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Anarchie

306 Beiträge, Schlüsselwörter: Anarchie
goldman
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Anarchie

18.05.2006 um 18:44
Wenn man der ursprünglichen Bedeutung des Wortes Anarchie folgt kann man nur zudem
Schluß kommen:

Anarchie kann und gibt es nur in Extremsituationen. Fürein
dauerhaftes Zusammen- und Überleben der Menschheit welche auf Kommunikation undsozialem
Zusammenhalt angewiesen ist ist es denkbar ungeeignet.


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Anarchie

18.05.2006 um 18:55
@jafrael

Ich wollte keinen neuen Thread eröffnen, damit dieser nicht wieder alsDoppelthread gelöscht werden würde.


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Anarchie

18.05.2006 um 22:14
Wer hätte gedacht, dass mein alter thread nochmal aufgegriffen wird...
Weil michgerade meine Faulheit besiegt, werde ich mal einen Text hier reinkopieren, den ich voretwa 2 Wochen verfasst habe. Er diente als Antwort auf die Behauptung, dass nicht alleMenschen im Grunde gut seien und es deshalb niemals einen Weltfrieden geben könne. Ichdenke das passt auch hier sehr gut rein, denn meine Meinung hat sich seit der Eröffnungdieses Threads entwickelt... Nun denn...

