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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

215 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Demenz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.01.2011 um 14:48
@Merlina
Wir haben niemals 10 minuten Aktivierung gemacht, sondern längere Aktivierungen, es spielt dabei keine Rolle, ob ein Mensch die ganze Stunde z.b. voll dabei ist oder dazwischen nachlässt, ist ja bei uns auch so, die wenigsten können über einen bestimmten Zeitraum Gas geben sondern brauchen Pausen um sich zu regenerieren


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.01.2011 um 17:37
@darkylein

na dann werde ich mal ne stufe runterschalten. ich lass mir aber nich sagen das ich keine ahnung von validieren habe ,wenn ich schon sechs jahre in einen dementen heim arbeite.

naturlich müssen diese menschen eingestellt werden, geht ja gar nich anders.
bei uns versuchen wir es auf ein minimum zu reduzieren.

@mae_thoranee

ich frage mich, wie bei dem eh schon begrenzten personal in den pflegeeinrichtungen (hab mir jetzt ca. 10 stk, angeschaut) sich noch aussreichend zeit , neben der grundpflege, für die bewohner nehmen kann.

da musst du vater staat fragen, der kürzt und kürzt.und es ist alles eine frage des geldes.
klar ist wenn du in einen dementenheim 6 bew morgens machen must hast du wirklich keine zeit für anderes als die grundpflege. aber dafür gib es die beschäfigungsleute.(ergos)

@darkylein

Wir haben niemals 10 minuten Aktivierung gemacht, sondern längere Aktivierungen.
dies machen wir auch, zb. zoo kino
usw.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.01.2011 um 23:47
...sorry....ich tu mal ganz auf bescheuert....nicht lachen @oplimus .....

werden alle demenz Erkrankten mit Medikamenten sediert?
ihr tut ja gerade so,als würden sie alle weglaufen,alle agressiv sein und alle nur wirres Zeug tun....



sorry,arbeite zwar in einem normalen Altersheim,aber haben fast 3/4 der Bewohner mit Demenz auf Station.....können sich ja unsere Bew glücklich schätzen,das sie so gut wie kaum sediert werden.....sind vllt.3-4 Bew die mit Haldol oder Neurocil in minimaler Dosies eingestellt sind oder mit Medikamenten auf Pflanzlicher Basis......

da schätze ich meine Arbeit und die meiner Kollegen.....das wir die an Demenz erkrankten Bew trotzdem wie Menschen behandeln mit Liebe,Berührungen,Zuwendung und auf die Biografie eingehenden Maßnahmen....und man glaubt es kaum,auch wenn es manchmal nur Bruchteil von Augenblicke sind...man erreicht ihr Innerstes immer....


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 01:23
@Mondriana
Meine Oma ist auch schon sehr alt und ist dement. Ich habe eine Weile in einem Altenheim gearbeitet, und hatte dort viel mit demenz"kranken" Menschen zu tun.

Ich sehe Demenz nicht wirklich als Erkrankung, dass wir mit 90 Jahren nicht mehr die Fittesten sind ist klar.

Ich denke, man kann nicht wirklich etwas dagegen tun, zum Glück bekommen Menschen das meist nur im hohem Alter.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 12:48
@oplimus
na danke dir, so kann man auch besser diskutieren, ich bin auch heikel bei dem Thema..weil das Bild der Psychi wirklich schlecht ist und ich schon angemacht wurde weil ich dort gearbeitet habe..dann hat ich auch noch Scientologen an deren Stand ich vorbeigelaufen war..huiuiui :D Und wegen Aktivierung..findest du Puzzle spielen auch so witzig wie ich? Vorallem wenn du alles vorbereitest, es erklärst und die erste Person fängt an alle Kärtchen aufzudecken *lach* herrlich

@benny99
was heisst sediert für dich? Für mich ist jemand sediert, der ruhig gestellt wurde. Und wie oben erwähnt, wurden diese bei uns in diesem Sinne sediert, wenn man in der Anfangsphase versuchte die richtige Medikation zu finden, jemand hat soviel Tropfen oder mg und man merkt nichts, bei einer anderen Person merkt man bei 0.5 nichts und bei 1.0 sitzt sie sabbernd auf dem Sofa. Und ich kenne vorallem Demente, welche aggressiv, sehr laut, und eine hohe Fluchttendenz zeigten. Manchmal wenn ich zur Arbeit kam, sassen 10 Patienten vor der Türe und dann rannte mir alles entgegen (kein so tolles Gefühl :-) ) und Demenz ist ja nicht gleich Demenz, da gibts ja verschiedene Unterarten.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 13:32
oh man o man, da kommt was auf die republik zu. ich bin mal gespannt, wie das bewältigt werden soll.

