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Wie viel Berechtigung besitzt die Sinnlosigkeit

103 Beiträge, Schlüsselwörter: Sinn, Zweck, Sinnlosigkeit

Wie viel Berechtigung besitzt die Sinnlosigkeit

09.08.2016 um 22:45
@wichtelprinz
wichtelprinz schrieb:Nicht vorherbestimmbares Ereignis in einem bestimmten System. zB einem Würfel.
Zufall ist so ne Sache. Wenn man Kraft, Wurfwinkel, Widerstand und was sonst noch hat, könnte man sich rein theoretisch berechnen, auf welcher Seite der Würfel landet.

Es ist meistens eher eine Datenflut. Wenn etwas von einem Floh in 50km Entfernung beeinflusst werden kann, ist es für uns nicht erfassbar. Aber sehr wohl alles geregelt.


Nun könnte man sich Fragen, wie kann den das alles Zufall sein. Es gibt Konstanten im Universum die mit kleinster Veränderung Leben, wie wir es kennen, unmöglich machen würden. Das wirkt alles konstruiert. Jedoch ist die Tatsache, dass man es sich Fragen kann gewissermaßen die Antwort. Wenns nicht so wäre, könnte man sich nicht darüber wundern. Sowohl Schöpfungstheorie als auch glaube an reine Wissenschaft schenken sich hier nichts.

Was von beiden den nun richtig ist, hat auch hiermit zu tun. Denn der große Sinn von allem müsste ja gegeben sein. Von wem? Die religiösen haben darauf eine Antwort. Die Wissenschaftler nicht. (Natürlich gibt es auch religiöse Wissenschaftler....)

Also, muss ein Sinn gegeben sein oder kann er einfach so bestehen? Wenn du mir darauf Antwortest, können wir vielleicht den einen oder anderen Schluss ziehen.

Und zum Dadaismus (habe mir das Video nicht angeschaut, weiß jedoch was Dadaismus ist). Da ahbe ich einen kleinen Fun-Fact. Dadaismus heißt Dadaismus, weil Dada nichts bedeutet. So sollte es sein. Jedoch bedeutet Dada etwas. Es ist das indonesische Wort für Brust. Das macht den Namen ziemlich unpassend, denn er hat jetzt gewissermaßen eine Bedeutung......
Nur so nebenbei.

PS: Ich kriege einfach keine Vernünftigen Philosophischen Texte hin. Hoffe man versteht trotzdem was ich meine :D


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09.08.2016 um 23:07
@Izaya
Izaya schrieb:Und zum Dadaismus (habe mir das Video nicht angeschaut, weiß jedoch was Dadaismus ist). Da ahbe ich einen kleinen Fun-Fact. Dadaismus heißt Dadaismus, weil Dada nichts bedeutet. So sollte es sein. Jedoch bedeutet Dada etwas. Es ist das indonesische Wort für Brust. Das macht den Namen ziemlich unpassend, denn er hat jetzt gewissermaßen eine Bedeutung......
Nur so nebenbei.
könnt aber auch von den simplen Wortlauten herrühren die ein Mensch im Stande ist von sich zu geben, also auch von den ersten Lauten die ein Mensch so von sich gibt. Im Video wurden verschiedene Varianten der Erklärung gesucht und wenns klar wäre, wärs ja nicht ganz Dada oder? ;)
Izaya schrieb:Also, muss ein Sinn gegeben sein oder kann er einfach so bestehen? Wenn du mir darauf Antwortest, können wir vielleicht den einen oder anderen Schluss ziehen.
ich frag mich ob es überhaupt möglich ist für uns einen Sinn zu beschreiben der sich am Ende nicht als individueller Zweckgedanke entlarvt ;)


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09.08.2016 um 23:11
@Izaya
Izaya schrieb:Was von beiden den nun richtig ist, hat auch hiermit zu tun. Denn der große Sinn von allem müsste ja gegeben sein. Von wem? Die religiösen haben darauf eine Antwort. Die Wissenschaftler nicht.
Ich weiss war nicht an mich gerichtet, trotzdem ein Gedanke dazu: Der Sinn bedingt ja im Grunde immer ein Ziel, was wenn es aber kein Ziel gibt und die ganze Sinnfrage dadurch obsolet wir?

