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Volksabstimmung: Schweiz stimmt für Begrenzung der Zuwanderung.

1.572 Beiträge, Schlüsselwörter: Schweiz, Basisdemokratie

Volksabstimmung: Schweiz stimmt für Begrenzung der Zuwanderung.

10.03.2014 um 04:47
Man muss mal die Grössenverhältnisse checken zwischen Schweiz -EU und EU-Afrika und dann mal die Frage stellen wer mehr Grund hätte Zäune zu errichten.
Dann sollte man noch die Anzahl der Toten die bei der Überquerung der Grenze zur Schweiz sterben mit den Afrikaner die an europäischen Stränden angespült werden vergleichen, da sie sich illegal den Zugang von Schlepperbanden erkaufen müssen und nicht einfach einreisen können.
Wo bleibt da der Rassismusvorwurf? Oder sind Afrikaner keine Menschen?
Die Schweiz ist kein EU Mitglied. Sie kann ihre Grenzen genauso überwachen wie es die EU tut.
Klar sie hat billaterale Verträge an die sie gebunden ist.
" Die freie Personenfreizügigkeit ist nicht verhandelbar" ... nette Verhandlungsgrundlage.
Also hat man gezwungenermassen dieses Entgegenkommen gezeigt.
Man ist nun aber der Meinung dass man damit nicht zurechtkommt und will es auf ein verträgliches Mass runterschrauben.
Das heisst nicht dass die Leute die gebraucht werden nicht mehr rein können. Es kann einfach nicht unbegrenzt rein. Nicht abstellen sondern nur eine Obergrenze festlegen-
Auch die USA vergeben nur eine gewisse Anzahl an Greencards pro Jahr in die Lotterie.
Man muss nun nicht so tun, als ob das Vorgehen aussergewöhnlich ist im internationalen Vergleich.
Alle Staaten verfahren so und noch viel strenger. Mit Ausnahme der EU Staaten untereinander. Die aber als Union ihre Aussengrenze schützt.
Dass sie das gegenüber der Schweiz nicht zu tun braucht liegt wohl auch auf der Hand, da ja wohl kaum zu befürchten ist, dass die schweizer Auswanderer mit ihrer Bevölkerungsmasse die EU überrennen.
Dieses " wenn Du nicht - dann ich auch nicht" von Seiten der EU ist einfach nur stur und kindisch.
Die Schweiz ist der Meinung dass sie mit der Masse nicht zurechtkommt.
Und statt man sich dem Problem annimmt und flexibel eine Lösung sucht polltert man wie ein Gorilla auf der Brust rum und beharrt auf die vertraglichen Verpflichtungen...und schmeisst mit Beleidigungen um sich.
Ausser Acht gelassen, dass auch die Verträge mit der Eu ständigen Veränderungen unterworfen sind, wenn die in Brüssel mal wieder eine neue Verordnung raus.,..schmeissen, an die sich dann gefälligst auch die Schweiz zu richten hat.


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wichtelprinz
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10.03.2014 um 07:54
@Glünggi
Ja die Schweiz hat schon glück nicht an der Aussengenze Europas zu liegen und vorallem Schengen/Dublin zu haben. Warten wirs ab, falls dieses Abkommen auch in frage stehen sollte wissen wir ja an wen sich Flüchtlinge wenden können in Europa wenn sie von der EU abgewiesen wurden. -.-


