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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

339 Beiträge, Schlüsselwörter: Gefühle, Emotionen, Leid, Kummer, Glückseligkeit
mastermind
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 17:27
Leid entsteht für mich auf 2 Arten, die aber beide von der Libido ausgehen:

Erster Fall ist, wenn die eigene Libido gehemmt ist, sodass man sich minderwertig fühlt. Aus dieser Minderwertigkeit heraus entstehen die verschiedensten Dinge. Der Mensch leidet aber unter seinen Minderwertigkeitsgefühlen.
Zweiter Fall ist, dass man die Libido in ein äußeres Objekt transferiert, sei es ein Hobby oder eine Person, und dass man dies dann teils mit sich selbst identifiziert. Wird dies dann weggenommen, d.h. stibt beispielsweise die Person oder kann man das Hobby nicht mehr ausüben, dann leidet man, weil auch hier die Libido davon betroffen ist: Sie muss sich vom Objekt zurückziehen.
"Libido" ist hier im weitesten Sinne zu gebrauchen.

Ja, ich würde sagen, dass Leid, wie taothustra schon sagte, ein Indikator dafür ist, dass etwas nicht stimmt. Jedoch ist das nicht alles. Es gibt ja Dinge, auf die haben wir gar keinen Einfluss. Leid passiert einfach. Dann machen wir nichts falsch. Leid gehört zum Leben.

Leid ist lebensnotwendig: Ohne dieses würden wir uns nicht weiterentwickeln. Wenn wir jedes Mal, wenn uns was zugestoßen ist, nur fröhlich sein würden und jauchzen, naja, dann würden wir daraus absolut nichts lernen. Wenn man z.B. die Freundin/den Freund verliert, weil sie/er vllt. Schluss gemacht hat, und wir nicht darunter leiden würden, dann hat man entweder nichts für diese Person entfunden oder - falls doch - dann würde man sich nicht die Frage stellen, "Warum?" . Man würde auf dem gleichen Stand stehen bleiben. Ein Kind, was die Schokolade nicht bekommt, die es möchte, und nicht darunter auch ein bisschen leidet, ja, scheint für mich keinen Willen zu haben.
Wunsch Realität sind nunmal zwei verschiedene Dinge, und wenn diese nicht übereinstimmen, so ergibt das halt Reibung. Leid ist eine natürliche Tatsache, es erfüllt möglicherweise nicht direkt einen Zweck, sondern ist eben so. Es entsteht mit der Situation, dass man überleben will - also evolutionistisches Denken. Ich will leben. Alles, was meinem Leben entgegenwirkt, was meine Überlebenschancen sinken lässt, drückt sich eben in dem Gefühl "Leid" aus.


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mastermind
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 17:33
@lateral:
ich hab die erfahrung gemacht, dass die menschen sich eher von denen abwenden, denen es schlecht geht, weil, so denke ich, sie nich damit konfrontiert werden möchten.
die leben in ihrer kleinen glitzernen welt und sind froh, dass es ihnen gut geht.
das negative wird abgeblockt...


Genau so sehe ich das auch. Welchen anderen Grund soll es auch dafür geben, einem Leidenden nicht zu helfen?
In der Realität ist es so, dass Leid womöglich Verlust, Verlieren darstellt, dass man nichts mit einem Verlierer zu tun haben will; oder dass, wenn man das Leid eines Anderen behandeln will, sich mit seinem eigenen Schatten auseinandersetzen muss: Der ist Mensch, der leidet, d.h., ich könnte solche Gefühle auch irgendwo haben - bloß nicht!


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buddel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 17:35
wenn es keine äusseren umstände gibt,
die einem leid verursachen
sehe ich keinerlei grund
leid aus sich selbst heraus zu empfinden.

kein karma, keine "weitere prüfung", kein "vermächtnis"

buddel


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doktore_
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 17:43
buddel schrieb:sehe ich keinerlei grund
leid aus sich selbst heraus zu empfinden.
sicher, psychosomatisch


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mastermind
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 17:48
@buddel:
Nunja, Leid wird natürlich immer durch eine Relation zur äußeren Welt empfunden, und als Person mit Psychose empfindet man kein Leid, weil man keinen Bezug zur Außenwelt hat.
Nur...es gibt eben den Unterschied, empfindet man aufgrund von SICH SELBST Leid, oder aufgrund EXTERNER Gegebenheiten? Man kann Leid z.B. empfinden, wenn man nicht gut genug ist beim Fußball spielen und auf der Bank sitzen muss. Dann bin ich als Individuum minderwertig und leide deshalb.
Es gibt aber Situationen, da lässt sich das Leid nicht mit Minderwertigkeitsgefühlen erklären, und das ist dann der 2. Fall.