Als Sinnlosigkeit könnte man doch einfach auch die Prämise nehmen "wir tun was wir tun weil wir es können". Kein grossartig Intellektueller Sinn oder Begründung dahinter, eine Zelle hatte einfach mal "Bock" sich zu teilen weil sie es konnte und somit nahm die Geschichte ihren Lauf...


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09.08.2016 um 23:31
@wichtelprinz
wichtelprinz schrieb:Im Video wurden verschiedene Varianten der Erklärung gesucht und wenns klar wäre, wärs ja nicht ganz Dada oder?
Wie gesagt, das Video habe ich nicht gesehen. Gut zu wissen. :)
wichtelprinz schrieb:ich frag mich ob es überhaupt möglich ist für uns einen Sinn zu beschreiben der sich am Ende nicht als individueller Zweckgedanke entlarvt ;)
Ich weiß nicht wie es mit dir ist, aber ich habe es bisher nie geschafft. Am Ende benutzt man Sinn eher als Synonym zu Zweck statt als Synonym für Bedeutung. (Was eher passt, aber natürlich immer noch nicht das Wort selber ist) An sich komplett irrsinnig, aber es ist so.

@tomtec
tomtec schrieb:Ich weiss war nicht an mich gerichtet, trotzdem ein Gedanke dazu
Offenes Forum. Mische mich auch gerne hier und da mal ein :D
tomtec schrieb:Der Sinn bedingt ja im Grunde immer ein Ziel, was wenn es aber kein Ziel gibt und die ganze Sinnfrage dadurch obsolet wir?
Hier haben wir wieder dieses Problem, das @wichtelprinz angesprochen hat. Man sieht eher Zweck als Sinn.

Dieses "Ziel" vom Sinn, das du hier ansprichst. Das ist eigentlich der Zweck, der erfüllt werden muss, so wie das Ziel erreicht werden muss.

Doch ich würde Sinn und Zweck nicht gleichsetzen, mache es aber trotzdem, aus Verwirrung :D

Aber gut, ich gehe mal auf die Frage selbst ein. Ich denke nicht, dass die Sinnfrage dadurch obsolet wird. Passt etwas nicht, wird es passend gemacht. Man versucht sich irgendwann selbst einen Sinn zu geben bzw. sucht sich einen und wird in simplen Sachen fündig. Freunde, Familie etc.

Wenn es also keinen Sinn gibt, sollte man sich trotzdem die Frage nach einem Sinn stellen, um sich einen Sinn zu geben.
Als Sinnlosigkeit könnte man doch einfach auch die Prämise nehmen "wir tun was wir tun weil wir es können". Kein grossartig Intellektueller Sinn oder Begründung dahinter, ein Zelle hatte einfach mal "Bock" sich zu teilen weil sie es konnte und somit nahm die Geschichte ihren Lauf...
Hier ist es wieder diese komplizierte Definition von Sinn. Warum sie sich geteilt hat ist irrelevant. Was der Sinn dahinter ist hat erstmal nichts damit zu tun.

Ich verwechsle hier jetzt wieder Sinn und Zweck, aber ich möchte ein Beispiel.

Der Sinn eines Toasters ist es, zu toasten. Ob der Toaster jetzt bock hat seine Drähte heiß laufen zu lassen oder ob er dazu gezwungen wird oder was auch immer, es ändert nichts daran, dass er toastet. Es ändert nichts daran, dass er seinen Sinn erfüllt.

Warum sich eine Zelle teilt spielt keine Rolle, solange sie sich teilt. Und auch Bock haben kommt ja nicht aus dem nichts. Aber das wird dann langsam zu komplex für uns. Gehirnaktivitäten zu simulieren braucht unsere besten Großrechner und ist trotzdem nicht mit unserem echten zu vergleichen. Zwei der besten Rechner der Erde brauchen 40 Minuten um 1 Minute 1% unseres Gehirns zu simulieren. Es ist komplex, die Wissenschaft hinter "bock haben", aber nichts komplett verrücktes.
Außerdem:
Auch wenn die Zelle bock hat, kann man ja die Frage stellen, warum?

Ich muss lernen mich kürzer zu fassen......


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09.08.2016 um 23:58
@Izaya
Izaya schrieb:Offenes Forum. Mische mich auch gerne hier und da mal ein
Cool :)
Izaya schrieb:Man versucht sich irgendwann selbst einen Sinn zu geben bzw. sucht sich einen und wird in simplen Sachen fündig. Freunde, Familie etc.

