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Roter Faden: Mensch

46 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch, Kosmos, Bestimmung

Roter Faden: Mensch

05.07.2014 um 21:52
@8house
Der Knackpunkt liegt darin wie stark man sich mit seinen Anschaungen identifiziert. Wenn einem und den Mitmenschen von vorne rein klar ist, dass es sich eigentlich alles nur um Ausgedachtes handelt und kein Mensch etwas wirklich weiß, dann wird der Umgang damit leichter und spielerischer. Man ließt einen Fantasieroman und hat spaß dabei anstatt wirklich daran zu glauben.


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8house
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Roter Faden: Mensch

05.07.2014 um 23:26
keenan schrieb:Wenn dir die fesseln gefallen, dann nicht.
Ähm..worauf willst du hinaus? Ich bin doch nicht in einem Phantasieroman gefangen und komm da nicht mehr raus.
Ich weiss immernoch nicht, welche Gedanken ich loslassen muss, um frei zu sein? @keenan

@supercasanova
supercasanova schrieb:Der Knackpunkt liegt darin wie stark man sich mit seinen Anschaungen identifiziert.
Das ist es... (sehr häufig) wenn man darauf hängen bleibt.

In den meisten Fällen gibt uns aber unser angeborener Entwicklungsdrang dennoch andere Vorgaben und wir dürfen uns mental völlig frei im Universum bewegen, wie wir lustig sind.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf diesen link verweisen

-->
Diskussion: Welche Bedeutung hat das Licht? (Beitrag von poet)


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keenan
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Roter Faden: Mensch

06.07.2014 um 13:17
@8house
8house schrieb:Ähm..worauf willst du hinaus? Ich bin doch nicht in einem Phantasieroman gefangen und komm da nicht mehr raus.
Ich weiss immernoch nicht, welche Gedanken ich loslassen muss, um frei zu sein?
All die Gedanken die Abseits der Freiheit liegen.


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8house
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Roter Faden: Mensch

07.07.2014 um 16:37
Dann will ich gar nicht mehr so frei sein in dem Sinne, wie du es verstehst.
Ich liebe das Chaos meiner Gedanken..aber nur weil ich weiss, dass ich wieder Anschluss finde(n) kann, wenn ich möchte. :)


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Roter Faden: Mensch

09.07.2014 um 16:21
--- Der Wundersame Mensch und seine Kreisläufe ---

Verknüpfungen
Diskussion: Was steht wirklich in der Bibel? (Beitrag von iao)
@iao schrieb:
Wir sind wie von Wunderhand in eine Schöpfung hineingestellt, dessen Ausmaße wir nicht überblicken und dessen Ursprünge wir nicht kennen. Das ist ein großes Wunder und ein ebensolches Rätsel zugleich, denn wir können etwas bezeugen, sogar uns selbst, doch können wir es (uns selbst) nicht wirklich erklären ... aber empfinden!

Was können wir unmittelbar empfinden?

Daß wir da sind, anwesend, gegenwärtig, hier und jetzt.
Ich kann es spüren, leibhaftig, inwendig (Grüße auch an Ubu)

Aber ich kann es mir nicht erklären und genau darin besteht ja gerade das große Wunder, ich bin da, du bist da, die Welt ist da ...

Alle sind wir da, nur der/die/dasjenige, was uns alle hervorgebracht hat,
das ist unsichtbar und auf eine geheimnisvolle Weise unerkannt.

Das, was uns alle mit Leben begabt, das Leben daselbst, der Urgrund unserer Schöpfung, das ist ein großes Geschenk, das ist etwas, dem man nicht mit dem Logos beikommen kann, weil der Logos nur ein Teil der schöpferischen Begabung ist.

Jeder sollte frei sein dürfen, seine eigenen Zugänge zur Quelle und zur Schöpfung zu finden, denn ich glaube, das ist unser angeborenes Recht.
Es ging mir nur um eine ergänzende Sichtweise, die dennoch auch eine allgemeingültige Beschreibung unserer Lage darstellt, die des Menschen. Wir wissen nicht woher wir kommen und können doch Zeugnis ablegen. Wir haben sogar Mittel an die Hand bekommen, um uns in ein entsprechendes Verhältnis zur Schöpfung zu setzen. Der Verstand ist z.B. so ein Mittel, dessen Beschreibungen und Beweisführungen ihre Berechtigung haben und zum großen Fortschritt beitrugen. Doch wohin schreiten wir eigentlich? Reicht unser Verstand für die hauseigenen Grenzen oder ufert er aus, wenn er sie nicht empfindet, wie z.B. in der Raumfahrt, wo uns etwas zum Bild geworden ist, nämlich ein merkwürdiger Trieb, der über seine Verhältnisse hinausschießt ...

