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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:11
mir ist es egal!
ich stehe dazu, dass mir die traurigen gesichter der so armen kleinen kinder in irgendeinem land nichts in mir auslösen.

seit jahrzenten wurden xxx millionen gesammelt und was hat es gebracht? das volk ist immernoch unzivilisiert....

der andere punkt ist, den ich überhaupt nicht verstehe, warum spendet man geld an irgendwelche organisationen die fürs ausland sammeln, wenn es genug arme menschen direkt vor der haustüre gibt!?

die spender wissen nichtmal ob das geld jemals ankommt, dabei müsste man nur mal die augen öffnen im alltag und man könnte direkt helfen....

wiso sind also arme kinder weit weg wichtiger als die, die im eigenen land leben?


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threadkiller
ehemaliges Mitglied

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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:18
@stefan_ch
stefan_ch schrieb:wenn es genug arme menschen direkt vor der haustüre gibt!?
Was ist Armut für dich in deutschland ?


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threadkiller
ehemaliges Mitglied

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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:20
@stefan_ch
stefan_ch schrieb: dabei müsste man nur mal die augen öffnen im alltag und man könnte direkt helfen....
Hast du schon mal etwas gespendet oder direkt geholfen ?


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:22
Fakt ist, es gibt genügend Armut auch in Deutschland. Fakt ist aber auch, dass das völlig andere Dimensionen sind, und man es daher schlecht miteinander vergleichen kann. @stefan_ch @threadkiller

zum thema. Scheiß egal ist es mir nicht und ich denke vielen anderen auch nicht. Leider aber wohl denen Menschen, die WIRKLICH die Möglichkeiten hätten, zu helfen.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:23
Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir relativ egal ist.

Warum?
Weil ich daran nichts ändern kann. Ich spende nicht, weil das Geld irgendwo in korrupten Händen verschwinden und gar nichts in Afrika ankommt. Seit wieviel Jahren bekommt Afrika Entwicklungshilfe? 50? 60? Hat sich in all der Zeit etwas geändert? Nein, die Zustände sind schlimmer geworden, während die Paläste der "Regierenden" immer prächtiger wurden.
Dann legen die "Präsidenten" aber schluchzend die Hände in den Schoß und heulen, dass ihr Volk so hungert und leidet und dass man helfen müsse.
So wurden Projekte gestartet, in denen eine kostengüstige Methode der Wasseraufbereitung und Bewässerung der Felder zur Verfügung gestellt wurde. Kaum gab man das Projekt an die regionalen Behörden weiter, verwahrloste das Projekt. Anschließend wurde wieder geheult, dass man doch Hilfe bräuchte.
Afrika hat in all den Jahren externer Hilfe verlernt sich selbst zu helfen. Es wird geheult und Bilder von hundernden und leidenden Kindern gezeigt, um die reichen Länder zu noch mehr Geldspenden zu drängen. Doch wie eh und je versickert es alles.
Solange sich an dem ganzen System nichts ändert, wird Afrika weiterhin absolut abhängig von westlichen Hilfsgütern sein.
Anstatt, dass den Menschen Land gegeben wird, damit sie selber Nahrung anbauen können, wird alles fruchtbare Land für Baumwollplantagen und andere Subventionen geraubt. Der importierte Maiskolben ist billiger als der Maiskolben vom heimischen Feld und keiner kann es sich leisten. Die heimischen Bauern gehen pleite.
Die Industrieländer nehmen durch ihre Gier den Menschen dort jegliche Möglichkeit auf ein eigenständiges Leben. Sie hängen am Tropf der Welt, unfähig selber zu handeln. Die korrupten Regierungen verschlingen jegliche Hilfsgüter und lassen das Volk im Elend.

