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Was ist Kunst?

Was ist Kunst?

22.01.2017 um 01:33
Hei, danke für die Richtigstellkung. Jetzt hab sogar ich's noch kapiert, wie es gemeint war. :D
Das war echt missverständlich. Musste auch zwei mal lesen, um zu verstehen, wie ich es eigentlich meinte. :)

Ich wusste, irgendwann würde jemand mit Kracauer um die Ecke kommen. ;) Auch in er Fotografie kann der Oberflächenzusammenhang aufgelöst/verfremdet werden.
Und nee, mit seiner Filmtheorie fangen wir gar nicht erst an.


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22.01.2017 um 10:41
GranaPadano schrieb:Ich wusste, irgendwann würde jemand mit Kracauer um die Ecke kommen. ;)
@GranaPadano

Urgh.. nichts ist schlimmer, als absehbare Gespräche. Ich glaube, ich muss an der Individualität meiner Beiträge arbeiten. ;D

Wie meinst Du das, der Oberflächenzusammenhang lasse sich verfremden oder aufllösen?

Dass dies möglich ist, steht außer Frage. Vor allem durch die modernen Bildbearbeitungsmöglichkeiten, die es zu Kracauers Zeit noch nicht gab.
Ich hatte Kracauer eigentlich nie so verstanden, dass er sagt Fotografie könne nicht künstlerisch sein. Vielmehr fordert er eine Abgrenzung zwischen Kunst und Fotografie, weil er an Letztere andere Ansprüche stellt. Sie soll Zeitgeschichte dokumentieren.

Aber widersprich mir nur, wenn Du das anders siehst.


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Anti.Zeit
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22.01.2017 um 10:43
Die Kunst ist der natürliche Feind der Normalität.

Peter Rudl


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22.01.2017 um 13:24
Dornröschen schrieb:Wie meinst Du das, der Oberflächenzusammenhang lasse sich verfremden oder aufllösen?

Dass dies möglich ist, steht außer Frage. Vor allem durch die modernen Bildbearbeitungsmöglichkeiten, die es zu Kracauers Zeit noch nicht gab.
Oh, auch zu Kracauers Zeiten gab es schon ein paar Filter, Über- oder Unterbelichtung. Das reicht ja manchmal schon aus, um den Oberflächenzusammenhang zu verfremden. Die Entstehung der Verfremdung ist selbstverständlich eine andere.
Ich hatte Kracauer eigentlich nie so verstanden, dass er sagt Fotografie könne nicht künstlerisch sein. Vielmehr fordert er eine Abgrenzung zwischen Kunst und Fotografie, weil er an Letztere andere Ansprüche stellt. Sie soll Zeitgeschichte dokumentieren.
Ich empfinde Kracauer immer als latent fortschritts- und vor allem technikfeindlich. Eigentlich drückt er sich ziemlich schwammig aus. Ja, Fotografie ist irgendwie Kunst, aber eben auch nicht. Sicherlich konnte er nicht in die Zukunft schauen und schon gar nicht erleben, was alles möglich sein würde, in nur wenigen Jahrzehnten, aber der Fotografie überwiegend die Dokumentation der Zeitgeschichte zuzuschreiben, das fand ich immer engstirnig.
Zumal die Malerei in Teilen ja über die Jahrhunderte denselben Anspruch an sich gestellt hat, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Und dann sind wir schon fast bei der Filmtheorie. :D
Ich mache um Kracauer so gut es geht einen Bogen. Ich finde ihn einfach zu verschwurbelt.
Walter Benjamin schreibt ja von der Befreiung des Objekts von der Aura, spricht dem Sujet aber nicht weniger "Kunst" zu, als Bildern, deren Oberflächenzusammenhang erhalten ist.
(Puh, ich hoffe, ich versteh noch, was ich sagen wollte, wenn du mich darauf festnagelst. :D)

Einen Denkanstoß gibt Kracauer aber dennoch, wie ich finde. Er zeigt sehr schön den Zusammenhang auf und das Ineinandergreifen von der Bedeutung der Fotografie auf der einen Seite und der Entwicklung der Malerei auf der anderen. Daraus ergibt sich natürlich die spannende Frage, ob sich die Abstraktion in der Malerei so zügig entwickelt hätte ohne die Fotografie.


