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Misanthropen - die "anderen" Menschen

Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 05:33
@piorama

Nein, das ist es nicht, es gibt ja ganz viele probleme die wir hier haben oder in der EU, die man angehen kann und sollte, und auch solche die direkt mit dem handeln von konsumenten oder dem handeln einzelner regierungen zusammenhängen.

Man muss baer lernen zu unterscheiden welche Probleme das sind.

Die einstellung die ich hier oft sehe ist 'fick dich, wenn du ein iphone benutzt klebt afrikanisches blut an deinen händen', und das hilft nun wirklich niemandem.

Politisch engagiert zu sein dagegen kann einiges helfen, es ist gut, wenn in einer gesellschaft viele menschen politisch engagiert sind, und das fängt auf kommunaler ebene an.

Aber da muss man sich dann ganz konkret fragen 'wie kann ich ein bestimmtes problem lösen', und nicht auf abstrakte begriffe wie 'die da oben sind schuld weil die halt gierig sind' zurückfallen, oder 'die gesellschaft ist schuld', sondern man untersucht das problem und findet bestenfalls lösungsansätze.

Aber es gibt eben probleme, da hilft der beste lösungsansatz nichts wenn man nichtmal in dem land lebt um das es geht.
Die werden dann nämlich lediglich zu realitätsfernen belehrungen, oder, wie eben beschrieben, zu wafen gegen andere.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 05:49
shionoro schrieb:Die einstellung die ich hier oft sehe ist 'fick dich, wenn du ein iphone benutzt klebt afrikanisches blut an deinen händen', und das hilft nun wirklich niemandem.
Weis schon .. so plump sehe ich die Dinge auch nicht. Bin kein Schlumpf
,
shionoro schrieb:Politisch engagiert zu sein dagegen kann einiges helfen, es ist gut, wenn in einer gesellschaft viele menschen politisch engagiert sind, und das fängt auf kommunaler ebene an.
Da fängt der Fehler im System für mich schon an, es müsste sich soviel grundlegend ändern,
damit auch der "gemeine" Normalmensch eine gute Zukunftsperspektive hätte...
kein Politiker schafft es, diese Vision glaubwürdig rüberzubringen.
shionoro schrieb:Aber es gibt eben Probleme, da hilft der beste lösungsansatz nichts wenn man nichtmal in dem land lebt um das es geht.
Ich mache eben nich mehr so richtig mit in diesem Spiel , gehe aber wählen und meinetwegen auf Demos ...aber ich kauf/spiel schon lang nich mehr so richtig mit ...und mir taugts.
Gutes Gefühl.. Natürlich nicht komplett konsequent durchgezogen.
Also bedeutungslos.


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Ratatoskr
ehemaliges Mitglied

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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 06:02
"Menschenhass" kann nur entstehen, wenn Druck in Richtung eines "besseren" Menschen besteht, erwünscht, gewollt ist.
Es ist nichts als die Ablehnung temporärer Ordnungen.
Sagt Ihm/Ihr/Es/Ihnen, ihr hättet mich an die EZB genagelt, denn ich hasse den Kapitalisten in euch Menschen.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 06:03
@piorama

MAn muss ja nix kaufen, so ist es ja nicht. Man muss auch an keiner gesellschaftlichen beziehung teilnehmen, wenn man nicht möchte, weder an social networking, noch an konsum, noch an arbeit, wenn die daraus resultierenden einschränkungen es das einem wert sind.

Ich sehe nur nicht den grund, leute zu kritisieren oder sogar zu verurteilen, die es anders halten, weil ich den Konsum den wir haben an sich nicht für einen Problemauslöser halte, noch für einen problemverstärker.

Wenn ich jetzt die verhältnisse irgendwo auf der welt verbessern könnte wenn ich ein bestimmtes produkt boykottieren würde, ich kauf es aber trotzdem, DANN würde man sagen können: Okay, das was du da machst bringt dich in eine gewisse Mitverantwortung für das Problem.

