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Psychiatrie

810 Beiträge, Schlüsselwörter: Freunde, Erfahrung, Psychiatrie, Verwandte

Psychiatrie

16.01.2016 um 15:15
@mroktober
die zweite liste, betrifft das dann nur die medikamente von den aufgeführten herstellern oder das Mittel an sich?

der erste link ist von den 'netzfrauen' denen traue ich nicht so ganz..

magst du erzählen, was das venla bei dir ausgelöst hat, dass du schreibst es hätte dein leben zerstört? das klingt schlimm :(


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:20
@feallai

wenn ich was nehme dann greife ich auf trizyklischen antidepressiva zurück.
Sind Mittel die teilweise 60 Jahre alt sind.

Mein Vater nimmt Amioxid (Wirkstoff Amitriptylin) und sehr zufrieden damit.
Hat aber auch keine sehr schwere Depression.
leider musstr ich davon sehr lange schlafen.

Venlafaxin hat bei mir schwere Panikattacken und Angstzustände ausgelöst.
Einmal hatte ich 6 Std. hintereinander schlimme Panikattacken. Ich habe alle
Ängste bekommen die es wohl gibt . Ich Konnte nicht mehr raus gehen bis hin zu Königsklasse das ich
meinen Atmen kontrollieren musste - das war die Hölle.
Dazu kamme unzählige körperliche Symtome, das ich im geglaubt habe ich hätte irgendwelchen Krebs.
Schlimm.

Bei Netzfrauen war nur der untere Bericht von Bedeutung wo was von 80 Medikamenten steht.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:23
@feallai

Venlafaxin ist nur der Wirkstoff: Die Medikamente weden unter verschiedenen Namen verkauft.
Sehr bekannt auch unter dem Namen Trevelior. Aber es gibt halt viele Generika.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:25
@mroktober
ach du meine güte! dabei soll venla doch genau davor schützen!
die trizyklischen haben bei mir leider keine grosse wirkung gezeigt, amitryptilin, doxepin etc. probiert und nichts hat wirklich geholfen.
bei venla hab ich zum ersten mal das gefühl, dass ich meine gefühle und ängste einigermassen kontrollieren kann.

hab aber auch nicht 'nur' depressionen, sondern auch ne generalisierte angststörung, ptbs und ne bps.
mroktober schrieb:Aber es gibt halt viele Generika.
ja, das meine ich. da sind generika aufgeführt, aber nicht das medikament, welches ich beziehe.
oh gott ich will das nicht absetzen müssen. das wird die hölle


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:27
Ich nehme Venlafaxin von Heumann. Heißt auch "Venlafaxin".
Hatte ursprünglich 150mg, habe dann innerhalb von 6 Monaten auf 75mg reduziert. Mein Psychiater hat mich durch seine Anweisung zur Reduzierung für 3 Wochen in die Klinik gebracht...

wer mehr wissen möchte über Psychopharmaka und deren Abhängigkeit:

www.adfd.de

Ich versuche nun, meine Depressionen mit täglichem Sport, Einnahme von Vitamin D3 (Mangel begünstigt Depressionen) und positiven Erlebnissen zu bekämpfen.


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16.01.2016 um 15:28
@ feallai

Um Gottes willen wenn damit gut zurecht ist es ja ok.
Ich habe viele Patienten kennengelernt für die das Medikament ok war.


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16.01.2016 um 15:29
@Finchen

ich hätte auch gerne mal wieder positive Erlebnisse


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16.01.2016 um 15:31
Hmm.. wenn mein Hersteller nicht genannt wird - ist dann alles in Ordnung?
Bzw WARUM wird da vor einem bestimmten Hersteller gewarnt?? Da fehlt mir immer die Begründung...


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16.01.2016 um 15:33
@mroktober
@Finchen
ich nehm 300 mg :( seit über einem jahr, davor 150 mg.
Finchen schrieb:WARUM wird da vor einem bestimmten Hersteller gewarnt?? Da fehlt mir immer die Begründung...
mein hersteller ist da auch nicht bei.

ich hab schon öfter solche listen gesehen. ich denke das hängt damit zusammen, wie das generika verstoffwechselt wird. das ist ja auch der unterschied zwischen cipralex und citalopram.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:49
@Finchen

der Hersteller ist egal - es kommt auf den Wirkstoff darauf an und der heißt Venlafaxin.
Es gibt jede Menge Hersteller die den Wirkstoff Venlafaxin vertreiben - aber mit unterschiedliche
Namen.