Wenn es also keinen Sinn gibt, sollte man sich trotzdem die Frage nach einem Sinn stellen, um sich einen Sinn zu geben.
Ok, das ist einleuchtend. Wie ist das aber bei Tieren? Können sie sich diese Frage überhaupt stellen? Im grunde leben sie einfach ohne intellektuel den Sinn zu erkennen (glaube ich zumindest ;)) aber dennoch gehen sie ihren Instinkten und Trieben (Emotionen) nach. Ist die Sinnfrage daher nicht unserem (dem Menschlichen) Intellekt geschuldet?
Izaya schrieb:Der Sinn eines Toasters ist es, zu toasten. Ob der Toaster jetzt bock hat seine Drähte heiß laufen zu lassen oder ob er dazu gezwungen wird oder was auch immer, es ändert nichts daran, dass er toastet. Es ändert nichts daran, dass er seinen Sinn erfüllt.
Ok aber der Toaster ist ja eigentlich aus dem Antrieb eines Lebenwesens erst entstanden quasi aus dem "bock" (wenn man so will) des Menschen. Ein Toaster ist ja nicht Überlebenswichtig aber man hat ihn einfach entwickelt weil man es konnte und iwie Bock darauf hatte. Also hat der Toaster selbst schon Sinn und Zweck jedoch keinein zwingenden übergeordneten, universellen Sinnbezug.
Warum sich eine Zelle teilt spielt keine Rolle, solange sie sich teilt. Und auch Bock haben kommt ja nicht aus dem nichts. Aber das wird dann langsam zu komplex für uns.

Auch wenn die Zelle bock hat, kann man ja die Frage stellen, warum?
Die "sinnlose" Antwort dazu wäre: "Weil sie es konnte" ... kein grossartiger Sinn dahinter oder Gott oder sonstwas... ist es nicht legitim die Welt so einfach zu sehen? Die diversität der Fora und Fauna ist (in meinen Augen) auch ein gutes Beispiel dafür, es gibt kein ultimative Tier oder Pflanzen art die einem einzigen Sinn entspricht, eher im Gegenteil alle Formen welche entstehen konnten sind auch entstanden. Oder wehrt sich unser rationaler Verstand der alles Ergründen und wissen möchte gegen eine solche Vorstellung?
Izaya schrieb:Ich muss lernen mich kürzer zu fassen......
Ich fand die länge optimal ;)


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10.08.2016 um 00:17
@Izaya
@tomtec
:D ich werf noch ein. Wenn also der Sinn nicht ein Zweck sein soll könnte man ihn doch am Ziel daran erkennen oder eben nicht Ziel und somit, für den Unsinn. Das würde dann ja wieder einem dieser Bilder von Gläubigen entsprechen, welcher eben nicht den Sinn zu erkennen versucht sondern sich ihm hingibt. :D


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10.08.2016 um 00:27
@tomtec
tomtec schrieb:Ok aber der Toaster ist ja eigentlich aus dem Antrieb eines Lebenwesens erst entstanden quasi aus dem "bock" (wenn man so will) des Menschen. Ein Toaster ist ja nicht Überlebenswichtig aber man hat ihn einfach entwickelt weil man es konnte und iwie Bock darauf hatte. Also hat der Toaster selbst schon Sinn und Zweck jedoch keinein zwingenden übergeordneten, universellen Sinnbezug.
Das Beispiel sollte ja nur zeigen, das man den Sinn nicht kennen muss. Das man ihn nicht als Ziel setzen muss.

Nehmen wir ein anderes Beispiel, wobei ich mich frage, ob ich bei diesem hier das Wort Sinn nicht doch zu sehr von der eigentlichen Bedeutung wegbringe....

