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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

551 Beiträge, Schlüsselwörter: Allmystery, Spiritualität, Forum, Intellektualität
tunkel
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

11.05.2005 um 12:08
@ Jafrael

Liebe und Sehnsucht sind verifizierbar.



"Spam am laufenden Band"

"tunkel lass bitte das gespamme, das passt nicht zu dir"


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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

12.05.2005 um 04:57
vorweg:leider kann ich den link nicht mehr finden,deshalb der lange text,ich hoffe ihr verzeiht


Advaita und Wissenschaft

Eine Theorie, die Spiritualität und Wissenschaft vereint



Wissenschaft und Religion stimmen gewöhnlich nicht überein, es gibt Kontroversen in einigen Bereichen. Das Wort 'Religion' wird häufig benutzt, um die ritualistischen Aspekte von Religion zu benennen. Die wahre Bedeutung des Wortes jedoch, und in diesem Sinne wird es in diesem Artikel benutzt, zeigt eine aufrichtige Suche nach der Wahrheit über das Leben. Um Verwirrung zu vermeiden, werden wir nunmehr das Wort 'Spiritualität' verwenden anstatt diese Suche zu benennen.

Einige dieser kontroversen Punkte sind:

a) die Existenz der 'Seele'

b) die Existenz des 'freien Willens' (versus Gene, Konditionierung und Zufall)

c) die Existenz der Wiedergeburt

d) die Existenz Gottes

e) Vertrauen auf den Glauben versus Vertrauen auf experimentellen Beweis

Die Wissenschaft leugnet das Vorhandensein der ersten vier - denn sie hat weder Beweise gefunden noch Platz dafür - und weigert sich, ihr Vorhandensein einfach als Sache des Glaubens anzunehmen. Aber was passiert, wenn wir Spiritualität erforschen und dabei die wissenschaftlichen Methoden anwenden? Können wir ein Modell von Spiritualität finden, das in all diesen Punkten mit der Wissenschaft übereinstimmt?

Interessanterweise können wir das. Nicht nur das, wenn wir uns ein bißchen weiter vertiefen, werden wir herausfinden, daß alle Mystiker und Weisen seit undenklichen Zeiten auf diese Philosophie hinweisen.

In ihrer ausgeprägtesten Form findet man diese Philosophie in der hinduistischen Advaita-Doktrin. In dieser Philosophie gibt es keine separate, autonome, individuelle Seele, sondern nur die Illusion einer separaten Seele.

Da es keine separate Seele gibt, gibt es auch keine Frage nach dem freien Willen oder der Wiedergeburt; freier Wille oder Wiedergeburt für wen? Die Realität Gottes ist nach dieser Theorie, daß Er das universale Bewußtsein ist, die Quelle oder der Ursprung allen Seins, und nicht ein persönliches, anthropomorphes, allmächtiges Wesen. Und letztendlich wird sicherlich von niemandem verlangt, diese Dinge vertrauensvoll zu akzeptieren. Das Individuum wird ermutigt, diese Ergebnisse selbst herauszufinden und es auf seine Weise zu bestätigen.

Noch widerspricht dies tatsächlich der herkömmlichen Religion, auch nicht anderen Religionen als dem Hinduismus. Die offensichtlichen Widersprüche entstehen, weil die Religionen oder die verschiedenen Weisen von unterschiedlichen Ebenen aus über die Realität sprechen, in Erwägung der bereits bestehenden Glaubensvorstellungen der Zuhörer. Aber wenn von der höchsten Realitätsebene gesprochen wird, verkünden die meisten Religionen sowie die Weisen und Mystiker dieselbe monistische Wahrheit.

Einige Aussprüche von Jesus, z. B. 'Ich und mein Vater sind EINS', und die Lehren christlicher Mystiker wie Meister Eckhart und der heilige Augustinus können klar im monistischen Sinn verstanden werden.

Der Buddha scheint sich auf den praktischen Aspekt dieser Lehre beschränkt zu haben, weil er seine Anhänger nicht den bloßen Spekulationen theoretischer Betrachtungen überlassen wollte, um in sterilen intellektuellen Debatten zu landen. Er lehrte, daß es keine getrennte Seele oder Atman gibt, die Theorie von anatta oder anatma. Während er sich weigerte, über das universale Bewußtsein Paramatman Spekulationen anzustellen, forderte er seine Anhänger aber auf, selbst Erfahrungen zu sammeln - in der Tat ein höchst wissenschaftlicher Zugang.

Zen und der Taoismus lehrten beinahe die gleichen Grundlagen.

Und ebenso auch der Sufismus. Tatsächlich ist der Islam die einzige Religion, die sich einfach weigert, von einem anthropomorphen Gott zu sprechen und darauf besteht, daß Er formlos ist.

Im Judaismus wird Gott Jehova Yhwh oder Yahweh genannt, was 'Ich bin, was ich bin' bedeutet, wobei klar auf das primäre Bewußtsein hingewiesen wird, das jeden in die Lage versetzt zu wissen, daß er existiert.

So wie aufgezeigt werden kann, daß Advaita in seiner Wesensart wirklich wissenschaftlich ist, kommt die moderne Wissenschaft ihrerseits dieser Philosophie näher. Die moderne Wissenschaft, insbesondere die Quantenmechanik, gibt uns ein völlig anderes Weltbild von der Realität als bisher die klassische newton'sche Physik.

Eigentlich zeigt es, daß die klassische Physik oder die Welt, wie wir sie kennen, lediglich ein spezieller Fall des Szenarios der umfassenderen neuen Physik ist. Das Weltbild der modernen Wissenschaft kommt dem von Advaita bemerkenswert nahe, und einige Bücher haben die Theorie von Advaita mit der modernen Wissenschaft in Beziehung gebracht, vgl. dazu (1) bis (5). Einige neuere wissenschaftliche Entdeckungen, wie z. B. die Entdeckungen über die Funktionsweise des Gehirns (6) und die Entdeckung der sogenannten 'Zero-Point Fields' (7), stehen in Wechselbeziehung mit dieser Theorie.

Nur an einem Punkt herrscht noch Verwirrung zwischen Wissenschaft und dieser verständlichen, monistischen Spiritualität über die endgültige Frage, ob da 'etwas' hinter all dem ist oder ob da 'nichts' ist. Die Religionen unterstützen einstimmig ersteres - sogar der Buddhismus, den einige für nihilistisch halten. Der Buddha sagte:

"Da ist ein Ungeborenes, Unhervorgebrachtes, Ungeschaffenes, Ungeformtes. Gäbe es dieses Ungeborene, Unhervorgebrachte, Ungeschaffene, Ungeformte nicht, wäre Erlösung von der Welt des Geborenen, Hervorgebrachten, Geschaffenen, Geformten nicht möglich."