@feallai

Citalopram und Escitalopram haben eine andere Struckturformel um die Dosis und die Nebenwirkungen zu verringern.
Cipralex ist der Name des Medikaments und der Wirkstoff heißt hier Escitalopram


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:58
@mroktober
ich hab zu anfang cipralex bekommen. das hiess genau so.
und nachher musste ich das generika citalopram nehmen, weil das cipralex nicht mehr gezahlt wurde von der krankenkasse.
mein arzt hat mir damals erklärt, dass das citalopram erst nach einer umwandlung in den nieren(?) zu cipralex wird und das der unterschied zwischen den medikamenten ist.
mroktober schrieb:der Hersteller ist egal - es kommt auf den Wirkstoff darauf an und der heißt Venlafaxin.
also ist es in dem fall egal ob der hersteller und das medikament dieses herstellers explizit aufgeführt sind?
ich weiss dass venla gern an boderliner ausgegeben wird. auch immer noch. sollte es dann nicht verboten werden? :(


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Psychiatrie

16.01.2016 um 16:11
@feallai

ich weiß nicht wo Dein Arzt das her hat... Kopf schüttel

Erstmal wird citalopram in der Leber verstoffwechselt. siehe Wikipedia
Ich habe nie gehört das ein Medikament sich in der Niere zu einem anderem Wirstoff umwandelt.
Die Niere ist ein Oragn das ausscheidet.

Cipralex ist eine Weiterentwicklung vom Citalopram.

Das alte Citalopram beinhaltet das "S-Citalopram" und das "R-Citalopram". Zwei Moleküle oder so. Angeblich ist das R-Citalopram nur für Nebenwirkungen verantwortlich. Dem Hersteller Lundbeck ist es dann irgendwann gelungen, das zu entfernen und hat damit halt das S-Citalopram "erfunden". Das vertreibt er jetzt unter dem Namen Cipralex. Was natürlich teurer ist weil es neuer ist!!!! Dein Arzt will dir lieber das Citalopran verschreiben weil es billiger(älter) ist.

Angeblich wirkt es stärker,schneller und nebenwirkungsärmer. Man muss weniger davon nehmen um die gleiche Wirkung zu erhalten. Also wenn Du z.B. 10 mg Cipralex nimmst, müsstest Du 20 mg Citalopram nehmen um die gleiche Wirung zu erzielen.

Cipralex ist noch patentgeschützt; nur die Firma Lundbeck darf es herstellen. Das lassen die sich natürlich gut bezahlen. Citalopram hat kein Patent mehr, es dürfen auch andere Firman Citalopram herstellen und dadurch wirds natürlich billiger.

In NRW z.B wird das Cipralex aufgrund diesem Entschluß von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein von den Krankenkassen nicht bezahlt. Die Ärzte müssen dann halt Citalopram verschreiben.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 16:21
feallai schrieb:lso ist es in dem fall egal ob der hersteller und das medikament dieses herstellers explizit aufgeführt sind?
ich weiss dass venla gern an boderliner ausgegeben wird. auch immer noch. sollte es dann nicht verboten werden? :(
Geh mal in drei unterschiedliche Apotheken und frag dort mal nach.Du wirst sicherlich 3 Unterschiedliche Meinungen hören.
Ein Verbot können nur die unterschiedlichen deutschen Behörden erteilen und passiert erst wenn
was passieren sollte.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 18:16
Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich von den Nebenwirkungen, die mit dem Absetzten von Psychopharmaka einher gehen können, stets verschont geblieben bin. Beziehungsweise, dass ich überhaupt nie so viele Nebenwirkungen hatte. Venlafaxin war wirklich nicht der Hit. Auf das Gefühl, dass Strom durch meinen Körper geleitet wird und die gesteigerte Schreckhaftigkeit (die fast zu Unfällen geführt hätte), hätte ich gut verzichten können. Ich bin dann allerdings auch schon nach 4 Wochen auf Paroxetin umgestellt worden und damit hatte sich die Sache dann. Später wurde das dann auf Citalopram umgestellt.

