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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

3.810 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Bibel, Jesus, Wahrheit, Christ, Interpretation, Inspiration, Blasphemie

Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

18.09.2014 um 22:43
@Optimist

Ja, das ist genau das was ich denke. Über Jesus sind viele Geschichten geschrieben worden. Er hat zum Beispiel Blinde sehend gemacht. Er hat auch gesagt: "Wenn jemand blind ist so ist er im Dunkel. Ist aber sein inneres Auge blind, wieviel grösser ist die Dunkelheit." Man kann sich also vorstellen dass es ihm nicht das wichtigste Anliegen war als Augenarzt zu arbeiten, sondern die Leute von einer noch größeren Dunkelheit zu befreien - der inneren bzw seelischen Dunkelheit.

Die Heilung eines körperlich Blinden scheint mir ein gutes Symbol zu sein mit dem Jesus zeigen konnte dass er auch imstande wäre die Menschen von ihrer seelischen Blindheit zu befreien.

Soll das nun heissen, weil die Handlung Symbolcharakter besitzt hat er in Wirklichkeit gar keinen Blinden geheilt? Wie kommt man auf solche Gedanken?


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19.09.2014 um 00:37
@Dennis75
Dennis75 schrieb:Soll das nun heissen, weil die Handlung Symbolcharakter besitzt hat er in Wirklichkeit gar keinen Blinden geheilt? Wie kommt man auf solche Gedanken?
Gut in DEM Falle stimme ich Dir zu.

Nur was die Zahlen betrifft... hmm, weiß nicht ob es wahrscheinlich ist, dass Gott/Jesus tatächlich die Fische genau abgezählt hat? Kannst Du Dir das wirklich vorstellen?


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

19.09.2014 um 08:49
@Optimist

Ich kann mir sogar noch viel mehr vorstellen. Jedenfalls: Wenn Jesus nun mal irgendein Zeichen setzen wollte das für Petrus irgendeine mir verborgene Bedeutung hatte wüsste ich nicht warum er es nicht tun sollte.

Nehmen wir mal an, die Zahl steht für eine Woche gutes Wetter ab morgen. Und nehmen wir mal an, ab dem nächsten Tag herrschte eine Woche gutes Wetter. Die Jünger würden sagen: Hey, der Herr hat uns mit den Fischen gutes Wetter angekündigt und es erfüllt sich. Das schreiben wir mal in die Bibel (Johannes 21).

Wenn aber gar nicht 153 Fische im Netz waren sondern 87 oder 234, wie kommen die Jünger dann auf die Idee sich so eine Erfindung aus den Fingern zu saugen? Hatten sie mit Jesus nicht genug unvorstellbares erlebt, so dass sie sich noch zusätzlich irgendwelche Märchen ausdenken mussten?

Wie kommt man zu solchen Ideen?


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19.09.2014 um 09:13
@Optimist
Optimist schrieb:Gut in DEM Falle stimme ich Dir zu.
Glaubst du aber dies, warum solltest du das andere nicht glauben? Jesus hatte die Macht alles zu tun was er wollte. Es kostete ihn nicht mehr Mühe als ein Gedanke.
Optimist schrieb:hmm, weiß nicht ob es wahrscheinlich ist, dass Gott/Jesus tatächlich die Fische genau abgezählt hat?
Wenn es ihm in den Kram gepasst hätte dass es nicht nur 153 Fische waren sondern dabei auch noch genau einer von jeder Sorte im See Genezareth, und zwar jeder in einer anderen Farbe, und jeder mit so einer Münze im Maul wie die mit der Petrus die Tempelsteuer bezahlte (Matthäus 17,24): Dann hätte Jesus auch das nicht mehr Mühe gekostet als ein Gedanke.

Aber falls es nicht so ist:

Man muss doch klare Regeln haben warum irgendwas nicht stimmen KANN im Sinne der "einfachen Wahrheit". Wie könnten wir sonst den Autoren der Bibel einen grundlegen Wahrheitsanspruch abnehmen? Und wie kann der Glaube sonst ein festes Fundament sein?