Wir haben einen Hamster. Der sitzt in einem Käfig und lebt vor sich hin. Läuft ab und zu in seinem Hamsterrad. Lebt vor sich hin, wie es ihm gefällt. Seinen vom Menschen gegebenen Sinn, ein Haustier zu sein, vielleicht, die Besitzer zu unterhalten, erfüllt er. Wirklich daran denken tut der Hamster wahrscheinlich nicht.
Ist das nicht legitim die Welt so einfach zu sehen?
Doch, aber eben für viele zu einfach. Warum fällt der Apfel? "Er tuts einfach!" ist eine mögliche Antwort, aber mit der Antwort, "Der Apfel und die Erde ziehen sich gegenseitig an. Kurz, es ist der Schwerkraft verschuldet" würden sich mehr Leute zufrieden geben.
Die diversität der Fora und Faune ist (in meinen Augen) auch ein gutes Beispiel dafür, es gibt kein ultimative Tier oder Pflanzen art die einem einzigen Sinn entspricht, eher im Gegenteil alle Formen welche entstehen konnten sind auch entstanden.
Und wer sagt, dass das nicht im Sinne von allem steht? Außerdem ist auch alles ausgestorben, was sich nicht behaupten konnte. Dahinter könnte man auch einen Sinn sehen, bzw. Behaupten, alles was seinen Sinn nicht erfüllen konnte, gibt es nicht mehr.
Aber gut, ich will hier mit der Sache mal aufhören. Jedenfalls, schließt das alles einen Sinn nicht aus.
tomtec schrieb:Oder wehrt sich unser rationaler Verstand der alles Ergründen und wissen möchte gegen eine solche Vorstellung?
Das kann auch sein. Wage ich nicht zu beurteilen, aber es ist durchaus möglich.
tomtec schrieb:Wie ist das aber bei Tieren? Können sie sich diese Frage überhaupt stellen? Im grunde leben sie einfach ohne intellektuel den Sinn zu erkennen (glaube ich zumindest ;)) aber dennoch gehen sie ihren Instinkten und Trieben (Emotionen) nach. Ist die Sinnfrage daher nicht unserem (dem Menschlichen) Intellekt geschuldet?
Was Tiere denken kann ich auch nicht sagen. Doch wie bereits gesagt, einen Sinn muss man nicht Bewusst verfolgen. Doch die Frage nach dem Sinn, diese scheint wohl rein menschlich zu sein.

@wichtelprinz
Vielleicht ist es einfach zu spät und ich bin auf Politik-Thread_Niveau abgesunken. Ich kann nicht ganz folgen.
Nochmal für doofe :ask: :)

Aber Fragen, die mir spontan einfallen, die etwas mit dem was du meinst zu tun haben könnten, wären:

Kann man einen Sinn den über ein Ziel definieren? Egal ob vorhanden oder nicht? Spielt das überhaupt eine Rolle?

Der Teil mit den Gläubigen klingt etwas nach Schicksal. Würdest du Sinn und Schicksal miteinander gleichsetzen?


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10.08.2016 um 00:37
@Izaya
Aber Fragen, die mir spontan einfallen, die etwas mit dem was du meinst zu tun haben könnten, wären:
gute Fragen, du hast es also schon verstanden :)
Izaya schrieb:Kann man einen Sinn den über ein Ziel definieren? Egal ob vorhanden oder nicht?
¨der Sinn könnte man wenn über kein individuelles Ziel definieren, wenn dann nur über ein höheres, wohl nur spekulierbares "Ziel". zB Gott ist ein Clown oder Sadist ;)
Izaya schrieb: Spielt das überhaupt eine Rolle?
fürs Individuum nur insofern und wenn überhaupt um darüber zu spekulieren. wo wir beim Schicksal wören, dass ja dann unabdingbar mit diesem Sinn verknüpft zu sein scheint. Wie dehnbar diese Verknüpfung ist wird auch wieder abhängig vom Wesen des Sinns sein.


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10.08.2016 um 11:47
@wichtelprinz
wichtelprinz schrieb: Wenn also der Sinn nicht ein Zweck sein soll könnte man ihn doch am Ziel daran erkennen oder eben nicht Ziel und somit, für den Unsinn.
Dabei frage ich mich, ist es überhaupt möglich einen Sinn ohne Zweck und Ziel zu generieren?


