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Erziehungscamps

129 Beiträge, Schlüsselwörter: Erziehung, Boot Camp

Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:35
Solche Kinder hiessen in meiner Kindheit "Schlüsselkinder".

Najameine
Eltern waren auch beide berufstätig.
Ich hab nach der Schule meinvorbereitetes
Mittagessen in den Offen
gepackt, Geschirr gespült, und dieWaschmaschine angemacht.


Hausaufgaben wurden dann eben abends kontrolliert.
Kam auch wunderbar
zurecht.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:38
Tja, ich auch ein "Schlüsselkind" und auch aus mir ist etwas geworden. Und das lagmitunter zum einen an der Erziehung (da ich auch Verständnis für meine alleinerziehendeMutter hatte) und es lag auch mit am Umfeld in dem ich groß geworden bin, auf einem Dorfund nicht in der Stadt. Wobei ich allerdings nicht glaube das ich in der Stadt auf dieschiefe Bahn geraten wäre.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:39
Also ich bin auch oft von der Schule heimgekommen und meine Mutter war nicht da, da sieselber unterrichtet hat, ich habe es gehasst, schliesslich wollen Kinder nach der Schuleihre Erlebnisse erzählen oder auch Probleme klären Zu viel alleine ist auch nicht gut,kann schnell damit enden das man zum Eigenbrödler wird.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:39
Auf dem Dorf kommen auch nicht mehr oder weniger Kinder auf die "schiefe Bahn", als inder Stadt.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:43
Finde ich toll, wie du urteilst, ichbinsdochnur. Kennst die Hintergründe nicht undurteilst Eltern ab. Finde ich auch nicht gerade ein besonders soziales Verhalten.

Es geht doch überhaupt nicht darum, Eltern oder Kindern die Schuld zu geben. Es kannjedem passieren, dass sie an einem bestimmten Punkt die Autorität verlieren. Dazu kannder falsche Umgang der Kinder kommen, usw. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle. Ichhabe selbst so einen Fall in meiner unmittelbaren Umgebung, wo die alleinerziehendeMutter, berufstätig, irgenwann einmal den Draht zu ihrer Tochter verloren hat. Und da wares aus.

Es got doch darum, diesen Jugendlichen eine Chance zu geben. Und derLeiter der Einrichtung in Kassel hat auch schon oft im Fernsehen berichtet, wie toll dieJugendlichen letztendlich die EInrichtung empfunden haben. Sie haben feste Regelngelernt, sich unterzuordnen, von Personen betreut zu werden, die wissen von was sie redenund keine sogenannten Schreibtischpädagogen, die von der Praxis keine Ahnung haben.

Ich finde es auf jeden Fall besser, die Kinder dort aufzufangen als über die Elternabzulästern und die Kinder zu lebenslangen Sozialfällen verkommen zu lassen.

Undwas aus einem Kind im späteren Leben wird, kann man vorher selbst von den am bestenErzogenen nicht sagen.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:44
Mag sein, aber auf dem Dorf hast du mehr Alternativen als nur das auf der Straßerumlungern.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:51
ich finde diese Erziehungscamps nicht gut.

Die Kinder und Jugendlichen benehmensich vielleicht im Camp irgendwann,
wenn sie merken, sie kommen nicht weiter unddürfen garnichts machen, aber
irgendwann wenn sie wieder zu Hause sind, benehmen siesich wieder nicht
und tun was sie wollen.
Irgendwann kommt das alles wiederzurück, ganz bestimmt.
Man kann einen Menschen nicht von heute auf morgen verändern,und das
was da in den Camps passiert ist eine große Veränderung.

Für immerhält das auf jeden Fall nicht an, kann ich mir nicht vorstellen.


Achja, undich finde es irgendwie dumm, daß man sowas im Fernsehen zeigt.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 10:54
MagicLady

eltern haben verdammt nochmal die verantwortung für ihre kinder. dannmuss man sich halt gezielt darum kümmern, welchen umgang sie haben. nicht selten drifftendie kids ab, weil die eltern sich garnicht dafür interessieren, was ihr nachwuchs macht.und wenn man diesen jungen menschen einfach mal wirklich auch wertschätzung und zuneigunggibt, kann das sehr viel bewegen. ich habe auch meine probleme und ein absolut schlimmesjahr hinter mir, was aber immer noch kein grund ist, mich meiner verantwortung der kindergegenüber zu entziehen!