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19.09.2014 um 10:22
@Dennis75
Deinen Argumenten kann ich im Moment nichts entgegen setzen (werde aber noch mal gründlich darüber nachdenken) :)

Zwischendurch möchte ich Dich ganz schnell dazu mal etwas fragen:
Optimist an Therion in einem anderen Thread:

Nur ist es in meinen Augen ein Unterschied, ob MENSCHEN mit ihrem beschränkten Denken Regeln aufstellen (z.B. Ampel an Stellen wo sie total unsinnig sind und das könnte man einem Kind auch erklären, warum man es für unsinnig hält ;) ) oder ob eine weise Autorität Regeln aufstellt. Wem ich da lieber folge und es respektiere, das weißt Du ja. :)

-->
Ich wollte mich eigentlich nicht einmischen, aber ich kann dazu sagen:

Wir finden Raub und Freiheitsberaubung ungerecht. Deshalb ist beides verboten. Wenn der Staat sich aber fremden Besitz gegen den Willen des Besitzers aneignet (zB durch Steuern) oder jemanden einsperrt (zB einen Steuerhinterzieher) dann finden wir das nicht ungerechtfertigt sondern normal.

Aber wir müssten auch sagen: Ha, was ist das für ein Staat der zwar verbietet Leute einzusperren und es selbst tut, der zwar verbietet Leute zu berauben aber es selbst tut? Wo bleibt da die Vorbildfunktion?
Andererseits heißt es doch aber auch, dass Gott die Regierungen eingesetzt hatte. Bedeutet es dann nicht, dass wir uns dann nach den Gesetzen richten müssen, auch wenn sie noch so unsinnig und ungerecht sind? Oder wie siehst Du das?


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19.09.2014 um 15:27
@Optimist

Das haben die Nazis Dietrich Bonhoeffer auch vorgeworfen. Seine Antwort war ungefähr die:

"Gebt dem Kaiser was dem Kaiser gehört, aber gebt Gott was Gott gehört" sagte Jesus.

Das bedeutet:
So lange die Regierung nichts verlangt was dem Glauben an Gott und dem Bekenntnis zu Jesus widerspricht soll man sich in die Staatsordnung fügen.

Aber dann wenn der Kaiser das verlangt was Gott gehört, wenn es zum Beispiel verboten sein soll seinen Mitmenschen Nächstenliebe und Barmherzigkeit zu erweisen nur weil sie Juden, Sozialdemokraten oder Behinderte sind, dann muss man sich weigern.

Ich denke, er hat gut geantwortet.


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

19.09.2014 um 15:51
@Dennis75
Dennis75 schrieb:Ich denke, er hat gut geantwortet.
Ja, das finde ich auch. Auch Deine Erklärung ist sehr gut, danke. :)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

21.09.2014 um 22:35
Aus dem anderen Thread (bitte besonders das Fette beachten):

@Dennis75 schrieb:
Für mich ist es nach wie vor die Auffassung des Chronisten und nicht die von Saul. Der Chronist war weder von Gott verlassen noch mit dem Teufel im Bund. Deshalb akzeptiere ich seine Aussage.

--> @Sideshow-Bob :
Ja, deshalb müsste für Dich ja auch nur eine Schlange im Paradies gesprochen haben – Erkenntnisse die sich außerhalb der Aussagen des Chronisten biblisch erschließen, sollen keine Bedeutung haben?
Ist es nicht vielmehr so, das Schreiber der Bibel z.t. auch ein eingeschränktes Verständnis mancher Situationen hatten, bzw. dies auch einräumten. Ist nicht vielmehr Gott der eigentliche Chronist?! So das das Gesamtbild der Bibel entscheiden müsste?

