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Mit wie wenig Geld kann man leben?

1.569 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Geld, Hartziv, Thilo

Mit wie wenig Geld kann man leben?

22.01.2020 um 13:33
Also Krankenversicherung und so halte ich für dringend notwendig. Es geht mir um andere Versicherungen, die man freiwillig abschließen kann. Diese haben meistens auch einen Kostenfaktor, werden aber nur selten beansprucht.


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Mit wie wenig Geld kann man leben?

22.01.2020 um 13:37
@Jörmungandr
Jörmungandr schrieb:Es geht mir um andere Versicherungen, die man freiwillig abschließen kann.
Das ist klar, die sollten gut überlegt sein. Hausratsversicherung zB sind für mich auch noch etwas, das sich auszahlen kann.
Ein unerwarteter Hagelschaden hätte meine Eltern glatte 6000,- auf einmal gekostet - wenn sie nicht versichert gewesen wären. Und da das Haus nicht mehr das jüngste ist, wer weiß, was da noch auf uns zukommt.


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Kältezeit
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Mit wie wenig Geld kann man leben?

22.01.2020 um 14:06
off-peak schrieb:. Nur das mit dem Kindergeld verstehe ich nicht. Soweit ich weiß, erhält das jeder, oder hängt das auch vom Einkommen ab?
Kältezeit schrieb:
Kindergeld erhält jeder. Muss natürlich beantragt werden.
Ich sprach vom Kinderzuschlag.
off-peak schrieb:Du kannst es Dir leisten, Dein Kind auf eine Privatschule zu schicken. Millionen anderer können es nicht.
Mit Mühe und Not, weil es mir das wert ist und nicht unbedingt, weil ich es mir leisten kann.

Dafür fahre ich halt kein fettes Auto oder konsumiere blind.
Ich würde sagen, ich setz einfach nur die Prioritäten richtig. Und die (anständige und vorausschauende) Bildung meines Kindes ist mir persönlicher Verzicht wert.


@Becky

Jo, lass mal rechnen. :D


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22.01.2020 um 14:10
off-peak schrieb:Ich kann nicht klagen und tu es auch nicht. Ich versteh aber, wenn andere, denen es schlechter geht, auch noch zu Recht klagen, Mich nervt nur, nein, teilweise kotzen sie mich an, wenn Leute, denen es objektiv finanziell wesentlich besser geht, dann jammern. Oder tatsächlich sagen, sie wären ärmer als ich oder andere, die zB von H IV leben müssen.
Die, die sagen, sie bekämen weniger als Hartz IV, lügen entweder oder haben bislang versäumt, Leistungen wie beispielsweise Wohngeld zu beantragen. Oder sie gehören in die Kategorie, die zwar gerne jammern, aber sich nicht die Mühe machen, sich mal über grundlegende Dinge schlau zu machen. Zu mir kam auch niemand und hat gesagt "da dein Kind das Merkzeichen G für gehbehindert im Ausweis stehen hat, steht euch übrigens etwa 15 qm mehr Wohnraum zu und außerdem ein Mehrbedarf". Jetzt weiß ich für den nächsten Umzug Bescheid.

Es gibt in so ziemlich jeder Stadt Stellen, die einen kostenlos beraten können. Wir sind zudem Mitglied im Sozialverband, die für Mitglieder kostenlos Anwälte zur Verfügung stellen. Den Tipp hat mir übrigens ausgerechnet meine neue Sachbearbeiterin beim Jobcenter gegeben (mit der ich auch endlich klären konnte, wieso mein Geld immer weniger wurde) mit dem expliziten Hinweis, dass die auch bei Problemen mit dem Jobcenter helfen :D sie meinte auch, diverse Mitarbeiter in den Ämtern kämen ihrer Beratungspflicht nur unzureichend nach.
Jörmungandr schrieb:Also Krankenversicherung und so halte ich für dringend notwendig. Es geht mir um andere Versicherungen, die man freiwillig abschließen kann. Diese haben meistens auch einen Kostenfaktor, werden aber nur selten beansprucht.
Man muss da für sich abwägen, was man braucht und was nicht. Zusatzversicherung für die Zähne? Brillenversicherung (meine zahlt auch dann, wenn ich die Brille selbst kaputt kriege oder mein Kind)? Hausrat? Haftpflicht? Wie vorher hier im Thread schonmal aufkam, Tierkrankenversicherung? Usw

Falls jemand übrigens eine Familienhaftpflicht kennt, für die man mit behindertem Kind NICHT mehr zahlt, wäre eine PN sehr lieb. Ich hab bislang keine gefunden und finds ehrlich gesagt unfair, weil vorausgesetzt wird, dass behinderte Kinder pauschal mehr kaputt machen als gesunde.


