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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

3.810 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Bibel, Jesus, Wahrheit, Christ, Interpretation, Inspiration, Blasphemie

Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

06.09.2014 um 23:50
@Dennis75
Dennis75 schrieb:Warum ICH denke dass es MIR nichts nützt zu erfragen ob wir erst nach einer gewissen Zeit der Bewusstlosigkeit oder Existenzlosigkeit wieder "aufwachen" oder ob wir uns unserer Existenz bis zur Auferstehung bewusst sein werden darfst du getrost mir überlassen.
Natürlich respektiere ich das - doch die Ansage wirkt etwas seltsam, wenn man seine Meinung hier quasi zur Diskussion stellt - Unabhängig welchen Reim Du Dir persönlich darauf machst - hätten mich tatsächlich Argumente in dieser Sache interessiert - denn darum geht es ja hier - Oder?

(mir ist schon bewusst, das ich das ziemlich direkt formuliere - aber es geht ja auch nicht um die Geschmacksfrage einer Eissorte - sondern um die aufrichtige Analyse des biblischen Glaubensgebäude - und in der Sache legt die Bibel Christen eben nicht nahe, ihre eigene Suppe zu kochen - sondern sich auszutauschen und in Wertschätzung zu "ermahnen" - Sprüche 27:17 ;) ).
Dennis75 schrieb:Deine Begründungspunkte gehen völlig an der Frage vorbei
Von welcher Frage gehst Du denn hier konkret aus?
Dennis75 schrieb:Ich interessiere mich nicht für griechische oder babylonische Jenseitsvorstellungen. Sondern ich habe meine eigene begrenzte Auffassung anhand dessen entwickelt was ich in der Bibel gelesen habe und wenn diese falsch ist dann sehe ich trotzdem nicht wie das meine Erlösung gefährden oder irgendein anderes Problem verursachen sollte.
Das ist mir schon klar - aber es ist doch wohl nicht so, das wir die biblische Erkenntnis im "luftleeren Raum" angereichert haben - wir sind z.B. in unserem Verständnis auch durch unsere Kultur geprägt, die sich eben nicht zu 100% durch die Bibel speist.
Und in dieser Prägung verarbeiten wir auch zunächst Bibeltexte - allein die Wörter Hölle und Seele kommen doch nicht aus der Bibel, sondern haben eine ganz andere religiöse Vorgeschichte:
Wiki Hölle: Das altnordische Hel (Mythologie), als Name der Todesgöttin Hel zeigt, dass es bereits eine Bezeichnung für die vorchristliche Unterwelt der Germanen gab, die das Christentum umdeutete,
Das wir die Dinge unabhängig einer Prägung neutral aufnehmen, und daher über jede Analyse erhaben sind, wäre natürlich schön.
Sideshow-Bob schrieb:
2 . Wie hier schon erwähnt, ist die Vorstellung vom Seelen-Jenseits – elementare Grundlage für die Hölle – was natürlich in keinem Fall egal ist: DENN entweder ist Hölle ein wichtiges Rechtsinstrument Gottes , das zu berücksichtigen wäre, ODER eine perfide Unterstellung an Gott? ( von der sich Gott, als es um andere Götter ging, die dies so ähnlich handhaben, eher persönlich distanziert hat – Jeremia 7:31 ) In keinem Fall wäre es aber unwichtig.

Dennis75 schrieb:
Wenn es eine Hölle gibt dann kommen die Sünder (die sich nicht zu Christus bekennen) sowieso dahin, egal ob sie das schon vor ihrer Auferstehung aufgrund einer bewusst erlebten Übergangsphase wussten oder nicht.
(Es ging in dem Punkt nicht mehr primär um ein vermeintliches Übergangsbewusstsein - Sondern: )

Für eine Hölle wäre ein Jenseits-Bewusstsein bzw. Wesen elementare Grundlage. Es ist ja nun auch ein "kleiner" Unterschied, ob von solch einer Hölle auszugehen ist oder eben nicht. Die Existenz einer Hölle und besonders die Annahme, Gottes Persönlichkeit würde sich solch eines Rechtsinstrumentes der Qualen bedienen, ist christlich umstritten.