Jetzt könnte man sich fragen, wie sieht ein angemessenes Verhältnis zur Schöpfung aus?
Ich glaube, dies ist eine ganz wesentliche Frage, weil sie eben nicht nur den Verstand anspricht.

Jeder Mensch, jede Kultur hat/te ein anderes Selbstverständnis. Meiner Meinung nach, mangelt es an Demut und ich sehe eine krasse Zeit auf uns zukommen, die das Mittelalter weit in den Schatten stellen könnte/wird.

Ich hoffe aber, dass es eine Größe gibt
(wie auch immer die aussehen mag),
die uns davor bewahren wird.

Wie man meinen Beiträgen entnehmen kann, halte ich die "Glaubensfreiheit" für ein Urgut und ein wesentliches Grundrecht des Menschen, das man respektieren sollte! Darum hat kein Mensch das Recht, dieses Recht zu beschneiden oder anderen Menschen seinen Glauben aufzunötigen. Dass dies trotzdem geschieht, das sind Auswüchse einer Freiheit, die Mibrauch an der Freiheit verüben und Willkür in unseren Kosmos tragen.

Neben den individuellen Freiheiten gibt es notwendige Verpflichtungen, denn wir teilen eine gemeinsame Welt, die uns nicht nur dinglich anspricht, sondern und insbesondere wesentlich. Wie der Einzelne das empfindet und versteht, das liegt wohl in der Genese jedes einzelnen Menschen begründet.

Was steht wirklich in der Bibel geschrieben?

Mal abgesehen von der Frage, welcher Übersetzung wir folgen wollen, glaube ich, daß die Bibel kein Märchen ist, wobei Märchen wichtige Botschaften für den Menschen enthalten, da sie sein Wesen ansprechen und ihn an das Wesentliche erinnern

Grüße
iao


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keenan
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Roter Faden: Mensch

09.07.2014 um 18:54
@iao


Der Glaube, der in einer vorgestellten Welt gelebt wird, richtet Chaos an. Der Glaube, der in der wirklichen Welt gelebt wird, der bewahrt die vorhandene Ordnung.

Ein verwirrtes Kind, das diese Welt wahrnimmt, dem von Geburt an suggeriert wird, eine Wahl zu treffen, die Familientradition, die Landestradition weiter zu führen um sein Platz in einer Gesellschaft zu finden, fühlt sich nun mal gefangen und muß, scheinbar, dementsprechend, eine entscheidende Wahl treffen.

Fragte der eine, den anderen:

Was für eine Wahl habe ich im Leben?

Da antwortete der andere:

Wieso, lebst du denn nicht?


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keenan
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Roter Faden: Mensch

09.07.2014 um 19:07
@8house
8house schrieb:Dann will ich gar nicht mehr so frei sein in dem Sinne, wie du es verstehst.
Ich liebe das Chaos meiner Gedanken..aber nur weil ich weiss, dass ich wieder Anschluss finde(n) kann, wenn ich möchte. :)
Du liebst das Chaos deiner Gedanken, weil du Angst hast. Denn wer keine Angst hätte, bräuchte auch nicht mehr den, darauffolgenden, Anschluß zu den Gedanken.

Anscheinend hast du nicht verstanden, das man Freiheit nicht definieren kann, denn ansonsten wäre dies nicht mehr frei.


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8house
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Roter Faden: Mensch

09.07.2014 um 23:38
@keenan
Es wäre schön, begrüssen zu dürfen, dass wenn du solche Äusserungen tätigst, du mal meine Frage genauer aus deiner persönlichen Sicht zu beantworten versuchst und nicht mit solchen Plattitüden wie
keenan schrieb:weil du Angst hast..
oder
keenan schrieb:Anscheinend hast du nicht verstanden,..
Freiheit kann doch nur ein Gefühl sein, dass jemand für Augenblicke erfahren darf, aber auch wieder loslassen kann.