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10.08.2016 um 13:00
@Izaya
Izaya schrieb:Das Beispiel sollte ja nur zeigen, das man den Sinn nicht kennen muss. Das man ihn nicht als Ziel setzen muss.
Hmm, mich verwirrt hier die gleichheit von Ziel und Sinn, eigentlich verstehe ich das Ziel und den Zweck als Inhalt vom Sinn ;)
Anders ausgedrückt: Der Sinn meiner tätigkeit ist es ein Ziel zu erreichen, ist der Zweck dabei auch der Sinn? Ok jetzt bin ich nochmehr verwirrt.... :D
Izaya schrieb:Wirklich daran denken tut der Hamster wahrscheinlich nicht.
Ja das habe ich bereits beim Toaster verstanden, der Sinn ist halt immer auch eine Frage der Perspektive. Der Hamster lebt einfach nach seinem Möglichkeiten, Instinkten und Emotionen. Indem der Mensch ihn als Haustier "Missbraucht" gibt er dem Hamster einen Sinn für sich selbst (dem Haustierhalter). Das tangiert aber die generelle Sinnhaftigkeit (wenn überhaupt vorhanden!) einer Hamsterexistenz nicht wirklich.
Izaya schrieb:Warum fällt der Apfel? "Er tuts einfach!" ist eine mögliche Antwort, aber mit der Antwort, "Der Apfel und die Erde ziehen sich gegenseitig an. Kurz, es ist der Schwerkraft verschuldet" würden sich mehr Leute zufrieden geben.
Ok, das ist aber nicht unbedingt eine Sinnhaftigkeit sondern die Frage nach Ursache und Wirkung wie sie in der Wissenschaft ja dauernd gefragt wird. Was aber wenn es tatsächlich Ursachen ohne Wirkung oder Wirkungen ohne Ursachen geben würde?. Die Ursache/Wirkung Frage kann sich ja bis ins unendliche ziehen ohne jemals einen Anfang oder ein Ende zu finden. Was für einen Sinn ergibt das?
Izaya schrieb:Und wer sagt, dass das nicht im Sinne von allem steht? Außerdem ist auch alles ausgestorben, was sich nicht behaupten konnte. Dahinter könnte man auch einen Sinn sehen, bzw. Behaupten, alles was seinen Sinn nicht erfüllen konnte, gibt es nicht mehr.
Ja schon, man kann allem einen Sinn geben bzw glauben das ein höhere Sinn dahinter stecken muss ohne jemals ergründen zu können was dieser Sinn sein soll. Oder wie gesagt man sieht es einfach und sagt, "Tiere sind ausgestorben weil ihre Existenz nicht weitergehen konnte aus irgendwelchen Gründen", ohne Sinn und Zweck, was kann das kann, was geht das geht und alles andere eben nicht. :)


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11.08.2016 um 07:43
@tomtec
Würde der Sinn nicht für alles und alle im selben Masse gelten?


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11.08.2016 um 10:11
@wichtelprinz

Hmmm...Ich bin der Meinung das ein Sinn immer erst gegeben werden muss, vom Menschen. Atome bilden z.B. Moleküle weil sie sich gegenseitig Anziehen, da ist kein höherer Sinn dahinter (glaube ich zumindest ). Der Sinn kommt erst mit dem menschlichen Verstand ins Spiel.

Man kann auch sagen das Universum strebt mehr Entropie und der Mensch nach weniger Entropie. Was ist der Sinn dahinter?


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wichtelprinz
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11.08.2016 um 11:15
@tomtec
Da der menschliche Verstand eben an ein nacheinander und getrenntes Wahrnehmen gebunden ist wirds es mMn ihm eben nicht möglich sein einen Sinn, sofern es diesen gäbe, zu erfassen sondern nur Zweck dienliche und Zweck undienliche Dinge zu benennen.


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11.08.2016 um 11:29
...demnach wäre dann die frage bzw auch eine feststellung: wieviel zweck hat die zwecklosigkeit?

es ist zwecklos... dieses oder jenes zu tun, sagt man ja auch oft... ;) :)


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11.08.2016 um 13:12
@wichtelprinz
wichtelprinz schrieb: einen Sinn, sofern es diesen gäbe, zu erfassen sondern nur Zweck dienliche und Zweck undienliche Dinge zu benennen.
Dinge lassen sich auch anscheinend, zumindest laut Alltagssprache, einfacher für andere Zwecke Zweckentfremden, als für einen anderen Sinn Sinnentfremden, denn wann spricht man schon mal von einer Sinnentfremdung?! Dafür steht der Sinn halt auch zu sehr in Frage, als das man schon von mehreren Sinnen spricht. Ist der Zweck also etwas temporär, flüchtig Zielgerichtetes, während der Sinn auf das vermeintlich große Ganze ausgerichtet ist?

