checke immer direkt alle Gefahren ab und versuche diese zu umgehen und habe im Hinterkopf, dass überall wo viele Kinder sind sich Pädophile lauern.
@crimemädel wie alt sind Deine Kinder?
Hat Dein Mann die gleichen Einstellungen wie Du?


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

30.05.2026 um 15:54
Was in Schwimmbädern zugenommen hat (ich habe genug Quellen verlinkt), ist evtl. auch in anderen Lebensbereichen zu beobachten: Dass Eltern ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. Denn auch die TE schreibt:
Zitat von crimemädelcrimemädel schrieb am 23.05.2026:Neulich waren wir in einem Ferienpark und selbst 4 jährige liefen dort alleine umher mit nicht wesentlich älteren Geschwistern. Ich möchte deutlich machen, dass dies hier keine Kritik an irgendwelchen Eltern sein soll.
Deshalb meine Frage an @MissMary , die beruflich mit Kindern und Eltern zu tun hat, ob sie diesbezügliche Veränderungen beobachtet hat. (Es könnte z. B. auch mit dem Suchtpotenzial der Sphones zusammenhängen.)
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Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich glaube schon, dass es heute grundsätzlich mehr Warnungen gibt als dies vor 50 Jahren der Fall war.
Ich habe zwischen Warnungen und dem u. g. Problem differenziert. Auch auf spiegel.de ist zu lesen, was schon in den vorherigen Quellen stand (siehe z. B. den Artikel des SWR).
Das Ertrinkungsrisiko ist wohl schon bekannt, seit der Homo Sapiens (oder Vorfahren) sich in Gewässer begab. Und seit unsere Art kommuniziert, wird vermutlich untereinander davor gewarnt. Es geht mir nicht nur um diesen Beispiel, sondern um o. g. Frage.
Experte fordert Schwimmbadverbote für »Handy-Eltern«
Wer lieber auf sein Smartphone starrt, statt auf die eigenen Kinder zu achten, kann vom Bademeister verwarnt werden. Einige Bäder greifen mittlerweile zu schärferen Maßnahmen.

Schwimmbäder haben nach Einschätzung eines Experten zunehmend Probleme mit Eltern, die sich durch ihre Smartphones ablenken lassen und ihre Kinder nicht ausreichend beaufsichtigen. Bundesweit hätten Bäder deshalb schon ein- oder mehrtägige Hausverbote ausgesprochen, sagte der Ausbildungsleiter der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, Eric Voß.
Quelle: https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/schwimmbaeder-experte-fordert-schwimmbadverbote-fuer-handy-eltern-a-482b21e0-7079-43ff-9309-b22c179d7232 , Hervorhebung durch mich.
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Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich sehe das auch bei uns auf der Arbeit. Wir müssen meist alle 3 Monate eine Vielzahl von Belehrungen unterschreiben.
Dass sich Vorschriften z. B. gem. dem Stand der Wissenschaft (u. a. Brandschutz) und/oder aus versicherungsrechtlichen Gründen ändern, hat mit o. g. Problem in Schwimmbädern nichts zu tun.

@nairobi , ich schätze anhand deiner Angabe "35 Jahre Erfahrung":
Als du selbst oder deine eigenen Kinder noch beaufsichtigt werden mussten, gab es auch schon genug Medien, über die regelmäßig im Sommer vor den Gefahren in oder auf Gewässern - oder auch vor Erkrankung durch Hitze und dem Sonnenbrandrisiko gewarnt wurde (Radio, TV, Zeitungen, Zeitschriften). Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Vorfälle, in denen Eltern ihre Kinder nicht beaufsichtigten, so zahlreich waren, dass bundesweit Badeverbote angedroht wurden.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

30.05.2026 um 19:43
Zitat von watnuwatnu schrieb:Badeverbote
Wie wäre es einfach mit Smartphone-Verbot während der Schwimmbadnutzung? Ist in Thermen auch so und keiner stirbt davon.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

30.05.2026 um 19:44
Zitat von watnuwatnu schrieb:ich schätze anhand deiner Angabe "35 Jahre Erfahrung":
Als du selbst oder deine eigenen Kinder noch beaufsichtigt werden mussten, gab es auch schon genug Medien, über die regelmäßig im Sommer vor den Gefahren in oder auf Gewässern - oder auch vor Erkrankung durch Hitze und dem Sonnenbrandrisiko gewarnt wurde (Radio, TV, Zeitungen, Zeitschriften).
Bei meinen Kindern war das definitiv schon so, in meiner Kindheit weiß ich es nicht. Es gab da zwar Sonnenöl, aber noch ohne Schutzfaktor. Dann fing es niedrigeren Faktoren (2) an.
Die Sonne war damals aber auch nicht so aggressiv wie heutzutage.

Hier sind Statistiken seit 2008 aufgezählt. Jedes Jahr kommen in Deutschland grob überschlagen zwischen 400 und 500 Personen durch Ertrinken zu Tode. Davon ist aber nur ein relativ geringer Anteil an Kindern unter 11 Jahre, 2024 waren es 13 und 2025 waren es 14. Die größte Risikogruppe sind Personen von über 60 Jahren.
Ertrinkungsstatistik Vorjahre | DLRG e.V. https://share.google/Ngs6nTXqRW07GeR2o
Im Jahre 1970 wurden insgesamt ca. 1100 Badetote im Deutschland registriert, 1951 waren es über 2100. Zum Glück sind die Zahlen rückläufig.


