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Die Gedanken eines Selbstmörders

Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 05:02
Lol, eine Hure hätte ihn gerettet.

DRUM AND BASS FOREVER !!!

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.


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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 05:10
Im ernst. Als ich zum ersten Mal zu einer Hure ging sah für mich die Welt schon viel besser aus. So billig kann man seine Laune verbessern ? Durch Jazz,liebliche klassische Musik und einer Prostituierten ? Die Welt ist gleich besser wenn man Party macht und sich zur Bewusstlosigkeit besäuft ? Naja, auf einer Party war ich eigentlich noch nie. Außer auf Geburtstagpartys meiner Mama lol. Aber ich war in Drum and Bass Discos und als ich zum ersten mal da war, war ich viel fröhlicher am nächsten morgen oder besser gesagt in 4 Stunden. Stank voll nach Kippen und Schweiß dann eine Morgendusche und man fühlt sich wie neugeboren. Ich bin auch kein Fan von sich besaufen zur Bewusstlosigkeit. Aber in einem feinen Restaurant darf man wohl mit seiner Mama ein Glas Wein trinken oder ? Oder nach dem Essen servieren die Schnaps zur Verdauung. Ist auch k oder ? Es gibt soviele Dinge wofür es sich zu leben lohnt. Wie der Buddhismus uns lehrt. Genieße jeden Augenblick. Genieße es wenn du pisst, wenn du Holz anfasst, wenn du die Luft einatmest.
Vielleicht hätte ihn diese Einstellung das Leben gerettet ?

DRUM AND BASS FOREVER !!!

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.


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oipolloi
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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 12:37
lol versteh nix

OI! OI! OI! wir bleiben unsrer szene troi!!!


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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 12:54
The_Sorcerer

„Hat sich Andy überhaupt umgebracht ?“

Kite >>Ist doch egal ;)

Makromodus

„Wieso auch, immerhin ist man selbst Herr über sích“


Wen du anfängst zu verstehen wer du bist, beginnst du zu erfahren, dass jeder Mensch eine Spieglung von dir selbst ist. Im Nachhinein stelzte dir dessen bewusst die frage wer Bin ich.


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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 16:19
mh… ich schätze mal, das leben aus deiner Sicht viel mit Verantwortung zutun hat.
Die du dir oder gar anderen auferlegst.

Was natürlich nicht Falsch oder Richtig ist, aber vergiss nicht das viele anders darüber Denken.



-----------

Mein Leben hat nicht viel mit Verantwortung zutun, jedoch gibt es die im richtigen Momemt. Wenn sich jemand mit dem Selbstmord befreien will ist dies ein Indietz für Feigheit denn er zerstört nicht nur sein Leben sondern auch dies seiner Mitmenschen die ihm/ihr nahe waren Nur dieser Punkt ist der Punkt das mir niemals Selbstmord Gedanken in den Sinn kommen würde.

Das ein Selbstmörder danach in der Hölle sitzt oder nciht ist mir dabei völlig Wurst, das ich das Leben meiner Mitmenschen dadurch zur Hölle mache jdoch nicht!

Captain Spaulding sagt: Wenn ich einem Arschloch zuhören möchte, kann ich auch furzen!


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carmilla311
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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 16:58
Versuch die Sache mal von einer anderen Perspektive zu betrachten .
Sind denn die Angehörigen Freunde etc. nicht auch egoistisch wenn sie an ihren Verlust denken und nicht an die Qual die der leidende durch machen musste ?
Es ist bestimmt ein sehr schwerer Schicksalsschlag für die Verwandten und Freunde aber ich glaube der unerträgliche Schmerz die/der Leidende ertragen musste könnten sie niemals nachvollziehen .
Obwohl ich dir auf einer Seite Recht geben muss , Selbstmord hat schon etwas egostisches . Wenn man aber das Leben selbst nicht mehr ertragen kann und jeder weiterer Tag eine Qual ist könnte ich denn Verstorbenen möglicherweise sogar verstehen !

ES sind immer die schlechten Erfahrungen aus denen man lernt . Immer !


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carmilla311
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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 16:58
Sorry vergessen : @Capspauldin

ES sind immer die schlechten Erfahrungen aus denen man lernt . Immer !


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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 17:05
@ Carmilla311


Versuch die Sache mal von einer anderen Perspektive zu betrachten .

