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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

387 Beiträge, Schlüsselwörter: Alkohol, Helfen, Alkoholiker, Einsicht

Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 16:44
@ramisha

Ach so... so Sachen wie den Hund wegnehmen, um auszuprobieren, ob er dann ganz abstürzt und dadurch zu Sinnen kommen kann, würde ich nicht machen. Jedenfalls nicht, ohne Absprache mit anderen externen Beratungsstellen oder mal an einer Sitzung der "Anonymen Alkoholiker" für Angehörige teil zu nehmen.

Nachher machst du dir auch noch Vorwürfe und so...

Warst du denn schon mal bei einer Suchtberatungsstelle und hast mal mit jemanden darüber gesprochen, dass da ein Mensch mit einer Alkoholsucht dabei ist, sich zugrunde zu richten?

Was könnte es schaden? Man erhält Informationen und wenn die sagen, man kann nichts machen, solange er sich selber nicht meldet und sich helfen lassen will, dann weißt du das auch und hast wenigstens einen Versuch unternommen.


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ramisha
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12.12.2014 um 16:46
@Driftwood
Wir beide gehen so konform und es tut so gut, mich bestätigt zu sehen.
Für den Hund würde ich alles tun und sämtliche Stellen mobil machen,
aber für meinen Ex gehe ich keinen Schritt, zu keiner Institution, auch nicht
den Anonymen Alkoholikern, die ihn auch schon vor Jahren kennengelernt haben.
Ich lehne für IHN jede Verantwortung ab und würde nur persönlich aktiv wie
in den Monaten vorher - eigenverantwortlich und unverbindlich.
Aber so wie es scheint, braucht er das auch nicht mehr, denn seit gestern
Abend ist wieder Funkstille. Ansich steht der Wochenendeinkauf und das
Kochen an, aber scheinbar braucht er nichts. (Ich habe trotzdem für den
Hund gekauft.)
ramisha schrieb:Er rief gestern um 19 Uhr vom Türkenclub aus an und fragte, ob ich mich wieder beruhigt hätte. Die Uhrzeit ansich ist schon mal wieder eine Frechheit; wie kann er annehmen, dass ich zu der Zeit für ihn Gewehr bei Fuß stehe?

Ich sagte ihm, er möge sich im Laufe des heutigen Vormittags bis 11 Uhr melden, senkrecht und halbwegs wach. Ich würde dann innerhalb der nächsten halben Stunde bei ihm aufschlagen,
wir könnten reden, ich würde Order von ihm entgegennehmen bezüglich Einkauf, kochen, Hund, Müll, Leergut usw. und das natürlich auch erledigen, aber - still ruht der See!
Ich biete ich an wie ein frisches Brötchen und keine Reaktion - wer da nicht sauer wird!!


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12.12.2014 um 16:51
ramisha schrieb:Für den Hund würde ich alles tun und sämtliche Stellen mobil machen,
aber für meinen Ex gehe ich keinen Schritt, zu keiner Institution, auch nicht
den Anonymen Alkoholikern, die ihn auch schon vor Jahren kennengelernt haben.
Dennoch... du willst ihn ja anscheinend auch nicht aufgeben und helfen... gehst einkaufen und viele andere Dinge... ich würde den Versuch zu einer Institution doch noch mal wagen.

Geh mal nur für DICH da hin... als Angehörige... und erzähle denen deine Einsatzbereitschaft für den Mann... sie können dir vielleicht sagen, was da jetzt am besten wäre.

Vielleicht raten sie dir, du sollst dich ab jetzt ganz raushalten... auch, was den Hund betrifft.

Ich würde jedenfalls nicht den Hund da "retten"... okay... das mit dem freilaufenden Hund auf der Straße geht auf keinen Fall so weiter.

Da würde ich den Mann einfach darauf hinweisen, dass du, wenn sich das nicht bessert, die Behörden verständigst... denn der Hund gefährdet ja wirklich nicht nur sich selber, sondern auch jeden, der dort am Straßenverkehr teilnimmt.