Die Herleitung unseresGesellschaftsproblems

Ich habe nie behauptet, dass alle Menschen an sich gutsind, sondern nur, dass niemand böse geboren wird bzw nichts Böses „in sich“ birgt.
In der Anfangszeit seines Lebens ist der Mensch extrem lernfähig, weil er keineErfahrung in ein vorhandenes Raster einordnen kann. Er nimmt die Informationen aus seinerUmwelt praktisch ungefiltert auf, weil er noch keine Meinungen über sie hat.Logischerweise sind diese Informationen auch schneller abgespeichert, was die besondereLernfähigkeit eines Kindes deutlich beweist. Es ist auch bekannt, dass Kinder dieVerhaltens- und Denkweisen ihres Umfeldes schnell imitieren. Das trifft natürlichspeziell für ihre Eltern zu, weil sie zu ihnen am meisten Vertrauen besitzen. DiesesNachahmungsverhalten nimmt zwar mit dem Alter ab, jedoch kann sicherlich jeder von unsfeststellen, dass man auch ab und zu Redewendungen, Meinungen usw aus seinem Umfeldunbewusst übernimmt.
Das beste Beispiel sind die sogenannten „Wolfskinder“. Das sindKinder, die vom Menschen verstoßen und isoliert bei Tieren aufwuchsen. Bei ihnen konntenachgewiesener Maßen ein tierisches Verhalten nachgewiesen werden, sprich sie liefen aufallen Vieren oder konnten nicht reden usw…
Das alles zeigt eigentlich nur, wie sehrder Mensch von seiner Umwelt geprägt wird. Der Mensch „ist“ aber nicht seine Meinung odersein Verhalten. Denn oft wird das natürliche Gewissen durch diverse Ideologien so starkunterdrückt, dass der Mensch mehr Maschine als Wesen zu sein scheint. Und doch beurteilenwir die meisten Menschen nach ihrer Meinung und ihrem verhalten, ohne aber dieHintergründe zu wissen geschweige denn sie wissen zu wollen.
Und dieser gesamteSachverhalt ist das Kernproblem einer sich nur oberflächlich ändernden Gesellschaft. ImGesamten scheint sie reifer zu werden, doch schaut man genauer hin, so herrschte ohne dasDiktat eines scheinheilig demokratisch zusammengesetzten Staates die blanke Willkür.
Der letzte Satz hat an sich keine negative Aussage. Die meisten Menschen verbindenmit den Worten „Willkür“, „Anarchie“ und „Selbstjustiz“ nichts Gutes. Sie sprechenabwertend darüber, verurteilen es und stecken es in ein Raster mit Barbarei,Ausschreitungen, Mord… um im nächsten Satz die wunderbaren Zustände von Aufgeklärtheitund Vernunft unserer heutigen Gesellschaft zu preisen. Das nenne ich blanke Ironie, dennwoher kommen diese negativen Assoziationen zu diesen Wörtern? Woher kommt die Angst voreinem Obrigkeitsverlust?
Insgeheim weis jeder um die Unmündigkeit seines Umfeldes.Ohne Gesetze und Gesetzeshüter wären wir wohl in mittelalterlichen Zuständen. Wer würdedas auch abstreiten? Diejenigen, die noch realistischer sind und schlimmere Prognosenaufstellen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was die Menschen miteinander tun würden,wäre da nicht die Angst, selbst Schaden davon zu tragen.
Sich einer physischenÜberlegenheit, genannt Staat, zu unterstellen, dessen Vorschriften zu befolgen, welcheman aber nicht verinnerlicht, zeugt nicht von Reife oder gar Weisheit. Ich will ganz undgar nicht behaupten, dass beispielsweise das deutsche Grundgesetz falsch ist. Das meistedavon ist schön und richtig und sollte auch in einer anarchischen Gesellschaft nichtfehlen. Doch was eine anarchische Gesellschaft von der unsrigen unterscheidet ist dieindividuelle Freiheit. In dieser Gesellschaft heißt es nicht, ich „darf nicht“, sondernich „will nicht“. Die individuelle Freiheit in unserer Gesellschaft ist nicht sehr starkausgeprägt. Will man sich den staatlichen Diktaten (Arbeit, Wohnung, Steuer,Versicherung, Bildung, Krankenkasse…), die einen automatisch in einen „Alltag“ drängen,widersetzen, muss man auf vieles versichten und sich vor seinen Mitmenschen fürchten.Staatenlosigkeit bedeutet, man ist vogelfrei und auf das Gutdünken seines Umfeldesangewiesen. Und wer würde seinem Nachbarn noch den Rücken zu kehren wollen, wenn erpraktisch alles mit einem machen dürfte? Angenommen, man hat Glück und verscherzt es sichnicht mit jähzornigen Artgenossen oder läuft einem Irren über den Weg der einen auchgrundlos erschießen würde. Es wäre immer noch nicht viel gewonnen.
Da wäre immer nochdas Problem der Selbstversorgung. Der moderne Mensch ist auf Arbeitsteilung praktischangewiesen. Das bedeutet, er müsste sich, wollte er wenigstens seine Notwendigkeitensicherstellen, einer anderen Gemeinschaft anschließen. Aber das ist nicht ganz soeinfach, wo doch fast ausnahmslos jedes Fleckchen Erde irgendeinem staatlichen Gefilde„gehört“, was ja an sich schon pervers ist.
Es ist heutzutage also alles andere alsleicht, sich von dieser physischen Übermacht nicht diktieren zu lassen.
Die Frage istnun, was dieses Staatenprinzip so widerstandsfähig macht. Es ist aber eine Kette vonFaktoren, die dabei eine Rolle spielen und sich gegenseitig bedingen.
Ein wichtigesGlied ist die schon oft genannte Unreife der breiten Bevölkerung, die einenvorschriftslosen Umgang miteinander ohne viel Leid nicht gewährleisten kann. Bei demnächsten „Warum“ kommt der vorhandene Staat ins Spiel, der heutzutage übrigens mehrökonomische Ziele als menschliche Ziele verfolgt („Arbeiten wir, um zu leben, oder lebenwir, um zu arbeiten?). Was die Reife seiner Bevölkerung angeht, interessiert es ihn nursoweit, wie er sie auch wirtschaftlich umsetzen kann. Ein gewalttätiger Mitarbeiter istweniger wert als ein friedlicher. Dagegen wird z.B. im Schlachthaus darauf geachtet, dassdie Angestellten möglichst wenig Mitleid empfinden. Weiter muss geklärt werden, warum derStaat vorwiegend wirtschaftliche Interessen verfolgt.
Im „Westen“ ist es derKapitalismus, die so genannte „freie Marktwirtschaft“, die die Habgier, das Ego,Machtgeilheit und viele andere Zivilisationskrankheiten derart unterstützt, dass es denmeisten Wirtschaftsbossen und Staatsoberhäuptern die Sinne zu vernebeln scheint. Derständige Konkurrenzkampf untereinander lässt die Menschen ins Animalische zurückentwickeln. Was bei den Urmenschen ein gewonnener Keulenkampf war, ist heute einepositive Bilanz eines Großinvestors an der Frankfurter Börse. Die niederen menschlichenTriebe, die der menschlichen Rasse einst gegeben wurden, um das Überleben zu sichern unddie Art zu erhalten, haben sich heute im großen Stil verselbstständigt.
Es wird imAllgemeinen also nur sehr wenig unternommen, um die Menschen im Reifeprozess zuunterstützen, sie unabhängiger zu machen.
Es wird sogar oft behauptet, der Staat seisogar daran interessiert, die Menschen unreif zu halten.
Das halte ich aber fürunsinnig. Davon ausgegangen, dass es keine Hintergrundregierung gibt, die seitJahrhunderten die Strippen in der Hand hält, kann es so etwas wie „der Staat will“eigentlich gar nicht geben. Zum einen wechseln die Regierungen und Wirtschaftskonzernesich ab, zum anderen kann man den Staat nicht personifizieren. Der Staat an sich verfolgtkein Interesse, er ist nur das sich ständig erneuernde, aber vom Prinzip her gleichbleibende, Gesamtgebilde des menschlichen Zusammenlebens auf Basis von gegenseitigerAchtung, die mithilfe der physischen Überlegenheit der Masse der Gemeinschaft erzwungenwerden muss. Er kann kein Interesse verfolgen, weil er keine individuelle Intelligenzbesitzt, sondern eigentlich nur eine umgesetzte Idee menschlichen Geistes ist.