Die persönliche Rettung steht doch wohl in enger Verbindung des Evangelisieren, das insbesondere einschließt einen Gott, als liebevolle Persönlichkeit zu empfehlen - statt als blosse Rettungsmacht - allerdings würde die Höllenquälerei ganz andere Persönlichkeitszüge nahe legen. Um solche Bedeutungen/ Konsequenzen geht es ( in der ganzen Architektur rund um eine Geister-Seele ).
Sideshow-Bob schrieb:
Die genaue Herkunft solcher Vorstellungen für “ egal“ zu erklären, wäre genauso abstrus, wie anzunehmen, das es dem Ehepartner “egal“ wäre, wenn die Eheringe noch von der Ex sind, und andere Namen und Datum drin stehen ;)

Dennis75 schrieb:
Dies ist deine Meinung die du herzlich gerne haben darfst, aber ich wüsste nicht warum sie für jemand anderen gelten soll.
Das sind weitgehend alles persönliche Meinungen hier – selbst die Überzeugung oder gar Notwendigkeit eines Glaubens ist persönliche Meinung.

( die sich deshalb ja nicht disqualifizieren, sondern mit anderen Argumenten ggf. diskutieren lassen)

Die biblischen Ansprüche dazu – sind allerdings allgemein gegeben.

In dem oberen Beispiel mag meine persönliche Meinung nicht unbedingt zutreffen, wenn's Deinem Partner egal ist ,woher “Ringe und Gravur“ stammen – ok – Doch Gott hat in einer Vielzahl von biblischen Beispielen sehr deutlich gemacht, das ihm der Ursprung bzw. die Vermischung anderer Annahmen bezüglich seiner Handhabe, in seinen Prozessen um Leben und Anbetung nicht egal ist – und das ist dann die persönliche Meinung von Gott.

( ...weiteres in Antwort Deiner anderen Frage im Seelen-Thread)


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07.09.2014 um 00:49
@Sideshow-Bob

na gut, wenn dir das Thema denn wirklich so am Herzen liegt dann lese ich mir alles nochmal in Ruhe durch und versuche morgen oder übermorgen etwas vernünftiges dazu zu schreiben.


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07.09.2014 um 02:53
@Dennis75

Jo, das liegt mir sehr am Herzen – weil es ein Multifaktor ist, der das ganze Bild der Bibel vielfältig darstellen kann - zudem ist es schwer zu diskutieren, weil das eine Substanz ist, die christliche Gruppen im Verständnis unterscheidet, und dementsprechend eine Identifikation dran hängt.


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07.09.2014 um 03:29
@Sideshow-Bob
@Dennis75
Dennis75 schrieb:na gut, wenn dir das Thema denn wirklich so am Herzen liegt dann lese ich mir alles nochmal in Ruhe durch und versuche morgen oder übermorgen etwas vernünftiges dazu zu schreiben.
Mir liegt das auch alles sehr am Herzen.

Würde mich freuen, wenn dieses Thema dann weiterhin in dem anderen Faden diskutiert würde, damit wir nicht noch mehr "zweigleisig" fahren.
(notfalls könnte ja das eine oder andere von hier mit in den anderen Thread genommen werden... )

Danke schon mal. :)


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07.09.2014 um 08:16
@Dennis75
Wer aber zB in der Bibel liest dass der Geist Samuels aus dem Totenreich zu Saul sprach und dann aufgrund anderer Bibelstellen zu dem Ergebnis kommt dass dies eine faustdicke Lüge ist, es wäre also gar nicht Samuel sondern ein Dämon der sich als Samuel ausgab, dann erklären wir die Bibel zum Lügenbuch wo jeder sich rauspicken kann was er will und den Rest nach Belieben ins Gegenteil verdreht wenn es ihm passt.

Hätte ein Dämon mit Saul gesprochen dann stünde in der Bibel nicht: Samuel sprach zu Saul, sondern da stünde: Ein Dämon in der Gestalt Samuels sprach mit Saul.
Hallo lieber Dennis!

Das richtige Verständnis um die Erscheinung "Samuels" in Verbindung mit dem Geistermedium ist von tragender Bedeutung in Verbindung mit dem richtigen Verständnis der biblischen Lehre zum Zustand der Toten. Des weiteren gibt es noch andere wichtige Aspekte, die unten angeführt werden.
Denn mein Verständnis zur "Erscheinung Samuels" ist keineswegs meine persönliche Bibelauslegung!
Viele aufrichtige Erforscher der Bibel haben sich bereits in früheren Jahren mit der Thematik beschäftigt!