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ramisha
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12.12.2014 um 16:51
@moric , das ist mein Ex-Mann, von dem ich seit 1999 geschieden bin und der mir im
Prinzip am Arsch vorbei geht. Der hat mich nur um Hilfe gebeten, als er im März einen
Unfall hatte und seitdem hab ich mich gekümmert. Bin nicht verpflichtet (auch nicht
moralisch) und habe auch nicht die Absicht, irgendwelche Instanzen für ihn anzulaufen.
Ich habe NICHTA mehr mit ihm zu tun. Genauso hätte ich mich um meinen Nachbarn
gekümmert.

Und Hund wegnehmen, um auszuprobieren???? Aus dem Stadium ist er schon lange raus!
Er ist einfach nicht mehr in der Lage, ein Haustier zu halten.


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12.12.2014 um 16:53
@ramisha

Hm... ja, wie ich schon oben danach gepostet habe, gehe vielleicht mal zu einer Institution, um dich beraten zu lassen, ob dein Engagement weiterhin sinnvoll ist und wie weit du nicht selber dadurch Schaden nehmen kannst.

Angehörige, auch wenn du dich ihm in keinster Weise mehr verpflichtet fühlst, unternehmen dann doch mehr Anstrengungen um die süchtige Person, als ihnen selber gut tut.


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ramisha
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12.12.2014 um 16:53
moric schrieb:Geh mal nur für DICH da hin... als Angehörige...
Ich bin keine "Angehörige" mehr und möchte nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden.


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12.12.2014 um 16:55
ramisha schrieb:Ich bin keine "Angehörige" mehr und möchte nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden.
Okay, dann bist du eine "sich-um-ihn-kümmernde", was genau so anstrengend und schädigend für dich sein kann... ich weiß nicht... ich meine eigentlich nur, dass Beratungsstellen einfach geschultes Personal haben und letztendlich viel mehr helfen können als wir hier...


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ramisha
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12.12.2014 um 17:03
@moric
Wenn in der nächsten Woche der Tierschutz bei ihm auf der Matte steht - ok!
Wenn dort ein Sozialarbeiter, einer von den Anonymen o.ä. steht, ist das
vergebene Liebesmüh', weil er keine guten Ratschlage, Verhaltensmaßnahmen,
Vorhaltungen oder Vorschläge zur Therapie haben will. Der will
Order erteilen bezüglich Einkauf, kochen, Hund, Müll, Leergut usw.
mehr nicht! Und das macht kein "geschultes Personal"!


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12.12.2014 um 17:04
@moric
moric schrieb:so Sachen wie den Hund wegnehmen, um auszuprobieren, ob er dann ganz abstürzt und dadurch zu Sinnen kommen kann, würde ich nicht machen.
Das war so auch nicht gemeint.
Es geht hier offenbar darum möglichst zeitnah eine Lösung für das Tier zu finden - auch wenn das für den Trinker möglicherweise negative Folgen hat. Zum einen wäre @ramisha dann eine Hauptsorge los und ich glaube, dem Hund rettet es am Ende das Leben - und, ich weiß, es hört sich paradox an, aber es kann auch dem Säufer das Leben retten.
Weiter oben hatten wir schon davon gesprochen, dass ab einem bestimmten Stadium nur noch die vollständige Kapitulation einen Säufer nüchtern werden lässt (das ist übrigens auch eine der Erkenntnisse der AA - von Trinkern die zu den AA kommen wird daher zu Beginn gefordert, dass sie kapituliert und den Wunsch haben trocken zu werden - sonst nichts) - wenn also durch den Verlust des Hundes der Suff und somit die Abwärtsspirale an Fahrt aufnimmt, kann das zu der rettenden Kapitulation führen - allerdings auch auf direktem Weg in den Sarg...das kann leider nicht ausgeschlossen werden.
Aber @ramisha hat völlig Recht, wenn sie sagt, dass das nichtmehr ihre Angelegenheit ist - Solange der Mann nicht aufgibt und nüchtern werden will und Hilfe akzeptiert und erfrägt ist jede weitere Unterstützung vergebene Liebesmüh und verlängert das Elend im Grunde nur - und das auf Kosten des Helfenden.

