Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

9.872 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wahlen, Bundestagswahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 02:45
Lindner hat gerade bei mir Sympathiepunkte verspielt. Die FDP ist keine Partei, die ich wählen würde, aber er wirkte immer recht "ok". Denkste.


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 03:06
Gehe von Neuwahlen aus. Wäre sehr schlecht für die SPD jetzt nochmal umzuschwenken. Das ginge höchstens wenn Merkel aufgibt und die CDU nen andern Kanzler stellt. Dann könnte die SPD das noch als Teilerfolg verkaufen.

Merkel ist aber auch so weg. CDU trägt die Hauptschuld - als stärkste Partei die die Verhandlungen dominiert. Lindner kann sich stark präsentieren (weg vom "Umfaller"-Image der FDP) und auch bei der bürgerlichen Mitte (da wo sie ja hin wollen) punkten.

Grüne sind weiter die "Teuermacher" die natürlich bei ihren eingefleischten Fans (linke vegane Akademiker die sich teuren Umweltschutz leisten können als "Lifestyle") auch weiter beliebt sind.
Die SPD war schon schwach. Wird nich viel verliern und auch nich viel gewinnen.

Denke die AfD und die kleinen (FDP/Grüne) ziehen stark von der CDU ab dann. Dürfte bei der nächsten Verhandlungsrunde nach den Neuwahlen dann so aussehen, dass die FDP einfach so lang auf ihren Positionen beharren können bis die CDU/CSU dann einlenken. Wenn nich und nochmal Neuwahlen sind die CDU/CSU Schuld (verliern noch mehr) und die FDP kann sich fein rausreden, da sie ja ne stärkere Postiion hatte im Vergleich zu vorher. (Da sie jetzt sicher gewinnt und die CDU verliert .. die warn letztens schon bei 30 Prozent. Geht auch so langsam Richtung Zwanziger wie die SPD und die SPD bald zu 1x).

Hoffe jedenfalls dass die Grüne nich zu stark zulegen oder doch verlieren. Und FDP stärker wird. Nach Neuwahlen. (Und CDU bitte auch abgeschwächt, egal wohin deren Wähler. Hauptsache dort weg. Die brauchen auch ne Obergrenze für Wähler. Andere Wähler können zu andern Parteien flüchten.)


Minderheitsregierung wäre denkbar. Merkel will das wohl nich. Nich stabil genug. Aber Merkel muss eh weg. Wäre am sinnvollsten je nach Gesetz Mehrheiten zu suchen. Müssten sich nich alle so sehr verbiegen, was jetzt ab 3 Parteien schwer wird. Wenn man GroKo ausschließt geht es ja nur noch mit 3.


War eigentlich anfangs auch nicht so der Lindner-Fan. Er ist mir einfach zu sehr der Erfolgsmensch. Gab ja schon die Ausschnitte als Abiturient aus ner Talkshow wo er schon Geschäfte machte und n Startup hatte. Aber vielleicht bin ich einfach nur neidisch. :D

Seit einem Gespräch vor der Wahl mit einer Zeitung online (irgendwelche interviewte die Leute) war er mir sympathischer. Jetzt sowieso. Weg vom Umfaller-Image. Lieber nich mitregiern wenns nich passt. Selbst wenns von vornerein geplant war: Geiler Schachzug. Werde wohl wieder FDP wählen. War im September am Schwanken ob SPD mit beiden Stimmen. Dann diese nur mit Erststimme.

Bin ja aus Rheinland-Pfalz da gabs mal SPD + FDP auf Landesebene. SPD ist halt für Soziales gut. FDP für Wirtschaft. Klar: Auf Bundesebene sind die da zu krass unterschiedlich. Aber wählen darf mans ja trotzdem. Mit Unionsparteien und Grüne kann ich einfach nix anfangen. Vor allem Grüne sind mir zu abartig im Teuermacher-Umweltschutz und die CDU zu konservativ bei "traditionellen" (christlich/überwachungsmässig) Sachen.