Die Wissenschaft neigte jedoch bisher zu der letztgenannten, nihilistischen Ansicht nur wegen ihrer alten, klassischen Verankerung. Sie setzte bisher voraus, daß der Materialismus die wesentliche Realität und Bewußtsein ein Epiphänomen dieser Realität sei. Allerdings werden viele Aspekte der modernen Physik damit nicht erklärt, und in diesem klassischen Weltbild werden jetzt auffallende Löcher sichtbar.

Nur um zwei Beispiele zu geben: Der 'Quantensprung' eines Elektrons von einer Umlaufbahn zur anderen ohne den dazwischenliegenden Raum zu durchqueren; und das 'Aspect Experiment', in dem gezeigt wird, daß zwei Elektronen einander unverzüglich beeinflussen können, unabhängig von ihrer Entfernung im Raum zueinander - ein 'non-locality' -nicht örtlich- genanntes Phänomen.

Andererseits, wenn Bewußtsein als die wesentliche Realität angenommen wird, lösen sich beinahe alle Widersprüche von selbst. Das ist auch genau das, was Mystiker seit Urzeiten gesagt haben. Und wirklich, Materialismus als die wesentliche Realität vorauszusetzen, tatsächlich irgend etwas vorauszusetzen und daran trotz der vielen, angesichts dieser Voraussetzung zu Tage tretenden Widersprüche festzuhalten, ist in sich höchst unwissenschaftlich.

So können wir wenigstens das alternative Paradigma mit offenem Geist prüfen - das alternative, mit der Advaita-Lehre übereinstimmende Paradigma, daß das Bewußtsein und nicht die Materie die wesentliche Realität und die Grundlage allen Seins ist (.

Aber abgesehen von der wissenschaftlichen Position muß unsere Theorie auch dazu in der Lage sein, die häufig erwähnten spirituellen Phänomene Erleuchtung und Erlösung ausreichend zu erklären und ebenso das Mysterium Gottes. Wir wollen sehen, ob unsere Theorie das kann.

Wenn Bewußtsein als die eine Realität angenommen wird, werden alle Lehren der Weisen sofort relevant. Das Kernstück der Lehre der Weisen besagt, daß das Bewußtsein eins ist und daß wir keine getrennten psychologischen Wesen sind. Die Weisen behaupteten immer, daß unser Gefühl des Getrenntseins eine Illusion ist. Nur der Mensch leidet unter dieser einzigartigen Täuschung, ein separates Wesen zu sein und eine separate Seele zu haben. Gelegentlich durchschauen einige wenige Menschen diese Illusion, und von einem solchen Menschen wird gesagt, er sei erleuchtet.

Was genau ist dieses Erleuchtung genannte Phänomen? Zuerst wollen wir es in einfachen Begriffen verstehen und dann versuchen, es im psychologischen, medizinischen und psychologischen Zusammenhang zu erklären. Um zu verstehen, was Erleuchtung ist, müssen wir zuerst die grundlegende Annahme verstehen, welche die Weisen gelehrt haben.

Diese Annahme besagt, daß das Bewußtsein eins ist und unser Gefühl, getrennte psychologische Wesen mit getrenntem individuellem Bewußtsein zu sein, eine Illusion. Der Philosoph J. Krishnamurti sagte:

"Es ist keine Tatsache, daß jemandes Bewußtsein von dem eines anderen völlig getrennt ist, dieses Getrenntsein ist eine Illusion. Jeder ist die gesamte Menschheit - kein individuelles Bewußtsein. Jemandes Bewußtsein ist das Bewußtsein der Menschheit." (9)

Das bedeutet, daß die separaten 'wir' und 'du', die wir uns als eigene psychologische Wesen vorstellen, als solche nicht wirklich existieren. Gewiß, es gibt eigene Körper-Geist-Einheiten. Aber die Vorstellung separaten individuellen Bewußtseins oder individueller Seelen, welche diese Körper-Geist-Einheiten bewohnen, ist ein Mythos.

In den Upanishaden heißt es: 'Ayam aatmaa Brahman', was bedeutet, daß diese anscheinend individuelle Seele dasselbe wie Brahman oder das universelle Bewußtsein ist. Brahman sollte hier als das eine (universelle) Bewußtsein verstanden werden, da in den Upanishaden klar gesagt wird, daß Bewußtsein Brahma ist, Prajnanam Brahma.

Diese beiden Aussagen zusammengenommen bedeuten, daß Brahman das universelle Bewußtsein ist, und das scheinbar individualisierte Bewußtsein ist tatsächlich Brahman mit einer darüber gelagerten Illusion des Getrenntseins. Demzufolge existieren die getrennten ich's und du's nicht, von denen wir annehmen, daß sie unsere sterblichen Körper überleben werden. Die getrennten Körper-Geist-Einheiten werden von dem einen universellen Bewußtsein belebt, so wie das Bewußtsein eines Schriftstellers alle Charaktere in seiner Novelle belebt. Jalal-ud-din Rumi, der türkische Sufi-Mystiker des Mittelalters, besang es so:

Wer sind wir, O du Seele unserer Seelen,
daß wir neben dir bestehen bleiben sollten?

Wir und unsere Existenzen sind in Wirklichkeit Nichtexistenz;
Du bist das absolute Sein, das das Vergängliche manifestiert.

Wir alle sind Löwen, aber Löwen auf einem Banner:
denn wegen des Windes eilen sie weiter von Augenblick zu Augenblick...

...Unser Wind, durch den wir bewegt werden, und unser Sein sind deine Gabe;
unsere gesamte Existenz ist durch dich zum Sein gebracht

Mesnavi Buch I, 599-607

Advaita wird oft dahingehend mißverstanden, daß alles eine Illusion ist. Doch wir möchten klarstellen, daß Bewußtsein keine Illusion ist, wohl aber das psychologische Getrenntsein! Bewußtsein bezieht das Vermögen ein, lebendig zu sein, bewußt zu sein, berühren, schmecken, sehen, hören, fühlen, handeln zu können. Das alles gibt es.

Illusorisch ist unsere Vorstellung eines 'wer', der all diese Dinge ausführt, ein 'wer', von dem angenommen wird, daß er den Tod des Körpers überlebt. Berühren, Schmecken, Fühlen geschieht, aber es gibt kein Wesen, niemanden, der berührt, schmeckt, fühlt, es gibt kein Subjekt, es gibt nur Subjektivität. Und die absolute Subjektivität ist das universale Bewußtsein, das überhaupt kein 'wer' ist - es ist unpersönlich.

"...das obsessive menschliche Bewußtsein des und das Bestehen auf einem getrennten Selbst ist das endgültige und gewaltigste Hindernis vor der Erkenntnis Gottes. Ein Selbst zu sein... ist die Erbsünde, und zum Selbst zu sterben... ist die höchste Tugend." Aldous Huxley (10)

Jetzt können wir vielleicht versuchen zu verstehen, was es mit dem Phänomen Erleuchtung auf sich hat. Erleuchtung ist die aktuelle Realisation, die intuitive Wahrnehmung dieser Wahrheit, nämlich nicht nur Glaube oder intellektuelles Verstehen der Einheit des Bewußtseins und der Abwesenheit von Getrenntsein. Der Mystiker nimmt sich nicht als individuelles Bewußtsein oder individuelle Seele wahr, sondern als das eine Bewußtsein, das von manchen auch Gott genannt wird, Erleuchtung ist dessen direkte Wahrnehmung.

