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Kinderreiche Familien - asozial?

226 Beiträge, Schlüsselwörter: Gesellschaft, Kinder, Großfamilien

Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 15:04
lesmona schrieb:Ich habe hier in der Nachbarschaft zum Beispiel ein junges Mädchen, die das Gymnasium verlassen musste, weil die Eltern nicht das Geld für Nachhilfe haben.
Da schliesse ich mich:
Vandroij schrieb:wenn jemand Nachhilfe benötigt, um das Gymnasium zu schaffen, wäre es unter Umständen sinnvoller zu erkennen, dass das Gymnasium vielleicht ein Fehler war, den es zu korrigieren gilt.
an.

Ich habe auch Abitur und in meiner ganzen Schullaufbahn nicht eine einzige Nachhilfe-Stunde gehabt. Ausserdem kann man auch ohne viel Geld studieren. Studenten-Darlehen und Bafoeg kann jeder beantragen.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 15:06
Also für mich hat sich das sowieso nie erschlossen, warum eine Familie mit vielen Kinder ,,asozial" sein soll. Ich kenne das Klischee zwar, aber ich verstehe es nicht.

Kommt doch immer drauf an, wie so die Lebensumstände und das Verhalten der Familienmitglieder sind. Gibt Leute, die haben kaum Geld, aber kümmern sich sehr gut um ihre Kinder, erziehen diese anständig, andererseits gibt`s doch auch Leute, die viel Geld haben, aber sich proletisch und verachtend verhalten und sich nicht für ihre Kinder interessieren oder sie verwöhnen.
DAS finde ich eher asozial.

Hinzu kommt noch: Es war doch früher auch in Deutschland ziemlich normal, soweit ich weiß, dass eine Familie mehrere Kinder hatte, die dann im Geschäft oder auf dem Feld mithalfen. Kein Grund, sie zu kritisieren.

Das Problem in Deutschland, Kinder und Beruf zu vereinen, liegt meiner Ansicht nach daran, dass wir uns in der deutschen Gesellschaft zu sehr auf Wirtschaft, auf Gewinn, auf das ,,Immer weiter" konzentrieren und dabei zwischenmenschliche Beziehungen und Notwendigkeiten, soziale Angelegenheiten, eher als lästige, die Professionalität hemmende Faktoren, ansehen würden.

Ich hab noch keine Kinder, weil ich im Studium echt viel zu tun habe und auch noch keine Frau getroffen habe, mit der ich wirklich zusammen bleiben wollte - aber wenn das der Fall wäre, dann würde ich mich vermutlich auch über Kinder freuen, denn mögen tue ich die :D


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 15:12
Kc schrieb:Hinzu kommt noch: Es war doch früher auch in Deutschland ziemlich normal, soweit ich weiß, dass eine Familie mehrere Kinder hatte, die dann im Geschäft oder auf dem Feld mithalfen.
Das ist wohl richtig. Allerdings sollte man dabei nciht außer acht lassen, dass es sich dabei in der Tat um eine "Altersvororge" handelte. Das, was heutzutage der Generationsvertrag im Großen regelt, galt vordem für Familien.
Kc schrieb:Das Problem in Deutschland, Kinder und Beruf zu vereinen, liegt meiner Ansicht nach daran, dass wir uns in der deutschen Gesellschaft zu sehr auf Wirtschaft, auf Gewinn, auf das ,,Immer weiter" konzentrieren und dabei zwischenmenschliche Beziehungen und Notwendigkeiten, soziale Angelegenheiten, eher als lästige, die Professionalität hemmende Faktoren, ansehen würden.
Was teils richtig sein mag. Aber gerade große Konzerne haben erkannt, wie sie damit umgehen und beides unter einen Hut bringen können. Sie stellen die Umgebung und das Personal für Kitas nämlich in Eigeninitiative zur Verfügung. Ob sich der Trend fortsetzen bzw. etablieren wird, bleibt abzuwarten.


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lesmona
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29.10.2010 um 15:15
@NoSilence
NoSilence schrieb:ich finde es ziemlich weit hergeholt, dass man immer mit Gymnasium und Studium aufwarten muss.
Nicht jedes Kind macht Abitur und studiert. Das hat aber weniger mit den finanziellen Mitteln zu tun, eher mit den damit verbundenen Leistungen, die man erbringen muss.
Und die Möglichkeit zur Nachhilfe hat man immer, das müssen nicht diese teuren Kurse sein.
Eh nicht, natürlich geht nicht jedes Kind aufs Gymnasium, wobei das heute doch schon eher zum Standard gehört, egal, aber ich muss doch von dem Fall ausgehen, sprich diese Kosten einfach einplanen.