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22.01.2020 um 14:12
Becky schrieb:Man muss da für sich abwägen, was man braucht und was nicht. Zusatzversicherung für die Zähne? Brillenversicherung (meine zahlt auch dann, wenn ich die Brille selbst kaputt kriege oder mein Kind)? Hausrat? Haftpflicht? Wie vorher hier im Thread schonmal aufkam, Tierkrankenversicherung? Usw
Klar muss man das. Man darf sich ruhig auch gegen alles versichern auf das man Lust hat, aber dann sollte man sich eben nicht beschweren dass man nicht mehr so viel Geld über hat. :D


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22.01.2020 um 14:20
@Jörmungandr

Klar, aber um mal beim Beispiel Brillenversicherung zu bleiben: ich hatte anfangs keine, dann hat mir mein Kind die Brille irreparabel beschädigt. Ne neue konnte ich mir nicht leisten, ohne Brille geht's aber auch nicht. Dann lieber weniger für sonstigen Luxus ausgeben (ja, ich verbuche die Brillenversicherung unter "nicht lebensnotwendig, aber sehr hilfreich") und sie hat sich schon sehr bezahlt gemacht.

Wer natürlich als Single lebt, als Ersatz noch ne andere Brille oder Kontaktlinsen hat oder eben auch ohne Sehhilfe klarkommt, für den ist die fehlende Versicherung vielleicht nicht wo schlimm.

Oder man hat Glück und hat tolle Augen oder ne ganz unkomplizierte Sehschwäche, bei der auch ne 10 Euro-Supermarktbrille reicht :D


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Kältezeit
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Mit wie wenig Geld kann man leben?

22.01.2020 um 14:20
Becky schrieb:Ich kann nicht klagen und tu es auch nicht. Ich versteh aber, wenn andere, denen es schlechter geht, auch noch zu Recht klagen, Mich nervt nur, nein, teilweise kotzen sie mich an, wenn Leute, denen es objektiv finanziell wesentlich besser geht, dann jammern. Oder tatsächlich sagen, sie wären ärmer als ich oder andere, die zB von H IV leben müssen.
Und wenn es doch aber stimmt?
Wer arbeiten geht, hat vielleicht auch mehr Kosten. Fahrt-Spritgeld, etc.

Und weigert sich aber, staatliche Hilfen anzunehmen, aufstockenderweise, weil er sich eventuell darüber ärgert, dass er das jährliche Weihnachtsgeld, das er erhält, weil er seinen Arsch täglich aus dem Bett bequemt, um zumindest zu versuchen, für sich selbst aufkommen zu können, zurückzahlen muss. :D

Ja, solche Menschen gibt es. Und die jammern auch zurecht!


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22.01.2020 um 14:22
Kältezeit schrieb:Und wenn es doch aber stimmt?
Wer arbeiten geht, hat vielleicht auch mehr Kosten. Fahrt-Spritgeld, etc.
Wir reden übers Einkommen, nicht von den Kosten. Wäre nämlich schön, wenn alles nach Kosten gerechnet würde, dann würde ich vom stundenweise arbeiten nämlich was überbehalten und nicht draufzahlen :troll: interessiert aber leider nicht.


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Kältezeit
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22.01.2020 um 14:28
@Becky
Versteh ich jetzt nicht.
Von meinem Nettoeinkommen gehen schonmal genau 195 Euronen Fahrtkosten ab. Jeden Monat! Ob ich krank bin, Urlaub habe, oder nicht. Weil Jahreskarten. Die ich nicht hätte, würde ich nicht arbeiten gehen. :D

Mich interessiert nicht, wer was verdient, sondern was nach all den Fixkosten noch Ende des Monats übrig bleibt. Und da sind viele Arbeitnehmer nunmal nicht besser dran, als jene, die Hartz 4 beziehen.