Jesus sagte: 'Auf daß wir alle Eins werden, denn du, Vater, bist in mir, und ich bin in dir, und sie sind eins mit uns.' (11)

Wir müssen verstehen, daß Erleuchtung nicht irgendein esoterischer oder magischer Prozeß ist. Erleuchtung verschafft keinem Menschen magische Kräfte, noch macht sie aus ihm einen Supermenschen. Erleuchtung ist einfach das Schwinden der Illusion, alles aus der Sicht des 'Ich' wahrzunehmen, Erleuchtung läßt niemanden allwissend werden.

Wenn in den Schriften von spirituellem Wissen gesprochen wird, das man mit der Erleuchtung erlangt, müssen wir realisieren, daß damit keine Form von verbalem, temporalem Wissen gemeint ist. Dieses Wissen kann nicht erlernt oder im Laufe der Zeit entwickelt werden. Das Wort Wissen bezieht sich hier auf die wahre Einsicht, auf die intuitive Wahrnehmung, welche Erleuchtung bedeutet.

Erleuchtung ist ein Wechsel der Perspektive, eine Veränderung des Brennpunktes, eine Umstellung des Paradigmas. Es ist eine Verlagerung aus dem beschränkten, individuellen Brennpunkt des 'ich' zu einer Sicht des Lebens in seiner Ganzheit. Es ist ein Wechsel aus einem Kreis der Illusion mit dem 'ich' als Mittelpunkt zu einem Kreis, dessen Umfang überall ist und dessen Mittelpunkt nirgendwo. Folglich ist das aus der Erleuchtung erlangte Wissen kein vergängliches Wissen, sondern eine eher eine intuitive Einsicht in den Lauf der Dinge in ihrer Gesamtheit.

Wie kann Erleuchtung medizinisch erklärt werden?

Zunächst kann gezeigt werden, daß der beharrliche Glaube des Menschen an sein getrenntes Selbst ein Ergebnis seiner Fähigkeit zu symbolischem Denken ist, das ihm die Möglichkeit gibt, 'sich' als etwas über und oberhalb und abseits des Körper-Geistes vorzustellen. Es gibt ihm ebenso genügend Anreiz, sich eine Vorstellung von sich als separates Wesen zu machen, das den Tod des Körpers überleben wird, womit es ihm die eher bittere Erkenntnis seiner eigenen Sterblichkeit ermöglicht.

Der tatsächliche Mechanismus dieser Illusion ist ebenfalls einfach zu erklären. Es ist bekannt, daß die linke Hirnhälfte für verbale und logische Fertigkeiten und das entsprechende Wissen verantwortlich ist. Eine ihrer Funktionen verbindet die verschiedenen Ereignisse logisch und sinnvoll miteinander, indem sie die unverbundenen Ereignisse durch das Erfinden einer 'Geschichte' zu verbinden versucht. Sie wählt sie aus der Fülle der Sinneseindrücke aus, mit denen das Gehirn bombardiert wird, und versucht durch selektives Redigieren, ein stimmiges Glaubenssystem aufrecht zu erhalten, eine 'übereinstimmende Handlung' (storyline). Folglich ist es Aufgabe der linken Hemisphäre, ein arbeitsfähiges Modell der Welt zu erschaffen und es um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Die rechte Hemisphäre versucht auf der anderen Seite, Anomalien aufzudecken.

Demzufolge ist der linke Teil des Gehirn für die Illusion eines 'Selbst' und der Illusion des Getrenntseins vom Rest des Universums verantwortlich. Die Annahme eines getrennten 'Selbst' ist seit den formenden Jahren der frühen Kindheit durch Eltern, Religion und Gesellschaft in unser Gehirn einprogrammiert, und es sieht ganz so aus, als passe es tadellos zu unserer linearen Art des symbolischen Denkens. Die linke Hirnhälfte arbeitet dann weiterhin an diesem Gefüge.

Sie neigt durch ihre Beschaffenheit zur selektiven Aufnahme und erinnert Ereignisse, die zur Aufrechterhaltung dieser Annahmen zu dienen scheinen und redigiert selektiv - unbewußt - solche, die dagegen gerichtet sind. Durch das ständige Filtern der Information hält es folglich diese Fiktion eines separaten Selbst aufrecht. Jedoch kann dieses selektive Redigieren von der linken Gehirnhälfte nur bis zur einer bestimmten Schwelle der Ebene, die von Mensch zu Mensch variiert, erfolgreich ausgeführt werden.

Selbst die von der rechten Hirnhälfte aufgezeigten offensichtlichen Widersprüche können übersehen werden, da diese Ebene von der Kraft abhängt, die ein Mensch aufbieten kann, zu seinem Glauben zu stehen. Ist diese Ebene überschritten, geschieht etwas dramatisches. Wenn die Information von der rechten Hirnhälfte die Schwelle erreicht, bringt das die linke Hemisphäre dazu, das gesamte Modell zu revidieren und ganz von vorne anzufangen, was einen Paradigmawechsel bewirkt. Die linke Hirnhälfte versucht, an dem bestehenden Modell festzuhalten, während die rechte versucht, den Paradigmawechsel voranzutreiben.

Erleuchtung ist der radikalste Paradigmawechsel, den es gibt. Die gesamte bisherige individualisierte, ich-zentrierte Weltsicht wird aufgerissen und durch eine neue, universale Ansicht ersetzt, die sich 'aus keinem Mittelpunkt heraus', wie J. Krishnamurti es ausgedrückt hat, entwickelt.

Deshalb geschieht die Erleuchtung spontan, obwohl sie sich allmählich auswirkt. Das ist keine Frage langsamer Transformation, sondern eher ein völliges Ausrangieren des alten Modells und sein Ersetzen durch ein neues. Nur in diesem Fall gibt es kein neues 'Modell' im wahren Sinn des Wortes. Es gibt keine 'storyline' mehr, deshalb werden die Dinge gesehen, wie sie sind und nicht mehr von einem Mittelpunkt aus betrachtet. Das Gehirn hat realisiert, daß es keiner 'storyline' mehr bedarf und belastet sich nicht mehr durch ständige Versuche, die Dinge in das Bild einzufügen.

Auswirkungen der Erleuchtung - Unabhängigkeit, Befreiung

Erleuchtung, sagt die spirituelle Tradition, bewirkt eine völlige Transformation des Individuums. Die indische Philosophie nennt das paraavritti, die westliche Metanoia. Christus verweist darauf als Rückkehr in den Mutterleib, um wieder geboren zu werden. Es transzendiert die Persönlichkeit, das Innere wird vollständig nach außen gekehren:

Was für alle Wesen Nacht ist, das ist für ihn Tag, und was ihnen Tag ist, das ist ihm Nacht.