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10.03.2014 um 09:09
@Koreander
Koreander schrieb:Schon richtig, nur: Eines vergessen Viele, ganz gleich, ob sie den Volksentscheid gutheißen oder nicht: DIE Schweizer gibt es nicht. Menschen in den Städten haben sich eher für Ausländer entschieden- Menschen auf dem Lande dagegen. Wer täglich Kontakt mit Fremden hat, dem sind sie nicht mehr fremd. Wie soll sich jemand eine eigene, durch praktische Erfahrungen gestützte Meinung bilden, wenn er nur Zeitungen liest und (rechtspopulistischen) Parteiprogrammen glaubt? Den eigentlichen echten Schweizer, also den Helvetier, gibt es in der Schweiz kaum. Zumal selbst Helvetier zum Teil aus Süddeutschland stammen.
Das Fremde ist das Fremde in uns selbst.
Dies ist eine haltlose Aussage, welche nach einer Statistik vom Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich, von Marko Kovic widerlegt wird.
http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/668/je-weniger-auslaender-desto-mehr-ja-stimmen-wirklich
(Für Aussenstehende: Der Tagesanzeiger gilt von den grossen Tageszeitungen in der Schweiz eher als Linksorientiert).

Weiterhin: Man vergisst gerne, dass das gemeine Volk nicht immer Freiwillig aufs Land zieht. Schonmal eine Wohnung in Zürich mieten wollen?
Kriterium: 2-2.5 Zimmer, 35-50m². Also eine wirkliche EinPersonen-Haushalt-Wohung ohne grosse Luxussprünge.
Unter 1200 Euros ist da nichts zu holen - wer einmal an einer solchen Wohungsbesichtigung war, merkt, dass man dann einer von ~150 Bewerbern sein wird.
Darüber hinaus schreibt die Credit Suisse in ihrer Studie, dass Neubauwohnungen in den Städten vollumfänglich von Ausländischen Zuwanderern absorbiert werden, während das gemeine Volk aufs Land verdrängt wird.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Auslaender-ziehen-in-die-Staedte-Schweizer-aufs-Land/story/18748903


Ich finde sehr interessant dass die grösste Kritik aus dem Land der EU kommt, bei dem das Volk am meisten unter dem "Fachkräftezustrom" aus der EU-Osterweiterung leidet.
Wie ist das...? ~10% Arbeitslose aber nach Fachkräftemangel jammern? In Deutschland liegen 16% der Löhne unter dem Mindestlohn von 8 Euro 50.
Die Wirtschaft in Deutschland freut es - den Exportweltmeister auf dem Buckel der Arbeiterschaft zu machen. In der Schweiz wird da eben die Notbremse gezogen, bevor das Lohndumping auch hier weiters um sich greift.
Ich hoffe jedoch, dass es ohne den Mindestlohn von 4000 Franken geht. Eine gesunde Wirtschaft kann sowas ohne Mindestlöhne.


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10.03.2014 um 09:25
Die nächsten 50 Jahre- was tun?


Was könnten Schweizer Bürger- egal, welche Herkunft- tun, damit nicht ständig arme Ausländer in die Schweiz strömen?
Wer stellt diese Frage radikal, im Sinne von "an die Wurzel gehend"? Anstatt von "Überfremdung" zu faseln, könnte man sich anschauen,
woher die Sogwirkung reicher Länder auf arme Länder kommt. Wie wurde die Schweiz das, was sie ist? Kann dieses kleine Land so reich geworden sein, ohne dass andere dafür leiden mussten? Sind Schweizer einfach nur fleißiger und klüger als andere, eventuell sogar genetisch bedingt?
Die letzte Frage kann nur mit genügendem Rassismus positiv beantwortet werden. Also müssen da doch Tricks und Betrügereien im Spiel gewesen sein. Ein Beispiel: Nestlé ist einer der größten Lebensmittelkonzerne der Welt. Wie konnte er so mächtig werden?
Vielleicht weiß ja mancher Schweizer, wie die Geschäftspraktiken von Nestlé aussehen. Von Milchpulver, dass afrikanischen Müttern als bessere Alternative zum Stillen aufgenötigt wurde- bis dazu, dass der Konzern gern das Recht auf Trinkwasser aushebeln und Wasser zum reinen Geschäft
machen will- was in einigen Gegenden bereits gelungen ist. Nestlé kauft Land mit dazugehörigen Quellen und verkauft den Durstigen ihr eigenes Wasser- in Plastikflaschen. Profit macht man, wenn natürliche Lebensmittel künstlich verknappt werden.
Siehe hier http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/wasser221.html
Wenn die Schweizer also tatsächlich wegen der Bevölkerungsentwicklung in den nächsten 50 Jahren besorgt sind, sollten sie dann einem ihrer größten Steuerzahler- Nestlé- auf die Finger klopfen und sagen: "Du lässt die Leute leiden, die deshalb zu uns kommen, um ein Stückchen des Kuchens zu beanspruchen, das du mit ihrem Mehl gebacken hast?" Aber zu solch komplexen Gedankengängen kommt der Schweizer- wie jeder in unserer neokolonial denkenden "1. Welt" kaum. Dazu fehlt dem "zivilisierten Menschen" die Zeit. Er muss ja immer arbeiten. Da bedarf es schlichter Erklärungen. Etwa solcher, die täglich in den üblichen Medien zu finden sind. Der gemeine Europäer möchte nicht daran erinnert werden, dass sein Wohlstand mit dem Elend anderswo zusammenhängt. Dabei darf er sich noch glücklich schätzen. Die "Wandalen" könnten auch anders als über zivile Wege sich etwas davon zurück holen, was wir ihnen geraubt haben. Ein bisschen dürfen sie das ja. Aber nur weit weg. Etwa als Pirat vor Somalia.