Und Möglichkeiten zur kostenlosen Nachilfe hat man eben nicht, bei uns ist/war es ja noch billig, mach dich mal kundig was Nachhilfe kostet.
Merlina schrieb:Ein Kind erziehen bedeutet nicht nur materielle Dinge.
Es ist viel mehr. Sehr viel mehr.
Meine Eltern konnten mir etliche Dinge nicht bieten. Wir waren zwar nicht verarmt, aber das Geld war oft knapp.
Trotzdem haben sie mir sehr viel gegeben. Vielleicht mehr, als reiche Eltern mir je hätten geben können.
Deine Denke -auch wenn ich sie voll akzeptiere, als deine Meinung- halte ich für oberflächlich und zu sehr von materiellen Dingen geprägt.
Meine "Denke" ist absolut nicht von materiellen Dingen geprägt, ganz im Gegenteil, nur mache ich nicht den Fehler wie du, und vergleiche die Umstände von vor 20 Jahren, also wir junge Erwachsene/Kinder waren, mit den Umständen die heute herrschen.
Damals lag die Arbeit wirklich auf der Strasse, man konnte heute kündigen, und hatte am nächsten Tage nen neuen Job (vorsicht, ich beziehe mich hier auf Hilfsarbeiten).

Das ist heute aber nicht mehr so, heute MÜSSEN die Kinder viel mehr leisten, wo früher ein Hauptschüler ohne Quali verlangt wurde, wir heute ein Abiturient gewollt, so ist das nun mal.

Meine Mutterliebe, die du mir absprichst, hilft meiner Tochter nicht.
Auch keine tollen guten Reden, das sind Dinge, die setze ich vorraus.

Leute die darauf pochen, dass doch Liebe das Wichtigste ist, sind für mich solche, die versagt haben aber trotzdem unbedingt ihren Egowunsch Kind ausleben mussten, DAS ist Oberflächlichkeit für mich :-)

Von dem abgesehen wird mir wieder unterstellt dass ich von reichen Eltern rede, ich rede aber von Eltern, die einfach ihr Auskommen haben, dazu zähle ich die arbeitslose Frau oder das Paar, was von 2 Billigjobs lebt, nicht dazu.
Wie kann man nur so unverantwortlich sein ein Kind hier rein zu gebären.
Klar, vor dem Hintergrund kann man sich ja nur noch mit dem Argument " aber aber Liebe ist das wichtigste" retten.
Das durchschaut aber doch jeder halbwegs intelligente Mensch.

@NoSilence
NoSilence schrieb:Und auch das Handwerk ist ein ehrenwerter Beruf.
Stellt euch mal vor es gäbe nur noch Studenten. Wer backt die Brote und wer macht die Wurst?
Aber absolut, das Handwerk ansich ist ein wunderschönes Berufsbild, und vor 20 Jahren konnte man davon sogar noch sehr gut leben.
Leider, leider aber recht brotlos geworden...........toll finde ich das nicht, aber man muss die Entwicklung sehen, sprich seinen Kindern doch den bestmöglichsten Start ermöglichen können.

@Vandroij
Vandroij schrieb:Ohne jetzt die genauen Hintergründe zu kennen - aber wenn jemand Nachhilfe benötigt, um das Gymnasium zu schaffen, wäre es unter Umständen sinnvoller zu erkennen, dass das Gymnasium vielleicht ein Fehler war, den es zu korrigieren gilt.
Absoluter Quatsch, nur weil ein Kind zum Beispiel in Mathe schwach ist, die ganze Zukunft verbauen?

Klar gibt es Kinder, wo man dann wirklich sagen muss, es bringt nichts, aber das sind Kinder, die schon mit einem "schauen wir halt mal wies wird" auf eine höhere Schule wechseln.

