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Psychiatrie

810 Beiträge, Schlüsselwörter: Freunde, Erfahrung, Psychiatrie, Verwandte
Dark_jutsu
ehemaliges Mitglied

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Psychiatrie

14.01.2016 um 19:33
Abend
ich war auch mal in einer Psychiatrie, eigentlich 3 mal.
Aber jedesmal bin ich abgehauen.
Nichts für mich


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Psychiatrie

14.01.2016 um 19:35
Meine Eltern sind beide psychiater


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Psychiatrie

14.01.2016 um 20:26
@Finchen

Das wäre ich mir nicht so sicher, weil die patienten die so in einer station sind oft nicht das erste mal da sind und die pfleger die meist länger kennen als die patienten unter sich.

Es gibt durchaus patienten, die nach außen hin nicht gefährlich wirken, von denen man aber weiß, dass es, wenn man nicht eingreift, gleich hoch her geht.


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Psychiatrie

14.01.2016 um 20:37
Ich war sowohl auf psychiatrischen Stationen als auch auf psychosomatischen.
Und ich muss wirklich sagen, die Psychiatrie war gegen die Psychosomatik ein Traum!
Sehr viel angenehmeres Personal, viel bessere Auffangstrukturen, besseres Essen, bessere Zimmer etc.

Ich hab wirklich sehr positive Erfahrungen gemacht.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 00:10
Jede Klinik ist unterschiedlich.
Das schlimmste sind Psychatrien mit Stationen
die ein gemischtes Setting haben. Das heißt alle psychischen
Kranheitsbilder werden auf einer Station untergebracht.
Egal ob Depressive, Angstpatienten, Traumatapatienten, Schizophrene, Borderliner,
Süchtige aller Art, etc....

Was ich gesehen habe und dort erlebt habe würde Bücher füllen.
Einmal bin ich morgens von einem Schizophrenen überfallen worden.
Der hat eine handvoll Porzelantassen auf meinem Kopf zerschlagen.
Tägliche öffentliche Fixierungen von Akutpatienten war Alltag.
Von überforderten Pflegepersonal und meiner Meinung nach teilweise
selber psychisch belasteten Ärzten ganz zu schweigen.

Wenn ich alle Zeiten die ich (freiwillig!) in Psychatrien verbracht habe,
komme ich auf über 2 Jahre - immer in Etappen.
Unterm Strich hat es mir nicht viel geholfen.
Ich bin leider genetisch psychisch vorbelastet.

Wer eine gute Psychatrische Klink sucht, dem kann ich aus Erfahrung das Max-Planck Institut
in München sehr empfehlen. Der "Mercedes" unter den Kliniken. Das Gebäude und die Zimmer
sind zwar sehr in die Jahre gekommen. Aber die Ärzte und Pflegepersonal sind die besten die je
kennengelernt habe und ich zähle mich schon als "Profi" der stationären Unterbringung.

Meine persönliche Meinung spiegeln die Menschen in der Psychatrie unsere eigentliche
Gesellschaft dar. Es gibt soviele Menschen die starke psychische Belastungen mit sich tragen.
Aber vieles spielt sich zuhause hinter den Vorhängen ab. Auf einer psychatrischen Station hat
meine gute Kopie was wirklich in der Welt los ist. Die wenigsten sind wirklich "Verrückt" wie man es sich
so landläufig vorstellt.

Die Umwelt macht die Menschen kaputt oft sind es Sorgen wegen Arbeit, Geld, Partnerschaft, Traumatas aus der Kindheit und Gegenwart die Ängste und Depressionen das Leben bestimmen lassen.
Ich habe viele sehr feine Menschen in den Kliniken kennengelernt.
Ärzte und Psyichater versuchen die Patienten mit Medikamenten an die Umwelt anzupassen, aber ich kenne niemanden dem es auf Dauer geholfen hat. Das System in der Welt muss sich ändern, dann würde es vielen Menschen besser gehen.
Aber das wird sich kurzfristig gesehen nicht ändern.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 00:13
@mroktober

Also ich hab durchaus fälle gesehen, wo medikamente durchaus auf dauer geholfen haben. Das sind oft natürlich leute, die nie in die psychiatrie kommen, weil ein antidepressivum reicht, ohne stationären aufenthalt.
Aber gerade bei psychosen kann man da, wenn früh eingegriffen wird mit medikamenten, schon vieles machen.

Ansonsten hast du natürlich recht: Viele leute die vorher eine sehr gute fassade hatten dekompensieren in de rpsychiatrie absolut.