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22.01.2020 um 14:33
@Kältezeit

Ich hab meine Arbeit zwischenzeitlich aus zwei Gründen aufgegeben. Erstens war die Doppelbelastung zu hoch, mit der durchschnittlichen Pflegezeit und Job bin ich auf 130 Wochenstunden gekommen. Zweitens floss bis auf 10 Euro alles verdiente Geld entweder angerechnet in den Hartz IV-Satz oder in die zusätzlichen Betreuungskosten. Gearbeitet habe ich für +- 0 Euro im Vergleich. Trotzdem hatte ich ein höheres Einkommen, auch wenn ich über 150 Euro mehr Ausgaben hatte.

Btw nen Großteil der Hartz IV-Empfänger arbeitet und sitzt nicht nur rum.


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Kältezeit
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22.01.2020 um 14:39
Becky schrieb:Btw nen Großteil der Hartz IV-Empfänger arbeitet und sitzt nicht nur rum.
Richtig, die nenne ich aus Respekt aber auch nicht "Hartz 4-Bezieher", sondern "Aufstocker".


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22.01.2020 um 14:47
@Kältezeit

Also Leute, die stundenweise arbeiten, in Elternzeit sind, Pflegetätigkeiten übernehmen oder noch in Ausbildung/Studium sind, dürfen sich beschweren, weil sie Aufstocker sind, die Erwerbslosen aber nicht? So pauschal würde ich das nicht sehen wollen, denn damit wirft man die, die wollen, aber nichts finden, weil zu alt oder sonstwas, in denselben Topf wie die, die nicht wollen und auch alles dafür tun, "nichts zu finden".


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Kältezeit
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22.01.2020 um 15:27
Becky schrieb:Also Leute, die stundenweise arbeiten, in Elternzeit sind, Pflegetätigkeiten übernehmen oder noch in Ausbildung/Studium sind, dürfen sich beschweren, weil sie Aufstocker sind, die Erwerbslosen aber nicht?
Hab ich das irgendwo geschrieben?
Ich habe mich gezügelt darüber aufgeregt, dass es hier hieß, dass Arbeitnehmer prinzipiell immer mehr Geld zur Verfügung haben, als Hartz 4-Bezieher und sie nur jammern auf hohem Niveau.

Ich hab alles schon durch. Vollzeitstelle gut Geld, Teilzeit mit und ohne Aufstocken und hab da nen recht guten und realistischen Überblick, würde ich meinen.

Und ich bin ehrlich. Würde ich nicht arbeiten, hätte ich mehr zur Verfügung, weil ich das fehlende Gehalt über Leistungen, die mir dann zusätzlich zustünden, reinholen würde.
Und weniger Stress, da keine Doppel- oder gar DreifachBelastung (Arbeit, Haushalt, Kind) wohl auch.

Aber es soll Menschen geben, die lehnen eine finanzielle Abhängigkeit vom Staat vehement ab, auch wenn sie gegen Monatsende im Strahl kotzen könnten. Und die würde ich nicht als Jammerer bezeichnen, sondern ihnen mit Respekt begegnen.


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22.01.2020 um 16:23
@Kältezeit
Kältezeit schrieb:Mit Mühe und Not, weil es mir das wert ist und nicht unbedingt, weil ich es mir leisten kann.
Es geht aber, also kannst Du es Dir leisten. Gibt aber Leute, die das nicht können, auch es ihnen das wert wäre.
Kältezeit schrieb:Ich würde sagen, ich setz einfach nur die Prioritäten richtig.
Ich würde sagen, das tun andere auch, können sich aber trotzdem nicht leisten, was Du Dir leisten kannst. Und das obendrein ohne eigene Schuld.
Diese Behauptung klingt übrigens, ob Du es absichtlich machst oder nicht bemerkst, sei dahin gestellt, wie ein Anklage all jenen gegenüber, die es nicht können, so, als würden die ihre Prioritäten absichtlich nicht richtig setzen.

Du fährst kein fettes Auto? Toll, aber Du fährst eins, gelt? Sehr viele Menschen tun auch das nicht, weil sie das Geld dazu dazu nicht haben (die Umweltbewussten mal beiseite gelassen). Sind wahrscheinlich alle zu blöde, ihre Prioritäten richtig zu setzen.


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22.01.2020 um 16:38
@Kältezeit
Darf ich fragen wieso dein kind an einer privatschule teilnimmt anstatt öffentlich? Ist das sowas wie eine private grundschule mit sowas wie walddorf konzept etc.?