.....
Nach der Bibel ist es nicht legitim, das jeder für sich “Regeln“ bestimmt, um das zu sehen, was er sehen möchte – und das hat auch wenig mit der aufrichtigen Suche zutun, was Gott durch sein Wort eigentlich mitteilen will ...

Es gibt nun mal einen Unterschied zwischen einer persönlichen Ansicht, und einer Analyse auf der Basis von biblischen Aussagen und Grundsätzen. Die Bibel enthält nun mal universelle Gesetzmäßigkeiten, die eine allgemein gültige Wahrnehmung bedingen, und eben nicht durch persönliche Reglen überlagert werden können ( ohne sie zu entwerten).

Auf die Problematik einer vermeintlichen Legitimität gegensätzlicher "Auslegungsregeln" bin ich auch eingegangen:

Sideshow-Bob schrieb:
Doch einen christlichen Anspruch haben wir ja hier nun voraus gesetzt – und egal welche Richtung für uns, auf dieser Grundlage, Sinn macht oder uns Kraft gibt, irgendwann werden wir alle auf einer Linie sein und nicht in christlichen Paralleluniversen unterschiedliche christliche Realitäten ausleben?!

Aber es ist nun mal leider so, das das biblische Verständnis auf unterschiedlichen Ebenen passiert. Entweder wörtlich, Bericht ohne Wertung, Symbolsprache oder eine poetische Darstellung, prophetische Bilder bzw. Visionen usw. - Natürlich kann man sich nicht willkürlich aussuchen, wann welcher Fall vorliegt, sondern ist die wesentliche Herausforderung, zu erkennen, welches Stielmittel, die Bibel gerade erhebt.

Was entscheidet denn darüber, ob ein Text wörtlich genommen wird oder nicht - mein willkürliches Regelempfinden oder andere Aussagen aus der Bibel, die harmonisch dazu passen müssten oder weiteres Licht in eine Sache bringen?!

Sollte nicht die Bibel die Regeln der Auslegung liefern und bestimmen ( in dem man alle Aussagen zu einem Thema auf eine Aussage hin konzentriert) - statt einen Vers so zu bestimmen, wie er gerade nach meinen ersten Eindruck oder dem direkten Wortbild Sinn macht?!

@pere_ubu
zur textauslegung: die bibel legt sich bei gründlichem studium selbst aus. da brauch ich als regel eigentlich nur noch die bibel.
@Dennis75
Was meinst Du zu diesen Aussagen?


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22.09.2014 um 09:48
@Optimist

Ich habe diese Woche recht viel um die Ohren. Aber ich hoffe dass ich heute noch Zeit finde um darauf einzugehen. :)


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22.09.2014 um 13:40
@Optimist
Optimist schrieb:Ja, deshalb müsste für Dich ja auch nur eine Schlange im Paradies gesprochen haben – Erkenntnisse die sich außerhalb der Aussagen des Chronisten biblisch erschließen, sollen keine Bedeutung haben?
Das ist korrekt. Ich kenne zwar die weit verbreitete Interpretation dass die Schlange ein Trugbild des Satans war, stimme ihr aber nicht zu.