Aber diesen Fall sehe ich nirgendwo.
Weder bei den Minen, noch in der Textilindustrie kann ein Boykott wirklich etwas ändern an der Lage der betroffenen.
Schlimmstenfalls verschlimmert er die Lage sogar noch, wenn er wirklich nachhaltig ist.

Da helfen eher (wie sie auch teilweise durchgeführt werden zum glück) streiks der betroffenen, z.b. von näherinnen in Bangladesch.

Man muss den Westen zwingen mehr geld für die Ware zu bezahlen damit es faire Löhne und arbeitsbedingungen gibt. Aber umgekehrt geht es nicht auf: Mehr zu zahlen für produkte hilft den leuten die sie produzieren nicht, wenn vor ort im land jemand sie ausbeuten will.
Der nimmt dann das 'mehr geld' gerne mit, aber die leute die da wirklich malochen sehen davon nix, ob man jetzt das tshirt bei kik kauft oder dafür viel geld ausgibt.

Aber beim kampf für bessere arbeitsbedingungen kann der einzelne konsument niemandem auf der anderen seite der wel helfen, zumindest nicht im großen und ganzen.
Fair trade produkte sind da (sofern kein betrug vorliegt) schön und gut, und die soll man wenn man das geld hat auch gern kaufen, aber das eigentliche Problem kann ja nur dann wirklich gelöst werden, wenn in einem bestimmten lang flächendeckend gesetze z.b. beim arbeitsschutz umgesetzt werden und flächendeckend fairer lohn für arbeiter ausgeszahlt wird.
Das Problem kann nicht gelöst werden, indem einige leute im westen einige wenige arbeiter besser bezahlen und sich dann ganz doll freuen was gutes getan zu haben indem sie irgendeine bestimmte marke kaufen deren verkaufsmasche eben genau das ist (ist bei bio das gleiche).
piorama schrieb:Da fängt der Fehler im System für mich schon an, es müsste sich soviel grundlegend ändern,
damit auch der "gemeine" Normalmensch eine gute Zukunftsperspektive hätte...
kein Politiker schafft es, diese Vision glaubwürdig rüberzubringen.
Na aber da muss ich doch nachhaken: hat der allgemeine normalmensch in Deutschland eine wirklich schlechte zukunftsperspektive?
UNd was könnte die Politik daran ändern?

Mir kommt es nicht so vor, als hätte die momentane junge generation einen schlechten ausblick auf die zukunft,w eder gefühlt noch objektiv.

Was richtig ist, und wo ich auch ein problem sehe, ist, dass die politische mitwirkung bei jungen menschen stark abgenommen hat seit den 60ern.
Das ist ein problem, dass immer weniger junge leute sich parteipolitisch oder in Organisationen engagieren wollen.
Das wird ein stück weit natürlich durch online aktivismus abgefangen, aber mit facebook aktionen kann man wirkliche politische mitwirkung eben nicht vollends ersetzen.

Da war es auch wirklich schade, dass die Piraten gescheitert sind, da wäre eine chance da geesen das zu ändern.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 06:14
shionoro schrieb:Ich sehe nur nicht den grund, leute zu kritisieren oder sogar zu verurteilen, die es anders halten, weil ich den Konsum den wir haben an sich nicht für einen Problemauslöser halte, noch für einen problemverstärker.
Das sehe ich anders, wir haben nun endlich mal die Möglichkeit frei zu sein...
Kein Krieg, auch was menschliche Diskriminierung angeht, sind wir ja nich mehr ganz unterirdisch denkend.
Aber was uns doch auch klar ist, dass wir unsere Umwelt mit unserer Lebensweise schrotten.
Und wenn wir all die Länder, die wir zur Zeit noch ausbeuten, mit unserer Lebensart anstecken,
dann ...Gute Nacht Umwelt.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 06:30
shionoro schrieb:Na aber da muss ich doch nachhaken: hat der allgemeine normalmensch in Deutschland eine wirklich schlechte zukunftsperspektive?
Unter den gegenwärtigen Umständen hat man in DSchland ganz gute Aussichten...verhungern wird man höchstens emotional..aber das Problem bestand ja zu jeder Zeit hier.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 07:49
@piorama

