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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

1.343 Beiträge, Schlüsselwörter: Urteil, Obst, Halle (westfalen

Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

24.08.2014 um 20:00
@Interested
das wäre super, wenn man was finden könnte. Wir recherchieren weiter.....
Die Widersprüche findet man auch in den diversen Posts hier; ansonsten:fragen ;)


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

24.08.2014 um 20:16
Man muss sich nur die schwammigen Formulierungen aus dem Urteil in diesem Zeitungs-
bericht ansehen, dann bekommt man ein vages Bild davon, was in dem Prozess alles getrickst
wurde:( Ich weiß, wovon ich spreche; ich war an drei Verhandlungstagen dabei....

http://www.nw-news.de/owl/kreis_guetersloh/halle/halle/10759566_Mordfall_Obst_Urteil_jetzt_rechtskraeftig.html


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

24.08.2014 um 20:24
Dieser Situation habe sich Gabriele Obst entzogen, während Günter Obst spätestens jetzt von zu Hause das Schrotgewehr geholt haben soll, um sie auf der anderen Seite der Bahngleise weiter zu verfolgen, sie zu überwältigen und sie in dem Fahrzeug zu dem rund fünf Kilometer entfernten Waldgebiet an der Egge zu bringen.
Hammeraussage; wie hat der kleine Günter O. seine wesentlich stärkere Frau "überwältigt" und
ins Fahrzeug bekommen; wie bekannt wurde, muss sie bäuchlings liegend irgendwie trans-
portiert worden sein, denn sie hatte sich so eingenässt, dass man das eindeutig sagen konnte.


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 06:28
Und dann hat er sie auch noch die Egge hochgetragen.
Der Gerichtsmediziner war ja nicht ganz sicher, ob GO zum Zeitpunkt der Schussabgabe überhaupt noch gelebt hatte.


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 08:27
@MrSmith
eine weitere Frage, wie Günter O. das alles gemacht haben will???
Um die neuen User auf den aktuellen Stand zu bringen, werden wir alle Ungereimtheiten
nach und nach auflisten:

Hier ist das Fahrzeug, das Günter O. zum damaligen Zeitpunkt fuhr:

http://www.cardomain.com/ride/398117/1995-lada-niva/

Schwierig, da Jemanden, der dazu noch sehr schwer war, bäuchlings da zu "lagern". Dazu
hätte man die hinteren Sitze wohl ausbauen müssen; ich weiß nicht, wie und ob man die
so umklappen kann, dass ein Mensch da in ganzer Länge hineinpasst??
Der zweite Grund, warum sie wohl NICHT mit dem eigenen Fahrzeug zum Tatort gebracht
wurde, ist der, dass KEINE Spuren durch die Gerichtsmediziner nachgewiesen wurden - und
das, obwohl das Auto monatelang nicht gesäubert worden war, wie der Fachmann ausdrück-
lich betonte. Sie war also nachweisbar NICHT nach ihrer Überwältigung in diesem Auto!!!
WARUM wird es dann in der Urteilsbegründung angeführt? - Klar, darum der lauwarme Nach-
satz: oder mit einem geliehenen.....:)


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Udvarias
ehemaliges Mitglied

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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 11:04
Möchte einen Vorschlag machen:

Über das Urteil zu diskutieren, ist inzwischen mühselig, da sich derzeit kein Rechtsanwalt um eine Wiederaufnahme bemüht. Mir wäre es ein Anliegen, wenn wir die Fakten zu dem Fall noch einmal zusammentragen. Dabei können wir uns an den Medienveröffentlichungen aus dem ursprünglichen Thread orientieren. Des weiteren denke ich, dass wir die "Unglaublichkeiten" des Prozesses zusammentragen sollten. Gerne bin ich bereit, diese Punkte in eine tabellarische, übersichtliche Form zu bringen, die einen schnelleren Überblick ermöglicht.