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keenan
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Roter Faden: Mensch

10.07.2014 um 03:04
@8house


Augenblicklich kann Freiheit gar nicht existieren, denn jeder Augenblick ändert sich.

Freiheit die sich ändert, kann nicht frei sein. Das wäre dann die individuelle Freiheit, nicht die wirkliche. Wer individuell frei sein möchte, muss dafür kämpfen. Und wie frei kann man schon sein, wenn man kämpft.

Aber ich habe bei dir keine weiteren Fragen erkennen können. Jedenfalls steht in deinem vorletzten Beitrag keiner.


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8house
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Roter Faden: Mensch

10.07.2014 um 14:18
Es gab auf die vorangegangenen Beiträge von dir schon einige Fragen von mir, die m.E nicht wirklich beantwortet wurden, sondern lediglich mit anderen Worten überpinselt worden sind.

Es ging nicht um einen veränderbaren Zustand von Freiheit, sondern um eine Empfindung, die eventuell sehr kurzweilig sein kann.

So stellt man sich die Frage, ob und warum der Bergriff überhaupt jemals entstanden sein könnte. War der Gedanke da und das Wort formte sich, oder war das Gefühl der Gefangenschaft und Unterdrückung Auslöser für diesen Begriff?

Was noch ganz interessant ist ist die Frage nach dem Begriff des Wahnsinns (Chaos meinetwegen).
Wer bestimmt, was krank ist oder nicht in Ordnung? Doch nur derjenige, der leidet und nicht jemand, der eine Urteil oder eine Diagnose über dich erstellt.

So ähnlich sehe ich das auch mit der Freiheit. Wenn jemand unter Gefangenschaft leidet und dieses kund tut kann ich eingreifen und ihn befreien. Solange derjenige nicht klagt, kann und darf ich es nicht.

Heutzutage wird vielen Menschen eine Psychose oder eine Irrglaube angedichtet, ohne sich bewusst zu machen, dass dahinter nur eine Projektion der eigenen Wertvorstellungen stehen, die für niemand anderen massgeblich sind, als für einen selbst.

@keenan


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Roter Faden: Mensch

10.07.2014 um 14:30
@8house
Heutzutage wird vielen Menschen eine Psychose oder eine Irrglaube angedichtet, ohne sich bewusst zu machen, dass dahinter nur eine Projektion der eigenen Wertvorstellungen stehen, die für niemand anderen massgeblich sind, als für einen selbst.

So denke ich auch und hätte es nicht besser formulieren können. Danke!
LG


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Polymorph
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Roter Faden: Mensch

10.07.2014 um 19:44
@8house
8house schrieb:Wer bestimmt, was krank ist oder nicht in Ordnung? Doch nur derjenige, der leidet und nicht jemand, der eine Urteil oder eine Diagnose über dich erstellt.
Wie ist es denn in der Natur wirklich?
Tiere erkennen andere kranke Tiere und handeln dementsprechend.

Es gibt sogar Menschen, die erkennen psychisch labile Menschen alleine an ihrer Gangart und handeln, indem sie diese Menschen ausnehmen.
8house schrieb:So ähnlich sehe ich das auch mit der Freiheit. Wenn jemand unter Gefangenschaft leidet und dieses kund tut kann ich eingreifen und ihn befreien. Solange derjenige nicht klagt, kann und darf ich es nicht.
Und wenn du wüsstest, dass jemand bald Leid verspüren wird, falls dieser auf "Kurs" bleibt, würdest du ihm helfen, oder ihn gegen eine "Mauer" fahren lassen?


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keenan
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 00:07
@8house
8house schrieb:Es gab auf die vorangegangenen Beiträge von dir schon einige Fragen von mir, die m.E nicht wirklich beantwortet wurden, sondern lediglich mit anderen Worten überpinselt worden sind.
Dann hole ich das mal nach.
Es ging nicht um einen veränderbaren Zustand von Freiheit, sondern um eine Empfindung, die eventuell sehr kurzweilig sein kann.
Die Freiheit, von der du sprichst, ist die individuelle Freiheit. Diese Freiheit empfindet man in bestimmten Augenblicken des Lebens. Einige empfinden noch nicht mal diese Freiheit. Doch auch jene, die sie empfinden, kennen nicht die wirkliche Freiheit. Denn diese augenblickliche Freiheit, ist nur, wie schon geschrieben, nur augenblicklich. Sie wirkt nur in dem jeweiligem Moment.
Sie entsteht und vergeht.