ich hab für mich aus dem ganzen viel gelernt.

wenn ich soweit bin, sofern mich das universum nicht anders abzieht, und ein pflegefall werde, dann werd ich mich definitiv nicht hier pflegen lassen.

nichts gegen die mitarbeiter. die meisten geben ihr bestes und mehr. ne..

ich werd mich nach thailand zurückziehen und ne herzliche 24h betreuung nehmen. leb in meiner hütte am strand und genieß die aussicht bei angenehmen 28 grad und einem lecker milkshake aus der schnabbeltasse.

was vergessen hat...
von dem eingesparten geld, für die teure pflege in dland, werd ich mir jeden tag eine massage gönnen.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 14:55
@mae_thoranee
Mich macht es nicht an, in ein fremdes Land zu gehen, wo ich wahrscheinlich mit meiner Sprache nicht so weit komme..ausserdem weisst du ja nicht wie es dir gesundheitlich geht, und auch bei 24 h Pflege kann man dich sedieren. Siehe sonst hier http://www.dhv-thailand.de/themen/01.html (Archiv-Version vom 14.11.2010)


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 14:57
demenz ist was schreckliches.
mein schwiegervater leidet darunter. er ist gerademal 64.

er möchte ständig nach hause, obwohl er schon zu hause ist. wenn wir ihn fragen, wo sein zu hause ist, sagt er seine adresse - aber er ist schon da. desweiteren möchte er auch immerwieder zu seinen eltern. wenn man dann vom thema weglenkt, wird er unausstehlich. ab und zu müssen wir ihm sagen, dass seine eltern bereits gestorben sind. er wird jedesmal so traurig, dass auch tränen fliessen.
in den anfangsstadien wurde er auch sehr aggressiv. einmal war es so schlimm, dass die polizei kommen musste. die beiden polizisten zeigten verständniss und er wurde einem arzt übergeben als er sich beruhigt hatte.
der eine polizist sagte, wenn wir nicht bald mit medikamenten anfangen, dann wird das nicht der letzte besuch gewesen sein. solche vorfälle sind wohl nicht selten.

mittlerweile, will er immer ins bett, weil er müde ist. dass läuft so ab:
er kommt aus der 3. etage herunter und meint, dass er hunger hätte. kurz darauf will er ins bett, er will nicht reden, oder spatzieren gehen, sondern ins bett. gut, wir müssen ihm allerdings sein "bett". keine 5 minuten später steht er wieder im wohnzimmer und es geht von vorne los. letzte woche hatte er das ganze 37mal gemacht, bis wir ihm eine beruhigungstablette gegeben haben.

es wird immer schwerer, seine frau ist dazu auch noch herzkrank und benötigt ruhe. meine frau und ich müssen arbeiten gehen. seit dieser woche stehen wir auch endlich auf einigen wartelisten zu pflegeheimen.

pflegeheim klingt aber ziemlich unmenschlich. nein, finde ich nicht. es geht auch um sicherheit. meine schwiegereltern haben ein eigenes haus. dort gibt es eine gasheizung und einen gasherd. den herd haben wir mittlerweile mit einem extra sperrventil versehenn. aber was ist, wenn er es findet und sich ein ei kochen will? gas an und geht ins bett....
wenn seine frau mal einkaufen ist, wurde er auch schon von nachbarn zurückgebracht, weil er dachte, sie wäre abgehauen und kommt nicht wieder und er wollte sie suchen - in unterwäsche.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 16:12
@darkylein
kann ich nachvollziehen. aber für mich ist thailand kein fremdes land, eher sowas wie meine "heimat des herzens".


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 16:16
@stbase
ihr tut gut daran, rechtzeitig ausschau nach der passenden pflegeeinrichtung suchen. nicht erst wenn die hütte brennt.

den fehler haben wir leider gemacht. aber jetzt ab dem 24.1. sind sie gut untergebracht und versorgt.

@darkylein
http://www.welt-sichten.org/artikel/art-04-009/cm/es-spielt-keine-rolle-dass-chiang-mai-nicht-am-bodensee-liegt.html (Archiv-Version vom 17.04.2010)

ein interessanter artikel zum thema demenzpflege in thailand.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.01.2011 um 20:46
@stbase
ja das ist viel so bei Demenz-Erkrankungen..dass sie meist irgendwohin kommen, wenn es zu spät ist, darum super das ihr euch so um eure Eltern kümmert, sieht man heutzutage leider zu wenig. Viele Patienten kommen dann in Institutionen, wenn die Polizei mehrmals da war..