Bhagavad Gita, II-69

Das ist der glückselige Zustand, der Erleuchtung genannt wird.

Wenn Erleuchtung einmal stattgefunden hat, wird die ganze Welt und das Leben selbst in einem gänzlich anderen Licht gesehen. Die Gedanken des Durchschnittsmenschen sind gewöhnlich ich-zentriert oder ich-gegründet. Nach der Erleuchtung wird dieses 'ich' als Illusion erkannt, und aus diesem Grund werden alle ich-zentrierten Gedanken als sinnlos angesehen.

Das bedeutet nicht, daß sie über Nacht verschwinden. Anfangs treten sie noch auf. Aber bevor man sich tiefer hinein verwickeln kann, bremst die klare Einsicht, daß das 'ich' eine Illusion ist, die Gedankenkette, und die 'ich-zentrierten' Gedanken werden als die Anomalien gesehen, die sie sind - gegründet auf der Illusion des nichtexistenten Ich-Phantoms.

Dies ist in Wirklichkeit ein Prozeß zunehmender Unabhängigkeit von der früheren ich-gegründeten Abhängigkeit, die jeden Menschen bannt und psychologisches Leid verursacht. Mit fortschreitender Unabhängigkeit wird über die Jahre mit ihrem Höhepunkt ein Zustand erreicht, in dem die ich-gegründeten Gedanken überhaupt nicht mehr auftreten. Dieser Zustand wird Befreiung, mukti, moksha, nirvana, Königreich Gottes genannt. Der Befreite ist völlig frei von der Ich-Illusion mit ihren Auswirkungen des psychologischen Leidens.

"Hat er einmal sein Selbst als das universale Selbst realisiert, wird ein Mann selbstlos; und in der Tugend der Selbstlosigkeit sollte er als unabhängig verstanden werden. ...durch Selbstlosigkeit nimmt er weder an Freuden noch an Schmerzen teil..."

Maitrayana Upanishad (12)

Folglich ist der Weise ein Mensch, der sich selbst befreit hat, dessen persönliches Ich tot ist.

"Ich lebe, doch nicht ich, sondern Christus - der ewige Logos - lebt in mir.

Der heilige Paulus

Und dieses verbleibende Nicht-Ich ist dasselbe, was andere Menschen Gott nennen.

So was ist Gott letztendlich?

Gott oder die Wahrheit oder die Realität ist einfach das Bewußtsein oder die Energie, die unseren Körper belebt und das Universum durch unsere Sinne wahrnimmt. Es ist eine andere Bezeichnung für die Subjektivität, die alle Objekte durch 'uns' wahrnimmt. Es erscheint nur so, als würden 'wir' sehen.

Eigentlich sind 'wir' bloße Erscheinungen, Illusionen, die im Körper-Geist während des Sehvorgangs entstehen. Folglich ist Gott das wirkliche Ich, das sogar viel näher als das fiktive Ich ist, mit dem wir uns normalerweise identifizieren. Wenn das fiktive Ich verschwunden ist, ist es das, was bleibt. Es ist das Sehvermögen hinter unseren Augen, der Gesichtssinn, mit dem die Dinge gesehen werden, das Wissen, mit dem alles gewußt wird.

Jetzt können wir verstehen, warum in den Schriften wiederholt festgestellt wird, daß die Wirklichkeit nicht erkannt werden kann. Denn für sie würde das Erkanntwerden bedeuten, daß das Wissende sich selbst erkennen muß. Und für 'uns' würde das Wissen bedeuten, daß 'wir' die Subjekte sind und Es das Objekt wäre - ein Umkehrung der Rollen, denn tatsächlich ist Es das universale Subjekt, und 'wir' sind Objekte, die in Seinem Licht wahrgenommen werden. Wie können 'wir' Es erkennen, und durch wessen Licht?

Selbst wenn 'wir' über Es sprechen, ist dieses 'Es', von dem wir uns eine Vorstellung machen, nicht das reale Es. Das reale Es ist Das, wodurch und mit Hilfe dessen wir uns eine Vorstellung machen. Denn tatsächlich können nicht wir sprechen oder denken, Es ist das, was spricht oder denkt.

'Du kannst nicht über Gott nachdenken, weil Er es ist, der denkt.'

Ken Wilber

Kann der Dolch sich einen Stich versetzen? Kann die Hand sich ergreifen? Kann der Ozean in sich hinab tauchen? Kann das Auge sich sehen? Kann die Zunge sich schmecken? Kann die Blume ihren eigenen Duft riechen? Kann der Spiegel sich selbst reflektieren?

Jnaneshvara

Advaita

Advaita ist der Hindu- oder Vedanta-Name für die Doktrin des Monismus. Wörtlich übersetzt werden kann advaita als Adualismus oder Nichtdualismus, im allgemeinen jedoch wird darauf als Monismus verwiesen. Das ist nicht dasselbe wie Monotheismus, welcher die Auffassung vertritt, daß es nur einen Gott gibt, im Gegensatz zum Polytheismus, der an viele Götter glaubt. Advaita unterscheidet sich auch vom Pantheismus, der annimmt, 'alles ist Gott'. Die Grundlage von Advaita besagt, daß es keine 'Dinge' gibt, es gibt nur Gott. Mit anderen Worten, alles Existierende ist Gott - 'Dinge' sind bloße Erscheinungsformen.

Die Grundannahmen von Advaita sind:

1. Es gibt Eine grundlegende, allem zugrundeliegende Realität oder Quelle der gesamten Manifestation, die Brahman, Nirguna (eigenschaftslos) Brahman, Bewußtsein (Prajna) oder einfach 'DAS' (Tat) genannt wird.

2. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung von Gott, ist Gott in Wirklichkeit keine Person - Advaita bezieht den Begriff Gott auf diese unpersönliche, undefinierbare Kraft. Diese Kraft kann nicht genau mit Worten beschrieben werden, und daher muß jede Beschreibung mit dieser Einschränkung angenommen werden.

3. Nirguna Brahman hat die Manifestation dieses außerordentlichen Universums nicht erschaffen, er ist zu dieser Manifestation geworden, und auch das nur scheinbar. In diesem Werden bleibt die Natur Brahmans im Wesentlichen unverändert, da Brahman durch seine Beschaffenheit unveränderlich ist, dieses Werden ist also nur ein scheinbares Werden. Das gegebene Beispiel ist der Bildschirm (Brahman) und die darauf projizierten Bilder (die Manifestation).

4. 'Wir' als die separaten individuellen Wesen, die wir unhinterfragt zu sein annehmen, sind auch nicht von Brahman oder der Quelle verschieden. Unsere Annahme, separate psychologische Wesen mit unserem eigenen separaten individuellen Bewußtsein zu sein, IST EINE ILLUSION, verursacht durch unsere fehlerhafte Art zu denken. Diese täuschende Kraft unseres Denkens wird maya genannt.