@Malajka
Malajka schrieb:Ich hab mal gelesen, "der Zufall ist das Pseudonym das Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will" hat für mich Sinn ergeben...
wer nicht an Gott glaubt, kann ja auch Schicksal sagen...
Naja als Agnostiker, glaube ich sowohl an Gott als auch Schicksal nur sehr bedingt, eher an ein Karma, also im Prinzip einfach die Resonanzen durch Ursache und Wirkung, welche allerdings unberechenbar sind, aber beeinflussbar. Wäre alles vorherbestimmt, würde alles, was geschieht, nur so geschehen, weil es so geschehen muss, ohne "zufällig" anders geschehen zu können, wie kann es dann überhaupt das Konzept von Entscheidung und Einfluss geben, denn es würde ja eben alles eh so geschehen, wie es geschehen muss. Wenn man von einem Schicksal ausgeht, existieren überhaupt keine Zufälle, alle Dinge sind vorherbestimmt, aber wie können Dinge dann überhaupt existieren, wenn sie einfach nur festgesetzt sind, in einem toten Stillstand?

Sorry, kann's grad irgendwie nicht klarer ausdrücken, worauf ich hinaus will, schreibe grad wohl etwas wirsch^^


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11.08.2016 um 18:02
@tomtec
tomtec schrieb:Hmm, mich verwirrt hier die gleichheit von Ziel und Sinn, eigentlich verstehe ich das Ziel und den Zweck als Inhalt vom Sinn ;)
Anders ausgedrückt: Der Sinn meiner tätigkeit ist es ein Ziel zu erreichen, ist der Zweck dabei auch der Sinn? Ok jetzt bin ich nochmehr verwirrt.... :D
Ich weiß nicht ob der Sinn unbedingt an ein Ziel gebunden sein muss.
Und ja, verwirrt ist bei dem Thema jeder :D
tomtec schrieb:Das tangiert aber die generelle Sinnhaftigkeit (wenn überhaupt vorhanden!) einer Hamsterexistenz nicht wirklich.
Es ist aber der Sinn dieses Hamsterlebens....
Ich will dir ja auch nicht erklären, was nun der Sinn der Existenz an sich ist oder sonst irgendwas. Weiß ich ja selber nicht. Es war ja nur ein Beispiel um zu sagen, ein Sinn muss nicht unbedingt ein Ziel sein, das ich mir in den Kopf setze. Wenn es wirklich einen Sinn in unserer Existenz gibt, dann wird das so sein und unser Handeln ändert relativ wenig daran, noch weniger der Grund warum wir handeln.
tomtec schrieb:Ok, das ist aber nicht unbedingt eine Sinnhaftigkeit sondern die Frage nach Ursache und Wirkung wie sie in der Wissenschaft ja dauernd gefragt wird.
Es ging ja um das Fragen selbst, nicht um die Frage.
tomtec schrieb:Was aber wenn es tatsächlich Ursachen ohne Wirkung oder Wirkungen ohne Ursachen geben würde?. Die Ursache/Wirkung Frage kann sich ja bis ins unendliche ziehen ohne jemals einen Anfang oder ein Ende zu finden. Was für einen Sinn ergibt das?
Gute Frage. Aber wie gesagt, den Sinn von allem kenne ich nicht. sonst würde ich den einfach schreiben und Ende. :D

Jedoch widerspricht eine Wirkung ohne Ursache bzw. eine Ursache ohne Wirkung unserer Logik. Und bei letzeren auch der Definition von Ursache, aber egal.

Ich hatte den Text hier angefangen, aufgehört und vorher abgespeichert. Weiß nicht ob ich noch etwas schreiben wollte. Hoffen wir mal das wars :D

@napistum
Erinnert mich spontan an die Futurama-Folge in der Bender nicht verhaftet werden kann. Er hat ja keinen freien Willen und folgt nur seiner Programmierung. Nun meine Frage an dich, soll man ihn trotzdem für seine Verbrechen einsperren oder nicht?
Die Antwort interessiert mich bei deinen Gedanken besonders.