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andalglarien
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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:00
Und ich finde es überhaupt nicht okay, dass man Kindern und Jugendlichen beibringt, dasssie sich jemanden unterzuordnen haben.
So können sie keine eigene Persönlichkeit undkein Selbstbewusstsein aufbauen, da man ihnen beigebracht hat zu allem "Ja und Amen" zusagen.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:03
Ich halte von solchen Camps auch nichts. Lieber würde ich den Eltern empfehlen mit ihrenKindern gemeinsam sich Hilfe zu suchen. Es geht doch darum das die Kinder den Elternentfremdet sind und sich deshalb auch nichts sagen lassen wollen. Es geht um Vertrauenzueinander.

Was bringt es mit Gewalt den Kindern was einzutrichtern, das wirdentweder zu Gegengewalt führen oder zu Einschüchterung führen, aber sicher nicht zureiner Veränderung der Beziehung zu den Eltern.

Eltern müssen schon ein wenigmitarbeiten und ihr Kind nicht einfach abschieben, dadurch fühlt sich das Kind sichernoch mehr veraten. Ich habe mal einen Blick in dieses Camp geworfen als ich gezappt habe.

Ein Junge sollte eine Strecke laufen, sozusagen damit er zum nachdenken kommt,er wollte nicht, diese Frau, Erzieherin oder was weiss ich was die war schaffte ihn nichtdazu anzutreiben, bis irgendwannmal so ein alter Mann mit Cowboyhut kam und anfing ihn zuschubsen. Was soll denn das für ein Schwachsinn sein....


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andalglarien
ehemaliges Mitglied

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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:11
Da fragt man sich:
Wofür gibt es solche Einrichtungen wie das PRO FAMILIA, wo mansich kostenlos beraten lassen kann
Oder die DIAKONIE
?


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:15
Ich finde nicht, dass Unterordnen falsch ist. Unterordnen muss man sich ein Leben lang.Im Beruf, im sozialen Umfeld, überall. Unterordnen bedeutet nicht allein Ja-Sager zusein. Man kann durchaus seine eigene Meinung vertreten und haben. Aber an dieRahmenbedingen muss sich jeder halten, sonst kommt man im Leben nicht klar.

@IchBinsNur
Natürlich haben Eltern die Verantwortung. Aber was willst du machen,wenn ein Jugendlicher von 15 dir als Mutter sagt, ich mache dies und jenes nicht, ichgehe nicht in die Schule, ich klaue, ich kiffe, usw.? Eine Bekannte von mir hatte diesmit ihrer Tochter, sie war nicht asozial, im Gebenteil. Sie war alleinstehend, mußtearbeiten gehen. Sicher konnte sie dem Kind nicht das geben, was es brauchte, das weiß sieauch. Aber sie konnte eben nicht anders, und verurteilen ist da ganz bestimmt nichtangebracht. Im Gegenteil, wenn sich Eltern HIlfe suchen, ist das in meinen Augen völligOK. Sie können die Kinder ja auch rausschmeißen und sich um nichts mehr kümmern.

Ich glaube auch nicht, dass diese Camps vergeblich sind und die Jugendlichen nach derRückkehr im alten Stil weitermachen. Sie leben ja nicht nur dort, sie lernen ja auchsoziales Verhalten, Verantwortung für sich und andere, usw. Ich denke schon, dass ihnendiese Camps die Augen öffnen. Eine Garantie hat man natürlich nicht, auch nicht für dasbestbehütetste und bravste Kind.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:15
Meiner Meinung nach sollten Menschen mit schwererziebaren Kids arbeiten, die selbst malKandidaten waren und den Absprung geschafft haben. Sie wissen wie der Hase läuft und woder Schuh drückt, sie wissen genau was sie zu sagen haben. Wenn ich teilweise dieMenschen da sehe, die einfach nur nach Theorien gehen da wird es mir schlecht. Zudemlässt man sich viel lieber was sagen und nimmt auch was an, von jemand der einenverstehen kann.