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10.03.2014 um 10:18
@Koreander
Koreander schrieb:Also müssen da doch Tricks und Betrügereien im Spiel gewesen sein.
Na was denn sonst? Harte Arbeit bringt doch nichts...
Koreander schrieb: Sind Schweizer einfach nur fleißiger und klüger
Weiß nicht, aber faul und dumm sind sie jedenfalls nicht...
Koreander schrieb:Nestlé ist einer der größten Lebensmittelkonzerne der Welt. Wie konnte er so mächtig werden?
Wie konnte Microsoft so mächtig werden?
Wie konnte Coca Cola so mächtig werden?
Wie konnte Facebook so mächtig werden?
Wie konnte Samsung so mächtig werden?
usw. Liste ist nicht abschliessend...
Koreander schrieb:Von Milchpulver, dass afrikanischen Müttern als bessere Alternative zum Stillen aufgenötigt wurde
Wie soll denn das gehen? Haben sie den Müttern eine Pistole an den Kopf gehalten?
Koreander schrieb:Vielleicht weiß ja mancher Schweizer, wie die Geschäftspraktiken von Nestlé aussehen. Von Milchpulver, dass afrikanischen Müttern als bessere Alternative zum Stillen aufgenötigt wurde- bis dazu, dass der Konzern gern das Recht auf Trinkwasser aushebeln und Wasser zum reinen Geschäft
machen will- was in einigen Gegenden bereits gelungen ist. Nestlé kauft Land mit dazugehörigen Quellen und verkauft den Durstigen ihr eigenes Wasser- in Plastikflaschen. Profit macht man, wenn natürliche Lebensmittel künstlich verknappt werden.
Kann man sich aufgrund deines Posts eine ausgewogene Meinung bilden? Wohl kaum, weil zu einseitig... Jede Medaille hat 2 Seiten. Nestle unterstützt weltweit viele hervorragende Projekte. Man muss sich nur schlau machen.
http://www.nestle.de/Gemeinsame-Wertschoepfung/Wasser/Pages/default.aspx


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10.03.2014 um 10:48
Schlussendlich gibt es Firmen welche eine gewisse Vormachtsposition haben - und durch grössere Stückzahlen günstiger Produzieren können, oder einfach weil attraktive Alternativen fehlen.

