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Kinderreiche Familien - asozial?

226 Beiträge, Schlüsselwörter: Gesellschaft, Kinder, Großfamilien
datrueffel
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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:11
@Merlina

Wenn es die nicht gäbe, wäre die Diskussion ja überflüssig oder? :D

Ich selbst möchte ja auch irgendwann mal Kinder haben...! Eigentlich 2...das war so mein Ansinnen...! Ich möchte aber erst Kinder zeugen, wenn ich diese auch mehr oder weniger durchbringen kann...! Dafür schaffe ich nun Grundlagen, denn ich habe Angst davor Kinder zu zeugen und diese nicht ernähren zu können...! Und bevor ich diese Angst nicht grob überwunden habe beziehungsweise dieser Befürchtung den Nährboden geraubt habe, bleibt es beim Kinderwunsch...!

Kinder sind nun mal keine Objekte, bei denen man ein Rückgaberecht hat...

*blubb*


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:13
@datrueffel

Das ist der Plan.
Und nehmen wir mal an, es werden Drillinge. Und nehmen wir mal weiter an, du wirst erwerbsunfähig und verlierst deinen Job.
Das gesparte Geld ist irgendwann weg.

Und dann?
Dann bist du plötzlich asozial? ;)


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datrueffel
ehemaliges Mitglied

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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:16
Merlina schrieb:Und nehmen wir mal an, es werden Drillinge. Und nehmen wir mal weiter an, du wirst erwerbsunfähig und verlierst deinen Job.
Das sind Ausnahmesituationen...vorallem die Drillingsgeschichte...! Das ist nie kalkulierbar...und kann auch nicht kalkuliert werden.

Wenn ich erwerbsunfähig werde und meinen Job verliere, so habe ich dann im Idealfall immer noch eine Frau, die erwerbsfähig ist, oder?
Merlina schrieb:Das gesparte Geld ist irgendwann weg.
Dann habe ich nicht genug gespart...!
Merlina schrieb:Dann bist du plötzlich asozial?
Nein, natürlich nicht. Asozial ist in meinen Augen etwas ganz anderes :)

*blubb*


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:19
@datrueffel

Ja. Und das Traumland ist gleich um die Ecke. ;)

Es kommt sehr oft ganz anders, als man denkt.
Man könnte da Phantasien ohne Ende spinnen.
Niemand ist vor irgend etwas sicher. Egal, wie er sich absichert und egal wie viele Rücklagen er hat.
Du darfst mir glauben, ich hab das alles schon durch.

Was ich damit sagen will -denn hier geht es nicht um MEIN Leben-
man kann auch zuviel planen und denken.
Ich glaube nicht, dass das immer gut ist.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:29
Es stimmt schon das kinderreiche Familien gerne als asozial bezeichnet werden.
Ich selbst habe noch drei Geschwister, meine Mutter war allein erziehend von 4 Kindern.

Was sie sich alles schon von den "lieben" Nachbarn anhören durfte.

Trotz der Trennung meiner Eltern (da war ich ca. 5 Jahre alt) sind sie beide noch miteinander verheiratet, gehen beide arbeiten und meine Mutter konnte das Haus finanziell halten, wo andere Schwierigkeiten hatten dies mit 2 Kindern zu tun.
Vor allem können sich meine Eltern noch beide in die Augen sehen.

Und aus uns ist auch allen etwas geworden. Manche Familien werden einfach grob unterschätzt, ohne das man die Umständen erkennen kann.

Wir konnten zwar nicht jedes Jahr in Urlaub fliegen und haben nicht immer die neuesten Spielsachen gehabt, aber meine Familie ist unbezahlbar, ich möchte sie nicht gegen Geld eintauschen wollen.


