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Ich weiß nicht was ich machen soll

133 Beiträge, Schlüsselwörter: Drogen, Sucht

Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 08:19
Meine familie sieht das als süß geste an und sagt er muss dich echt gern haben damit aufzuhören

Also bitte.. was für ein Schmarren.. süße Geste. Sorry aber das sagt mir das deine Familie nicht den Ernst der Lage erkennt und wohl Blümchen auf den Augen hat.

Das so etwas von erwachsenen Menschen kommt.. verwirrt mich gerade ein wenig.

Wir sind hier nicht bei den Waltons. Vielleicht nimmt sich deine Familie mal Zeit und erkundigt sich mal richtig, damit sie wissen auf was sich ihr süßer Sonnenschein da einlässt.

Aufwachen, hier spielt die Musik.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 08:31
@Hornisse
Recht du hast! Liebe und süße Gesten reichen leider nicht. Drogensucht ist Trauer, Leid, Selbsthass...und das zu überwinden ist harte Arbeit. Und es als Partner auszuhalten ist auch nicht sehr angenehm. Natürlich hilft es jemanden zu haben, der einen unterstütz. Und ich find es imgrunde ja gut, dass die TE zu ihrem Partner stehen will. Nur weiß ich auch, wie verletzend und anstrengend es sein kann, diesen Weg zu gehen. Da braucht man echt starke Nerven, da es immer sein kann, dass man belogen und beschissen wird. Aber nicht aus Bösartigkeit, sondern weil es Teil der Suchtproblematik ist. Und das auszuhalten ohne sich selber zu vergessen, ist schwierig.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 08:38
@P.Sawyer
P.Sawyer schrieb:Meine familie sieht das als süß geste an und sagt er muss dich echt gern haben damit aufzuhören
Ist das Dein Ernst?Ich kann es ja nicht glauben.
Da kann ich mich nur @Hornisse und @so.what anschliessen.
Deine Eltern sollten sich echt besser informieren.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 08:42
@so.what

Ich denke es wird hier doch ein wenig verharmlost. Ich habe deine Beiträge gelesen und weiß.. du weißt genau von was du hier schreibst. Du mit dieser Problematik konfrontiert warst.
Ich denke vielen ist hier gar nicht bewusst was Sucht bedeutet. Da kommt jetzt ein Mädchen und hopplahopp ist er über den Berg. Das ist doch ein Trugschluß. Die Ursache zu bekämpfen kann nur derjenige selbst. Und das auch nur wenn er die Selbsterkenntnis hat das er krank ist, was ändern muss. Für sich.

Es erschwert auch das Ganze wie ich finde, derjenige schon so früh in diese Welt hineingeraten ist. Er die Welt im Prinzip gar nicht kennt..wie sie sein kann. Das es auch schön sein kann ohne Drogen. Seine Gefühlswelt wird einige Zeit brauchen sich zu normalisieren, wenn nicht schon etwas beschädigt . Man weiß das auch kiffen für Menschen gefährlich sein kann.. die labil sind, es in ihnen sitzt. Es Psychosen auslösen kann. Und er hat ja auch noch anderes konsumiert.
Natürlich ist es okay.. man ihn begleitet..der erste Schritt sozusagen, doch der nächste Weg.. den geht er allein. Dann ist er weg. Vorrausgesetzt er macht auch das Richtige.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 08:47
@Hornisse
Ich sage dir wie es ist. Ein Drogensüchtiger liebt nicht, du bist nur Mittel zum Zweck.
Du sollst in der Hölle schmoren für solch einen Kommentar.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 08:53
@kbvor4

Erst nachdenken bevor du solch einen Käse von dir gibst okay.
Wenn du in einer Sucht steckst... sind erstens deine Gefühle nicht echt UND zweitens ist der andere im Prinzip nur die Krücke. Man sich erhofft es die Lösung ist. Es aber nicht so ist.
Ob man da von Liebe sprechen kann.. ist immer so eine Frage.

Wenn man jahrelang zusammen ist .. und dann ein Sucht entsteht ist das wieder etwas anderes.