Das Zusammentragen der einzelnen Informationen benötigt natürlich Zeit und die Mithilfe aller ;)


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 11:16
@Udvarias
das wäre super! Sozusagen zum "brainstorming" auch der User, die alles schon einmal
gehört oder gelesen haben. Ich muss sagen, ich habe beim nochmaligen Lesen schon bei
einigen Dingen gedacht: achja??!!
Ich werde gleich mal schauen, was ich seinerzeit zu den Prozesstagen geschrieben habe - und
werde es hier dann nochmals verlinken.


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 11:55
es hieß ja immer:Fundort gleich Tatort. Wenn vor Gericht dann allerdings
der Sachverständige nicht mal klar sagen kann, ob Frau Obst evtl. sogar
schon tot war, als ihr in den Mund geschossen wurde - und die Todesur-
sache auch nicht 100 % bestimmt werden kann, dann ist es ja doch wieder
nicht sicher, dass dieser Schuß tödlich war.
Fest steht eigentlich nur, dass der Schuss dort oben erfolgte - und auch
nicht, wann.....
Das sind soviele Unbekannte in dieser Aussage, dass schon an der Theorie,
sie wurde zeitnah nach ihrer Entführung dort in der Senke erschossen, ge-
zweifelt werden kann.

Ebenso wurde die Zeit des Verbleibens der Leiche dort oben mit 7-10 Tagen ange-
geben. Wieder interpretationsfähig.
Die Aussage der Kriminalmediziner haben kein Licht ins Dunkel gebracht, wie
und wann Frau Obst gestorben ist - und wo?
---------------

Post vom 22.09.2013 von mir im ersten Thread....


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 12:02
@fortylicks

..."und wo sie erschossen wurde" - das ist hier überhaupt die wichtigste Frage.

Haben wir uns nicht ganz zu Beginn schon gefragt ob sie nicht vielleicht tot dorthin verbracht wurde? Warum wurde sie denn sonst nicht schon eher entdeckt? Der Weg ist stark frequentiert von Joggern, Spaziergängern mit und ohne Hunden, mit Kindern die oftmals in den Wald hineinlaufen - ich glaube nicht, dass sie dort so lange gelegen hat....!!!!
Der Schuss aus der Langwaffe ist dort erfolgt, aber was vorher war weiss man doch gar nicht.... - wurde sie irgendwo, von irgendwem gegen ihren Willen festgehalten..????


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Udvarias
ehemaliges Mitglied

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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 12:08
@conita1946
Den Gedanken habe ich auch immer wieder. Als sie verschwand, neigte sich der Winter in Halle gerade dem Ende, es waren die ersten schönen und sonnigen Tage, daher ist es anzunehmen, dass andere Hunde dort auf der Egge ebenfalls Zeichen gegeben hätten, wenn sie dort über 10 Tage gelegen hätte.

Damit ist ein weiterer wichtiger Punkt in Frage gestellt.


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 12:38
@conita1946
gute Fragen!!
Alles ist unklar - und beim Prozess erfuhr man überhaupt nichts, was diesen Nebel
lichtete.
Es sind 3 Tage vakant; sie könnte theoretisch erst nach dieser Zeitspanne dort abgelegt/
erschossen worden sein. Wobei ich schon denke, dass sie dort getötet wurde; sie wurde
in einer Senke abgelegt, lag dort direkt an der hinteren Erdwand - und dort wurden
massenhaft Blut- und Gewebepartikel gefunden.
Auch der Täter MUSS nach Aussage des Gerichtsmediziners damit behaftet gewesen sein -
an der gesamten Garderobe des Günter Obst wurden aber keine solchen Spuren gefunden....
klar, könnte er verbrannt haben. Aber eigentlich war er ja seit dem Verschwinden seiner
Ehefrau in Beobachtung.