Lies das bitte einmal durch und überdenke die Argumente!



Saul beim spiritistischen Medium:

Wenn es also in dem Bericht heißt: „Als die Frau ‚Samuel‘ sah, begann sie mit lautester Stimme zu schreien“, ist dies offensichtlich eine Schilderung vom Standpunkt des Mediums aus, das von dem Geist, der sich als Samuel ausgab, irregeführt wurde (1Sa 28:12).

Auf Saul läßt sich der Grundsatz anwenden, den der Apostel Paulus äußerte: „So, wie sie es nicht billigten, Gott in genauer Erkenntnis zu behalten, übergab Gott sie einem mißbilligten Geisteszustand, so daß sie Dinge taten, die sich nicht geziemen . . . Obschon diese die gerechte Verordnung Gottes sehr wohl erkennen und wissen, daß die, die solche Dinge treiben, den Tod verdienen, fahren sie damit nicht nur fort, sondern stimmen auch denen zu, die sie zu tun pflegen“ (Rö 1:28-32).

Im Biblischen Commentar über das Alte Testament: Die Bücher Samuels von C. F. Keil (2. Auflage, Leipzig 1875, S. 210) wird zu 1. Chronika 10:13 ein Zusatz der Septuaginta angeführt, der lautet: „. . . und Samuel, der Prophet, antwortete ihm.“

In dem Commentar wird der Standpunkt unterstützt, der durch diese nichtinspirierten Worte in der Septuaginta angedeutet wird, doch es wird hinzugefügt: „Dennoch haben die Kchvv. [Kirchenväter], Reformatoren und älteren kirchlichen Theologen mit wenigen Ausnahmen keine wirkliche, sondern nur eine dem Saul vorgespiegelte Erscheinung Samuels angenommen.!!!!!!!!!

Wie schon Ephraem Syr. erklärt, dem Könige sei durch dämonische Künste eine Erscheinung Samuels vorgespiegelt worden, so halten auch Luther und Calvin und nach ihnen die älteren protestantischen Ausleger die Erscheinung nur für ein Teufelsgespenst, ein phantasma seu spectrum diabolicum sub schemate Samuelis [eine Erscheinung oder ein Teufelsgespenst in der Gestalt Samuels], und Samuels Verkündigung nicht für eine von Gott eingegebene Weißagung, sondern für eine diabolische Offenbarung unter göttlicher Zulassung, in welcher Wahrheit mit Lüge vermischt sei.“


In einer Fußnote (Das erste Buch Samuel, S. 210) heißt es in diesem Commentar: „So sagt Luther . . . ‚Daß Samuel 1 S. 28, 11. 12 durch eine Wahrsagerin oder Zauberin erweckt ward, ist gewiß des Teufels Gespenste gewest: nicht allein darumb, daß die Schrift daselbst anzeiget, daß es ein Weib getan, welche voller Teufel gewest ist (gerade als sollt man glauben, daß die Seelen der Gläubigen, welche in der Hand Gottes . . . sind, . . . unter der Gewalt des Teufels und böser Menschen wären), sondern auch darumb, daß Saul und das Weib öffentlich wider dieß göttlich Gebot getan haben, von den Todten erforschet und gefraget. Dawider kann noch mag der heilige Geist nicht thun, auch nicht helfen oder wöllen, denen die dawider thun.‘

Gleicherweise erklärt Calvin . . . die Erscheinung nur für ein . . . [‚Gespenst;

WARUM?

Weil ja nicht zu bestreiten ist, daß es nicht der echte Samuel gewesen ist, denn Gott hätte niemals erlaubt, daß sein Prophet solchen teuflischen Verschwörungen preisgegeben werde.

Denn eine Zauberin rief nämlich die Toten aus der Unterwelt. Sollte jemand wirklich meinen, daß Gott seinen Propheten solcher Schande preisgeben würde, als hätte der Teufel die Macht über die Körper und Seelen der Heiligen, die in Gottes Obhut sind?

Es heißt, daß die Seelen der Heiligen in Gott ruhen . . ., auf ihre glückliche Auferstehung wartend.

Sollten wir außerdem glauben, daß Samuel seinen Mantel mit ins Grab nahm?