Ist dir eigentlich klar, was heute in den höhere Schulen verlangt wird?
Offenbar nicht, sonst würdest du nicht so reden!
Vandroij schrieb: Ihnen vielleicht ein Leben in ärmliche Verhältnissen zuzumuten ist für mich kein Egoismus. Man muss seinem Kind weder das Gymnasium ermöglichen noch die Uni.
Doch für mich ist es Egoismus, oder besser, Verantwortungslosigkeit.
Wer Kinder in die Welt setzt, in dem Wissen, dass er finanztechnisch nicht in der Lage ist, Ausbildung seinen Kindern zu ermöglichen, der ist für mich wirklich asozial und die Kinder tun mir leid, auf die Welt gekommen um den 'Eltern ihren Wunsch sich dringend fortzupflanzen zu erfüllen, also ne, da lass ich mich lieber als oberflächlich beschimpfen :-)

@Zm
Zm schrieb:Die Idioten die schief blicken sollten sich mal überlegen, wer später ihre Rente zahlt - meist sind das eh Leute die keine oder gerade ein Kind haben.
Nun Kinder die später keinen Job finden, weil sie schultechnisch versagt haben oder nicht gefördert wurden, zahlen sicher nicht unsere Renten


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29.10.2010 um 15:17
Kc schrieb:Es war doch früher auch in Deutschland ziemlich normal, soweit ich weiß, dass eine Familie mehrere Kinder hatte, die dann im Geschäft oder auf dem Feld mithalfen.
Damals gab es aber sehr viel mehr Familienbetriebe als Angestellte. Klar kann ich in einem Familienbetrieb meine Kinder einbinden, so dass sie den Betrieb dann weiter fuehren. Doch wenn ich sehe, wie die kleinen Betriebe pleite gehen, weil die grossen Ketten mit Dumping-Preisen auf den Markt kommen und die kleinen Betriebe sich so nicht mehr halten koennen und ihnen auch langsam aber sicher die Stammkundschaft wegstirbt, weil jeder nur noch alles so billig und schnell und bequem wie moeglich haben will, dann gehen die kleinen Familienbetriebe ueber kurz oder lang einfach in den Konkurs. Wer da nicht expandiert und mehr ANgestellte reinholt, hat verloren. Franchise-Systeme werden den Markt in den kommenden Jahren ueberschwemmen und wen stellt der Unternehmer dann ein? Maenner und Frauen ohne Kinder - um sich am Markt durchsetzen zu koennen und um so wenig Arbeitsausfall und Verluste wie moeglich zu haben und so viel Umsatz wie moeglich zu erwirtschaften.


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lesmona
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29.10.2010 um 15:18
@Cathryn
Cathryn schrieb:Ich habe auch Abitur und in meiner ganzen Schullaufbahn nicht eine einzige Nachhilfe-Stunde gehabt.
Fein dass DU keine brauchtest, und das willste jetzt auf alle Kinder Deutschlands ausweiten oder wie? Komische fragwürdige Einstellung.


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29.10.2010 um 15:23
@Merlina,

das wolte ich auch schreiben, wenn alle studiert sind wer macht dann noch die arbeit?

ich errinere mich noch an einen betriebsausflug in ein wasserwerk, da wurde ein film gezeigt wie arbeiter bis zu den hüften im schlamm standen weil irgendein riesiges wasserrohr geplatzt ist.
mich hat dann das hämische grinsen der herren ingenieure und informatiker ziemlich aufgeregt, sie konnten sich so schön über den "drecksjob" lustig machen und haben nicht ganz begriffen das die jungs die mit dem arsch im dreck standen eine elementar wichtige arbeit machen.
wer sonst sorgt dafür das jeder sauberes wasser zur verfügung hat wenn nicht die....

zu dem ganzen asozialen bild einer grossfamilie trägt meiner meinung nach das fernsehen bei.
die ganzen harz4 tv sendungen vermitteln doch so ein bild.
da wundert es mich dann auch nicht mehr das dass so in den köpfen verankert ist.
interessant wären mal zahlen die aufzeigen ob grossfamilien mehr anteil an harz4 haben als kleinfamilien.

das ganze geht irgendwie auch gar mehr nicht auf, auf der einen seite braucht es kinder, die arbeiten dann ja mal später und sorgen mit ihren steuern für uns, auf der anderen seite ist es beinahe unmöglich drei oder mehr kinder zu haben da beide elternteile arbeiten müssen und keine zeit haben die kinder auch anständig zu erziehen.
wir schiessen uns selber ins knie und merken es nicht einmal mehr.