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14.03.2007 um 11:20
MagicLady

Menschen die sich gegen alles und jeden stellen, brauchen Fürsorgeund Aufmerksamkeit und kein agressives Trimm Programm.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:30
@Hornisse
Fürsorge und Aufmerksamkeit braucht jeder Mensch. Aber auch feste Regeln.Und die geht oft bei zu viel Fürsorge und Aufmerksamkeit verloren.

@Hornisse
Genau du sagst es


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:32
Um schwererziebare Kids dazu zu bringen sich zu fügen, besser gesagt zur Mitarbeit zubekommen, bedarf es an Respekt der Kids. Um Respekt von Kids zu bekommen, muss man sichum sie kümmern, ihnen Freund sein, ihnen Verständnis entgegen bringen, ihnen Vertrauenschenken, damit sie sich sich gebraucht fühlen.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:40
@Hornisse
wenn es mal so einfach wäre, ist es aber leider nicht.


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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:44
Eine Schwägerin von mir hat einen 16 jährigen Sohn. Zu Hause wurde er nie sonderlichbeachtet, er war der älteste und die Kleinen standen immer im Vordergrund. Es ging soweitdas er nur noch unterwegs war, die Schule schwänzte und alle Regeln brach.

Einesabends kam er nicht nach Hause. Ich bekam einen Anruf von meiner Schwägerin die sofortdie Polizei anrief und das Fehlen ihres Sohnes meldete. Der Vater konnte ausser schreiensowieso nichts.

Auf jeden Fall war er schon drei Tage und Nächte weg,sie regtensich beide auf mit den Worten, na warte wenn der Heim kommt. Ich habe bei dem Jungen auchangerufen, ich sagte nur Hey Alter was geht, gehts dir gut, es ist so kalt draussen, duweisst ja wo ich wohne, mach dir keine Sorgen wir kriegen alles wieder hin. Zwei Stundenspäter klingelte mein Telefon und er war dran und fragte mich ob er kommen darf.

Ich will damit nur sagen, ich bin überzeug dasman bei jedem Jugendlichendurchdringen kann, vorrausgesetzt es ist keine Sucht im Spiel.


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14.03.2007 um 11:45
ich hatte auf seine Mailbox gesprochen.


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andalglarien
ehemaliges Mitglied

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Erziehungscamps

14.03.2007 um 11:52
Die Kids benehmen sich so, weil sie Aufmerksamkeit haben wollen

@Hornisse
Duhast ihm Aufmerksamkeit gezeigt. Das find ich toll. Und er wusste, dass er mit dir überdiese Probleme reden kann.

Gewalt ist keine Lösung.
Sei es körperlicheGewalt oder psychische Gewalt.

Der Jugendliche an sich wird bei dieser Sendunggebrochen und so geformt, wie der Ausbilder ihn haben möchte.
Die bekommen da dieArschkriecherei und Heuchlerei beigebracht! Die benehmen sich dann so, wie es ihnengezeigt wurde und die Gefühle dabei sind nicht echt.
Ich nehme keine Entschuldigungernst, die nicht ehrlich gesagt wurde, sondern nur lapidar: "Schullige, dass ich das unddas und das gemacht habe."

Mit einem Satz kann man das Verhalten nichtentschuldigen. Bei so einer Entschuldigung fängt die gesamte Diskussion ja an.
Soeine Diskussion soll beiden Parteien die Möglichkeit geben, sich gegenseitig sagen zukönnen, was dem einen an dem anderen stört und Tipps geben! Geben! Nicht vorschreiben,was er zu tun und zu lassen hat! Das ist sehr wichtig. Niemanden eine Meinung aufzwingen.
Und ein solches Gespräch sollte man an einem neutralen Ort führen und am Besten nochmit einer neutralen Person (Familienpsychologe), die als Moderator fungiert und sichnicht einmischt.

Das ist meine Meinung zu dem ganzen Thema


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