Ok immer gerne :)
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Sind denn die Angehörigen Freunde etc. nicht auch egoistisch wenn sie an ihren Verlust denken und nicht an die Qual die der leidende durch machen musste ?


Aber was sollen das den für Qualen sein? Liebeskummer? Keine Arbeit? Kein Geld
dies sind doch keine Qualen die einem Grund geben sich das Leben zunehmen.
Finde die ansicht das die Angehörigen "egoistisch" sein sollen interssant, aber sie bedauern ja nicht ihren Verlust sondern "seinen" Verlust.
Sollte Liebeslummer ein Grund sein für Selbstmord dann nimmt man sich das Recht für den Freitod aber den anderen nicht das Recht der Trauer , somit wäre ja auch dann wiederum der Freitod falsch.
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Es ist bestimmt ein sehr schwerer Schicksalsschlag für die Verwandten und Freunde aber ich glaube der unerträgliche Schmerz die/der Leidende ertragen musste könnten sie niemals nachvollziehen .


Ja aber nehmen wir einmal an, der Selbstmörder hat ein Kind, womit hat das Kind dann diesen Schmwerz verdient?
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Obwohl ich dir auf einer Seite Recht geben muss , Selbstmord hat schon etwas egostisches . Wenn man aber das Leben selbst nicht mehr ertragen kann und jeder weiterer Tag eine Qual ist könnte ich denn Verstorbenen möglicherweise sogar verstehen

Klar tritt das Leben einem oft genau zwischen die Beine, aber gerade das finde ich ist immer ein grund noch geiler darauf zuwerden es dem "leben" zuzeigen bis zum letzen Atemzug das man es besser kann.

:)

Captain Spaulding sagt: Wenn ich einem Arschloch zuhören möchte, kann ich auch furzen!


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carmilla311
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Die Gedanken eines Selbstmörders

14.11.2005 um 17:47
@Capspauldin

Ich denke es kommt gar nicht darauf an welche Qualen man hat sondern wie stark und unerträglich sie sind . Für einen Menschen kann es eine sehr große Qual sein wenn er, wie du z.b. geschrieben hast , keine Arbeit hat .

Ich denke auch noch, das wenn jemand verstorben ist, dass man wegen seinem eigenen Verlust trauert und nicht wegen dem Verlust des Verstorbenen .
Tja so wie es ausieht ist das wohl Ansichtssache :)

Kein Kind hat diesen Schmerz verdient und in solch einer Situation bin ich einer Meinung mit dir . :)

Es stimmt ja : man sollte immer versuchen das beste aus allem raus zu holen aber es gibt Momente im Leben wo alles aussichtslos erscheint . Es ist wie als ob du in ein bodenloses schwarzes Loch fällst und du trotzdem ständig diese Angst vor dem Aufprall in dir hast . Um diese Angst zu beenden möchtest du aber endlich auf dem Boden aufprallen um diese Angst nicht mehr zu spüren .





ES sind immer die schlechten Erfahrungen aus denen man lernt . Immer !


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atlan2010
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Die Gedanken eines Selbstmörders

16.11.2005 um 00:25
Mal ehrlich: Leben heißt leiden oder nich..........

Hab nur den Mut, die Meinung frei zu sagen und ungestört!
Es wird den Zweifel in die Seele tragen dem, der es hört.
Und vor der Luft des Zweifels flieht der Wahn.
Du glaubst nicht, was ein Wort oft wirken kann! J.W.G.


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16.11.2005 um 00:33
und wieso lebt man dann?

DIE WAHRHEIT IST IRGENTWO DA DRAUSSEN!!


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misao
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Die Gedanken eines Selbstmörders

17.11.2005 um 18:28
Selbstmord


Ich fasste den Plan, mich am Ende der Osterferien, also
damals am 11. April 2002 umzubringen. Ich war 12 und hatte
schon seit 1 Jahr immer wieder vorgehabt meinem Leben,
oder wie es zu der Zeit gerne genannt habe „meiner Existenz“, ein Ende zu setzen.
Auf die Gründe möchte ich nicht eingehen, sie sind für den
Text auch nicht weiter wichtig.

