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Der Ursprung von allem

369 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Psychologie
oneisenough
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Der Ursprung von allem

13.03.2014 um 01:39
@DonFungi
DonFungi schrieb:Muss es jemals einen stillstand gegeben haben?
Ja, und zwar zwingend, wenn man Stillstand als Wirkungslosigkeit versteht.

Begründung:

Vor jedem Anfang (verstanden als erste Wirkung) muss zwingend ein Stillstand gegeben sein (eine Wirkungslosigkeit). Und zwar deswegen, weil der vermeintliche Anfang sonst noch keiner gewesen sein kann.

Allerdings gibt es keine erste Wirkung, eben weil sie, wie eben erklärt, eines vorherigen Stillstandes bedarf, aus dem jedoch unmöglich eine erste Wirkung hervorgehen kann (weil es sonst kein Stillstand gewesen sein kann).


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libertarian
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Der Ursprung von allem

13.03.2014 um 01:44
@oneisenough
Andererseits scheint das Lernen aber auch wieder erst durch die Beobachter-Position richtig effektiv zu werden. Gerade da man das ganze Gedanken-Gestrüpp transzendieren und sich darüber erheben kann.


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oneisenough
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Der Ursprung von allem

13.03.2014 um 01:52
@libertarian
Ich habe da manchmal die Angst, dass dann mein Wissen und überhaupt alles stagniert, ich keine Fortschritte mache und die Welt an mir vorbeisaust. Ist das begründet?
Nein, ist es nicht. Du hast dir die Antwort bereits selbst gegeben. Denn auch diese Angst, die du hier beschreibst, ist immer nur vorübergehend und nichts wirklich Wahres. Sie ist auch nur eine notwendige, aber eben vorübergehende Wirkung.

Versuche mal eine andere Sichtweise. Wenn du eine Situation als ein Problem empfindest, dann wird dir dein Verstand tausend gute Gründe liefern, warum es für dich ein Problem ist. Kein Wunder also, wenn du leidest.

Wenn du stattdessen dieselbe Situation als Herausforderung betrachtest, als eine faszinierende Aufgabe, bei der du etwas dazulernen kannst, dann wird dir dein Verstand ebenfalls tausend gute Gründe nennen, warum es kein Problem sondern eine Herausforderung ist, und du wirst dieselbe Situation vollkommen anders erleben. Das gilt ganz allgemein.

Das heißt, du änderst mit deiner jeweiligen Sichtweise sofort und unverzüglich dein innerliches Empfinden. Probiers einfach mal aus, es funktioniert.


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libertarian
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13.03.2014 um 02:01
@oneisenough
Diesen Rat probiere ich durchaus schon hier und da aus. Und er hat auch sicher das Ein oder Andere zum Positiven bewirkt. Aber um zur eigentlich Problematik vorzustoßen: Soll ich meine Aufmerksamkeit, meinen Fokus, auf das reine Ich-Bin oder nicht vielmehr auf bestimmte Herausforderungen des diesseitigen Lebens richten, damit ich durch Fokussierung darauf, also durch Nachdenken, zu Lösungen gelange und so meinen Lebensstandard immer weiter verbessere und kultiviere. Als Vergleich hier die Menschheit: Hätte sie, wenn sie das, was etwa Nisargadatta machte, den Computer erfinden können und all die ausgeklügelte ausdifferenzire Technik? Geht nicht beides simultan? So im Sinne: Verrichte deine Arbeit, aber sei nicht angehaftet an diese und wisse dass du darüber stehst? So sagte Nisargadatta selbst. Nur scheint es in meiner Praxis so, dass ich dann rauszufallen scheine aus der transzendenten Position, wenn ich etwa aktiv intensiv nachzudenken versuche. Schwer zu sagen.