1x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 03:39
Zitat von lkdwpilkdwpi schrieb:Bin ja aus Rheinland-Pfalz da gabs mal SPD + FDP auf Landesebene. SPD ist halt für Soziales gut. FDP für Wirtschaft. Klar: Auf Bundesebene sind die da zu krass unterschiedlich.
Das ist in etwa das was ich meinte. So ein Mix zwischen Gegensätzen. Aber wird bestimmt nicht klappen und manche andere sind ungeeingnet, Grüne sind mir viel zu speziell, da schon eher Linke als Dritter im Bunde für den Sozialaspekt damit die SPD nicht abdriftet oder so und CDU ist halt irgendwie gar nichts, die machen halt was gerade Prozente bringt. Zumal die noch von der CSU abhängig sind die dann so ultrareligiösverkorkst sind und unsinnige Forderungen haben, auch PKW Maut und solcher Kram und Überwachung etc. wie gesagt.


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 03:58
Erst einmal werden zwei Parteien aufatmen. Das sind die CSU und die Grünen. Denn wie diese eine wie auch immer zustande gekommene Jamaika Koalition ihrer jeweiligen Basis verkaufen sollten, weiss offensichtlich niemand. Siehe: Einwanderungsthematik.

Die FDP: Wow. Für mich war diese Partei noch nie wählbar, vor allem weil ich ihr immer noch das Umfallen zu Helmut Schmidts Zeiten ankreide: eine Partei ohne jede Prinzipien ausser dem, an die Macht zu kommen um jeden Preis. Das ist seit heute vorbei. Ich bin erstaunt.

Vermutlich hat Lindner nur als erster gehandelt, obwohl alle das Ende kommen sahen (siehe oben meinen ersten Punkt: auf den Parteitagen wäre alles sowieso auseinandergeflogen). Nun kann er sich und die FDP als Partei mit Prinzipien darstellen.

Komplett verloren hat nun endlich und verdienterweise Merkel und mit ihr ihre CDU. Zwar vermute ich, dass sie sich noch irgendwie im Kanzleramt halten wird, eine Weile lang, denn auch bei ihr galt ja schon immer: Macht um jeden Preis, aber vielleicht begreift sie nun doch langsam mal, dass die Wähler sie nicht so toll finden und im September abgestraft haben. Bisher scheint sie das ja nicht begriffen zu haben.

Das gilt freilich auch für die CDU. Es war zwar einmal der selige Herbert Wehner, der seine SPD verächtlich als "Kanzlerwahlverein" bezeichnete, aber inzwischen ist die CDU ein solcher geworden: nur noch dazu da, Merkel an der Macht zu halten, egal wie. Mal sehen, ob die Partei daraus Konsequenzen ziehen wird.

Tja, dann ist da noch die traurige Truppe um die Herren Schulz und Gabriel. Da sitzt bestimmt der eine oder andere, der sich jetzt denkt: behalten wir doch einfach unsere schönen Ministerposten und machen weiter... aber einer angeschlagenen Merkel jetzt noch die Macht zu erhalten - das image sollte die SPD sich wirklich nicht aufladen.

Ich lehne mich genüsslich zurück und bin gespannt, wie sich die Bundeskanzlerin da herausmerkeln will.  :popcorn:


2x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 04:42
@Sixtus66
Offenbar mehrfach, so hieß es aus Verhandlungskreisen, habe Lindner in Momenten, in denen die CDU mit Kompromissvorschlägen CSU und Grüne einer Einigung nahe gebracht habe, plötzlich eine harte Linie eingeschlagen und bisherige Positionen der CSU übernommen.

Ärgerlich ist das für Union und Grüne auch, weil die FDP offenbar plötzlich allen bei Themen Steine in den Weg legt, die sie öffentlich für sich selbst nicht als Priorität beschrieben hatte. ...

http://www.sueddeutsche.de/politik/sondierungsgespraeche-lindners-verhandlungstaktik-irritiert-jamaika-partner-1.3755560

Klingt relativ stark nach Theater.
Bestimmt hatte der längst entschieden der Held zu sein der aufgibt und das dann erzwungen in dem er immer dann wenn man sich fast einig war plötzlich was Unerwartetes vorbrachte und radikal darauf pochte. Also künstlich erzeugtes Drama damit man auf Opfer machen kann weil der hofft so mehr Prozente zu bekommen.
sehe ich ganz genauso.
Vor der Sondierung war der Lindner mir noch sympathisch, ich nahm es ihm doch tatsächlich ab, was er von sich gab. Jetzt leider nicht mehr.
In meinen Augen ist er leider ein Schauspieler.