Umweltzerstörung ist definitiv ein Problem, aber ein rein menschliches.
Wenn alle menschen die umwelt verschmutzen (und da sind so ziemlich alle nationen mit dabei) dann müssen es auch alle gemeinsam ausbaden, das ist nunmal so.

Aber es tut sich in der Hinsicht einiges.

In China will auch nicht mehr der stadtbewohner in smog leben, und china und die USA sind die größten umweltsünder.
Wenn man da was drehen kann wäre das schone in großer erfolg.

Aber, auch hier gilt: Ändern kann man da nur etwas auf nationaler ebene.

Ob du oder ich jetzt den müll nicht trennen oder viel strom verbrauchen, das macht den braten nich fett.
Was den Braten fett macht sind langfristige investitionen in alternative energiequellen.

Auch hier sehe ich das problem, dass man sich eher darauf beschränkt, einzelnen personen, die an sich nichtmal das problem sind, vorwürfe zu machen darin wie sie konsumieren oder haushalten, während die gar nicht die ursache noch die lösung des problems sein können.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 11:19
@Ratatoskr
Ratatoskr schrieb:"Menschenhass" kann nur entstehen, wenn Druck in Richtung eines "besseren" Menschen besteht, erwünscht, gewollt ist.
Es ist nichts als die Ablehnung temporärer Ordnungen.
Sagt Ihm/Ihr/Es/Ihnen, ihr hättet mich an die EZB genagelt, denn ich hasse den Kapitalisten in euch Menschen.
Hm. Stimmt tatsächlich. Insofern wohl weniger Hass auf die Rasse Mensch, als Hass auf das (innere) Wesen Mensch. Das sich ja bekanntlich zumindest ein Stück weit ändern, entwickeln oder verkümmern kann.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

09.05.2015 um 11:36
shionoro schrieb:Ob du oder ich jetzt den müll nicht trennen oder viel strom verbrauchen, das macht den braten nich fett.
Was den Braten fett macht sind langfristige investitionen in alternative energiequellen.

Auch hier sehe ich das problem, dass man sich eher darauf beschränkt, einzelnen personen, die an sich nichtmal das problem sind, vorwürfe zu machen darin wie sie konsumieren oder haushalten, während die gar nicht die ursache noch die lösung des problems sein können.
Was für eine Denke ...!
Es liegt z. B. auch nich an den einzelnen Menschen, dass es sowas wie eine Merkel gibt, bestimmte Produkte , Ansichten "gekauft" bzw. verstreut werden.
Nein! Der einzelne hat "nimmermehr" nichts damit zu tun.
Wenn du damit sagen willst, dass die meisten Menschen ohnehin ferngesteuert sind
und sich nicht mehr zutrauen über ihr eigenes (Konsum)Verhalten selbst zu bestimmen,
dann kann ich dir da teilweise rechtgeben.. nur leben wir eigentlich nicht mehr in einer Diktatur.

Du kannst mit dieser üblen Einstellung ja jede menschliche Verwerflichkeit rechtfertigen.
"Ob einer mehr oder weniger mitmacht,
shionoro schrieb:das macht den braten nich fett.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

11.05.2015 um 18:38
@piorama

Es ist in der Verantwortung des einzelnen Menschen, was er wählt.
Es ist auch in der Verantwortung des einzelnen Menschen, was er kauft.

Aber du tust so, als wäre er für konsequenzen verantwortlich, die nix mit seiner Handlung zu tun haben.