Aber kommen wir jetzt mal zu dem besagten Donnerstag:
Ich habe so gegen 21 Uhr begonnen einen Abschiedsbrief zu
schreiben, weil ich wollte, dass die Leute verstehen, warum
das alles passieren musste, ein völlig dramatisches und
jämmerliches Dokument, wie ich im Nachhinein zugestehen muss, meine Mutter hatte ihn verständlicherweise am Tag
danach sofort weggeschmissen.
So gegen 22 Uhr habe ich angefangen mich zu vergiften, es waren ca. 70 Kapseln ***, also zwei ordentliche Hände voll.
Anfangs habe ich versucht eine ganze Handvoll
hinunterzuschlucken, aber die Kapseln würgte ich eigentlich gleich darauf wieder raus, ich konnte noch nie gut Medikamente schlucken, davon bekam ich schon seit meiner Kindheit einen ordentlichen Würgereiz. Jedenfalls habe ich
dann immer zwei oder drei auf einmal in den Mund genommen
und mit Limo geschluckt, als dieser aufgebraucht war
habe ich Traubensaft genommen, den ich mit etwas Alkohol
gemischt hatte, damit die Medikamente schneller wirkten,
obwohl ich eigentlich keinen Alkohol trinke. Beides,
Apfelsaft sowie Traubensaft, kann ich seit dem nicht mehr
riechen oder gar trinken, mir wird allein bei dem Gedanken
daran schon übel.

Als ich die Kapseln im Bauch hatte, wurde mir klar, dass ich
nun nicht mehr zurück konnte, ich hatte in diesem Moment
eine wahnsinnige Angst und mir war ganz flau, aber kurz
darauf wurde ich sehr ruhig und gelassen, weil ja in Kürze
alles vorbei sein würde, das dachte ich zumindest.
Ich konnte es kaum fassen, dass ich die Medikamente wirklich
alle genommen und mich somit praktisch schon umgebracht
hatte, obwohl ich mir doch genau das seit langer Zeit schon
vorgenommen hatte.
Ich ging dann zum Bett, habe mich hingesetzt, mir mit einem
Stück Stoff den Arm am Ellenbogen abgebunden und gewartet,
bis die Adern hervortraten. Ich wollte sicher gehen, dass
ich auch wirklich sterbe, die Vergiftung war nur eine Art
Versicherung.
Ich habe die Rasierklinge angesetzt und sie ein paar Mal
über das linke Handgelenk gezogen, ich bin übrigens
Rechtshänderin.
Der Unterarm ist an den Stellen sofort förmlich aufgerissen
und die Wunden waren am Wundrand, am Fleisch, ganz weiß, es
vergingen ein paar Augenblicke, bis das Blut austrat. Die
Schnitte, ich glaube es waren fünf oder sechs, haben
furchtbar weh getan, ich kann den Schmerz gar nicht richtig
beschreiben, aber ich habe ihn im ganzen Körper gespürt.
Mein Herz schlug so schnell, dass es sich bald überschlagen
hätte und ich hatte eine sehr beklemmende Kälte im Magen,
die bis zum Hals hoch kroch und mir den Atem abschnürte.

Als das Blut in kleinen Strömen aus dem Handgelenk und dem
Unterarm lief habe ich mich auf mein Bett gelegt, das Kissen
war schon voller Blut, ich habe das Licht ausgemacht, den
Arm über die Bettkante gehalten und darauf gewartet, dass
ich sterbe.
Ich dachte das würde ganz schnell passieren, ein paar
Minuten oder so, aber das schnelle tröpfelnde Geräusch des
Blutes wurde immer langsamer, bis es mich an einen
tropfenden Wasserhahn erinnerte, der ganz mühsam und
gemächlich ins Waschbecken spuckt.
Ich habe daraufhin das Licht angemacht, meine
Blutverschmierten Wunden angesehen und hinab zum Boden, wo
sich bereits eine kleine klumpige Blutlache gebildet hatte.
Ich musste also noch mal schneiden.
Als ich die Rasierklinge nahm fiel mir auf, dass ich, wenn
ich in die lange und sehr tief gehende Wunde sah, ich
glaube, dass war mein erster Schnitt, sehen konnte, wenn
meine Hand sich bewegte. Ich spreizte abwechselnd die
Finger und machte eine Faust. Ich konnte in der Wunde
sehen, wie sich etwas dehnte und zusammenzog und wie die
Knochen sich unter dem Gewebe absetzten, wenn ich eine
Faust ballte. Schon komisch, wenn ich daran zurückdenke,
das hatte mich auf eine erschreckende Art gefesselt, obwohl
es ganz schön ekelhaft war. Ich wollte es nicht sehen, aber
ich konnte trotzdem meine Augen nicht davon abwenden.