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datrueffel
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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:34
Merlina schrieb:Ja. Und das Traumland ist gleich um die Ecke.
Du hast doch mit Drillingen, Erwerbsunfähigkei und Jobverlust angefangen :D
Merlina schrieb:Es kommt sehr oft ganz anders, als man denkt.
Ja natürlich, ansonsten wäre das Leben auch sehr sehr langweilig ^^
Merlina schrieb:Niemand ist vor irgend etwas sicher. Egal, wie er sich absichert und egal wie viele Rücklagen er hat.
Sehe ich etwas anders. Vor bestimmten Situationen kann man sich sehr gut absichern. Ich kann von mir behaupten, dass ich durchaus einige Jahre ohne Beruf sehr gut leben könnte...auch ohne Unterstützung vom Staat.

Nicht nur aus diesem Grund bin ich mit 27 Jahren noch kinderlos. ;)
Merlina schrieb:man kann auch zuviel planen und denken.
Das kann man durchaus, deswegen versuche ich auch nur den wirklich elementaren Dinge vorzubeugen ;)

*blubb*


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:44
Wie bereits erwähnt wurde, haben sich nicht wenige Frauen/ Familien in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten eher darauf konzentriert ihren Lebensunterhalt mithilfe von Kinden zu finanzieren. Ich denke, das kann man als eine Tatsache zugrunde legen. Das damit recht schnell auch der Gedanke aufkommt, dass dieses Verhalten asozial ist, ist naheliegend. Immerhin leben diese Familien von Steuergeldern ohne ihrerseits etwas als (materielle) Gegenleistung einzubringen. Selbstverständlich kann man hier anführen, dass sie zumindest dafür Sorge tragen, dass es auch in Zukunft Menschen gibt, die in der Lage sind, den Genarationsvertrag zu erfüllen. Dennoch hat sich eher der Gedanke an Asozialität eingeprägt und beherrscht das vorurteilbehaftete Denken vieler. Das mag zum Teil auch daran liegen, dass "asoziale Familien mit vielen Kindern" oft in den Fokus gerückt werden.

In der Tat ist es heutzutage so, dass verantwortungsbewusste Menschen/ Familien planen müssen. Sie sind gezwungen zu schauen, ob sie es sich leisten können, ein Kind in die Welt zu setzen. Das ist leider heute eine Tatsache. Paradox, aber wahr. Nur, leider lässt sich das Leben halt nicht planen. Nicht wirklich. Das Konstrukt Familie erfüllt nicht mehr den Zweck der Altersvorsorge sondern wird mehr und mehr zu einem Statussymbol.

Was ich denke, wenn ich eine Familie mit mehr als 3 oder 4 Kindern sehe? Gar nichts. Wenn es etwas gibt, das ich in dem Zusammenhang wahrnehme, ist es ein unangebrachtes und auffälliges Verhalten der Eltern gegenüber ihren Kindern. Aber die Anzahl der Gnome spielt dabei keine Rolle.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:45
datrueffel schrieb:Du hast doch mit Drillingen, Erwerbsunfähigkei und Jobverlust angefangen
Das ist die Realität. :D
datrueffel schrieb:Sehe ich etwas anders. Vor bestimmten Situationen kann man sich sehr gut absichern. Ich kann von mir behaupten, dass ich durchaus einige Jahre ohne Beruf sehr gut leben könnte...auch ohne Unterstützung vom Staat.
Ja und mit 28 stirbst du dann. Ohne Kinder, die dein Gespartes erben könnten.
Und mit nehmen kannst du es auch nicht.

Ich weiß, das war ein weitreichender und unwahrscheinlicher Gedankengang. Und natürlich sollst du auch nicht sterben.
Aber ich glaube du weißt, was ich damit sagen will:

man kann noch so gut planen. Es kann immer was schief gehen.