Natürlich sehen das sicher viele als Heldentat, sein "Opfer". Ich sehe es inzwischen als eiskaltes Kalkül, was er von Anfang an gehabt haben könnte - ganz egal wie kompromissfähig die Anderen gewesen wären. Und wenn Alle am Ende SEINE Positionen vertreten hätten, hätte er nen Vorwand gesucht und gefunden, davon bin ich jetzt überzeugt.

FDP - so gerne ich diese in der Regierung gesehen hätte (so als "ausgleichendes Mittelmaß der unterschiedlichen Positionen - dachte ich zumindest) - hat sich jetzt für mich erledigt.

Da sind für mich die Linken z.B. viel glaubwürdiger (bis jetzt zumindest).


1x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 07:32
@Optimist

Ich sehe das Kalkül eher bei der SPD, die offen auf das Scheitern von Jamaika spekulierte.


1x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 09:15
Das war für mich heute Morgen gleich mal eine gute Nachricht, dass die Verhandlungen geplatzt sind, so makaber sich das auch anhört. Man muss es mal realistisch betrachten, Leute. Die Verhandlungen zogen sich nun über 3 Wochen hin, wurden immer wieder bis tief in die Nacht geführt und immer wieder zähneknirschend verlängert. Irgendwann muss auch sich auch ein Optimist mal den Realismus stellen.

Ich hatte die FDP dieses Jahr nicht gewählt, aber mit Lindners Schritt hätte man mich im Fall einer Neuwahl wohl zurück gewonnen. Die Menschen haben seine Partei nicht gewählt, weil sie die FDP als Mehrheitsbeschaffer in einem Bündnis der Unwilligen sehen wollten. Gerade die FDP hat nach 2013 leidlich erkennen müssen, was passiert, wenn man die Menschen enttäuscht, die sie für ihr Programm gewählt haben. Das man da nicht noch mal Mehrheitsbeschaffer um jeden Preis spielen will, halte ich für verständlich.

Die CDU/CSU hat den Zeitgeist bisher einfach noch nicht erkannt und wahrscheinlich gedacht, dass man mit 33 % die kleineren Koalitionspartner immer noch klein reden kann. Dabei ist das CDU/CSU Bündnis so abhängig wie nie zuvor von beiden. Und das ist auch gut so.

Wirklich lächerlich finde ich dann aber das Gehabe der verbliebenen Parteispitzen, die nach dem Scheitern der Verhandlungen so taten als sei man ja kurz vor Abschluss der Verhandlungen gewesen. Ganz ehrlich - wer die letzten Wochen immer ein Stück weit zwischen den Zeilen gelesen hat, muss eigentlich erkennen, dass man sich da selbst was vormacht.

Man kann nun nicht mit Sicherheit sagen, wo es gescheitert ist. Vielleicht an der Abschaffung Vorratsdatenspeicherung oder an steuerpolitischen Fragen. Vielleicht ging es auch um Zuwanderung oder die Abschaffung des Soli. Es gab jedenfalls genug Punkte, wo es ja schon auf dem Papier allein mit der CDU nicht gepasst hat, wenn diese da nicht einlenkt. Und verübeln kann man es einer Partei sicher nicht, wenn sie die Kern-Positionen mit einbringen will, für die sie gewählt wurde.


1x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 09:48
@Atrox
Ich sehe das Kalkül eher bei der SPD, die offen auf das Scheitern von Jamaika spekulierte.
wie soll das gehen, die haben doch gar nichts gemacht, außer gleich nach der Wahl in die Opposition zu gehen?
Diesen Schritt fand ich genau richtig und logisch.
Dass sich die SPD nun heimlich freut, das kann ich mir vorstellen.

@Nevrion
Es gab jedenfalls genug Punkte, wo es ja schon auf dem Papier allein mit der CDU nicht gepasst hat, wenn diese da nicht einlenkt. Und verübeln kann man es einer Partei sicher nicht, wenn sie die Kern-Positionen mit einbringen will, für die sie gewählt wurde.
Ja es gab vieles, was nicht gepasst hatte.
Aber ich sah in den Positionen mehr Ähnlichkeiten zwischen CDU/CSU und der FDP.
Ich hatte eher vermutet, dass die Grünen aussteigen, weil die Kluft von denen zu den anderen Parteien sehr groß schien.
Aber gerade diese machten in meinen Augen die größten Kompromisse. Inwiefern das richtig ist, darüber kann man sich streiten.