Die nächsten Schnitte machte ich näher an der Hand und eher
horizontal, die vom ersten Mal waren mehr diagonal. Es tat
gar nicht mehr so weh, irgendwie war der Schmerz viel
dumpfer, weiter entfernt, als würde jemand mit einem
sprechen dem man kein Interesse schenkt, man nimmt zwar
wahr, dass gesprochen wird, versteht es aber nicht, weil man
dem Gegenüber keine Aufmerksamkeit widmet. So ähnlich hat
sich das angefühlt, der Schmerz war da, aber ich habe ihn
gar nicht so richtig wahrgenommen.
Ich nahm die Klinge dann in die linke Hand und machte auch
an meinem rechten Handgelenk ein paar Schnitte, welche sehr
klein, aber tief waren, ich hatte nicht mehr die Kraft die
Klinge durchzuziehen, ich konnte sie nur noch in das
Handgelenk drücken und 1 bis 2 Zentimeter zu mir hinziehen,
später sollte sich herausstellen, dass eine dieser kleinen
Wunden die lebensgefährlichste war, der Rest war also
praktisch umsonst.
Nachdem ich erneut stark blutete legte ich mich wieder hin
und ein paar Minuten später, als das rasche Tropfen wieder
zu einem schwachen Tröpfeln wurde, habe ich noch ein paar
Schnitte gemacht, die aber sehr kraft- und mutlos waren.
Mittlerweile war schon alles, das Bett und was darum herum
war, mit Blut bespritz, voll getropft oder beschmiert.
Zwei der letzten Schnitte waren an der Innenseite meines
linken Ellenbogens, keine Ahnung, warum ich da geschnitten
habe, wahrscheinlich, weil ich verzweifelt war und unter
der Haut etwas blaues, Aderähnliches gesehen habe. Als ich
mich mit dem Arm aufstützte um mich wieder hinzulegen,
spritzte eine kleine rote Fontaine aus einem der
Ellenbogenschnitte, wie bei einem Springbrunnen, ganz dünn
und fein. Mir wurde alleine vom Zusehen schon etwas
schummrig.
Ich habe den Arm immer wieder angespannt und mir förmlich
das Blut rausgedrückt, weil ich dachte, wenn ich es nur
lange genug machen würde, dann würde es schon reichen. Aber
nach ein paar kleinen Spritzern kam nur noch ein Rinnsal.
Ich legte mich dann wieder aufs Bett und machte das Licht
aus, und kurz darauf wurde ich wohl ohnmächtig.
Knapp zwei Stunden später kam ich wieder zu mir, weil ich
Magenkrämpfe hatte und mich furchtbar elend fühlte. Die
Wunden habe ich zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr richtig
wahrgenommen, der Schmerz war zwar da, aber nur sehr dumpf.
Das getrocknete Blut hat so furchtbar gestunken, von dem
Geruch getrockneten Blutes wird mir heute noch schlecht.
Mir wurde dann plötzlich schrecklich kalt, jedenfalls habe
ich es von einem Moment zum anderen erst richtig
wahrgenommen. Ich bin daraufhin unter die Decke gekrochen,
was wörtlich zu nehmen ist, und habe die Knie angewinkelt,
weil ich so ein schlimmes Pochen im Magen hatte und die
Krämpfe mir die Tränen in die Augen trieben.
Die Krämpfe wurden etwas schwächer und ich verlor wieder
das Bewusstsein.
Ich war nicht länger als eine halbe Stunde ohnmächtig, als
ich aus dem Schlaf gerissen wurde, weil ich mich übergeben
musste. Ich lag auf dem Bauch, woran ich mich noch genau
erinnere, weil ich nicht mehr die Zeit hatte den Kopf
wegzudrehen, so dass ich mich ins Kissen und in meine Wunden
erbrochen habe. Alles war voller stinkendem Blut und der
giftigen Kotze, ich hatte es im Mund, in der Nase, im
Gesicht und in den Haaren über der Stirn. Eigentlich wollte
ich aufstehen, aber ich hatte schon keine Kraft mehr, also
blieb ich einfach mit dem Gesicht im Erbrochenen liegen.
Dann ging es erst richtig los.
In den nächsten drei Stunden wurde ich leider nicht mehr
ohnmächtig, ich hatte nur sehr schmerzhafte Magenkrämpfe,
die sich anfühlten, als hätte ich irgendetwas im Bauch, das
sich mit Klauen nach Außen reißen wollte, ich musste mich
immer wieder übergeben, was mir, wie ich im Nachhinein von
einem Arzt erfahren habe, das Leben gerettet hat. Der Boden
war voller Blut und Erbrochenem, mein Kissen und eigentlich
auch alles andere von mir, was oberhalb meiner Brust war.
Ich habe die ganze Zeit gezittert, weil meine
Körpertemperatur durch den hohen Blutverlust abfiel, meine
Knie hatte ich schon praktisch bis zum Hals hochgezogen,