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datrueffel
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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:49
@Merlina

Stimmt, im Kinderkrankenhaus bei mir umme Ecke mussten sie nun auch nen gigantischen Anbau machen, weil nur noch mindestens Drillinge geboren wurden :D
Merlina schrieb:Ja und mit 28 stirbst du dann. Ohne Kinder, die dein Gespartes erben könnten.
Och Merli...! Wollen wir jetzt wirklich so eine "Was-wäre-wenn"-Diskussion führen? Ich hätte auch schon mit 23 sterben können oder mit 15...dann hätte ich nicht mal was sparen können...!
Merlina schrieb:man kann noch so gut planen. Es kann immer was schief gehen.
Also lieber absolut planlos und ohne jegliche Vorsorge in den Tag hineinleben und mal schauen, was da kommt? oO Nein danke...dann lieber Pläne schmieden, die man nicht einhalten kann, weil man mit 28 in einer Pfütze ertrinkt ;)

*blubb*


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:54
Vielleicht weil es heute eher modern ist, Kinderlos Karriere zumachen oder maximal ein Kind zu haben, damals war es chic mehr als 5 Kinder zu haben, heutzutage, in Zeiten von Hartz 4 sieht das leider anders aus, begreifen tu ich das zwar auch nicht, aber das werden wohl die Vorurteile sein.


Viele Kinder = Hartz4

dass das meistens nicht so ist... sieht man ja nicht...


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 10:55
@datrueffel

Nein, wir wollen keine "was wäre wenn" Diskussion führen. Das sollte nur ein -extremer- Gedanke sein. Aber das weißt du doch. ;)


Natürlich sollte man planen. Dagegen ist nichts zu sagen, im Gegenteil.
Aber zerplanen sollte man auch nicht.

Wirst schon selbst wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist. :)


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:04
Man sollte vor lauter planen nicht das Leben dabei vergessen.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:04
Merlina schrieb:Wirst schon selbst wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist.
Ähm... bezog sich das, weils zuletzt geschrieben wurde auch auf datrueffels letzte Bemerkung? *gg*

Sorry für den unqualifizierten Einwurf. ^^


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:05
@NoSilence

Richtig.


@Vandroij

Tz...wie unqualifiziert. ;)


Der richtige Zeitpunkt für Kinder, ist natürlich gemeint.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:11
was mir auffält ist das kinder zu einer art statussymbol geworden sind und so wird mit ihnen auch umgegangen.
ich sehe auch viele mütter und väter die ihre kinder wie eine trophäe präsentieren und die familien verhalten sich auch so als seine sie etwas besseres weil sie kinder haben.

früher hatte man einfach kinder, das war einfach so, da wars eher merkwürdig wenn ein paar keine kinder hatte.

heute hat man kinder um zu zeigen das man sie sich leisten kann....so kommt es mir jedenfalls vor wenn ich die hippen mütter und väter so auf den strassen sehe.