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 13:53
@fortylicks

...ich glaube kaum, dass er die Kleidung irgendwo entsorgen, geschweige denn verbrennen konnte, in der Zwischenzeit, das wäre aufgefallen, mMn....

auch hätte man sie, wie Du schon schriebst, irgendwo noch festhalten können, sie verletzt dorthin verbringen und dann erst erschiessen können - denn diese 7 - 10 Tage stehen ja nun mal im Raum...
- und dann wären die Blutspuren wie gehabt!

So hätte man sie evtl. auch gar nicht in ein Fahrzeug verfrachten brauchen, sondern auf eigenen Füssen in ein Versteck bringen können, dort gefesselt, geknebelt noch Tage deponiert haben, die Urinspuren wären womöglich auch dann entstanden und erklärbar!


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 14:18
Also bis Seite 190 im alten Thread konnte ich folgende Fakten sammeln :

-"Gabriele Obst wurde am Dienstag, 16. April, letztmalig zwischen 3 Uhr und 5 Uhr im Bereich Magarethe-Windthorst-Straße 2 gesehen. Dort hat die Zeitungsbotin vermutlich ihr letztes Exemplar des Haller Kreisblatts ausgetragen."
-Ihr Fahrrad lag mitten auf dem Weg
- In der Nähe vom späteren Fundort wurde Tage zuvor ein Kombi gesehen, der aus dem Waldgebiet raste

Auffinden der Leiche:

- Durch Spaziergängerin/Joggerin in einem Waldgebiet
- Lag etwas versteckt (Täter musste mit ihr einen Abhang hoch)
- Tot wahrscheinlich durch einen Kopfschuss mit einem Schrotgewehr (Munition und Gewehr vom "Baujahr" her älter)
- Schrotgewehr lag auf der Leiche
- Rein von der Auffindesituation hätte man auch von einem Suizid ausgehen können
- Unter Frau Obst lag ein Kartoffelsack und ein älterer Baumwollbeutel mit Schäfchenaufdruck (von Karstadt)
- Es gab keine Abwehrverletzungen
- Fundort wahrscheinlich auch der Tatort
- In der Nähe vom Fundort konnte man Reifenspuren sichern


Bitte ergänzen / verbessern wenn euch etwas auffällt!


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 14:27
Ergänzung:
SecretLetter schrieb:Ihr Fahrrad lag mitten auf dem Weg
Das Handy von Frau Obst lag auch in der Nähe


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 15:26
SecretLetter schrieb:Das Handy von Frau Obst lag auch in der Nähe
Richtig - und es war zerstört; keine Ahnung, ob durch Zufall z.B. wenn sie selber draufge-
fallen wäre - oder gewollt kaputtgemacht. Das wurde nicht untersucht bzw. nicht öffentlich
gemacht.

Gleich zu Anfang des Falles, beim Auffinden des Fahrrads, wurden soviele krasse Fehler ge-
macht. Ich werde jetzt mal meinen Beitrag vom Prozesstag raussuchen als es darum ging....
und ihn hier einstellen.


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 15:28
SecretLetter schrieb:In der Nähe vom Fundort konnte man Reifenspuren sichern
Dazu auch noch folgendes:
Es handelte sich bei diesen Spuren, die anfangs höchst verdächtig erschienen, NICHT
um die Reifenspuren des Wagens von Herrn Obst, das wurde einwandfrei ausgesagt....


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 15:40
Das ist der erste Teil: 17.09.2013

-------------------

Ich bin gerade aus dem Gericht zurück und kann folgendes berichten:

Heute wurden weitere Zeugen vernommen; Radio Gütersloh hat ja auch schon einen
kleinen Bericht gebracht, wie ich lesen konnte!