Wir sind nicht einmal ein Teil Brahmans im Sinne von kleinem Teil des großen Ganzen. Wir SIND Brahman.

References

(1) The Spectrum of Consciousness, Ken Wilber, The Theosophical Publishing House, Wheaton, Illinois, USA; 1977, reprint 1985.

(2) The Atman Project, Ken Wilber, The Theosophical Publishing House, Wheaton, U.S.A., 1989.

(3) The Tao of Physics, Fritjof Capra

(4) My View of the World, Erwin Schroedinger, London: Cambridge Univ. Press, 1964).

(5) What is Life? and Mind and Matter, Erwin Schroedinger, London: Cambridge Univ. Press, 1969).

(6) Phantoms in the Brain, V. S. Ramachandran (neurologist, director of the Centre for Brain and Cognition at the University of California, San Diego, USA).

(7) Brilliant Disguise; Light, Matter and the Zero-Point Field by Bernard Haisch, Science & Spirit, Vol.10/Issue 3, Sep-Oct '99

( The Self-Aware Universe, Amit Goswami, 1993, G. P. Putnam's sons, New York.

(9) The Network of Thought, p. 70; Krishnamurti, J., KFI, 2nd Edn., © J. Krishnamurti Foundation Trust, London, 1982.

(10) The Perennial Philosophy, p.36, Aldous Huxley, Harper & Row, New York, 1970.

(11) Gospel of St. John, 17:21.

(12) Quoted in The Perennial Philosophy, p.206, Aldous Huxley, Harper & Row, New York, 1970.



Die Staaten blühen nur, wenn entweder Philosophen herrschen oder die Herrscher philosophieren.
Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.
- Platon -


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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

12.05.2005 um 05:07
Link: www.i-p-p-m.de (extern)

1 VEDANTA (SANSKRIT) (PROF. G. VON PURUCKER)

2 RELIGION UND WISSENSCHAFT (ALBERT EINSTEIN)

3 ERWIN SCHRÖDINGER

3.1 Das arithmetische Paradoxon - Die Einheit des Bewußtseins

3.2 Was ist wirklich?

3.3 Die vedantische Grundansicht


siehe dazu link:
http://www.i-p-p-m.de/Advaita-Meditation/Advaita_Vedanta/Forscher___Advaita/forscher___advaita.html



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12.05.2005 um 06:33
@tunkel
<"Liebe und Sehnsucht sind verifizierbar.">

Nach wissenschaftlichen Kriterien? Also solche die von Dir und matti sonst als einzig gültige anerkannt werden?

Der Akademikergeist neigt immer dazu, an einmal aufgenommenen Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen.
Claude Henri Saint-Simon, Graf de Rouvroy (1760 - 1825),


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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

12.05.2005 um 07:01
was? die wissenschaft erkennt gefühle,wie liebe und sehnsucht an????? ^^

und dann nichtmal die spiritualität oder gott?
na gute nacht... :D


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yo
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14.05.2005 um 16:33
"Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung von Gott, ist Gott in Wirklichkeit keine Person - Advaita bezieht den Begriff Gott auf diese unpersönliche, undefinierbare Kraft. Diese Kraft kann nicht genau mit Worten beschrieben werden, und daher muß jede Beschreibung mit dieser Einschränkung angenommen werden."

befasse mich nach geraumer brachzeit gerade wieder ausführlicher mit dem taoismus. er erscheint mir trotz seiner 2500 jahre außerordentlich modern, da zeitlos, gerade was einzelne aspekte wie krieg, politik, wissenschaft, die geschlechter, natur etc. betrifft. das 'buch des tao' kann ich nur empfehlen, gibt es z. b. mit interessanten kommentaren im buch 'die weisheit des laotse' von lin yutang in englischer und deutscher ausgabe.
das tao ist ebenfalls unpersönlich, wie die 'kraft' aus dem zitat oben.


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14.05.2005 um 17:53
Nein

Kämpfe!


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14.05.2005 um 18:16
@yo
alles andere ist das gift,der kirchen,die ein unheimlich schwerwiegendes,falsches bild von gott, in den köpfen der leute geschaffen haben.
ich denke unter dieser definition,würden auch viele atheisten,gott annehmen,aber sie beschäftigen sich ja nicht selbst damit,was gott ist und bedeutet,dies muss ich ihnen dann doch vorhalten und kritisieren.


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parsec
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15.05.2005 um 22:01
@all