Daraus geht hervor, daß die Erscheinung offenkundig nur ein Gespenst gewesen ist, und die Sinne der Frau wurden so getäuscht, daß sie dachte, sie sähe Samuel, obwohl er es in Wirklichkeit nicht war.‘]
Mit ähnlichen Gründen haben dann die älteren orthodoxen Theologen die Wirklichkeit der Erscheinung des abgeschiedenen Samuel bestritten.“

( Ende des Zitats! )


Gruß, Tommy


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07.09.2014 um 08:30
@Dennis75
@Optimist
Tommy57 schrieb:Wer aber zB in der Bibel liest dass der Geist Samuels aus dem Totenreich zu Saul sprach und dann aufgrund anderer Bibelstellen zu dem Ergebnis kommt dass dies eine faustdicke Lüge ist, es wäre also gar nicht Samuel sondern ein Dämon der sich als Samuel ausgab, dann erklären wir die Bibel zum Lügenbuch wo jeder sich rauspicken kann was er will und den Rest nach Belieben ins Gegenteil verdreht wenn es ihm passt.
Hallo lieber Dennis!

Ist tatsächlich ALLES, was in der Bibel schriftlich festgehalten ist, die Wahrheit Gottes oder müssen wir als Leser Unterscheidungsvermögen an den Tag legen?

Kommt es z. B. nicht in Verbindung mit dem Kontext an, WER in der Bibel eine Aussage macht?


Wie betrachtest du z. B. die Aussagen des Bibelbuches Hiob?

Sind da die Äußerungen der vermeintlichen Freunde Hiobs, Eliphas, Bildad und Zophar göttliche Wahrheiten, nur weil sie in der Bibel stehen?

Oder müssen Bibelleser berücksichtigen, aus welcher Quelle eine Aussage kommt, die in der Bibel festgehalten wurde?


Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

07.09.2014 um 10:34
@Tommy57

leider hatte ich Dich hierbei vergessen mit zu adden, bzw. hatte ich stillschweigend Alle damit gemeint :) :
Optimist schrieb:Würde mich freuen, wenn dieses Thema dann weiterhin in dem anderen Faden diskutiert würde, damit wir nicht noch mehr "zweigleisig" fahren.
(notfalls könnte ja das eine oder andere von hier mit in den anderen Thread genommen werden... )

Danke schon mal. :)
Ich finde, es wäre wirklich gut, wenn wir das in dem anderen Faden weiterführen könnten.
Zur Erleichterung für Euch (vor allem für Dennis wenn er dann antworten möchte) kopiere ich mal Deine Antwwort an ihn in den anderen Faden. Entweder ihr nehmt es an und führt Euer Gespräch DORT fort oder nicht (dann muss ich es auch akzeptieren ;) ).

Es kommt ja übrigens noch dazu, dass ich mir die eine oder andere Seite dann manchmal speichern möchte (wenn mir die Argumente gefielen :) ) ... das macht sich dann nicht so schön, wenn es 2 Threads sind mit dem gleichen Thema. :)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

17.09.2014 um 09:27
Tommy57 schrieb am 07.09.2014:Sind da die Äußerungen der vermeintlichen Freunde Hiobs, Eliphas, Bildad und Zophar göttliche Wahrheiten, nur weil sie in der Bibel stehen?
Im Buch Hiob steht drin, gegen Ende nämlich als Gott selbst das Wort ergreift, dass die drei Unsinn geredet haben. Es ist also KEINE unreflektierte Falschaussage sondern eine reflektierte, zur Darstellung eines populären Irrtums und dessen Richtigstellung.


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

17.09.2014 um 09:28
@Optimist

Sag mal brauchst du diesen Thread denn für ein aktuelles Thema?


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

17.09.2014 um 16:55
@Dennis75
Ich weiß zwar nicht so richtig worauf Du mit Deiner Frage hinaus willst, aber wenn Du diesen Thread für irgendein Thema nutzen möchtest, kannst Du das gerne tun. :)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

17.09.2014 um 17:06
@Optimist

Naja wir könnten mal gemeinsam ein bisschen Zeit in die Regeln der Textauslegung investieren. Das wäre auf jeden Fall ein Thema was sich gründlich zu diskutieren lohnt.

Dann machen wir aus "Was steht in der Bibel?" einen Abstecher nach "Wie versteht man das was da steht?"...