Seroquel war auch eher ein Reinfall, ich bin morgens kaum noch aus dem Bett gekommen. Da war dann Abilify die bessere Alternative, auch wenn das das Mittel war, mit dem ich letztendlich die größten Schwierigkeiten habe. Die parkinsonähnlichen Symptome, die es ausgelöst hat, sind nämlich auch nach Einnahme des Parkinsonmedikaments Akineton nur bedingt besser geworden. Und auch nach dem Absetzen waren sie erst nach ca. einem halben Jahr weg. Auch wenn das Mittel gegen meine psychischen Probleme gut geholfen hat - es ist ziemlich belastend, wenn die Beine plötzlich unkontrolliert zittern oder man keinen Löffel mehr zum Mund führen kann, weil man auf dem Weg die Hälfte verschüttet.

Ausschließlich positive Erfahrungen habe ich mit Perazin gemacht, das habe ich als Bedarf genommen. Es soll wohl auch schlafanstoßend wirken, davon habe ich jedoch nichts gemerkt. Wenn ich eine genommen habe, sobald ich gemerkt habe, dass eine Panikattacke im Anflug ist, dann war die innerhalb einer halben Stunde Geschichte und ich konnte ganz normal weiterarbeiten. Außerdem macht es, im Gegensatz zu Tavor, nicht abhängig.

Mittlerweile nehme ich jedoch keine Medikamente mehr, in Absprache mit meinem Arzt. Ich müsste wohl wieder, allerdings nicht aus psychischen, sondern aus neurologischen Gründen (meine Narkolepsie ist jahrelang untergegangen, weil die Ärzte logischerweise gedacht hätten, ich wäre aufgrund meiner Depression ständig so müde, dass ich teilweise an Ort und Stelle einschlafe), aber da warte ich jetzt eh erst mal ab, was das Gespräch mit dem Neurologen ergibt. Da auch hier wieder das Gehirn betroffen ist, wird die Krankheit zu weiten Teilen entweder mit den gleichen Medikamenten behandelt wie eine Depression (ausgerechnet Venlafaxin oder Abilify stehen im Gespräch) oder man verschreibt Amphetamine. Und nun, die machen dann wirklich abhängig oder können einen negativen Einfluss auf meine psychische Gesundheit haben. Die sind zumindest für mich also wirklich bereits aus dem Rennen.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 18:58
@mroktober
Ich hab mich da vertan, deshalb das Fragezeichen. Es ist ewig her, dass ich das wechseln musste.
Er hat mir das so lange verschrieben, bis es eben nicht mehr gezahlt wurde. Ich hätte knapp 200 Euro zuzahlen müssen, deshalb sind wir zu citalopram gewechselt.
Also er hat das schon verschrieben.
Er ist mittlerweile in Rente aber war ein großartiger Arzt. Ich bin es die da oben stuss erzählt hat. *schäm*


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Psychiatrie

16.01.2016 um 20:42
Finchen schrieb:Ich nehme Venlafaxin. Und die Abhängigkeit ist dermaßen heftig....... es dauert JAHRE, davon wegzukommen.
Und dann behaupten Ärzte allen Ernstes: Neiiiiiin.... Antidepressiva machen nicht abhängig... die kann man ganz einfach ausschleichen.
Wie mich diese Lügen und die Nicht-Aufklärung ankotzen!
Hallo @Finchen

Auch lt. Wikipedia führt die Einnahme von Antidepressiva nicht zur Abhängigkeit. Nach der Lehrmeinung müssen sie allerdings i. d. R. zum Absetzen ausgeschlichen werden; damit es nicht zu Absetzeffekten wie z. B. Schwindel, Übelkeit, Zittern, Konzentrationsstörungen, depressivem Stimmungseinbruch und Schlafstörungen kommt.

Die Absetzschwierigkeiten erfüllen nicht die Kriterien der Abhängigkeits-Definition; von daher - aber insbesondere auch wegen der Angst der Patienten mit Depressionen vor Abhängigkeit als Hindernis für die Antidepressivaanwendung etwa um mit der Pharmakotherapie einen Suizid abzuwenden oder mit einer Psychotherapie überhaupt beginnen zu können, geben Psychiater und andere Ärzte die Auskunft, dass Antidepressiva keine Abhängigkeit verursachen.

Auf den informativen Beitrag "Antidepressiva und Abhängigkeit",

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=9754

hattest Du selber schon verwiesen.