Wie @Brunche schön darlegte, gibt es etliche Firmen, welche grauenhaft Kräftig wurden. Nicht bloss Nestlé.
Über die Geschäftspraktiken der grossen Konzerne muss man sich nicht wundern. Die haben Mittel, welche eingesetzt werden wollen. Teurer ist es, seine Vormachtstellung mit Forschung und Entwicklung zu festigen, günstiger kommt ein aufkauf von Innovativer Konkurrenz, bevor die zur ernstzunehmenden Konkurrenz werden kann.
Das ist das Gesetz des Monopols.

Im Übrigen gibt es rund 150 Firmen, welche die Weltwirtschaft dominieren und gemeinsam 40% der Weltwirtschaft bei sich haben. Rund 1300 grössten Firmen (die 150 mit eingerechnet) kontrollieren gegen die 80% der Wirtschaft.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13680359/Diese-Firmen-bestimmen-Schicksal-der-Weltwirtschaft.html

Der Artikel ist aus 2011 - doch ist anzunehmen, dass die Mächtigen Firmen ihre Vormachtstellung seither noch weiter ausbauen konnten.

Keine dieser Firmen sticht mit besonders Humanitärmen Auftreten auf - die Kunst ist es, die Leute auszubeuten, ohne dass sie es merken.


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10.03.2014 um 10:59
@Glünggi

die Schweizer Abstimmung kam für Brüssel zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt da man sich bereits im Wahlkampf befindet und man die EU Gegner in den eigenen Reihen bekämpft. dh hat die Schweiz halt auch ein fruchtbaren Boden geliefert für die rechten Nationalisten innerhalb der EU Gemeinschaft..

Es kam ja dann sogar zu diesem Eklat wo Mario Borghezio von der Liga Nord den Saal verlassen musste:



für die EU ist die Personenfreizügikeit nunmal elementar ,es ist durchaus verständlich das die Schweiz dies selbst regeln möchte und auch kann ,das Problem an der Sache ist jedoch, dass es nie wirklich sich um eine Sachdebatte handelte , sondern von einer Partei rein populistisch vorgetragen wurde mit sehr vielen ausländerfeindlichen Parolen und falschen Behauptungen/folgerungen um beim Schweizer Volk Stimmung zu machen. Ausserdem ist die SVP überhaupt nie verhandlungsfähig ,es gab ein guter Grund warum Blocher aus dem Bundesrat ausschied..


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10.03.2014 um 11:20
@Laborant:
Laborant schrieb: Keine dieser Firmen sticht mit besonders Humanitärmen Auftreten auf - die Kunst ist es, die Leute auszubeuten, ohne dass sie es merken.
Allerdings fallen immer noch viele Menschen auf Firmenpropaganda herein, wie etwa @Brunche, dem genügt, was Nestlé auf seiner eigenen Seite schreibt.

Dabei gibt es genügend Beweise für die mörderische geschäftspraxis dieses Konzerns. @Brunche argumentiert so:
Koreander schrieb:
Von Milchpulver, dass afrikanischen Müttern als bessere Alternative zum Stillen aufgenötigt wurde

Brunche: Wie soll denn das gehen? Haben sie den Müttern eine Pistole an den Kopf gehalten?
Von manipulativen Tricks wissen solche Leute nichts.
In den 70iger und 80iger Jahren haben als Krankenschwestern verkleidete Mitarbeiterinnen in sog. Entwicklungsländern, Milchpulver an stillende Mütter abgegeben.

Wegen der Entwöhnung konnten diese Mütter nicht mehr stillen und waren von Nestlé abhängig. Allerdings konnten sie sich die teure „Ersatzmilch“ nicht leisten. Zudem wurde diese Milch oft mit verunreinigtem Wasser angemischt und in der Folge sind viele Säuglinge an Krankheiten und Unterernährung gestorben.
http://www.naturwelt.org/was-tun/raubtierkapitalismus/nestlé/

Wundert uns die Inkompetenz vieler Schweizer- und überhaupt vieler Europäer beim Erkennen globaler Zusammenhänge? Ausländer dürfen ausgebeutet werden- aber am besten nur dort, wo sie geboren wurden.