Aber was mich an Lindner stört, dass es so wirkt, als stand es für ihm schon von Anfang an fest, dass er aussteigen will (falls ja, sehe ich das als Falschheit an, dann überhaupt erst zu sondieren).
Und wie gesagt ich sehe das alles mehr oder weniger als Taktieren, in diesem Sinne:
... weil die FDP offenbar plötzlich allen bei Themen Steine in den Weg legt, die sie öffentlich für sich selbst nicht als Priorität beschrieben hatte. ...
...
Klingt relativ stark nach Theater.
Bestimmt hatte der längst entschieden der Held zu sein der aufgibt und das dann erzwungen in dem er immer dann wenn man sich fast einig war plötzlich was Unerwartetes vorbrachte und radikal darauf pochte. Also künstlich erzeugtes Drama damit man auf Opfer machen kann weil der hofft so mehr Prozente zu bekommen.
Das war auch ganz genau mein Eindruck.


2x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 10:19
@Optimist

Na ja, die letzten Aussagen von Kubicki und Co deuteten schon an, dass die FDP mit den Verhandlungsverlauf eher unglücklich war. Ich denke, man darf einer Partei auch zugestehen, nach so langem, kräftezehrenden Zerren um eine gemeinsame Linie, irgendwann auch mal die eigene rote Linie nicht immer weiter zu einem roten Kreis zu machen.

Ich sehe da weniger Kalkühl und Taktieren dahinter, auch wenn ich verstehen kann, warum dieser Eindruck nun entstehen kann. Immerhin stellen sich da nun 3 Parteien (CDU, CSU und Grüne) hin und behaupten nachweisfrei, dass es an ihnen nicht gelegen hat.


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 10:40
tja das wird dann wohl eher nix mit den 16 Jahren Kanzlerschaft....

Ich bin froh dass es dazu gekommen ist. Endlich hat das "immer weiter so" von Frau Merkel ein Ende. War ja schon unerträglich bei der Griechenlandrettung 2015.... oder halt der Flüchtlingskrise.

Immer weiter so, unbedingt retten was irgendwie geht usw... ja nie die Bombe platzen lassen. Nun ist es geschehen...endlich!

Um mal wieder ein bisschen Leben reinzubringen, evt. auch ne Art Revolutionsstimmung aufkommen zu lassen... ja Neuwahlen! Bin ich absolut dafür.


1x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 10:57
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Ich lehne mich genüsslich zurück und bin gespannt, wie sich die Bundeskanzlerin da herausmerkeln will.  :popcorn:
Merkel- Kanzlerin der Bananenrepublik :
ich hab doch alles richtig gemacht!?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Vor der Sondierung war der Lindner mir noch sympathisch, ich nahm es ihm doch tatsächlich ab, was er von sich gab. Jetzt leider nicht mehr.
In meinen Augen ist er leider ein Schauspieler.
Lindner hat das gemacht, was den meisten Menschen inzwischen total abgeht:
Wort gehalten.
er hat schon im Wahlkampf gesagt, dass es mit der FDP kein "Weitero" sondern Erneuerung in wichtigen Punkten geben wird, oder die FDP geht selsbtbewusst in die Opposition.

eine Sondierungsvereinbarung mit zig offenen Fragen und Kompromissen, die Minuten später wieder kassiert werden, sind keine Basis für Koalitionsverhandlungen geschweigedenn für eine stabile Regierungsarbeit .
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Natürlich sehen das sicher viele als Heldentat, sein "Opfer".
ne, als konsequentes und ehrliches Handeln.
scheinbar sind die wochenlangen Sondierungsgespräche samt erbärmlichem Hickhack ohne Eindruck zu machen an dir vorbei gerauscht.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:FDP - so gerne ich diese in der Regierung gesehen hätte (so als "ausgleichendes Mittelmaß der unterschiedlichen Positionen - dachte ich zumindest)
die FDP stand und steht (so hofffe ich) nicht für ausgleichendes Mittelmaß!! ausgleichendes Mittelmaß mit gehörigen Linksdrall ist Merkel-Stil.
Wozu solches Mittelmaß führte? Brexit, AfD im Bundestag und in Sachsen als stärkste Kraft bei den BTW, Terroranschläge, Grenzkontrollen....