weil die Krämpfe immer schlimmer wurden und so wurde ich
dann gegen 6 Uhr gefunden.
Dann kamen die Rettungssanitäter, die mir einen Zugang
legten und sich erkundigten, was ich genommen hatte. Ich
konnte nicht viel sehen, weil ich die Augen kaum offen
halten konnte, ich habe die Sanitäter nur die ganze Zeit
gebeten, dass sie mir doch bitte etwas zum einschlafen
verabreichen sollten, aber den Gefallen konnten sie mir
natürlich nicht erweisen. Ich kam nur kurz richtig zu mir,
als einer der Sanitäter an mich herantrat und mich allen
Ernstes fragte, wo denn meine Versicherungskarte sei. Das
fand ich echt komisch, da musste ich auch ein wenig
grinsen, die Situation war so absurd, nach dem Motto:
„Entschuldigung, ich weiß, sie liegen im Sterben, aber ich
bräuchte mal schnell ihre Versicherungskarte, wegen der
Abrechnung, sie verstehen schon.“
In der Notaufnahme des Kinderkrankenhauses wurde ich
auf meiner Trage liegend, in ein kleines weißes Zimmer
gerollt, ich kann mich noch sehr gut an die Lampen
erinnern, augenfreundliche Neonröhren.
Ich weiß nicht mehr so genau, wie ich da hingekommen bin,
weil ich die Augen wie gesagt kaum offen halten konnte und
mich irgendwie schwerelos gefühlt habe, was wahrscheinlich
an dem Blutverlust und eventuell von den Sanitätern
verabreichten Schmerzmitteln lag.
Der Arzt, der mich aufnahm meinte zu einer Schwester, dass
ich schon die 2. heute mit einer *** Vergiftung sei, ich
hatte also nicht mal das Monopol, eine junge Pakistani
hatte scheinbar dieselbe Idee gehabt.
Als ich gerade ein wenig zu mir kam, trat der Arzt an mich
heran, noch nicht sehr alt, mit Schnurrbart und Brille und
hat mir irgendwas in bayrischem Dialekt entgegengefaselt,
woraufhin er einen Schlauch hervorholte und ihn mir in den
Mund schob. Der Schlauch war aus rötlich-tonfarbenem Gummi
und so dick wie ein Gartenschlauch. Jedenfalls wurde ich
explosionsartig wach, als der Schlauch in meine Speiseröhre
vorstieß und ich vor Schreck keine Luft mehr bekam. Ich
drückte den Arzt weg und zog mir würgend den Schlauch aus
dem Hals, ein scheußliches Gefühl. Der Arzt verpasste mir
daraufhin eine heftige Ohrfeige und schrie mich an, ob ich
denn mein Leben lang an der Dialyse hängen wolle und dass er
mir den Schlauch auch durch die Nase einführen könnte, wenn
ich mich weiterhin verweigern würde. Ich wollte gar nicht
wissen, wie man einen Schlauch von gut 2 Zentimeter
Durchmesser durch die Nase einführt, oder gar wie sich das
wohl anfühlen mochte, deshalb ließ ich den Arzt machen.
Als der Schlauch meine Kehle runter ging, wiederholten Arzt
und Schwester immer wieder, dass ich schlucken solle, aber
ich konnte irgendwie nicht, so dass es sehr weh tat und mir
röchelnd und würgend die Tränen in die Augen liefen. Es
fühlt sich so ähnlich an, als würde man sich den Finger in
den Hals stecken und sich würgend daran verschlucken. Nein,
das trifft es nicht so richtig, es ist jedenfalls weit entfernt von allem Angenehmen.
Als der Schlauch im Magen war, was mir vorkam, als hätte
ich eine lebende Schlange verschlugt, die sich windend
gegen meine Magenwand warf, setzte der Arzt einen Trichter
auf den Schlauch und mir wurden mehrere Liter Wasser in den
Bauch gegossen. Es sah merkwürdig aus, als mein Bauch immer
dicker wurde und sich aufblähte. Mit einem Mal sagte der
Arzt nur noch ich solle mich zur Seite übergeben, als er
den Schlauch nahm und mir damit im Hals herumstieß, bis ich
das Wasser wieder rauswürgte und mich übergab. Das ging ein
paar Minuten immer wieder so, am Ende habe ich mich der
Schwester sogar versehendlich auf die Sandalen übergeben,
was mir in dem Moment furchtbar peinlich war, aber sie
meinte nur, dass sie eben mal schnell die Socken wechseln
müsste. Als der Schlauch wieder raus kam reichte mir die
Schwester ein Glas „Aktivkohle“, das kann man sich so
vorstellen wie schwarzes, brackiges Wasser, der erste
Schluck war auch gleich so schnell wieder draußen, wie er
rein kam, aber unter mehrmaligem erbrechen und ständigem
Würgen habe ich das Glas leer bekommen.