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10.03.2014 um 11:31
Die EU hat einige Baustellen - die Personenfreizügigkeit gehört dazu. Der grundsoziale Gedanke, dass Rumänische Ärzte ihr Marodes Land verlassen und in Deutschland als Fachkräfte beginnen, wo sie ein viel besseres System erwartet und die Welt rundum Sicher zu sein scheint, ist aus sicht des Rumänischen Staates komplet Asozial und Egoistisch für Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich, welche von den Armen Ländern durchaus Profitieren.
Dann gibt man den Griechen Geld, damit die die Rechnungen bei Siemens bezahlen können. Oder dass Französische Banken ihre Kohle von Staatsanleihen nicht verlieren.
Es ist ein reines Veräppeln der Armen Staaten im EU-Gebiet.
Auch die Lüge des Fachkräftemangels ist ein Pfeiler auf dem die Personenfreizügigkeit steht. Mit 10% Arbeitslosen und 16% Working Poor ist das eine Beleidigung für das Volk der Deutschen.

Wer davon profitiert ist klar - die Hochfinanz, die Grosskonzerne und Wirtschafsverbände.

Und hier @smokingun
Die Personenfreizügigkeit ist nicht Elementar für die EU. Auch der Euro ist nicht Elementar. Das Schengen-Abkommen ebenso nicht und auch die gemeinsame EU-Verfassung ist es nicht. Elementar ist, dass die Politiker dieser Mitglieder zusammen hocken und Probleme Gemeinsam zu lösen probieren. Ein Tisch. Ein paar Verträge über Mitgliedschaft und Geschlossenes Auftreten nach Aussen, Strafklauseln für Mitglieder welche sich nicht an die Regeln halten und es würde funktionieren.

Interessanterweise gibt es nicht mal wirkliche Strafklauseln. Griechenland hat sich mit gemogelten Zahlen eingekauft... als Beispiel.

Die Personenfreizügigkeit ist Elementar für die Pseudosozialen EU-Politiker, welche nach ihrem Amt in Brüssel in eine Aufsichtsratposition kommen und für Weltfremde Weltverbesserer, welche die Sozialen Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern nicht erkennen.

Dass genau die Politiker nun gegen die Schweiz schiessen, liegt auf der Hand. Bei einem Gesinnungswechsel der Völker, wären die ziemlich schnell Abgesägt.

Dass die Abstimmung auf Populismus basierte, ist klar - anderes ist man sich von der SVP ja nicht gewohnt. Jedoch ist das "Apfelbäumli of doom" gegenüber anderen Abstimmungsplakaten extrem Gemässigt gewesen.
Wirklich fundierte Argumente gegen die Abstimmung kamen auch nicht - die Linken und Grünen sahen einfach nur Fremdenfeindlichkeit, die FDP sah die Wirtschaft in der Krise und die Christdemokraten haben mal geschaut, wie die Majorität der anderen Parteien wählt.

@Koreander
Dass Nestlé auf ihrer eigenen Webseite Greenwashing betreibt ist klar - dass aber eine Tierschützer-Webseite genau das Gegenteil betreibt sollte auch klar sein. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
Eine Firma - ob gross oder klein - welche sich selbst auf der eigenen Webseite Kritisiert gibt es nicht.

Den Milchpulverskandal kannte ich hingegen nicht - liegt wohl daran, dass ich junges steuerzahlendes Pflänzchen damals noch nicht mal auf der Welt war. Wenn man so in die Vergangenheit grübeln darf... Siemens hat in Nazi-Konzentrationslagern produzieren lassen. Ist das besser?
Etliche Deutsche Konzerne haben Ostdeutschland im Zuge der Deutschland-AG ausgebeutet. Ist das besser?
Bevor man Firmen anderer Länder kritisiert, auch mal vor der eigenen Türe kehren. Achja... dass Deutschland mit ihrer Vormachtstellung einen Wirtschaftlichen Aufschwung in anderen EU-Ländern verhindert, ist auch klar. Ist das Besser? Nein.