@Cathryn,

aus der krzsichtigen sicht der arbeitgeber verstehe ich das schon, so wie du es auch geschrieben hast, aber aus sicht einer längerfristigen planung verstehe ich es nicht.
die arbeitgeber nehmen sich mit der einstellung ja selber die arbeiter.
ok gut, es gibt noch genug auswanderungsländer die für nachschub an arbeiter sorgen, aber dann wird wieder wegen den ausländer gejammert die uns angeblich die jobs wegnehmen.
manchmal kommts mir so vor als ob es besser wäre wenn ein einheimischer den job Nicht macht als das in ein ausländer macht.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 15:25
@lesmona

Warum ist das eine fragwuerdige Einstellung? Ich habe im Unterricht aufgepasst und mitgearbeitet und meine Hausaufgaben gemacht und fuer Tests gelernt und das war alles. Das kann JEDES Kind. Die Motivation zum intensiven Mitarbeiten und zum Lernen sollten die Eltern geben. Wenn die Kinder im Unterricht mitarbeiten verstehen sie den Unterrichtsstoff gleich beim ersten Anlauf und muessen es nicht noch einmal bei der Nachhilfe erklaert bekommen. Denn etwas anderes wird dort auch nicht gelehrt.

Wer sich Lehrbuecher nicht leisten kann, kann die bei den Schulen ausleihen oder kann sie ueber Ebay guenstig gebraucht kaufen. Auch aeltere Schueler aus hoeheren Klassen verkaufen oft ihre gebrauchten Buecher guenstig. Daran sollte es auch nicht scheitern.

Und Lehrer koennen in ihren Tests nichts abfragen, das nicht im Unterricht behandelt wurde oder im Buch nachzulesen ist. Ein Nachhilfelehrer erzaehlt auch nur das noch einmal, was der Lehrer gesagt hat. Wer mitschreibt und aufpasst, kann das zuhause problemlos nachlesen und bei kniffligen Fragen gibt es Internet (zuhause, in der BIbliothek oder in der Schule) das man zur Recherche nutzen kann. Zur Not bei einem Freund, wenn es die oben genannten Moeglichkeiten nicht gibt.

Und ich kann das klar auf alle Kinder ausweiten. Wer den Unterrichtsstoff am Gymnasium nicht versteht, der ist vielleicht an einem Fachgymnasium oder einer Real-Schule besser aufgehoben, kann dort einen guten Abschluss machen. Auch damit kann man einen Beruf erlernen.


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Zm
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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 15:32
@lesmona
lesmona schrieb:Nun Kinder die später keinen Job finden, weil sie schultechnisch versagt haben oder nicht gefördert wurden, zahlen sicher nicht unsere Renten
ja klar immer schön über einen kamm scheeren und pauschalisieren! kinderreich -> asozial -> schulversager -> zukünftige hartz4ler - frag mich bei solchen thesen, wer da in der schule und bildung versagt hat!


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29.10.2010 um 15:43
@Cathryn

Völlig richtig, dem kann ich mich anschließen

@lesmona

Was die Kosten für Nachhilfe anbelangen:

In einer Schulklasse befinden sich-sagen wir mal- 20 Schüler. Davon sind einige dabei die gut Mathe können, andere wiederum Fremdsprache usw....
Anstatt die Kinder in überteuerte Nachhilfe-Kurse zu schicken, kann man z.B. innerhalb einer Klasse Lerngemeinschaften bilden. Das spart zum einen Geld und zum anderen macht es Spass.

Ansonsten verhält sich das mit der Schule so, wie Cathryn es beschrieben hat. Wer im Unterricht aufpasst, regelmäßig zur Schule geht und lernt, hat den Abschluss leicht in der Tasche.
Das ist aber eine Sache der Eigenmotivation und nicht der teuersten Nachhilfe.


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 15:44
@lesmona,

na so einfach ist es auch wieder nicht, es gibt kinder die erst nach der schule so richtig mit lernen beginnen.

ich war oder bin so einer, ich konnte kaum stillsitzen in der schule und hab dementsprechend auch wenig gelernt.
dennoch habe ich eine ausbildung abgeschlossen, habe immer einen job gehabt und zwar keine miese schlecht bezahlte jobs sondern durchaus gute und gut bezahlte.
man kann auch durch leistung aufsteigen und nicht nur durch noten.

man muss vielelicht eine stufe tiefer beginnen, aber wenn du gut bist in dem was du machst, spielt deine ausbildung keine rolle, ist jedenfalls in meinem fall so


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29.10.2010 um 15:56
lesmona schrieb:Absoluter Quatsch, nur weil ein Kind zum Beispiel in Mathe schwach ist, die ganze Zukunft verbauen?
Klar gibt es Kinder, wo man dann wirklich sagen muss, es bringt nichts, aber das sind Kinder, die schon mit einem "schauen wir halt mal wies wird" auf eine höhere Schule wechseln.