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

17.09.2014 um 17:18
@Dennis75
Sehr gute Idee. Meine Herangehensweise kennst Du schon. Ich bekomme jetzt aber nicht mehr zusammen - wie ich es am besten ausdrücken könnte (müsste da mein Posting noch mal suchen). Oder weißt Du es noch so ungefähr was ich geschrieben hatte? :)


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17.09.2014 um 19:07
@Optimist

Frag doch kurz die bisher eingeladenen ob sie Lust haben zu diesem Thema ihre Meinung zu sagen. Zumindest Bob und Tommy haben anlässlich der "Samuel oder nicht?"-Frage doch schon allerhand Grundsätzliches getextet. Bisher hatte ich zwar nicht soviel Zeit und Lust das Thema zu vertiefen, aber es schadet ja auch nicht sich mal eine konträre Meinung anzuhören.

Wenn ich Zeit habe mach ich heute abend noch den Anfang; sonst morgen früh. :)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

17.09.2014 um 20:06
Dennis75 schrieb:Naja wir könnten mal gemeinsam ein bisschen Zeit in die Regeln der Textauslegung investieren. Das wäre auf jeden Fall ein Thema was sich gründlich zu diskutieren lohnt.

Dann machen wir aus "Was steht in der Bibel?" einen Abstecher nach "Wie versteht man das was da steht?"...
@Tommy57
@Sideshow-Bob
@BiblicalThruth
@Jay-Ja
@Salachrist
Habt Ihr Lust Euch bei diesem Thema zu beteiligen?


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

18.09.2014 um 09:02
@Optimist

Der ganzen Bibel allgemein, also allen verschiedenen Autoren, unterstelle ich jetzt einfach mal einen grundlegenden Wahrheitsanspruch. Damit meine ich: Sie glaubten selbst was sie schrieben und schrieben es aus einem bestimmten Grund: Damit auch andere es glauben.

Nun stimmt es zwar dass wir im täglichen Leben oft unterscheiden müssen zwischen "was sagt jemand" und "was meint jemand"; denn jemand will ja nicht nur Worte übermitteln (was sagt er) sondern bedient sich mehr oder weniger geeigneter Worte um einen Gedanken zu übermitteln (was meint er). Wichtiger als das was jemand sagt ist also was er meint.

Am besten wäre es wenn jemand einfach sagt was er meint und meint was er sagt. Immer wenn das möglich ist, dann ist auch auf die einfachste und unmissverständlichste Weise der Gedanke übertragen. Das wussten die Menschen vor 3000 Jahren sicher schon so gut wie wir.

Abgesehen von den zwangsläufigen Problemen die die Übersetzung einer 3000 Jahre alten Sprache mit sich bringt gehe ich deshalb erstmal davon aus dass die Autoren der Bibel sagten was sie meinten und meinten was sie sagten. ("Einfache Wahrheit"). Ich will gerne zugeben dass dies nicht das Ende der Weisheit ist, aber doch sicher ihr Anfang.

Manchmal zwingen uns die Umstände über die einfache Wahrheit hinaus zu gehen, wenn zB zwei Sachaussagen widersprüchlich erscheinen. Weil ich jedem Autor den gleichen grundlegenden Wahrheitsanspruch zubillige versuche ich also eine Gesamtaussage zu entwickeln die beiden scheinbar widersprüchlichen Einzelaussagen gerecht wird. Dabei halte ich mich wieder soweit an die einfache Wahrheit wie sich keine neuen Widersprüche zu anderen Sachverhalten ergeben.

Für den Anfang: Was hältst du davon?


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

18.09.2014 um 10:34
@Dennis75
Dennis75 schrieb:Für den Anfang: Was hältst du davon?
Dem kann ich voll zustimmen.

Nur hier würde ich einen kleinen Abstrich machen:
Dennis75 schrieb:Abgesehen von den zwangsläufigen Problemen die die Übersetzung einer 3000 Jahre alten Sprache mit sich bringt gehe ich deshalb erstmal davon aus dass die Autoren der Bibel sagten was sie meinten und meinten was sie sagten. ("Einfache Wahrheit").
Da ja die Texte zum größten Teil von Gott inspiriert waren (gehst Du da mit?), konnten sie nicht immer nur einfache Wahrheiten von sich geben, denn manches was sie aufschrieben verstanden sie möglicherweise sogar selbst noch gar nicht?