Eine interessante Anmerkung dazu findet sich auf
http://www.carelinks.net/languages/german/d18.htm
Optimist schrieb:Ist es nicht vielmehr so, das Schreiber der Bibel z.T. auch ein eingeschränktes Verständnis mancher Situationen hatten, bzw. dies auch einräumten.
Ja, ein eingeschränktes Verständnis sicherlich. Aber ein falsches Verständnis einer Situation wird auch an Ort und Stelle reflektiert so dass jeder es sehen kann (wie die gut gemeinten aber falschen Ratschläge von Hiobs Freunden zB).
Nach der Bibel ist es nicht legitim, das jeder für sich “Regeln“ bestimmt, um das zu sehen, was er sehen möchte – und das hat auch wenig mit der aufrichtigen Suche zutun, was Gott durch sein Wort eigentlich mitteilen will ...
Das ist korrekt. Allerdings gehe ich davon aus dass jede Ordination, ganz besonders auch die ZJ, ihre eigenen Regeln bestimmen und somit sehen was sie sehen wollen. Das kann zum Teil auch ungewollt oder unbewusst geschehen. So ist zB die Regel "In der Bibel steht die Wahrheit" eine Regel die wir freiwillig akzeptieren oder auch nicht.
Optimist schrieb:Ist nicht vielmehr Gott der eigentliche Chronist?! So das das Gesamtbild der Bibel entscheiden müsste?
Das stimmt. Umso mehr duldet er nichts Irrtümliches in seiner inspirierten Schrift, außer der Irrtum wird an Ort und Stelle geklärt: "Es gibt keinen Gott - spricht der Narr." (Psalm soundso)
Optimist schrieb:Es gibt nun mal einen Unterschied zwischen einer persönlichen Ansicht, und einer Analyse auf der Basis von biblischen Aussagen und Grundsätzen. Die Bibel enthält nun mal universelle Gesetzmäßigkeiten, die eine allgemein gültige Wahrnehmung bedingen, und eben nicht durch persönliche Reglen überlagert werden können ( ohne sie zu entwerten).
Völlig richtig. Aber wenn die Analyse nicht nach transparenten und deshalb nachvollziehbaren Regeln erfolgt ist der Erfolg nicht vom Misserfolg zu unterscheiden. In dem Moment hat man es mit Philosophie und Spekulation zu tun.
Optimist schrieb:Doch einen christlichen Anspruch haben wir ja hier nun voraus gesetzt – und egal welche Richtung für uns, auf dieser Grundlage, Sinn macht oder uns Kraft gibt, irgendwann werden wir alle auf einer Linie sein und nicht in christlichen Paralleluniversen unterschiedliche christliche Realitäten ausleben?!
Ja, das wäre zu wünschen.
Optimist schrieb:Entweder wörtlich, Bericht ohne Wertung, Symbolsprache oder eine poetische Darstellung, prophetische Bilder bzw. Visionen usw. - Natürlich kann man sich nicht willkürlich aussuchen, wann welcher Fall vorliegt, sondern ist die wesentliche Herausforderung, zu erkennen, welches Stielmittel, die Bibel gerade erhebt.
Das ist richtig. Wobei ich zwischen "wörtlich" und "Bericht ohne Wertung" keinen wirklichen Unterschied sehe. Und selbstverständlich gibt es Symbole, umgangssprachliche Verallgemeinerung, poetische Umschreibung usw usw.

Zu erkennen welche literarische Ausdrucksweise die Bibel jeweils verwendet und daraus Rückschlüsse auf die wörtliche, umgangssprachliche, poetische, symbolische oder sonstwelche Wahrheit zu ziehen gehört übrigens auch zu den Regeln für Textauslegung die man bewusst oder unbewusst akzeptiert.

Nach welchen Kriterien wir die Unterschiede zu erkennen glauben und wie wir diese bewerten erfordert ebenfalls transparente und nachvollziehbare Regeln, sonst ist es dem Belieben jedes Lesers oder "geschulten Lehrers" überlassen. Auch in dieser Hinsicht sehe ich keine Ordination die einer anderen groß was voraus hätte.
Was entscheidet denn darüber, ob ein Text wörtlich genommen wird oder nicht - mein willkürliches Regelempfinden oder andere Aussagen aus der Bibel, die harmonisch dazu passen müssten oder weiteres Licht in eine Sache bringen?!
Dies ist eine weitere Regel für Textauslegung (der ich zustimme) und die man bewusst oder unbewusst akzeptiert oder auch nicht. Nur gebe ich mich nicht damit zufrieden dass das Gesamtbild den meisten Einzelaussagen entspricht und einigen wenigen krass widerspricht. Ich habe in der Bibel auch NICHTS gefunden was so ein Verhalten rechtfertigen könnte.