So ist unsere Weltwirtschaft.
Billig, billger am billigsten... und das auf Kosten derer, die nichts haben und nichts tun können.
Ich weiß nicht... es passiert so viel Müll auf der Welt und auch im eigenen Land... warum soll ich mich dann noch mit dem Elend auf einem anderen Kontinent belasten? Um die Probleme und die Armut dort zu bekämpfen, müssten schon ganze Industrienationen mitmachen. Aber es geht nunmal um Profit... da ist kein Platz für Menschen.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:25
@threadkiller

nein habe ich nicht, zumindest nichts grossartiges, bin in diesem punkt ziemlich egoistisch veranlagt.
ich komme aus der schweiz und ganz ehrlich, jeder der arbeiten will, findet auch arbeit!;)

aber mir würde schon gar nicht in den sinn kommen ins ausland zu spenden.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:27
stefan_ch schrieb:ich komme aus der schweiz und ganz ehrlich, jeder der arbeiten will, findet auch arbeit!
Wenn das bei euch da drüben echt so sein sollte, dann Glückwunsch. Auf den Deutschen Arbeitsmarkt trifft das leider nicht zu, da ist so einiges im Arsch und es gibt sehr viele, die seit Jahren vergeblich versuchen, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:32
in deutschland ist sowiso alles anders:)
ihr kriegt ja auch das 1. jahr mehr arbeitslosengeld als ihr verdient, wenn ihr arbeitet.
ich sag ja auch nicht, dass man hier bei uns sein traumjob immer ausleben kann, mann muss natürlich gewillt sein auch was anderes zu machen.

aber das ist OT, sorry!

ich finde einfach, dass man zuerst im eigenen land schauen sollte, wenn man schon spenden will.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:34
stefan_ch schrieb:ich finde einfach, dass man zuerst im eigenen land schauen sollte, wenn man schon spenden will.
Unterschreibe ich, aber nur unter Vorbehalt. Im Idealfall sollte man beides irgendwie gebacken bekommen, ist aber leider mehr oder weniger nur eine Utopie.


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dergeistlose
ehemaliges Mitglied

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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:35
@somnipathy


wie können arme Seelen anderen armen Seelen etwas spenden?! Die Armut unter den Menschen betrifft nicht das Geld, sondern den Geist. Der größte Teil der Menschheit leidet an Geistesarmut. Weshalb sie zwar viele Materielle Güter besitzen, doch nicht wirklich durchblicken, was arm sein bedeutet. Weshalb sie auch denken, das die Welt sich verändern würde, wenn man seinen besitz spendet.

Die Menschen, sie es in Afrika oder wo anders, leiden nicht an materiellen Gütern, sondern an geistiger Kraft. Sie sind genau so Schafe wie die, die denken man könne ein Stück Land besitzen. Dabei ein Stück von seinem Gut zu spenden, macht die arme Situation sogar noch verheerender, als sonst.

Spenden sind nur was für Egoisten!


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:35
Ich denke,@GalleyBeggar hat da einen ausschlaggebenden Punkt angesprochen, welcher nicht unterschätzt werden sollte.
Woher sollte man die Motivation für eine Spende nehmen, wo nicht zweifelsfrei zu belegen ist, wohin diese Hilfsgüter tatsächlich fliessen, sogar veruntreut werden


Die "Frankfurter Rundschau" dokumentiert anhand von Berichten von Wirtschaftsprüfern, wie rund 300.000 Euro deutscher Spendengelder für Hilfsprojekte in Tansania verschwanden.

Betroffen seien das evangelische Hilfswerk "Mission Eine Welt", das Nordelbische Missionswerk (NMZ) und die sächsische Kirchenprovinz (KPS). Sie finanzieren gemeinsam Projekte in der Südzentraldiözese des ostafrikanischen Landes und hätten die Korruptionsfälle bestätigt.

"Das ist ein Riesenproblem", sagt Michael Martin, Oberkirchenrat der bayerischen Landeskirche. "Wir haben auch eine Verantwortung gegenüber den Spendern." Für die Kirchenoberen in Afrika sei es "eine Riesenversuchung, wenn sie plötzlich Projektmittel in Millionenhöhe erhalten". Oft würden Summen abgezweigt, um Bekannte zu versorgen. Doch nach Recherchen der Zeitung soll auch eine deutsche Entwicklungshelferin des Nordelbischen Missionswerks Geld veruntreut haben.

http://www.welt.de/politik/article2152478/Kirchen-Hilfswerke-lassen-Korruption-in-Afrika-zu.html