Die Umweltverschmutzung gibt es ganz unabhängig davon, ob einzelne menschen, und ja, auch sehr sehr viele, sich entscheiden, dass sie strom sparen.
Denn es ist ein strukturelles problem, was einer strukturellen lösung bedarf.

Selbst wenn alle deutschen ökos werden und strom sparen würde das die energieprobleme nicht lösen, es würde sie auch nicht qualitativ verbessern.

Dasselbe gilt für Müll Problematik.

Anstatt also einzelne menschen wild zu beschuldigen irgendwelche probleme zu verursachen wenn sie nicht irgendeine handlung die kaum in's gewicht fällt durchführen (und die auch nicht groß in's gewicht fällt wenn sie sehr viele leute durchführen) sollte man sich auf das lösen struktureller probleme konzentrieren.

Denn das kann wirklich helfen.

Und nein, damit kann man nicht 'jede mneschliche verwerfung' rechtfertigen.

Ich beschränke mich lediglich auf das, wofür einzelne menschen wirklich verantwortlich sind, weil du ihnen tausend sachen anlasten willst für die sie nix können, unter anderem probleme in afrika, umweltverschmutzung usw..


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

11.05.2015 um 18:43
@piorama


Davon abgesehen ist der standpunkt 'es würde ja alles funktionieren wenn sich alle menschen perfekt verhalten würden' kein sonderlich zielführender standpunkt.

Man muss sich überlegen 'wie kann ich ein system aufbauen in dem ich entweder menschen dazu animieren kann sich ausreichend gut zu verhalten oder die stellen an denen sie es nicht tun anderweitig auffangen?'.

Für viele leute scheint ien mensch schon bösartig zu sein wenn er sich ihnen gegneüber nicht perfekt wie eine maschine die nur auf das eigene befinden programmiert ist verhält.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 20:12
Es ist in der Verantwortung des einzelnen Menschen, was er wählt.
Es ist auch in der Verantwortung des einzelnen Menschen, was er kauft.

Aber du tust so, als wäre er für konsequenzen verantwortlich, die nix mit seiner Handlung zu tun haben.

Denn es ist ein strukturelles problem, was einer strukturellen lösung bedarf.

Selbst wenn alle deutschen ökos werden und strom sparen würde das die energieprobleme nicht lösen, es würde sie auch nicht qualitativ verbessern.
Noch "kurz " was dazu...
Wenn ich mir beispielsweise bei Primark Klamotten kaufe, dann weis ich doch wen und was ich damit unterstütze... und muss diese Unterstützung solcher Firmen wirklich sein?
Ich weis auch nicht was meine Aussagen mit
shionoro schrieb:einzelne menschen wild zu beschuldigen
zu tun haben.

Wir kommen da auf keinen Nenner.
Du sagst der einzelne kann wenig bis gar nichts für gewisse Auswirkungen..
Die Umweltverschmutzung gibt es ganz unabhängig davon, ob einzelne menschen, und ja, auch sehr sehr viele, sich entscheiden, dass sie strom sparen....
Umweltzerstörung ist definitiv ein Problem, aber ein rein menschliches.
Wenn alle menschen die umwelt verschmutzen (und da sind so ziemlich alle nationen mit dabei)
Wir Industrienationen sind wohl ganz weit vorne dabei.. und du tust ja so als wäre alles völlig willkürlich. So in etwa..
"Wir sind ja alle schuld aber es ändert auch nichts wenn wir weniger konsumieren, produzieren."
Gleichzeitig soll sich dann anscheinenend jeder darüber Gedanken machen,
wie er nicht sich selbst (denn das ist ja nicht so von Belang) sondern die Struktur der Gesellschaft ändern kann.
Schwierig Schwierig !
shionoro schrieb: 'wie kann ich ein system aufbauen in dem ich entweder menschen dazu animieren kann sich ausreichend gut zu verhalten oder die stellen an denen sie es nicht tun anderweitig auffangen?'.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 20:30
@piorama

Du unterstützt damit erstmal überhaupt nichts, du kaufst etwas.
Und du musst dich dann fragen: Wenn ich dieses Produkt boykottiere, helfe ich damit jemandem?
Und die Antwort darauf ist in der Regel nein.

