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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

387 Beiträge, Schlüsselwörter: Alkohol, Helfen, Alkoholiker, Einsicht

Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

11.12.2014 um 20:24
@popcorncandy
also ich denke nicht, dass jemand einfach so ohne Grund zum Säufer wird. Irgendwelche Probleme gibt es meist immer, warum Menschen so werden.


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popcorncandy
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

11.12.2014 um 20:28
@Allesforscher
nein, glaube ich nicht, daß das zwangsweise so ist. Man kann nicht immer alles nur auf irgendwelche Probleme schieben.
Manche haben leider einfach nur Spaß daran.
Das Einzige was dann dran schuld ist, ist bei denen verzerrte Wahrnehmung und Kontrollverlust.


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

11.12.2014 um 20:30
@Allesforscher

Ich sehe das genau wie @popcorncandy. Man kann einfach so reinrutschen. Nicht immer sind es Probleme. Auch zu Hause von Kind an gelernt kann es sein.


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

11.12.2014 um 20:39
@gewitterhexle
einfach so rutscht man da nicht rein. Im Eingangsbeitrag steht doch z.B., seine Mutter lebt ziemlich zurückgezogen und geht kaum aus dem Haus. Auch liest man in Fachkreisen, dass Alkoholmissbrauch in vielen Fällen auf Depressionen und Sozialphobie zurückzuführen ist.


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

11.12.2014 um 20:43
@Allesforscher

Lass es mich versuchen zu erklären:

Du bist allein zu Hause und langweilst dich. Bist traurig,allein. Du trinkst ein Gläschen, du fühlst dich besser. Morgen sind es 2. fühlst dich gut. Langsam aber sicher wird es mehr und mehr. So rutscht man rein.

Aber schon Heinz Rühmann sagte: Sorgen kann man nicht im Alkohol ertränken. Die können schwimmen


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

11.12.2014 um 20:50
@gewitterhexle
ja genau, so sehe ich es auch. Einfach erklärt. Wobei ich auch mal von einem Sucht-Gen gehört habe und manche Menschen sind angeblich anfälliger, eine Sucht zu entwickeln als andere. Manche trinken zwar, in Maßen und werden nicht süchtig. Ich trinke nie was unter der Woche, nur am Wochenende und auch nicht jedes Wochenende. Auch wenn es mir unter Woche mal nicht so gut geht, habe ich noch nie deswegen getrunken (mal als Beispiel). Und am liebsten trinke ich gemischt mit Cola oder Limo, reines Bier ist mir nämlich zu bitter.


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

11.12.2014 um 20:58
was nicht heißt, dass ich kein normales Bier oder mal ab und zu einen Schnaps trinke. Aber wie man von dem bitteren Zeug abhängig werden kann, diese Frage bleibt. Genauso mit Zigaretten. Würde ich rauchen, müsste ich husten und brechen. Und Gewöhnung ist es auch nicht, ich habe schon einige Schnäpse in meinem Leben getrunken und finde sie immer noch bitter. Würde niemals abhängig werden von sowas.


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 06:32
Ich arbeite im Suchtbereich und betreue Suchterkrankte Menschen, überwiegend Alkoholabhängige.

Viele meiner Klienten haben schwere Schicksalsschläge im Leben erfahren. Wurden als Kind verprügelt, im Erwachsenenalter wurde es nicht besser.
Viele haben einen Partner verloren und rutschten dann ab.
Viele haben einfach "nur" ihre Arbeit verloren und rutschten ab.

Da gibt es viele viele Faktoren. Ich denke es zählt auch sehr mit hinein, wie die Eltern waren. Ob sie auch getrunken haben, wie ihr Verhalten war.

Die Menschen betäuben sich mit dem Alkohol, vergessen für die kurze Zeit all ihre Probleme. Am nächsten Tag sind die Probleme (oh Wunder) natürlich nicht wie von Zauberhand verschwunden. Dann greifen sie wieder zur Flasche und es sieht für ein paar Stunden wieder besser aus. Danach kommt dann das "Murmeltier" mit ins Boot.