Die Personenfreizügigkeit mit der Schweiz ist für die EU nur deswegen Essentiell, weil es uns gut geht. Wären wir so Arm wie Eritrea, hätten wir längst einen Fünf Meter Zaun um uns herum. Ganz sicher. ;)


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10.03.2014 um 11:54
Laborant schrieb:Die Personenfreizügigkeit ist nicht Elementar für die EU.Auch der Euro ist nicht Elementar.
Da muss ich dir aber widersprechen . die Idee der Europäischen Gemeinschaft besteht in den grundzügen in freiheit und Zusammenarbeit. damit Frieden herrscht und es den Bürgern auch besser gehen soll .

die Personenfreizügigkeit ist ja eines der 4 Grundfreiheiten der EU :

zitat:

"Die vier Grundfreiheiten bilden die Grundlage des Binnenmarktes der Europäischen Union"

Wikipedia: Grundfreiheit#Die_vier_Grundfreiheiten

auch der EURO ist ein Grundelement der erbracht wurde um Europa als Gewicht gegen den Dollar zu etablieren und den Binnenmarkt zu stärken.

diese 2 faktoren sind elementar und nicht verhandelbar.


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10.03.2014 um 12:03
@smokingun
Die Grundlage des Binnenmarktes. Nicht der Europäischen Union.

Ob nun einzelne Staaten ihre Zuwanderung und ihre Währung steuern können, spielt doch für den Frieden gar keine Rolle.
Wohin das führt, ist doch ersichtlich, wenn man sich Griechische Demonstrationen anschaut, in denen Angela Merkel mit Hitler verglichen wurde.

Allein das Wort "Binnenmarkt" zeigt doch schon die Rein Wirtschaftliche Ausrichtung dieser Institution ;)


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10.03.2014 um 12:09
Laborant schrieb:Die Grundlage des Binnenmarktes. Nicht der Europäischen Union
aber sicher doch.. wenn du den link anklickst siehst du, dass es dabei um den grundvertrag der EU geht.
Laborant schrieb:Ob nun einzelne Staaten ihre Zuwanderung und ihre Währung steuern können, spielt doch für den Frieden gar keine Rolle.
Nationalismus ist die wurzel für konflikte


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wichtelprinz
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10.03.2014 um 12:32
@smokingun
smokingun schrieb:Nationalismus ist die wurzel für konflikte
Sehr richtig. Es ist ja schön identifizieren sich Mensch mit mythen und Märchen. Aber wenn es zur Begründung benutzt wird "besser" als andere zu sein wirds "rassistisch".


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10.03.2014 um 15:16
Interessanterweise hat sich die Schweiz - trotz ihres Querulantenartigen Nationalismusses elegant aus beiden Weltkriegen rausgehalten und mit beiden Parteien tolle geschäfte gemacht *g*

Die Schweiz hat nie einen Angriffskrieg geführt - innerhalb der Schweiz wurde zwar immer mal wieder gekäpselt aber sonst? Die Armee brauchten wir immer nur, wenn ein Österreicher Erschossen oder nicht Erschossen wurde. *räusper*
Und beide male war es blosse Verteidigung. Okay, teilweise haben sich auch Söldner verkauft...oder schweizer Söldner haben dem Besser bezahlenden den Feindlichen Feldherren verkauft. Oder oder oder.

Es ist ja nun nicht so, dass vom Schweizer Eigenheitendenken nun eine Agression ausgeht. Im Übrigen gibt es in diversen EU-Staaten noch Separatisten, welche eine abspaltung wollen. Nicht wenige dieser Separatisten waren bis vor Kurzem noch Bewaffnet und haben ihrem Frust Nachdruck verliehen.
Sowas kennt die Schweiz übrigens auch - die nennen wir Jurassier und die haben seither einen eigenen Kanton bekommen :)
Mit aufgezwungenem Gleichschalten werden Konflikte auch nicht verhindert - man lenkt sie einfach mehr in Richtung unkontrollierten Terror anstelle von Krieg auf Staatsebene.