Sondern ich gebe mich nur mit einem Gesamtbild zufrieden das ALLE Einzelaussagen harmonisiert. Und ich haben in der Bibel NICHTS gelesen was dieses Vorgehen kritisiert oder in Frage stellt.
Optimist schrieb:Sollte nicht die Bibel die Regeln der Auslegung liefern und bestimmen ( in dem man alle Aussagen zu einem Thema auf eine Aussage hin konzentriert) - statt einen Vers so zu bestimmen, wie er gerade nach meinen ersten Eindruck oder dem direkten Wortbild Sinn macht?!
Ja, unbedingt. Aber je nachdem wie wörtlich wir das "ALLE Aussagen zum Thema" nehmen haben wir es schnell mit ein paar hundert Versen für eine oberflächlich einfache Untersuchung zu tun.

Deshalb zieht jeder irgendwann die Grenze und sagt: "DAS gehört für mich zum Thema, aber DAS nicht." Ein anderer sieht aber vielleicht gerade da einen Zusammenhang wo der erste ihn nicht sieht. Das ist, kurz gesagt, das Ende der menschlichen Weisheit. Wer sich davon frei gesprochen fühlt darf sich hier gerne melden.
@pere_ubu
zur textauslegung: die bibel legt sich bei gründlichem studium selbst aus. da brauch ich als regel eigentlich nur noch die bibel.
In der Theorie jedenfalls. In der Praxis haben wir es aber mit dem Problem zu tun ob wir nach 10 Versen ein abschließendes Ergebnis zu haben glauben, oder nach 50 oder nach 500 Versen. Wer entscheidet ob ein Zusammenhang zu einem Vers mit zwei anderen besteht, und wieder Zusammenhang der zwei untereinander ist?

Auch dafür braucht es Regeln, bewusst oder unbewusst, und die Frage wie konsequent man im einen Fall die Regeln für Zusammenhänge beachtet und im anderen Fall nicht.

*************************************

P.S. BITTE nicht so lange Posts. Die Antworten sind naturgemäß immer mindestens doppelt so lang wie die Fragen, und die Gegenfragen wieder doppelt so lang wie die Antworten. Ich hasse es mahr als 10 Zeilen pro Post zu schreiben.

Wer soll das alles lesen? Du würdest den übrigen TN einen Riesengefallen tun wenn du jeden Absatz einzeln postest, so dass ich Stück für Stück kurz und bündig antworten kann. ;)


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22.09.2014 um 13:58
@Optimist
@Sideshow-Bob

Warum ich so auf Regeln "stehe" ist vielleicht meinem Beruf geschuldet. Aber auch aus der Bibel glaube ich zu erkennen dass es Regeln gibt. Denn Regeln schaffen Ordnung im Chaos, das Universum besteht aus Regeln. Also ein berufliches Beispiel:

Damit ich Regeln einhalten kann (und ich glaube das Regeln gut sind) muss ich sie kennen und verstehen. Wenn ich im Straßenverkehr zB die Vorfahrt beachten soll muss ich wissen was die Schilder und Ampeln bedeuten.

Wenn mir das nicht klar ist bin ich darauf angewiesen mich entweder am Beispiel anderer Fahrer zu orientieren und muss mich halt so durchschlängeln, oder ich suche mir einen Beifahrer dem ich vertraue.

Wenn der mir aber nicht sagt wie die Regeln sind sondern nur hier und da mal sagt: "Du musst anhalten" oder "du musst fahren", warum soll ich glauben dass er es besser weiß und nicht selbst nur durch Zuschauen etwas etwas mehr Übung darin hat sich irgendwie durchzuschlängeln?


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22.09.2014 um 17:36
@Dennis75
Danke für Deine Ausführungen.
Nun bin ich auf die Antworten dazu gespannt. Ich selbst weiß noch nicht so richtig was ich von diesem und jenem halten soll.