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buddel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 17:59
um das pferd mal von hinten auf zu zäumen,
gelten eure schnacks eigentlich auch für glück ?

buddel


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doktore_
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 18:00
kannst du dich nicht mal anders ausdrücken?


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buddel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 18:01
und um nochmal taos gefasel von selbstverschulden, karma und dem ganzen ganzen scheiss aufzugreifen :
ich fühle mich als glücklichen menschen,
wieso bin ich aus dieser tretmühle noch nicht heraus ?

buddel


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aishah07
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 20:13
rockandroll schrieb am 29.01.2008:... warum es Leid geben muss
Damit einige Menschen sich am Leid anderer erfreuen können und ihre verquere Weltsicht als richtig hinstellen können.


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aishah07
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

01.11.2008 um 20:14
buddel schrieb:ich fühle mich als glücklichen menschen,
wieso bin ich aus dieser tretmühle noch nicht heraus ?

buddel
Weil du ein Spielverderber bist!

;)


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 08:25
@n.i.n

Das ist doch gut,wenn du glücklich bist.Aber es gibt zum Beispiel viele Menschen die das vom "Glück"ausgehende Gefühl deswegen haben,weil sie entweder alle möglichen Tricks anwenden um glücklich zu sein,andere hintergehen nur um persönliche Vorteile daraus zu gewinnen.Menschen machen alles mögliche nur um "glücklich"zu sein.

Die Frage dabei was ist dabei das wirkliche Glück und wie definiert man für sich genau Leid?

Das ist eben ein enorm großes Spielfeld au dem man sich befindet,aber man will immer nur gerade wegs zum Tor laufen um einzulochen.So sehe ich das oft bei den Menschen.


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 10:52
>>
und um nochmal taos gefasel von selbstverschulden, karma und dem ganzen ganzen scheiss aufzugreifen :
ich fühle mich als glücklichen menschen,
wieso bin ich aus dieser tretmühle noch nicht heraus ?<<

Die meisten sind gelegentlich mal glücklich, es ist aber unvergängliches Glück gemeint, welches Du offensichtlich nicht hast, was man an der Art wie Du Dich ausdrückst schon erkennen kann. ^^


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sensibel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 10:57
jimmybondy schrieb: Die meisten sind gelegentlich mal glücklich, es ist aber unvergängliches Glück
gemeint, welches Du offensichtlich nicht hast, was man an der Art wie Du Dich
ausdrückst schon erkennen kann
WORD !


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buddel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 11:11
ach ja,
an der art meiner ausdrucksweise erkennt ihr die vergänglichkeit meines glücks ?

wisst ihr, was mich glücklich macht ?
dass ich nicht irgendwelchen unerfüllbaren wünschen hinterherhechele,
nichts ist so deprimierend wie ein mensch
der leid empfindet
weil er unerreichbare ziele anstrebt und deswegen scheitern muss.

und die dinge sind so simpel :
ich muss nicht der religöseste der religiösen sein,
ich muss nicht der veganste der veganer sein,
nicht der beste in der schule
nicht der beste im job,
nicht der pazifistischte unter den pazifisten,
es genügt,
wenn man für sich das beste herausholt.
falscher ehrgeiz und anspruchdenken sind ursachen für leid und
quälende unzufriedenheit.

warum habe ich den eindruck,
dass ausgerechnet die, die mir mein glück abzusprechen versuchen
selbst die leidenden sind ?

buddel


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buddel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 11:14
welch ein wahnsinn,
leid als zwangsläufigkeit des karma zu beschreiben,
welche hoffnungslosigkeit

buddel


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sensibel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 11:19
Ich denke mal, das was du hier angedeutet hast, eigentlich keine kunst ist daraus
einen Glück anzustreben! ich glaube es geht von ganz anderem dingen aus..
Und da kann man buddeln wie man will

was du oben geschildert hast, ist einfach nur weitaus lächerlich und keineswegs vom
seelischen künsten!


