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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

339 Beiträge, Schlüsselwörter: Gefühle, Emotionen, Leid, Kummer, Glückseligkeit

Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

05.11.2008 um 14:50
@buddel

>>
leid ist nicht die ursache
irgendwelcher verfehlungen vergangener leben,
denn diese theorie ist mehr als abstrus.
leid ist unmittelbar das empfinden für jetzige missstände,
wer etwas anderes behauptet
weist jede verantwortung zurück<<

Das ist durchaus eine gängige Ansicht, aber stark vereinfacht und nicht nur in Deinen Augen falsch. ;) Karma kann je nach Auslegung auch als eine Art Erbe angesehen werden. Es gibt da dieses Beispiel. Eine Kerze brennt und entzündet eine neue Kerze.
Die alte Kerze ist dann abgebrannt und hat sich quasi aufgelöst. Die neue Kerze brennt.
Die Flamme die weiter gereicht wurde, ist das Karma. Aber wir reden dennoch von 2 verschiedenen Kerzen und nicht von Ein und der selben.

>>wieviele inkarnationen wollt ihr dieses spiel denn noch treiben ?<<

Von wollen kann da keine Rede sein, dieses "Spiel" wird dennoch noch unvorstellbar lange dauern, bis es nichts mehr gibt, was die Flamme verzehren kann. ;)


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mastermind
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

08.11.2008 um 23:40
@buddel:
Richtig, Leid resultiert aus den momentanen Misständen. JEDOCH müssen diese momentanen Misstände ihre Ursache nicht in der Gegenwart haben. Ich denke, die meisten, die von einem "früheren Leben" reden, meinen eigentlich ihre Kindheit oder ihre Vergangenheit aus ihrem jetzigen Leben. Es ist ein psychologisches Phänomen, dass man einen früheren Abschnitt des Lebens als ein "Leben davor" ansehen kann. Darauf basiert eigentlich auch der Mythos von Adam und Eva, die ja aus dem Paradies kommen. Nunja, Leid hat, wie ich schon sagte, seinen Ursprung im Sexualtrieb (für die, die das falsch verstehen: im Lebenstrieb). Warum? Je schlechter es um mein Leben steht, desto weniger Chancen habe ich auf einen Partner. Und auf der anderen Seite: Ich habe immer einen Teil meiner Selbst im Anderen verwirklicht, in den Personen, die ich liebe. Stirbt solch eine Person, dann "stirbt" ein Teil von mir.
Ich gebe dir Recht, dass nicht jede Person zwangsläufig leidet. Ich muss aber dazusagen, dass nicht jede Person - auch nicht sich selbst - zugibt, dass sie leidet. Ich finde z.B. auch, dass Glück nur als Moment auftreten kann, nicht aber von ewiger Dauer sein kann, da ja ein positives Gefühl nur dann als positiv gewertet werden kann, wenn man dazwischen auch negative Gefühle hat. Deshalb brauchen ja Junkies auch immer mehr und mehr Drogen z.B.

@alle Buddhisten:
Ich finde, wenn man versucht, seine Leidenschaften abzulegen, dann beraubt man sich der Essenz des Lebens. Wie will man ohne Leidenschaft z.B. noch guten Sex haben? ;)


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

10.11.2008 um 18:52
Hehe...

bin zwar kein Buddhist (habe mich keiner Religion oder Denkströmung verschrieben), aber zum Thema Sex:

Wenn man Sex leicht genommen hat (hab ich selber nicht...) und ohne völlig happy, ausgeglichen und zufrieden ist, braucht man dann überhaupt noch Sex - egal ob gut oder nicht gut?

*provozier provozier*

:-P


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mastermind
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

10.11.2008 um 20:58
Dann bist du wohl Eunuch....


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

11.11.2008 um 07:46
*runterguck* *abtast*

Nö... ^^


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

11.11.2008 um 08:34
Buddhisten geben auch etwa dem Bedürfnis von Essen und Trinken nach. - Und können problemlos Spaß daran haben. Wüsste nicht, wieso das beim Sex anders sein sollte.^^


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

11.11.2008 um 08:54
Also ich meine es ja auch nicht so, dass man unbedingt auf Sex verzichten solle...

Aber warum sollte es nicht möglich sein, selbst so einen Trieb/so ein Bedürfnis wie Sex wirklich leicht zu nehmen?

So nach dem Motto:

Glücklich sein, wenn man Sex hat. Genau so glücklich sein, wenn man keinen Sex hat.

Sprich: Selbst den Sex leicht nehmen.

Und mit leicht nehmen meine ich jetzt nicht "unterdrücken" (etwas verneinen, was da ist), sondern wirklich: leicht nehmen im Sinne von: auflösen. ;-)

Unmöglich?