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Kältezeit
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22.01.2020 um 16:52
off-peak schrieb:Gibt aber Leute, die das nicht können, auch es ihnen das wert wäre.
Ja, dafür geh ich ja auch arbeiten.
off-peak schrieb:Du fährst kein fettes Auto? Toll, aber Du fährst eins, gelt? Sehr viele Menschen tun auch das nicht, weil sie das Geld dazu dazu nicht haben (die Umweltbewussten mal beiseite gelassen). Sind wahrscheinlich alle zu blöde, ihre Prioritäten richtig zu setzen.
Würde ich mit Auto zur Arbeit fahren, würde ich monatlich etwa 100 Euro Fahrtkosten sparen.
Die Bahn erhöht jedes Jahr ihre Preise. Pendler zahlen sich dumm und dämlich. So viel zum angeblich fehlenden Umweltbewusstsein mancher Arbeitnehmer.
off-peak schrieb:Ich würde sagen, das tun andere auch, können sich aber trotzdem nicht leisten, was Du Dir leisten kannst.
Weil sie sich andere Dinge leisten, ja. Die ich mir wiederum nicht leiste.
Wo wir wieder bei Prioritäten wären. :D

@Kleines25
Genau!


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22.01.2020 um 17:10
Kältezeit schrieb:Und ich bin ehrlich. Würde ich nicht arbeiten, hätte ich mehr zur Verfügung, weil ich das fehlende Gehalt über Leistungen, die mir dann zusätzlich zustünden, reinholen würde.
Und weniger Stress, da keine Doppel- oder gar DreifachBelastung (Arbeit, Haushalt, Kind) wohl auch.
Kältezeit schrieb:Ja, dafür geh ich ja auch arbeiten.
Aber wenn du ohne Arbeit doch mehr Geld zur Verfügung hättest, wieso musst du dann arbeiten, um dir die Privatschule leisten zu können?


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22.01.2020 um 17:43
Kältezeit schrieb:Würde ich mit Auto zur Arbeit fahren, würde ich monatlich etwa 100 Euro Fahrtkosten sparen.
Das ist ein guter witz. Ein auto kostet dann aber doch ein wenig mehr als nur ein bisschen sprit im monat. Ich kenne beide seiten, die teurer werdenden öffentlichen und den teurer werdenden eigenen wagen. Ich kann dir sagen die laufenden kosten (versicherung, sprit, steuer, werkstatt für durchsicht, neue reifen, tüv) betragen in etwa genausoviel, wie ne jahreskarte mit dem bus, wenn ich sachen anteilig mit rein nehme, die nur alle paar jahre fällig werden, aber nunmal bezahlt bzw angespart werden müssen. TÜV alle 2 jahre 90€, reifen alle 3 jahre 500€, werkstatt jährlich 600€, versicherung jährlich 800€, sprit jährlich (nur arbeitsweg mit kleinen abstechern) 800€. Da bin ich bei 2420€ (oder 201€ monatlich zurücklegen) ohne, dass irgendwas kaputt gegangen ist und ausserplanmäßig repariert werden musste oder gar die anschaffungskosten zu betrachten. Die jahreskarte für den bus liegt ebenfalls irgendwo ü2000€ für die strecke. Und ich fahre nun wirklich keine spritfressende luxuskarre.


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22.01.2020 um 18:17
Becky schrieb:Kältezeit schrieb:
Ja, dafür geh ich ja auch arbeiten.
Aber wenn du ohne Arbeit doch mehr Geld zur Verfügung hättest, wieso musst du dann arbeiten, um dir die Privatschule leisten zu können?
Als grund könnte man schon anführen, dass man seinem kind werte, prinzipien, wertschätzung etc. vorleben möchte.
(Was man natürlich genauso gut machen kann wenn das kind auf eine öffentlichen schule geht). (Was man natürlich genauso gut machen kann wenn man nicht erwerbstätig ist). Es ist allgemein einfach "gut" wenn - naja..wenn man halt arbeiten geht für sein Auskommen.

Hm..so der bildungsauftrag der schulen hört ja nicht mit der schule auf..Eltern haben diese aufgabe ja auch. Wie jeder das für sich gestaltet ist ja extrem individuell...^^ soll heissen, diskutieren kann man da immer miteinander :)


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22.01.2020 um 18:20
@Kleines25

Es ging aber die ganze Zeit nicht ums Werte vermitteln (was man grundsätzlich machen sollte), sondern um das Thema Geld. Und da widersprechen sich die beiden Aussagen nunmal.


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