Irade77 schrieb:Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen
dto.
jdf wenn man bedenkt wo folgendes herkommt -->
Deepthroat23 schrieb:Ein Bundestagsabgeordneter verdient ab 1.1.2015 sage und schreibe 9.082 Euro.
Dazu gibt es ein Büro, einen fetten Dienstwagen und eine "Kostenpauschale", die -da sie eine Pauschale ist- von JEDEM einzelnen Abgeordneten voll bezogen wird.
vergleicht man nun den qualitativen nutzeffekt, der leute, also besonders wenn so manche so etwas fordern --->
pokpok schrieb:FDP-Politiker Lars Lindemann (43) fordert deshalb: Sozialhilfe-Empfänger sollen an den Stadtrand ziehen!
relativiert sich das ganze irgendwie....
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pokpok schrieb:Sollen die Armen ausgesiebt uns separiert werden?
naja, also da sehe ich kein problem also hinsichtlich "werden", da dies atm /seit längerer zeit schon so passiert bzw realität ist.
die politik sollte halt etwas dagegen machen. es hat aber den anschein, dass man hinsichtlich bekämpfung der armut keine lösung anstrebt; vielmehr will man das problem "beiseite schieben"
New York/Berlin - Einer der massivsten Vorwürfe der Uno an Deutschland lautet, dass jeder vierte Schüler hierzulande ohne Frühstück zur Schule gehe - die Vereinten Nationen fordern die Bundesregierung deshalb zu "konkreten Maßnahmen" auf, damit "Kinder, besonders aus armen Familien, richtige Mahlzeiten erhalten".
Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt im neuesten Staatenbericht der Vereinten Nationen: Migranten in Deutschland würden diskriminiert, und es fehle an einem umfassenden Armutsbekämpfungsprogramm, heißt es in der zehnseitigen Analyse, aus der der Berliner "Tagesspiegel" in seiner Mittwochsausgabe zitiert.
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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/staatenbericht-uno-kritisiert-deutsches-sozialsystem-a-772620.htmlsogar die uno kritisierte dies bereits 2008 oder 2009 (ganz genau ist mir das nicht mehr in erinnerung).
naja und jahre später, trotz ratschlägen / empfehlungen, hat sich noch immer kaum etwas getan:
"Tief besorgt" zeigt sich demnach der zuständige Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, dass viele seiner früheren Empfehlungen nicht umgesetzt wurden.
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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/staatenbericht-uno-kritisiert-deutsches-sozialsystem-a-772620.htmlaber ziemlich krass ist dieses zitat im artikel, anscheinend beachtet das bei uns aber niemand...
Migranten etwa sähen sich nach wie vor großen Hindernissen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte auf Bildung und Beschäftigung gegenüber, heißt es.
"Menschenunwürdige Bedingungen"
Asylsuchenden würden sogar ausreichende Sozialleistungen versagt, dabei müssten sie "im Einklang mit internationalen Normen" den gleichberechtigten Zugang zu beitragsunabhängigen sozialen Sicherungssystemen, zur Gesundheitsversorgung und zum Arbeitsmarkt bekommen.
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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/staatenbericht-uno-kritisiert-deutsches-sozialsystem-a-772620.htmlnaja armut schafft probleme, wie die vom TE genannte ghettoisierung, diese ist in einigen städten / regionen aber bereits jetzt schon harte realität.
armut schafft noch viele weitere probleme. allerdings kann sie auch von einem gewissen nutzen sein.
man findet immer jemanden der für sehr wenig geld arbeitet. man hat quasi eine art "billig-lohnmasse" quasi immer auf abruf parat*. zudem arbeitet man in der hinsicht, seitens der politik, auch gewiss mit der angst vor dem sozialen abstieg, dies wiederum sorgt für merkwürdige effekte / forderungen seitens der arbeitgeber...

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http://www.boeckler.de/cps/rde/xbcr/hbs/small_impuls_grafik_2014_11_5_rdax_364x600.jpggrößere version:
http://www.boeckler.de/cps/rde/xbcr/hbs/impuls_grafik_2014_11_5_rdax_364x600.jpg (Archiv-Version vom 15.09.2014)*daran wird auch der kommende mindestlohn (01.01.2015) nur wenig bis gar nichts ändern; stichwort drehtüreffekt <-- aber bloß nicht mit "revolving-doors" verwechseln, das verhält sich eher ganz andersrum ...
Nicht einmal 5,70 Euro brutto pro Stunde – so wenig sollen Langzeitarbeitslose im ersten halben Jahr nach einer Neueinstellung auch weiterhin verdienen dürfen. Jedenfalls, wenn die Ausnahmeregelung im geplanten Mindestlohngesetz umgesetzt wird, analysieren die WSI-Forscher Reinhard Bispinck, Thorsten Schulten und Marc Amlinger. Denn dann würden die Entgelte von Langzeitarbeitslosen nur durch die allgemeinen Regeln zur Sittenwidrigkeit nach unten begrenzt. Durch diese Sonderregel, die es in keinem anderen EU-Land gebe, erhielten Unternehmen „starke Anreize, nach einem Zeitraum von sechs Monaten den vormaligen Langzeitarbeitslosen wieder zu entlassen und durch einen neuen ‚günstigeren‘ Langzeitarbeitslosen zu ersetzen“. Im Endeffekt könnte die Ausnahmeklausel das glatte Gegenteil der eigentlich beabsichtigten Wirkung erzeugen: Es „drohen umfassende Drehtüreffekte, die die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf einen dauerhaften Wiedereinstieg weiter verschlechtern und lediglich kurzfristige und instabile Beschäftigungsverhältnisse fördern“.
quelle:
http://www.boeckler.de/47551_47562.htm
quelle:
http://www.boeckler.de/cps/rde/xbcr/hbs/small_impuls_grafik_2014_11_3_rdax_496x600.jpggrößere version:
http://www.boeckler.de/cps/rde/xbcr/hbs/impuls_grafik_2014_11_3_rdax_496x600.jpgaber seien wir doch mal ganz ehrlich. es interessiert keine sau.
außer eventuell, die betroffenen bzw. die jenigen die befürchten müssen "ab zu rutschen".
jedenfalls, ist seitens der politik, nicht unbedingt auch nur irgendein logisches vorgehen hinsichtlich der armutsbekämpfung zu erwarten...
man muss sich "Menschenunwürdige Bedingungen" mal so richtig vor augen führen.
das zitat erschien am: Mittwoch, 06.07.2011 – 07:08 Uhr , die UNO kritik war da relativ aktuell.
geändert hat sich nicht wirklich viel.
es ist wirklich beschämend.
pokpok schrieb:Halten ihr den Vorschlag von der FDP für richtig?
natürlich nicht. zudem habe ich gedacht diese partei sei irgendwie in der senke verschwunden oder so... imo, ist das pure stimmungsmache mit kontroversen aussagen...
auch dadurch bekommt man bekanntheitsgrad, wenn es auch ein fragwürdiger ist.
vielen, auch wenn sie es nie wirklich direkt zugeben würden, würde es gefallen.