Die Menschheit befindet sich in einem Teufelskreis, der verstanden werden muss. Esist im Anbetracht dieser ganzen Faktoren sehr schwierig, sich eine friedliche Lösungvorzustellen, die einen langfristigen Wandel der Gesellschaft erreichen könnte. Vlltkönnte man damit beginnen, diesen Leitsatz mehr in das Grundgesetz zu integrieren:

„Die eigene Freiheit hört dort auf, wo die die Freiheit der anderen beginnt.“

Die Menschen werden dadurch zwar nicht auf einen Schlag „besser“, aber sie bekommenmehr Verantwortung über sich selbst, mit der sie im Laufe der Zeit umzugehen wissen. Erstwenn man die Verantwortung für sich selbst übernehmen kann und damit auch umzugehen weis,kann man langsam damit anfangen, den Menschen auch die Verantwortung für das Verhaltenmit anderen Menschen zu übertragen…


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Anarchie

18.05.2006 um 22:52
WORD @ plan.

Zu dem selben Schluß sind wir auch im "Anarchie Politikmit Zukunft ?" - Thread gelangt. Wo ihr schon dabei seid könnt ihr den ja auch nochwiederbeleben :)


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coelus
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Anarchie

18.05.2006 um 23:08
Prima Beitrag plan! :)

Was mir gerade auffällt bei Deiner Frage:

Das nenne ich blanke Ironie, denn woher kommen diese negativen Assoziationen zudiesen Wörtern? Woher kommt die Angst vor einem Obrigkeitsverlust?

Was mirimmer wieder auffällt ist folgendes:

Immer wenn in den Medien von irgendwelchenTumulten die Rede ist, wo auch Bilder gezeigt werden und die Obrigkeit nicht gerade Herrder Lage ist, siehe jüngstes Beispiel „Strassenschlachten in Paris“ oder „New Orleans“ sofällt immer sofort das Wort Anarchie!!

Immer wird sofort bei derartigenEreignissen, die Situation ausgenutzt, um gezielt die Assoziation mit Anarchieherzustellen und dies bleibt dann bei Millionen über Millionen von Menschen hängen.Dieses Prinzip findet man auch in etlichen Filmen aus Hollywood oder Fernsehen.

Mit Anarchie, hat dies alles aber natürlich nicht im Geringsten etwas zu tun!


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coelus
ehemaliges Mitglied

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Anarchie

18.05.2006 um 23:16
Nachtrag:

..aber die Wahrheit den Bürgern mitzuteilen, dass sie kläglichversagt haben, dass wäre ja zuviel des guten, so taugt denn nun, um von den Tatsachenabzulenken, der Anarchismus als Sündenbock und besitzen dann noch die Dreistigkeit zusagen: Seht ihr liebe Leute, wie ihr froh sein könnt, dass wir zu Euch schauen und dieSache im Griff haben… oi oi oi


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Anarchie

19.05.2006 um 00:01
Anarchie ist total cool. Selbst mit Mord,Raub etc. Das ist dann eine richtigeAbenteuerwelt ! Und selbst wenn man drauf geht scheiß drauf, man ist frei !


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xpq101
ehemaliges Mitglied

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Anarchie

19.05.2006 um 00:05
@ The_Sorcerer ,

wenn du das unter Anarchie verstehts, hast Du nichts begriffen!