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buddel
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 11:27
ist keine kunst ?

naja,
du kannst es scheinbar nicht

buddel


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 11:32
jimmybondy schrieb:Die meisten sind gelegentlich mal glücklich, es ist aber unvergängliches Glück gemeint,
Ich weiss nicht ob ich Glücklich wäre, hätte ich unvergängliches Glück.
ist es nicht viel schöner die Momente zu genießen und richtig auszuleben wo man Glück hat?
Unvergängliches Glück wäre für mich auf dauer echt leidig. Die Freude würde nach und nach verschwinden bei dauerglück


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 12:03
@buddel

>>ch ja,
an der art meiner ausdrucksweise erkennt ihr die vergänglichkeit meines glücks ?<<

Ja. Es geht ja bei diesem Glück nicht nur um die Unvergänglichkeit, sondern in dieser Lehre auch um die Vollumfänglichkeit. Diese ist jedoch nicht gegeben, wenn Du auf Deinen Mitmenschen rumtrampelst.

>>wisst ihr, was mich glücklich macht ?
dass ich nicht irgendwelchen unerfüllbaren wünschen hinterherhechele,
nichts ist so deprimierend wie ein mensch
der leid empfindet
weil er unerreichbare ziele anstrebt und deswegen scheitern muss.

und die dinge sind so simpel :
ich muss nicht der religöseste der religiösen sein,
ich muss nicht der veganste der veganer sein,
nicht der beste in der schule
nicht der beste im job,
nicht der pazifistischte unter den pazifisten,
es genügt,
wenn man für sich das beste herausholt.
falscher ehrgeiz und anspruchdenken sind ursachen für leid und
quälende unzufriedenheit.<<

Ja richtig, wo ist der Widerspruch zum Buddhismus? ^^

<<warum habe ich den eindruck,
dass ausgerechnet die, die mir mein glück abzusprechen versuchen
selbst die leidenden sind ?
<<

Selbst "auch" die Leidenden, nur so kann man Mitgefühl entwickeln.

Diese Sache mit dem unerreichbaren Ziel, auch das ist etwas, wo ich noch einen Einwand hätte. Den die eigentliche Überwindung des Leids, mag noch tausende Äonen in Anspruch nehmen.....


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05.11.2008 um 12:04
"nichts ist so deprimierend wie ein mensch
der leid empfindet"

Ja,du hast Recht.Es ist schon depremierend,wenn man das Leid spürt und sieht,was die ganze Welt umgibt.Wenn man in den Strassen wo man geht,oder in allen was man konfrontiert wird,egal ob positiv oder negativ in den Augen aller dieses Leid sehen und spüren kann,bis zu einem gewissen Grad!

Aber wenn man nun in diesen zustand ist,wo man eben so empfindet,ist das nicht auch eine Chance,all jenen die es ausblenden und für nicht wahr haben wollen aufzuzeigen?

Nicht etwa um Mitleid zu erregen,oder um seelischen Beistand zu Bitten.Nein!
Einfach nur um die Natur des Menschen zu berühren.Klar weisen viele Menschen dieses Aufgezeigte zurück,aber warum?Um was zu verneinen?Die menschliche Natur?
Von was wird man den geritten?Meiner Ansicht nach von Vielen,und genau das und vieles mehr was man nicht gleich sehen oder spüren kann ist Leid.Man erzeugt auch ständig Leid!

Es sind im Grunde nur Anschauungen,die nicht zu einem Selbst gehören.Doch sind sie da und das absichtlich!

...du hast Recht Buddel,man muss nicht der Beste sein,nirgends!Aber wie und mit was man für sich das Beste herausholt da liegen auch Welten dazwischen.

Hoffnungslos ist nur der,der keine Hoffnung hat.Wichtiger dabei ist Entscheidung damit Hoffnung nicht hoffnungslos bleibt!


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