Etwas sollte man bei der Betrachtung dieser Thematik nicht aus dem Blickfeld verlieren: Ich muß mir dessen bewusst bleiben, durch welche "Augen" ich sehe. Ein Insekt (als Beispiel) sieht anders als ein Lebewesen mit "Linsen-Augen". Die Intellektualität ist ein "inneres Instrumentarium", das uns befähigt, die Welt in einer durch dieses Instrumentarium selbst definierten Weise "abzubilden" und sie anschließend zu interpretieren. Die Frage nach einer "Realität" manövriert uns in eine schier unauflösbare Komplexität - allemal wissen wir aus der Gehirnforschung heute so viel: Subjektiv interessiert es "unser Gehirn" (!) leidlich wenig, was real ist. Das Gehirn >schafft< (...konstruiert...) sich die Realität, die nach allen Erfordernissen, in die das Gehirn als dominantes Organ eines "Überlebens-Systems" hineingestellt ist, als adäquat (sprich: angepasst) erscheint. Leibniz drückte dies in seiner Monaden-Lehre (sinngemäß!) so aus: "Zwischen der erfahrenen Welt und der erfahrbaren Welt (der "wahren" Welt "da draußen") oder ganz einfach zwischen "Leib und Seele" existiert eine prästabilierte Harmonie". Prästabiliert sollte soviel sagen: Leibniz konnte sich den Entwicklungsprozeß unseres "Erfahrungs-Systems" noch nicht vorstellen - ihm erschien es derart phänomenal, daß da Etwas "kreuchte und fleuchte", dem es offenbar gelang, die erfahrbare Welt "perfekt" abzubilden, daß er davon ausgehen musste, da habe von "höherer Hand" nachgeholfen werden müssen. Das geht uns (jedenfalls vielen von uns) bis heute so: Wie konnte überhaupt ein "Abbildungs-System" entstehen - wie konnten die Voraussetzungen dafür da sein - eine Außen-Welt innen "zu produzieren", von der "man" (die Natur...) zu Beginn nichts wusste? Allemal: Diesen System i s t entstanden, es ist da - für Mensch und Tier ist es eine Selbstverständlichkeit, über die der gewöhnliche "Talk-Show-Gast" keine Sekunde seines Lebens nachdenkt. Innerhalb dieses Systems existiert nun eine gewisse(...) Zweiteilung. Auch morphologisch finden wir in unserem Gehirn unterschiedliche Aktivitäten in unterschiedlichen Strukturen: Mehr der linken Gehirnhälfte zugeordnet die des >rationalen ("vernünftigen") Denkens< ("konzentriertes Denken") - eher der rechten Gehirnhälfte zugeordnet die des "intuitiven Erfassens" ("vielspurige Wahrnehmung und Verarbeitung"). Nicht zu vergessen das "Darmhirn" - unsere "Entscheidungen aus dem Bauch", die ihr neurologisches Substrat in einer Innervierung des Darmes haben (mit starken Afferenzen (Rückmeldungen) zum Gehirn), die um ein Vielfaches höher ist als sie zur Bewältigung von "nur" Verdauung und Peristaltik vonnöten wäre. Der Darm ist unser "Blitzgehirn" - und eigenartigerweise liegen wir im Durchschnitt mit etwa 80 % "seiner" Entscheidungen a posteriori durchaus richtig!...
Wir haben in uns also eine gewisse "Splittung" eines Gesamt-Systems. Dieses erlaubt es uns, die "Welt" abzubilden (zu erfahren), auf sie zu reagieren und sie zu interpretieren. "Da draußen" ist möglicherweise eine einzige Welt. Nicht einmal dessen sind wir allerdings letztendes sicher. Gehen wir der Vereinfachung halber aber davon aus, die Außenwelt sei "so wie sie ist" - scheren wir uns also nicht um Quantenphysik, Parallel-Universen und sonstigen Kram, der uns ganz und gar kirre macht im Kopf. Diese "einzige" Welt da draußen wird nun I N U N S mithilfe unterschiedlicher Systeme wahrgenommen und verarbeitet ! Das Resultat sind mehrere Lösungen (bzw. Lösungsmöglichkeiten) die N E B E N E I N A N D E R existieren. Die Frage nach der "W A H R H E I T" , die zumal in diesem Forum immer wieder eine ganz entscheidende Rolle spielt, hat, "vom Standpunkt unseres Gehirnes aus betrachtet" nicht die geringste Bedeutung. In diese Thematik müsste aber über einen separaten Thread eingestiegen werden. Das kann hier nicht mehr weiter vertieft werden. Nur so viel dazu: Wenn Du Dich erinnerst an Deine Kindheit, kannst Du Dich 100% sicher wähnen, ein bestimmtes Erlebnis gehabt zu haben - und dennoch war es objektiv so, daß es nur eine Geschichte war, die Dir von Deiner Großmutter erzählt worden war...
In uns existieren also (ganz grob vereinfacht jetzt) unterschiedliche Interpretations-Systeme n e b e n-
e i n a n d e r. Daher ist die Frage bereits viel zu grob gestellt: Intellektualität und Spiritualität - Widerspruch? Natürlich liegt ein Widerspruch vor, wenn unterschiedliche Systeme bei der Interpretation ein und derselben Frage zu unterschiedlichen Resultaten kommen! Natürlich liegt kein Widerspruch vor, wenn unterschiedliche Systeme bei der Interpretation ein und derselben Frage zu gleichen Ergebnissen kommen!
W A S nun ??? Auch hier wäre wieder meine Anregung, hier über einen neuen Thread etwas mehr ins Filigrane einzusteigen. Eines wird nämlich (wie ich dies eingangs bemerkte) immer wieder außer Acht gelassen: Wir dürfen eben bei all unseren Betrachtungen die "Augen", mit denen wir sehen, nicht aus den Augen verlieren!... Andererseits "müssen" wir dies geradezu. "Das Auge, das sieht, sieht sich selber nie!" Wieder geraten wir ins Heikle. Auf der komplexeren Ebene unserer Vernunft, unserer Intellektualität und unserer Spiritualität "heißen die Augen" nur anders: Hier im Forum wird seitenweise diskutiert - und praktisch nie wird die Frage gestellt: W A R U M ? Eine wesentliche "Linse" unseres inneren Wahrnehmungs- und Interpretations-Apparates ist unsere Motivation. Warum kämpft der eine von uns für dies - der andere für das? Auch das - meine letzte Anregung - eine "Unendlichkeits-Thematik", die in einem neuen Thread aufgegriffen werden könnte.

Ich grüße Euch alle, sage Euch frohe Pfingsten und teile mit Euch das ewige Hoffen auf eine bessere Welt (in uns) !

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Schatten fallen um Dich her - Du allein stehst in der Sonne
So denkst Du oft - doch denkst Du's nur !
Denn hart und grausam weht der Wind
Der rasend Dir das Licht entwendet !
Dunkelheit nur bleibt Dir dann - und Stille !
Vergiß jetzt nicht: Es gibt das Licht - es gibt die Wärme
Die Du ewig suchst !...................
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octavios.
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

16.05.2005 um 05:23
SOLI INVICTO

Solche skeptische Begriffe sind nicht allein gefährlich, sondern sogar verderblich für die Gesellschaft.
Ein solcher Weg so zu Denken ist allerdings kurz, aber auch gefährlich, von der Natur führt er ab, aber zum Dogmatismus ist bequem und verführerisch.

Das Ganze hier eigentlich geht nicht um die Widerspruch zwischen Spiritualität und Intellektualität, wie gedacht am anfang, sondern um die Veränderung!!!
Es ist dieselbe Ethik und Logik,die damals vor lange zeit, solchen Menschen und Gedanken haben bewaffnet die gläubigern zu verbrennen ,nicht nur die Große Bibliothek in Alexandria auch alle Bibliotheken in Griechenland – Kleine Asien – Damaskus und Ägypten zwischen 378 n. bis 600 n., weil

Die Veränderung ist ein Wechsel in der Beschaffenheit des Menschen. Deshalb steht dem Wechsel in der Beschaffenheit die Ruhe in dieser Beschaffenheit ,oder der Wechsel in die entgegengesetzte Beschaffenheit gegenüber.
Worin aber zuerst sich verändert hat, was sich verändert hat, dieses muß unteilbar sein.

Da nun eine unter den Veränderungen die nach dem Widerspruch ist, wenn etwas überging aus dem Nichtseienden in das Seiende: so wird hier verlassen das Nichtseiende. Es wird also sein in dem Seienden. Denn alles muß entweder sein oder nicht sein. Offenbar nun wird in der Veränderung nach Widerspruch das was sich verändert hat, sein in dem, worein es sich verändert. Wenn aber in dieser, auch in den anderen. Denn auf gleiche Weise verhält es sich mit einer und mit den anderen.
Mit anderen Worte Ich kann nicht mIch vergleichen mit was und das was Ich war ,sagen wir wie vor 10 Jahre ,mit das und was Ich heute bin ,oder was Ich morgen werden sein.Nicht nur Ich ,auch Du und alle befinden sich im laufen der Zeit unter veränderungen , ist das eine Widerspruch ? Nein!
Es ist doch eine Widerspruch für dem ,die gegen jeder Art veränderungen sind ,wenn die letzte befinden sich außerhalb das gelehrte einer Erziehung ,die eine bestimmte Ordnung dient mit begrenzte Religiosität und noch weiter die Art und Weise wie soll man muss Denken und auch noch wie weit!