Sorry!!!


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abgott
ehemaliges Mitglied

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Anarchie

19.05.2006 um 16:45
wir leben doch in einer anarchie, nur sieht man äußerlich noch keine unkontrolliertheit!aber das innere ist komplett anarchisiert. frag mich nicht warum. unlösbar.


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Anarchie

19.05.2006 um 16:48
abgott wie kommst du da drauf`?


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abgott
ehemaliges Mitglied

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Anarchie

19.05.2006 um 17:05
es ist eine infektion, die sich immer mehr ausbreitet. anarchie fängt doch da an, wo keinzusammenhalt mehr, keine ordnung (äußerlich kommen mir doch da auch sehr viele zweifelauf) besteht und das innenleben der menschen sozusagen aus dem gleichgewicht gerät.

es ist wie mit diesen mainstream musik radiosendungen: sie senden musik, die dieleute einfach verrückt macht. selbsterfahrung. paradox ist das keiner nein sagt und dastreiben heutzutage noch fördert... folge, das ausmaß der unkontrolliertheit nimmt züge andie einfach krank sind!

anarchie bricht da aus wo kein mensch dem anderen mehrsagt was er zu tun und lassen hat, das wegfallen der verantwortungslosigkeit seinenmitmenschen gegenüber, keine rechenschaft ablegen, selbst wenn es nur kleine dinge wären,für die man sich nicht rechtfertigen braucht, das alles seh ich nur all zu oft.

alles steuert irgendwohin aus.


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Anarchie

19.05.2006 um 17:24
Das würde ich persönlich als "Diktatur der Geistlosigkeit" bezeichnen, Abgott. Anarchieist meineserachtens die Befreiung von dem (vor)gesetzten Einheitsfraß auf mehrerenEbenen. Wenn sie denn durch mündige Bürger praktiziert wird, versteht sich.


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Anarchie

19.05.2006 um 17:26
@coelus

Thx :)

Man muss nur leider sagen, dass die Medien in gewisserWeise doch das Recht auf ihrer Seite haben. Natürlich ist es nicht das anarchische Systeman sich, welches für diese Zustände verantwortlich wäre. Es sind und bleiben dieMenschen.
Ein solches System setzt eben auch den nahezu perfekten Menschen voraus,sonst geschieht das, was uns die Medien täglich vorgaukeln.
Die Anarchie ist nursoweit umsetzbar, wie es die Vorraussetzungen gestatten. Mir scheint es so, als sei dasheutige System fast schon ideal für die momentane Menschheit. Problematisch ist es nurfür diejenigen, die keine Bevormundung mehr benötigen und sie dennoch ertragen müssen. Essind nicht wenige, aber relativ gesehen doch die wenigsten.

@The_Sorcerer

Danke für deinen beispielhaften Beitrag, der meine obigen Zeilen wunderbarbestätigt...

@abgott

<<<anarchie bricht da aus wo kein mensch demanderen mehr sagt was er zu tun und lassen hat, das wegfallen der verantwortungslosigkeitseinen mitmenschen gegenüber, keine rechenschaft ablegen, selbst wenn es nur kleine dingewären, für die man sich nicht rechtfertigen braucht, das alles seh ich nur all zu oft.<<<

Beim "Wegfallen der Verantwortungslosigkeit" hast du sicher etwas anderesgemeint. ^^
Bei einer Anarchie ist es eher gegenteilig: Wir müssen (hier besser:wollen) umso mehr auf unseren Nächsten Acht geben, weil es keine Obrigkeit gibt, die unsdas abnimmt. Das setzt ganz einfach ein natürliches Verantwortungsbewusstsein voraus,welches so heute nicht existiert, vllt sogar nie existiert hat.


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Anarchie

19.05.2006 um 20:41
Und genau da liegt der Hund begraben, plan!

Du ziehst den falschen Schluß undgehst den Weg des geringsten Widerstandes wenn Du das sagst. Gleichzeitig unterstützt Dudamit eine gefährlich schwerfällige & dekante Haltungsweise, denn wenn es hier wirklichzu dramatischen Unruhen kommt werden sicher nicht die Anarchistn als Gewinner dastehen...
Entweder es wird mehr in Richtung Eigenverantwortung unternommen (Beispiel Hollandund die Drogenpolitik) oder die Probleme häufen sich weiterhin, und zwar
an allenEcken und Kanten.
Wenn Du Dir persönliches Verantwortungsbewußtsein abschreibst hastDu Dich gleichzeitig meiner Meinung nach auch aufgegeben. Dann bist Du kein Mensch mehr,sondern nurnoch organische Maschinerie ;)

In der Hoffnung nicht nur übertriebenzu haben.