Ich bin jetzt für ein paar Stunden off - Brötchen verdienen :)


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ramisha
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12.12.2014 um 17:12
Driftwood schrieb:Es geht hier offenbar darum möglichst zeitnah eine Lösung für das Tier zu finden - auch wenn das für den Trinker möglicherweise negative Folgen hat. Zum einen wäre @ramisha dann eine Hauptsorge los ...
Das IST meine Hauptsorge! Der Hund!!!


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Schrotty
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12.12.2014 um 17:28
@Varisha Ich war auch Alkoholiker.... nicht gerade einer der weichen. bis 1996 voll stoff.

Dann kam eine urplötzliche Lageänderung meiner Lebensumstände und ich machte einen kalten Entzug, geholfen hatte mir dabei die Verantwortung für meine Damaligen Lieblinge und ein radikaler Ortswechsel. Auch raus aus dem Alten Freundeskreisen.

Man kann sagen, ich war von einem Tag auf den Anderen weg vom Alk.

@ramisha
@Driftwood
@moric

Ich hab jetzt nicht alles überlesen, aber wenn ich es richtig Deute, ist durch einem Alkoholiker ein Hund in Not... versteh ich nicht, als es für meine Lieblinge schlecht ging, waren mir meine lieben wichtiger als Freunde und Suff.

Eigentlich sollte der Hund, dann doch Grund genug sein, Für den Alkoholiker, sein Verhalten zu überdenken....


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ramisha
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12.12.2014 um 17:34
@Schrotty
Das schlimmste ist: Er hat einen Hund und der kriegst diese katastrophalen Zustände
natürlich auch zu spüren. Der muss z.B. von abends 19 Uhr bis zum anderen Tag 12 Uhr
in der Wohnung ausharren, bis er sich Erleichterung verschaffen kann. Manchmal schafft
das arme Tier es nicht vom 2. Stock bis in den Hofgarten und pinkelt schon auf der
Treppe. Dann wird er angeschnauzt, garnicht mal geschlagen, aber das Tier ist dann
total verunsichert, weiß, dass es da nicht hinmachen durfte, aber - es schaffte es ja nicht
bis nach draußen!

Sein Herrchen hat schon eine Abmahnung von der Häuserverwaltung bekommen, weil
sich Nachbarn beschwert haben, dass er seinen Hund sich im Keller entleere lässt.
Das hat er schriftlich!! Außerdem kneift der Hund bei jeder sich bietenden Gelegenheit
aus, rennt zumeist zu dem häufig besuchten Türkenklub und das über vielbefahrene
Verkehrsstraßen mit Ampeln, die der Hund ja nicht beachtet und mehrfach mussten
Autofahrer schon in die Eisen gehen, um ihn nicht zu überfahren. Und dann holt er
mit dem Taxi seinen Hund aus dem Club, natürlich nicht, ohne vorher noch ein paar
Bier und seine Raki zu sich zu nehmen. Das Einzige, was mich noch nicht davon abgehalten
hat, das dem Tierschutz zu melden, ist die Tatsache, dass er futtermäßig alles für das
Tier tut und der Hund wirklich sehr an seinem Herrchen hängt.
So ist das!


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Schrotty
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12.12.2014 um 17:36
@ramisha neee der backt es nicht, ich bin für eine Entnahme des Tiers... soleid wie es mir tut, aber bei Ihm feht jeder Wille sich auf sein Tier einzulassen.


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ramisha
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12.12.2014 um 17:39
@Schrotty
So sehe ich das inzwischen auch und Montag nächster Woche ist der Tierschutz informiert -
wenn es bis dahin nicht schon andere getan haben. Die Nachbarn, die Türken - alle sind
entsetzt, mehr oder weniger hilflos und bisher noch nicht tätig geworden. Aber so geht
es einfach nicht weiter.


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Schrotty
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12.12.2014 um 17:41
@ramisha recht so... ist mir unbegreiflich... er muß doch merken wiesehr sein Hund an Ihm hängt und was das Tier bereit ist für Ihm zu tun.... Futtermenge alleine ist kein Indiz für Tierliebe...