Hinzu kommt die Erfahrung aus der Praxis, dass die vorgenannten Symptome nicht bloß beim plötzlichen Absetzen auftreten können, sondern auch bereits beim Zurückgehen der Dosierung - mithin während des gesamten Ausschleichprozesses.
Finchen schrieb:Ich versuche nun, meine Depressionen mit täglichem Sport, Einnahme von Vitamin D3 (Mangel begünstigt Depressionen) und positiven Erlebnissen zu bekämpfen.
Was Du außerdem noch (fast kostenlos !) ausprobieren könntest, ist eine Lichttherapie.

Wikipedia: Lichttherapie

Ich habe mir für die Wintermonate ein Gerät von Beurer zugelegt und bin - wie andere amazon Kunden - sehr zufrieden.

http://www.amazon.de/Beurer-TL-80-Tageslichtlampe-10-000/dp/B005HDLGQW


Depression gilt in der Psychiatrie als Dysfunktion und die Schulmedizin wird meistens versuchen, pharmakologisch oder durch übende und sonstige auf das Umdenken oder Umlernen der affektiven Reaktion zielende Verfahren dem Patienten zu helfen.

Ein tiefenpsychologischer Ansatz, den ich kurz skizzieren möchte, zielt auf die Funktion der Dysfunktion ab, die meist unbekannt ist, weil sie im Unbewussten verborgen liegt.

Depressive Patienten neigen häufig dazu sich und ihre Leistungen systematisch negativ zu beurteilen. Ich glaube nicht wie viele Verhaltenspsychologen an einen von Anderen vorgelebten und imitativ übernommenen Pessimismus oder gar an ein zufüllig entstandenes "basic concept". Ich gehe vielmehr davon aus, dass ein unbewusster Konflikt die häufigste Ursache ist und die defensive Funktion der Depression die pathologische Pseudolösung des Konflikts darstellt.

In vielen Fällen dient sie dem Ausgleich von Schuld für was auch immer (entweder selber schuldig gemacht oder es hat sich jemand an dem Betreffenden verschuldigt - missbrauchte Frauen fühlen sich zuweilen selbst schuldig, so abwegig es auch klingen mag, aber das läßst sich psychodynamisch erklären, was hier allerdings den Rahmen sprengen würde).

Die Depression stellt insofern eine innere Notwendigkeit für den patienten dar und nicht so ohne weiteres aufgegeben.

Ein auf intrapsychische Konflikte spezialisierter Psychotherapeut wird also nicht versuchen, dem Klienten seine depressiven Reaktionen "abzutrainieren", sondern durch eine Veränderung der dahinterstehenden Dynamik die depressiven Reaktionen sozusagen überflüssig zu machen. Es geht ihm darum - anstelle mit einer masochistischen Strategie (Depression) - den Konflikt, z. B. ein Schuldgefühl bewusst zu machen, es realistisch zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Infolgedessen (mit der intrapsychischen Transformation) gibt es keinen Grund mehr depressiv zu sein.

Ich hoffe, was ich zuvor geschrieben habe, ist noch einigermaßen nachvollziehbar und für den einen oder anderen hilfreich.

Abschließend ein praktischer Tipp in Sachen "Eigendiagnostik":

@Finchen Frage Dich immer wieder: Welche Funktion hat meine Depression? Eine mögliche Antwort aus dem Unbewussten könnte hilfreich sein.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 20:58
@callida
WOW!
Das ist der mit Abstand beste Beitrag, den ich zum Thema Depressionen gelesen habe!
Danke für das Aufzeigen neuer Erkenntnisse.

Schreibe dir dazu gleich ne Pn :)


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Illyrium
ehemaliges Mitglied

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Psychiatrie

16.01.2016 um 22:01
Also ich bekomme Cipralex und Remergil und hab keine Probleme damit.

Wo ich Probleme hatte war bei Seroquel weil ich da nur noch am schlafen war.
Aber sonnst so hatte ich nie Absetzt Probleme nur einschleich Probleme von den Nebenwirkungen her.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 22:05
Seroquel ist auch ein Dreckszeug.
Macht fett und man schläft nur noch.
Dann ist man nicht nur depressiv, sondern auch noch fett, zusätzlich depressiver und nur noch am Schlafen.


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Illyrium
ehemaliges Mitglied

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Psychiatrie

16.01.2016 um 22:07
@Finchen
Macht remergil auch :D aber ich bin lieber Fett und nicht Selbstmord gefährdet als Dünn und Ich mach Blödsinn.


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