mit dieser Negativbilanz (neben vielem Positiven, das sei nicht unerwähnt) hätte Merkel nicht noch mal antreten dürfen.
aber konsequent war bislang nur eine Partei: die FDP. ob es ihr nutzt, ob es dem LAnd nutzt -abwarten.
Zitat von AtroxAtrox schrieb:ch sehe das Kalkül eher bei der SPD, die offen auf das Scheitern von Jamaika spekulierte.
ich sehe es bei den Grünen , und da vorallem bei Trittin.
nach dem er 2013 bereits die Sondierungsgespräche mit CDU/CSU versemmelt hat, wurden auch 2017 unhaltbare Maximalforderungen aufgestellt.
Trittins Stichelei und Provokation zum Ende der Sondierungsgespräche waren garantiert mitentscheidend dafür, dass Lindner zum Schluss erklärte:

es gibt keine Vertrauensbasis für zukünftige eine Regierungsarbeit
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Die Verhandlungen zogen sich nun über 3 Wochen hin, wurden immer wieder bis tief in die Nacht geführt und immer wieder zähneknirschend verlängert. Irgendwann muss auch sich auch ein Optimist mal den Realismus stellen.
diese Verhandlungen haben eines bestätigt.
nach  GroKo wäre eine DoppelGroKo  oder GrüGroKo der Anfang der Unregierbarjkeit gewesen.
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Wirklich lächerlich finde ich dann aber das Gehabe der verbliebenen Parteispitzen, die nach dem Scheitern der Verhandlungen so taten als sei man ja kurz vor Abschluss der Verhandlungen gewesen. Ganz ehrlich - wer die letzten Wochen immer ein Stück weit zwischen den Zeilen gelesen hat, muss eigentlich erkennen, dass man sich da selbst was vormacht.
man hat sich Zeit gelassen nach dem Auftritt Lindners und hat sich vermutlich auf Pressestatements geeinigt um das Gesciht zu wahren. Vollends ausgeflippt ist Özdemir.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich hatte eher vermutet, dass die Grünen aussteigen, weil die Kluft von denen zu den anderen Parteien sehr groß schien.
das habe ich nie erwartet.
gut wäre allerdings gewesen, die KANZLERIN hätte die Sondierungsgespräche für beendet erklärt.
Und zwar bereits nach 2 Wochen, als klar war, dass das Viererkleeblatt in alle Richtungen zerrt.
diesmal hat sich aussitzen nicht gelohnt. wobei ich ihr abnehme, dass sie für das Zustandekommen geiner  4er Koalition gekämpft hat.
jetzt rächt sich, dass Merkel NIE einen Plan hatte, sondern immer nur "auf Sicht" und "kompromislos" agiert hat.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber gerade diese machten in meinen Augen die größten Kompromisse
wie sagte Dobrindt treffend:
"Das Abräumen von Schwachsinnsterminen ist noch kein Kompromiss“.



melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 11:26
@satansschuh
Tja mit Spassparteien koaliert man nicht.


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 11:29
Zitat von knopperknopper schrieb:Ich bin froh dass es dazu gekommen ist. Endlich hat das "immer weiter so" von Frau Merkel ein Ende. War ja schon unerträglich bei der Griechenlandrettung 2015.... oder halt der Flüchtlingskrise.
Was kommt nach Merkel, ja die Merkelgegner, sind in erster Linie nur eines, dagegen. Ausser "Merkel muss weg" und "Grenzen dicht" kommt da nicht viel. alternativen, welche Lösungen müssen her, darauf können auch sie keine Antworten geben. Wer soll den nächster Kanzler werden? Wer soll nach Merkel kommen?


1x zitiertmelden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 11:36
Vor ungefähr 99 Jahren und 11 Tagen, im Novermer 1918:

Phillip Scheidemann (SPD) verkündet:

Youtube: Philipp Scheidemann - Ausrufung der Republik - Video + Ton!
Philipp Scheidemann - Ausrufung der Republik - Video + Ton!
... Der Kaiser hat abgedankt, Prinz Max von Baden hat sein Reichkanzerlamt dem Abgeordneten Ebert übergeben. Alles für das Volk, alles durch das Volk!  Seid einig, treu und pflichtbewusst. Die Monarchie ist zusammengebrochen. Es lebe das Neue, es lebe die deutsche Republik! ...
Geschichte wiederholt sich, wenn auch unter anderen Vorzeichen, Bedingungen und Ergebnissen.