Die wirkliche Freiheit grenzt, schließt sich nicht in einen Käfig ein, das nur von Augenblick zu Augenblick existiert. Die wirkliche Freiheit, ist frei.

Jemand, der somit wirklich frei ist, ist wirklich frei. So wie es hier steht. Er hängt sich nicht mehr an Gedanken, die weiterführen oder die irgendwoher gekommen sind und einem bestimmten Bild entsprechen, damit man frei sein kann, für den Augenblick. Es existiert bei diesem Menschen, der wirklich frei ist, keine Kettenreaktionen mehr, die von einer Ursache bestimmt werden. Der, der für den Augenblick lebt, der die Freiheit empfinden will, der braucht Ursachen, damit diese augenblickliche Freiheit erlebt werden kann.

Der, der denkt, durch Geld Frei zu sein, wird die augenblickliche Freiheit erfahren, wenn er sein Ziel erreicht hat. Doch diese augenblickliche Freiheit vergeht, wie der Schnee, der schmilzt. Die wirkliche Freiheit ist da, wie der Atem. Wenn es nicht mehr da ist, ist man tot.
8house schrieb:So stellt man sich die Frage, ob und warum der Bergriff überhaupt jemals entstanden sein könnte. War der Gedanke da und das Wort formte sich, oder war das Gefühl der Gefangenschaft und Unterdrückung Auslöser für diesen Begriff?
Das Wort "Freiheit" ist, damit du es sein kannst und nicht damit du es begreifst. Begreifen würde bedeuten nach etwas zu greifen, etwas zu erlangen, was man nicht hat. Wirkliche Freiheit kann man nicht begreifen, erlangen, zufügen, denn man ist es schon.

Das Menschen sich nicht frei fühlen und deshalb die meisten nur die augenblickliche Freiheit kennen, liegt an ihrem Dasein. Sie sind nicht dort, wo sie sein sollten, sondern dort, wo sie
(die meisten) nicht sein wollen.
8house schrieb:Was noch ganz interessant ist ist die Frage nach dem Begriff des Wahnsinns (Chaos meinetwegen).
Wer bestimmt, was krank ist oder nicht in Ordnung? Doch nur derjenige, der leidet und nicht jemand, der eine Urteil oder eine Diagnose über dich erstellt.
Wenn ein Wissenschaftler es schafft, das aus einem Apfelbaum, ein Pfirsich wächst, dann ist das Wahnsinn, nicht wahr. Wow, was für ein Wahnsinn würden viele rufen. Das ist doch Revolutionär. So eine Macht zu haben und sie zu bewirken, das ist wahrlich, in der Tat, Wahnsinnig.

Du fragst, wer entscheidet,was Ordnung und was Chaos ist. Siehe dir die Natur an. Wenn die Natur deinen chaotischen Gedanken gleichen würde, dann wären wird doch gar nicht hier. Keiner von uns, denn es gebe nicht die Ordnung, die dafür nötig ist, das Leben entsteht. Es bräuchte nur eine einzige Unklarheit in der Natur geben, und all das, was wir kennengelernt haben und noch kennenlernen werden, gebe es nicht.

Wenn jemand nun sagt, das diese Wissenschaftler krank ist, dann hat derjenige Recht. Nur ein kranker Verstand kann das, was ist nicht akzeptieren und muß dementsprechend versuchen, alles zu verändern. Das ist keine Diagnose, das ist eine wirkliche Tatsache. Es ist natürlich klar, das sowohl der Wissenschaftler, als auch diejenigen, die ihm beipflichten, das nicht so sehen werden. Jeder findet eine Entschuldigung, eine scheinbare Entschuldigung für seine Taten.

Nur wenige akzeptieren ihre vollkommen Verantwortung, Mensch zu sein. Deshalb gibt auch so wenige, die die wirkliche Freiheit kennen.
8house schrieb:So ähnlich sehe ich das auch mit der Freiheit. Wenn jemand unter Gefangenschaft leidet und dieses kund tut kann ich eingreifen und ihn befreien. Solange derjenige nicht klagt, kann und darf ich es nicht
Die Menschen klagen tagtäglich um ihr Dasein. Sei es der Reiche oder der Arme. Sei es der Kluge oder der Naive. Sie beklagen sich ständig über das leben, denn alle müssen sie sterben. Deshalb tun sie doch auch das, was sie im Leben tun wollen. Sie tun es um wenigstens vor dem ableben, ein wenig Freiheit zu genießen.