PS: ich schmore nicht, ich wohne dort :)


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 08:55
wenn nicht schon etwas beschädigt ist...


sollte das oben heißen.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 09:04
@Hornisse
Ich war mit meinem Ex zusammen bei einem Psychologen, nachdem er das zweite mal entgiftet hat. Der Mann hat uns gesagt, wir müssen uns immer vor Augen halten, dass er schon in jungen Jahren mit Drogen angefangen hat und das er die Entwicklung, die Menschen normalerweise in der Zeit machen, gar nicht mitgemacht hat. Er war kein normaler Jugendlicher. Die sich mal verlieben, feiern gehen, sich selber entdecken, etc. Halt der normale Kram. Er saß mit 18 Jahren schon im Gefängnis wegen Verstoß gegen das BtMG. Und ich verstehe es, verstehe das ihm einige Entwicklungsstufen gefehlt haben. Die wären aber wichtig gewesen, das Fehlen dieser Stufen hat sich sehr stark in unserem Beziehungsalltag gezeigt. Das muss man erstmal checken und es irgendwie einordnen. Ohne begleitende psychologische Hilfe wäre ich wohl selber komplett unter gegangen. Mehr als eh schon.

Ja, es wird viel unterschätzt. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist einem Süchtigen zur Seite zu stehen. Ist es nicht. Meine Eltern haben das auch mehr oder weniger gut über die Bühne gebracht. Aber es ist urisch anstrengend und ermüdend. Und es ist nicht so easy, wie sich das manch einer vorstellt. Es ist nicht einfach mit Lügen, Manipulation und der ganzen Scheiße die in dem Süchtigen brodelt, umzugehen. Und immer daran zu denken, dass das nicht der Charakter der Person ist, sondern die Sucht. Aber trotzdem hat man das Recht, das nicht mehr auszuhalten. Ich bin ganz ehrlich, nochmal sowas würde ich nie wieder mit machen wollen. Auch aus Selbstschutz. Bin nicht nur Angehörige, sondern selbst auch Betroffene und möchte doch gerne eine Zukunft haben, in welcher Drogen keine Rolle spielen. Kann aber auch verstehen, wenn andere halt gerne weiter konsumieren möchten. Das verurteile ich nicht. Nur sollte man nicht Leute mit rein ziehen, die keinen Plan haben, was auf sie zu kommen könnte.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 09:11
@so.what
:)

Nein es ist nicht unmöglich.
Man sollte sich nur im Klaren sein auf was man sich einlässt. So wie du schreibst..es kommt wirklich einiges.

Dem gewachsen sind aber leider nicht viele. Es erfordert Kraft UND ich denke auch die Liebe zu diesem Menschen.

Threadstellerin...

für mich bist du noch ein Kücken. :) Unterschätze das alles nicht und pass auf dich auf.

Viel Glück


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 09:11
@Hornisse

Das habe ich.

Wie kann ich damit konform gehen !?

Du behauptest pauschal, dass nicht einmal im Entferntesten die Möglichkeit besteht, dass Süchtige Gefühle wie jeder andere Mensch haben ...


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 09:18
@kbvor4

schau her.. er war sehr jung als er eingestiegen ist. Kennt er die Gefühle denn überhaupt?

Klar haben Drogensüchtige Gefühle. Nur sind sie eben manipuliert. Bei allen. Ob diese Menschen diese Gefühle schon vor der Sucht kannten oder auch nicht.

Ob man wirklich Liebe für einen Menschen empfindet weiß man doch erst wenn man wirklich gesund ist. Dann stellt es sich heraus.. was einem mit den andern verbindet.


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 09:28
@Hornisse

Das wissen weder du noch ich zu sagen.

Selbstverständlich. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie nicht "rein" sind ...

Das kann ich nicht unterschreiben.


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Rho-ny-theta
ehemaliges Mitglied

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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 12:13
@Hornisse
@so.what

Ich habt ja offensichtlich eine realistische Eninschätzung der Situation, würdet ihr dieser Empfehlung noch etwas hinzufügen:

@P.Sawyer
1. Geh auf jeden Fall sofort zu einer Drogenberatungsstelle oder zu einer Beratungsstelle für Angehörige von Suchtkranken. Du brauchst dringend jemanden, der in der Materie fachkundig ausgebildet ist und dir einen objektiven Rat geben kann.