Zudem denke ich eben auch, dass die Bibel DESHALB n i c h t IMMER eindeutig auslegbar ist, damit man sie nach dem Lesen nicht gleich einmottet, sondern gezwungen ist, immer wieder darüber nachzusinnen (aufgrund der verschiedenen Meinungen). Was hältst Du von diesem Gedanken?


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

18.09.2014 um 11:35
@Optimist
Optimist schrieb:Zudem denke ich eben auch, dass die Bibel DESHALB n i c h t IMMER eindeutig auslegbar ist, damit man sie nach dem Lesen nicht gleich einmottet, sondern gezwungen ist, immer wieder darüber nachzusinnen (aufgrund der verschiedenen Meinungen). Was hältst Du von diesem Gedanken?
Dem kann ich nicht zustimmen...

Die Bibel ist kein Sodoku-Rätsel und immer wenn man langeweile hat und Rätsel lösen möchte schlägt man die Bibel auf, das war auch sicherlich nicht Gottes Gedanke. Wir sollten als Christen täglich in der Bibel lesen, sowohl die leicht verständlichen Stellen als auch die schwierigeren.

Das Problem steckt nicht in den Buchstaben, sondern beim Leser, der gerne mehr in den Textstellen sehen möchte, als da wirklich steht.

Wenn man auch nur ansatzweise schnuppern durfte welche großen und kleinen Schätze in der Bibel versteckt bzw. offen sind, bin ich mir sicher, dass das Buch auch ohne Rätselsprache auskommt, um den Leser zu unterhalten.

Man würde auch Gott die Schuld geben, dass es heutzutage soviele christliche Spaltungen gibt, wovon jede behauptet im Recht zu sein, weil er sich ja nicht klar ausdrücken konnte.

Ist der Christ unterm Gesetz?
Ist Jesus überhaupt Gott?
Haben die Christen Israel ersetzt?
Wählt Gott Menschen zur Errettung und zur Hölle oder hat jeder den freien Willen das zu entscheiden?
Soll man zu verstorbenen Menschen beten?
usw.

Die Bibel ist in den Punkten klar, aber trotzdem stürzt sich der Widersacher darüber und verteilt falsche Lehre unter den Christen.

Solange man die Bibel nicht auswendig kennt, gibt es keinen Grund dieses Buch zur Seite zu legen und nicht täglich darin zu wachsen.

Warum wurde z.B. die Kreuzigung von Jesus im alten Testament nicht klar gesagt worden? Der Teufel kennt ja selbst die Schrift, hätte er dann noch Judas verführt, wenn er wüsste was Jesus damals vorhatte?

Um mal auf das Thema zurückzukommen....

Allerhöchste Regel beim Bibelauslegen ist...

... Gott im Gebet um Einweisung zu bitten, dass er einem beim Bibellesen führt und das sage ich jetzt nicht nur als Floskel.

Man muss sich klar sein, dass kein Mensch auf der Erde die absolute Erkenntnis über die Bibel bekommt. Den einen ist es gegeben, dass er die Schöpfungsgeschichte und den Sündenfall deuten kann und dem anderen vielleicht eher die Offenbarung.

Jeder bekommt sein Maß zugeteilt, deswegen wird es immer Bibelstellen geben, die einem völlig unverständlich sind, aber von dem anderen ausgelegt werden können, weil man einfach nicht die Befugnis derzeit über das bekommt. Nicht alles ist für einen nützlich z.B. unser beliebtes Thema wohin wir nach dem Tod kommen... Für uns als Christen kann es eigentlich egal sein, ob wir erstmal ne zeitlang schlafen oder direkt zum Herrn kommen, auf unser Leben auf der Erde hat es kaum auswirkungen.

Es kann sein, wenn man geistig wächst, dass neue unbekannte Stellen hinzukommen.

Die zweitwichtigste Regel beim Bibelauslegen meiner Meinung nach ist auch mal gestehen zu können, dass man einfach keine Ahnung hat und diese Stelle einfach so stehen zu lassen wie sie ist. Vielleicht bekommt man zu einem späteren Zeitpunkt Erkenntnis darüber.