Aus persönlicher Erfahrung sage ich: Nein, das ist nicht unmöglich. :-) (Als Mensch haben wir doch den Vorteil, dass wir uns unserer Triebe und unbewussten Prozesse durchaus bewusst werden KÖNNEN - wenn wir es wollen. Das ermöglicht einem sogar, nicht von seinen Trieben gesteuert zu werden, sondern selber "das Ruder des eigenen Lebens" in die Hand zu nehmen. Aber das geht nur, wenn man nicht schon von Anfang an sagt, dass das unmöglich sei...)

Und nein, ich lebe nicht vollständig sexlos... Aber seitdem ich dieses vom "Sextrieb geritten" sein immer leichter nehme, desto "geiler" ist der Sex. Und desto "geiler" ist es auch ohne Sex.


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taothustra1
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

12.11.2008 um 10:24
@DieSache

wenn es präventiv in all seinen Facetten vermeidbar wäre, denkst du nicht es
gäbe schon lange kein Leid mehr ?


Nein, warum denn ?
Die Tatsache daß es vermeidbar ist, impliziert doch nicht die Erkenntnis des Einzelnen,
darüber ?!
Viele sehen sich als Opfer und lehnen jede Eigenverantworung ab.
Woher sollte da das Ende des Leides kommen ?

Wie ich schrieb es gibt verschiedene Formen von Leid, die da wären Trauer,
Verlustschmerz, körperliche Schmerzen, Ängste, Hungersnot und soziale Ausgrenzung
um nur ein paar zu nennen !


Danke, daß Du mich darüber aufklärst, welche Arten von Leid es gibt *g*

Der Mensch ist ein emotionales Wesen und so nimmt er auch seine Umwelt wahr,
mit und durch Emotionen.


Der eine mehr, der andere weniger.
Emotion ist nur einer von mehreren Aspekten der Wahrnehmung, maßgeblich ist wie
man die Emotion verarbeitet und welche Erkenntnisse für die Zukunft man daraus
gewinnt.


Leid völlig abzuschalten denke ich wird noch lange nicht
gelingen


Auch das ist bei jedem ein wenig anders.
Dem Leid vorzubeugen und es zu vermeiden steckt eigentlich in jedem Menschen.
Nur was das wie betrifft, haben einige mehr und andere weniger begriffen.

und die Frage wäre auch was bringt es, würde dies gelingen ?

Bist Du masochistisch veranlagt ? So etwas soll es ja auch geben.
Ich für meinen Teil kann gerne auf Leid verzichten.

Ich schrieb, dass es zum Menschsein dazugehört mal mehr, mal weniger, denn der
Mensch lernt wirklich nur aus selbst Erfahrenem, allein theoretisches Wissen ergibt
keine Lebensweisheit und Erfahrung


Da wiederspreche ich Dir nicht, der Mensch lernt aus Erfahrungen, zumindest
sollte man dies annehmen.
Die Frage ist allerdings, WAS er daraus lernt und inwieweit er es für seine Zukunft
um Leid zu vermeiden brauchbar anwenden kann.
Lernt er aber nichts oder zieht er die falschen Schlüsse wird er sich wieder in eine
Situation begeben in der er leiden wird.

Erfahrungen müssen ja nicht zwangsläufig aus Leid bestehen.
Aber leider ist es so, daß sehr viele Menschen ihr eigenes Leid herbeizwingen, weil sie
sich jeder höheren Erkenntnis hartnäckig entziehen.
So bestimmt jeder sein Leid und das Maß seines Leidens selbst.


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DieSache
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

12.11.2008 um 13:39
@taothustra1,

ich denke wir reden da etwas aneinander vorbei ;)

Zudem es gibt auch Momente in denen wird einem Leid zugefügt, ohne dass man dieses von sich abwenden kann, schließlich interagieren wir Menschen ja miteinander und dass es egomane Persönlichkeiten gibt, die nur an sich denken, wird auch dir sicherlich nichts Neues sein !


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taothustra1
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 09:23
@DieSache

ich denke wir reden da etwas aneinander vorbei

Das denke ich nicht.

Zudem es gibt auch Momente in denen wird einem Leid zugefügt, ohne dass man
dieses von sich abwenden kann,


In solche Momente hat man sich aber auch selbst hineinbegeben.

schließlich interagieren wir Menschen ja miteinander

In der Regel kann man sich aber schon aussuchen mit wem und vor allem WIE man
interagiert und mit wem/wie nicht.

und dass es egomane Persönlichkeiten
gibt, die nur an sich denken, wird auch dir sicherlich nichts Neues sein


Nein, aber es ist mir neu, daß ich mich mit so einem abgeben müßte oder ich über so einen
Typen nicht schmunzeln müßte bzw ihn gar nicht ernst nehmen würde.
Wie sollte mir also so ein Typ ernsthaft ein Leid zufügen können, im Gegenteil er belustigt mich
sogar.
Und wenn er mir auf die Nerven geht, werde ich ihn aus meinem Leben streichen.
Ganz egal wer es ist und welche Position oder gesellschaftliche Funktion er hat.