2. Wenn du bei ihm bleiben willst, mach dir klar, dass es nicht leicht werden wird; ein Entzug bietet keine Erfolgsgarantie, rein statistisch gesehen wird der erste Entzug nicht sein letzter sein.

3. Achte darauf, was direkt in der Zeit nach dem Entzug passiert, wo er seine Freizeit verbringt (alte Clique? Lokale, in denen es Drogen gibt?) und ob sich Anzeichen für einen Rückfall häufen (Stimmungsschwankungen, Zeiten in denen du nichts von ihm hörst, nervöses Verhalten wenn er längere Zeit mit dir alleine war).

4. Wichtig: lass dich nicht instrumentalisieren. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass er es schafft, das muss er im wesentlichen selber. Wenn der Rückfall kommt und er Sätze von sich gibt wie "Alles ist deine Schuld", "Du zwingst mich doch dazu", "Du unterstützt mich nicht genug", lass ihn gehen. Du bist nicht sein Blitzableiter und seine Rechtfertigung für die eigene Schwäche.

5. Lass dich nicht durch die ersten Tage und Wochen nach dem Entzug täuschen. Vermutlich kommt erst mal eine manische, euphorische Phase, in der er voller Tatendrang steckt, "Alles wird anders!", "Ich fange jetzt ein neues Leben an" "Mit dir wird jetzt alles besser!". Das ist normal, gefährlich wird es, wenn die ersten Enttäuschungen kommen und die Rückfallgefahr voll da ist.

6. Auch wenn er längere Zeit klar bleibt, er muss komplett clean bleiben. Auch ein einziges Mal kiffen "der alten Zeiten wegen, er ist ja nicht mehr süchtig" ist bereits ein Rückfall, denn es wird nicht dabei bleiben. Wenn er ein Verlangen nacht Drogen hat, wenn er Alkohol trinkt, soll er besser auf den Alkohol auch verzichten.

7. Und abschließend. Du hast gesagt, du liebst ihn und er dich. Das ist schön. Trotzdem solltest du nochmal ganz ehrlich die Situation betrachten. 19 ist ein Alter, das für die meisten jungen Menschen sehr schön ist, man ist endlich weitgehend unabhängig, kann sich ausprobieren, seine eigene Nische im Leben finden. Eine Beziehung gehört für viele dazu, man weiß aber in dem Alter oft noch gar nicht, was man will. Normale Beziehungen lösen sich in diesem Alter oft noch binnen Jahresfrist wieder, das ist auch gar nicht schlimm. Frage dich selbst, ob du wirklich all diese Zeit mit einer schwer problembeladenen Beziehung verbringen willst, die vermutlich schwere emotionale Rückschläge und Verletzungen für dich bereit hält. Du nimmst dir dadurch viel, was du niemals nachholen können wirst.

Viel Glück;
Stat


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 12:55
@Rho-ny-theta
Was du dir für eine Mühe machst :). Ich bezweifel, dass die TE sich das annehmen wird. Ich weiß allgemein nicht so wirklich, was sie hier hören möchte...bis jetzt ist sie diejenige, die sich hier im Thread am wenigsten beteiligt.

Und prinzipiell würde ich da ein dickes /sign drunter setzen, ja! Bis auf den Punkt der sich mit Rückfällen beschäftigt. Da bin ich selbst sehr zwiegespalten. Meine Ma fährt in ihrer Selbsthilfegruppe auch immernoch die Schiene "Ein Rückfall und alles ist fürn Arsch.". Wurde ihr auch so "beigebracht" vor 16 Jahren in der Entwöhnung. Ich hab da andere Erfahrungen gemacht. Rückfälle können passieren, dürfen aber nicht (und das ist die Gefahr) als Ausrede benutzt werden a la "Einmal ist keinmal". Sollte jemand dennoch rückfällig werden und er denkt sofort er ist der letzte Versager und alles ist kacke, dann gibt es auch keinen Grund weiter zu kämpfen. Rückfälle sind z. B. etwas, was in einer Therapie dringend angesprochen werden muss. Zusammen mit dem Psychologen kann man Gründe erörtern und Strategien entwickeln. Der Psychologe von meinem Ex riet mir auch dazu, dass alles nicht zu dramatisieren. Sondern eher meinem Partner Mut zu machen und zusammen (!) mit ihm (dem Psychologen) Strategien zu entwickeln.