Einem Alkoholiker kann man nur schwer die Augen öffnen. Ein Alkoholiker und auch sonst jeder Suchterkrankte (und sei es "nur" der Raucher) muss es wollen. Zwingt man einen Menschen zur Therapie wird das nach hinten los gehen.

Ich versuche in meinem Job ihnen zu helfen nicht noch weiter abzurutschen. Ihre Rechnungen, ihre Mieten, ihre Termine bei den Behörden, ihre Arztbesuche in der Waage zu halten. Das sie wenigstens noch etwas in ihrem Leben haben, das läuft. Die Meisten rutschen eben bei einer Suchterkrankung vollends ab und kümmern sich um gar nichts mehr. Meist nicht mal mehr um die Wohnung, dann kommt die Kündigung oder die Zwangsräumung und damit ist der nächste Absturz vorprogrammiert.

Dieses Thema ist wirklich ein langes Thema und man könnte Unmengen dazu schreiben.

Einfach ist es nicht. ;)


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 12:01
@Driftwood
@Bodo
@Serpens
Ich wollte euch ja auf dem Laufenden halten, wie das so weitergeht.

Er rief gestern um 19 Uhr vom Türkenclub aus an und fragte, ob ich mich wieder beruhigt hätte.
Die Uhrzeit ansich ist schon mal wieder eine Frechheit; wie kann er annehmen, dass ich zu der
Zeit für ihn Gewehr bei Fuß stehe?

Ich sagte ihm, er möge sich im Laufe des heutigen Vormittags bis 11 Uhr melden, senkrecht und halbwegs wach. Ich würde dann innerhalb der nächsten halben Stunde bei ihm aufschlagen,
wir könnten reden, ich würde Order von ihm entgegennehmen bezüglich Einkauf, kochen, Hund, Müll, Leergut usw. und das natürlich auch erledigen, aber - still ruht der See!

Ich weiß, wie sehr ihm an meiner Hilfe, Zuwendung und Gegenwart liegt und bin bestürzt,
wie leichtsinnig er das alles auf's Spiel setzt. Nur, weil der Rausch mit seinen Nachwirkungen
ihn ans Bett fesselt (und den Hund in der Wohnung)!

Ich habe nicht die Absicht, da irgendwie nachzugeben:
Entweder, er ruft mich vormittags bis 11 Uhr halbwegs ansprechbar an, oder ich reagiere
mit Ignoranz.

Ich war natürlich inzwischen schon für's Wochenende einkaufen - auch für den Hund -
für den Fall, dass sein Herrchen irgendwann mal doch zu christlichen ;-) Zeiten den
Weg aus dem Bett und in die Senkrechte findet.

Ich bin weder Pfleger noch Therapeut, ich will nur helfen, so lange er noch da ist.


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Bodo
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 12:03
@ramisha
Hat er denn jetzt angerufen? :ask:


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 12:07
@Bodo
Nee, eben nicht! Ich denke, der liegt noch halb komatös mit dem Hund im Bett!
Und immer, wenn er nicht anruft, kommt mir der Gedanke: Vielleicht ist er schon hinüber?

Weißte, was gut ist? Dass ich den Schlüssel zu seiner Wohnung nicht mehr habe,
sonst hätte ich mich wahrscheinlich davon überzeugt, dass er noch atmet.

Hört sich schlimm an, ist auch schlimm!


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Bodo
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12.12.2014 um 12:09
@ramisha
Jup, wie schon geschrieben bleibt man "der Depp" und würde nachgucken gehen :D


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 12:23
@Bodo
So isses! Ich gebe ihm noch dieses Wochenende, sich an Vorgaben zu halten.
Dürfte doch nicht schwer sein, sich bis 11 Uhr vormittags telefonisch zu artikulieren,
vor allem, wenn es um die eigenen Wünsche geht.