Ist dir eigentlich klar, was heute in den höhere Schulen verlangt wird?
Offenbar nicht, sonst würdest du nicht so reden!
Ist es tatsächlich der Fall, das man sich ohne Abi die Zukunft verbaut?
Du hast recht. Ich weiß tatsächlich nciht, was heutzutage in der höheren Schule verlangt wird. Das ist aber auch nicht von Belang. Entweder es ist zu schaffen oder eben nicht. Hier gilt es abzuwägen. Was das eine Fach anbelangt, in dem das Kind vielleicht erhebliche Defizite hat - zu meiner Zeit gab es die Option, Mitschüler anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Gleiches galt für Lehrer. Auch diese gewährten Unterstüzung. Da meine Schulzeit mitlerweile doch ein paar Jahre zurückliegt, kann ich natürlich nciht wissen, ob sich dies in der Zeit so gravierend geändert hat.
lesmona schrieb:Doch für mich ist es Egoismus, oder besser, Verantwortungslosigkeit.
Wer Kinder in die Welt setzt, in dem Wissen, dass er finanztechnisch nicht in der Lage ist, Ausbildung seinen Kindern zu ermöglichen, der ist für mich wirklich asozial und die Kinder tun mir leid, auf die Welt gekommen um den 'Eltern ihren Wunsch sich dringend fortzupflanzen zu erfüllen, also ne, da lass ich mich lieber als oberflächlich beschimpfen :-)
Die Grundausbildung mit Realschulabschluss ist in diesem Staat immer möglich - zumindest von der finaziellen Seite aus gesehen. Was an Abschlüssen darüber hinaus geht kann auch von den Kindern in Eigeninitiative angestrebt werden. Dazu bedarf es der Unterstützung der Eltern notfalls nciht mehr. Wie ich bereits schrieb: Ich finde es wichtiger, sein Kind in die Lage zu versetzen, angestrebte Ziele aus eigener Kraft erreichen zu können. Und dazu zähle ich notfalls auch das Abi und das Studium. Mag ja sein, dass es für Dich wichtiger ist, Deinem Kind dies zu schenken. Dann ists halt so. Dem muss ich mich ja nicht anschließen.


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29.10.2010 um 16:01
Es ist außerdem auch nicht gesagt, dass Kinder aus kinderreichen Familien kein Abitur machen können.


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29.10.2010 um 16:47
Kc schrieb:Also für mich hat sich das sowieso nie erschlossen, warum eine Familie mit vielen Kinder ,,asozial" sein soll. Ich kenne das Klischee zwar, aber ich verstehe es nicht.
Ich glaube, dass hier entweder ein Vorurteil, durch diverse Talkshows gestärkt, vorliegt.

Meiner Meinung nach sollte man auch erst idealerweise Kinder in die Welt setzen, wenn man einigermaßen finanziell abgesichert ist. Aber Theorie und Praxis gehen ja bekanntlich oft meilenweit auseinander ;)


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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 17:58
ich findes eher schön wenn eine familie etwas mehr kinder hat. finde ich besser als wenn es so viele einzelkinder gibt weil dann hat man so viele geschwister und ist so ne richtig große gemeinschaft :D

also ich find dadran nichts asozial, asozial sind andere dinge.

natürlich kann eine großfamilie auch stressig sein aber ich kanns mir auch harmonisch vorstellen :)
ich hätte gern noch ein paar mehr geschwister das wär lustig ^^

eine freundin von mir hat auch ganz viele geschwister *-*


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galgenkind
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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 19:06
Merlina schrieb:Unter welchen Voraussetzungen heißt ihr kinderreiche Familien gut?


Mir egal, wie viele Kinder sich jemand zulegt, solange die mein misanthropisches Ruhebedürfnis nicht gefährden. :D
Wieviele Kinder sich jemand zulegt ist eine persönliche Entscheidung und niemand kann einem anderen vorschreiben, wie er sein Leben zu gestalten hat.
Merlina schrieb:Dürfen nur die Reichen, viele Kinder haben?
Ob Eltern ihre Kinder zu aufrichtigen und empathischen Menschen erziehen hängt meiner Meinung nach weder von ihrer finanziellen Lage noch von der Anzahl der Kinder ab. Also nein.
Merlina schrieb:Bekommt eine kinderreiche Familie einen schiefen Blick von euch?
Nee, im Gegenteil, ich finde kinderreiche Familien interessant und gucke mir gern mal solche Sendungen über Großfamilien mit zehn oder mehr Kindern an.
Auch wenn es für mich nicht das Richtige wäre, weil ich ja keine Kinder haben will, nicht mal eins. Kannte früher mal eine Familie mit Bauernhof und fünf Kindern. Da war ich total gerne zu Besuch und hab mich da immer sehr wohl gefühlt. Allein schon das gemeinsame Essen mit allen Familienmitgliedern inklusive Großmutter und Stallknecht an einem Tisch war jedesmal lustig.
Merlina schrieb:Wird es kinderreichen Familien schwer gemacht, in Deutschland?
Keine Ahnung, könnte mir aber schon vorstellen, daß es so ist.