Traurig aber wahr…



Ihr lacht über mich, weil ich anders bin?!?
Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!!!


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senedjem
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Die Gedanken eines Selbstmörders

18.11.2005 um 17:03
aach du scheisse!
bist aber in ner psychiatrie gelandet oder??


Nie erreicht man die Grenze der Kunst, und
es gibt keinen Künstler, dem Vollkommenheit eignet.(Pthahotep) http://mir.ist-langweilig.de/?sagt=senedjem
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misao
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Die Gedanken eines Selbstmörders

18.11.2005 um 18:42
Sie wollten mich zwar "heilen" aber das bringt meiner Meinung nach nix...
So krass isses nimma aber ritzen und Bulimie sind trotzdem noch immer meine ständigen Begleiter...
Denkst du etwa, dass ich in die Psychatrie gehöre, oder was?

Ihr lacht über mich, weil ich anders bin?!?
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Kinder sind wie Hunde, je mieser du sie behandelst, desto mehr glauben sie, es verdient zu haben!!!


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senedjem
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18.11.2005 um 19:36
denkst du sowas denn nicht?
hei, du bist 15, was denkst du hast du noch vor dir? du solltest dir nicht alles kaputmachen, ich weiss das genau, ich bin auch erst 16!
du darfst dich noch nicht so gehen lassen!


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misao
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18.11.2005 um 19:44
Du kennst die Vorgeschichte nicht! Ich bin mir sicher, dass es dir an meiner Stelle auch egal wäre ob du dich kaputtmachst oder nicht...

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senedjem
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18.11.2005 um 19:47
es gibt wenig auf dieser welt die einen selbstmord in so einem jungen alter rechtferigen! ich kenne die vorgeschichte nicht, das ist mir klar, aber das ist keine lösung, nur flucht! und solche probleme, die entstehen aus flucht vor anderen problemen!
schau zu dir, und wenn es sein muss, scheiss ebe auf die anderen!

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misao
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18.11.2005 um 19:52
Manchmal ist Flucht aber die beste Lösung...

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senedjem
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18.11.2005 um 19:55
bestimmt nicht in diesem fall!
flucht ist nur gesund wenn es um den selbstschutz geht, dein problem liegt wo anders! mich würde interessieren wie dein leben heute aussieht! was machst du? wie lebst du?

Nie erreicht man die Grenze der Kunst, und
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misao
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18.11.2005 um 20:05
hm... ich geh in die Schule! Ich wohn zuhause bei meinen Erzeugern (Eltern kann man sowas nich nennen!!!)
Bin den ganzen Tag total fröhlich und bin so, wie mich alle gern hätten! Erst wenn ich alleine bin breche ich förmlich zusammen und der ganze Scheiß geht von vorne los...

Ich finds übrigens voll lieb von dir, dass du dich so um mich kümmerst, obwohl du mich garnicht kennst und es dir im Grunde egal sein könnte...

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