Man sollte nie eine unklare Stelle herausfordern und eine Auslegung erzwingen, sondern immer mit dem Wunsch die Bibel lesen, dass man unverfälscht Gottes Botschaft kennen möchte.


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18.09.2014 um 13:08
@Salachrist
Salachrist schrieb:Wenn man auch nur ansatzweise schnuppern durfte welche großen und kleinen Schätze in der Bibel versteckt bzw. offen sind, bin ich mir sicher, dass das Buch auch ohne Rätselsprache auskommt, um den Leser zu unterhalten.
--> "versteckt" ist das Stichwort. Genau das meinte ich und das ist es doch was Interpretationsspielraum bietet.
Salachrist schrieb:Warum wurde z.B. die Kreuzigung von Jesus im alten Testament nicht klar gesagt worden? Der Teufel kennt ja selbst die Schrift, hätte er dann noch Judas verführt, wenn er wüsste was Jesus damals vorhatte?
Das schiebe ich diesem Motto zu, was auch bei Kindern so ist: "auch wenn man es eigentlich besser weiß, man könnte es ja trotzdem mal versuchen, vielleicht haben die Eltern ja nur Quatsch erzählt" . "
In diesem Sinne halte ich Satan für ein stures kleines Kind, was unbedingt mit dem Kopf durch die Wand will...
Allerhöchste Regel beim Bibelauslegen ist...

... Gott im Gebet um Einweisung zu bitten, dass er einem beim Bibellesen führt ...

Man muss sich klar sein, dass kein Mensch auf der Erde die absolute Erkenntnis über die Bibel bekommt. Den einen ist es gegeben, dass er die Schöpfungsgeschichte und den Sündenfall deuten kann und dem anderen vielleicht eher die Offenbarung.
Es kann sein, wenn man geistig wächst, dass neue unbekannte Stellen hinzukommen.


Die zweitwichtigste Regel beim Bibelauslegen meiner Meinung nach ist auch mal gestehen zu können, dass man einfach keine Ahnung hat und diese Stelle einfach so stehen zu lassen wie sie ist. Vielleicht bekommt man zu einem späteren Zeitpunkt Erkenntnis darüber.

Man sollte nie eine unklare Stelle herausfordern und eine Auslegung erzwingen, sondern immer mit dem Wunsch die Bibel lesen, dass man unverfälscht Gottes Botschaft kennen möchte.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu. :)


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18.09.2014 um 17:13
@Salachrist

Einverstanden mit deiner ersten und zweiten Regel :)

@Optimist
Optimist schrieb:Da ja die Texte zum größten Teil von Gott inspiriert waren (gehst Du da mit?), konnten sie nicht immer nur einfache Wahrheiten von sich geben, denn manches was sie aufschrieben verstanden sie möglicherweise sogar selbst noch gar nicht?
Ja ich gehe von einer komplett inspirierten Bibel aus. Ich will gerne nochmal wiederholen dass es nötig sein kann über die "einfache Wahrheit" hinaus zu gehen, muss deinen Einspruch aber ansonsten als unlogisch zurückweisen:

Nur weil ein Sachverhalt eine "höhere Wahrheit" enthält, also etwas das auf den ersten Blick vielleicht nicht zu erkennen ist und trotzdem stimmt, muss das nicht heißen dass es die einfache Wahrheit in diesem Fall nicht gibt.

Ein Beispiel: Als Jesus Petrus aufforderte sein Netz nochmal auszuwerfen obwohl er den ganzen Tag nix gefangen hatte gehorchte Petrus, und im Netz waren Sage und Schreibe 153 Fische.

Die Theologen der Jahrhunderte haben ca. 876587 symbolische Deutungen für die Zahl 153 gefunden, und von mir aus können sie alle gleichzeitig zutreffen. Nix gegen höhere Wahrheiten, wohlgemerkt. Aber nur weil die 153 ein Symbol ist waren im Netz NICHT 153 Fische?


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18.09.2014 um 19:51
@Dennis75
Dennis75 schrieb:Aber nur weil die 153 ein Symbol ist waren im Netz NICHT 153 Fische?
Wenn dies wirklich eine symbolische Zahl ist und auch SO gemeint ist, wieso sollten dann wirklich zufällig gerade 153 Fische im Netz gewesen sein?
Oder gehst Du davon aus, Gott hatte dafür gesorgt, dass genau diese Anzahl ins Netz geht?


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