Warum das? Weil es immer Zentren und Regionen geben wird, welche sich besser entwickeln als andere - und die Zentren wollen dann Autonomie, während die denen es schlechter geht, ein Stück vom Kuchen haben wollen.

Es braucht keinen Nationalismus für Konflikte - da gibt es viel Abstraktere Gruppierungen. Minderheiten, Terroristische Gruppen, Politische Aktivisten usw. Würde jemand die heute Aktiven Terrorgruppen einem Staat zuordnen? Al Kaida - wohin gehört das? Iran? Nein... Afghanistan? Ebensowenig. Iran? Nein. Sudan? Nein. Deutschland? Nein. Und das obwohl die damaligen Todespiloten afaik in Deutschland ausgebildet wurden.

Manche sehen mit dem Wegfall des Euro und der PFZ gleich den nächsten Krieg anrollen - hat man denn zu heiss gebadet?


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10.03.2014 um 16:46
@Laborant
Laborant schrieb:Die Schweiz hat nie einen Angriffskrieg geführt - innerhalb der Schweiz wurde zwar immer mal wieder gekäpselt aber sonst?
Kommt immer drauf an von welchen Schweizern man redet...
Wikipedia: Schlacht_bei_Marignano


Ansonsten hielten es die Allierten nach dem 2. WK nicht sooo toll wie sich die Schweizer verhilten und die Schweiz musste auch eine Strafe dafür zahlen.
Der milliarden Kredit für Hitler und seinen Russlandfeldzug war wohl auch nicht sooo lobenswert.
Die Schweiz war nach dem Sieg der Alliierten aussenpolitisch isoliert. Die Siegermächte betrachteten die Schweizer als „Kriegsgewinnler“, die mit den Nazis kooperiert hatten. Mit dem Abkommen von Washington willigte die Schweiz 1946 ein, den USA 250 Mio. SFr. zu zahlen, dafür wurden Schweizer Konten entsperrt und die „Schwarze Liste“, auf der Schweizer Unternehmen standen, die mit den Nazis kooperiert hatten, gelöscht.
Wikipedia: Schweiz_im_Zweiten_Weltkrieg


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10.03.2014 um 17:42
Laborant schrieb:Al Kaida - wohin gehört das?
die haben mit den Nazis aber viel gemein... die wollen auch "Land".. ihr 3. Reich heisst nur Kalifat.

wie @wichtelprinz das richtig sagt . anstatt die individualität zu respektieren und andere zu tolerieren gehts immer um kollektive gleichschaltung um aus einer gruppe macht zu beziehen und andere zu attackieren. klar der Nationalismus ist nur eine der motivationen geht aber vielfach hand in hand mit religiösen motiven.
Laborant schrieb:..aus beiden Weltkriegen rausgehalten und mit beiden Parteien tolle geschäfte gemacht
die schweiz ist nicht reich weil sie auf erdöl sitzt sondern der Tresor aller banditen der welt ist und für die dunkelsten geschäfte dieser welt die zentrale hier ihren sitz findbar ist und zum weltkrieg..das nazigold das hier gelagert wurde und auch sonstige enteignungen bspw kunstobjekte ist kein raushalten.. man hat daran gut verdient.

Es ist auch heute lächerlich in einem land wo 3 % Arbeitslosigkeit herrscht Ausländer zu kriminalisieren während die grossen gaunereien hier weiterhin ein Tabu-Thema bleiben ,selbst der FIFA -Seppel ist ein viel grösserer Verbrecher als der Afrikaner der im Hinterhof Grass verkauft^^ . aber daran stört sich keiner von der SVP .. weil landsgenossen alles dürfen ;)


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10.03.2014 um 17:59
@smokingun
smokingun schrieb:Es ist auch heute lächerlich in einem land wo 3 % Arbeitslosigkeit herrscht Ausländer zu kriminalisieren während die grossen gaunereien hier weiterhin ein Tabu-Thema bleiben ,selbst der FIFA -Seppel ist ein viel grösserer Verbrecher als der Afrikaner der im Hinterhof Grass verkauft^^ . aber daran stört sich keiner von der SVP .. weil landsgenossen alles dürfen ;)
ganz richtig.