ich hätte lieber eine grossfamilie mit 4-5 kinder als eins und sehe darum grossfamilien nich als asozial an.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:20
Familien mit vielen Kindern sind natürlich nicht generell asozial. Leider ist es aber so, dass bei einer großen Kinderschar zumindest ein Elternteil sich zum überwiegenden Teil aus dem Beruf zurücknehmen muss, um für die Kinder und den Haushalt präsent zu sein (es sei denn, man verdient so viel, dass man sich ein Vollzeit-Kinder/Hausmädchen - puh, was für ein Begriff! -leisten kann). In der heutigen Gesellschaft ist das natürlich nicht das Gelbe vom Ei.
Vor 50 Jahren war das ganz anders - da war die Mutter selbstverständlich Hausfrau. Selbstverwirklichung stand da ganz hinten an - im Extremfall konnte der Ehemann die Arbeitsstelle seiner Frau kündigen, wenn er sie zwingen wollte, zu Hause zu bleiben.
So z.B. beim Großvater unserer Familie: Er gut verdienender Selbstständiger, sie Hausfrau und Mutter von 7 Kindern. Es war absolut selbstverständlich, dass die Ehefrau sofort ihren Lehrerinnenberuf an den Nagel hängte - für immer. Nach der Hochzeit kassierte der Ehemann als Erstes den Führerschein seiner Frau und hat ihn nie wieder herausgerückt.
Heute ist so etwas glücklicherweise Geschichte. Berufstätigkeit ist selbstverständlich. Aber Berufstätigkeit geht IMHO immer zu Lasten der Kinder - je mehr, desto stärker.
Abzumildern ist das nur, indem die Zahl der Kinder beschränkt wird. In meinem Fall sind es zwei und so wird es auch bleiben. Das ist gerade noch zu schultern, meine ich - und dennoch muss ich feststellen, dass wir nicht genug Zeit für sie haben.
Ganz anders bei der sog. prekären Schicht: Da haben schon die Eltern keinen "ordentlichen" Beruf oder sind überhaupt nicht berufstätig. Verhütungsmittel sind nicht gerade billig. Einer oder beide sind sowieso zuhause - was macht es also, wenn da zwei, vier oder sieben Kinder rumspringen?
Darum verschieben sich Familien mit vielen Kindern in den prekären Bereich, und davon kommt das Klischee der Asozialität.
Davon abgesehen wüsste ich auch nicht, wie wir mit unserem (nicht ganz niedrigen) Einkommen fünf, sechs oder mehr Kinder durch Kindergarten, Schule und Ausbildung bringen könnten. Kinder kosten wirklich verdammt viel Geld, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:24
Also ich habe zwei Kinder, wir wünschen uns schon länger ein Drittes. Leider hatte ich letztes Jahr zwei Fehlgeburten. Wenn es Zwillinge werden würden wäre das auch ok.
Ich finde noch wichtiger als den Kindern das ein oder andere bieten zu können, ist die Zeit, die man mit dem einzelnen Kind verbringt.
Und wenn eine Familie 5 oder mehr Kinder im geringen Abstand bekommt, dann kann das ja gar nicht funktionieren, wie soll das gehen? Das finde ich nicht gut. Jedes Kind an sich ist wertvoll und sollte das auch zu spüren bekommen und nicht denken das es Teil einer Großfamilie ist, das für den Müll, die Wäsche oder das kleinere Gschwisterkind zuständig ist. Kinder sollten Kind sein dürfen. Kinder sollten liebevoll und vernünftig erzogen werden und vor allem genügend Aufmerksamkeit bekommen.
Mein großer ist 12, mein kleiner 6 Jahre alt.
Und obwohl sie so weit auseinander sind, spielen sie trotzdem toll zusammen.
Ich gehe NICHT arbeiten, kümmere mich voll um Haushalt und die Kids.
Hier in Berlin wird man allerdings schon schief angeguckt, wenn man sagt, dass man nicht arbeiten geht und sein Kind nicht mit einem Jahr in die Kita steckt.
Sicher, in vielen Familien ist das nicht möglich, aber ich habe bewusst Kinder bekommen und möchte auch Zeit mit ihnen verbringen, die Kindheit ist so schnell um.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:39
Jedes Kind an sich ist wertvoll und sollte das auch zu spüren bekommen

Den Satz finde ich wunderschön und absolut richtig.
Es gibt sicherlich Familien, die diesen Spagat "wuppen" können, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch recht gering.

Das hat nichts mit arm oder reich zu tun, sondern einfach mit der Zeit, die man mit seinen Kindern (oder eben auch mit jedem einzelnen Kind als Individuum) verbringen kann.
Deshalb fürchte ich, dass Großfamilien mit z.B. 5 oder mehr Kindern dem Anspruch nicht gerecht werden können.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 11:49
Ob eine Familie Asozial ist oder nicht, kann man eben nicht an der Anzahl der Kinder ablesen.
Ich habe in meinem Umfeld eher die Erfahrung gemacht, dass Familien mit mehr Kindern oftmals noch belastbarer sind als manche die nur eines haben.

In erster Linie kommt es auf die Einstellung und die Situation an.

Sicher gibt es Frauen die sich von jedem Typen schwängern lassen und noch nie gearbeitet haben und vom Staat leben. Aber die sind hier bei uns zum Glück dünn gesät.


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29.10.2010 um 11:52
@NoSilence
Aber genau dass ist das Bild was die meisten im Kopf haben, bei einer Frau mit mehr als einem Kind.
Dann geht das geläster los.


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