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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

42 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kriminalität, Anders ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 13:28
Zitat von soomasooma schrieb: Smartphones Einflüsse hat, kann ich nur vermuten.
Ich meinte schon die nächste "Stufe"/Generation. Dazu Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 01.06.2026:
Das hat dramatische Auswirkungen auf Kinder. Sie können sich nicht gesund entwickeln, wenn sie von den Eltern keinen Augenkontakt und keine mimischen Antworten mehr bekommen.» Vielen Eltern sei das vielleicht gar nicht bewusst. Deshalb müsse man darüber reden.
Quelle:
https://www.news4teachers.de/2025/06/bildung-und-erziehung-fangen-in-der-familie-an-das-werde-zu-oft-vergessen-prien-nimmt-eltern-in-die-pflicht/
Das ist schon erforscht (siehe u. g. weiteren Artikel). In der Quelle wird auch bestätigt, was hier über mehrere Posts nicht ankam: Dass es sich um ein
Zitat von watnuwatnu schrieb am 27.05.2026:eigenständiges Problem
handelt. Auch Konsequenzen werden beschrieben. "Suchtähnlich" würde ich ausklammern, denn die Eltern/Kinder, empfinden ihre eigene Nutzung wohl als normal. Wie geschrieben, fehlt jüngeren Generationen mangels eigenem, bewussten Erleben der Vergleich (vor SPhones und dergleichen gab es schon portable Geräte wie Game Boys usw.).
Die m. E. negative Entwicklung ist nach diesen Infos weiter fortgeschritten, als ich es vermutet habe.
Allgemein: Temporäre Beobachtungen im eigenen Umfeld können täuschen. (Groß-)eltern u. a. Erziehungsberechtigten o. Bezugspersonen würde ich daher empfehlen, die kompletten Artikel zu lesen.
Dass Kinder eine Zeit lang unbeobachtet bleiben, wäre auch vor 20 oder 30 Jahren vorgekommen. Aber nicht in dieser Häufung. Der Sprecher: „Früher waren es Zeitschriften – mit dem Unterschied, dass diese nicht so absorbierend wirkten. Heute sind Eltern oft minutenlang völlig auf die Screens fixiert und bekommen gar nicht mehr mit, was um sie herum geschieht.“

Die Konsequenzen gehen über körperliche Sicherheit hinaus. Wenn Eltern bei der Interaktion mit ihren Kindern regelmäßig unterbrochen werden – oder sie schlicht nicht mehr wahrnehmen –, verlieren Kinder nicht nur ein Gefühl der Geborgenheit. Sie lernen auch weniger. Die Sprachentwicklung verzögert sich, die emotionale Regulation leidet, die Konzentrationsfähigkeit sinkt. Und nicht zuletzt: Die Kinder übernehmen das Verhalten.
Quelle: https://www.news4teachers.de/2025/05/greift-die-debatte-um-handy-verbote-in-schulen-zu-kurz-technoferenz-wenn-eltern-praesent-sind-aber-nicht-wirklich/
Alarmierende Folgen lt. einer internationalen Meta-Studie.
Die Forschung hat einen Namen für dieses Verhalten: Technoferenz. Der Begriff beschreibt die Störung der zwischenmenschlichen Interaktion durch digitale Geräte. Und die Folgen sind alarmierend. Eine internationale Meta-Studie der University of Wollongong in Australien analysierte Daten aus zehn Ländern mit fast 15.000 Eltern-Kind-Paaren. Das Ergebnis: Kinder, deren Eltern häufig auf das Smartphone schauen, zeigen häufiger kognitive Verzögerungen, emotionale Auffälligkeiten und ein schwächeres Sozialverhalten, wie die „tagesschau“ berichtet.

„Die Eltern sind zwar körperlich anwesend, aber emotional abwesend“, beschreibt die Medienpädagogin Prof. Paula Bleckmann von der Alanus Hochschule in dem Beitrag die zentrale Problematik. Für Kinder, insbesondere im Alter bis fünf Jahre, ist das fatal. Gerade in den ersten Lebensjahren basiert die Entwicklung des Gehirns maßgeblich auf emotionaler Bindung, Sprache und Interaktion.

Und das betrifft nicht nur das Krabbelalter. Eine kanadische Studie unter Leitung von Prof. Sheri Madigan (University of Calgary), veröffentlicht im Fachjournal JAMA Network Open, belegt: Auch bei Kindern zwischen 9 und 11 Jahren kann die elterliche Smartphone-Nutzung die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Symptome wie Angst, Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit treten gehäuft auf. Während der Pubertät ist Technoferenz mit „höheren Konflikten zwischen Eltern und Kind und weniger emotionaler Unterstützung und Wärme der Eltern“ verbunden, stellte Madigans Team fest.
Quelle: ebda
Zitat von soomasooma schrieb:Ich sehe da ein allgemeines, gesellschaftliches Prolem.
Ja. Das meinte ich auch mit "Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander".
- - - -
EDIT zum Thread-Titel: Wie "anders" man ist, hängt auch von der eigenen Generation ab.


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Wann merkt ihr, dass ihr „anders“ als die anderen seid?

gestern um 13:47
@watnu
Ich kann dir nur beipflichten. Auch ich empfinde die Entwicklung äußerst bedenklich. (Klingt evl. "dahingesagt", aber es ist so.)

Insbesondere dieser Abschnitt:
Die Konsequenzen gehen über körperliche Sicherheit hinaus. Wenn Eltern bei der Interaktion mit ihren Kindern regelmäßig unterbrochen werden – oder sie schlicht nicht mehr wahrnehmen –, verlieren Kinder nicht nur ein Gefühl der Geborgenheit. Sie lernen auch weniger. Die Sprachentwicklung verzögert sich, die emotionale Regulation leidet, die Konzentrationsfähigkeit sinkt. Und nicht zuletzt: Die Kinder übernehmen das Verhalten.
Quelle: https://www.news4teachers.de/2025/05/greift-die-debatte-um-handy-verbote-in-schulen-zu-kurz-technoferenz-wenn-eltern-praesent-sind-aber-nicht-wirklich/

Wie muss es auf ein Kind wirken, wenn andauernd niemand reagiert? :( Wenn es niemanden interessiert, wenn man etwas zeigt, fragt, wenn man staunt oder irritiert ist?

Früher war das m.E. eher zeitlich begrenzt: Man sollte als Kind "nicht dazwischengehen", wenn die Eltern telefoniert haben. Mitunter sollte man Eltern auch mal bei einem Hobby nicht stören. Bei einem Termin hatte man sich selbstverständlich auch zu benehmen, sprich, mit zunehmendem Alter leise, zurückhaltend und Sachen besser hinterher fragen. Großer Unterschied:
Bei einer gemeinsamen Unternehmung (Schwimmbad, Zoo, Spielplatz, spazieren gehen) waren aber definitiv nicht die Eltern mit etwas anderem beschäftigt. Auch bei einer ÖPNV-Fahrt oder im Auto auf der Rückbank, und auch beim Warten bei einem Termin nicht.
Genau die Situation, bei denen viele heutzutage schon automatisch zum Smartphone greifen. (Da ich selbst deutlicher Smartphone-Wenignutzer bin (Verwendung: Notfalltelefon, Navigation falls nicht ortskundig, zu Hause und am Arbeitsplatz für 2FA - keine youtube-Videos, kein Social Media, keine "Message-Chats", nicht mit Kopfhörern unterwegs etc.), fällt mir das selbst auf.)


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