(Falls du Futurama nicht kennst, Bender ist ein Roboter. Eigentlich ein Biege-Einheit)

Spoilerunbendable girder


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11.08.2016 um 18:19
@Izaya

Klar kenne ich Futurama, dazu müsste ich mir erstmal nochmal die Folge ansehen :D

Erstmal, würde ich sagen, kommt es natürlich auch auf sein Verbrechen an und die Frage, wie weit ist sein KI Bewusstsein schon entwickelt, wäre es noch moralisch vertretbar in ganz einfach umzuprogrammieren? Zerlegen dürfte man ihn wohl nicht, dafür ist seine Künstliche Intelligenz zu weit fortgeschritten. Aber einen Roboter einzusperren klingt wirklich seltsam.

Da fällt mir grad noch Blade Runner ein.


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11.08.2016 um 18:28
@napistum
Aber du siehst, er hat keinen freien willen und egal wie gut er programmiert ist, er ist und bleibt ein Programm. Trotzdem überlegst du wie man Maßnahmen ergreifen könnte. Willst ihn also verantwortlich machen für das, was festgelegt (bzw. programmiert) war.

Wie viel ändert das Schicksal wirklich, wenn es eins gibt?

(So tiefgründige Sachen baut Groening öfter ein, als man denken mag)


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11.08.2016 um 18:30
@wichtelprinz
Naja das ist ja einfach eine Umschreibung von Sinnhaftigkeit wenn man Zweck und Ziel an seine stelle setzt.

Wenn ein universeller Sinn vorhanden ist dann müsste man diesen ja aus sicht des Universums geben. Kann man das aus egoistischer Sicht überhaupt?


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11.08.2016 um 20:19
@Izaya

Guter Einwand, dass Verbrechen hat nicht der Roboter, sondern sein Programmierer begangen, es sei denn das KI Programm des Roboters wäre so hoch entwickelt, daß es sich bereits selbst programmieren kann, bzw. meta-programmieren, was man dann fast schon als freien Willen deuten könnte.

Was vielleicht auch noch ganz gut das Thema KI mit dem Topic verbindet, wäre die Technologische Singularität. Sehr gruselige Vorstellung, wie ich finde, aber auch leider nicht völlig unmöglich und die Frage nach Sinn und Zweck würde sich eventuell auf bedrohliche Weise nochmal ganz anders stellen, zu Gunsten des Zwecks ... Unter technologischer Singularität werden verschiedene Theorien in der Zukunftsforschung zusammengefasst. Überwiegend wird darunter ein Zeitpunkt verstanden, bei dem sich Maschinen mittels künstlicher Intelligenz (KI) rasant selbst verbessern und damit den technischen Fortschritt derart beschleunigen, dass die Zukunft der Menschheit hinter diesem Ereignis nicht mehr vorhersehbar ist(...)

(...)Die entstandene Superintelligenz könnte ein Verständnis der Wirklichkeit erwerben, das jegliche Vorstellungskraft sprengt; die Auswirkungen könnten damit vom menschlichen Bewusstsein zu keinem gegenwärtigen Zeitpunkt erfasst werden, da sie von einer Intelligenz bestimmt würden, die der menschlichen fortwährend überlegen wäre. Die Evolution könnte aus dem Bereich der Biologie in den der Technik wechseln.

Etliche Befürworter aus den Reihen des Trans- und Posthumanismus sehnen die technologische Singularität herbei. Sie vertreten die Ansicht, sie sei der Endpunkt, auf den die Evolution zwangsläufig hinauslaufen werde. Letztlich erhoffen sie die Erschaffung übermenschlicher Wesen, die eine Antwort auf den Sinn des Lebens liefern oder das Universum einfach nur in einen lebenswerteren Ort verwandeln. Eine Gefahr sehen sie in dieser höheren Intelligenz nicht, denn gerade weil sie höher entwickelt sei, verfüge sie über ein dem Menschen überlegenes, friedfertiges ethisches Bewusstsein.

Kritiker betonen indes, dass das Eintreten einer technologischen Singularität verhindert werden müsse. Eine überlegene Intelligenz gehe nicht zwangsläufig mit einer friedfertigen Gesinnung einher und die entstehende Superintelligenz könne die Menschheit mühelos ausrotten. Sie sehen bereits im Streben nach einer technologischen Singularität einen Fehler, denn Sinn und Zweck von Technologie sei es gerade, den Menschen das Leben zu erleichtern; für sich selbst denkende Technologie verstoße gegen diesen Zweck und sei daher nicht erstrebenswert.


sorry wiki link vergessen, Wikipedia: Technologische_Singularität


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