Und ein Schweizer Hobby ist es, den Erfolg eines Landes sehr eng an die Humanität und Ethik zu knüpfen. Wer aber ohne rosa Brille rumläuft sieht das dies auf diesem Planeten wohl eher nicht der Fall ist / sein wird / sein kann.


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10.03.2014 um 18:23
@smokingun
smokingun schrieb:klar der Nationalismus ist nur eine der motivationen geht aber vielfach hand in hand mit religiösen motiven.
Das halte ich eben auch für so einen Mythos. Es wird so viel dargestellt das Religionen der Kriegsgrund gewesen sei. Meistens wurden Religionen aber nur benutzt um eben nationalistische Ziele zu erreichen.

Genau Schweizer hätten da ein paar Beispiele in der Geschichte die aufzeigen wie nationalistische, politische Ziele mit Hilfe der Religion begünstigt wurden. Da wurde zT die Konfession wie die Unterwäsche gewechselt.
Wikipedia: Jörg_Jenatsch
Religion ist ein sehr gutes Werkzeug um sich die arme, ungebildete Bevölkerung zu eigen zu machen. Was will man einem armen Kerl drohen ihm alles wegzunehmen wenn er nicht auf der eigenen Seite kämpft? Aber mit Gott und dem Teufel lässt sich da sehr gut etwas manipulieren. Klappt ja bis Heute in dem man gewissen Leuten für den Märtyrertod das Paradies verspricht. So wie der Gaddafi zu einem heiligen Krieg aufrief. Auch so Hirnrissig und leicht zu durchschauen.


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10.03.2014 um 18:48
wichtelprinz schrieb:Ansonsten hielten es die Allierten nach dem 2. WK nicht sooo toll wie sich die Schweizer verhilten und die Schweiz musste auch eine Strafe dafür zahlen.
Der milliarden Kredit für Hitler und seinen Russlandfeldzug war wohl auch nicht sooo lobenswert.
Die haben halt dort etwas geholt, wo es noch etwas zu holen gab. Verglichen mit dem was die um die Schweiz liegenden Länder während des II. WK so gemacht haben, hat sich die Schweiz ja eigentlich mehr als anständig verhalten. Hätten sich alle anderen Länder wie die Schweiz verhalten, dann hätte es gar keinen II. WK gegeben.

Dass die Schweiz auch während des II. WK Handel mit den Achsenmächten trieb, hängt damit zusammen, dass sich die Schweiz schon zu dieser Zeit nicht mehr selbst versorgen konnte, auch wenn sie das gerne getan hätte. Und neutral bedeutet halt, dass man nicht Partei für eine Seite bezieht, sondern alle Handelspartner gleich behandelt.

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10.03.2014 um 18:50
smokingun schrieb:Es ist auch heute lächerlich in einem land wo 3 % Arbeitslosigkeit herrscht Ausländer zu kriminalisieren während die grossen gaunereien hier weiterhin ein Tabu-Thema bleiben ,selbst der FIFA -Seppel ist ein viel grösserer Verbrecher als der Afrikaner der im Hinterhof Grass verkauft^^ . aber daran stört sich keiner von der SVP .. weil landsgenossen alles dürfen ;)
Falls du damit irgendwie auf die kürzlich stattgefundene Abstimmung abzielst, dann hast du da etwas missverstanden. Es geht nicht um eine Kriminalisierung der Ausländer, sondern um eine Regulierung der Zuwanderung. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

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