Die waren nen tag davor noch auf der arbeit, dann unter zwang drin und alles kommt raus , was sie vorher versteckt haben.
Das ist teils sehr prekär, natürlich auch für die anderen patienten, die selbst angeschlagen sind und durch sowas zusätzlichen stress bekommen.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 00:21
@shionoro

was Medikamente angeht bin ich eher sehr kritisch. Aus Erfahrung weiss ich das Patienten oft
die Einnahme von Medikamenten unterbrechen oder wegen div. Gründen abbrechen.

Es muss auch selektiert werden ob nur ein depressive Verstimmung vorliegt oder z.B. eine starke
Depression diagnostiziert wurde.

Es gibt natürlich Menschen schon alleine Homäopathische Mitteln helfen, aber dann weiss ich nicht
ob Sie wirklich unter Depressionen gelitten haben. Ist aber nur meine subjektive Meinung.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 00:25
@mroktober

ja, das ist ein schwieriges thema.

Was ja schon richtig ist, ist, dass maßnahmen außerhalb der medikamente sich SEHR positiv auf depressionen auswirken können. Sport z.b., oder künstlerisches ausleben (zweiteres wird leider teilweise von medikamenten negativ beeinträchtigt).

Ich bin bei der kritik an medikamenten immer sehr vorsichtig, weil ich weiß, was für einen schlechten ruf sie haben.

Ich hab viele patienten gesehen, die, sehr klar, medikamente gebraucht haben, aber sie verweigert haben , weil sieangst davor hatten.
Und vielen Menschen tut genau gerade DAS sehr schlecht.

Viele leute die depressiv oder schizophren sind trauen sich erst sehr spät zum arzt zu gehen, eben aus dem grund, weil sie so viel schlechtes darüber gehört haben.
Und dann ist es teilweise schon zu spät, um ohne wirklich starke dosierung gegen die krankheit anzukämpfen.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 00:34
@shionoro

mit dem was Du als letztes geschrieben hast muss ich Dir recht geben.

Es gibt nicht nur Antidepressiva, die wohlgemerkt bei jedem Menschen andere
Auswirkungen haben.

Wichtige und sinnvolle Medikamente sin z.B. Tavor sprich Lorazepan, Diazepan
um Akutpatienten Zeit unf Ruhe zu verschaffen.

Bei Schizophrenen sind es natürlich die Neuroleptika.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 00:56
@mroktober
leider wird gerade mit diesen medikamenten oft missbrauch betrieben. ich musste eine weile lorazepam nehmen, weil es nicht anders ging, hatte aber grosse angst vor einer abhängigkeit.

kenne mittlerweile auch schon genügend menschen, die leider einen medikamentenentzug gemacht haben oder machen müssten

habe bereits ein paar mal meidkamente abgesetzt, weil ich sie gewechselt hab oder es ohne versuchen wollte. schon allein der Entzug von 'normalen' antidepressiva, ssri oder ähnlichem ist ganz schön hart


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Illyrium
ehemaliges Mitglied

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Psychiatrie

16.01.2016 um 01:01
@mroktober

Da ich in München lebe Kenn ich die Klinik und die ist wirklich sehr gut. Die haben mich wieder aufgebaut.

Ich kenn auch noch die Kinder und jugend Psychiatrie( Heckscher Klinik) ich war als Kind schon auffällig.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 10:27
@feallai

ja leider hast Du natürlich recht das diese Medikamenten bei
regelmäßiger Einnahme über einen Zeitraum von 3-4 Wochen
Dich zu einem anhängigen machen.

Ich habe vor einigen Jahren mal zwei Entzüge von Tavor gemacht.
Es soll schlimmer sein als ein Entzug von Heroin. Wobei ich keinen
vergleich zum Heroin habe. Ist ein langer harter Weg weil man nicht nur
körperlich sondern auch psychisch abhängig wird.

Heute habe ich "diese Medikamente" sinnvoll in meinem Alltag integriert.
1 - 2 in der Woche wenn ich weiß das ich in Stresssituationen geraten werde
greife ich zu diesem Krückstock

Auch das absetzen von Antidepressiva kann eine Höllenfahrt sein.
Am schlimmsten waren bei mir die SNRIs. Ich kann es gar nicht
in Worte ausdrücken was ich da durch machen musste. Aber keine
Angst jeder reagiert anders auf diese Medis. Der eine futterte die Dinger
wie Tic Tacs und merkt gar nichts und der andere läuft nur einer Apotheke vorbei
und hat schon "Nebenwirkungen".