@Elfman3
Versuch' mal dich zum reinen Ich-Bin zu begeben, dieses pure Gefühl deiner Anwesenheit, dieses sich selbst Beweisende, reine Sein, dass du bist und nur das. Dein Dasein ist dir ein ständiger Begleiter, es ist das Dasein, das Ich-Bin, welches alle Phänomene und geistigen Erscheinungen, alle Gedanken ausmacht. Alle Gedanken bestehen aus diesem Ich-Bin. Es ist das reinste und eine.


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oneisenough
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13.03.2014 um 02:04
@libertarian
libertarian schrieb:Gerade da man das ganze Gedanken-Gestrüpp transzendieren und sich darüber erheben kann.
Jeder ist bereits von seinen Gedanken getrennt und braucht sich nicht erst von ihnen zu erheben. Es ist der Identifikationsvorgang, der einem vorgaukelt, man wäre die Inhalte seiner Gedanken. Bitte nicht missverstehen. Identifikation ist nichts, was man abschaffen sollte. Aber man sollte schon wissen, was man da eigentlich tatsächlich tut.

Zu deiner Technikfrage:

Jede Technologie ist die praktische Umsetzung, sprich, der kommunikative Ausdruck der jeweils entwickelten geistigen Fähigkeiten.


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libertarian
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Der Ursprung von allem

13.03.2014 um 02:08
@oneisenough
Ist nicht Identifikation eine Anhaftung? Mir scheint oft so, dass meine Aufmerksamkeit gelenkt wird, statt dass ich sie lenkte. Anhaftungen etwa zu überwinden, das ist gar nicht so einfach getan, wie gesagt. Es kostet durchaus Einiges an Überwindung gerade auch Liebgewonnes loszulassen. Süchte etwa auch. Anhaftung an den Körper natürlich so auch.


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oneisenough
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13.03.2014 um 02:13
@libertarian
libertarian schrieb:Ist nicht Identifikation eine Anhaftung?
Ja, sicher. Aber das ist nichts, was es abzuschaffen gilt. Ohne eine Identifikation zu benutzen, kannst du mit niemandem kommunizieren, weil du erstens nicht erkannt wirst und zweitens, weil du dann gar nichts kommunikativ zum Ausdruck bringst.
libertarian schrieb:Mir scheint oft so, dass meine Aufmerksamkeit gelenkt wird, statt dass ich sie lenkte.
Für dieses Lenken sind selbst erschaffte Hilfsmittel zuständig, die mit den Begriffen Bedürfnisse und Gewohnheiten zusammenfassend beschrieben werden. Sie wirken ähnlich wie eine Automatik im Fahrzeug. Wenn du sie benutzt, läuft sie ab.


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libertarian
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13.03.2014 um 02:20
@oneisenough
Ist Erleuchtung nicht gerade das, dass man sich nicht mehr für eine Identifikation hält, als vielmehr sie als Instrument erkennt? Nicht das, dass man gar sein Ich-Bin nicht mehr für sein wahres Selbst hält, als mehr das, was dieses ermöglicht und das man gerade selbst das Ich-Bin als Instrument, als Werkzeug benutzt, durch das man wirkt? Aber da ist mein Problem das, dass es mir oft so scheint, dass meine Werkzeuge nicht gänzlich in meiner Hand liegen, nicht nur das, dass ich sehr machtlos bin, nicht mal das wirkliche Wissen besitze, wie das aufgebaut ist, was ich als Gerüst und Haus benutze, nämlich mein Körper, und eben, dass auch die Aufmerksamkeit nicht so ganz von mir gelenkt scheint. Bedürfnisse hin oder her. Ist nicht Selbstkontrolle etwas sehr Wichtiges?


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oneisenough
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13.03.2014 um 02:23
@libertarian
libertarian schrieb:Ist nicht Selbstkontrolle etwas sehr Wichtiges?
Auch Selbstkontrolle bedarf zwei Beteiligter. Einen, der kontrolliert, und einen, der kontrolliert wird.

Hast du schon entschieden, welcher von beiden du bist?