Doch wer die augenblickliche Freiheit der wirklichen vorzieht, der ist vielleicht für den Augenblick frei, doch für ewig gefangen. So wird der Reiche, mal arm und der Arme mal reich. So wird der Kluge mal naiv und der Naive mal Klug. Deshalb klagt der Mensch ständig, denn er bekommt nicht wirklich das, was er wirklich will. Er schläft, wie man so sagt und träumt. Die Tatsache, das er träumt liegt auf der Hand. Er zieht den Augenblick vor die Wirklichkeit.

So wie man das auch im Traum tut. :)
8house schrieb:Heutzutage wird vielen Menschen eine Psychose oder eine Irrglaube angedichtet, ohne sich bewusst zu machen, dass dahinter nur eine Projektion der eigenen Wertvorstellungen stehen, die für niemand anderen massgeblich sind, als für einen selbst.
Das kann zutreffen. Wer in Schubladen denkt, der versucht nun mal zu katalogisieren. Und Menschen die katalogisieren, kennen nichts anderes, als den Augenblick. Dieser Augenblick ist alles was sie kennen. Sie sehen hin, sie reagieren durch die bereits vorhandenen Informationen und versuchen das gesehene, durch die vorhandenen Informationen zu verstehen.

Frei zu sein, bedeutet, weder in einer Schublade zu stecken, noch frei von Schubladen zu sein. Der, der wirklich frei ist, kennt Schubladen nur von seinen Schränken zu Hause. :)


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8house
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 14:37
Polymorph schrieb:Und wenn du wüsstest, dass jemand bald Leid verspüren wird, falls dieser auf "Kurs" bleibt, würdest du ihm helfen, oder ihn gegen eine "Mauer" fahren lassen?
Das würde bedeuten, daß du eine Ahnung oder telepathische Kräfte voraussetzt, denn wissen kann niemand, was ein anderer tun wird.
Also würde ich ihn gegen die Wand fahren lassen, aber nur wenn es nicht vorher 'Anzeichen' für seinen Unmut gegeben hat und ich sein Freund wäre.
Dann würde ich ihm von meinen Erfahrungen erzählen in der Hoffnung, er könne davon partizipieren, aber dennoch muß er seine eigenen Erfahrungen machen.
Polymorph schrieb:Wie ist es denn in der Natur wirklich?
Tiere erkennen andere kranke Tiere und handeln dementsprechend.
Nein. Das stimmt so nicht. Was bedeutet dementsprechend? Einige Greifvögel fressen ihre Jungen, wenn sie aus dem Nest fallen, andere handeln ganz und gar willkürlich und adoptieren eine ganz andere Art von Tieren, weil sie sich (maybe) einsam fühlen? Who knows?

http://www.spiegel.de/panorama/visionaeres-aus-afrika-loewin-adoptiert-antilopenkalb-a-182837.html
keenan schrieb:Das Menschen sich nicht frei fühlen und deshalb die meisten nur die augenblickliche Freiheit kennen, liegt an ihrem Dasein. Sie sind nicht dort, wo sie sein sollten, sondern dort, wo sie
(die meisten) nicht sein wollen.
Das sehe ich nicht so.

Wenn wir überhaupt eine Verantwortung tragen, so wie du es deklarierst, dann doch nur aus einem anerlernten Selbstverständnis heraus. Soll heissen, du kannst nie und nimmer für die Allgemeinheit sprechen.

Kein Mensch kann etwas dafür, geboren zu werden.

Nach unserem, heutigen Bewusstsein/Wissen (Menschenrechte) kann jeder Mensch mit seinem Leben anstellen, was immer er möchte. Dieses durchdringend ins Bewusstsein zu bringen und dann abzuwarten, was Mensch damit tut, gilt es herauszufinden.