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22.01.2017 um 19:03
GranaPadano schrieb:Zumal die Malerei in Teilen ja über die Jahrhunderte denselben Anspruch an sich gestellt hat, mit mehr oder weniger großem Erfolg.
Dieses Argument ist stichhaltig.
Ich empfinde Kracauer immer als latent fortschritts- und vor allem technikfeindlich. Eigentlich drückt er sich ziemlich schwammig aus. [..] Ich mache um Kracauer so gut es geht einen Bogen. Ich finde ihn einfach zu verschwurbelt.
Ist das so? Mhh, ich kenne Kracauers Werk ehrlich gesagt nur ausschnittsweise. Aber in einer ganz bestimmten Hinsicht hat er meinen Blick doch sehr geschärft. Und zwar geht es hierbei um Film- und Fotoreportagen. Oder besser eben um den Umstand, dass Dokumentationen die enorme Gefahr in sich bergen, sich dem Betrachter als Wahrheit zu verkaufen, obwohl diese durch das Arrangement der Bilder eigentlich der Kunst zuzurechnen wären.

Und weißt Du, ich denke Kracauer hatte in diesem Punkt wirklich recht. Viele der modernen Filmdokus (vor allem wenn sie dann noch journalistischen Anspruch erheben, was sie ja meisten tun), rufen bei dem Zuschauer aufgrund der Originalfotos und Originalfilmaufnahmen eine trügerische Gläubigkeit in das Gezeigte aus. Niemand stellt sich die Frage, wie die in einer Reportage präsentierten Bilder genau arrangiert wurden; ob das Arrangement eine tendenziöse Zielrichtung verfolgt; und vor allem: was es auslässt bzw. nicht zeigt.
Das Bewusstsein für diese Dinge habe ich vor sehr langer Zeit durch die Lektüre von Kracauer entwickelt und bin auch froh darum. Einen Dogmatismus würde ich jetzt aber auch nicht aus seinen Theorien ableiten wollen. ;-)


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23.01.2017 um 14:47
Dornröschen schrieb:Das Bewusstsein für diese Dinge habe ich vor sehr langer Zeit durch die Lektüre von Kracauer entwickelt und bin auch froh darum. Einen Dogmatismus würde ich jetzt aber auch nicht aus seinen Theorien ableiten wollen. ;-)
Oh, da gehe ich ganz mit! Kracauer war ja auch meines Wissens nach der Erste, der sich so ausführlich damit beschäftigt hat.


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07.04.2017 um 13:13
@Dornröschen
Spoiler
20170404 144944


man gucke sich den stecker mal genauer an :D also ich hab sie nur 2x benutzt weil ich gucken wollte ob die wirklich licht macht :D

Spoiler
20170404 145026


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20.04.2017 um 04:59
Kunst ist etwas sehr Individuelles so wie es der Mensch auch ist.
Was für den einen Kunst ist ist für den anderen nutzloser Krempel.
Es liegt im Auge des Betrachters.


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23.06.2017 um 04:35
ich finde, das ist große Video-Kunst:
time for sushi - David Lewandowski


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01.07.2017 um 10:47
Das ist für mich auch großartige Kunst: lebendige Kunst.

STRANDBEEST EVOLUTION 2017



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01.07.2017 um 10:56
Ups, bei der Kunst ^^ handelt es sich um Theo Jansen.
heo Jansen (* 17. März 1948) ist ein niederländischer Künstler, der Kunst, evolutionaristische Bionik und Ingenieurwissenschaften kombiniert.
Wikipedia: Theo_Jansen


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01.07.2017 um 11:14
dein time for sushi video fand ich wirklich skurril @Dogmatix
anfangs dachte ich, es sind nur Maenner
nun denke ich, die sollen geschlechtslos sein


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02.07.2017 um 12:36
apart schrieb:nun denke ich, die sollen geschlechtslos sein
vielleicht, auch wenn die eine oder andere einstellung womöglich unterschiedliche geschlechter nahelegen könnte.
ich finde das video toll ;)


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04.07.2017 um 09:54
Auch tolle Architektur-Kunst ist die Naoshima Insel in Japan:
Kunstinsel Naoshima
Tauche ins Licht!
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/kunstinsel-naoshima-tauche-ins-licht-a-600225.html

Hier ein kurzes Video:

Insel der Kunst: Naoshima 《Kagawa Japan》



Noch eins

A Day in Naoshima 直島 | Japan's Art Island

Spoiler


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04.07.2017 um 14:24
Im Zweifelsfalle ist Kunst das, was Künstler, Händler und Käufer dafür halten. Diese Definition genügt mir vollkommen.


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aero
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Was ist Kunst?

18.09.2017 um 00:17
Eine gute frage...

Gerade ging die "documenta" 2017 zu ende.

Meinung des linkautors:
Schluss mit der Documenta, und zwar für immer!
Bekanntlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Nur wann wäre das gewesen? Im Fall der Documenta vielleicht im Jahr 1992, als ein Kurator die Weltkunstschau zum letzten Mal als Parcours für die Sinne inszenierte.
   Das war der Belgier Jan Hoet, der auf emotionale Überwältigung setzte, aber auch für seine simple Bekömmlichkeit kritisiert wurde. Oder hätte 1997 der Vorhang fallen sollen, nachdem die künstlerische Leiterin Catherine David aus Frankreich die volle Dröhnung poststrukturalistischen Diskurses über den Besuchern der Documenta X ausgekippt hatte?