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ramisha
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12.12.2014 um 17:49
@Schrotty
Und das ist so ein freundlicher, netter und außerdem noch schöner Hund -
eine Mischung Riesenschnauzer und Windhund, stockhaarig mit einer
Risthöhe von 70 cm, also ein großer. Und ich würde ihn sogar in meine
kleine Wohnung aufnehmen, weil sich direkt unter meinem Balkon ein
kleiner Park befindet und ich nach einem halben Kilometer im Wald wäre.

Aber ich habe einen ganz sensiblen Kater; den trifft wahrscheinlich schon
der Schlag, wenn er das Riesentier sieht. Und nee - Haus und Garten wäre ideal!
Aber der Hund bleibt bestimmt nicht lange im Tierheim, dazu ist er viel zu
freundlich und zu schön, der hat ganz schnell Herzen gewonnen.

Mit tut es schon jetzt in der Seele weh, dass ich den Hund dann aus den Augen
verliere ...


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 17:51
Da unsere gesamte Gesellschaft alkoholabhängig ist - ohne geht für die meisten schließlich nichts mehr, es ist ein fester Teil der Kultur - wird so etwas ziemlich schwierig sein.

Ich denke auch so oft: Es ist eine Krankheit, dafür kann man nichts, und es ist wie bei jeder Sucht unglaublich schwer, da wieder herauszukommen. Aber angefangen hat jeder Betroffene einmal damit, und das aus freier (fataler) Entscheidung. Dazu wiederum trägt unsere Kultur nun einmal ihren Teil bei, indem hier jeder damit aufwächst, dass Alkohol einfach "dazugehört".

Dennoch kenne ich jemanden, der einige Jahre lang auch schlimm abhängig war. Und ist ganz alleine da wieder herausgekommen, ohne Therapie / Entzug, und rührt heute keinen Schluck mehr an. Ich frage mich oft, wie so etwas geht. Hab jedenfalls großen Respekt davor!


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Schrotty
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12.12.2014 um 17:55
@deja-vu. Hm ich kann auch wieder mal nen glas Wein oder nen Bierchen trinken, aber sorichtig Durst bekomme ich darauf nichtmehr. Klar ist es ne Krankheit, aber eine Heilbare.

Ich verstehe, auf meinem Fall bezogen, immer nicht, wenn es heißt, ein trockener, darf niewieder Alkohol anrühren... ich kann es, erfreue mich , gerade bei Wein oder besonderen Bieren eines Glases und dann ists gut. Wahrscheinlich wirklich alles Kopfsache... zumal ich auch sonnst wenig bzw garnicht empfäglich für Suchtmittel bin...


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ramisha
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12.12.2014 um 18:02
@Schrotty
Ich nahm wegen eines Bandscheibenvorfalls mal über längere Zeit schwere Medikamente
und mein behandelnder Arzt riet mir dann abschließend zu einem Entzug in einer Klinik.
Ich schaffte das alleine, indem ich immer weniger nahm und nach 14 Tagen garkeine mehr.

Du sprichst von Kopfsache, ich von Willensstärke und ich kann mir vorstellen,
dass die meisten in der Lage wären, genauso wie du und ich von Alk und Drogen (Medikamenten)
weg zu kommen.


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12.12.2014 um 18:05
Ich kaufe für ihn zweimal in der Woche ein und koche dann auch für ihn. Ich habe auch
schon für ihn gewaschen und die Wohnung sauber gemacht (Müll runter bringen und
zig Flaschen wöchentlich entsorgen sowieso),
Das ist sehr ehrenwert!
Unser Verhältnis ist ein freundschaftliches
Das ist auch ok.
ramisha schrieb:das ist mein Ex-Mann, von dem ich seit 1999 geschieden bin und der mir im
Prinzip am Arsch vorbei geht.
Jetzt komm ich ins schleudern.
ramisha schrieb:Das IST meine Hauptsorge! Der Hund!!!
Im Ernst?


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