Ein Widerspruch ist vorhanden, wenn die Bejahung und Verneinung sich entgegenstehen.
Da man nun ein Seiendes auch als ein Nicht - Seiendes aussagen kann und ein Nicht-Seiendes als ein Seiendes und ferner ein Seiendes als ein Seiendes und ein Nicht-Seiendes als ein Nicht-Seiendes und dies auch für Gegenstände ausserhalb der gegenwärtigen Zeit gilt, so ist es auch möglich, alles, was Jemand bejaht, zu verneinen, und alles, was er verneint, zu bejahen. Hieraus erhellt, dass jeder Bejahung eine Verneinung gegenüber steht und jeder Verneinung eine Bejahung.
Bei der Bejahung wird etwas einem Gegenstande beigelegt; bei der Verneinung wird etwas einem Gegenstande abgesprochen.

Da aber alle Veränderung in demjenigen ist, was sich entgegensteht, das Entgegenstehen aber die Gegensätze und das Widersprechende; der Widerspruch aber nichts in der Mitte hat: so erhellt, daß in den Gegensätzen stattfinden wird das Dazwischen. - Das Stetig aber ist ungefähr, was das Fortgesetzt. Ich nenne aber etwas stetig, wenn eine und dieselbe ist von zwei Dingen die Grenze, mit der sie sich berühren und gleichsam zusammenhalten. Dieß aber kann nicht stattfinden bei Dingen, die zugleich zwei und letzte sind. Nach dieser Bestimmung
ist ersichtlich, daß in demjenigen stattfindet das Stetig, aus welchem Eines wird der Wesenheit nach durch gemeinschaftliche Berührung.

SOLI INVICTO


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parsec
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

16.05.2005 um 17:00
@ Octavios.

Hallo du junger Römer - sei mir gegrüßt !
Bloß blicke ich es überhaupt nicht, ob du mich ansprechen möchtest oder nicht. Auch wird mir nicht so völlig klar, ob du selber schreibst oder teilweise aus irgendwelchen "verborgenen Schriften" zitierst. Hast du Martin Heidegger gelesen ?

Also alles in allem machst du den Eindruck auf mich, als seien die Wege, auf welchen du suchst, recht "verwurschtelt"....
...Es sei da ein langes Tuch von dessen Anfang ich in Unwissenheit bin und dessen Ende ich nicht erahne. Es breitet sich - einer Schlange gleich - in vielen Windungen bis an den Horizont vor meinen Augen aus - verschlungen wie taufeuchte Täler eines rauschenden Flusses....

Geh doch mal raus in die Natur! Mal den Gedanken "Luft" geben, damit sie sich sortieren. Nicht nur auf einem Pferd sitzen - sondern auch mal eines reiten...

Das ist zwar wohl alles "off-Topic" jetzt - aber irgendwie weiß ich mir nicht zu helfen: Ich glaube, du hast Sorgen und suchst irgendwo eine Griffkante im Fels, damit du dich wieder ein Stück nach oben ziehen kannst ?

Nie den Kopf hängen lassen, Alter - ich hab solche Phasen auch schon etliche Male hinter mich gebracht, in welchesn sich das Drama dieses Daseins für mich zu einem wirren Knäuel verhädderte...

Viele Grüße an Dich - und hoffnungsfrohe Pfingsten noch !

Parsec


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octavios.
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

16.05.2005 um 23:24
SOLI INVICTO

@ Parsec

Hier war ziemlich viel
los, während ich unterwegs gewesen . Einer hier stand
Schlange mit allen Arten von Neuigkeiten. Ereignisse, die erst
noch geschehen müssen, verlorene Hunde, Dinge, die zum Verkauf
angeboten werden ...
Das sind Anzeigen!!!

Während du dich drehst, ergeht es dir vielleicht wie einem Blinden, der durch ein
Haus voller Spinnweben irrt. Möglicherweise verfängt du dich immer wieder in hochspezialisierten
Raum-Zeit-Fäden, in jeder historischen Struktur, mit
die, du in Kontakt geraten?, Wurzeln zu schlagen - um die betreffende Aussagen zu
dehnen und zu verzerren, und eine ganz neue Form zu geben.

Also,lieber Parsec mir ,oder meiner Aussagen und was dadurch die letzte kommt heraus, zu vergleichen mit die Philosophie und Philosophen im Dritte Reichs Zeit ,was für ein andeutung enthält die frage ob ich Martin Heidegger gelesen habe, es ist total verdächtig und zweckmäßig gegen mich.
auf die frage: Nein habe ich noch nicht gelesen was er hat geschrieben und bis heute mir er war unbekannt!

Bitte auf dem Thema / Thematik der Threads bleiben!

Viele Grüße

SOLI INVICTO


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parsec
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

17.05.2005 um 20:17
@ Octavios.
>...was für ein andeutung enthält die frage ob ich Martin Heidegger gelesen habe, es ist total verdächtig und zweckmäßig gegen mich...<

weil es entfernt doch zur Thematik dieses Threads gehört:

Hallo Octavios,

Nein!!! Die Andeutung nur, weil ich in Deinen Zeilen (von weiter oben) eine entfernte Verwandtschaft zur Denkweise Martin Heideggers zu erkennen glaubte! Wenn man sich mit (deutscher) Philosophie beschäftigt, kommt man nun eben einmal nicht an Edmund Husserl, Karl Jaspers, Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger vorbei. Es hat wirklich absolut nichts mit der gewissen Nazi-Vergangenheit Heideggers zu tun! Solltest du in irgendeiner Weise vom Nationalsozialismus oder neo-nationalistischem Denken (Ausländerfeindlichkeit)
betroffen sein, tut es mir sehr leid, wenn ich da versehentlich einen empfindsamen Nerv getroffen haben sollte!
Vielleicht bist du noch zu jung dazu - aber spirituell ist derjenige groß, der sich auch mit denjenigen zu beschäftigen vermag, durch deren Denken oder Tun er Schaden zu befürchten hat. Groß gar ist derjenige, der sich darüber hinaus mit den Sorgen und Nöten seiner Feinde auseinanderzusetzen vermag. Dazu eine kleine Anekdote:

Ein chinesischer General traf auf einem schmalen Gebirgspfad auf einen tibetanischen Mönch. Der Mönch blieb stehen - wich aber nicht zur Seite, um dem General den Weg freizumachen. Der General fuhr den Mönch an: Mach den Weg frei und laß mich vorbei - siehst du denn nicht, wen du vor dir hast!? Der Mönch blieb stehen ohne eine Regung. Der General brüllte ihn mit donnernder Stimme an - die Hand bereits am Knauf seines Schwertes: Ich kann dich töten ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Darauf entgegnete der Mönch mit festem Blick und ungerührt:
Und ich kann sterben ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.......