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8house
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 15:15
Doch wer die augenblickliche Freiheit der wirklichen vorzieht, der ist vielleicht für den Augenblick frei, doch für ewig gefangen. So wird der Reiche, mal arm und der Arme mal reich. So wird der Kluge mal naiv und der Naive mal Klug. Deshalb klagt der Mensch ständig, denn er bekommt nicht wirklich das, was er wirklich will. Er schläft, wie man so sagt und träumt. Die Tatsache, das er träumt liegt auf der Hand. Er zieht den Augenblick vor die Wirklichkeit.
Stimmt.. :D

aber nur, weil einem ein bestimmtes Ideal vorgegaukelt wird und das mit der Realität nichts, aber auch gaar nichts zu hat.


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Polymorph
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 15:25
8house schrieb:Nein. Das stimmt so nicht. Was bedeutet dementsprechend? Einige Greifvögel fressen ihre Jungen, wenn sie aus dem Nest fallen, andere handeln ganz und gar willkürlich und adoptieren eine ganz andere Art von Tieren, weil sie sich (maybe) einsam fühlen? Who knows?
Ausnahmen bestätigen die Regel, oder? Wäre es anders, wäre dein Link nichts ausergewöhnliches...
Polymorph schrieb:Und wenn du wüsstest, dass jemand bald Leid verspüren wird, falls dieser auf "Kurs" bleibt, würdest du ihm helfen, oder ihn gegen eine "Mauer" fahren lassen?
8house schrieb:Das würde bedeuten, daß du eine Ahnung oder telepathische Kräfte voraussetzt, denn wissen kann niemand, was ein anderer tun wird.
Und das hast du, woher? Wenn ein Mensch aus einem Wolkenkratzer springen möchte, unten nur Asphalt ist, weiß ich das er sterben würde. Wenn ich sehe das jemand im Begriff ist, sich selbst oder andere, unwissentlich ins Leid zu stürzen, in welcher Hinsicht auch immer, mache ich ihn darauf aufmerksam. Dazu braucht man keine telepathische Kräft, Hokuspokus, oder Übernatürliches. Sondern einfach nur Verständnis, Aufmerksamkeit, Mitgefühl usw.


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8house
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 15:50
Polymorph schrieb: Dazu braucht man keine telepathische Kräft, Hokuspokus, oder Übernatürliches. Sondern einfach nur Verständnis, Aufmerksamkeit, Mitgefühl usw.
Ja, und es tut mir Leid, dass so viele Menschen mangels Mitgefühl, Hokuspokus oder einfach nur Verständnis nicht mehr leben nur weil andere ihr Kriegsspielzeug ausprobieren wollen.

Aber ich bin nicht Jesus..und wenn ich nicht wüsste, dass es ihn gegeben habe sollte, dann wäre ich schlicht ein Mensch, der seiner Bestimmung nach geht, wie auch immer die ausgehen mag.

Nein..ich bin Pazifist, weil es nur peinlich ist, sich mit einer Gruppe zu idendifizieren, weil man sich alleine zu schwach fühlt, für seine Überzeugugen zu kämpfen.

Die Erwartungen oder Frust, die manche Menschen gegen ihresgleichen hegen kann immer nur Projektion oder Selbsthass sein, deswegen das Beispiel mit der Löwin und ihrer Adoptivantilope.

Es gibt Sachen, die wo es nicht geben darf, weil es deinem Weltbild nicht entspricht? Hallo?

Hätte ich nur den Hauch einer Chance gespürt, den Menschen, die den Freitot wählten vom Leben zu überzeugen..hätte ich es getan; und versucht habe ich es. Aber der freie Wille ist halt da..da hilft auch keine Verantwortung oder Aufmerksamkeit gegenüber deinen Leidensgenossen.

Das wäre in diesem Fall Schuldzuweisung und moralische Verantwortung, die man mal locker auf jemanden abschiebt, der scheinbar schwächer ist!


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Polymorph
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 16:06
8house schrieb:Es gibt Sachen, die wo es nicht geben darf, weil es deinem Weltbild nicht entspricht? Hallo?
Und das hast du woraus wieder gelesen.....?
8house schrieb: Aber der freie Wille ist halt da..da hilft auch keine Verantwortung oder Aufmerksamkeit gegenüber deinen Leidensgenossen.
Ob du es glaubst oder nicht, oft hilft es. Denn dieser "Freie Wille" ist in wirklichkeit garnicht so frei wie man im ersten Momment glaubt zu wissen.
Selbst wenn man daneben liegt, was hat man dabei zu verlieren? Eigentlich kann man nur gewinnen. Und zwar Erfahrung.
Aber ich bin nicht Jesus..und wenn ich nicht wüsste, dass es ihn gegeben habe sollte, dann wäre ich schlicht ein Mensch, der seiner Bestimmung nach geht, wie auch immer die ausgehen mag.
Was ist denn deine Bestimmung?