Eins steht aber auch für mich fest (und ich denke, sicher auch für die Anderen hier) Regeln müssen sein und man muss sie kennen.
Nur die Frage ist, wer bringt uns die Regeln bei? :)

Das ist doch das eigentliche Problem, dass jeder meint, "seine" Regeln sind die richtigen, oder?


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22.09.2014 um 19:06
@Optimist
Optimist schrieb:Das ist doch das eigentliche Problem, dass jeder meint, "seine" Regeln sind die richtigen, oder?
Ja, genau das denke ich. Dabei finde ich den Gedanken von pere und Bob dass wir durch das Lesen der Bibel selbst eine ganze Menge offensichtlicher Regeln finden können auch ganz richtig; weitere Regeln lassen sich wohl auch durch Schlussfolgerung ableiten, unter Vorbehalt.


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

22.09.2014 um 20:46
@Dennis75
ja sehe ich alles genauso.

Auf welche Regeln können wir uns denn Alle nun einigen? :)
...
Bei Saul und der Hexe kommen wir sicher schon mal auf keinen gemeinsamen Nenner, oder?


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22.09.2014 um 21:09
Optimist schrieb:Auf welche Regeln können wir uns denn Alle nun einigen? :)
ich heiss zwar nicht alle :D , aber generell würd ich sagen:

1. den kontext beachten , also zu einem vers auch die davor und danach zu lesen. am besten sich einen weiteren überblick über das kapitel verschaffen , am besten über das gesamte buch.

2. wenn man daraus ableitungen schöpfen will , bzw. vorhandenen nachgehen will ,dann sollte es harmonieren mit anderen bibelbüchern und deren versen , mindestens in bezug auf das thema ( seele-hölle ,oder was auch immer) findet.
dabei gilt eigentlich auch die "2 zeugen" regel ,das heisst es sollte nichts von nur einem vers abgeleitet werden ,was sich nicht mindestens durch 2 andere verse ,egal wo in der inspirierten bibel ( das ist natürlich grundvoraussetzung ,dass man das glaubt und zumindest erstmal "annimmt" ,der "glaube" erschliesst sich oft erst später).

3. eine gute bibelübersetzung wählen mit angabe von paralellstellen und querverweisen , und einem ebenfalls nötigen guten fussnotenschatz.

4. hilfreich ist ebenfalls eine konkordanz mit guten ausführlichen suchfunktionen.



das lässt natürlich keine schnellauslegungen und "schnellsch(l)üsse zu ,aber die gilt es auf unsicherem terrain auch zu vermeiden.

bevor zeugen jehovas bzw. die bibelforscher damals ihre auslegungen veröffentlichten (predigten) haben sie erstmal 5 jahre in und an der bibel geforscht.

desweiteren kann man natürlich ,wenn schlüssig ,seinen "vorarbeitern" folgen wenn man ihnen vertraut und meint ,dass man sie an ihren früchten erkannt hat , bzw. anderen misstrauen und besondere skepsis dabei an den tag legen ,wenn man an bestimmten exegeten bemerkt hat ,dass sie unmöglich den gepredigten "vortrefflichen früchten" entsprichen.
das muss aber jeder für sich entscheiden.


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22.09.2014 um 23:08
Einverstanden mit dem Kontext und mit thematischen Zusammenhängen in anderen Büchern soweit sie erkennbar sind. Die 2-Zeugen-Regel lässt sich zwar nicht immer auf Erzählungen anwenden, aber für Schlussfolgerungen und Ableitungen ist sie mir auch unerlässlich.

Bei der guten Übersetzung stimme ich zwar auch zu, aber da fängt es schon mit der Frage an was wer gut findet. Worttreue passt oft nur schwer zu alltagssprachlicher Verständlichkeit. Ich lese meist die neue Züricher mit der Scofield zusammen, beide gelten ja als guter Kompromiss von Wörtlichkeit und Verständlichkeit. Bei den Fußnoten sage ich mir eher: Weniger ist mehr.