Die nächste Woche gilt meinen Weihnachtsvorbereitungen und sind für mich auch
ein Termin, Schritte zu unternehmen. Ich bin über die Feiertage nämlich verreist,
d.h. ich kann mich nicht kümmern und wenn ich bis dahin nicht eine Spur der
Verbesserung in Bezug auf Lebensführung und Hundebehandlung sehe, werde
ich vorher wenigstens den ohnehin schon aufmerksamen Tierschutz benachrichtigen.

Ich weiß nicht, ob und wie er die nötigen Fressrationen per pedes ranschaffen kann.
Bisher habe ich das ja immer mit meinem Auto geschafft. Ich weiß auch nicht, ob und
wie dem Mann evtl. die Decke auf den Kopf fällt, wenn alle anderen Weihnachten feiern.
Mit einem kleinen Geschenk, einem Stollen, ein wenig Gemeinsamkeit und guten Wünschen
hätte ich die Festtage ein bisschen anklingen lassen können und dass er sich nicht so allein
fühlt. Aber so lange er mir keine Veranlassung gibt, mich zu melden - nach MEINEN
durchaus machbaren Bedingungen - kann er mich am Hobel blasen!

Ich bin sowas von sauer, da gibt man Möglichkeiten noch und nöcher, auf einer normalen
Basis zu kooperieren und es wird offenbar darauf spekuliert, dass ich nachgebe und zu
völlig unchristlichen Zeit mit vollgepackten Einkaufstaschen vor der Türe stehe und vor
allem die Klappe halte, keine Vorschriften, geschweige denn Vorwürfe mache.

Kann ich nicht mehr!


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Bodo
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 12:25
ramisha schrieb:Ich bin sowas von sauer, da gibt man Möglichkeiten noch und nöcher, auf einer normalen
Basis zu kooperieren und es wird offenbar darauf spekuliert, dass ich nachgebe und zu
völlig unchristlichen Zeit mit vollgepackten Einkaufstaschen vor der Türe stehe und vor
allem die Klappe halte, keine Vorschriften, geschweige denn Vorwürfe mache.
Genau so ists und es hat bis jetzt ja auch wunderbar geklappt :)

(Soll jetzt wirklich kein Vorwurf sein :) )


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 12:27
@Bodo
Und soll ich dir was sagen: Jetzt, wo ich keine Schlüsselgewalt mehr habe,
bin ich so weit, dass er in seiner Bude verrotten kann!
Das einzige, was mir leid tut, ist der Hund!


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ramisha
ehemaliges Mitglied

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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 12:33
@Bodo
Aber wie gesagt, bevor ich in den Weihnachtsurlaub verschwinde, werde ich mich
noch um das Wohl des Hundes kümmern und mich mit den Instanzen in Verbindung
setzen, die sich ohnehin schon in der Vergangenheit um das Tier, seine Unterbringung,
Versorgung und Bedürfnisse gekümmert haben. Da leier ich nichts Neues an!
Die Misere war schon vor Monaten bekannt in Bezug auf Ausreißen, kein Auslauf usw..
Ich sage den Leuten nichts Neues, nur dass es zwischenzeitlich besser war, als ich
mich um das Tier zeitweise kümmerte. Aber das kann aufgrund der derzeitigen
Situation nicht zum Dauerzustand werden.

Es ist ein Teufelskreis: Der Hund wird sein Herrchen vermissten, er vermisst seinen Hund -
aber so kann das nicht weitergehen. Und wenn er sich zu Grunde richten will, dann bitte,
aber nicht im Beisein seines Tieres.


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 13:20
@ramisha

Bitte verzeih, wenn ich im Folgenden einige drastische Worte äußere - ich tue das nur aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung mit Alkoholikern und Alkoholismus.