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8house
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 16:31
@Polymorph

Hi..
da Bestimmung ein Schlüsselwort dieses threads ist, ist davon auszugehen, daß es auch mit dem freien Willen und der 'Odysse Mensch' zu tun hat.
Polymorph schrieb:Was ist denn deine Bestimmung?
Schwer zu sagen.
Ich hab immer einen auf gaaaanz langsam gemacht, damit ich etwas verstehe, was eigentlich nicht zu verstehen ist.

Es hat sich etwas heraus kristallisiert:
Es gibt m. E zu viel Aktionismus. Es fällt vielen schwer, nicht ständig, etwas tun zu müssen, weil sie sich dann für fleissig oder für ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft halten und so weiter und so fort.., aber in Wirklichkeit ist das alles so banal, was sie tun, dass man sich schon zweimal in die Arschbacke kneifen muss, um das zu verstehen.

Denn wer tut schon wirklich etwas, um für das Wohl der Allgemeinheit zu arbeiten?

Der Knackpunkt ist die Motivation. Was veranlasst mich, etwas zu tun? und Warum?

Wenn es nicht das Ego ist..dann bist du womöglich schon einen Schritt weiter.... :D


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keenan
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Roter Faden: Mensch

11.07.2014 um 23:54
@8house
8house schrieb:Wenn wir überhaupt eine Verantwortung tragen, so wie du es deklarierst, dann doch nur aus einem anerlernten Selbstverständnis heraus. Soll heissen, du kannst nie und nimmer für die Allgemeinheit sprechen.
Ich spreche auch nicht für die Allgemeinheit....ich spreche für die Menschen. Für die,mit denen, die ihren Kopf nicht in den Sand gesteckt haben, mit denen, die offen, frei sind, statt in einem Gedankenschema gefangen zu sein.

Wenn du dich zur Allgemeinheit dazu zählst, dann bist du nichts weiter als eine Nummer.
8house schrieb:Kein Mensch kann etwas dafür, geboren zu werden.
Man wird nicht als Nummer geboren, sondern als Mensch. Wer nicht frei sein kann, dem reicht es wohl nicht, nur Mensch zu sein, denn der hat nicht verstanden, was das bedeutet.
Nach unserem, heutigen Bewusstsein/Wissen (Menschenrechte) kann jeder Mensch mit seinem Leben anstellen, was immer er möchte. Dieses durchdringend ins Bewusstsein zu bringen und dann abzuwarten, was Mensch damit tut, gilt es herauszufinden.
Ja, das kann der Mensch. Doch alles, was man tut, hat seine Konsequenzen. Davor kann man nicht flüchten. Egal wie weit man rennt oder wie geschickt man sich auch anstellen mag. :)
8house schrieb:Stimmt.. :D

aber nur, weil einem ein bestimmtes Ideal vorgegaukelt wird und das mit der Realität nichts, aber auch gaar nichts zu hat.
Woher willst du das wissen, wenn deine Realität aus der Allgemeinheit besteht? Darin weißt du nur so viel, wie du gehört, gelesen, gesehen hast. Den Menschliche Körper, im Einklang mit dem Geist
begrenzt man nicht durch einen Sinn. Die Allgemeinehit rennt tagtäglich einem hinterher.

Das einzige was du nun denkst zu haben, ist die gedankliche Freiheit. Zu denken und zu tun was man will. Doch du weißt noch nicht mal, warum du etwas tust, denn du kennst nicht die endgültige Antwort. Du tust das, was du tun willst, um frei zu sein. Das liegt doch wohl auf der Hand. Und bist du wirklich frei oder kennst du nur die Augenblickliche Freiheit, weil dir die Allgemeinheit dir das so beigebracht hat.

Sei wachsam.....einem Ochsen kann ich nicht dazu bringen zu fliegen. Wenn man dich dazu bewegt hat, etwas zu sein, was du nicht wirklich sein kannst, ja dann, was macht das aus dir.....? :)


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