Ist nur Demokratie "gut"?
um 11:01Dein Ernst?Wutbürger schrieb:Hast Du dafür irgendeine seriöse Abhandlung, welche diese steile These stützt?
Diktator = Alleinherrscher
König = Alleinherrscher
Da hast du deine Abhandlung.
Dein Ernst?Wutbürger schrieb:Hast Du dafür irgendeine seriöse Abhandlung, welche diese steile These stützt?
Tja, wenn das jetzt noch stimmen würde ... Abgesehen von der Frage, wo z. B. der britische Monarch heutzutage noch ein Alleinherrscher sein soll: In mittelalterlichen Monarchien galt das Prinzip Konsensherrschaft, das ist der heutige Stand der Geschichtswissenschaft. Nix Alleinherrschaft.Stirnsänger schrieb:Dein Ernst?
Diktator = Alleinherrscher
König = Alleinherrscher
Da hast du deine Abhandlung.
Die Fürsten verstanden sich zusammen mit dem König als universitas der gemeinschaftlich für das Reich Verantwortlichen. Mittelalterliche Herrschaft war somit weniger Befehl und Gehorsam, sondern basierte vorrangig auf Konsensherstellung in Beratungen. Die Einsicht in konsensuale Herrschaftsformen im Mittelalter gilt in der Mediävistik als eine der wichtigsten Erkenntnisse am Anfang des 21. Jahrhunderts.Quelle: Wikipedia: Konsensuale Herrschaft
Was sollen solche sinnbefreiten Beiträge eigentlich am Ende genau bringen?Stirnsänger schrieb:Dein Ernst?
Diktator = Alleinherrscher
König = Alleinherrscher
Da hast du deine Abhandlung.
Wir reden nicht von parlamentarischen/ konstitutionellen Monarchie, oder?Borromini schrieb:Abgesehen von der Frage, wo z. B. der britische Monarch
Rechte Paranoia?Wutbürger schrieb:sollen jegliche Diskussionen unterhalb der Oberfläche generell unterbunden werden? Letzteres vielleicht, weil dann die Deutungshoheit relativ schnell gefährdet ist?
Jein. Das hängt tatsächlich von dem Monarchie Verständnis der Gesellschaft ab. Wie @BorrominiStirnsänger schrieb:Wenn wir von einer "echten" Monarchie reden, hat selbstverständlich der König das letzte Wort.
Wobei es auch im Absolutismus einen Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit gab. Das zeigen die Dauerkonflikte zwischen dem französischen König und dem Parlement de Paris (dem obersten Gerichtshof).Cachalot schrieb:Beispiel wären da zum Teil die französischen Könige (Ludwig XIV als Beispiel)
Ihre Aufgabe war es letztinstanzlich Recht zu sprechen. Das Parlement de Paris hatte zudem die Gesetze, Edikte und Ordonnanzen des Königs zu registrieren und ihnen dadurch Rechtskraft zu verleihen. Auch konnte es inhaltlich widersprechen und den König so zwingen, seinen Gesetzesvorschlag zu ändern (Remonstrationsrecht). (...) Das Parlement de Paris nutzte jede sich bietende Gelegenheit, seine Prärogative gegen den absolutistischen Anspruch der Könige auszubauen, sie allein wären die souveränen Inhaber der Staatsgewalt.Quelle: Wikipedia: Parlement de Paris
Zustimmung, so eine Machtkonzentration haben nicht zuletzt die modernen Verwaltungs- und Kommunikationsmittel erst möglich gemacht.Cachalot schrieb:oder heute Monarchien wie in Saudi Arabien.
Beim kleinen Wörtchen "heute" liegt der Hase im Pfeffer, wenn es um die Bedeutung von @taren s Vergleich geht.Cachalot schrieb:heute Monarchien
als reine Diskursverschleppung, wie sie typisch ist in der rechten Ecke.Wutbürger schrieb:Hast Du dafür irgendeine seriöse Abhandlung, welche diese steile These stützt? Dann könnte man entlang derer ggf. argumentativ darauf eingehen.
Ja. Es gab/gibt kein Schwarz/WeissBorromini schrieb:Wobei es auch im Absolutismus einen Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit gab. Das zeigen die Dauerkonflikte zwischen dem französischen König und dem Parlement de Paris (dem obersten Gerichtshof).
Nope. Es ging umStirnsänger schrieb:Beim kleinen Wörtchen "heute" liegt der Hase im Pfeffer, wenn es um die Bedeutung von @taren s Vergleich geht.
Und das war weder gestern noch heute so unumstößlich richtig.Stirnsänger schrieb:Wenn wir von einer "echten" Monarchie reden, hat selbstverständlich der König/ Kaiser das letzte Wort.
Wenn schon kleinkariert dann aber auch richtig. 😇Stirnsänger schrieb:Sowohl Monarchen als Diktatoren sind nicht demokratisch legetimiert und können quasi per Erlass
regieren.