Als erstes betrat die Zeugin den Saal, die die tote Gabriele Obst gefunden hat; wie
schon bekannt, joggte die Zeugin dort mit ihrem Hund regelmäßig. Der Hund lief
frei und bog plötzlich rechts ab und wurde unruhig. Er blieb oben auf dieser Senke
stehen und jaulte und kläffte. Die Zeugin folgte ihm, warf einen kurzen Blick in die
Senke und kriegte Panik. Sie lief so schnell es ging zu ihrem Auto zurück, welches
sie am Ende der Turmstraße abgestellt hatte und fuhr sofort nach Hause, um von dort
die Polizei zu verständigen.
Sie wartete dann auf einen Polizeibeamten, der mit ihr zurück auf den Teuto fuhr und
zeigte diesem die Stelle.
Es wurde vom Richter danach gefragt, ob der Hund in die Senke reingelaufen sei und
evtl. Spuren vernichtet haben könnte. Das verneinte die Zeugin......Auch wurde nachge-
fragt, ob die Zeugin in der letzten Woche vor der Auffindung öfter dort gelaufen sei mit
ihrem Hund; das bestätigte die Zeugin, konnte sich aber leider nicht mehr sicher daran
erinnern, ob sie genau an dieser Stelle vorbeigelaufen war.

Als nächstes kam der Polizeibeamte zu Wort, der mit der Zeugin als erster am Fundort
war. Die Leiche habe, wenn man von unten die Senke hochkommt, links gelegen und
der Oberkörper habe leicht erhöht gelegen, da die Senke da wieder ansteige. Das Gewehr
lag auf der Person, der Lauf zeigte zum Gesicht. Er wurde zum Richtertisch gerufen und
zeigte dem Richter und den anderen Beteiligten, StA und Rechtsanwalt usw., auf einer
Karte den genauen Auffindepunkt. Daraufhin fragte der Richter ihn, ob man evtl. auch
so mit einem PKW an das Gebiet an der Egge käme, ohne über die Turmstraße hinauf-
zufahren. Das bejahte der Zeuge.

Der dritte Zeuge war ebenfalls ein Polizeibeamter der Haller Wache:
Am 16.04. gab es einen Anruf des Bauhofes, dass ein Fahrrad herrenlos am
Steinhausener Weg gefunden wurde. Er fuhr mit einem Streifenwagen dort hin
und traf auf den Angeklagten, der ihm in groben Zügen erzählte, dass seine Frau
nicht nach Hause gekommen sei; er sperrte den Fundort ab und es kam ein weiterer
Einsatzwagen der Polizei dazu, da da schon klar wurde, dass das ein nicht normales
Verschwinden einer Person sei.
Auf Nachfrage sagte er aus, Herr Obst sei ihm nicht nervös oder fahrig vorgekommen.

Dieser Beamte war auch bei der Ortsbesichtung nach dem Leichenfund auf der Egge
dabei. Auch dieser Beamte wurde befragt, ob es möglich sei, durch den Wald von
Halle kommend an diese Stelle zu gelangen oder es evtl. Schranken gäbe. Der Beamte
sagte aus, dass man bei gutem Wetter gut mit einem Auto oder Jeep durchkäme. Er
berichtete, dass er Funkkontakt zu Kommissar Östermann hatte und dieser ihn gefragt
habe, in welchem Zustand der Körper der Toten wäre. Daraufhin habe er die Leiche
einmal kurz angefasst. Der Körper sie verhärtet gewesen. Ausserdem fielen ihm die
frisch angebrochenen Äste auf dem Boden auf. Außerdem hätte die Brille von Frau Obst
ca. 3 m weg von ihr gelegen. Daraufhin schaltete sich der Staatsanwalt ein, dass ihm
dieser Brillenfund suspekt erschien, da Herr Obst ausgesagt habe, seine Frau habe die
Brille an diesem Tag zuhause vergessen.

Der Beamte sagte noch aus, dass man das Handy der Gabriele Obst am Fahrradfundort
so schnell gefunden habe, weil man es angerufen habe. Es hätte in einer Kuhle unter
Blättern gelegen und man vermutet, dass Frau Obst darauf gefallen ist. Es funktionierte
insofern noch, dass es klingelte.