Wichtig ist auch...reden, reden, reden. Und sich kundig machen über die Thematik. Je mehr Ahnung ich habe, desto geringer ist die Chance beschissen zu werden.


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Rho-ny-theta
ehemaliges Mitglied

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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 12:58
@so.what
so.what schrieb:Rückfälle können passieren, dürfen aber nicht (und das ist die Gefahr) als Ausrede benutzt werden a la "Einmal ist keinmal".
So meinte ich das auch; gut, dass du das nochmal klargestellt hast, falls ich mich unklar ausgedrückt haben sollte.
so.what schrieb:Wichtig ist auch...reden, reden, reden. Und sich kundig machen über die Thematik. Je mehr Ahnung ich habe, desto geringer ist die Chance beschissen zu werden.
Auch das ist ein hervorragender Ratschlag!


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 13:08
@Rho-ny-theta
Ich dachte am Anfang, wenn mein Ex im Sitzen weg pennt, ist er einfach nur müde, irgendwann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen! Der war einfach nur urisch breit...

Wenn ich selbst ernsthaft eine Sucht hinter mir lassen wollte (hab als junge Frau auch unter anderem Aphetamine genommen), hab ich von mir aus meinem Umfeld (also Eltern etc.) gesagt, auf was sie achten sollen. Je weniger Hintertürchen, desto einfacher fiel es mir aus den ganzen Teufelskreisen raus zu kommen. Und mein jetziger Mann weiß auch ganz genau Bescheid, was früher mit mir war.

Offenheit ist wichtig. Auf allen Seiten. Das ist echt ne Kiste, auf die muss man sich bewusst einlassen. Süchtige die clean werden wollen brauchen enge Netze. Und natürlich gehören dazu Freunde, Partner, Eltern...aber die sind ja leider nicht immer vorhanden, vorallem sind dann halt auch professionelle Helfer gefragt. Selbsthilfegruppen, Psychologen, Psychiater.


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Rho-ny-theta
ehemaliges Mitglied

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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 13:14
@so.what

Ich denke, interessant wird es erst wieder werden, wenn der Freund der TE aus der Klinik kommt. Sie hat ja gemeint, er habe am Telefon gesagt, dass er noch einiges zu beichten habe. Wenn dann die langen und anstrengenden Gespräche losgehen, wird sich erst mal zeigen, welche Ausmaße sein Drogenproblem wirklich hat. (Wenn ich tippen müsste würde ich sagen vermutlich sind neben Kiff und Pillen noch andere Sachen im Spiel, je nachdem, was in ihrer Stadt so verfügbar ist. Evtl. auch Kleinkriminalität, aber das sind jetzt nur Spekulationen).


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 15:54
Das jeder der im sitzen wegpennt breit sein soll will ich hier nicht unterschreiben!v


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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 15:59
@Celado
Habe ich auch nicht behauptet :). Aber in Kombination mit den anderen Merkmalen war es eindeutig, was mir aber halt anfangs nicht so bewusst war. Ausserdem ist wegpennen auf Heroin was anderes, als wenn jemand einfach so weg nickt, man sieht den Unterschied schon.


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brummdilda
ehemaliges Mitglied

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Ich weiß nicht was ich machen soll

27.02.2013 um 16:10
Hornisse schrieb:Nein es ist nicht unmöglich.
Man sollte sich nur im Klaren sein auf was man sich einlässt. So wie du schreibst..es kommt wirklich einiges.

Dem gewachsen sind aber leider nicht viele. Es erfordert Kraft UND ich denke auch die Liebe zu diesem Menschen.

Threadstellerin...

für mich bist du noch ein Kücken. :) Unterschätze das alles nicht und pass auf dich auf.

Viel Glück
Du hast wahrscheinlich nicht so viel erfahrung mit Rauschgiftkonsumenten oder nur mit extremfällen.
Es kommt als erstes darauf an wie häufig und was konsumiert wird und wie der Charakter des Konsumenten beschaffen ist. Cannabis und Amphetamine sind das geringere Übel vergleichbar mit Zigaretten und Übedosierungen von Coffein und den meisten sieht man es nicht an, dass sie konsumieren. Es ist auch vergleichbar leicht/schwer von diesen loszukommen wie diese.


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