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libertarian
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13.03.2014 um 02:31
@oneisenough
In diesem Fall wäre man natürlich der Kontrollierende und das, was man kontrolliert die vielen Gefühle etwa, die durch das Bewusstseinsfeld wandern und dich beeinflussen und tendieren wollen. Wenn über diesen steht und selbst die Entscheidung treffen kann, sie quasi auf Knopfdruck An und Aus schalten kann, ist dann nicht das Selbstkontrolle? Wenn die Vernunft volle Kraft über die Begierden und alles drum herum hat. Aber schwer zu sagen... Klar, das Paradoxa als solches ist beim Worte gegeben. Schließlich wäre man dann sowohl Kontrollierender wie Kontrollierter. :) Aber es ist wohl eher das aktive Sein mit einem bestimmten Willen gemeint, das nicht etwa von sexueller Begierde in seiner Meditation davongetragen werden möchte. Aber auch ist die Frage, ob dann nicht dessen Wollen einfach nicht stark ausgeprägt genug ist. Wie gesagt, schwere Frage.


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oneisenough
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13.03.2014 um 02:32
@libertarian
libertarian schrieb:In diesem Fall wäre man natürlich der Kontrollierende
Wenn du das Vorhandensein eines Kontrollierenden beobachten/bezeugen kannst, kannst du unmöglich der Kontrollierende sein.


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libertarian
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13.03.2014 um 02:34
@oneisenough
Guter Einwurf! :) Und genau da, so meine ich, liegt auch irgendwie wieder ein Problem. Verkommt man so nicht zu einem total passiven Wesen? Ich meine, man sollte seinen Geist zu schulen suchen, damit man Kontrolle über selbigen erreicht. Und wer sollte dazu den aktiven Impuls geben, wenn nicht das wahre Selbst?


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oneisenough
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13.03.2014 um 02:37
@libertarian
libertarian schrieb:Verkommt man so nicht zu einem total passiven Wesen?
Also ich empfinde inzwischen größtes Vergnügen dabei, mich (denjenigen, den ich als mich empfinde) bei all meinen Stärken und Schwächen zu beobachten.
libertarian schrieb:Wenn über diesen steht und selbst die Entscheidung treffen kann, sie quasi auf Knopfdruck An und Aus schalten kann, ist dann nicht das Selbstkontrolle? Wenn die Vernunft volle Kraft über die Begierden und alles drum herum hat. Aber schwer zu sagen...
Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen der sogenannten Vernunft und dem Verstand.

Der Verstand ist der Hüter aller Gewohnheiten. Von ihm kommt das ”immer Recht haben wollen“. Der Verstand ist lediglich dafür zuständig, Gewohnheiten ablaufen zu lassen, egal, ob sie einem selbst oder andere schädigen. Der Verstand eines Rauchers liefert dem Benutzer des Verstandes tausend gute Gründe, warum Rauchen so toll ist und dass es einfach herrlich ist, nach dem Essen eine Zigarette zu rauchen. Der Verstand will immer Recht haben.

Im Gegensatz dazu wird die sogenannte Vernunft niemals einen solchen Unfug sagen.

Der Verstand ist sehr wichtig, so lange er Diener bleibt. Wenn man ihn allerdings zu seinem Boss macht, ist man verloren.


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libertarian
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13.03.2014 um 02:46
@oneisenough
Ja, und da geht es mir etwa um den aktiven Impuls. Hast du dazu noch die Überarbeitung meines letzten Posts gesehen? Deine Meinung dazu fände ich nicht uninteressant. Und wenn es darum geht, den zu beobachten, für den man sich hält und dabei Freude zu empfinden, so möchte ich mal das einwerfen: Wenn du Freude beobachten kannst, dann kannst du unmöglich diese Freude sein? :) Auch muss doch Beides gehen: Reines Beobachten und aktives Handeln? Aber wie in der Überarbeitung meines letzen Posts gesagt: Von wem, wenn nicht dem wahren Selbst, sollte dieser Impuls zum Handeln in einer bestimmten Weise kommen?