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:38
Mrs.Mikaelson schrieb:Woher sollte man die Motivation für eine Spende nehmen, wo nicht zweifelsfrei zu belegen ist, wohin diese Hilfsgüter tatsächlich fliessen, sogar veruntreut werden
Man kann sich ja auch selbst kümmern. Wer blind auf irgend eine Organisation vertraut ist imho sowieso nicht ganz bei Trost.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:42
@bl00drush
Wie soll das funktionieren? Runterfliegen in die Ghettos gehen, die Kinder zu sich rufen und ihnen heimlich ein paar Euros in die Tasche stecken?
Welcher Organisation kann man schon vertrauen?


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:47
vincent schrieb:Wie soll das funktionieren?
Wir schicken beispielsweise jedes Jahr diverse Güter an Bedürftige, ohne, dass eine Organisation dazwischen geschaltet ist. Unter anderem an zwei Dörfer in Namibia und an ein Naturschutzreservoir im Himalaya. Und JA, du wirst lachen, aber es gibt tatsächlich hilfsbereite Menschen, die runterfliegen und vor Ort hilfe leisten. Mein Bruder ist beispielsweise jedes Zweite Jahr in Omaruru ;)
vincent schrieb:Welcher Organisation kann man schon vertrauen?
Keiner, bis sehr wenigen! Soll nicht heißen, dass nichts da unten ankommt. Aber definitiv nicht das volle Ausmaß an gespendetem Geld.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

20.12.2012 um 23:56
@bl00drush

Da fängt es doch schon an. Wer ist wir? Wer sagt, dass sich kein Korrupter unter uns befindet?
Und wer ist der Empfänger der Güter? Die Kinder und die Hilfsbedürftigen oder doch ne Miliz oder irgendeine Organisation die ihnen die Güter wegnehmen.
Gut, ich bezweifle, dass die Miliz Kinderbücher beschlagnahmen würde, aber alleine damit ist es ja nicht getan.

Ich lache keineswegs darüber. Wieso sollte ich? Aber alleine um die Kosten (auch unter umweltpolitischem Aspekt) des Fluges wieder halbwegs zu begleichen, müsste man doch ein mindestens paar Monate da unten Hilfe leisten.

Wer kann das schon? Wenn ich "nur" bereit wäre 100€ im Monat zu spenden, dann lasse ich es halt eher...

Oder aber, ich suche mir eine Organisation, bei der ich mit dem geringsten "Ausfall" rechnen würde...
Wie hoch dieser ist? Keine Ahnung :(


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

21.12.2012 um 00:27
"Wir" sind in meinem Fall mein Bruder und ich, so wie einige Bekannte, die wir entweder noch aus der Schule kennen oder mit denen wir in den letzten Jahren zusammengearbeitet haben. Die Güter gehen an die Vorstände der beiden Dörfer, da mein Bruder wie gesagt jedes zweite Jahr vor Ort ist, können wir uns eben auch vergewissern, was vor Ort mit dem Zeug passiert. Gleiches gilt für den Himalaya, dort war ich bereits zwei mal in den vergangenen vier Jahren, wobei das jetzt nichts mit Kindern zu tun hat, ich persönlich habe mich aktiv eher den wilden Tieren verschrieben, als den "zivilisierten".

Mit der Zeitspanne liegst du garnicht mal so falsch, 2-3 Monate Aufenthalt kann man da schon einplanen. Wir sind aber soweit alle selbstständig Tätig und können das ganze dementsprechend einplanen (wobei ich aber mittlerweile nebenbei noch ein Architekturstudium betreibe und daher vorerst leider in Deutschland bleiben werde). Finanziell ist das ganze aber tragbar, das Geld, welches wir nicht zum leben brauchen investieren wir in Re- und Upcycling-Projekte, viele der Erzeugnisse davon gehen dann entweder nach Namibia, der Rest wird verkauft, ein Teil auch hier in Deutschland gespendet. Viel Luxus brauchen wir sowieso nicht, wir sind ja so oder so immer mal wieder im Ausland unterwegs, haben immer wieder Projekte, sind einfach permanent auf Trab und haben Spaß an der Sache. Die einzige größere, private Investition die derzeit ansteht sind zwei kleine Passivhäuser, die gerade in der finalen Planungsphase sind und im Frühjahr in den Bau gehen. Natürlich auch mit dem Hauptaugenmerk im Upcycling Bereich.