Die Sonnenkönigin hat hoffentlich bald abgedankt!

Es lebe das Neue!


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 11:45
Zitat von FlatterwesenFlatterwesen schrieb:Was kommt nach Merkel, ja die Merkelgegner, sind in erster Linie nur eines, dagegen. Ausser "Merkel muss weg" und "Grenzen dicht" kommt da nicht viel. alternativen, welche Lösungen müssen her, darauf können auch sie keine Antworten geben. Wer soll den nächster Kanzler werden? Wer soll nach Merkel kommen?
Na ja, so wie Merkel die NSA-Spionageaffäre verwaltet, die Griechenlandkrise bewertet und die Flüchtlingsproblematik behandelt hat, darf man sich nicht wundern, dass man sich die gute Frau nicht mehr an der Macht wünscht, erst recht, wenn sie dann noch offen selbstreflektierend sagt, sie wüsste nicht was sie in den letzten Jahren hätte besser machen können. Es ist immerhin ihre Regierung die sich für eine Atombombenfreie Welt ausspricht, aber an keiner Sitzung teilnimmt, in der zumindest die Grundlagen für solche Abkommen gelegt werden könnten. Und das sind nur mal einige Punkte. Ganz ehrlich. Viel weniger vertreten als von Merkel kann ich mich in diesem Land gar nicht fühlen.

Die Antworten für Alternativen und Lösungen hat die letzte Bundestagswahl gegeben, als die FDP, Linke, Grüne und AfD mit im Schnitt 10 % in den Bundestag eingezogen sind.


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 11:54
Deutschland ist nicht mehr  der europäische Musterknabe  was Stabilität anbelangt.

es wird noch dauern bis auch der letzte/die letzte Politiker/in begriffen hat, dass es kein "Weiterso" gibt.

Da Regierungsmodell Merkels, das Deutschland auf "Sicht" zu regieren und jegliche Entscheidung als alternativlos zu verkaufen, hat das Land an den Rand der Unregierbarkeit gebracht.

bin gespannt, ob sie nun eine GrKo hinbekommt.


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 12:08
Zum ersten mal empfinde ich, und es fühlt sich so an als wäre das nicht nur bei mir so, solch eine koalitions"schwierigkeit" eher als konstruktiv und produktiv.

Nachdem die medien die AfD gerdezu vergessen haben, wäre es schon kurios, wenn, insofern es zu neuwahlen kommt, die medien wieder zur "fan-box" der AfD würden.

Willy, drück bitte dort oben den demokratischen knopf...egal wenn das bild hier etwas früher ankommt... :D


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 12:19
"Wir werden kein Regierungsbündnis eingehen, bei dem die erste Koalitionskrise im März stattfindet, die zweite im April und die Koalition spätestens in einem Jahr am Ende ist und dann neu gewählt werden muss."
das sagte nicht etwa Christian Lindnder, sondern Jürgen Trittin

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/trittin-wir-sind-bis-an-die-schmerzgrenze-gegangen-15299540.html


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 12:19
...sich die demokratie für solch einem moment verfügbar machen...

...im sinne eines...


wide  1300x731


melden

Der Bundestagswahl-Thread. Nach der Wahl ist vor der Wahl!

20.11.2017 um 12:39
Zitat von OptimistOptimist schrieb:wie soll das gehen, die haben doch gar nichts gemacht, außer gleich nach der Wahl in die Opposition zu gehen?
Diesen Schritt fand ich genau richtig und logisch.
Dass sich die SPD nun heimlich freut, das kann ich mir vorstellen.
Die GroKo hätte eine Mehrheit gehabt. Dann schon vor irgendwelchen Sondierungen allen Gesprächen eine Absage zu erteilen, um sich in der Opposition zu erholen, ist parteipolitisches Kalkül. Von Seiten der FDP hieß es von Anfang an, dass man bereit ist zu regieren, sich da aber nicht gezwungen zu fühlt.


melden