Was du nicht verstehst ist, dass es nich tum Schuld und Sühne geht und auch nicht um das Prinzip, sondern um reale Arbeitsbedingungen.
Diese Bedingungen gilt es zu verbessern, und das ist nicht einfach.
Ein Boykott hilft nicht dabei sie zu verbessern, eher sorgt er dafür, dass die Armut in Ländern wo jetzt weniger produziert wird steigt.
Und dabei ist es ziemlich irrelevant, ob man damit irgendeine Firma trifft.
Alle Firmen produzieren billig, außer kleine Firmen die es sich zur Niesche gemacht haben und deren verkaufsargument es ist, dass fair produziert wird (was aber niemals im großen stil den ganzen bedarf den wir haben decken kann).

Wozu soll der Boykott führen? Was ist damit gewonnen, wenn jemand z.b. in afrika, der vorher einen job hatte auf den er sich, obwohl die Bedingungen schlecht waren, eingelassen hat, weil er das Geld gebraucht hat, jetzt seinen Job verliert und dann nichts mehr hat?
Es ist anmaßend zu denken, wir wüssten besser, was die Leute dort brauchen als sie selbst.
Das tun wir nicht, hie rwird nach Boykott gefordert um egoistischerweise das eigene Gewissen zu beruhigen, man denkt überhaupt nicht darüber nach, ob man damit den Leuten, um die es angeblich geht, helfen kann.
piorama schrieb:Wir Industrienationen sind wohl ganz weit vorne dabei.. und du tust ja so als wäre alles völlig willkürlich. So in etwa..
"Wir sind ja alle schuld aber es ändert auch nichts wenn wir weniger konsumieren, produzieren."
Gleichzeitig soll sich dann anscheinenend jeder darüber Gedanken machen,
wie er nicht sich selbst (denn das ist ja nicht so von Belang) sondern die Struktur der Gesellschaft ändern kann.
Schwierig Schwierig !
Wir sind eben nicht Schuld. Schuld ist ein Begriff der in diesem Rahmen wenig bis gar nichts zu suchen hat.
Es gibt Ursachen und Auswirkungen, und die sind sehr selten durch einzelne Motivationen die klar zurückverfolgbar sind bedingt sondern durch systematische Probleme.

Und ja, anstatt dinge zu tun die sinnlos sind wie nach boykott schreien oder andere beschuldigen, sollte man, wenn einen das problem wirklich interessiert, sich darüber gedanken machen wie man wirklich zur lösung beitragen kann.
Oder man soll wenigstens nicht so tun, als würde einen das problem wirklich interessieren.

Von Dem Schuldtrip in Europa kann sich in Afrika nämlich keiner etwas kaufen.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 21:26
shionoro schrieb:Von Dem Schuldtrip in Europa kann sich in Afrika nämlich keiner etwas kaufen.
Es geht nicht um nen "Schuldtrip" sondern das man davon profitiert und es dann noch so hindreht als wäre es sowieso mehr oder weniger egal ob man mitmischt oder nicht.

Hatten wir auch alles schon..


shionoro schrieb:
Diese Firmen existieren so oder so und stellen produkte her, es gibt lediglich mehr arbeitsplätze dort

Eben. du denkst zu wissen das sich, auch ohne westliche Einmischung alles, nicht unbedingt gut entwickeln würde. Es wäre ja egal ob wir nun mitmachen, weil eigtl helfen wir ja .....
Ich wäre dafür die Leute entweder zu unterstützen oder sie unabhängig ihr eigenes Projekt durchziehen zu lassen .. Nich mehr, nich weniger..
Und jemand wie du.

shionoro schrieb:
Nehmen wir irgendwelche näherinnen in bangladesch.
Wenn bei denen der westen nicht produzieren würde wären sie arbeitslos.

wirft mir dann sowas vor...

shionoro schrieb:
Deine haltung ist eine taypisch westliche dass du denkst du weißt besser was die leute dort brauchen als sie selbst.