@mae_thoranee
es überzeugt mich leider nicht, nur schon, dass die Pflegerinnen kein deutsch sprechen und dies abgetan wird so a la "die sind ja eh bald verwirrt und dann verstehen die Pflegerinnen die Schimpfe nicht, was ja gut ist" (aber eben mein Eindruck). Ich finde in gewissen Situationen, in denen sie unheimlich verwirrt und verängstigt sind, kann man sie oft gut abholen..wenn sie dann z.b. rumschreien "wo ist der bauernhof?" und man sagt "welcher denn? Wie sieht er aus?" und dann fallen sie meist in Kindheitserinnerungen, und man kann weitergehen.."wie schmeckten die Äpfel?" - "mhh so gut" und dann kann eine Entspannung eintreten. Aber ich bin eh der Typ der gerne redet und auch zuhört, vorallem ältere Menschen haben meist soviel erlebt und fühlen sich so glücklich wenn sich jemand ehrlich daran interessiert.
Stell dir vor, ein Bewohner schreit irgendwas rum, will etwas nicht oder eben etwas spezielles, wie will eine Thai-Pflegerin das wissen? Ich stell mir vor, dass dann Gewalt und Sedierung und Fixierung auftreten. Ausserdem halte ich eine stabile Umgebung für was sehr wichtiges bei Demenz-Erkrankten, und wenn ich mir dann vorstelle, dass sie weglaufen und sich dann irgendwo wiederfinden wo niemand ihre Sprache spricht etc...puh. Also für mich wäre es nichts.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

07.01.2011 um 00:22
@darkylein
@mae_thoranee

ja, es ist und bleibt aber trotzdem schwer einen elternteil weg zu geben.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

08.01.2011 um 08:43
Hallo,ich Arbeite im Altersheim auf eine Demenz station,und muss euch sagen das ich meine Arbeit Liebe,wir haben 14 bewohner die alle schwerste Demenz haben,leider kann man dagegen nichts machen ausser den kopf ab und an mal mit Gedächnistraining zu unterstützen.also als ih mir den beitrag von der oma durchgelesen habe,hätte ich echt heulen die arme frau,ich habe selbst eine oma die dreifachen demenz stadium hat und auch mir fellt es schwer meine oma so zu sehen,muss das so hin nehmen.Demenz kranke möchten nicht viel Demenz kranke wollen beschäftigung und jeden tag das gleiche am besten machen,man sollte liebevoll und ruhig mit ihnen sprechen auch wenn sie sehr dominant sind,weil sie ja egal was sie machen nicht mehr wissen was sie machen,also auf keinen fall schreien da kriegen demenz kranke Angst vor und das ist dann noch viel schlimmer.geht mit ihnen um als wenn es klein Kinder wären,auch wenn es alte Leute sin aber der Körper entwickelt sich im Alter sehr schnell zurück.lieben gruss Engel25


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

04.09.2014 um 23:50
Aus (für mich) aktuellem Anlass möchte ich diesen Thread wieder beleben, da sich mir momentan folgendes Problem stellt:

Seit einigen Monaten merke ich, dass meine Mutter immer mehr vergisst.
Termine hält sie sehr genau ein, weil sie sich diese aufschreibt, aber über viele andere Dinge erzählt sie mir täglich eine andere Version.

Wir wohnen 180 km voneinander entfernt, telefonieren aber (fast) täglich.
Daher ist mir ihre Veränderung nicht unbemerkt geblieben.
Bis vor ca. 2 Jahren hat sie noch Kreuzworträtsel gemacht und war geistig sehr wach.
Körperlich ist sie top fit, soweit man das in dem Alter sein kann, sie versorgt sich und ihre
3 Zimmer-Wohnung selbst und geht fast täglich runter. Einkaufen, Friseur, Fußpflege, Arzt ... was so anfällt. Die Wohnung ist auch tipp top in Ordnung.

Soziale Kontakte hat sie so gut wie keine mehr, wenn ich sie telefonisch mal nicht erreiche,
werde ich immer ganz kribbelig, weil ich mir Sorgen mache.

Seit 4 Wochen hat sie ein Hörgerät, mit dem sie mal prima und mal gar nicht – je nach Tagesform (wie gesagt: immer verschiedene Varianten) klar kommt.
Heute rief mich die Hörakustikerin an.
Sie macht sich Sorgen um meine Mutter und meinte eine beginnende Demenz festzustellen.
Da sie viele ältere Patienten hat, kennt sie die Symptome.