Was man schlüssig findet und wem man vertraut... Tja das kommt für mich darauf an wie weit ich die Regeln verstehe und gutheiße nach denen der Betreffende etwas für schlüssig oder unschlüssig erklärt. Das ist es ja gerade worum es mir geht.

Mit den Früchten ist es das Gleiche: Weiß ich dass er etwas Gutes und Richtiges erkannt hat oder möchte ich mir das nur einreden weil ich ihn mag, weil mir das die Mühe spart etwas selbst zu erarbeiten oder es mir ein schönes sicheres Gefühl gibt mit vielen anderen einer Meinung zu sein


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22.09.2014 um 23:19
@Dennis75


wir werden da wohl in allem gleichzeitig keine übereinkunft finden.
aber kann ja jeder selbst mal beschreiben was er an sich selbst für ansprüche stellt. danach müsste man sich selbst zuerst mal in den dingen gerecht werden ,bzw. man legt auch nur dar was man an sein verständnis für anforderungen stellt.
zumindest glaubwürdig klarmachen ,dass man nicht nur aus dem bauch heraus interpretiert.


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22.09.2014 um 23:36
@Optimist
Optimist schrieb:Bei Saul und der Hexe kommen wir sicher schon mal auf keinen gemeinsamen Nenner, oder?
Das ist ja auch keine Regel, sondern ein (ziemlich gutes) Beispiel für eine Frage für deren Beantwortung es Regeln braucht. Also welche? Glenn und ich werden uns im Oktober gründlich mit der Sache befassen, und 1 oder 2 Brüder werden uns sicher zur Seite stehen.

Zu meinem Grundansatz der "einfachen Wahrheit" und warum ich sie so berechtigt finde hast du noch nicht wirklich etwas gesagt - und ich habe noch nicht gesagt wo ich da die Grenze sehe. Also wollen wir uns für den Anfang mal damit auseinander setzen?

@pere_ubu

Volle Zustimmung :)


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23.09.2014 um 09:49
@Dennis75
@pere_ubu

Beitrag von pere_ubu, Seite 50 dem stimme ich schon mal zu.
Dennis:
Was man schlüssig findet und wem man vertraut... Tja das kommt für mich darauf an wie weit ich die Regeln verstehe und gutheiße nach denen der Betreffende etwas für schlüssig oder unschlüssig erklärt. Das ist es ja gerade worum es mir geht.
Das sehe ich genauso.
Diesbezüglich gehe ich dann - nachdem ich mehrere Meinungen gehört habe - danach, was für MEIN Verständnis am Schlüssigsten ist. Das muss dann natürlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber ich muss mir nicht vorwerfen, NUR nach meinem Bauchgefühl gegangen zu sein.
Dennis75 schrieb:Zu meinem Grundansatz der "einfachen Wahrheit" und warum ich sie so berechtigt finde hast du noch nicht wirklich etwas gesagt - und ich habe noch nicht gesagt wo ich da die Grenze sehe. Also wollen wir uns für den Anfang mal damit auseinander setzen?
Ja gerne.
Bin dann erst gegen 20 Uhr wieder so richtig hier drin. Bis dann. :)


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23.09.2014 um 22:02
@Optimist ...Hatte leider viel zu tun.

Du weißt warum ich grundlegend erstmal nach der "einfachen Wahrheit" suche: Es erscheint mir logisch, weil es die effizienteste Weise ist einen Gedanken zu kommunizieren wenn man schlicht und einfach sagt was man meint bzw meint was man sagt.

Die Grundregel hat natürlich viele Ausnahmen. Ansonsten jedoch: Gibt es einen vernünftigen Grund warum jemand grundsätzlich erstmal nicht meinen sollte was er sagt?

Ich denke nicht - denn das würde dem Sinn und Zweck der Bibel widersprechen dass man ihre Botschaft versteht und glaubt. Märchen und Mythen haben nicht diesen grundlegenden Wahrheitsanspruch, aber das ist etwas anderes.

Vorerst - was meinst du dazu?


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