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Anarchie

21.05.2006 um 17:03
Nachtrag:

Und nicht persönlich nehmen Plan, ich denke nämlich nicht daß Duzur verantwortungslosen Mehrheit gehörst :)
Die wird sich an geeigneter Stelle sicherauch hier noch zu Wort melden ;)


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Anarchie

21.05.2006 um 17:33
@kurvenkrieger

Es geht nicht darum, dass bei etwaigen anarchischen Verhältnissen dieAnarchisten "gewinnen", sondern dass alle gewinnen, in dem erst kein Kampf nötig ist.Sollten wir jedoch versuchen, den Staat zu stürzen (was kaum aus eigener Kraft möglichsein wird), so wird mit größter Sicherheit ein Kampf um die Vorherrschaft ausbrechen.
Dass der Staat den Bürgern nach und nach mehr Verantwortung zutrauen sollte, dabeisind wir uns einig. Und hier gilt es auch anzusetzen. Das einzige, was wir tun können,ohne uns selbst in Gefahr zu bringen, ist, unseren Staat aktiv zu verändern. DieVeränderung kann aber nur schrittweise geschehen, alles andere würde die Allgemeinheitwohl überfordern.


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banzai
ehemaliges Mitglied

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Anarchie

23.05.2006 um 18:15
vieleicht wär in unserem lande auch mal nicht schlecht, so mal von kurzer dauer damitsich manche leute endlich mal besinnen


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wolfspirit
ehemaliges Mitglied

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Anarchie

28.05.2006 um 15:36
Kurz zu der Mediensache in Zusammenhang mit den Ausschreitungen.

Coelus hat'snur kurz angeschnitten, ich will es ein klein wenig konkretisieren.

Politischmotivierte Ausschreitungen zeigen meist wie Coelus eh schon erwähnt hat alles andere alsAnarchie. Anarchie existiert praktisch nicht (siehe plan: Die ganze Erde istverstaatlicht, mal abgesehen von den Hochseezonen...)

Was man zu sehen bekommtsind Situationen die aus Herrschaftsverhältnissen resultieren, bzw. innerhalb dieserstattfinden. (Demonstrationen (Minderheit) - Polizisten (Staat))

New Orleans istein sehr gutes Beispiel- man lässt sich dazu verleiten anzunehmen dass die Stadtpraktisch durch die Katastrophe isoliert ist und Ordnungskräfte nicht oder nur rudimentärvorhanden sind. Praktisch ein Experimentsaufbau für Anarchie.

Eigentlich handeltes sich dabei aber nur um Menschen innerhalb eines Herrschaftssystem, die in Not (alsoein absoluter Ausnahme und Extremzustand innerhalb eines Herrschaftssystems) sind undvollkommen vernachlässigt werden. Sei es auf Grund der Kosten- oder auf Grund ihrerHautfarbe- denn die Umstände waren allen Beteiligten sicher bekannt.

Wenn manaber gerade einen teuren Krieg führt...


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wolfspirit
ehemaliges Mitglied

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Anarchie

02.06.2006 um 19:35
Intensiv leben kann man nur auf Kosten des Ichs. Der Bürger nun schätzt nichts höher alsdas Ich (ein rudimentär entwickeltes Ich allerdings). Auf Kosten der Intensität alsoerreicht er Erhaltung und Sicherheit, statt Gottbesessenheit erntet er Gewissensruhe,statt Lust Behagen, statt Freiheit Bequemlichkeit, statt tödlicher Glut eine angenehmeTemperatur.
Der Bürger ist deshalb seinem Wesen nach ein Geschöpf von schwachemLebensantrieb, ängstlich, jede Preisgabe seiner selbst fürchtend, leicht zu regieren.
Er hat darum an Stelle der Macht die Majorität gesetzt, an Stelle der Gewalt dasGesetz, an Stelle der Verantwortung das Abstimmungsverfahren.
(H. Hesse)


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Anarchie

02.06.2006 um 19:48
Der alte Steppenwolf ROCKT! :D


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