Ich hab mir auch schon ähnliches gedacht, den Gedanken bisher aber immer beiseite geschoben.
Eigentlich war ich ganz froh, dass sie mich angerufen hat.
Ich muss jetzt reagieren, weiß aber noch nicht genau, wie.
Ich muss mit ihr sprechen, das ist klar. Sie ist sehr resolut, was es nicht unbedingt einfacher macht.
Umziehen in ein "betreutes wohnen" möchte sie nicht, sie fühlt sich noch nicht "reif" dafür.

Ich hab heute mit einem Seniorenheim in ihrer Umgebung telefoniert, wo es auch normale Wohnungen gibt – ohne Pflege.
Die Warteliste ist endlos lang, ca. 1.400 Personen. Das wird dann mal nichts. :(

Für ein Appartement in der Pflege bräuchte sie eine Pflegestufe und so "schlimm" ist es noch nicht.
Ich überlege, ob ich einen Pflegedienst engagiere, der 2 oder 3 mal die Woche bei ihr vorbei schaut.
Aber, was soll die Pflegekraft machen?
Außerdem würde sich meine Mutter wahrscheinlich kontrolliert fühlen und es ablehnen.
Es ist ein Drahtseilakt ... -.-

Auf jeden Fall werde ich mit ihrem Hausarzt sprechen. Er kennt sie ja auch schon seit Jahren, ihm müssten die Veränderungen auch aufgefallen sein. Vielleicht kann er mir einen Tipp geben, was zu tun ist. Leider ist er momentan im Urlaub.

Ich hatte auch schon den Gedanken, einmal die Woche zu ihr zu fahren. Mit ihr Zeit verbringen, zusammen kochen, spazieren gehen – was auch immer. Und am nächsten Tag fahre ich dann wieder nach Hause. Das erscheint mir irgendwie sinnvoller, als ein Pflegedienst.

Es ist alles sehr schwierig, eben auch, weil sie so bestimmend ist.
Ich will und werde sie zu nichts zwingen, was sie nicht möchte. Das habe ich meinem Vater kurz vor seinem Tod versprochen. Und daran werde ich mich, soweit es geht, definitiv auch halten.

Hat vielleicht jemand eine Idee, was man noch machen könnte?
Für Anregungen und/oder Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.09.2014 um 18:04
@DiePandorra

Da der Wohnort/das Land, wo deine Mutter lebt, mir unbekannt ist: Es gibt mit Sicherheit in diesem Land auch niederschwellige Hilfsangebote.

Frag einfach mal Google nach "Besuchsdienst für Senioren".
Hilfreich ist auch der Hausnotruf. Viele Senioren, die alleine leben und nicht täglich Besuch bekommen, nehmen diesen Dienst in Anspruch. Google bitte nach "Hausnotruf".


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.09.2014 um 21:10
@DiePandorra

Erst mal ich kan mir deine stress voorstellen. Auch meine ma woht so weit weg, und ich mache mir ein kopf, jetzt wohnt sie noch mit ihren partner zusammen, beide sind serh glücklich zusammem.

Denke oft drüber nach. Meine mama und ich wir lieben uns, denke immer an sie. Und habe angst vor diesen moment die du gerade durch machst.
Wir beide sind uns ähnlicher wie mir vielleicht lieb ist und ich kann es mir nicht voorstellen sie hierher zu holen.weis nicht ob ich sie glücklich machen würde hiermit! Weis nicht ob wir beide die geduld haben zusammen. Wir lachen viel zusammen, nicht des zutrotz lebte ich lange mein Leben weit weg, und sie ihr leben.

Oh echt es macht mir oft kopfschmerzen. Sie in ein karges zimmer zusehen würde ich nicht verkraften.

Du hast geschrieben deine ma ist viel alleine, wie wäre es wenn man jemand einmal bis zweimal die wochen vorbei kommt und schöne dinge mit ihr macht. Wie einkaufen, karten spielen.

Ich meine allerdings zu lesen was du meinst (?), sie könnte sehr genervt reagieren, egal auf welche deine vorschläge.

Spreche sie an, sage es würde dir besser gehen, wenn jemand hin und wieder da ist, das du soweit weg sorgen hast.

Was ich sehr gut verstehen kann..

Hut ab für die, die ihre eltern liebevoll pflegen, und mit genügend geduld und ausdauer.!