Und nun die entscheidende Frage:

Wer von den beiden ist der G R Ö S S E R E ???

Du bist noch ein recht junger Mann, Octavios - aber vielleicht hast du bereits die notwendige innere Größe und die erforderliche spirituelle Kraft: Dann beschäftige dich mit dem, den du bei der ersten Begegnung dem Lager der "Feinde" zugeordnet hast. Lies Martin Heidegger - vielleicht wirst du ihm nicht nur seine Nazi-Sünden verzeihen. Vielleicht wirst du am Ende gar (solltest du die Zeilen oben wirklich selbst geschrieben haben) eine Seelenverwandtschaft feststellen und so einst Eingang finden in das große Reich des Denkens, das selbstverständlich immer wieder auch gepaart war mit allen denkbaren Zeichen menschlicher Schwächen. Ankläger gibt es gar so viele - Vergebung aber ist die wahre Größe und spirituelle Stärke des Menschseins. Schuld zuweisen - das kann bereits das kleine Kind. Schuld verzeihen - das können nur die wenigsten.
Zu den schlimmen Nazi-Verbrechern zählte Heidegger jedenfalls nicht - und von einigen grausigen Auswüchsen des damaligen Denkens hat er sich ganz ausdrücklich distanziert. Aber - mach dir selbst dein Bild, Octavios ! Ich möchte dich nicht beeinflussen und verbleibe
einem unbekannten jungen Krieger für die Gerechtigkeit gegenüber

mit nochmals freundlichen Grüßen

Parsec

---------------------------------------------------------------------------
....diese Distanz ist groß...und weit der Raum....
...doch in der Unendlichkeit sind sie sooo klein....
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

17.05.2005 um 20:40
@parsec

Richtig! Auch ich habe sofort an Heidegger gedacht - so als ersten Impuls, d ann aber festgestellt, daß da doch nur eine Art Seelenverwandschaft besteht.Aber auch ich empfehle ihm die Lektüre Heidegger. Könnte für ihn "klärend" wirken.

Der Akademikergeist neigt immer dazu, an einmal aufgenommenen Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen.
Claude Henri Saint-Simon, Graf de Rouvroy (1760 - 1825),


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octavios.
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

19.05.2005 um 14:17
SOLI INVICTO

Große Grüße Große Mann!

Ungenügend Beobachtungsgabe bestimmt unzulänglichkeit!



SOLI INVICTO


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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

17.07.2005 um 02:38
Kann ja auch unter dieser Überschrift laufen.

Andersdenkende sind oft ganz anders, als wir denken.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker


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autodidakt
ehemaliges Mitglied

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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

17.07.2005 um 02:43
Dann lassen wir mal laufen. :)

Also wiederholenderweise mein Post:

Naturwissenschaften und Religion - ein früherer Verbund der Erkenntnis, welcher sich durch die Aufklärung vereinzelte. Wissenschaft und Spiritualität, hatten wir das nicht erst vor kurzem, von wegen Max Planck?

Also, Wissenschaft und Spiritualität, diese lässt sich ohne jene nicht denken, falls doch, käme erstere äußerst verwaist daher und würde zweitere ihrer wahren Ursächlichkeit berauben. Somit sollte Spiritualität (Religion) stets voraussetzend alle Wissenschaft ihren Gehalt an Erkenntnis zur Verfügung stellen, woraus sich im Übrigen seit jeher erst die Quelle zu bilden vermochte, aus dem jedwede nachvollziehbare Weisheit schöpfte. 00000296

Was auch immer wir wissen können oder dürfen - es wurde bereits zuvor gewusst.


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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

17.07.2005 um 03:07
@autodidakt

Deine Rede in so manche Gehörgänge!

Aber - ich gebe zu bedenken. Die Aufklärung - die Trennung von Wissenschaft und Religion in Europa ist notwendiger Bestandtteil gewesen zur Befreiung der Menschen von einem Religionsverständnis, d as eben leider NICHT zur Freiheit des Menschen führte, sondern mit Hilfe der Dogmen nurmehr Instrumentarium der Unterdrückung und Knebelung des Geistes geworden ist. Trennung tat also not.

Anders ist es heute. Wo Religion nicht mehr in DEM Maße wie dunnemals Instrument der Herrschenden ist/wird ist auch SIE befreitund kann wieder jene Funktion übernehmen für die sie einst gegeben ward: Das Beste im Menschen zu fördern und anzusprechen.

Wie schon oft so auch hier:

Wissenschaft ohne Religion ist lahm!
Religion ohne Wissenschaft ist blind!

(Albert Einstein)

Andersdenkende sind oft ganz anders, als wir denken.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker


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tunkel
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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

17.07.2005 um 03:17
Schreib doch einfach mal, warum genau eigentlich der Wissenschaftler religiös sein muss beziehungsweise was ihn schlechter macht, an nichts zu glauben.


Im NACHHINEIN der Religion was gutes anzudichten, eine Funktion zu haben etc. ist einfach - das implizierte aber, dass (a) einem Atheisten was fehlt und(b) dass er diesen Verlust durch glauben ausgleichen könnte.

Sozusagen ist er überzeugte Atheist gewesen, aber nachdem er sich widerwillig Gott einredet, hätte das irgend eine Besserung zur Folge.



"Spam am laufenden Band"

"Hebe nicht mehr den Arm gegen sie! Unzählbar sind sie, und es ist nicht dein Los, Fliegenwedel zu sein."


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Spiritualität & Intellektualität - Widerspruch?

17.07.2005 um 03:32
@tunkel

Ach was solls, Du postest immer die gleichen Unterstellungen!

Weder ist ein Atheist in meinen Augen ein schlechterer Mensch - WARUM sollte er das denn sein? WENN er sich einem Ethos verschreibtder dem Kantschen Imperativ gleichkommt - dann hat er doch das Wesentliche AUCH begriffen.

DEr Wissenschaftler, der NICHT an Gott glaubt ist deshalb kein schlechterer Wissenschaftler. Auch a priori kein schlechterer Mensch.

Aber der einer Religion angehörende und gottgläubige Wissenschaftler, wie Einstein, Planck, Heisenberg, UND Prof. Harald Lesch sind ja ebenfalls gute Wissenschaftler.

ABER IHR schreibt hier andauernd, das Menschen die an Gott glauben dumm und unwissenschaftlich denkende Menschen seien. DAGEGEN ist dieser Thread erstellt und DAGEGEN poste ich an.

Über kllerikale Dogmen ist zu streiten - über Gott nicht. Und die Wissenschaft kann wohl nicht als Argument GEGEN Gott herangezogen werden, wenn ider größte Teil hrer besten Vertreter an Gott glauben!

Andersdenkende sind oft ganz anders, als wir denken.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker


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