Alkohol zerstört nicht nur denjenigen, der ihn konsumiert. Er zerstört nicht selten auch Familien, Beziehungen, Freundschaften - praktisch alle menschlichen und sozialen Verbindungen, welche ein Alkoholiker vor dem Beginn seiner Abhängigkeit hatte.
Das geht natürlich nicht spurlos an denen vorbei, die vom Trinker enttäuscht, verraten und oft auch gedemütigt und misshandelt (physisch wie psychisch) wurden. Je enger die Verbindung war, desto schmerzhafter ist oft der Bruch.
Wie ja schon häufiger hier festgestellt wurde, kann einem Alkoholiker erst geholfen werden, wenn er diese Hilfe will. Die will er in der Regel erst, wenn er kapituliert hat und infolgedessen trocken werden will. Und zwar ein für alle mal.
Mit anderen Worten: Du kannst leider überhaupt nichts tun, solange der Trinker nicht aufhören will - was er, wie gesagt erst tut, wenn er komplett am Boden gelegen hat. Manche überleben das nicht - das ist die furchtbare und traurige Alkoholiker-Realität.
Es fällt vielen (Angehörigen/Freunden...) schwer, diese Machtlosigkeit zu akzeptieren. Also helfen sie, so wie Du ja auch, wo sie können (oft auch gegen ihren Willen und wider besseren Wissens).
Das wiederum verschärft aber nur die seelische Not - und es zögert das Unvermeidliche, den kompletten Zusammenbruch mit der damit verbundenen Kapitulation des Trinkers, hinaus. Diese Kapitulation ist aber der entscheidende Faktor - ohne Kapitulation wird es keinen Willen zur Nüchternheit geben.

Ich weiß, dass wir als Angehörige (oder Freunde...) hinter dem Säufer immer auch den Menschen sehen - das ist es ja, was es so schwer macht, zu gehen und den Trinker seinem Schicksal zu überlassen.
Es sollte klar sein, dass es in unserem Leben in erster Linie um einen selbst geht. Wenn wir am Boden sind, nutzen wir niemandem mehr - auch uns selbst nicht. (Aus diesem Grund wird man im Flugzeug auch darauf hingewiesen, im Notfall zuerst sich selbst die Sauerstoffmaske über zu ziehen und dann erst anderen zu helfen: Wenn Du keine Luft mehr bekommst, kannst Du niemandem mehr helfen!!)
Für Dich selbst Sorge zu tragen heißt im Falle eines trinkenden Angehörigen, jede weitere Unterstützung einzustellen, den Kontakt abzubrechen und ggf. seelische oder psychische Unterstützung (Begleitung) zu suchen (z.B. über die Seite, welche ich Dir empfohlen hatte). Tausche Dich mit Menschen aus, die diesen Weg bereits gegangen sind.
Und, wenn ich das sagen darf, Du hast jedes Recht wütend zu sein, traurig und besorgt zu sein - das darf alles sein...wenn das nicht zugelassen wird, macht es nur Bauchschmerzen und Depressionen. Mit der Zeit wird es besser werden. :)
Bitte versuche Dir auch vor Augen zu führen, dass Du durch Deinen Rückzug seine Kapitulation wahrscheinlicher machst und somit eine eventuelle Umkehr. Ohne Hilfe wird er schneller kapitulieren müssen. Daher ja auch der in Alkikreisen bekannte Spruch: Keine Hilfe ist die beste Hilfe.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du den Absprung gut schaffst...bitte unterschätz' die Situation nicht.
Ich hab' noch etwas Literatur gegoogelt - sich ins Thema lesen kann auch sehr hilfreich sein:

http://www.klett-cotta.de/buch/Psychotherapie_allgemein/Co-Abhaengigkeit/14064
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3621275622/selbsthilfeun-21

Dies ist ein Forum rund ums Thema Abhängikeit (überwiegend Alkohol) - ich verlinke Dir mal die Angehörigenseite...einfach mal stöbern und lesen, wie es anderen geht, wie sie damit umgehen, welche Erfahrungen und Erlebnisse sie mach(t)en:
http://www.forum-alkoholiker.de/selbsthilfe-forum-13.html


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 13:44
ramisha schrieb:Das einzige, was mir leid tut, ist der Hund!
Falls der Hund verwahrlost kannste immer noch Behörden einschalten..
ramisha schrieb:Ich weiß, wie sehr ihm an meiner Hilfe, Zuwendung und Gegenwart liegt und bin bestürzt,
wie leichtsinnig er das alles auf's Spiel setzt.
Naja anscheinend hats bis jetzt ja funktioniert das du dich immer wieder drum gekümmert hast.