Wir haben das doch jetzt schon alles durchgekaut.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 21:33
@piorama

Aber das ist es doch auch.
Dass der Westen in ärmeren Ländern produziert schadet ihnen nicht.
piorama schrieb:Eben. du denkst zu wissen das sich, auch ohne westliche Einmischung alles, nicht unbedingt gut entwickeln würde. Es wäre ja egal ob wir nun mitmachen, weil eigtl helfen wir ja .....
Ich wäre dafür die Leute entweder zu unterstützen oder sie unabhängig ihr eigenes Projekt durchziehen zu lassen .. Nich mehr, nich weniger..
Das weiß ich ja auch 0.o
Das kannst du doch am direkten vergleich der LÄnder sehen wo produziert wird und wo nicht.
Fakt ist: Es wird in einem Land mit keinerlei Arbeitsschutzbedingungen eine Farbik betrieben.
Die gibt es so oder so erstmal, darin wird etwas hergestellt.
Die Farbikarbeit ist für einige dortige Arbeit offensichtlich besser als jede andere die sie finden könnten und sie nehmen diese Arbeit war.
Das ist insofern ein schlimmer zustand, als dass selbst die Farbikarbeit teils unter gefährlichen bedingungen stattfindet, aber es ist für die ortsansässigen trotzdem besser, als wenn es diese fabrik nicht gäbe.

Der asiatische Aufschwung wäre ohne westliche investitionen gar nicht möglich gewesen, zumindest nicht so schnell, und der hat dem armenhaus china von damals immerhin schon einigen wohlstand beschert.

Das ist ganz einfach ein Fakt.

Was bezeichnest du hier überhaupt als 'westliche einmischung'?
Westliche Firmen produzieren oder investieren in eine Fabrik die besteht, die zunächst mal irgendwer aus dem dortigen Land betreibt.
Wo ist das einmischung? Wird da irgendwer gezwungen für den westen zu produzieren, obwohl er sonst super arbeitsbedingungen hätte wenn er nur für den binnenmarkt produziert oder sich selbstständig macht?
Wie stellst du dir das vor, einzelne leute zu unterstützen?

Da verfällst du eben wiede rin den gewissensbefriedigungstrip.
Du kannst einzelne kleine prodjekte die überschaubar sind unterstützen, aber das ändert an den generellen arbeitsbedingungen in dem jeweiligen land nichts.

Die können sich nur durch engagement eben aus dem jeweiligen land ändern.



Und ja, das was ich gesagt hab werfe ich dir vor.

Wer ist denn 'jemand wie ich?'
Ich sag's dir, jemand der die Wahrheit sagt, die du scheinbar nicht verkraften kannst.


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Aldaris
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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 21:34
shionoro schrieb:Die einstellung die ich hier oft sehe ist 'fick dich, wenn du ein iphone benutzt klebt afrikanisches blut an deinen händen', und das hilft nun wirklich niemandem.
Was mich interessiert: Siehst du das beim Thema Fleischkonsum auch so? Also würdest du sagen, wer Fleisch aus Massentierhaltung konsumiert, an dem 'klebt kein Blut der Tiere' (Selbstverständlich geht es nicht um das Blut des Tieres, welches man isst, sondern um den Beitrag zum Leid)?


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 21:38
@Aldaris

Zunächst mal möchte ich anmerken, dass hier ei nsignifikante runterschied besteht.
Die Tiere sind keine Arbeiter, sie sind die Ware.

Wenn ich ein totes tier kaufe geht das nicht ohne dass ein tier getötet wird.