Ach ja, und asozial nenne ich nur jemanden, der sich asozial verhält. Also anderen Leuten bewußt schadet z.B.


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lesmona
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Kinderreiche Familien - asozial?

29.10.2010 um 19:17
@Cathryn
Cathryn schrieb:Warum ist das eine fragwuerdige Einstellung? Ich habe im Unterricht aufgepasst und mitgearbeitet und meine Hausaufgaben gemacht und fuer Tests gelernt und das war alles. Das kann JEDES Kind. Die Motivation zum intensiven Mitarbeiten und zum Lernen sollten die Eltern geben. Wenn die Kinder im Unterricht mitarbeiten verstehen sie den Unterrichtsstoff gleich beim ersten Anlauf und muessen es nicht noch einmal bei der Nachhilfe erklaert bekommen. Denn etwas anderes wird dort auch nicht gelehrt.
Das ist ja fein, wenn du in diesem zarten Alter schon so weit entwickelt warst, das meine ich ernst, ohne ironischen Unterton.
Die meisten aber, bekommen zwischen 14 und 17 Probleme in der Schule und versäumen einiges, das ist normal und kann dann eben mit Nachhilfe aufgefangen werden.

Im Idealfall bekommen die Eltern mit Einkommen plus genügend Zeit Kinder.

Die Realität aber sieht so aus, dass immer mehr "gebildete" Eltern mit entsprechenden Berufen, sich gegen Kinder entscheiden, eben weil sie die Probleme, mit denen heutzutage die Menschen zu kämpfen haben, ihren Kindern nicht zumuten wollen.


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29.10.2010 um 20:33
lesmona schrieb:Die Realität aber sieht so aus, dass immer mehr "gebildete" Eltern mit entsprechenden Berufen, sich gegen Kinder entscheiden, eben weil sie die Probleme, mit denen heutzutage die Menschen zu kämpfen haben, ihren Kindern nicht zumuten wollen.
Ich denke, dass dieser Beweggrund nur auf einen sehr kleinen Teil dieser Leute zutrifft. Der weitaus größere Teil dürfte sich eher aus Zeit- und Karrieregründen dagegen entscheiden.

Auch denke ich, dass Reife wenig mit dem Alter zu tun hat. Reife entsteht nicht zuletzt aus Verantwortung, die einem übertragen wird. Wenn ein Teenager also nicht in der Lage ist, Prioritäten zu setzen und sich aufzuraffen um seinen Verpflichtungen gerecht zu werden, hat oftmals irgendwer etwas versäumt.

Und ja. Ich weiß, der Post war nicht an mich adressiert. Sorry fürs Dazwischenplappern...


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29.10.2010 um 22:45
@lesmona
nur mache ich nicht den Fehler wie du.....
Meine Mutterliebe, die du mir absprichst...
Und das sind wieder mal solche Gründe, weshalb für mich eine Diskussion mit dir, für immer unmöglich bleiben wird. (Wir hatten das schon mal in einem Thread.)
Du unterstellst, du legst mir Worte in den Mund, du verdrehst Tatsachen, du fühlst dich angegriffen.
Auf dieser Basis, mag ich nicht diskutieren.
Erwarte von mir keine Antworten mehr.
lesmona schrieb:Leute die darauf pochen, dass doch Liebe das Wichtigste ist, sind für mich solche, die versagt haben aber trotzdem unbedingt ihren Egowunsch Kind ausleben mussten, DAS ist Oberflächlichkeit für mich :-)
Und Leute wie du, klingen wie typische Frauen die an ihren Kindern, ihre eigenen Träume verwirklichen wollen. Dinge, du man selbst nicht erreicht hat, müssen die Kinder erreichen.

Bevor du wieder hysterisch wirst... :D NEIN, ich sage nicht, dass du so bist. Ich sage nur, dass du so klingst.

Ich wünsche dir ein schönes Leben und weitere interessante Gesprächspartner hier.


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mystery90
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29.10.2010 um 22:48
@Merlina
genau gibs ihm ;)


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