Lass ihn liegen und zusammenbrechen es muss alles ein Scherbenhaufen sein. Einem Süchtigen geht es in aller erster Linie um sich selbst und solange man jemanden hat der was für einen macht warum sollte man dann was ändern. Und wenn dann alles kaputt ist und man sich den Scherbenhaufen sieht
dann kriegt man vielleicht seinen Arsch hoch und geht zum Arzt

Ich weiss wovon ich spreche


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 13:47
Hallo @Driftwood
vielen Dank für deine ausführlichen Zeilen
Driftwood schrieb:Es fällt vielen (Angehörigen/Freunden...) schwer, diese Machtlosigkeit zu akzeptieren. Also helfen sie ...
und allmählich erkenne ich meine Machtlosigkeit, dass ich keinen Einfluss mehr auf ihn habe
und auch die Faszination, die er seinerzeit für mich empfand, nicht mal mehr im Ansatz da zu sei scheint.
Driftwood schrieb:Bitte versuche Dir auch vor Augen zu führen, dass Du durch Deinen Rückzug seine Kapitulation wahrscheinlicher machst und somit eine eventuelle Umkehr. Ohne Hilfe wird er schneller kapitulieren ...
Der Mann kapituliert nicht, indem er zu seiner Krankheit steht und etwas dagegen unternimmt,
der Mann hat einen Dickschädel nach dem Motto "und nun gerade"! Und er weiß, was das in
seinem Fall bedeutet. Ich habe noch nie jemanden offenen Auges so seinem körperlichen
Ruin entgegen gehen sehen und bin inzwischen so weit, mich nicht mehr dagegen zu sperren.

Ich hatte eine Nacht und den heutigen Vormittag, um mir über mein weiteres Vorgehen
klar zu werden. Ich mache mich nicht mehr selber fertig durch mein mir selbst auferlegtes
"Pflichtbewusstsein", ich bin nicht der Hüter, Bewahrer und Beschützer eines Alkoholikers,
der sich schon selbst aufgegeben hat - ich bin weg von dieser Position!

Ich bin dir dankbar für deine Aussage, sie bestätigt mich darin, dass ich auch an mich
denken muss und mich nicht selber fertig machen kann für einen Menschen, bei dem
alle Bemühungen vergebens sind.

Und wie gesagt, ich wäre für ihn da gewesen (wenn nicht ich, wer dann?) und es
ist ihm noch nicht mal ein Telefonat wert, irgendwas in irgend einer Form richtig zu stellen,
zu entschuldigen oder zu beschönigen. Er meint, man muss ihn so nehmen, wie er ist
und wenn er mitkriegen würde, wie er ist, würde er vor sich selbst kotzen.


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 13:54
Schmandy schrieb:Lass ihn liegen und zusammenbrechen es muss alles ein Scherbenhaufen sein.
So weit bin ich, ich denke jetzt nur noch an den Hund und werde - wie gesagt - das Wochenende abwarten, um dahingehend Schritte zu unternehmen. Was tut es dem Tier an, wenn Herrchen
bis nachmittags halb bewusstlos rumliegt, der Hund nichts zu fressen kriegt, sich nicht erleichtern
kann und möglicher Weise in die Wohnung kackt und dann auch noch ausgeschimpft wird?

Zum Arzt geht er nach den letzten Diagnosen schon garnicht mehr.
Er meint, er hat von den Vorschriften in Bezug auf seine Lebensführung die Nase voll
und was er mit sich und seinem Körper macht, ist seine Sache!
Da stehste machtlos vis a vis!


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