Ich kann deine Ansichten aber auch durchaus nachvollziehen, das ist eine Sache, die nicht jeder eben mal so bewerkstelligen kann, das ist ganz klar. Wie oben schon erwähnt haben aber auch die wenigsten, die die Möglichkeit hätten zu helfen ihre Prioritäten ganz anderweitig platziert. Und die Leute, die vielleicht gerne helfen würden, die haben kaum die Möglichkeit, wie du es ja reichtig angesprochen hast. Wir sehen es in gewisser Weise als eine Art Passion. Ich würde sowas nie von jemandem verlangen, ich wollte lediglich andeuten, dass sowas eben auch möglich ist, wenn man bereit ist, selbst Zeit zu investieren und eben auch auf unnötigen Luxus verzichten kann (Wobei ich sagen muss, dass ein Besuch im tibetischen Hochland für MICH mit jeglichem Luxus(urlaub) mithalten kann, ob ich da nun trotzdem was schaffe, oder nicht).

Die Leute, denen die Möglichkeiten dafür fehlen, könnten sich aber auch genauso gut im eigenen Land engagieren, wie gesagt, gerade hier in Deutschland haben wir selbst schon genügend Dinge, an denen gearbeitet werden müsste und sei es nur ein mal im Monat eine kleine Essensspende an die Tafeln o.Ä. damit hilft man auch schon einer Menge Menschen, die die Hilfe gut gebrauchen könnten. :)


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

21.12.2012 um 00:36
@vincentwillem
vincent schrieb:Wie soll das funktionieren? Runterfliegen in die Ghettos gehen, die Kinder zu sich rufen und ihnen heimlich ein paar Euros in die Tasche stecken?
Die Spendengelder werden nicht an das Volk verteilt (wozu auch?), sondern es werden Brunnen gebaut, die Infrastruktur gefestigt oder ähnliches.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

21.12.2012 um 00:39
@bl00drush
Respekt.

Ich bin da selbst auch nicht im Reinen mit mir. Auf der einen Seite denke ich, dass vor Ort die Hilfe gezielter geleistet werden kann, aber auf der anderen Seite sehe ich viele Ursachen auch in den "westlichen" Ländern und somit hier vor Ort. Dementsprechend gehe ich halt davon aus, aus Deutschland selbst eine effektive Bekämpfung der Armut betreiben zu können. Diese fällt dann aber um ehrlich zu sein - wahrscheinlich aufgrund der emotionalen Distanz zu dem Geschehen - sehr spärlich aus.

Man muss bestimmt persönlich vor Ort gewesen sein um diese Beziehung erst richtig aufzubauen und auch zu konsolidieren. Hier wird man vom Alltag einfach mitgenommen und sieht seine eigenen Probleme als oberste Priorität.

Und dann hört man immer wieder von eben jenen verschwendeten Geldern und resigniert...


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

21.12.2012 um 00:41
@somnipathy
Schon klar, diente nur zur Illustration des Problems mit den Spendengeldern... Wo diese nicht ankommen ist dann wieder eine andere Sache und eigentlich auch völlig egal.


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Ist uns die Armut in Afrika „scheißegal“?

21.12.2012 um 00:47
Mir ist das nicht egal, wie arm Menschen in anderen Gegenden und Ländern dran sind.
Ich kann auch den Spruch nicht ab, wenn man sagt "Kopf hoch, anderen geht es viel schlechter als Dir." Denn ehrlich gesagt, möchte ich mich nicht an dem Leid anderer Messen.

Es gäbe viele Möglichkeiten, viel Geld in arme Länder fließen zu lassen. Aber das wird hierzulande und auch anderswo lieber für andere Projekte aufgebraucht, wie z.B den Bau gigantischer Endlosbaustellen in Hamburg usw.


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