   Im Jahr 2002 verordnete der strenge Nigerianer Okwui Enwezor dem elften Documenta-Publikum die Auseinandersetzung mit dem Postkolonialismus – und der Kunst die absolute Unterwerfung unter seine Kuratel. In Roger M. Buergel erkannten dann 2007 viele Spötter den Totengräber nicht nur der Documenta 12, sondern der gesamten Veranstaltungsreihe.
   Er hatte in dem Konzept, dass die internationale Jury immer sehen will, gleich gar kein Konzept mehr vorgestellt. Das hat die Juroren überzeugt, vermutete Buergel später.

   Und so ging es doch wieder weiter, nun mit der launigen, amerikanisch-italienischen Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev, die 2012 irgendetwas von der Kreativität der Erdbeere schwafelte und Hunden das Wahlrecht geben wollte.
   Überraschenderweise legte sie dann doch eine ziemlich gute Documenta 13 hin, brachte die mittlerweile allerorten angesagten „relational aesthetics“ unters Volk und durfte sich nach ihrem Auszug aus Kassel wieder zufrieden ins schönste Museum Europas zurückziehen, das Castello di Rivoli über Turin, von wo sie auch gekommen war.
   Hat sich die Documenta überlebt?
Ein forumsteilnehmer auf dieser linkseite antwortete darauf:
Ich würde mir wünschen, dass die Documenta zurück findet zu dem Geist von 1992. Staunen, sich wundern, von der Absurdität des Daseins berührt werden. Humor dazu... all das hat es seit 92' bestenfalls in den Winkeln gegeben.
quelle:
https://www.welt.de/kultur/article168714091/Schluss-mit-der-Documenta-und-zwar-fuer-immer.html




Dies bietet, zum leidwesen der kunst, heutzutage beinahe alles YT.

Dort wird mit humor und spontanität, tragik und trauer, die
absurdität des daseins
in all seinen facetten dargestellt.

Bei YT kann jeder ein künstler auf seine art sein.

Es ist nicht mehr leicht für studierte künstler heutzutage noch irgendetwas skurriles oder wahres künstlerisches zu bieten, um überhaupt noch aufzufallen.

Der begriff "brotlose kunst", war zu jeder kunstepoche eine redewendung die nicht wenige betraf.

Daran ändert auch nichts mehr, das der finanzielle aspekt in der kunst wie auch in hollywood zu einer riesigen blase geworden ist, in der kunst unfreiwillig, in hollywood freiwillig.

Das zerstört mmn den wahren künstlerischen wert von dem was es eigentlich ausdrücken will/soll.

Wenn es heißt "...wurde als bisher teuerstes gemälde für x-millionen versteigert...", sagt das genauso wenig über die kunst und schönheit des gemäldes aus,

wie es einem nichts über die schauspielerischen fähigkeiten bzw. die qualität eines films aussagt wenn es heißt ..."spielte am ersten wochenende...x-millionen ein...".

Diese hollywood-blase wird irgendwann bald platzen, wenn man keinen "wert" mehr in solchen meldungen sieht, das zb. irgendein schauspieler momentan der bestbezahlteste h´wood-schauspieler ist und pro film bis zu 68 millionen $ verdient.
Diskussion: Was du schon immer schreiben wolltest, aber niemanden interessiert! (Beitrag von aero)
(Persönlich mag ich schon ein paar filme von ihm.)

Nur solange menschen einen wert, sowohl als auch, in einem echten "Picasso" oder "Spitzweg" sehen, wird es auch kunst bleiben.


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aero
ehemaliges Mitglied

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Was ist Kunst?

18.09.2017 um 00:28
Edit.

Respektive verdiente Mark Wahlberg diesen betrag für drei filme.

Trotzdem erreicht h´wood nicht bei mir damit eine allgemein gehobenere künstlerische sichtweise der "h´wood-kunst".


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Was ist Kunst?

18.09.2017 um 00:32
aero schrieb:Was ist Kunst?
Kunst ist eine Ausdrucksform für Gedanken & Emotionen und somit das Ergebnis eines kreativen Prozesses. ... damit wäre die Frage dann beantwortet.


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aero
ehemaliges Mitglied

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Was ist Kunst?

18.09.2017 um 00:35
@GrandDuke

Diese frage stellte der dl.

Ich schrieb das dies "eine gute frage" ist.

Trotzdem auch eine gute kurzerklärung von dir.


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Was ist Kunst?

18.09.2017 um 00:39
aero schrieb:Diese frage stellte der dl.
Ja, da geriet was durcheinander und Internetverbindung sowie ich waren zu langsam um es wieder gerade zu bügeln -.- ... naja, passiert.


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