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30.05.2026 um 19:47
Zitat von soomasooma schrieb:Wie wäre es einfach mit Smartphone-Verbot während der Schwimmbadnutzung? Ist in Thermen auch so und keiner stirbt davon.
Das gibt es eigentlich grundsätzlich seit Jahren in vielen Schwimmbädern, wie streng das kontrolliert wird weiß ich aber nicht.
Ich persönlich schließe mein Handy stets im Spind ein. Im Schwimmbereich kann ich ja auch das nicht gebrauchen.


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01.06.2026 um 16:36
Zitat von soomasooma schrieb:Smartphone-Verbot
Wie geschrieben, geht es mir nicht nur um diese eine Freizeitaktivität und u. g. Artikel scheint zu bestätigen, worauf ich hinauswollte. Mir geht es weiterhin um die Frage, ob durch das Smartphone (o. a. Geräte mit Suchtpotenzial) das Verhalten vieler Eltern dermaßen beeinflusst wird, dass sie z. B. ihre Aufsichtspflicht verletzen.

Hervorhebung durch mich
(...)
Zu viele Blicke aufs Smartphone, zu wenig Augenkontakt mit den eigenen Kindern

Prien beklagte, dass 40 Prozent der Kinder nicht mehr vorgelesen werde. «Viele Kinder bekommen schon sehr früh keine hinreichende Aufmerksamkeit ihrer Eltern mehr, weil die mit ihrem Smartphone beschäftigt sind. Das hat dramatische Auswirkungen auf Kinder. Sie können sich nicht gesund entwickeln, wenn sie von den Eltern keinen Augenkontakt und keine mimischen Antworten mehr bekommen.» Vielen Eltern sei das vielleicht gar nicht bewusst. Deshalb müsse man darüber reden.
Quelle:
https://www.news4teachers.de/2025/06/bildung-und-erziehung-fangen-in-der-familie-an-das-werde-zu-oft-vergessen-prien-nimmt-eltern-in-die-pflicht/

Das Beispiel/Problem "Schwimmbäder" nannte ich nur, weil es jedem Elternteil klar sein müsste, dass das ein potenziell lebensgefährlicher Ort für ein Kind ist, das noch beaufsichtigt werden muss. Selbstverständlich endet nicht jeder Vorfall tödlich. Wenn das Kind Glück hat, wird es rechtzeitig aus dem Wasser gezogen und trägt keine Hirn- o. a. Schäden davon. Da das hier aber kein "Schwimmbad"-Thread ist, wurde m. E. genug OT ausgetauscht.


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01.06.2026 um 16:40
Zitat von watnuwatnu schrieb:Mir geht es weiterhin um die Frage, ob durch das Smartphone (o. a. Geräte mit Suchtpotenzial) das Verhalten vieler Eltern dermaßen beeinflusst wird, dass sie z. B. ihre Aufsichtspflicht verletzen.
Kurz: Ja.
Zitat von watnuwatnu schrieb:weil es jedem Elternteil klar sein müsste, dass das ein potenziell lebensgefährlicher Ort für ein Kind ist, das noch beaufsichtigt werden muss
Nein, scheint einigen nicht bewusst zu sein und es wird sich da oft auf die Bademeister und Rettungsschwimmer verlassen, also dass die die Aufsicht führen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

04.06.2026 um 16:58
Zitat von soomasooma schrieb am 01.06.2026:Kurz: Ja.
Diesen Eindruck kann man zumindest durch manche Posts und die Quellen, die ich verlinkt habe, bekommen.
Die jüngere Elterngeneration kennt es bald nicht mehr anders (nur deshalb in vorherigen Posts mein Vgl. zu früher). Das Problem, das ich im Post vom 01.06. zitierte, wird möglicherweise immer weniger als solches wahrgenommen. Davon, dass sich diese Entwicklung auch auf das gesellschaftliche Miteinander auswirkt, gehe ich aus.
Zitat von soomasooma schrieb am 01.06.2026:Nein, scheint einigen nicht bewusst zu sein
Mir stellt sich die Frage, ob ein Zusammenhang mit der Ablenkung durch entsprechende Geräte besteht; ob u. a. der Beschützerinstinkt durch die - oder während der Nutzung beeinträchtigt wird. Z. B. für die Erkenntnis, dass wenig Personal nicht zahlreiche Kinder gleichzeitig beaufsichtigen kann, müsste eigentlich schon Intelligenz im unteren durchschnittlichen Bereich ausreichen.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

05.06.2026 um 07:09
Zitat von watnuwatnu schrieb:Z. B. für die Erkenntnis, dass wenig Personal nicht zahlreiche Kinder gleichzeitig beaufsichtigen kann, müsste eigentlich schon Intelligenz im unteren durchschnittlichen Bereich ausreichen.
Einige erwarte(te)n das und äußern das auch so. Ich sehe da ein allgemeines, gesellschaftliches Prolem. Dasa die digitale Welt bzw. die suchtähnliche Nutzung von Smartphones Einflüsse hat, kann ich nur vermuten. Daas sich das alles nicht gut auf Konzentration, Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeitsspanne auswirkt, ist ja offensichtlich.


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