Der Richter verlas dann einen Bericht eines Polizeibeamten bezüglich der weiteren
Spurensicherung:
Es wurden einige Schrotteile, Gewebeteile und am oberen Rand des Kraters eine
gelbe Schrotpatrone gefunden. Aus der Leichenfundsituation ergäbe sich die Schuss-
richtung nach oben-hinten.


Der Richter hielt dem Angeklagten dann vor, er habe versucht, seiner Tochter bei
einem Besuch im Gefängnis einen Brief zu überreichen, der geheim bleiben sollte.
Darin hatte er sie aufgefordert, einige Schäfte von Gewehren verschwinden zu lassen.
Befragt, warum er das gemacht habe, sagte er: damit nicht noch mehr Unheil geschieht
und sein Anwalt ergänzte: Herr Obst hatte Angst, weil bei ihm schon mal eingebrochen
worden sei.

Abschließend sagte der Beamte, für ihn sei das kein Suizid gewesen, da er sehr viel
Erfahrung gerade mit Selbstmördern habe. Auf Nachfrage gab er an, er habe eine
zweistellige Zahl von Selbstmördern gesehen........

Das war der erste Teil. Zur Vernehmung der Rechtsmediziner komme ich später.

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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

25.08.2014 um 15:44
...und hier der zweite Teil vom selben Prozesstag:

----------------

Der Richter fragte den Angeklagten nochmal nach seinem Gespräch mit einigen
Mithäftlingen, denen er den Mord gestanden haben soll. Herr Obst verneinte das
vehement und behauptete, von einigen Mithäftlingen regelrecht gemobbt zu werden.
Erstaunlich war die Aussage vom Richter, dass er einen Antrag eines Rechtsanwalts
auf Akteneinsicht erhalten habe - und Auftraggeber sind zwei der Mithäftlinge, denen
GO angeblich den Mord gestanden hat. Er befragte Staatsanwaltschaft und Verteidigung,
wie sie zu dieser Eingabe stehen und alle lehnten diesen Antrag ab. (DAS wäre ja auch
noch schöner, wenn ein Zeuge erstmal Akteneinsicht bekommt, BEVOR er aussagt!!)

Der Richter verlas ein Gutachten eines Prof. der Rechtsmedizin, wonach G.O. keinen
Alkohol im Blut hatte und auch keine Spuren für ein Sexualdelikt nachgewiesen werden
konnten.

Der nächste Zeuge war ein Gutachter der Rechtsmedizin:
Die Todesursache sei wohl ein Kopfschuss gewesen; es gäbe aber keinen eindeutigen
Schusskanal. Auch seien keine weiteren Verletzungen am Körper feststellbar gewesen;
keine Druckstellen, blaue Flecken etc. Eine andere Kopfverletzung, die durch den
Schuss evtl. überlagert worden wäre, schloss der Gutachter nicht aus. Es wurden wenig
bis gar keine weiteren Blutspuren gefunden. Nur zwei kleine Blutspritzer auf der Hand-
fläche der rechten Hand und einer auf der linken Hand der Getöteten. Der Gutachter
sagte weiter aus, dass ihm die Auffindesituation von Frau Obst sehr gestellt ausge-
sehen habe, normalerweise würden Tote, die durch einen Mundschuss einer Flinte
sterben, nicht so rücklings liegen mit Armen und Beinen lang ausgestreckt.
Der Richter fragte den Gutachter, ob ein evtl. Täter nicht Blut- und Gewebespuren
auch auf der Kleidung haben müsste - und der Gutachter bestätigte das. Das wäre
mit Sicherheit so.