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 09:32
Manchmal braucht man Leid-
um zu spüren, daß man überhaupt noch lebt.


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 10:19
Muss man sich ins Bein stechen, um zu spüren, dass es noch da ist?

Ginge das nicht auch mit drüberstreicheln?

*smile*


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 10:23
Es gibt Zeiten, da spüren Menschen derartige Zärtlichkeiten nicht mehr.
Sie brauchen dann das Leid.

So seltsam das klingen mag.


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taothustra1
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 11:55
@Merlina

Du hast recht, die Abgründe der Menschlichen Seele können sehr weit reichen.....
bis hin zum Masochismus.


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DieSache
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 12:08
Hm, ich wüsste jedenfalls nicht, wie ich leidvolle Erfahrungen z.B. während schmerzvoller Behandlungen einer Erkrankung abwendn könnte, denn geht man nicht zum Arzthilft es der Grunderkrankung auch nicht...aber gut jeder hat da wohl so sein Denken und ich würde noch immer sagen Leid gehört bis zu einem gewissen Maß einfach zum Leben dazu und wird einem immer mal wieder begegnen, egal ob es einen selbst betrifft, oder ob man über das Leid Anderer erfährt !


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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 12:29
Siddharta Gautama Buddha sagt zum Thema Leid:

Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.


Dieses Zitat spricht an, dass gerade das Leid, was den Menschen widerfährt, ihn Einblick in seine Seele gewähren lässt.
Viele Menschen fangen erst in Leid - Situationen an, sich mit dem eingenen Ich auseinanderzusetzen. Mit der Rolle in dieser Welt, mit dem Sinn des Lebens usw.

Schon oft habe ich von Menschen gehört, die nach eigener schwerer Krankheit oder der von nahstehenden Menschen, nach Todesfällen ect. eine Wesensänderung an sich bemerkt haben.
Sie fingen danach an, die Piroritäten im Leben neu zu definieren und auch zu leben.
Für sie stand nachträglich fest, dass genau diese Schicksalsschläge sie reifen liessen, und ihnen halfen, von der Oberflächlichkeit wegzukommen, die bisher ihr Leben bestimmt hatten.


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taothustra1
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

13.11.2008 um 14:09
@elfenpfad

Ein guter Beitrag ;)
Leid kann tatsächlich nur dem widerfahren, der sich an Illusionen geklammert hat und
sich aus eigener Kraft nicht mehr davon losreißen kann, dem wird auf diese letzte
mögliche Art geholfen.


@systerhyde

Hm, ich wüsste jedenfalls nicht, wie ich leidvolle Erfahrungen z.B. während
schmerzvoller Behandlungen einer Erkrankung abwendn könnte,


Du hättest die Erkrankung schon abwenden können und sollen.
Abgesehen davon, gibt es Narkose, welche Behandlung sollte heute noch zwangsläufig
schmerzvoll sein ?
Mag sein, daß es trotzdem welche gibt, aber wie gesagt, auch eine Erkrankung kommt
nicht von ungefähr oder gar zufällig.


denn geht man nicht
zum Arzthilft es der Grunderkrankung auch nicht...


Nun komm mal zum Grund der Grunderkrankung, dann wirst Du vielleicht feststellen
können, daß auch der Arzt nicht wirklich helfen kann, da er nur die Symptome bekämpfen
kann und der Grund der Grunderkrankung somit bleibt.
Und den Grund zu der Grunderkrankung hat niemand anderer als Du selbst gegeben.
Krankheit bedeutet immer, daß man sich zu weit von den universalen Gesetzmäßigkeiten
entfernt hat und das ist letztendlich auch der eigentliche Grund für jegliches Leid.
Ein Erinnerungsfaktor, der einen selbstkritisch hinterfragen lassen soll, was man in seinem
Leben und Verhalten ändern sollte.

aber gut jeder hat da wohl so sein
Denken und ich würde noch immer sagen Leid gehört bis zu einem gewissen Maß
einfach zum Leben dazu und wird einem immer mal wieder begegnen, egal ob es einen
selbst betrifft,
oder ob man über das Leid Anderer erfährt


Rückblicken also reaktionär könnte man freilich sagen "Leid gehört zum Leben" weil
es gewissermaßen ja statistisch erwiesen ist.
Aber das schließt doch nicht aus, daß es Möglichkeiten gibt dieses Leid auszuschließen
und man diese Möglichkeiten schnellstens finden und anwenden sollte.


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hoax
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Die Leiter des Leides und warum es Leid geben muss

21.11.2008 um 12:34
das ist eine gute erklärung,mir gefällt die aber mehr:

man kann nicht gewinnen,ohne das jemand verliert.
es ist einfach so,es gibt immer ein gegenteil,gut,böse,normal,abnormal..

irgendwer muss das Ars***** sein,es geht einfach nicht anders..


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