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Psychiatrie

16.01.2016 um 10:29
@Illyrium

leider wohne ich nicht mehr in München, sonst
würde ich mich bestimmt oftmals besser fühlen
das so eine gute Klinik in der Nähe ist.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 12:49
@mroktober
hab cipralex/citalopram abgesetzt. ganz langsam ausschleichen lassen. es war die hölle! wirklich, ich war monatelang beeinträchtigt. konnte es nur in 5mg-schritten machen.

letztendlich war es aber eh keine gute entscheidung, hatte das medikament gerade 2 monate lang komplett abgesetzt und endlich keinen schwindel, übelkeit und depersonalisierung mehr, da musste ich wieder in die psychiatrie. komplett zusammengebrochen. hab gedacht ich wäre stärker.
naja, jetzt nehme ich ein anderes medikament, aber wenn ich das nur 3 stunden zu spät nehme, weil morgens vergessen, hab ich wieder schlimme absetzerscheinungen.

ich bin so dankbar, dass es dazu damals mit dem lorazepam echt 'leicht' war, die abzusetzen


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Psychiatrie

16.01.2016 um 14:29
@feallai

eine kleine aktuelle Geschichte zu cipralex/citalopram (Wirkstoff Escitalopram)

Die European Medicines Agency eine Europäische Aufsichtsbehörde für Medikamente
hat Anfang 2015 eine Liste veröffentlicht wo dringend abgeraten wurde u.a cipralex/citalopram
weiter einzunehmen. Es hat sich herraus gestellt das die Studien zu dem Medikament "geschönt"
bzw. unzureichend waren. Um ein Medikament auf dem Markt zu bringen muss es viele Test und Studien
durchlaufen. Von diesen veröffentlichten Medikamenten wurde eine "unabhängige" Firma (Konzern) in Indien! beauftragt.

Jetzt stellte man plötzlich fest das die Studien nicht korrekt bzw. geschönt waren um die Zulassungen für
Europäische Länder zu erhalten.

Das Problem ist jetzt aber, das nur die einzelnen Länder bzw. bei uns die zuständigen deutschen Bundesoberbehörden
einen roten Brief herrausgeben können. Die European Medicines Agency empfiehlt zwar den sofortigen Abbruch
mit den veröffentlichten Medikamenten, aber die einzelnen Länder können selber entscheiden.

Nun, bis jetzt werden alle Medikamente weiter verkauft - Geld ist geil - und der Patient ist das notwenige Übel
um an das Geld zu kommen.

Wer interesse hat, ich habe die Liste der European Medicines Agency als PDF Datei.


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Psychiatrie

16.01.2016 um 14:46
@mroktober
gut, dass du das geschrieben hast. hatte überlegt, mir die wieder verschreiben zu lassen, weil die antriebssteigernd sein sollen.

und im moment bin ich durch die traumatherapie so fertig, dass ich zwischendurch tagelang vor erschöpfung fast nichts machen kann.

was sagt denn deine liste zu venlafaxin und trimipramin?

für schlimme tage hätte ich gern seroquel, bekomme aber nichts 'härteres' mehr verschrieben als Promethazin

das war auch das einzige was mir in der klinik nicht gefallen hat. die patienten wurden nicht ausreichend über ihre merdikation informiert. ich musste richtig nachfragen und selbst im internet suchen um meine fragen beantwortet zu bekommen.
einige wussten nicht mal, was sie da jeden tag schlucken. allerdings war da auch einfach das desinteresse des patienten schuld


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Psychiatrie

16.01.2016 um 14:54
Ich nehme Venlafaxin. Und die Abhängigkeit ist dermaßen heftig....... es dauert JAHRE, davon wegzukommen.
Und dann behaupten Ärzte allen Ernstes: Neiiiiiin.... Antidepressiva machen nicht abhängig... die kann man ganz einfach ausschleichen.
Wie mich diese Lügen und die Nicht-Aufklärung ankotzen!

Ich hätte Interesse an der Liste. Bzw. Einschätzungen zu Venlafaxin, Naratriptan, Pipamperon...


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:02
@Finchen
wie viel nimmst du? ich fürchte auch, dass ich das zeugs ewig weiternehmen muss :(
und dabei hab ich mittlerweile doch den wunsch, mal schwanger zu werden


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:05
@Finchen

ich habe Venlafaxin selber mal genommen und es hat mit mein Leben zerstört.
Leider steht Venlafaxin auch auf der Liste. Vielleicht zum Glück!

Erste Infos findet Ihr z.B.:

https://netzfrauen.org/2015/08/02/liste-eu-stoppt-ueber-700-medikamente-eu-ban-on-more-than-700-drugs/


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Psychiatrie

16.01.2016 um 15:07
Hier habe ich die Liste für euch:

http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Other/2015/01/WC500180894.pdf


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