Auch wäre die Waffe mit aller Wahrscheinlichkeit nicht auf dem Körper zum Liegen
gekommen bei einem Suizid. Bei allen Äußerungen des Gutachters konnte er nie
mit Sicherheit eine Sache untermauern. Es kamen immer letzte Restzweifel, wenn
auch sehr unwahrscheinlich.....Eine erstaunliche Aussage dieses Gutachters fand
ich, dass er nicht sagen konnte, WANN Frau Obst starb (7 bis 10 Tage nach Ver-
schwinden war der Zeitraum) und ob Frau Obst noch lebte, als ihr in den Mund
geschossen wurde! Alle Zeichen wären auch vorhanden, wenn man einer Leiche
in den Mund schieße.

Allerdings relativierte sich diese Aussage dann, als er aussagte, Frau Obst wurde
nicht im Liegen erschossen; sie müsse gestanden oder gesessen haben.

Der nächste Gutachter sagte etwas zu den gefundenen DNA-Spuren aus: Er war
leider so schwer zu verstehen und nuschelte seine Aussage runter, dass es fast
unmöglich war, Näheres zu verstehen :( Vielleicht kann einer der anderen dort
anwesenden User was dazu sagen?! Ich habe nur das schon bekannte verstanden:
DNA in der Waffe von Günter Obst, DNA am Lenker des Fahrrads von Gabriele
Obst, Günter Obst und Michael Obst, dem Sohn. DNA von Gabriele Obst an dem
Leinenbeutel. Viel mehr habe ich nicht verstanden. Wie gesagt, vielleicht sass
jemand näher dran und konnte das besser hören?!

Es war eine Verhandlung, bei der nicht viel Neues herausgekommen ist - und meiner
Meinung nach keine neuen und belastendenen Spuren gegen den Angeklagten!

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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

26.08.2014 um 16:34
Ich denke seit ein paar Tagen doch noch einmal intensiver über den Fall nach. Wie war das noch? Wurde jetzt eigentlich bewiesen, dass Frau Obst im Steinhausener Weg abgegriffen wurde? Da gab es doch die Mantrailerhunde. Ich fand das damals nicht eindeutig.
Konnten die Hunde den Weg von dem zuletzt mit Zeitung belieferten Haus bis zum Fahrradfundort mit ihrer Spur verfolgen?
Oder hatten sie nur an dem besagten Haus und/oder nur am Rad aber nicht dawischen angeschlagen?
Kennt sich hier jemand mit Mantrailing aus? Was genau hatten nun die Hunde damals bewiesen? War Frau Obst im Steinhausener Weg oder nur ihr Rad?


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Urteil im Tötungsdelikt Gabriele Obst

26.08.2014 um 16:56
Ich hab natürlich auch viele Fragen und es könnte alles etwas wirr werden.

Konnte man nachweisen, ob das Einnässen vor dem Tod war oder eine Folge vom Tod...das ist ja üblich, dass dann Körperflüssigkeiten austreten, aufgrund fehlender Muskelarbeit.

Also, ob sie sich vor Angst in die Hose gemacht hat - denn das spricht eindeutig gegen Suizid!

Und dann will ich wissen, ob auf dem Kartoffelsack auch Urin war...und ob ihr es für möglich haltet, dass der Sack schon vorher dort war und nicht zwangsläufig was mit dem Geschen zu tun hat - das frage ich, aufgrund der Feuerstelle. Die sieht so stümperhaft aus, dass es auch von Kindern stammen könnte, die sich aus Angst (offenes Feuer im Wald) nicht gemeldet haben. Schon gar nicht, nachdem dort auch noch eine Leiche gefunden wurde...Oder seht ihr den Kartoffelsack im Zusammenhang mit dem Mord und wenn ja, wie hat der Täter das gemacht. Sack Kartoffeln geschleppt und Frau Obst mit der Flinte bedroht?
Udvarias schrieb:Des weiteren denke ich, dass wir die "Unglaublichkeiten" des Prozesses zusammentragen sollten. Gerne bin ich bereit, diese Punkte in eine tabellarische, übersichtliche Form zu bringen, die einen schnelleren Überblick ermöglicht.
Find ich ne super Idee!


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