Es ist auch nicht in irgendeiner Form so, dass tiere arbeitsplätze bekommen dadurch, dass sie jemand konsumiert oder irgedwas davon haben.

Das ist ein komplett unvergleichbarer fall.

Allerdings würde ich sowas auch nicht zu jemanden sagen, der Fleisch isst.

Denn auch das tierleid ist momentan etwas systemimmimanentes bei uns.

Ohne Tierleid funktioniert unsere Gesellschaft noch nicht, sie kann sich aber da hin entwickeln.
Darum geht es ja beim Veganismus.

Streng genommen klebt natürlich auch an den Händen eines Veganers Tierblut, eben weil man für viele Dinge es heutzutage immernoch ganz einfach benötigt und da auch wenn man es will nichts gegen tun kann.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 21:42
@Aldaris

Im Endeffekt sehe ich Schuld nur da, wo eine komplett freie eigene Entscheidung stattfindet ohne große Manipulation die dann zu einer konkreten, direkten konsequenz dieser Entscheidung führt.

Wenn ich jetzt z.b. hingehe und einen Hund erschieße, dann bin ich daran schuld, dass er stirbt.
das ist eine ganz direkte kiste.

Aber wenn ich mich an etwas beteilige, was zu dem system um mich herum dazugehört und dabei indirekte konsequenzen erzeuge, gegen die ich aber auch mit meinem einzelverhalten wenig tun kann, dann ist das ein ganz anderes ding.


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Aldaris
ehemaliges Mitglied

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Misanthropen - die "anderen" Menschen

13.05.2015 um 21:48
shionoro schrieb:Die Tiere sind keine Arbeiter, sie sind die Ware.
Häufig spricht man in der Ökonomie von Humankapital und in manchen Staaten ist das Arbeitsrecht faktisch nicht existent. Auch die Arbeitskraft wird häufig wie Ware behandelt; sie ist es auch letztlich, wenn man bestimmte ökonomische Perspektiven einnimmt.
shionoro schrieb:Wenn ich ein totes tier kaufe geht das nicht ohne dass ein tier getötet wird.
Es geht mir allerdings nicht um das Töten, es geht mir um das Leiden. Und da bestehen durchaus Parallelitäten. Wenn wir etwas 'immer billiger haben wollen', geht das auf Kosten der Tiere und/oder Menschen, das ist gut vergleichbar. Man könnte zwar sagen, dass die Menschen auf der anderen Seite einen Job bekommen, jedoch ist dabei nicht sicher, ob das letztlich positiv oder negativ beurteilt werden muss, wenn dabei grundsätzlich gegen Gepflogenheiten verstoßen wird, die vollkommen gegen unsere Werte verstoßen wie z.B. starke Umweltverschmutzung, extreme Ausbeutung usw.
shionoro schrieb:Denn auch das tierleid ist momentan etwas systemimmimanentes bei uns.
Ich wollte da gar nicht so tief einsteigen und es auch nicht mal so praktisch betrachten, sondern eher theoretisch-philosophisch.


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13.05.2015 um 21:52
shionoro schrieb:Wer ist denn 'jemand wie ich?'
Ich sag's dir, jemand der die Wahrheit sagt, die du scheinbar nicht verkraften kannst.
Yeahh. Ach deine Wahrheit ist aber auch ganz easy-peasy.
Brauch mir über mein Konsumverhalten keine Gedanken mehr machen...
Wozu auf die Umwelt achten, einfach finsterstes Reinigungsmittel benutzen, weiter chemieverseuchte Klamotten kaufen, den Plunder dann "spenden" damit er beispielsweise in anderen Ländern die eigenen kleineren Textiliefabriken dort lahmlegt.
Sondermüll ins Flüsschen rein...denn auch wenn alle mitmachen und überhaupt...
shionoro schrieb:Die Umweltverschmutzung gibt es ganz unabhängig davon, ob einzelne menschen, und ja, auch sehr sehr viele, sich entscheiden, dass sie strom sparen.


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