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oneisenough
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13.03.2014 um 02:53
@libertarian
libertarian schrieb:Wenn du Freude beobachten kannst, dann kannst du unmöglich diese Freude sein?
Stimmt. Du bist ja auch kein Kühlschrank, obwohl du ihn ebenfalls beobachten kannst. :)

Aber man ist weder seine Freude noch sein Leid. Beides sind nur vorübergehende kommunikative Ausdrucksformen, die einen bestimmten Zweck erfüllen. Das kennst du bestimmt auch: Wenn du dich auf etwas Bestimmtes sehr freust, was du erreichen oder dir anschaffen willst, und du es geschafft hast, dann dauert es nicht lange, und die Freude darüber beginnt nachzulassen. Bei manchen Dingen eher, bei anderen Dingen später.

Freude ist der Hintergrund von Leid. Man sucht deswegen ständig das Freudige, weil man sonst leiden würde.


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libertarian
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13.03.2014 um 02:55
@oneisenough
Aber ist das wahre Selbst nun nicht auch der Kontrollierende? Oder ist das alleine das größte wahre Selbst: Gott? Geschieht alles determiniert und man kann indeterminiert gar keine Impulse setzen? Kannst du deine Aufmerksamkeit durch sich selbst aus dir heraus frei bewegen? Und wenn ja, was bedeutet dies in Hinblick auf Kontrolle und Willensfreiheit und der Frage nach dem wahren Selbst?


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oneisenough
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13.03.2014 um 03:03
@libertarian
libertarian schrieb:Aber ist das wahre Selbst nun nicht auch der Kontrollierende?
Mit ”Selbst“ ist das Vorhandensein gemeint.

Das ist aber nicht das, was du bist. Das Selbst ist vielmehr eine Notwendigkeit, um das fundamentale Kommunikationsverlangen von Aufmerksamkeit zum Ausdruck bringen zu können. Denn ohne ein Selbst (dein Vorhandensein) und ohne ein anderes Selbst (mein Vorhandensein), würden wir keine Kommunikation wie diese hier zustande bringen können. Das würde aber nicht bedeuten, dass es uns nicht gäbe, sondern lediglich, dass wir vorübergehend kein Selbst benutzen.


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F.L.B.J
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13.03.2014 um 03:06
In meiner physischen Konstitution manifestiert sich eine Dominanz positiver Effekte auf die Individualität Deiner Person.

LG


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oneisenough
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13.03.2014 um 03:09
@libertarian
libertarian schrieb:Kannst du deine Aufmerksamkeit durch sich selbst aus dir heraus frei bewegen?
Ich verstehe, was du hiermit meinst und die Antwort darauf lautet Ja. Doch ich muss es wie folgt präzisieren:

Alles sich Bewegende befindet sich in einer Distanz zum Beobachtungsstandpunkt. Aufmerksamkeit selbst ist keine Bewegung und auch kein Stillstand. Solche Zuordnungen gelten nur für etwas Objektiviertes. Aufmerksamkeit selbst ist aber kein Objekt. Diese nicht objektivierte Aufmerksamkeit ist meine wahre Natur.


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libertarian
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13.03.2014 um 03:15
@oneisenough
Ich würde auch sagen, die Aufmerksamkeit steht über dem Bewegenden wie sich Nicht-Bewegenden und dass diese Begriffe darauf nicht wirklich anzuwenden sind. Und trotzdem: Wenn man nicht in Richtung dessen abschlittern will, was man in der abendländischen Philosophie einen psychophysischen Parallelismus nennt, dann muss die Aufmerksamkeit Bewegung schaffen und auch zumindest in ihrem objektivierten Aspekt bewegt sein. Sie schafft Veränderung, ohne sich tatsächlich selbst zu verändern. Wie siehst du das?


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