Ich würde mich es auch gerne tun, nur verspechen kann ich nichts.
Habe öfters ehrliche menschen gehört, die am abdrehen waren dabei. Am stock gingen.

viel glück und ichhoffe es kommen genügend vorschläge rein.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.09.2014 um 21:56
Erstmal vorweg, als ich deinen Beitrag las dachte ich: „wow was ist das für eine super Tochter-Mutterbeziehung“.

Du machst das menschenmögliche, ich hoffe das ist dir bewusst.
Deine Mutter hat ihr Köpfchen und das ist auch gut so (jetzt weiß ich von wem du das geerbt hast :) )

Und jetzt komm ich zum eigentlichen Punkt, du hast geschrieben sie zieht sich zurück und ich denke da ist der Knackpunkt, du müsstest sie zu mehr Unternehmungen animieren, das müsste doch für dich ein leichtes sein. In ihrer Stadt mal schauen ob dort solche Dinge angeboten werden. @DiePandorra


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.09.2014 um 22:20
@DiePandorra

Am Anfang steht die Diagnose, diese erfolgt per Test und einer gründlichen, körperlichen Untersuchung. Nicht alles muß gleich eine Demenz sein! Viele ältere Menschen neigen dazu, zu wenig zu trinken, oder die vom Arzt verordneten Medikamente mal nach gut dünken selbst zu dosieren. Im Internet findest du sicher in der Nähe deiner Mutter einen Artz mit dieser Qualifikation, meist sind es Neurologen oder noch besser: ambulante Einrichtungen gerontopsychatrischer Kliniken. Inzwischen gibt es Medikamente, die einen demenziellen Krankheitsverlauf verzögern können. Je früher sie zum Einsatz kommen, um so mehr gute Jahre können gewonnen werden. Der Test sollte in regelm. Abständen wiederholt werden, er zeigt eventuelle Verschlechterungen zuverlässig auf.

Steht tatsächlich die Diagnose Demenz, hat deine Mutter Anspruch auf die Pflegestufe 0, mit den von Casa_blanca erwähnten niederschwelligen Leistungen.

Auch gibt es inzwischen an allen größeren Städten Angehörigenberatungen demenziell Erkrankter.

Ein guter Einstieg um deine Mutter langsam an Pflegekräfte zu gewöhnen: Sprich mit dem Hausarzt über die Situation, lass dir die Medikamenteneinnahmekontrolle über Fachpersonal eines Pflegedienstes verordnen. Auf diese Weise kommt täglich jemand mal kurz ins Haus, deine Mutter kann sich daran gewöhnen und ist unter fachlicher "Aufsicht".

Ansonst finde ich die Idee, mit deiner Mutter mehr Zeit zu verbringen, die beste aller Ideen. Wenn dir das möglich ist?

Ach, ja: Von einem Ortswechsel deiner Mutter rate ich dir dringend ab, solange deine Mutter noch orientiert ist, ihren Wohnort, ihre Wohnung erkennt.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

05.09.2014 um 23:42
wenn ein älterer Mensch Demenz in einem Stadium hat, dass er seinen Alltag nicht mehr bewältigt bekommt oder irgendwelchen Unsinn veranstaltet, ist ein Altersheim unvermeidbar! So meine Erfahrungen. Wer das bezahlen soll, keine Ahnung.


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Demenzerkrankung: Erfahrungen?

06.09.2014 um 13:26
Ob- und wann eine Heimunterbringung erforderlich ist/ wird, hängt von vielen Faktoren ab. Nicht alle demenziel Erkrankten sind agressiv, laufen weg und machen nur Unsinn. Da gibt es so viele verschiedene Ausprägungsgrade wie Betroffene. Aber: bei vielen Angehörigen tritt irgendwann eine Belastung- und Schmerzgrenze ein, sie können einfach nicht mehr. Sind dann oft in einer schlechteren Verfassung wie der demente Angehörige, der sich oft bester, körperlicher Verfassung erfreut. Der Gesetzgeber hat hier in den letzten Jahren einiges zur Entlastung auf die Beine gestellt, allerdings noch lange nicht genug.

@Allesforscher
Zu den Kosten einer Heimunterbringung: Erst wird Privatvermögen und Besitz aufgebraucht, dann springt der Staat/ Sozialamt ein. Dieses zahlt den Rest auf die Rente drauf, holt sich einen zumutbaren Anteil von den Kindern wieder. Bitter ist das für die "Häuslebauer", die ihr Leben lang für ihr Eigenheim gearbeitet haben, um im Alter versorgt zu sein. Bei den wenigsten reicht die Rente für eine Pflegeheimunterbringung aus.


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